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Donnerstag, 16. März 2017

  • ´Dieselthematik´ mit voller Wucht in Ingolstadt eingeschlagen.

    Da haben sich einige Kreative lange Zeit die Köpfe zerbrochen, wie man den größten Betrug im Automobilbau Made in Germany mit einem harmlosen Wort verniedlichen kann: Dieselthematik.

    Die Staatsanwaltschaften der Länder Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen lässt das kalt - sie hatten ganz andere Probleme: der Anfangsverdacht gegen Audi musste so wasserdicht sein, dass man sich mit maximalem Drehmoment zu den Köpfen von Clean Diesel der Volksverarsche durcharbeiten kann.

    Und ausgerechnet Volkswagen selber hat den Startschuss gegegeben, als man sich zu den detaillierten Anschuldigungen in Amerika bekannt hat - in der Hoffnung damit die Sache vom Tisch zu bekommen.

    Man kann die Dicke der Hälse der Staatsanwälte grob einschätzen, wenn bei breit angelegten Hausdurchsuchungen gestern sogar die VW’sche Anwaltskanzlei auf links gedreht wird. Oder selbst vor der zeitgleich stattfindenden Audi Jahrespressekonferenz keine Rücksicht genommen wird.

    Innerhalb der aktuellen Berichterstattung gab es auch eine Theorie, warum die Abschaltung ausgerechnet als Akustikfunktion bezeichnet wurde:

    Um die Rolle Audis im Dieselskandal zu verstehen, muss man sehen, welche Bedeutung Audi im großen VW-Konzern hat. (..) .. die Ingolstädter Ingenieure haben seit jeher wichtige Entwicklungsaufgaben im Konzern. (..) 1999 entwickelten sie eine Software, die das laute Klopfen von Dieselmotoren beim Starten unterdrücken sollte. Wie sich später herausstellte, ließen sich mit diesem zunächst ganz legalen Programm auch Abgasmessungen manipulieren. Eine Schummel-Software, die unter dem beschönigend-harmlosen Begriff “Akustikfunktion” geführt wurde?

    Und das Nachfüllen von AdBlue sollte auf keinen Fall den Kunden aufgenötigt werden - die feine Audikundschaft könnte sich ja die Finger schmutzig machen. Bei den langen Inspektionsintervallen hätte das große AdBlue Tanks bedeutet, für die kein Platz war, denn der Kofferraum sollte natürlich auch üppig ausfallen. Also kleiner Tank und die Akustikfunktion sorgt für die nötige Sparsamkeit. Und weil das Nachfüllen ja jetzt Aufgabe der Werkstätten war, brauchte der Tank noch nicht einmal gut erreichbar verbaut werden: win-win-win.

    Dieselgate | Akustikfunktion |


  • VLN Live-Stream ohne Musikunterbrechung [Update].

    Radio Le Mans Live Kommentar bei allen VLN Rennen . Dass ich das noch erleben darf! VLN Rennen ohne Zwangsmusik!

    UPDATE:

    Auch der deutsche Kommentar ist im Nicht-Radio Stream ohne Musikunterbrechung - danke an Olli (Martini) für die Info:

    Das mit “VLN Rennen ohne Zwangsmusik” hat übrigens nichts mit Radio Le Mans zu tun. Auch der deutsche Stream mit Lars, Patrick, Dirk und mir wird ohne Unterbrechung von Radio RPR laufen, von 08:15 Uhr durchgehend bis 16:30 Uhr.

    Lediglich über die Radiofrequenz 87,7 wird ab und zu Musik gespielt, dies geht aus rechtlichen Gründen nichts anders, weil die Frequenz denen gehört.

    Im Livestream, über DVB-T und über Lautsprecher (da gibt es übrigens auch Erweiterungen, soweit ich weiß im Brünnchen und im Pflanzgarten; bin mir aber mit den Standorten nicht zu 100 % sicher) wird durch kommentiert, was sicherlich ne heftige Aufgabe für uns sein wird.

    Und während die VLN verstanden hat und die TV Reportage zugunsten besserer Onlinereichweite in die Tonne kloppt - der ADAC Nordrhein so. Mich würde mal interessieren, wieviel Geld der ADAC Nordrhein an RTL bezahlt, damit die es wiederum an die Wige bezahlen. Zumindest bleibt damit alles schön in Klüngelcity Köln.


Dienstag, 14. März 2017

  • Land Motorsport ist beim N24h Audi Werksteam und setzt 2 Fahrzeuge ein. Die anderen beiden sind von WRT. Das sind tolle Nachrichten, stände da nicht dieser Elefant im Raum.


  • Saisonstart für den scharfen Indian FTR 750 Flat Tracker - inkl. Live Stream.

    Dieses Indian Gefährt hat es mir angetan:

    Die neue Saison der in „American Flat Track Series“ umbenannten amerikanischen Meisterschaft beginnt am Donnerstag, dem 16. März 2017 auf dem TT-Kurs im Daytona International Speedway in Daytona Beach, Florida.

    Ein Flat Track Renntag umfasst immer mehrere Qualifikations-, Hoffnungs- und Zwischenläufe sowie das Finale. Der Finallauf in Daytona wird am Donnerstag um 21:10 Uhr Ortszeit gestartet, also um 3:10 Uhr mitteleuropäischer Zeit am frühen Freitagmorgen. Das Rennen lässt sich live auf http://fanschoice.tv/american-flat-track verfolgen.

    Mehr Info in der PM hier.

    Indian | FlatTrack |


Samstag, 11. März 2017

  • Zu Besuch beim Kölner Startup evopark.

    Am Donnerstag hatte ich Gelegenheit die junge Firma in der Nähe vom Ebertplatz zu besuchen. Ich hatte schonmal Kontakt im November, als einer der Gründer - Tobias Weiper - einen Vortrag bei der TU Europe in München gehalten hat:

    Zustande gekommen ist der Termin dann allerdings durch Jonas Kaczmarczyk, der - als gebürtiger Kölner und wohnend in Reetz bei Blankenheim - aktuell ein studienbegleitendes Praktikum dort macht, nachdem er vorher bei Manthey und Schnitzer gejobbt hat. Dem ein oder anderen von Euch wird er bekannt vorkommen. Sein Studium in Berlin wird er in einem Jahr abschließen. Der zweite auf dem Bild (rechts) ist Martin Storch, der das Marketing verantwortet und sich ebenfalls Zeit für den Termin genommen hat:

    Das erklärte Ziel von evopark ist es, dass wir in Parkhäusern nicht mehr nach Kleingeld kramen müssen. Das geht sogar noch einen Schritt weiter, dass man auch nicht mehr das Fenster runterkurbeln muss, denn eine Chipkarte übernimmt die Kommunikation und die Schranke geht automatisch auf:

    Die Schwierigkeit für das Unternehmen besteht darin, dass man einerseits den Parkhaus-Betreibern das Upgrade auf die Funktechnologie schmackhaft machen muss und andererseits die Kunden zur Registrierung animieren muss, damit sie als eingetragener User die Vorteile von evopark nutzen können.

    Insgesamt arbeiten knapp über 20 Personen dort - wobei der Schwerpunkt aufgrund der Aufgabenstellung im IT Bereich liegt, also im Programmieren. Da die Kommunikation hauptsächlich online erfolgt, arbeiten einige der Kollegen gar nicht in Köln vor Ort, sondern remote mithilfe von Chat und anderen Tools. Angefangen hat das Ganze in der WG des 4-köpfigen Gründer-Freundeskreises direkt nach dem Studium in 2014.

    Schlagzeilen hat evopark gemacht, als Porsche Digital - die neue Mobilitätsfirma, die ihren Sitz in Ludwigsburg hat - als (Minderheits-) Investor eingestiegen ist.

    Bisher sind 25 Städte mit 69 Parkhäusern angeschlossen, Tendenz steigend. Alleine in Deutschland ist das Potential an anschließbaren Parkhäusern 4-stellig. Es gibt auch Kooperationen mit Einzelhändlern, die einen Einkauf mit einer Parkgutschrift direkt auf der Parkkarte honorieren - das wird im Hintergrund dann gutgeschrieben.

    Dieses Modell nennt sich B2B2C - also Business-to-Business-to-Customer, weil evopark stets den Kontakt zu den Endkunden hält, auch wenn andere Firmen zwischengeschaltet sind. So hat z.B. die Versicherung AXA sich die Dienste von evopark gesichert, um eine eigene gebrandete Parkkarte anbieten zu können.

    Was kennzeichnet also ein Startup und wodurch unterscheidet es sich von einer normalen Unternehmensgründung?

    Martin definiert es über Innovation und digitale Inhalte, auch ist der Altersdurchschnitt der Beteiligten normalerweise eher jünger. Die Unternehmenskultur ist familiärer - z.B. wird mittags immer zusammen gegessen:

    Möglich macht das trotz der kleinen Firma der Anbieter Meal Mates - witzigerweise ebenfalls ein Startup, das preislich attraktive Verpflegung für Unternehmen in der nördlichen Kölner Innenstadt anbietet und von Jonas und Martin ausdrücklich empfohlen wird - scheint gut zu schmecken!

    Aber auch sonst stehen andere Startups hoch im Kurs - für Personal und Accounting werden Online Tools eingesetzt - eventuelle Berührungsängste sind gar nicht erst vorhanden. Spart Aufwand und man hat alles selber unter Kontrolle, weil man nicht an Dritte auslagert. Das gilt ebenso für die interne Kommunikation, aber auch solche Bereiche wie den Bewerbungsprozess.

    “Für alles erstmal das Handy benutzen - jedes Problem erstmal mit dem Handy lösen. Meistens hat irgendein Startup eine Idee für ein Tool und du probierst es dann erstmal damit.”

    … so definiert Martin den digitalen Wandel. Das würde man auch zwangsläufig lernen, wenn man bei einer Firma wie evopark aktiv ist.

    Wie sehr jede kleine Dienstleistungs-Nische heutzutage besetzt wird, kann man am Beispiel evopark gut erkennen: aus dem Gesamtthema Mobilität konzentriert man sich auf’s Parken - und hier sogar speziell auf den Teilbereich Parkhäuser.

    Wenn man mal in die Zukunft denkt und das autonome Fahren in’s Spiel bringt: gibt es dann überhaupt noch ein Geschäftsmodell für evopark? Stellt sich raus, dass es dann sogar noch viel wichtiger wird über Funkkontakt die Autos in die Parkhäuser zu lassen, denn es gibt ja keinen Fahrer mehr, der überhaupt ein Ticket ziehen könnte.

    Es war auch interessant zu hören wie divers sich die Parkhauslandschaft gestaltet, das geht vom Familienbetrieb bis zum Großunternehmen - alles dabei.

    Eine Herausforderung für evopark besteht darin, das Modell für den Kunden schmackhaft zu machen. Es gibt zwar Momente, an denen man den Parkautomaten am liebsten verprügeln möchte (schonmal mit 20€ bezahlt und Münzgeld zurückbekommen?!), aber später ist das wieder vergessen und es fehlt der Antrieb sich bei evopark zu registrieren.

    Wer von Euch ein Parkhaus benutzt, das bereits angeschlossen ist, kann den Promocode

    20832COM

    benutzen - damit entfällt die Anmeldegebühr (normal 5€) und es gibt noch ein 5€ Guthaben zum Abparken dazu. Der einzelne Parkvorgang wird mit 0,39€ zusätzlich abgerechnet - alle Details stehen hier. Die dazugehörige App gibt es im jeweiligen Store.

    Übrigens suchen die evoparker auch immer nach Verstärkung im Team - wer sich angesprochen fühlt, hier geht es zum Karrierelink.

    Zum Abschluss meines Besuches gab es noch einen richtigen Kracher - ein Parkhausquartett! Hab ich vorher auch noch nie gesehen:

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    evopark | Startup | Mikebericht |


Freitag, 10. März 2017

Mittwoch, 08. März 2017

  • Dieser aufgemotzte Elektro-Zoe aus Genf ist eine richtig freche Krawallbüchse geworden.

    Obwohl - Krawall ist ja jetzt nicht mehr so passend. Viel Krach macht der wenig.

    Aber dafür ist der 1.400kg Stromer ordentlich befeuert: 460 PS, 640 Nm. Und dank Doppelmotor auch mit Allrad.

    Approved!

    Bei der Farbe fühlt man sich etwas wehmütig sogar an den wilden Benz-Clio erinnert.


  • Und die Wige so?

    Das Jahr 2016 habe man vorläufigen Zahlen zufolge mit 60 Millionen Euro Umsatz und einem Vorsteuerverlust von 6,5 Millionen Euro abgeschlossen, teilt Wige Media am Dienstag zudem mit.

    Autsch!


  • Speedweek´s DMSB Daily. Heute: der Automobilsport.

    Die Speedweek arbeitet sich beim DMSB langsam von den Motorrädern zu den Autos vor:

    Aber Präsident Stuck ist Motorsport-Berater und Botschafter des weltgrößten Automobilkonzerns – und soll gleichzeitig unabhängig die Geschicke eines Landesverbands lenken? Obwohl Marken wie Audi, Porsche, Seat, Skoda und VW in allen möglichen Meisterschaften mitwirken?

    Lambo und Bentley fehlen noch. Aber wer wird denn schon bei so ein paar Interessenkonflikten so kleinlich sein - das ist schließlich ein gemeinnütziger Verein!


Dienstag, 07. März 2017

  • 70 Jahre Walter Röhrl - Herzlichen Glückwunsch! [Update]

    Auch wir können uns freuen, denn so ein runder Geburtstag fördert so viele Interviews, Anekdoten und Kommentare zutage, dass man mit dem Lesen kaum noch hinterherkommt.

    Zum Beispiel diese tolle Serie in der Mittelbayerischen - mit so Zitaten wie:

    • Für einen normalen Menschen ist es unverständlich, was mit einem Auto geht.
    • Womit er gerade fährt:
      Mit meinem Porsche Panamera Turbo mit bescheidenen 550 PS. Wenn ich auf der Landstraße so fahre, wie es sich gehört, verbraucht er 9,6 Liter. Wenn ich auf der Rennstrecke Vollgas gebe, sind es 50 Liter. Das ist aber in Ordnung, 500 Pferde trinken einfach mehr als eins.
    • Ein Baum geht halt beim Rallyefahren nicht auf die Seite.
    • Wie er seinen Geburtstag feiert:
      Ich bin ja ein begeisterter Ski-Touren-Geher. Alle letzten Geburtstage habe ich mit Ski-Touren verbracht. Wenn jemand von meinen Freunden der Meinung ist, dass er mithalten kann, darf er gern mitgehen. Die meisten haben aber eingesehen, dass es wenig Sinn macht.

    Und das Porsche-Museum hat sogar eine Sonderausstellung vorbereitet.

    Gleichzeitig so spektakulär und dennoch immer entspannt wirkender Herr der Lage - das kann nur der Lange aus Bayern.

    Unsere Wege haben sich mehrfach gekreuzt und immer war er geerdet und gradlinig - auch schonmal kantig und leicht schroff - aber immer ist er auf seine eigene Art liebevoll, ehrlich und enthusiastisch mit dem was er macht - und auch was er sagt.

    Das Gruppe B Festival in Daun scheint in seiner Gunst inzwischen der Köln-Ahrweiler den Rang abgelaufen zu haben, aber die beiden Veranstaltungen in Rufweite zur Nordschleife stehen bei ihm nach wie vor ganz hoch im Kurs.

    Hier meine aktuellste Aufnahme von ihm beim Smalltalk in Daun:

    … und später am Steuer des Audi Gruppe S - kurz bevor der Wagen zum ersten Mal in der Öffentlichkeit im Einsatz gezeigt wurde:

    Ihr kennt alle dieses Video, das ich vor 10 Jahren gemacht habe?

    youtu.be/E93ag4Rp-Gg

    Als die Passagiere durch waren, durfte ich auch mal mitfahren: unvergessliches Nordschleifen-Erlebnis. 911er GT3 mit abgefahrenen Michelin Cup auf nasser Piste!

    Aber auf eine Sache bin ich besonders stolz: Walter Röhrl hat für Bilstein ein Fahrwerk für den 964 RS entwickelt in Papenburg und ich durfte ‘Behind the Scenes’ dabei sein - meine Lieblingsrolle.

    Das war am 13.Februar 2007 - also ziemlich genau vor 10 Jahren zu seinem 60.Geburtstag.

    Ich hatte ein ganz bestimmtes Bild im Kopf: Walter Röhrl konzentriert im 911er RS - fahrend - driftend - das Limit auslotend.

    Also hab ich es mir im Fußraum bequem gemacht und er hinter’m Lenkrad - und alles ist so abgelaufen, wie ich mir das im Vorfeld gewünscht habe:

    Das hat den Bilsteinleuten so gut gefallen, dass sie Autogrammkarten davon gemacht haben:

    Und jetzt kommt mein persönlicher Stolz-Teil ;) Walter Röhrl haben die Karten auch so gut gefallen, dass er sie eine ganze Weile lang selber benutzt hat. Kein Wunder also, dass diese Karte für mich eine ganz besondere Bedeutung hat:

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    Eigentlich könnte ich jetzt diesen Post hier beenden und alles wäre gut. Aber mir liegt da noch eine Sache am Herzen, die ich unbedingt loswerden möchte.

    Jeder hat es selber in der Hand, wie er (oder sie) sein Leben nach der Motorsport-Laufbahn gestaltet: ob ehrenhaft und genügsam oder geldgeil und machtbesessen. Man kann seinen Wohnort aus steuerlichen Gründen in’s Ausland verlegen - z.B. nach Österreich - oder man bleibt heimatverbunden in Bayern. Man kann versuchen sich lautstark in die erste Reihe zu jodeln - oder man bleibt als Freund der leisen Töne unaufdringlich im Hintergrund. Selbst als offizieller Porsche Repräsentant hat man die Wahl, ob man sich den Kameras in der Le Mans Startaufstellung aufdrängen möchte - oder eben nicht. Man sucht es sich auch selber aus, ob man sich aus Profit- und Profilneurose um Ämter bemüht, die zwar intellektuell ein paar Nummern zu groß sind, aber die eigenen Privatbedürfnisse prima befriedigen.

    Auch wenn der schnelle 70-jährige über die Jahrzehnte ein paar Hundertstel verloren hat: auf dem Gebiet von Moral, Anstand und Ehrlichkeit hat Walter Röhrl einen Vorsprung auf einige seiner Kollegen wie damals vor genau 37 Jahren in Arganil. Und er bleibt sich nach wie vor gnadenlos treu - was für ein wertvoller Mensch.

    UPDATE:

    Schöner Nachtrag von Kleine Zeitung aus Österreich, der Reporter erinnert sich an das erste Rendevouz - direkt als Beifahrer:

    Sein Beifahrer schnallte mich auf den Beifahrersitz und Sekunden später verendete meine vorbereitete erste Frage bei der Einfahrt in ein enges, von massiven Eichen flankiertes Waldstück. Dann folgte ein ungefähr zehn Minuten langer Stummfilm, und als mich danach Röhrls Mechaniker aus dem Porsche klaubten, war ich mir sicher, dass dieser Mann entweder lebensmüde, völlig durchgeknallt oder ein Genie sein musste. Nach einer kurzen Stabilisierungsphase verfügte ich mich jedenfalls zurück in die Redaktionsstube nach Graz, entschied mich für die Definition Genie und schrieb für die Kleine Zeitung meine erste Röhrl-Story.

    Das war ein Glücksfall und der Start einer langen Zusammenarbeit:

    So testet Röhrl für uns seit nunmehr 35 Jahren die neuesten Modelle, kommentiert und kritisiert Entwicklungen und hat uns als Mentor der Motorredaktion so manche Tür geöffnet. Unantastbar in seiner Kompetenz sind es seine Autorität und Glaubwürdigkeit, die uns Glanz und Ansehen verleihen.

    Schon über 800 Autos sind so von Walter Röhrl getestet worden.

    Röhrl | Geburtstag |


Mittwoch, 01. März 2017

  • DMSB zockt sogar seine eigenen WM-Fahrer ab.

    Die Lizenzgelderpresser aus Frankfurt haben neue Opfer gefunden: die Motorrad-WM-Fahrer. Denn ohne nationale (!) Lizenz zum Schnäppchenpreis geht in der WM natürlich erstmal gar nichts.

    Günther Wiesinger schreibt sich in der Speedweek vorbildlich politisch inkorrekt den Frust von der Seele und ich sehe in meinem geistigen Auge die Motorsportler alle nicken bei der Lektüre:

    .. abzockt .. mit Wucherpreisen .. den bedauernswerten Untertanen (= Lizenznehmern) .. Überheblichkeit, mangelnder Hilfsbereitschaft und eitler Herablassung .. wegen des merkwürdigen DMSB-Gebarens .. einen unsauberen Beigeschmack .. eventuell ein paar stilvolle Orgien für die Funktionäre ..

    Fazit:

    Man muss dem DMSB zugute halten: Er will von den WM-Piloten nur das Beste – ihr Geld.

    Aber Stritzel Stuck jodelt schön in’s Vorwort der eigenen Selbstbeweihräucherungs-Brochüre:

    Wir wollen als Dachverband der deutschen Motorsportler näher an die Bedürfnisse der Rennfahrerinnen und Rennfahrer heranrücken, ihnen besser zuhören und einen besseren Service bieten.

    Wenn sie zuhören würden, würden sie den Service des geschlossenen Rücktritts bieten.

    Wer zieht endlich den Stecker?

    Wo ich so in diesem Vorstart blättere: mitten in das versammelte Nordschleifen-Permitgedrisse ab Seite 24 hat Creventic eine ganzseitige Anzeige für seine 24H Series geschaltet. Sicher kein Zufall.


Dienstag, 28. Februar 2017

  • Den Indian Flat Track Racer kann man jetzt kaufen: $ 50.000. Viel Geld, aber scharfes Gerät. Schade, dass es diesen Sport bei uns nicht gibt. Wieso eigentlich nicht?


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