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Mittwoch, 22. Juli 2015

  • Stephan Cimbal ist wieder da - bei Falken.

    Eigentlich dachte ich, bei Falken Tires wäre man zur Vernunft gekommen, nachdem man sich von der Agentur Dederichs Reinecke getrennt hat.

    Da habe ich mich wohl zu früh gefreut, mit wehenden Fahnen übernimmt Stephan Cimbal den Posten als Marketingdirektor Europa.

    Wenn Ihr Euch nicht mehr erinnert, wer das war: er kam als Totengräber der ersten Stunde frisch vom Bremer Botanika Flop - zusammen mit den Space Park Erfolglosen.

    Hat als Marketingleiter am Ring viele der peinlichen Aktionen zu verantworten, die uns so viel Schmerzen bereitet haben.

    Um - nachdem der Ring am Boden lag - 2010 zu Dederichs Reinecke zu wechseln.

    Na dann schließt sich ja der Kreis.

    Um Falken werd’ ich auf jeden Fall (wieder) einen großen Bogen machen - sehr enttäuschend.

    Falken | Cimbal |

     renn.tv/3088 




  • Neue Anklage im Fall Erlebnisgrab.

    Da hat sich jemand aber mächtig Mühe gegeben, das Wort Schmiergeld weiträumig zu umfahren.

    SWR.de:

    (..) vom Land beauftragt, einen Privatinvestor für den Nürburgring zu finden. Dafür verlangten die beiden 150.000 Euro. Um diese hohe Honorarforderung durchzusetzen, hat der Angeklagte laut Staatsanwaltschaft dem Nürburgring-Prokuristen illegalerweise 15.000 Euro versprochen und auch bezahlt.

    15.000? Das sind 0,003% der verprassten Summe, wenn wir mal konservativ von 500 Mio. ausgehen. Also quasi nichts.

    Solange Kurt Beck noch frei herumläuft und ML Dreyer fröhlich weiterregiert, kann ich über solche inszenierten Schauprozesse nur lachen. Ablenkungsmanöver - billiges.

    Ringprozess | Anklage | Controller |

     renn.tv/3087 




Dienstag, 21. Juli 2015

  • DMSB Saga - nächste Runde.

    Erstmal zu den Youngtimern.

    Das Problem ist anscheinend die Anzahl pro Auslandsrennen einer nationalen Veranstaltung, weil man darf maximal nur 1x im Ausland fahren. Hat die FIA festgelegt - wahrscheinlich um mehr Geld zu verdienen mit internationalen Rennen - und darüber gab es 2012 auch schon mächtig Ärger.

    Wie das übrigens Förderung des Motorsports sein soll, ist mir schleierhaft. Denn das sollte die Aufgabe der FIA sein - anstatt die Veranstalter zu schröpfen. Auch wie solche Gesetze (?) in die heutige politische Landschaft der EU mit ihrem gemeinsamen Markt passen soll, ist mir ein Rätsel. Aber das ist ein anderes Thema. Vielleicht klagt ja mal jemand in Brüssel.

    Wie auch immer - die Veranstalter nicht dumm - haben für ihre Teilnehmer Auslandsrennen als Nicht-Wertungsläufe deklariert, damit man wenigstens kostengünstig und abwechselungsreich unterwegs sein kann. Für die Youngtimer also neben Nürburgring und Hockenheim auch Zandvoort, Spa und Zolder - wobei Zandvoort und Zolder im Kalendar klar mit * als Einladungsrennen deklariert sind.

    Wir werden sehen, wie es sich entwickelt.

    Weiter zur IDM, bzw. Rüdiger Merdes und seinen Erfahrungen.

    Er hat sich jetzt ausführlich und chronologisch gegenüber Günther Wiesinger in der Speedweek geäußert.

    Da bekommt man mal Einblicke, wie das so abläuft im deutschen (Motorrad-) Motorsport und die Herren, die sich jetzt gerne mal erklären dürfen sind Christian Schacht und Hermann Tomcyzk. Ich hoffe sie nehmen diese Gelegenheit wahr mit der interessierten Öffentlichkeit einen Dialog zu führen - das ist doch eine tolle Chance.

    Alles andere - also klassisches Aussitzen - wird ebendiese interessierte Öffentlichkeit in ihrem Empfinden bestärken, dass die oberste deutsche Motorsportbehörde ein korrupter und verfilzer Haufen arroganter Funktionäre ist.

    Wenn Ihr meint ich übertreibe, dann lest Euch mal in der Speedweek die Kommentare durch (unter dem Artikel) - da ist man sich einig und in der Sprache deutlich, dass der DMSB abgeschafft bzw. abgelöst werden muss.

    Ein Punkt, der auch dringend der Klärung bedarf, ist die Zuwendung für den Nachwuchs in Höhe von 125.000 USD, die der GP Promotor jährlich an den DMSB überweist. Das Thema hatte ich vor genau 2 Jahren schon einmal und aktuell bringt es der einzige deutsche MotoGP Pilot und Moto2 Weltmeister von 2011 - Stefan Bradl - deutlich zur Sprache:

    “Es ist an der Zeit, dass jemand die Wahrheit sagt, auch wenn ich mich beim ADAC und beim DMSB unbeliebt mache. Aber das ist es mir wert, weil ich glaube, ich kann es mir als deutsches Aushängeschild erlauben, einmal auf den Tisch zu hauen und zu sagen, dass wir deutschen Nachwuchs brauchen”, sagt Stefan Bradl am Mittwoch offen gegenüber ‘Motorsport-Total.com’. “Der DMSB und der ADAC sollen sich angesprochen fühlen, denn wenn große Erfolge da sind, stellen sie sich auch vorne hin.”

    Was muss eigentlich noch passieren?

    Meine Meinung zur Situation:

    Im normalen Leben - die Fahrer als Kunden und der DMSB als Dienstleister - wäre diese DMSB Firma längst vom Markt. Nur durch die privilierte Monopolstellung ist solch ein Handeln erst möglich.

    Dabei möchte ich gar nicht werten, wer jetzt im Recht ist und wer nicht - man muss immer beide Seiten anhören. Was ich konkret am DMSB kritisiere ist die Intransparenz und das Nicht-Reagieren auf lautstark vorgebrachte Kritik. Und durch die großen Kreise, die das aktuell zieht, wird der Motorsport in Deutschland durch diesen fehlenden Dialog beschädigt.

    DMSB | Schacht | Tomcyzk | Bradl | Youngtimer | Merdes |

     renn.tv/3086 




Montag, 20. Juli 2015

  • DMSB nicht mehr zu stoppen.

    Die Freundetour des DMSB zieht weiter, nach Rennstreckentempolimit und der IDM gestern hat sich die Motorsporthoheit in Person von ihrer Majestät Christian Schacht die Youngtimer zur Brust genommen:

    Den nächsten Lauf in Zolder abgesagt und damit es auch alle verstehen den Youngtimern das Reglement für ungültig erklärt.

    Die engagierten Veranstalter sind ziemlich am Boden:

    "Das Verhalten und die Intention des DMSB sind uns unklar, weil die eingeleiteten Maßnahmen eine Durchführung des Motorsports verhindern und sie nach unserer Einschätzung allen sport- und zivilrechtlichen Grundlagen entbehren.

    Durch das nicht nachvollziehbare Verhalten des DMSB, der Tatsache, dass beide o.g. Rennserien nach dem 31. Juli kein genehmigtes Reglement haben und der Androhung gleicher Maßnahmen gegen zwei FHR Rennserien, ist eine Durchführung der Veranstaltung auf dem Circuit Zolder aus sportlicher und wirtschaftlicher Sicht nicht kalkulierbar.

    Wir bedauern die entstandene Situation und, dass dieser Konflikt auf dem Rücken und zum Schaden der aktiven Motorsportler ausgetragen wird."

    DMSB | Schacht | Youngtimer |

     renn.tv/3084 




Sonntag, 19. Juli 2015

  • DMSB Einblicke.

    Rüdiger Merdes wurde vom DMSB vor die Tür gesetzt und solche Ereignisse sickern dann auch mal an das Licht der Öffentlichkeit.:

    Der DMSB und seine Mitglieder sind eher dafür bekannt, Dinge auszusitzen statt auszudiskutieren

    … kann man unter anderem in der Speedweek lesen.

    Was ist nur aus unserem geliebten Sport geworden? Verseucht von Selbstdarstellern und Profilneurotikern?

    DMSB | Merdes | Motorrad | Schacht |

     renn.tv/3083 




  • Eveline Lemke vor 4 Jahren beim F1 Grand Prix.

    Die damals relativ frisch ernannte Wirtschaftsministerin hat die SAVE THE RING Demonstranten motiviert und ihre Unterstützung zugesagt - nur um am Ende des Protestmarsches Arm in Arm mit Jörg Lindner ihr doppeltes Spiel offenzulegen.

    Selbst heute - 4 Jahre danach - fällt es schwer zu akzeptieren, so hinter’s Licht geführt worden zu sein.

    Formel 1 GP 2011 am 24.Juli um 12:30 Uhr:

    (Klick! für gross.)

    Dass sie heute nichts mehr mit dem Ring zu tun haben will, nachdem sie vor ihrer Wahl eigentlich nichts anderes gemacht hat, fügt sich passend in’s Bild.

    Lemke | Formel1 | JörgLindner | SaveTheRing |

     renn.tv/3082 




Samstag, 18. Juli 2015

  • 3 Jahre Nürburgring Insolvenz.

    Heute vor 3 Jahren hat Kurt Beck die Nürburgring GmbH der Insolvenzverwaltung zum Fraß vorgeworfen. Und wie sie den Ring seitdem ausgeweidet haben!

    Florian Zerfaß hat die komplexen Vorgängen seit dem traurigen 18.Juli 2012 noch einmal so übersichtlich wie möglich zusammengefasst:

    Der Nürburgring in lähmender Starre

    Da sind einige neue brisante Informationen dabei:

    • Zwischen Getspeed (20% Anteil) und Charitonin / Russenholding (80%) laufen aktuell etwa 10 Gerichtsprozesse.

    • Insolvenzer Schmidt streicht wohl Monat für Monat 17.850 Euro ein. Wohlgemerkt: aus der Insolvenzmasse. Für was eigentlich?

    • Die Hintermänner der russischen Holding sind nach wie vor unbekannt, aber es gibt im Aufsichtsrat einen Platz für einen gewissen Andrej Osipov - nie gehört den Namen, aber wie man lesen kann kein Unbekannter in Oligarchenkreisen.

    Ich bin froh, das Florian am Ball bleibt. Sein umfangreiches Hintergrundwissen steigt immer weiter und er hält auch mit Wertungen nicht hinter’m Berg. Davon profitiert man als Leser auf der Suche nach einer eigenen persönlichen Meinung.

    Wobei mir Kai Richter viel zu gut wegkommt - für mich gibt es einen großen Unterschied, ob man seine Cleverness perfide zur Mehrung des persönlichen Wohlstandes einsetzt oder ob man sein Geld eben ehrenhaft verdient, ohne ein Schlachtfeld zu hinterlassen.

    Natürlich bleibt mir nicht verborgen, dass in unserer heutigen Gesellschaft die hemmungslose Gier kein gesellschaftlicher Makel mehr ist - aber meine Werte sind das nicht. Glücklicherweise habe ich besonders auch durch den Ringk(r)ampf viele wertvolle Menschen kennengelernt, die das Herz am rechten Fleck tragen. Für mich stellt ein aufrechter Charakter jedes Bankkonto in den Schatten und ich empfinde es als große Ehre Seite an Seite mit Gleichgesinnten dem Kampf um den Erhalt der Nordschleife ein Gesicht zu geben.

    Wie ist der Nürburgring eigentlich in die katastrophale Situation gekommen, in der er sich heute befindet?

    Die Wurzel allen Übels ist die Entscheidung Ende 2007 die Erlebnisregion an die Rennstrecke zu betonieren.

    Schon die damals offiziell veranschlagten 215 Mio € hätten den Ring in ein fatales Schuldengrab gestürzt - in Wirklichkeit lag die Gesamtsumme eher 3x so hoch! Damit war die Insolvenz von Anfang an besiegelt, denn alleine die Zinslast war unmöglich zu erbringen.

    “Mein hoffentlich gesunder Menschenverstand verurteilt die letzten 5 Jahre am Ring als kriminell, ob das durch Gerichte bestätigt wird oder nicht.”

    … habe ich vor 3 Jahren geschrieben, als die Insolvenz bekanntgegeben wurde.

    “Ein nicht wiederbringliches Erbe unserer Vorfahren wurde mit Füßen getreten und hoffnungslos in die Pleite geritten. Die Profiteure haben sich hemmungslos bedient und ihre politische Karriere oder den persönlichen Wohlstand gefördert.”

    Ich stehe felsenfest hinter meiner damals niedergeschriebenen Meinung, lest Euch den Text vom 17.Juli 2012 gerne noch einmal in Ruhe durch:

    Wie konnte es dazu kommen, daß der Nürburgring in nur 5 Jahren in den Bankrott getrieben wird?

    Und lässt man die jetzt zusätzlich vergangenen 3 Jahre ebenfalls Revue passieren - so wie es Florian in seinem Artikel akribisch gemacht hat - dann stellen wir fest: es wird immer schlimmer, je länger es dauert.

    Wann erreichen wir endlich die Talsohle?

    Ich wage es nicht zu prognostizieren. Ich fürchte jedoch wir können uns noch nicht vorstellen, wie weit es noch bergab gehen wird.

    Ich bin von Natur aus Optimist - sehe immer das Gute in Ereignissen - egal was passiert. Aber am Ring bin ich am Ende mit meinem Optimismus. Die Faktenlage ist zu erdrückend, als dass man sich vormachen könnte, es würde bald wieder aufwärts gehen.

    Die erste Jahreshälfte ist vorbei, doch mein erster Ringbesuch für dieses Jahr muss erst noch stattfinden. Selbst wenn HJS in der Fahrerbesprechung das Tempolimit salopp für den Rest der Saison ausruft gibt es niemanden, der ihn mal nachhaltig einnordet. Die zweck-pragmatische Lass-uns-so-weitermachen-als-wäre-nichts-passiert Atmosphäre stinkt zum Himmel - aber alle so: “Ich rieche nichts!?

    Ein kleiner Lichtblick ist der neue 3-jährige VLN-Vorvertrag, der dem emsigen Karl Mauer zu verdanken ist. Wenn man dann jedoch liest, wie sehr der ADAC bemüht ist seinen Machtanspruch durchzusetzen, dann bekommt man sofort wieder Bauchschmerzen.

    Aber es würde mich freuen, wenn sich die VLN endlich emanzipiert und auch strategisch den Ton für den Motorsport auf der Nordschleife angibt - anstatt sich wie in der Vergangenheit vor den Kommerzkarren des N24h ADAC Nordrhein spannen zu lassen. Dafür sollten wir Karl Mauer die größtmögliche Rückendeckung geben.

    Der Nordschleife stehen schwere Zeiten bevor - deshalb hat sie unsere Unterstützung nötiger denn je. Was vor 3 Jahren passiert ist, ist heute schon Geschichte - so wie unsere Handlungen, die wir heute anstrengen, bald auch als Geschichte festgeschrieben sein werden.

    Save The Ring!

    Insolvenz | WiWo | Zerfaß |

     renn.tv/3080 




Freitag, 17. Juli 2015

  • 1955 Onboard Video Nordschleife.

    Herrliche Einblicke in die Nordschleife vor 60 Jahren. Man stellt fest, dass sich eigentlich nichts verändert hat:

    youtu.be/91Yx3b_Eets

    Anfahrt Flugplatz:

    Anfahrt Wehrseifen:

    Ausfahrt Wehrseifen:

    Wippermann:

    Außer Brünnchen - da fällt man fast vom Glauben ab - ist kaum wiederzuerkennen. Hier die Anfahrt von Eschbach:

    Und hier das Brünnchen selber - alles voller Bäume und ein mächtiger Sprunghügel:

    Am besten gefällt mir der überholende Motorradfahrer Richtung Galgenkopf - ob das auch Touristenfahrten waren?

    Und der kurze Einblick in’s Fahrerlager ist natürlich auch ein Traum:

    Am Steuer der Onboardrunde sitzt kein Geringerer als Geoff Duke - 5facher TT Sieger und 6facher Motorradweltmeister:

    Er ist leider verstorben im Mai diesen Jahres - immerhin 92jährig. Hier gibt es ein eindrucksvolles Video der Ehrenrunde des aufgebahrten Sarges auf der Isle of Man kürzlich:

    youtu.be/b86YJ3fLYpE

    Das Duke in Duke Video hat übrigens auch seinen Ursprung hier, denn es ist die Firma von Geoff’s Sohn Peter.

    Und da schließt sich der Kreis, denn ich bin nicht unstolz, dass meine Onboard(!)-Filme (z.B. der hier) auch über Duke vertrieben werden. Bzw. vertrieben wurden, denn stückzahlmäßig ist das vernachlässigbar - trotzdem schön dort aufgeführt zu sein.

    Peter Duke ist übrigens schon persönlich beim 24h-Rennen mitgefahren, hier habe ich ihn 2006 abgelichtet:

    Was für eine tolle Story rund um diese wunderschönenen historischen Aufnahmen. Danke an Jan-Christoph für den Tipp!

    1955 | Onboard | Duke |

     renn.tv/3079 




Donnerstag, 16. Juli 2015

  • Mike-Rant: Ist Form follows Function ausgestorben?

    Wenn ich das hier sehe: Fake Auspuff der Optik wegen - dann wird mir ganz anders. Und deswegen muss ich mir jetzt mal den Frust von der Seele ranten.

    Früher® war das Blendwerk tatsächlich Blendwerk und man hat es montiert, wenn man die Optik pimpen wollte. Kennt Ihr noch diese Plastikleitschienen auf den Kotflügeln? Wie hießen die nochmal? Windsplits?! Hauptsache es sieht gefährlich aus.

    Klar kamen die Vorbilder aus dem Motorsport. Man wollte sich halt dynamisch abheben von der Masse. Wilde Aufkleber, tiefe und harte Fahrwerke - soviel hat sich in den Jahren bei den Posern nicht geändert. Ich werd’s nie verstehen, aber ganze Tuningmessen und -treffen befassen sich mit dem Thema. Warum auch nicht: die Leute haben Spass und ein Hobby.

    Der Spass hört aber dann auf, wenn Autohersteller Blendwerk als bare Münze verkaufen wollen. Wenn man den faulen Zauber erst dann durchschaut, wenn das Auto auf der Bühne steht: ein nicht angeschlossener Auspuff? Ein zusätzlicher Kühleinlass ohne Einlass? Was kommt als nächstes - eine große Bremsscheibe ohne Bremssattel? Zusatzscheinwerfer ohne Birnchen?

    Ich geb’s offen zu: ich bin ein hoffnungsloser Fall von Form Follows Function. Das ist für mich die einzig wahre Designlehre. Und die kruden Dinge, die dabei herauskommen, haben Charakter - ja sogar im Neuzustand schon Patina - ab Werk. Das ist es auch, was mich am Motorsport fasziniert: egal wie es aussieht - Hauptsache es macht schnell.

    Weniger Abgasgegendruck = mehr Leistung = schneller - also dicken Auspuff druntergeschnallt.

    Natürlich kann man hinterher (!) noch an der Optik feilen - solange die Funktion nicht beeinträchtigt wird.

    Aber wenn Sachen zusätzlich mit Gewicht und Kosten entwickelt werden, um nur (!) optische Zwecke zu erfüllen, dann setzt es bei mir aus. Das wäre das erste, was ich mit Vergnügen abbauen würde. Um es mit Schmackes in die Tonne zu kloppen.

    Gerade in der heutigen Zeit, wo die Resourcen knapp werden, sollte eigentlich nicht die OPTIK im Mittelpunkt stehen, sondern das GEWICHT. Und zwar so, dass jedes Gramm zählt.

    Schaut Euch mal einen Motocrosser an. Sieht geil aus?! Ist heute so - und war früher auch schon so. Kein Gramm zuviel, dass nicht mindestens eine essentielle Funktion erfüllt.

    Oder ein Rennrad. Was für feine - und leichte - Fahrmaschinen.

    Kann ich das bitte als Auto haben?! Kein Schnickschnack, ohne Blingbling und kompromislos auf die Funktion ausgelegt.

    Wo sind denn die 100 Jahre Autoentwicklung hin? Gipfeln in Fake-Auspuffenden? Da lassen sich die Autobauer aber noch ordentlich von den Motorrad-Herstellern vorführen. Ich hoffe das ändert sich bald.

    Als Kunde haben wir auch Einflussmöglichkeiten: die Produkte zu dissen, die uns - auf gut Deutsch gesagt - verarschen wollen.

    Übrigens: ich fahr selber ja schon eine Weile Bus (Transit 3,5T hoch und lang) - und so ein Kleinlaster ist zum Glück noch Form Follows Function vom Feinsten.

    (Mit Dank an Björn für den Aufreger! ;))

    Tags: Rant | FormFollowsFunction | Auspuff | Fake

     renn.tv/3077 




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