[VLN&24h] Torsten Kratz

Informationen und Hintergründe.
Jörg Ufer
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Beitrag von Jörg Ufer » Mo 05.Okt, 2015 18:07

VLN 8 - 03.10.15

Top Ten Ergebnis für Torsten Kratz

Mit einem ordentlichen neunten Platz im BMW M235i Racing-Cup endete für Torsten Kratz das achte Rennen zur Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring. Das Cockpit im Sorg Rennsport-BMW teilte sich der Mönchengladbacher dieses Mal neben dem Stammteamkollegen Kevin Warum (Schweitenkirchen) auch erstmals mit dem Frankfurter René Steurer.

„Das Ergebnis ist OK", sagte der 44-Jährige. „Es hätte natürlich besser laufen können, aber womöglich auch schlechter. Wir haben rund ums Thema Meisterschaft sowieso keine Chancen mehr, daher sind wir heute keine unnötigen Restrisiken eingegangen. Wir wollten das Ziel möglichst ohne Schrammen erreichen und das ist uns gelungen."

Startfahrer Kratz konnte sich recht schnell vom neunten Platz aus verbessern und lag als Siebter durchaus in Schlagdistanz zur Spitze in der BMW-Cup-Klasse. In der siebten Runde kam es dann im Bereich Karussell zu einer Kollision beim Überrunden einem langsamen BMW 330i.

Kratz: „Der war so langsam unterwegs. Ich bin schon extra oberhalb der Steilkurve des Caracciola-Karussells geblieben, um ihn außenherum zu überholen. Dennoch fuhr er mit seinem rechten Vorderrad gegen mein linkes Hinterrad und drehte mich um. Da man ja nicht entgegen der Fahrtrichtung fahren darf, musste ich einige Meter rückwärts zurücklegen, ehe ich wenden konnte. Das hat gut eine Minute gekostet."

Im Mittelstint debütierte Steurer, der zwar pro Umlauf einige Sekunden einbüßte und etwas Pech mit Doppelgelbphasen hatte, aber absolut fehlerfrei blieb. Nach seinem solide gefahrenen Stint übergab er das Cockpit schließlich an Warum. Der 24-Jährige litt unter massiven Reifenproblemen, kreuzte aber schließlich den Zielstrich als Neunter.

Debüt bei den 12 Stunden von Brünn

Schon am kommenden Wochenende greift Torsten Kratz erneut ins Lenkrad. Beim 12h-Rennen im tschechischen Brünn bildet der 44-Jährige zusammen mit dem Österreicher Siegfried Kuzdas sowie Oliver Bender (Frankfurt) ein Trio im Sorg Rennsport-BMW M3 GT4. Mit acht Fahrzeugen ist die Klasse SP3 stark besetzt. Kratz: „Für uns alle ist Brünn Neuland, daher fallen Prognosen natürlich schwer. Aber das Klassen-Podium sollte unser Ziel sein, zumal sich der Sorg-BMW M3 in der Vergangenheit zumeist als äußerst zuverlässig erwiesen hat."

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Beitrag von Jörg Ufer » Di 13.Okt, 2015 22:52

Nachschau 12h Brünn - 10.10.15

Torsten Kratz fährt auf den zweiten Platz

„Das ist Balsam für die Seele nach einem rundum gelungenen Rennen", sagte Torsten Kratz nach der Zieldurchfahrt beim 12 Stunden-Rennen im tschechischen Brünn. Zusammen mit Siegfried Kuzdas (Österreich), Oliver Bender (Frankfurt) und Paul Follett (Großbritannien) fuhr der Mönchengladbacher im Sorg Rennsport-BMW M3 GT4 auf den zweiten Rang in der Klasse SP3.

„Wir alle kannten die Strecke nicht und das teilweise verregnete und vernebelte, aber oft unterbrochene Training war nicht gerade hilfreich", erklärte der 44-Jährige. „Mit Startplatz sechs von acht Teilnehmern waren wir natürlich nicht zufrieden, aber aus verschiedensten Gründen war nicht mehr möglich. Im Rennen hatten wir jedoch nur ein kleines Problem mit Radbolzen und wurden verdienter Zweiter."

Kratz legte als Startfahrer die Basis für den Erfolg. In der ersten Runde fuhr der 44-Jährige vom 37. Gesamtrang aus vor auf Platz 26. Zwei Umläufe später lag der Sorg-BMW bereits auf dem 24. Gesamtrang und war Dritter in der Klasse SP3. Ein besonderes Lob sprach Kratz an Siegfried Kuzdas aus, der erstmals ein Autorennen bestritt: „Er hat eine hervorragende Leistung gezeigt!“

Zu Kuzdas und Kratz gesellten sich kurzfristig Bender und Follett, die auf dem Sorg-M3 eigentlich die Stammpiloten sind, in Brünn aber keinen Start geplant hatten. Sie absolvierten jeweils einen Stint und landeten somit sogar noch auf dem dritten Endrang in der Meisterschaft der Creventic-Serie.

Kuzdas mit zwei und Kratz mit drei Stints leisteten die Löwenarbeit auf dem 5,4 Kilometer langen Kurs. Als Startfahrer konnte sich Kratz gleich auf Rang drei vorarbeiten, noch vor Rennhalbzeit folgte die Verbesserung auf Platz zwei. Boxenstoppbedingt wurde sogar zeitweise die Führung übernommen. Ein kleines Problem mit defekten Radbolzen kostete abends rund zwölf Minuten, sonst wäre vielleicht sogar noch der Klassensieg möglich gewesen. Im Ziel fehlten auf den mit vier Werksfahrern besetzten BMW M235i Racing 2016 nur drei Runden, welches lediglich rund sieben Minuten entspricht.

„Sorg Rennsport hatte den BMW perfekt vorbereitet, die Boxenstopps waren optimal und wir Fahrer haben uns keine Fehler geleistet", fasste Kratz zusammen. „Es war ein wirklich gutes Wochenende. Jetzt hoffe ich, dass es am nächsten Wochenende auf dem Nürburgring so weitergeht."

Am kommenden Samstag startet Kratz wie gewohnt zusammen mit Kevin Warum (Schweitenkirchen) beim neunten Saisonrennen zur Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring im etatmäßigen Sorg Rennsport-BMW M235i Racing Cup.

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Beitrag von Jörg Ufer » Mo 19.Okt, 2015 19:59

VLN 9 - 17.10.15

Defekter Turbolader statt Podium

Eine Woche nach dem hervorragenden zweiten Platz beim 12h-Rennen im tschechischen Brünn musste der Mönchengladbacher Torsten Kratz in der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring leider einen Dämpfer hinnehmen. Als beim neunten Saisonrennen das Podium in der BMW-Cup-Klasse zum Greifen nah erschien, quittierte der Turbolader am Sorg Rennsport-BMW M235i Racing den Dienst. „So viel Pech kann man doch eigentlich nicht haben“, sagte der 44-Jährige, der kurz zuvor bis auf den dritten Rang vorgefahren war.

Nach einem eher durchwachsenen Training, wo immer wieder Code 60-Zonen eine gute Rundenzeit verhinderten, verlief das auf vier Stunden angesetzte Zeitrennen eigentlich nach Plan. Startfahrer Philipp Leisen (Irrel) nistete sich schnell im ersten Drittel der mit 20 Fahrzeugen stark besetzten Klasse ein. Zur Rennmitte übernahm Kratz und fuhr bis auf den dritten Rang vor. „Es lief wirklich gut und bis auf ungünstige Flaggensignale in einer Code 60-Zone war ich zufrieden. Unser BMW lief prächtig und ich war mir sicher, das Kevin mindestens den dritten Rang nach Hause fährt.“

Kevin Warum (Schweitenkirchen) aber sollte das Glück verlassen. In seiner zweiten Runde ließ die Motorleistung rapide nach, der BMW rollte im Bereich der Fuchsröhre aus. Zwar konnte Warum nach kurzer Standzeit die Fahrt wieder aufnehmen und aus eigener Kraft die Boxen erreichen. Doch dort wurde ein Turboladerschaden diagnostiziert, das Rennen war zu Ende.

Trotz des erneutes Pechs lässt sich Kratz nicht entmutigen. Drei Tage nach seinem 45. Geburtstag soll beim zehnten und letzten Saisonrennen am 31. Oktober endlich der Knoten platzen. „Ein gutes Ergebnis zum Saisonende würde den Frust von heute vergessen machen“, sagte der Mönchengladbacher.

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Beitrag von Jörg Ufer » Di 03.Nov, 2015 19:58

VLN 10 - 31.10.15

Torsten Kratz fährt GT4-Rundenrekord

Torsten Kratz markierte beim Saisonfinale zur Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring einmal mehr einen Rundenrekord: Am Steuer des Sorg Rennsport-BMW M3 GT4 stellte der 45-Jährige in 8.54,366 Minuten eine neue Bestmarke für die Kategorie GT4 (SP10) auf der VLN-Variante des Nürburgrings mit Speedlimits auf. Und das beim ersten Renneinsatz mit diesem Fahrzeug auf der schwierigsten Rennstrecke der Welt!

„Das war schon großartig und hat irre viel Spaß gemacht, ich bin total glücklich“, freute sich der Mönchengladbacher. „Auf den Punkt gebracht: Es war ein phantastischer Tag! Mein Dank gebührt dem Team Sorg Rennsport für den perfekten BMW und Aston Martin-Pilot Wolfgang Weber, mit dem ich ein spannendes und immer faires Duell hatte. Besser hätte das Saisonfinale nicht verlaufen können.“

Bereits im freien Training am Vortag hatte Kratz handgestoppte 8.56 Minuten erreicht. „Und da ist noch Luft nach unten, mal sehen was am Renntag geht.“ Im Zeittraining zeigten die Ergebnismonitore dann 8.51,879 Minuten. Nicht nur die eigentlichen GT4-Platzhirsche aus dem Team Avia-Aston Martin waren überrascht. „Ich auch“, gab Kratz zu. „Es war eine gute Runde, aber so schnell hatte ich nicht erwartet.“

Im Rennen lieferten sich Kratz und Aston Martin-Startfahrer Wolfgang Weber ein packendes Duell. Allerdings hatte Weber nur für ein paar Kilometer die Nase vorn, ansonsten dominierte Kratz. Mit knapp zehn Sekunden Vorsprung übergab der 45-Jährige das Cockpit nach acht Runden an Frank Elsässer (Dettenhausen). Für die Schlussphase übernahm Oliver Bender (Frankfurt), der schließlich mit 2.48 Minuten Rückstand als Klassenzweiter abgewinkt wurde.

Nach der Saison ist vor der Saison

„Der BMW M3 GT4 lässt sich fantastisch fahren, er macht immer genau das, was man von ihm erwartet“, sagte der Porsche-Instrukteur. „Neben dem Klassensieg bei den 24h am Nürburgring in der BMW M235i Racing Cup-Klasse und dem zweiten Platz bei den 12h in Brünn in der GT4 Klasse war das dieses Jahr mein Highlight. Mal schauen, was das nächste Jahr bringt. In naher Zukunft würde ich gerne mal ein Fahrzeug aus der GT3-Klasse testen:“ so Kratz mit einem Augenzwinkern.

Apropos Cup-BMW: Kratz´ etatmäßiger Sorg Rennsport-BMW M235i Racing war ebenfalls am Start. Zu Beginn nahm hier Teamkollege Philipp Leisen (Irrel) Platz. Während der ersten drei Runden gab es unmittelbar vor dem 31-Jährigen zwei Kollisionen. „Ich musste jeweils hart bremsen, einmal sogar über die Wiese ausweichen, um keinen zu treffen“, sagte Leisen. „In der vierten Runde krachte dann im Eschbach ein Walkenhorst-Z4 gegen mein rechtes Vorderrad. Danach war die Felge verbogen und ich musste die Boxen ansteuern.“ Das Duo Leisen/Kratz wurde aber immerhin noch Neunter von 20 Startern.

Nach seiner ersten Saison bei Securtal Sorg-Rennsport zog Kratz ein absolut positives Fazit: „Ich habe mich von der ersten Sekunde an in diesem Team sehr wohl gefühlt. Die Autos waren immer top vorbereitet, wir haben schöne Erfolge gefeiert, das Klima ist sehr angenehm und wir haben uns gemeinsam weiterentwickelt. Bedanken möchte ich mich für das Vertrauen, welches mir entgegengebracht wurde. Ich würde mich sehr freuen, wenn wenn wir auch für 2016 ein gemeinsames Paket schnüren würden.“

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Beitrag von Jörg Ufer » Mo 18.Jan, 2016 22:58

Nachschau 24h-Rennen Dubai 14.-16.01.16

Torsten Kratz happy: „Mehr als erwartet“

Mit einem fünften Platz in der Klasse SP3 endete für den Mönchengladbacher Torsten Kratz das 24h-Rennen von Dubai. Am Steuer des Sorg Rennsport-BMW M3 GT4 war dieses in der mit 15 Fahrzeugen hart umkämpften Klasse ein sehr gutes Ergebnis. „Das war ein richtig guter Saisonauftakt“, freute sich der 45-Jährige. „Diese Strecke liegt dem M3 eher nicht und wir haben mehr erreicht als erhofft.“

Kratz wechselte sich am Lenkrad mit dem Iraner Meisam Taheri, dem Dänen Frederik Nymark sowie den Deutschen Stefan Beyer und Ulf Wickop ab. Das Quintett umrundete den 5,399 Kilometer langen Kurs mit dem BMW M3 GT4 insgesamt 519 Mal, was einer Distanz von 2.802 Kilometern entspricht. Im Feld der 98 Starter kamen die Fünf zudem auf den hervorragenden 35. Gesamtrang.

Nach dem Qualifying hatte Dubai-Debütant Kratz definitiv nicht mit einem solchen Ergebnis gerechnet. Startplatz 14 und rund vier Sekunden Rückstand auf den Polesetter der Klasse dämpften die Erwartungen. „Auf dieser Strecke haben wir aufgrund des höheren Fahrzeuggewichtes spürbare Nachteile gegenüber einigen Klassenkonkurrenten. Vor allem im letzten Sektor mit vielen engen Kurven ist es für uns schwierig, das Tempo mitzugehen. Die leichten Ginetta und Lotus sind hier klar im Vorteil“, sagte Kratz vor dem Start. Aber er war nicht zu pessimistisch: „Im Rennen kommen aber einige Faktoren dazu, die den Unterschied hoffentlich relativieren. Einfach wird es jedoch nicht, auf die vorderen Plätze zu fahren.“

Nach dem Fallen der Startflagge zeigte Kratz eine fahrerische Meisterleistung. Der 45-Jährige verhielt sich taktisch klug im Verkehr und drehte trotzdem schnelle Rundenzeiten. Bis auf den vierten Rang konnte Kratz vorfahren. Auch während in der Folgezeit Taheri, Wickop und Nymark ihre Stints absolvierten, lag der M3 immer zwischen Platz fünf und elf. Kratz: „Für Ulf Wickop war es eine doppelte Herausforderung, die er hervorragend meisterte. Es war für ihn nicht nur die Premiere in Dubai, sondern generell sein allererstes 24h Rennen überhaupt!“

Der von Sorg Rennsport perfekt vorbereitete Bolide machte im weiteren Rennverlauf weiteren Boden gut. Während viele Wettbewerber mit Defekten zurück- oder ausfielen oder verunfallten, spulte die BMW-Mannschaft wie ein Schweizer Uhrwerk seine Runden ab. Lediglich beim Bremsbelagwechsel mitten in der Nacht kam es zu kleinen Komplikationen, die rund 12 Minuten kosteten. Trotzdem: Im Ergebnis ging es immer weiter nach vorn. Etwa vier Stunden vor Schluss wurde dann der fünfte Platz erobert und bis ins Ziel verteidigt.

„Wir sind ohne Erwartungen ins Rennen gegangen und wären schon mit einem Top Ten-Ergebnis zufrieden gewesen“, sagte Kratz im Ziel. „Auch wenn es eine alte Floskel ist: So ein 24h-Rennen ist lang und man muss erst einmal ankommen. Langstreckenrennen sind Teamsport und das gesamte Team rund um Daniel und Benjamin Sorg hat alles richtig gemacht.“

Obwohl Sorg Rennsport beide BMW 235i Racing sehr früh durch Unfall verlor, ging es hochmotiviert bis zum Fallen der Zielflagge weiter. Kratz: „Die Kräfte wurden gebündelt und alles konzentrierte sich nun auf unseren M3. Ich bin richtig stolz auf diese Mannschaft. Mein Dank gilt allen, die dazu beigetragen haben. Auch dem neuen Sorg-Teampartner AVIA, der uns gleich Glück gebracht hat!“

Der zweite Lauf zur Creventic-Serie findet Mitte März im italienischen Mugello statt. Auf der anspruchsvollen Strecke in der Toskana hofft Kratz beim 12h-Rennen auf ein ähnliches Ergebnis. „Wobei die Streckencharakteristik unserem M3 eher liegen müsste.“

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Beitrag von Jörg Ufer » Do 24.Mär, 2016 11:02

Vorschau VLN-Saison 2016
Volles Programm für Torsten Kratz

„Ich bin froh, dass es endlich losgeht. Ich bin hochmotiviert“, sagte Torsten Kratz beim Nürburgring-Testtag am vergangenen Samstag. „Wir konnten heute wichtige Erkenntnisse sammeln, die uns sicherlich im Saisonverlauf helfen werden. Ich bin jedenfalls sehr optimistisch.“

Der Mönchengladbacher fährt wieder für das Wuppertaler Erfolgsteam Securtal Sorg Rennsport. „Wir haben im letzten Jahr schöne Erfolge gefeiert, mit dem Klassensieg beim 24 Stunden-Rennen als Höhepunkt. Leider hatten wir ein paar Mal Pech, aber die Basis stimmte. Darauf bauen wir auf.“

Der 45-Jährige wird bis zur Saisonmitte sogar zwei Eisen im Feuer haben: Er wird sowohl einen BMW M235i Racing Cup als auch einen BMW M3 GT4 lenken. „Beide Fahrzeuge machen unheimlich Spaß, ich freue mich auf diese doppelte Herausforderung. Wir wollen natürlich erfolgreich sein, haben dazu klare Ziele, die wir zusammen mit dem gesamten Team auch erreichen können.“

Im BMW M235i Racing Cup steht klar die Meisterschaft im Vordergrund. Kratz Teamkollege ist Heiko Eichenberg aus Fritzlar. „Der Titel wäre natürlich ein Traum, aber soweit denken wir jetzt noch nicht. Die Konkurrenz ist auch dieses Jahr wieder stark. Aber Heiko und ich wissen, was wir zu tun haben. Wir schauen jedoch nicht nur auf die Fahrerwertung, sondern auch auf die Teamwertung. Letztes Jahr belegte Sorg Rennsport im Cup den dritten Schlussrang, das ist uns für 2016 zu wenig.“

Bei den Einstellfahrten hatte Kratz die Möglichkeit, erstmals den Cup-BMW in 2016er Spezifikation zu fahren. Optisch fällt vor allem der neue Heckspoiler auf, im Inneren gab es die meisten Änderungen im Bereich der Hinterachse und der vorderen Bremse. „Das Fahrzeug hat sich merklich im Fahrverhalten, aber vor allem bezüglich der Rückmeldung verbessert.“

Zusammen mit Oliver Bender (Frankfurt) und Stefan Beyer (Neustadt/Aisch) teilt sich Kratz bei den ersten drei VLN-Rennen sowie dem ADAC 24h-Rennen das Cockpit im BMW M3 GT4. Bereits beim letzten VLN-Lauf in 2015 war diese Konstellation erfolgreich. „Stefan und Oliver haben sich im letzten Jahr kontinuierlich verbessert. Sie kommen mit der Nordschleife und dem M3 immer besser zurecht. Es macht unheimlich viel Spaß, mit den beiden zu arbeiten. Unser erklärtes Ziel ist das Klassenpodium beim 24h-Rennen.“

Der Startschuss zur neuen Saison fällt am Samstag, den 2. April. Dann steht mit dem Vier-Stunden-Rennen bei der 62. ADAC-Westfalenfahrt das erste Rennen auf dem Programm.

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Beitrag von Jörg Ufer » So 03.Apr, 2016 20:05

VLN 1 - 02.04.16

Podium und Pech für Torsten Kratz

Mit einem zweiten Platz in der GT4-Klasse sowie Rang 17 im BMW M235i Racing Cup endete der Saisonauftakt in der Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring für Torsten Kratz. „Zufrieden bin ich natürlich nicht“, sagte der Mönchengladbacher. „Ich traue mich schon gar nicht mehr das Wort Pech im Bezug auf den BMW-Cup in den Mund zu nehmen, aber es fällt mir keine andere Vokabel ein.“

Zusammen mit dem Frankfurter Oliver Bender und Stefan Beyer (Neustadt/Aisch) lenkte Kratz den Securtal Sorg Rennsport-BMW M3 GT4 auf den zweiten Platz in der Klasse. Startfahrer Kratz hatte sich, wie beim Saisonfinale 2015, auf ein schönes Duell mit dem Avia-Aston Martin gefreut. „Doch uns fehlten heute ein paar PS und damit auch ein paar Sekunden pro Runde“, gab der 45-Jährige zu. Dem Team von Sorg Rennsport war kurz vor dem Rennwochenende ein Problem mit dem Motor aufgefallen, so dass dieser vorsichtshalber gewechselt wurde.

„Ein Riesenlob an die Sorg Rennsport-Mannschaft, dass sie das noch hinbekommen haben und wir so den fruit2go-M3 GT4 an den Start bringen konnten. Im Qualifying haben wir dann bereits gemerkt, dass das Aggregat nicht die volle Leistung entfaltet. Ich konnte unser Auto zwar mit nur 0,7 Sekunden Rückstand auf den zweiten Startplatz stellen, aber es war klar, dass wir heute das Tempo im Rennen nicht werden halten können. Unter den Umständen spielten die endlich aufgehobenen Geschwindigkeitsbeschränkungen auf der Nordschleife der Aston-Mannschaft in die Karten.“

„Unser Hauptaugenmerk für den M3 GT4 ist das 24 Stunden-Rennen Ende Mai. Daher sind wir heute natürlich keine zu großen Risiken eingegangen. Wir drei haben einfach ein solides Ergebnis eingefahren und wichtige Punkte erarbeitet, die wir bis zum 24h Rennen verbessern werden. Das Wetter war schön sonnig und auf der Strecke ging es überwiegend fair zu. Man müsste nur dem einen oder anderen mal mitteilen, dass bei doppelt-gelb ein Tempolimit von 120 und nicht mehr von 60 km/h gilt.“

Während Kratz als Startfahrer im M3 unterwegs war, übernahm Heiko Eichenberg (Fritzlar) im Cup-BMW zunächst das Volant. Der 42-Jährige verteidigte geschickt auf dem Grand-Prix-Kurs seinen fünften Startplatz im Feld der 20 Cup-BMW. Im Bereich der Nordschleifen-Auffahrt kam es zur Kollision mit dem Avia-BMW M235i. Eichenberg drehte sich, musste das Feld passieren lassen und beklagte zudem noch einen Reifenschaden. Über eine Runde ging verloren, ehe aus eigener Kraft die Boxen erreicht und einer neuer Reifen aufgezogen wurden.

Mehr als Rang 17 war somit nicht mehr möglich. „Nach Heikos Pech beim Start war klar, dass wir aus eigener Kraft nichts mehr erreichen können. Wir haben das Rennen eher als Trainingsfahrt genutzt und sind grundsätzlich mit der Performance bezüglich der Rundenzeiten zufrieden. Es ist noch nichts verloren…,“ so Kratz.

Am 30. April steht der zweite Saisonlauf auf dem Programm. Torsten Kratz wird dann erneut beide BMW pilotieren.

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Beitrag von Jörg Ufer » Di 03.Mai, 2016 22:48

VLN 2 - 30.04.16


Pole Position, Platz zwei und Platz vier
Torsten Kratz erlebte erfolgreichen zweiten VLN-Lauf

Nach dem unbefriedigenden Saisonauftakt verlief das zweite Rennen zur VLN Langstreckenmeisterschaft schon eher nach dem Geschmack von Torsten Kratz: Pole Position und erneut Rang zwei bei den GT4s, dazu ein guter vierter Platz von 20 Startern im hartumkämpften BMW-Markenpokal. „Die Ergebnisse gehen absolut in Ordnung“, sagte der Mönchengladbacher. „Ich bin mit dem heutigen Tag zufrieden.“

Vor allem das Abschneiden im BMW M235i Racing Cup war Balsam auf die Seelen nach viel Pech zum Ende der letzten Saison und beim ersten Lauf 2016. „Wir haben das Set-Up unseres M235i konsequent weiterentwickelt. Das Freie Training war trocken und vielfach sonnig, im Zeittraining hingegen präsentierte sich die Strecke meistens nass oder feucht. So konnten wir bei vielen Bedingungen wichtige Fortschritte erzielen. Das hat uns im Rennen natürlich geholfen.“

Mit 182 Startern war die 24,358 Kilometer lange Strecke ziemlich voll. „Ich hatte keine Runde ohne gelben Flaggen“, sagte der Sorg Rennsport-Pilot. „Zum einen störte das etwas den Rhythmus, zum anderen konnte man so natürlich keine richtig gute Rundenzeit fahren.“

Wie gewohnt, stieg der 45-Jährige zunächst in den fruit2go-M3 ein. Kratz startete auf Regenreifen, wechselte aber schon nach dem ersten Umlauf auf Slicks. Der Haupt-Wettbewerber, der Avia-Aston Martin, erledigte dieses erst eine Runde später und verlor zunächst etwas an Boden. „Meine Entscheidung war genau richtig. Leider konnte ich die Führung nicht lange behaupten, der Aston Martin war heute einfach zu stark. Aber unser Hauptziel ist eine gute Performance beim ADAC 24h- Rennen. Und darauf arbeiten wir konsequent hin."

Keine fünf Minuten, nachdem Kratz das M3-Cockpit übergeben hatte, kletterte er hinters Steuer des M235i Racing. „Heiko Eichenberg hatte ebenfalls frühzeitig auf Slicks gewechselt und lag auf einem guten siebten Rang. Ich konnte mich um zwei Plätze verbessern, Heiko in seinem Schluss-Stint dann um einen weiteren. Platz vier in dieser harten Klasse geht absolut in Ordnung, darauf können wir aufbauen.“

In knapp zwei Wochen geht das Doppel-Programm weiter: Beim dritten Saisonrennen zur Langstreckenmeisterschaft wird Kratz erneut beide BMW aus dem Hause Securtal Sorg Rennsport lenken. Dieses ist dann die Generalprobe für das ADAC 24h-Rennen Ende Mai auf dem Eifelkurs.

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Beitrag von Jörg Ufer » Mo 30.Mai, 2016 23:26

24h-Rennen Nürburgring 26.-29.05.16

Vorzeitiges Aus in der Nacht

Torsten Kratz erlebte ein unglückliches Wochenende auf dem Nürburgring

Das 44. ADAC 24 Stunden-Rennen auf dem Nürburgring verlief für den Mönchengladbacher Torsten Kratz nicht nach Wunsch. Nach rund 12,5 Stunden war die Fahrt für den 45-Jährigen nach einer unverschuldeten Kollision mit einem GT3-Fahrzeug zu Ende. Auch wenn der GT3-Pilot hierfür von den Sportkommissaren mit einer Geldstrafe belegt wurde, war der Frust bei Kratz groß: „Diese Aktion war völlig unnötig und hat uns vielleicht sogar den Klassensieg gekostet.“

Zusammen mit Oliver Bender (Frankfurt), Stefan Beyer (Neustadt/Aisch) und Friedhelm Mihm (Sundern) teilte sich Kratz das Cockpit im Securtal Sorg Rennsport-BMW M3 GT4. Die Vier waren sich einig, das Rennen defensiv und taktisch klug anzugehen. Gerade hinsichtlich der zahlreichen GT3-Fahrzeuge und Werksfahrer.

Nach dem Abspulen der Pflichtrunden und dem Aussortieren letzter Feinarbeiten am Fahrzeug im Training, nahm Mihm als Startfahrer am Volant Platz. Allerdings gab es nach exakt 50 Minuten einen Rennabbruch.

Sintflutartiger Regen und Hagel verwandelte die Rennstrecke im Bereich Aremberg und Adenauer-Forst innerhalb von Minuten zunächst in eine Rutschbahn und dann in einen großen Parkplatz. Da die Sicherheit der Fahrer nicht mehr gewährleistet war und auf verschneiter Piste selbst PS-starke Rennfahrzeuge nicht mehr die Steigung am Adenauer-Forst hochkamen, traf Rennleiter Walter Hornung die einzig richtige Entscheidung und stoppte das Rennen mit der Roten Flagge für rund drei Stunden.

Nach dem Re-Start übernahm zunächst Bender das Cockpit, dann Kratz, dann Beyer. In der 30. Runde kollidierte der Neustädter im Bereich Aremberg mit einem Manthey-Porsche, wobei das Heck beschädigt wurde. Im Gegensatz zum Porsche erreichte der BMW-Pilot aus eigener Kraft die Boxen. Nach einer rund 17 minütigen Reparatur konnte das Sorg-Fahrzeug wieder ins Rennen zurückkehren.

In der 46. Runde folgte dann leider das endgültige Aus. Im Bereich Hatzenbach krachte ein BMW GT3 Torsten Kratz ins Heck. Der M3 GT4 rutschte erst vorwärts, dann seitlich in die Streckenbegrenzung. An eine Weiterfahrt war nicht mehr zu denken, für beide. „Der GT3 kam mit Geschwindigkeitsüberschuss an und fuhr mir sehr hart hinten auf. Dadurch ging mein Fahrzeug quer und wir rutschten beide von der Piste. Ich war zu dem Zeitpunkt mit über 190 km/h ganz rechts auf der Idealline unterwegs, am Limit und am Anbremspunkt für die nächste Kurve. Ich habe keine Erklärung hierfür“, sagte Routinier Kratz, der zum elften Mal beim Eifelklassiker startete. Für seinen Kontrahenten war es erst die fünfte Teilnahme.

Onboard-Aufnahmen und auch ein Zuschauer-Video untermauerten die Aussage von Kratz. „Die Sportkommissare haben dem GT3-Piloten für sein Fehlverhalten eine Geldstrafe aufgebrummt. Natürlich ändert dies aber nichts daran, dass uns der mögliche Klassensieg entgangen ist und Sorg Rennsport ein stark beschädigtes Fahrzeug instand setzen muss.“

Ob der Mönchengladbacher jemals wieder am 24h-Rennen in der Eifel teilnehmen wird steht noch in den Sternen. „Die Fahrzeugkonzepte sind mittlerweile extrem unterschiedlich. Gerade bezogen auf Kurvengeschwindigkeiten und Bremswege sind die Unterschiede schon zwischen einem GT4 und GT3 Fahrzeug enorm. Noch extremer werden die Unterschiede zu den ganz kleinen Klassen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass auch in den leistungsschwächeren Klassen am Limit gefahren wird. Dazu benötigen auch diese Piloten die Ideallinie und den entsprechenden Platz dafür.“

„Auch wenn der Bremsweg länger ist: Der Bremsvorgang geschieht am Limit. Und wer am Limit fährt, kann nicht mal eben direkt vor einer Kurve, in der Kurve oder am Kurvenausgang die Ideallinie verlassen. Das gilt für ein GT3-Fahrzeug genauso wie für ein vergleichbar leistungsschwaches Fahrzeug aus den Serienwagen-Klassen.“

„Das führt in einem Sport, bei dem Entscheidungen in Zehntel-Sekunden getroffen werden müssen, immer wieder zu Missverständnissen und sehr kritischen Situationen. Das Ganze ist dazu häufig mit einem enormen Erfolgsdruck gepaart. Solange die Fahrzeugkonzepte so unterschiedlich sind, werden solche Unfälle immer wieder passieren. Wie ja das gesamte Rennen auch gezeigt hat, nicht nur in meinem Fall.“

Am 25. Juni greift Kratz erneut ins Lenkrad. Beim vierten Lauf zur Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring teilt sich der 45-Jährige das Cockpit im Sorg-BMW M235i Racing Cup - wie gewohnt - mit Heiko Eichenberg (Fritzlar).

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Beitrag von Jörg Ufer » Mo 27.Mär, 2017 12:22

VLN 1 - Langstreckenmeisterschaft Nürburgring 25.03.17

Pole-Position und zwei zweite Plätze
Torsten Kratz startete erfolgreich in die neue Motorsportsaison

Torsten Kratz, der Mönchengladbacher mit Wohnsitz in Pellendorf (A), ist erfolgreich in die neue Motorsportsaison gestartet. Beim Saisonauftakt zur Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring lenkte der 46-Jährige mit seinen jeweiligen Teamkollegen sowohl einen Porsche Cayman als auch einen BMW 325i auf den zweiten Platz in der entsprechenden Klasse. Zudem hatte Kratz im Qualifying am Steuer des BMW die Pole-Position markiert.

„Mit den Ergebnissen bin ich natürlich zufrieden. Vor allem wenn man bedenkt, dass wir in den Klassen 18 bzw. 13 Starter hatten“, sagte Kratz. „Beide Fahrzeuge bin ich an diesem Wochenende erstmals auf dem Nürburgring unter trockenen Bedingungen gefahren, der Porsche war zudem nagelneu aufgebaut. Schade ist natürlich, dass wir mit dem BMW den Sieg in der letzten Runde noch verloren haben.“

Den Part des Startfahrers übernahm der 46-Jährige im Cayman. Nach 12 Runden auf der Kombination aus Grand-Prix-Kurs und Nordschleife übergab Kratz auf Platz zwei liegend den Mittelmotorboliden an Kevin Warum (Schweitenkirchen). Dieser gab diese Position bis ins Ziel nicht mehr ab. „Unsere Wettbewerber haben mit ihren Porsche im Vorjahr viele Erfahrungen sammeln können, daher fehlen uns pro Runde noch ein paar Sekunden. Aber wir werden vor allem am Fahrwerks-Set-Up arbeiten und den Abstand sicherlich bald verkürzen.“

Mit dem BMW lief eigentlich alles perfekt: Aus der Pole-Position heraus übernahm sein norwegischer Teamkollege Oskar Sandberg gleich die Führung. Nach 15 Runden erfolgte die planmäßige Übergabe an Kratz. Dieser hielt den Abstand auf den Folgenden bei rund 30 Sekunden konstant.

„Leider wurde in der 20. Runde im Bereich Kesselchen ein Schleppverband mit Bergungsfahrzeugen von den Sportwarten teilweise mit einer Code 60-Flagge angezeigt. Hinter mir und meinem Vordermann wurde direkt grün geschwenkt. Dadurch konnten alle hinter uns Fahrenden auf uns und den mit 60 km/h fahrenden Schleppverband, den wir wegen Code 60 nicht passieren durften, aufschließen. Eine sehr merkwürdige und kuriose Situation, die mir mehr als 20 Sekunden kostete. Dadurch klebte mein Verfolger anschließend an der Stoßstange und wir lieferten uns ein Duell bis zum Fallen der Zielflagge.“

„Bedauerlicherweise bauten meine Vorderreifen immer mehr ab und ich bekam Untersteuern. In der letzten Runde überholte er mich im Wehrseifen. Ich hatte noch auf einen Windschattenvorteil auf der Döttinger Höhe gehofft, aber dafür war der Wettbewerber leider viel zu schnell im Top-Speed.“ Mit 0,818 Sekunden Rückstand kreuzte Kratz schließlich als Zweiter den Zielstrich.

Bereits in zwei Wochen steht das zweite Saisonrennen auf dem Programm. Torsten Kratz greift dann mit beiden Fahrzeugen wieder an. „Gerne würde ich diese Ergebnisse wiederholen, keine Frage. Mich vielleicht sogar um einen Platz verbessern.“

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Re: [VLN&24h] Torsten Kratz

Beitrag von Jörg Ufer » Mi 23.Aug, 2017 20:52

Nachschau 5. Rennen VLN 19.08.2017

Kratz ohne das nötige Quäntchen Glück

Starke erste Rennhälfte, dann aber Pech mit Technik und der Reifenwahl: Beim Rowe-6h-Rennen, dem fünften von neun Rennen zur Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring, konnte Torsten Kratz seine Erfolgsserie der letzten Monate nicht fortsetzen. Mit dem BMW 325i wurde als Vierter der Klasse V4 immerhin noch ein ordentliches Ergebnis erreicht, der für die Meisterschaft punkteberechtigte Porsche Cayman aus der Klasse V5 kam dagegen nicht in Wertung.

„Statt mich in den Top Ten der Meisterschaft zu etablieren habe ich zunächst Boden verloren“, sagte Torsten Kratz nach dem Rennen. „Noch ist natürlich nichts verloren, aber die beiden Streichresultate sind aufgebraucht. In den verbleibenden vier Rennen werde ich versuchen, mich in die Top Ten zurück zu kämpfen.“

Dabei fing das längste VLN-Rennen des Jahres gut an. Am Steuer des Porsche Cayman übernahm der 46-Jährige sofort die Führung und baute diese in den ersten vier Runden auf rund 20 Sekunden aus. Dann gab es leider Probleme mit dem Benzindruck.

„Das war natürlich eine bittere Enttäuschung nachdem bis dahin alles perfekt lief. Das Fahrzeug wurde am Saisonbeginn neu aufgebaut und ich hake das unter Kinderkrankheiten ab. Ich denke wir haben das bis zum nächsten Rennen im Griff und kämpfen dann wieder um den Klassensieg.“

Am Steuer des BMW 325i war der Mönchengladbacher dieses Jahr bereits mehrfach siegreich, darunter beim 24h-Saisonhöhepunkt. Der Motorschaden vor dem dritten VLN-Rennen und Probleme mit dem Ersatztriebwerk beim vierten Lauf ließen Kratz und Teamkollegen Oskar Sandberg mit stumpfen Waffen kämpfen. Beim 6h-Rennen kehrte das Duo, unterstützt von Inge Hansesaetre, zur alten Stärke zurück.

Kratz übernahm zum zweiten Stint den BMW mit acht Sekunden Vorsprung auf Platz eins liegend von Oskar Sandberg und konnte den Vorsprung bis zum nächsten Stop auf knapp 40 Sekunden ausbauen. So übergab er den BMW komfortable in Führung liegend an Hansesaetre. Bei den wechselnden Witterungsbedingungen war die richtige Reifenwahl jedoch ein Glücksspiel und leider war der Sorg-BMW nicht immer mit den richtigen Reifen unterwegs.

„Schauerwetter ist immer eine Frage von Glück und Pech. Es war ja kein Dauerregen. Wir hätten genauso richtig liegen können, so waren wir aber zur falschen Zeit auf Slicks unterwegs. Das hat den Sieg gekostet.“ Das Trio wurde zwar als Klassendritter abgewinkt, erhielt wegen eines Frühstarts von Sandberg aber eine 35 Sekunden Zeitstrafe und büßte noch eine Position ein.

Da bei Doppelstarts vor dem Rennen entschieden werden muss, welches Fahrzeug punkteberechtigt ist, lag Kratz dieses Mal falsch. Denn er hatte auf den Porsche gesetzt, nicht auf den BMW. „Das Sorg-Team, Oskar und ich hatten das gemeinsam entschieden. Wir beiden Doppelstarter lagen aussichtsreich in der Meisterschaft, haben so das Risiko versucht aufzuteilen. Mir fehlte einfach an diesem Wochenende das nötige Quäntchen Glück.“

Jörg Ufer
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Re: [VLN&24h] Torsten Kratz

Beitrag von Jörg Ufer » Di 24.Okt, 2017 20:08

Nachschau VLN Saison 2017

Torsten Kratz mit seinem erfolgreichsten VLN-Jahr

Am Ende Platz 6 von 271 gewerteten Teilnehmern in der Produktionswagen-Trophäe und Platz 31 von 878 gewerteten Teilnehmern in der VLN Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring. Torsten Kratz ist dennoch nicht zufrieden: „Da war dieses Jahr deutlich mehr drin, mindestens Top Ten in der Gesamtwertung. Die Saison fing richtig gut an, gekrönt vom 24h-Klassensieg Ende Mai. Ab dann verließ mich das Glück.“

Am Ende überwiegt bei dem 46-Jährigen aber die Freude über das gute Ergebnis. „Es war eine lange und sehr intensive Saison. Die Stimmung im Sorg-Team war hervorragend, die Autos waren top vorbereitet. Ich durfte diverse Fahrzeuge in diversen Klassen pilotieren, stand fünfmal auf dem Podium. Es gab schöne, harte aber immer faire Zweikämpfe, ich hatte keinen Unfall, konnte Siege und viele Podiumsplatzierungen feiern und hatte vor allem einen riesigen Spaß. Und im BMW-Sportpokal dürfte ich auch weit vorn gelandet sein, vermutlich Zweiter.“

Wenn da nicht immer wieder mal Pech einen Strich durch die Rechnung gemacht hätte. „Im ersten freien Training nach dem 24h-Rennen ging am V4-BMW 325i der Motor ein. Der neue Motor streute in der Leistung weit nach unten, was nach weiteren zwei Läufen einen erneuten Wechsel erforderlich machte. Bei VLN 8 platzte im Training ein Reifen und wir mussten von ganz hinten starten. Im V5-Cayman wurden wir, nachdem wir das nagelneue Auto konkurrenzfähig abgestimmt hatten und siegfähig waren, immer wieder von einem Elektronik-Problem geplagt, dessen Ursache schwer zu finden war. Sorg Rennsport hat an beiden Fahrzeugen einen enormen Aufwand betrieben und gerade in den V5-Cayman viel Zeit und Geld investiert. Da ist es besonders undankbar und enttäuschend, wenn einem nagelneue Technik eine Strich durch die Rechnung macht.“

„Eine kleine Unaufmerksamkeit bei Gelb meines Teamkollegen und eine damit leider berechtigte Stop & Go-Strafe kostete uns den klaren Sieg bei VLN 7 mit dem V5-BMW M3 GT. Zuletzt bei VLN 9 wurde mein Teamkollege Dominik Thiemann in der letzten Runde im Kampf um den V5-Sieg von einem SP8-M3 weggerempelt. Es waren immer wieder Kleinigkeiten, die aber über Sieg oder Niederlage entschieden. Hätte, wenn und aber zählen nicht, sondern nur die Ergebnisse.“

„Wir sind bei Sorg Rennsport mittlerweile wie eine große Familie. Durch meinen Doppelstart über die gesamt Saison bin ich mit den fünf verschiedenen Teamkollegen Oskar Sandberg, Kevin Warum, Dominik Thiemann, Kevin Totz und Tristan Viidas auf vier verschiedenen Autos - Porsche Cayman, BMW M235i Racing, BMW M3 GT, BMW 325i - in der VLN unterwegs gewesen. Mein Dank gilt natürlich neben ihnen auch den Car-Chiefs Jan Fischer, Nico Skowronek und Thomas Panthöfer.“

„Das gesamte Team hat einen Riesen-Einsatz über die gesamte Saison gezeigt. Am Ende sind drei Piloten in den Top 37 der VLN-Gesamt-Meisterschaft und damit ist Sorg Rennsport so erfolgreich wie noch nie. Darauf lässt sich für 2018 aufbauen.“

Wie genau es 2018 weitergeht kann der Porsche-Instrukteur noch nicht sagen. Fakt ist aber, dass gemeinsam mit den Brüdern Benjamin und Daniel Sorg ein erfolgsversprechendes Paket geschnürt werden könnte. Die Priorität liegt natürlich wieder auf der Nürburgring-Nordschleife mit den Rennen zur Langstreckenmeisterschaft und dem ADAC 24h-Rennen.

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