[VLN] Scheid Motorsport, Saison 2006

Informationen und Hintergründe.
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Sabine Hogreve
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Beitrag von Sabine Hogreve » Do 22.Jun, 2006 18:41

Ich kann mich den Worten meines Vorredners nur anschließen.
Hoffentlich kommt Oliver schnell wieder auf die Beine und erfreut uns Fans mit seinem fahrerischen Können bei den Rennen zur BF Goodrich Langstreckenmeisterschaft.

Alle Fans von Scheid Motorsport wünschen sich das der Eifelblitz wieder mit seinem unnachahmlichen Sound durch die grüne Hölle fährt.

Johannes kann man nur wünschen das sich alles nach seinen Wünschen und Vorstellungen zum Besten wendet ,er den Kopf nicht hängen läßt und uns wieder einen blitzsauber aufgebautes Rennauto präsentieren kann.
Es ist bestimmt sein größter Wunsch!

Auch Heidi,Daniela und dem ganzen Team wünsche ich viel Glück für die kommende Zeit.

Ihr hättet es so verdient wieder auf der Siegerstraße zu fahren....

Mit lieben Grüßen
Scheid Fan
Sabine Hogreve

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Toni Cäsar
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Beitrag von Toni Cäsar » Fr 23.Jun, 2006 23:30

Kurt Distler hat geschrieben:Hallo Olli,

ich war am Samstag auch Augenzeuge des Unfalls von Oliver Kainz. Kann deinen Bericht von oben so nicht bestaetigen. Unfallgegner war nicht der Audi A3 sondern der Opel Caravan mit der Startnummer 270. Oliver versuchte vor der Rechtskurve sich noch innen an dem Opel vorbeizuschieben. Dieser blieb jedoch auf der Ideallinie und Oliver Kainz war mit seinem Auto zur Haelfte vorbei als sich die beiden Autos beruehrten. Ich habe zufaellig genau in dem Moment mit meiner Kamera abgedrueckt, als der BMW beginnt, abzufliegen. Ich kann die Fotos gerne nachreichen, da ich gerade im Urlaub bin.

Meiner Meinung nach, war dieses Manoever voellig unnoetig und Oliver Kainz haette auch locker nach der Kurve vorbei fahren koennen.
Dies bestaetigten mir auch einige Piloten, die alle der Meinung waren, das man in dieser Kurve nicht ueberholt und lieber auf die anschliessende Gerade wartet um dort vorbei zu gehen.

Ich war nur froh, das beiden bei diesem Unfall nicht mehr passiert ist da es bei der anschliessenden Bergung auch zu einigen kritischen Situationen gekommen ist, weil einige Autos trotz doppel-gelb mit viel zu hohem Tempo ueber die Kuppe gekommen sind.


Ein echter WELTMEISTER , mit jahrelanger Rennerfahrung !!!!

Olli Martini
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Beitrag von Olli Martini » Di 27.Jun, 2006 11:33

Hallo zusammen,

ich habe gerade mit Oliver Kainz telefoniert. Er ist gestern am Knie operiert worden. Die OP ist ohne Komplikationen verlaufen, Deutschlands Kreuzband-Guru Nummer 1, Dr. Schäferhoff aus Köln hat persönlich die OP durchgeführt.

Bereits heute nachmittag beginnen die ersten Reha-Übungen im Krankenhaus.

Oliver selber ist gut drauf, hat keine Schmerzen mehr, und schaut sich sogar freiwillig die Fussball-WM an (das hätte vor zwei Wochen auch noch keiner gedacht). Gegen Ende der Woche kann er die Klinik voraussichtlich verlassen.


Oliver bedankt sich auch nochmals ausdrücklich für die vielen netten Genesungswünsche. Wie auch Johannes und Heidi Scheid ist er überwältigt von den vielen netten Mails und Gästebucheinträgen.

Gruß
Olli Martini

Rudolf Quasten
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Beitrag von Rudolf Quasten » Do 29.Jun, 2006 9:07


Kreuder Markus
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Beitrag von Kreuder Markus » Do 29.Jun, 2006 11:26

Ich möchte mir zu der Spendenaktion auch mal äußern!Ich find es eine riesen große Sache von den Sportwarten!Ihr liefert an der Strecke eine super guten Job und wie ich von Bekannten weiß ist die Aufwandsentschädigung net so dollen und dann noch was savon zu spenden, davor ziehe ich echt meinen Hut!Wünsche dem ganzen Team Scheid alles Gute und hoffe das ihr schnellst möglich wieder dabei seid!

Mit freundlichen Grüßen
Markus(Kissling Motorsport)

Olli Martini
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Beitrag von Olli Martini » Mo 03.Jul, 2006 11:21

Neuer Eifelblitz im Aufbau

Endlich wieder gute Nachrichten aus dem Hause Scheid Motorsport:

Oliver Kainz wurde vergangenen Montag erfolgreich am linken Knie operiert. Die Operation verlief ohne Komplikationen und Oliver konnte bereits am Freitag die Klinik in Köln verlassen. Noch in der Klinik begannen die Reha-Maßnahmen, die in den nächsten Tagen und Wochen noch intensiviert werden.
Oliver ist sehr optimistisch, dass er am 29. Juli, spätestens jedoch zum 6-Stunden-Rennen am 26. August wieder voll einsatzfähig ist.

Denn bis dahin wird der neue Eifelblitz eventuell wieder rennbereit sein. Johannes Scheid konnte in der vergangenen Woche bei BMW in München eine neue Rohkarosse für den Neuaufbau abholen. Diese wird zur Zeit mit speziellen Anpassungen wie zum Beispiel im Bereich des Tanks versehen, so dass in den nächsten Wochen der komplette Neuaufbau vollzogen werden kann.

Wie kam es zur Entscheidung „Neuaufbau“?

„Den letztjährigen Eifelblitz wieder rennbereit zu machen, wäre mit nahezu dem selben Aufwand verbunden gewesen“, nennt Johannes Scheid einen Grund für die Entscheidung.

„Aber insbesondere durch die vielen aufmunternden Worte, durch die angebotene Hilfe von vielen, vielen Seiten, konnte ich doch gar nicht anders, als wieder einen ähnlichen Eifelblitz wie zuletzt auf die Räder zu stellen“, bedankt sich Johannes Scheid erneut bei Partnern, Freunden und Fans. „Wir wollen etwas zurückgeben für diese Aktionen, die uns in den schwierigen letzten Wochen sehr geholfen haben.“

„Es wird vom Zeitplan sehr knapp werden, ich werde wohl Tag und Nacht in der Werkstatt arbeiten müssen“, erläutert der fünfmalige VLN-Meister seine bevorstehenden harten Arbeitswochen. „Wir müssen sehr viele Teile erneut neu machen, sind auch sehr auf diverse Lieferanten und Partner angewiesen. Aber wenn es alles gut klappt, könnten wir es gerade so bis zum Rennen am 29. Juli schaffen, auch wenn wir dann aus Zeitgründen noch keine optimale Abstimmung für das neue Auto herausfahren können. Aber zumindest der 26. August ist fest eingeplant.“

Über den Fortschritt der Aufbauarbeiten am neuen Eifelblitz wird hier in den nächsten Wochen regelmäßig berichtet werden.


www.scheid-motorsport.de

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Marcel Konrad
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Beitrag von Marcel Konrad » Mo 03.Jul, 2006 13:17

SUUUUPER! :D
Abgesehen von der erfreulichen Nachricht bezüglich des Gesundheitszustandes von Oliver Kainz :!: ist der Neuaufbau des Eifelblitz eine Nachricht, die viele (eigentlich alle) Nordschleifenfans absolut erfreuen wird. Ich finde die Leistung des (bitte nicht falsch verstehen) KLEINEN Teams gewaltig, da ein solcher Einsatz ein grosses finanzielles Problem mit sich bringt. OK, ich weiss nicht, in wie weit BMW Unterstützung gibt, aber alleine der zeitliche Aufwand ist Wahnsinn.
Ich gratuliere dem Team zu der Entscheidung und hoffe, dass dies der letzte (unfallbedingte) Neuaufbau :wink: für die nächste Zeit (Jahre) ist.
Nur jemand, der selbst einmal ein Rennfahrzeug auf Rohkarrosse aufgebaut hat, kann den Aufwand nachvollziehen, der gerade bei Scheid's betrieben wird. Da ist es nicht mit Lackieren und Zusammenstecken getan.

Aus diesem Grund viel Glück...

Grüsse aus Sinzig

Andreas Dany
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Beitrag von Andreas Dany » Mo 03.Jul, 2006 20:42

Wenn dass mal keine gute Nachricht ist. :D
Ich bin nicht so der Fachmann, von daher stelle ich mir die Frage, warum den "Alten" zu reaktivieren so aufwendig wäre? :?:

Hier hab ich nochmal ein Bildchen vom leider kürzlich verblichenen
http://www.fotocommunity.de/pc/pc/cat/1 ... ay/6066624

Viele Grüße
Andreas

Olli Martini
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Beitrag von Olli Martini » Di 04.Jul, 2006 7:28

Andreas Dany hat geschrieben: Ich bin nicht so der Fachmann, von daher stelle ich mir die Frage, warum den "Alten" zu reaktivieren so aufwendig wäre? :?:
Zum einen wurden doch einige Teile ausgebaut und für den neuen verwendet. Zum anderen waren viele Teile halt ein wenig "ausgelutscht", die müssten dann auch wieder neu gemacht werden.

Einige Sachen müssten auch komplett umgebaut werden, wie zuM beispiel der Tank. Bei dem alten war die Homogolation abgelaufen und man hätte wieder einen neuen Tank inclusive der Peripherie dazu bauen müsen.

Nichts desto trotz wird der alte Eifelblitz im Laufe des Jahres noch fertig gemacht, da an einen Verkauf gedacht wird. Dies wird dann allerdings in aller Ruhe und mit aller Sorgfalt gemacht, denn wenn Johannes Scheid ein Auto verkauft, dann nur, wenn dieser technisch einwandfrei ist.

Zur Zeit steht halt der Aufbau zum Einsatz des neuen Auto in der Prioritätenliste vorne, wenn dieser dann hoffentlich bald problemfrei läuft, macht sich Johannes an den "alten".

Gruß
Olli

Olli Martini
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Beitrag von Olli Martini » Di 22.Aug, 2006 7:40

Scheid Motorsport gut gerüstet für 6 Stunden Rennen

Das Team Scheid Motorsport rund um den fünfmaligen VLN-Meister Johannes Scheid aus Kottenborn geht gut gerüstet ins Saisonhighlight der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft - das 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen.

Nach dem heftigen Unfall beim 24 Stunden Rennen und dem damit leider verbundenen Totalschaden am zum Saisonbeginn neu aufgebauten BMW M3 GTS war ein erneuter kompletter Neuaufbau von Nöten.

„Dabei konnten wir leider fast gar keine Teile des Unfallwagens mehr verwenden“, ärgerte sich Johannes Scheid. „Es musste fast alles neu gemacht werden, weshalb es auch diese doch arge Zeitverzögerung gab. Wir hätten nur zu gerne bereits den letzten VLN-Lauf mitgefahren, aber wir waren zeitlich einfach noch nicht so weit.“

In der Zwischenzeit ist der neue Eifelblitz aber fertig gestellt, und auch das erste Roll-out verlief erfolgreich. „Es gab nur einige kleinere Probleme, die aber auch zu erwarten waren. Der neue Eifelblitz läuft einwandfrei“, freute sich Johannes Scheid eine Woche vor dem 6 Stunden Rennen. „Einige Dinge wurden etwas anders gestaltet als beim Vorgänger, aber zum Glück konnten wir das Setup, welches im Vorfeld des 24 Stunden Rennen abgestimmt wurde, zum größten Teil übernommen werden. Hier sind nur noch Feinarbeiten zu machen.“

Erfreulich natürlich auch, dass Oliver Kainz nach seinem beim Unfall zugezogenen Kreuzbandriss wieder fast komplett genesen ist. „Beim Testen lief alles ohne Probleme“, war der BMW-Händler aus Kottenheim bei Mayen doch sehr erleichtert. „Zum Glück muss ich mit dem verletzten linken Bein nicht ganz so viel Kraft aufwenden. Wäre das rechte Knie lädiert, gäbe es auf lange Sicht sicherlich Probleme beim Bremsen, aber so erwarte ich ein beschwerdefreies Rennen.“

Das Ziel für das Team aus der unmittelbaren Nähe der Nürburgring Nordschleife wird es am Samstag sein, „das Rennen ohne größere Probleme und natürlich unfallfrei zu Ende zu fahren“, weiß Oliver Kainz um die Besonderheiten des längsten VLN-Laufes des Jahres.

Und Johannes Scheid möchte „den vielen, vielen Fans, den Freunden, den Sportwarten der VLN und besonders den Helfern und Partnern, die uns mit ihren aufmunternden Worten und mit Hilfe jeglicher Art in den schwierigen Wochen zuletzt doch sehr geholfen haben, den neuen Eifelblitz sechs Stunden lang im Renntempo präsentieren. Das sind wir denen einfach schuldig. Was für ein Resultat am Ende dabei heraus springt, ist erst mal zweitrangig, wir wollen endlich wieder mal die Zielflagge sehen.“


Inclusive Bilder auf www.scheid-motorsport.de

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Beitrag von Olli Martini » Di 05.Sep, 2006 17:26

Defekte Ölpumpe verhindert Start

In den Wochen vor dem 6 Stunden Rennen, dem siebten Lauf der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft 2006, ging in der Werkstatt von Scheid Motorsport in Kottenborn nur selten das Licht aus. Zu sehr war Teamchef Johannes Scheid damit beschäftigt, nach dem Totalschaden beim 24 Stunden Rennen einen neuen Eifelblitz auf die Räder zu stellen.

Ein Rollout zehn Tage vor dem Start zum 6 Stunden Rennen verlief ohne Probleme, der neue Eifelblitz fühlte sich auf Anhieb wie der zuvor verwendete BMW M3 GTS an.

Letzte Feinarbeiten wurden bis zum freien Training am Vortag des Rennens durchgeführt und sehr optimistisch ging das Team rund um den fünfmaligen VLN-Meister Johannes Scheid in die Trainingssession. Nach Teamchef Johannes Scheid konnten auch die Stammpiloten Oliver Kainz und Dennis Rostek voller Zuversicht berichten, dass der BMW M3 GTS sehr gut läuft und keine Probleme bereitet.

Als Ex-DTM-Fahrer Christian Menzel dann die letzten Feinarbeiten in Sachen Fahrwerksabstimmung übernehmen sollte, verhinderte eine defekte Ölpumpe dieses Ansinnen. Sofort machte sich die Crew rund um Johannes Scheid gemeinsam mit den FEV-Technikern an den Wechsel des Zuliefererteils, welches aus noch ungeklärten Gründen den Geist aufgab.

Samstag morgen zum Zeittraining stand der hellblaue Bolide dann wieder in einwandfreien technischem Zustand an der Box. Vorsichtige Runden von Dennis Rostek und Christian Menzel machten bei einer Rundenzeit von 08:54 min. Hoffnung auf größeres. „Der Wagen fühlt sich toll an, wir sind nahezu auf dem selben Stand wie beim 24 Stunden Rennen“, freute sich der amtierende Porsche-Cup-Meister Christian Menzel. „Jetzt geht Oliver Kainz mit frischen Reifen auf Zeitenjagd!“

Doch wie bereits im freien Training am Freitag wurde dieser Versuch erneut jäh unterbrochen, da abermals die Ölpumpe am FEV-Motor den Dienst quittierte. „Ich war schon richtig gut unterwegs, und ich hätte eine deutliche Zeitenverbesserung erreicht. Aber plötzlich gab es dasselbe Problem wie gestern“, ärgerte sich Oliver Kainz nach dem Training.

Erneut wurde versucht, die defekte Ölpumpe zu wechseln, doch die Welle der Ölpumpe war so sehr zerstört, dass bereits bei der Fahrt in die Startaufstellung klar wurde, dass ein Start beim 6 Stunden Rennen nicht möglich war.

Große Enttäuschung natürlich im gesamten Scheid-Team, allen voran natürlich bei Teamchef Johannes Scheid. „Wochenlang stehe ich in der Werkstatt, um den Wagen neu aufzubauen und dann lässt uns ein Zulieferteil gleich zweimal im Stich. So was darf einfach nicht passieren, schließlich habe ich auch meinen Sponsoren gegenüber einige Verpflichtungen. Bis zum nächsten Rennen muss FEV den Fehler finden, damit wir endlich wieder die Zielflagge sehen“, ärgerte sich Johannes Scheid noch Stunden nach dem Rennen.

Nichts desto trotz war Johannes Scheid Sportsmann genug, um dem siegreichen Getrag-Team und den Fahrern Markus Gedlich, Michael Bäder und Tobias Hagenmeyer zum Sieg zu gratulieren. „Wenn man den Sieg des Werks-BMW im letzten Jahr mal außer Acht nimmt, waren wir die letzten Gesamtsieger eines BMW in der VLN. Es wurde höchste Zeit, dass die blau-weiße Marke mal wieder ganz oben steht, von daher Glückwunsch an die Getrag-Truppe, die eine tolle Performance gezeigt haben. Wir hätten es sicherlich nicht einfach gehabt, dieses Tempo über sechs Stunden mitzugehen, von daher ein verdienter Sieg der Truppe.“

Bis zum nächsten Rennen am 30. September wird sicherlich alles daran gesetzt, dass auch der Eifelblitz wieder mal die blau-weiße Flagge hochhalten kann, was für Johannes Scheid mal wieder Stunde um Stunde in der heimischen Werkstatt bedeutet.

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Beitrag von Olli Martini » Di 10.Okt, 2006 11:39

Endlich wieder die Zielflagge gesehen

Endlich geht es wieder aufwärts beim Team Scheid Motorsport aus Kottenborn. Zwar ist Gesamtrang 9 sicherlich nicht die Platzierung, die das Team rund um Teamchef Johannes Scheid normalerweise für sich beansprucht, aber wenigstens sah man endlich wieder mal die schwarz-weiß karierte Zielflagge.

Das freie Training am Freitag Nachmittag wurde genutzt, um sämtliche Funktionen des überarbeiteten FEV-Motors zu checken sowie allen drei Fahrern Gelegenheit für ein paar Runden zu geben. Wichtige Arbeiten am Setup des Eifelblitz konnten aus Zeitmangel leider nicht durchgeführt werden. Dennoch waren die Fahrer mit dem BMW M3 GTS sehr zufrieden. „Der Motor macht einen guten Eindruck und das Auto liegt sehr gut“, wusste Oliver Kainz nach seinen Runden zu berichten. „Aber ich habe es sehr vorsichtig angehen lassen, daher kann ich noch nicht genau sagen, wie das Auto am Limit reagiert.“

Im Zeittraining war es dieses mal an Dennis Rostek, die Zeit für einen guten Startplatz einzufahren. Nachdem Johannes Scheid und Oliver Kainz ihre Pflichtrunden im Qualifying drehten, sollte Dennis die abtrocknende Strecke nutzen, um den Eifelblitz möglichst weit nach vorne zu stellen. Dabei war es zunächst das Ziel, möglichst kurz vor dem Fallen der Zielflagge eine letzte Runde zu drehen, um die immer weiter abtrocknende Strecke noch besser zu nutzen. Dies gelang dann auch, Dennis konnte kurz vor Trainingsende auf eine weitere Runde gehen.

Mit einer Rundenzeit von 09:07,260 min. stellte Dennis den Eifelblitz auf den durchaus guten 7. Startplatz. Doch Dennis war immer noch nicht ganz zufrieden, wäre er doch mit nur einer um 1 Sekunde schnelleren Zeit 5. geworden. „Ich hätte sogar schon Slicks anstatt der Intermediates fahren können, denn die Ideallinie war komplett trocken. Und mit Slicks hätte ich natürlich locker einige Sekunden schneller fahren können. Ist aber nicht so tragisch, die Hauptsache ist, dass wir vorne dabei sind.“

Oliver Kainz war es nun wie meistens üblich vorbehalten, den Startturn zu fahren. „Allerdings ließ ich es wohl etwas zu vorsichtig angehen, denn ich habe bereits in der Startrunde einige Plätze verloren“, ärgerte sich Oliver Kainz nach seinem Einsatz. „Ich wollte halt nicht allzu viel riskieren. Das Auto lag insgesamt gut, vor allem die Dunlop-Reifen hatten sehr guten Grip aufgebaut und auch nicht nachgelassen. Allerdings fehlte mir doch einiges an Topspeed, so dass ich auch keinerlei Chance hatte, die vielen Porsche unmittelbar vor mir zu überholen. Vom Kurvenspeed her hätte ich diese sicherlich hinter mir lassen können, aber auf den Geraden kam ich nicht mit diesen mit.“

Auch Dennis Rostek bestätigte nach seinem Turn diese Eindrücke. „Eigentlich geht der Motor richtig gut, er beschleunigt sehr gut, aber am Topspeed fehlt es uns etwas“, so der Ostwestfale.
Nichts desto trotz konnte Dennis den rund 500 PS starken BMW mit konstanten Rundenzeiten auf den sechsten Platz nach vorne fahren.

Nun war es an Johannes Scheid, in den letzten Runden diesen sechsten Platz zu sichern. Da die Dunlop-Reifen unverändert guten Grip lieferten, verzichtete man beim letzten Stopp auf einen Reifenwechsel, um Zeit zu sparen. Leider geschah dann in der Hitze des Gefechts ein kleiner Fehler, als der Tankdeckel nicht richtig geschlossen wurde. „Beim Rausfahren aus der Boxengasse bemerkte ich schon die riesige Benzingischt hinter mir, so dass es klar war, dass ich über die Kurzanbindung noch einmal in die Boxen fahren musste“, ärgerte sich der fünfmalige VLN-Meister Johannes Scheid nachher.

Durch die zusätzliche Runde GP-Strecke fiel man auf Platz 9 zurück, und obwohl Johannes Scheid ähnlich schnelle Rundenzeiten fuhr wie Oliver Kainz und Dennis Rostek und damit einiges an Zeit auf seine Gegner aufholen konnte, konnte er sich platzmässig nicht mehr verbessern. „Wobei die letzten Meter noch mal so richtig Spaß gemacht haben. Ausgangs Schwalbenschwanz bemerkte ich den gelben Porsche von Michael Irmgartz und wusste, dass dieser direkt vor mir liegt. Ausgangs Galgenkopf habe ich dann sogar schon leicht angeklopft, konnte aber trotz Windschatten auf der Döttinger Höhe nicht an ihm vorbeiziehen. Stoßstange an Stoßstange ging es dann durch die Hohenrain-Schikane und nach der Schikane ließ er mir auch so viel Platz, dass wir nebeneinander die Zielgerade runter sind. Ich habe die ganze Zeit nur nach ihm gesehen, so dass ich die eigentlich so sehnsüchtig erwünschte Zielflagge dann doch nicht sah“; schmunzelte Johannes Scheid. Um die Winzigkeit von 0,023 Sekunden geschlagen zog er dann doch den kürzeren gegen den Irmgartz-Porsche. „Ist aber auch nicht so schlimm, der Fight hat jedenfalls noch mal so richtig viel Spaß gemacht.“

Dennoch war Johannes Scheid nicht ganz zufrieden. „Wir müssen dringend am Speed arbeiten. Eine neue Frontschürze wird schon angepasst, das könnte uns etwas weiter helfen. Denn Motor, Fahrwerk und Reifen sind top. Auch eine etwas andere Getriebeübersetzung wird uns in Sachen Topspeed etwas weiterbringen“, weiß Johannes Scheid um die bevorstehenden Arbeiten für die nächsten Tage bis zum vorletzten Saisonlauf am 14. Oktober.

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Beitrag von Olli Martini » Mi 18.Okt, 2006 20:28

Kabelbruch verhindert Podiumsplatz

Nur ein Kabelbruch in der sechsten Rennrunde konnte den Aufwärtstrend im Team Scheid Motorsport aus Kottenborn stoppen. Bis dahin konnte Startfahrer Oliver Kainz in der Spitzengruppe mitmischen.

Bereits der Trainingsplatz 6 mit einer Rundenzeit von 08:45,036 min. zeigte deutlich die Verbesserungen, die Teamchef Johannes Scheid nach dem etwas enttäuschenden Rennen zuvor hatte einfließen lassen. „Und es wäre auch durchaus noch etwas schneller gegangen“, wusste der 37-jährige Oliver Kainz nach seiner schnellsten Trainingsrunde zu berichten. „Aber ich hatte eine sehr langsame Gelbphase mit drin, sonst wäre es sicherlich auch unter 08:40 gegangen.“

In der Startphase konnte sich Oliver Kainz dann auf Gesamtrang 5 festsetzen. „Dabei konnte ich in den ersten drei Rennrunden den Speed von Christopher Gerhard in der Viper mitgehen und selbst zum Getrag-BMW noch Sichtkontakt halten. Die Dunlop-Reifen hatten einen sensationell guten Grip aufgebaut, so dass ich dieses Tempo auch nicht nur eine Runde lang, sondern beständig mitgehen konnte.“

Doch ab der vierten Runde kam es zu immer stärker werdenden Zündaussetzern, so dass Oliver Kainz den Kontakt zur Viper verlor und vom später Drittplatzierten V8 STAR mit Reinhold Mölig am Steuer geschnappt wurde. „Diesen hätten wir sicherlich hinter uns halten können, aber hätte, wenn und aber zählt nun mal im Motorsport nicht.“

In der sechsten Runde wurden die Aussetzer so schlimm, dass Oliver Kainz die Boxen aufsuchte. Die Fehlersuche gestaltete sich etwas länger, bis die Spezialisten von FEV-Racing ein defektes Zündkabel in der linken Zylinderreihe diagnostizierten. Drei Runden und somit das Rennen waren verloren.

Die anschließenden Runden wurden genutzt, um weitere Tests am Eifelblitz durchzuführen, um beim letzten Lauf am 28.10. die letzte Chance auf eine Podiumsplatzierung wahrnehmen zu können.

„Und der Wagen ging wirklich gut, vor allem die Reifen hatten von der ersten bis zur letzten Runde richtig guten Grip“, konnte Dennis Rostek nach dem Rennen bereits etwas Optimismus für den letzten Lauf streuen.

Auch Johannes Scheid konnte mit Rundenzeiten unter 09:00 min. zeigen, dass sein selbst aufgebauter Eifelblitz eigentlich für eine Podiumsplatzierung gut gewesen wäre. „Es hat wieder richtig Spaß gemacht, der Defekt ist wirklich ärgerlich.“

Die Glückwünsche des Johannes Scheid galten an diesem Tag den neuen Meistern Wolf Silvester und Mario Merten, der ja selber jahrelang sehr erfolgreich im Team Scheid als Fahrer unterwegs war. „Das Team von Bonk Motorsport hat wieder mal tolle Arbeit geleistet und verdient den Titel gewonnen. Glückwunsch natürlich ans gesamte Team und an die beiden Fahrer Wolf und Mario“, weiß der fünfmalige VLN-Meister Johannes Scheid von der Bedeutung des Titelgewinns.

“Wir werden alles daran setzen, dass wir beim letzten Rennen vielleicht doch noch mal aufs Podium fahren können, um die Saison so abzuschließen, wie sie im April mit Platz 3 auch begonnen hat. Für das gesamte Team wäre dies eine kleine Entschädigung für diese doch sehr, sehr schwierige Saison mit einigen Tiefschlägen“, hofft auch Johannes Scheid auf ein versöhnliches Ende der Saison 2006.


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Beitrag von Olli Martini » Mo 23.Okt, 2006 20:47

Dirk Adorf im Eifelblitz

Prominente Verstärkung im Team Scheid Motorsport für den letzten Lauf der VLN Saison 2006. Der etatmäßige Lamborghini-Pilot Dirk Adorf aus Altenkirchen wird im Eifelblitz an den Start gehen.

„Wir kennen und schätzen uns schon seit ich 1992 in der Langstreckenmeisterschaft angefangen habe. Im Laufe der Jahre hat sich eine sehr enge und schöne Freundschaft zur gesamten Familie Scheid aufgebaut, so dass ich mich sehr freue, endlich auch einmal im Eifelblitz fahren zu können“, freut sich der dreifache VLN Meister Dirk Adorf auf den kommenden Samstag.

Gemeinsam mit dem fünffachen VLN-Meister Johannes Scheid kommen somit insgesamt acht VLN-Titel zusammen, die am Samstag den Eifelblitz in die Nähe der Podiumsplätze bringen möchten.

„Mir geht es vorrangig darum, mal ein paar weitere Aussagen zum Auto zu bekommen“, freut auch Johannes Scheid sich auf den Gastauftritt seines langjährigen Freundes Dirk Adorf. „Er hat ja in den letzten Jahren mehrfach bewiesen, dass er zu den allerschnellsten Fahrern auf der Nordschleife zählt. Und seine Erfahrungen aus den PS-starken Fahrzeugen, die er in den letzten Jahren gefahren hat, können uns sicherlich auch helfen.“

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Beitrag von Sabine Hogreve » Di 24.Okt, 2006 8:35

Tolle Verstärkung!!!!


Na das ist ja mal wieder eine gute Nachricht aus dem Hause Scheid Motorsport.
Bleibt uns allen nur zu wünschen das über die Einstellungsarbeiten am Fahrzeug noch ein paar Sekündchen gefunden werden und sich das Ganze als versöhnlicher Saisonabschluß nach einer mehr als durchwachsenen Saison auch mit einem Podiumsplatz bezahlt macht.

Toi,toi toi für die gesamte symphatische Scheid Truppe.....

Liebe Grüße

Sabine

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