[24] Frentzen auf V8 Biturbo-Hybrid

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Stefan Jäger
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Beitrag von Stefan Jäger » Di 13.Mai, 2008 11:07

Markus Schappert hat geschrieben:darf Frentzen überhaupt starten? (Nenennungstop/Nennungsende)
Nennende bezieht sich auf das Auto.
Fahrer darf man noch tauschen. Haben wir auch mal gemacht.

Gruß
Stefan

Werner Röder
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Frentzen startet mit Hybrid-Rennwagen in der „Grünen Hölle“

Beitrag von Werner Röder » Do 15.Mai, 2008 11:23

Hier die neuste Meldung vom Einsatz des Biturbo

Frentzen startet mit Hybrid-Rennwagen in der „Grünen Hölle“

Die „Grüne Hölle" bildet die imposante Kulisse für eine spektakuläre Premiere: Der ehemalige Formel 1-Pilot Heinz-Harald Frentzen startet mit einem von ihm selbst konzipierten Hybrid-Rennwagen vom 22. bis 25. Mai beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Der dreimalige Grand Prix- Sieger wagt sich damit an ein ebenso ehrgeiziges wie mutiges Unterfangen. Mit einer Technologie, die in der Formel 1 erst ab 2009 eingesetzt werden soll, erlebt das private Team von Hybrid Racing seine Feuertaufe ausgerechnet beim längsten und schwierigsten Rennen auf der schönsten und anspruchsvollsten Rennstrecke der Welt.

Als Basisfahrzeug dient der Super-Sportwagen Gumpert Apollo, der schon in seiner Straßenversion alle Voraussetzungen für ein erfolgreiches Rennfahrzeug mitbringt. Als konventionelles Triebwerk dient - anders als in der Serie - ein 3,3-Liter-V8-Biturbo-Motor. Mittels Rückgewinnung der sonst bei jedem Bremsvorgang vernichteten Energie wird ein zusätzlich eingebauter Elektromotor angetrieben, der maximal 100 kW leistet. Gemeinsam verhelfen beide Antriebsquellen dem spektakulären HHF HYBRID CONCEPT CAR zum Schub von bis zu 630 PS für die Hatz zweimal rund um die Uhr über Nordschleife und Grand Prix-Kurs. Mit noch 20 PS mehr
präsentiert sich die Straßenversion übrigens noch leistungsstärker und muss dabei auch nicht das Mehrgewicht der Rennversion verkraften, verursacht durch Elektroantrieb und Batterien.

„Der Motorsport darf die Notwendigkeit, Energie zu sparen, nicht ignorieren. Ich sehe vielmehr die Chance, dass unser Sport wieder zum Vorreiter einer
technischen Entwicklung werden kann, die unsere Autos auch abseits der Rennstrecke deutlich energieeffizienter macht, " erläutert Heinz-Harald Frentzen die Gründe für sein Engagement. Der Mönchengladbacher fungiert übrigens keineswegs als Galionsfigur und Fahrer bei diesem Projekt: Er ist vielmehr die treibende Kraft bis hin zur Finanzierung der nicht unerheblichen Aufwendungen. „Der ADAC Nordrhein als Veranstalter des 24-Stunden- Rennens auf dem Nürburgring hat alternativen Antriebskonzepten schon seit Jahren die Tür geöffnet, " sagt Frentzen zu den Gründen der Auftritts in der Eifel.


Für das „grüne" Rennprojekt nehmen Frentzen und sein Team die zweifellos vorhandenen Handikaps in Kauf. Weil man sich nirgends auf erprobte und bewährte Komponenten stützen konnte, war der Zeitplan letztlich extrem eng. Ein ursprünglich geplanter Testeinsatz auf der Nordschleife musste deshalb durch private Testfahrten ersetzt werden. Dennoch ist Norbert Kreyer, der technisch für das Projekt verantwortlich zeichnet, guten Mutes: „Wir sind uns der Schwierigkeiten voll bewusst. Wir gehören auch ganz sicher nicht zu den Favoriten auf den Gesamtsieg. Dafür fehlen uns als privates Team die finanziellen und technischen Möglichkeiten, wie sie große Automobilhersteller haben. Aber wir können es hoffentlich schaffen, mit unserem innovativen Konzept zu zeigen, was schon jetzt in der Hybrid-
Technologie steckt."

Hinter dem Lenkrad wird Frentzen vom FIA GT-Meister 2007 in der Kategorie GT2, Dirk Müller (Monaco), unterstützt. Müller, der zurzeit mit einem Ferrari 430 GT nach Siegen in St. Petersburg und Long Beach die Punktewertung in der GT2 der American Le Mans Series (ALMS) anführt, ist auf der Nordschleife kein Unbekannter. Als BMW-Werksfahrer konnte er 2004 das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring gemeinsam mit Hans-Joachim Stuck, Pedro Lamy und Jörg Müller gewinnen. Ein oder zwei weitere starke Fahrer, möglichst mit Erfahrung auf der schwierigen und anspruchsvollen Nordschleife, werden das Duo Frentzen/Müller auf dem Hybrid-Renner
ergänzen.

Presse HYBRID RACING AG Marketing / Sponsoring HYBRID RACING AG
Gustav Büsing Thomas Reister

Technische Daten HHF HYBRID CONCEPT CAR


Motoren:

Hinterachse:

V8-Zylinder-Biturbomotor mit 90°-Zylinderwinkel, Hubraum: 3.292 cm³, 5 Ventile pro Zylinder, 4 obenliegende Nockenwellen, zweiflutige
Abgasanlage mit Katalysator,
Rennsport- Trockensumpfschmierung,

Nennleistung: 382 kW / 520 PS bei 7.000 U/min,
max. Drehmoment: 580 Nm bei 4.000 U/min

Vorderachse:

Elektrohybrid-Synchron-Motor,
Nennleistung: 100 kW / 136 PS,
max. Drehmoment: 220 Nm

Kraftübertragung:

Hinterachse: vollsynchronisiertes, sequentielles Sechsgang-Getriebe,
Vorderachse: selbstsperrendes Differenzial

Fahrwerk:

Doppelquerlenker an Vorder- und Hinterachse, in Zug und Druck voll einstellbare Feder- /Dämpfereinheiten über Pushrods angelenkt,
Querstabilisatoren an beiden Achsen
Räder & Reifen: vorne: 30/65x18 / hinten: 31/75x18
Leergewicht (trocken): 1.300 kg (Reglement)
Länge: 4.460 mm
Breite: 1.998 mm
Höhe: 1.114 mm (ohne Lufteinlass)
Radstand: 2.700 mm
Tankinhalt: 120 Liter
Höchstgeschwindigkeit: 300 km/h (je nach Übersetzung)


Mehr Infos auf meiner Seite

Michael Holz
Beiträge: 9
Registriert: Mi 02.Mai, 2007 14:50

Beitrag von Michael Holz » So 18.Mai, 2008 0:03

Hallo zusammen,

heute gab es direkt nach den Touristenfahrten eine kleine Überraschung an der Zufahrt.
Heinz-Harald Frentzen testete seinen Einsatzwagen für die 24h.
Mit dem Elektomotor soll eine komplette Runden Nordschleife (zwar mit gemäßigtem Tempo) möglich sein.

Einige Bilder gibts unter www.eiskurve.de , dann unter "080517_Frentzen_Gumpert_Apollo"
:D

VG
Michael

Olli Martini
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Beitrag von Olli Martini » Di 20.Mai, 2008 11:36

Laut der Homepage http://www.hybrid-racing.ch/fahrer.php sind Marcel Engels und Dominik Schwager die weiteren Fahrer neben Frentzen und Müller.

Gruß
Olli

Matthias Flatt
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Beitrag von Matthias Flatt » Mo 26.Mai, 2008 23:58

Also immerhin 53 Runden hat der Bolide zurückgelegt, und auch einiges an "media coverage" hat der "Gumprecht"(!) bekommen. Beste Rundenzeit 9:24 bzw. ein Schnitt von 161 km/h.

Daniel Klein
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Beitrag von Daniel Klein » Di 27.Mai, 2008 0:46

Meiner Meinung nach war das ein schönes Auto, das, wenn es ausgereift ist, sicherlich für eine Top-Platzierung gut sein kann. Wär schön wenn das Auto nächstes Jahr wieder an den Start geht. :)

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