[VLN / 24h ] Axel "Duffi" Duffner

Informationen und Hintergründe.
Antworten
Uwe Meuren
Beiträge: 375
Registriert: Mo 14.Aug, 2006 14:59
Wohnort: Waldbüttelbrunn
Kontaktdaten:

[VLN / 24h ] Axel "Duffi" Duffner

Beitrag von Uwe Meuren » Mi 04.Nov, 2009 13:34

Saison endet für Duffner mit Platz vier

Nürburgring / Würzburg: Für die Motorsportler ist das Jahr 2009 schon jetzt beendet. Auch für Axel Duffner aus Hornberg endete die Saison am vergangenen Wochenende im Rahmen der BF-Goodrich Langstreckenmeisterschaft. Im Dauereinsatz auf zwei Fahrzeugen verpasste der ambitionierte Motorsportler nur knapp den Sprung aufs Podest.

Für den 37jährigen Küchenmeister Axel Duffner bedeutet Motorsport alles. Nur die wenigsten jedoch verdienen damit Geld – für den Rest bleibt das schnelle Fahren auf Rennstrecken ein Hobby. So auch für den Familienvater Duffner. Am vergangenen Wochenende saß er zum letzten Mal in diesem Jahr im Rennwagen, um in der BF-Goodrich Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring und der Nordschleife an den Start zu gehen. Duffner war als Doppelstarter für das vier Stunden dauernde Rennen gemeldet.
Sein erster Einsatz dauerte weit über zwei Stunden und wurde von ihm auf einem Audi RS4 V6 Bi-Turbo von Götz Motorsport aus Beilstein absolviert. Deutlich über 400 PS stellte der Rennwagen dem passionierten Motorsportler zur Verfügung. Duffner drehte kontinuierlich schnelle Runden, ehe er planmäßig die Box ansteuerte, um zu tanken und neue Reifen montieren zu lassen. Schon eine Runde später zwang ein schleichender „Plattfuß“ Duffner zu einem erneuten Boxenstopp. Dabei wurden nicht nur neue Reifen montiert, sondern gleichzeitig am linken hinteren Radlauf etwas Karosserie-Kosmetik betrieben, um einen weiteren Plattfuß zu vermeiden. Duffner stürmte mit dem Audi erneut aus der Boxengasse und schaffte im Renntempo gut die Hälfte der über 24 Kilometer langen Runden, als der Audi sich mit Leistungsverlust meldete. Und wieder steuerte Duffner die Box an, stand lange fünf Minuten, ehe die Mechaniker den Elektronikfehler lokalisieren und beheben konnten. Jetzt ging Duffner auf seinen letzten Turn und übergab den Audi in aussichtsreicher Position liegend an seinen Fahrerkollegen.

Vielseitiger Motorsportler
Axel Duffner blieb kaum Zeit zum Luft holen: Ein kurzer Schluck isotonischen Getränks, eine Banane und schon stand sein nächstes Arbeitsgerät zur Übernahme bereit: Fast eine Stunde sollte der 37jährige Küchenmeister in einem BMW M3 in der Klasse V5 fahren, eingesetzt vom Extreme Racingteam aus Öhringen, was er auch tat. Während Duffner im BMW mit guten Rundenzeiten glänzte und dem dritten Platz der Klasse näher kam, verendete sein erstes Einsatzauto, der Audi, mit einem kapitalen Motorschaden. Damit starb der Podestplatz in der Klasse SP8T, in der Duffner mit dem Audi unterwegs war. Deutlich besser lief es auf dem BMW für den Badener, denn Duffner konnte das Podium schon förmlich riechen. Am Ende reichte es trotz aller Mühen nicht ganz und er musste sich mit Platz vier begnügen.
Insgesamt fünf Rennen bestritt Duffner in der diesjährigen Saison im Rahmen der Langstreckenmeisterschaft am Nürburgring, hinzu kommt sein Einsatz beim 24h-Rennen, ebenfalls am Nürburgring. Lediglich bei der Hatz zweimal rund um die Uhr blieb ihm aufgrund streikender Technik die Zieldurchfahrt versagt. Duffner ist aber nicht nur in der Eifel unterwegs. Seine Motorsport-Wurzeln liegen im Slalom, einem Wettbewerb, bei dem er sowohl in der Deutschen Meisterschaft als auch in regionalen Wertungsklassen mit einem knapp 265PS starken Opel Kadett C in der Gruppe H an den Start geht. Aber auch in der passiven Motorsportrolle macht Duffner eine gute Figur, denn er organisiert Jahr für Jahr einen Slalom-Wettbewerb im Rahmen der Deutschen Meisterschaft. Unter dem Titel „Trophy Schöne Aussicht“ stellten sich in diesem Jahr mehr als 130 Starter der Slalom-Herausforderung.
Axel Duffner: „Es ist manchmal nicht ganz einfach, Beruf und Hobby zeitmäßig unter einen Hut zu bekommen. Viel Unterstützung erhalte ich durch meine Frau, die meine Liebe zum Motorsport teilt und mehr als nur Verständnis dafür aufbringt. Ganz ohne Unterstützung von außen geht es dann aber doch nicht. Und so danke ich insbesondere dem Hotel Schöne Aussicht und der Firma Rettenberger Metallveredelungen für ihr Engagement.“
Wo der Hotel-Racer im kommenden Jahr an den Start gehen wird, ist noch nicht ganz klar. Fest steht, dass Duffner weiterhin in der Deutschen Slalom Meisterschaft angreift, ferner seine Veranstaltung organisiert und am 24h-Rennen teilnimmt.
Text und Fotos: Redaktionsbüro Meuren

Bild
Seinen ersten Stint von deutlich über drei Stunden verbrachte Axel Duffner in dem von Götz Motorsport aufgebauten und betreuten Audi. Während Duffner in seinem zweiten Arbeitsgerät zu Gange war, ging der Motor des Audi unter den Händen von Duffners Copilot hoch.

Bild
Völlig problemlos verlief Duffners zweiter Einsatz auf einem BMW M3 in der Serienwagenklasse. Am Ende reichte die Leistung auf dem Münchener-Renner für den vierten Rang in der Klasse.

Uwe Meuren
Beiträge: 375
Registriert: Mo 14.Aug, 2006 14:59
Wohnort: Waldbüttelbrunn
Kontaktdaten:

Beitrag von Uwe Meuren » Mo 10.Mai, 2010 15:40

„Ein Platz unter den Top 50 wäre schön“

Hornberg / Würzburg: Zum sechsten Mal startet der Hornberger Motorsportler Axel Duffner beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring und der Nordschleife. Meist waren es äußere Umstände, die eine Zieldurchfahrt des 38jährigen Motorsportlers verhinderten. In diesem Jahr soll es anders und deutlich besser laufen.

Mit großen und kleine Autos, mit seriennahen und Spezial-Rennautos ging Hotelier Duffner bislang beim größten Motorsportevent der Welt an den Start: Vom Opel Astra der seriennahen Klasse V3 über einen seriennahen BMW M3 der Klassen V5 und V6 bis hin zu einem Audi RS 4 in der Spezialklasse SP8T bewegte Duffner alles sicher und zuverlässig über die knapp 25 Kilometer lange Rennstrecke. „Unverschuldete Unfälle und viele technische Defekte haben uns immer wieder zurück und aus dem Rennen geworfen“, beschreibt Duffner die Ausbeute seiner 24h-Einsätze. Lediglich einmal sei er, nach drei Getriebewechseln, mit Unmengen Rückstand ins Ziel gekommen, ergänzt der sympathische Schwarzwälder. Dennoch nahm er jedes Mal bleibende Eindrücke aus der Eifel in seine Heimat mit. „Zum Beispiel, als ich beim 24h-Rennen 2006 den letzten Stint und damit auch die letzte Runde gefahren bin. Das war ein gewaltiger Eindruck: Rund um die Strecke standen jubelnde Fans, die Tribünen entlang der Start-Ziel-Geraden waren brechend voll und alle Autos sammelten sich, um gemeinsam hinter dem Gesamtsieger über die Ziellinie zu fahren. Dieses Erlebnis lässt alle Aus- und Unfälle verblassen.“

Strecke und Distanz machen den Reiz
Beim diesjährigen Langstreckenklassiker zweimal rund um die Uhr geht Axel Duffner, den die meisten nur „Duffi“ nennen, mit einem „Kracher“ an den Start: In einem Audi RS4 V8 Biturbo mit vier Liter Hubraum und gut 500 PS wird Duffner mit drei weiteren Kollegen im Renntempo über die Strecke jagen. Was der routinierte Fahrer in diesem Jahr von sich, dem Auto und dem Team erwartet: „Ich fahre in einem absoluten Profiteam und gehe davon aus, dass alles erstklassig abgestimmt, der Wagen perfekt vorbereitet und das ganze Team hoch motiviert ist. Meine Vorbereitung sah die letzten Wochen etwas mehr Sport vor, was aber nicht immer einfach umzusetzen ist. Schließlich arbeite ich in einem Familienbetrieb. Für das Rennen habe ich mir vorgenommen durchzufahren, den Wagen nicht über Gebühr zu strapazieren oder gar in einen Unfall zu verwickeln. Aber am Ende kommt es immer anders als geplant.“ Ein Platz unter den ersten 50 im Gesamtklassement der über 200 Teams wäre für den Schwarzwälder ein riesiger Erfolg.
Dass Duffner sechs Mal in Folge am härtesten Langstreckenrennen der Welt teilnimmt, hat gute Gründe, die er gerne verrät: „Es ist die Atmosphäre, die über der gesamten Rennstrecke liegt. Profis und Amateure teilen sich das Fahrerlager und die Rennstrecke. Wann hat man als Hobby-Rennfahrer schon die Möglichkeit, mit „Striezel“-Stuck in einem Rennen zu fahren? Und natürlich die zahlreichen Fans, die einen anfeuern und zur Not auch schon mal helfen, machen das Flair aus. Nicht zu vergessen die Einzigartigkeit der Rennstrecke.“ Duffner findet, wie alle der mehr als 800 an den Start gehenden Rennfahrer, unzählige Gründe, um in der Eifel ein Rennen über 24 Stunden zu fahren.

Fahren wie im Schwarzwald
Eine Anekdote aus seinen zahlreichen Rennen kann er nicht verheimlichen: die ersten Rennrunden auf dem Nürburgring und der Nordschleife. Duffner sollte mit einem Opel Astra von Vollmer Motorsport seine Runden im Rahmen des 6h-VLN-Rennens drehen. Die Instruktion des Teamchefs und Freundes Sven Fisch beschränkte sich damals auf „Das machst du schon, ist nicht anders als im Schwarzwald. Hier geht’s auch nur rauf und runter.“ Duffner fuhr zweimal über die Grand Prix-Strecke und ihm wurde langweilig. „Wenn das die ganze Nordschleife ist, dann ist der Anspruch aber ein sehr geringer – glaubte ich damals. Kurz hinter der NGK-Schickane lief ich mit dem Opel Astra auf einen anderen Wagen auf, der nach links auf die Nordschleife abbog. Ich dachte: Dem fährste jetzt einfach mal hinterher und so kam ich auf die berühmte Nordschleife, die mich sofort in ihren Bann zog und bis heute nicht losgelassen hat.“
Text und Foto: Redaktionsbüro Meuren


Bild
Axel Duffner startet heuer zum sechsten Mal beim internationale ADAC-Zürich 24h-Rennen auf dem Nürburgring und der Nordschleife. Ein Platz unter den ersten 50 im Gesamtklassement erwartet der Schwarzwälder Hotelier als Endergebnis für dieses Jahr. Mit dem bärenstarken Audi RS4 V8 sollte das durchaus möglich sein.

Uwe Meuren
Beiträge: 375
Registriert: Mo 14.Aug, 2006 14:59
Wohnort: Waldbüttelbrunn
Kontaktdaten:

Beitrag von Uwe Meuren » Do 20.Mai, 2010 16:09

Traum mit reichlich Vorsprung verteidigt

Nürburgring / Würzburg: Die Eisheiligen hatten die Eifel fest im Griff, als der Hornberger Motorsportler Axel Duffner sein sechstes 24h-Rennen auf dem Nürburgring und der Nordschleife unter die Räder nahm. Doch selbst widrigste Witterungsverhältnisse konnten den Schwarzwälder nicht bremsen und am Ende ging für den 38jährigen ein lang ersehnter Wunsch in Erfüllung.

Während drei Trainingsläufen am Donnerstag und Freitag herrschte alles andere als optimales Rennwetter: Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt und eiskalter Wind, der Regen meist quer über die Eifel trieb, bereiteten den Protagonisten des 38. internationalen ADAC Zurich 24h-Rennens einige Sorgen. Auch der routinierte Rennfahrer Axel Duffner aus Hornberg hatte so seine Zweifel und Probleme: „Zunächst musste ich mich auf das Auto einstellen. Auch wenn der Audi RS4R von Götz-Motorsport perfekt vorbereitet und eigentlich spielerisch zu händeln war, habe ich ein paar Runden gebraucht, um mich an das Fahrverhalten zu gewöhnen. Trotz Allradantrieb musste man behutsam zu Werke gehen – mehr als 500 PS schieben halt schon richtig an.“ Zum schlechten Wetter gesellte sich ein volles Starterfeld mit mehr als 200 Teilnehmern und der hohe Anspruch der Nürburgring Nordschleife. „Alles zusammen“, so Duffner nach dem Training, „verlangte volle Konzentration. Zwar verzeiht das erstklassige Auto auch mal einen Fahrfehler, aber dennoch war es bei den Witterungsverhältnissen alles andere als einfach, eine gute Startposition einzufahren.“ Am Ende reichten fahrerische Leistung und Fahrzeugperformance für einen hervorragenden 56. Platz in der Gesamtwertung und für den ersten Startplatz in der Klasse SP8T, in der Duffner mit dem Götz-Audi an den Start ging.

Immer weiter vor
Ein 24h-Rennen bewältigt ein Fahrer nie alleine – schon gar nicht, wenn die Rennstrecke Nürburgring und Nordschleife heißt. Bei mehr als 25 Kilometer Länge, mehr als 70 Kurven und rund 300 zu überwindende Höhenmeter reicht die Konzentration der Fahrer für maximal zwei Stunden Arbeit hinterm Volant. Duffners Arbeitskollegen während des 24h-Rennens waren Vic Rice und Shane Lewis aus den USA und Karl Pflanz aus Schorndorf. „Alles erfahrene Piloten, die nicht zum ersten Mal auf der Nordschleife unterwegs waren – damit hatten wir eine ausgeglichene Fahrerpaarung“, kommentierte Duffner das Team. Ebenso begeistert zeigte sich Duffner vom Team Götz-Motorsport: „Hier sind echte Profis am Werk, nichts wird dem Zufall überlassen. Alles ist bis ins Detail geplant, die Versorgung ist perfekt und das gesamte Team lebt den Motorsport. Dieter Götz ist überdies ein toller Teamchef, ein Profi, bei dem trotz allem Ernst der Spaß nicht zu kurz kommt.“
Pünktlich zum Start am Samstag um 15 Uhr verzogen sich die Wolken und die Sonne begann ihre Arbeit aufzunehmen - ebenso wie die gut 200 Teams. Duffner ging als vierter Fahrer ins Rennen und erlebte eine 1,5stündige Fahrt fast komplett unter gelben Flaggen. „Überall gab es Unfälle, zum Teil mussten die Leitplanken repariert werden. Ich hatte nicht eine ganz freie Runde, dafür aber einen Heidenspaß. In der Dämmerung zu fahren war toll: Lagerfeuer wurden entfacht, überall roch es nach Grill-Steaks und die Fans verbreiteten eine super Stimmung.“ Im Takt von gut 1,5 Stunden wechselten sich die Fahrer von Götz-Motorsport ab und chauffierten den bärenstarken Audi durch die stockfinstere Eifelnacht. Kurz nach 24 Uhr war Duffner erneut an der Reihe. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich die Audi-Crew völlig unauffällig bereits auf Rang 33 vorgearbeitet. „Sicher“, erklärte der Hornberger Duffner nach seinem Mitternachts-Stint, „haben wir von vielen Ausfällen an der Spitze profitiert. Aber mit unseren Rundenzeiten wären wir auch so weiter nach vorne gekommen. Mit Zeiten zwischen neun und zehn Minuten gehören wir schon zu den schnellen Autos im Feld.“ Eindeutiger Beleg für die herausragende Performance: Der Zweitplatzierte der Klasse SP8T lag zu diesem Zeitpunkt auf Rang 66 und hatte bereits vier Runden Rückstand auf den Audi RS4R.

Am Ende auf Platz 23
In den frühen Morgenstunden durfte Axel Duffner, den die meisten nur „Duffi“ nennen, erneut die Piste unter die Audi-Räder nehmen. „Der Früh-Stint war genauso genial wie der Abend-Stint: Jetzt ging die Sonne auf, die Fans erwachten nach einer langen Nacht und auf der Strecke herrschte so was ähnliches wie Harmonie: Es wurde absolut fair gefahren und gekämpft, es gab nur noch wenige Unfälle und phasenweise hatte ich das Gefühl, alleine auf der Strecke zu sein.“ Das Gefühl täuschte ihn nicht wirklich: Denn von den gut 200 gestarteten Autos sahen am Ende nur 123 das Ziel! Lediglich einmal kurz stockte dem Ami Shane Lewis während seiner Fahrt der Atem: Einer der beiden BMW GT2 setzte sich neben den Audi. „Es passierte, was passieren musste: Wir haben uns berührt, es hat furchtbar gerumpelt, einen ernsthaften Schaden trug keiner von uns davon.“ Lewis konnte seinen Stint problemlos zu Ende fahren – jetzt allerdings mit verbeulter Tür und einem Reifenabdruck auf der linken Seite.
Vier Stunden vor Rennende lag der Audi auf Rang 26 und noch immer ging es für die Piloten nach vorne. Duffner wurde die Ehre zu Teil, den letzten Stint und somit den Wagen über die Ziellinie fahren zu dürfen. „Ein sehr bewegender Moment, der sich nicht beschreiben lässt“, so der Schwarzwälder nach seinem Rennen, „man fährt durch ein Fahnenmeer, die Autos sammeln sich und warten auf den Gesamtführenden, um hinter ihm die Ziellinie zu passieren. Alle Fans winken und jubeln, die Boxenmauer ist vollbesetzt und man fährt mit einer Gänsehaut ins Ziel.“
Für den Hornberger Rennfahrer geht der Traum von der zweiten Zielankunft in Erfüllung: Sechsmal startete er beim größten Langstreckenrennen der Welt. Eine Zielankunft unter den ersten 50 stand dabei ganz oben auf seinem Wunschzettel. Bei der diesjährigen Ausgabe ging der Wunsch in Erfüllung: Auf Gesamtrang 23 endete für Duffner und seine Fahrerkollegen das Rennen – die Klasse SP8T gewann das Quartett überragend mit neun Runden Vorsprung.
Text und Fotos: Redaktionsbüro Meuren

Bild
Axel Duffner ging auch 2010 an den Start des härtesten Langstreckenrennens der Welt, dem 24h-Rennen auf dem Nürburgring und der Nordschleife. Der große Wurf gelang ihm im sechsten Anlauf: Auf Platz 23 liegend überquerte der Hornberger Rennfahrer nach 24 Stunden die Ziellinie. Damit erfüllte er sich den Traum das Rennen einmal unter den Top 50 zu beenden.

Bild
Mit einem bärenstarken Audi RS4R, vorbereitet und betreut von Götz Motorsport, startete der Hornberger Hotelier Axel Duffner beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring. Die Klasse SP8T in der Duffner mit dem Audi startete gewann er überlegen mit neun Runden Vorsprung.

Uwe Meuren
Beiträge: 375
Registriert: Mo 14.Aug, 2006 14:59
Wohnort: Waldbüttelbrunn
Kontaktdaten:

Beitrag von Uwe Meuren » Di 15.Jun, 2010 17:01

Duffner rennt auf Platz 1

Nürburgring / Würzburg: Der sympathische Küchenmeister aus dem Schwarzwald kann es nicht lassen: Trotz reichlich Arbeit im eigenen Betrieb und chronischer Zeitnot ging Axel Duffner beim 4. Lauf zur Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN) an den Start. Im Götz Audi RS4R gelang ihm unter enormem Zeitdruck erneut ein Klassensieg.

Von Hornberg-Niederwasser (Schwarzwald) bis zum Nürburgring sind es knapp 400 Kilometer – für den 38jährigen Küchenmeister Axel Duffner genau die richtige Distanz, um für ein ausstehendes Langstreckenrennen warm zu werden. In aller Herrgottsfrüh bricht Duffner im Schwarzwald auf, ist pünktlich um 07:30 Uhr zur Fahrerbesprechung am Nürburgring und startet nach seinen Fahrerkollegen Karl Pflanz (Schorndorf) und Walter Nawotka (Cuxhaven) ins Training zum 4. Lauf der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring. Alle drei bringen ein durchwachsenes Training hinter sich: Pflanz und Nawotka kämpfen mit nasser Strecke, Duffner wird immer wieder durch Gelbphasen eingebremst. Am Ende gelingt dem Schwarzwälder dennoch die schnellste Runde im Team und in der Klasse. Mit einer Rundenzeit von 9:28 Minuten distanziert er den Zweitplatzierten der Klasse SP8T um fast eine Minute. Der von Götz Motorsport vorbereitete Audi RS4R steht damit auf Rang eins der Klasse und auf Platz 46 der Gesamtwertung. Eine Schrecksekunde erlebt Duffner auf seinem Weg zur Pole-Position: In der Anfahrt zur „Mut-Kurve“, einem extrem schnellen Streckenabschnitt, geriet er auf eine Ölspur und kann nur mit größten Mühen und unter Aufbringung aller Fahrkünste den Wagen auf der Strecke halten.

Lupenreiner Stint – schneller Heimweg
Axel Duffner übernimmt den Start im Bi-Turbo-Audi und macht von Beginn an Druck, um die Distanz auf die Verfolger zu vergrößern. Mit der Motorleistung von mehr als 400 PS schafft er es nicht nur, die direkte Konkurrenz in Schach zu halten, sondern gleichzeitig auch deutlich leistungsstärkere Fahrzeuge zu überholen. Dabei hält er sich aus allen Rangeleien raus und schont das Auto, wohlwissend, dass ein 4h-Rennen nicht mit einer schnellen Runde gewonnen wird. In seiner siebten Runde fährt er obendrein die schnellste Runde im Team. In 9:20 Minuten umrundet er die knapp 25 Kilometer lange Rennstrecke. Zwei Runden später ist Duffners Einsatz hinterm Volant des bärenstarken Audis beendet. Er gönnt sich einige Minuten Ruhe, schält sich aus seinem feuerfesten Rennanzug, zieht „zivile“ Kleidung an und macht sich auf den Heimweg, um am Abend bei einer Großveranstaltung für das leibliche Wohl seiner Gäste zu sorgen.
In seiner Abwesenheit spielen sich indes wahre Dramen ab. Zunächst musste das Auto in Runde 14 eine mehr als 35minütige Zwangspause einlegen. Grund: Die Antriebswelle vorne links war defekt, und bis zum Totalausfall des Teils war es nicht mehr weit. Danach folgen die planmäßigen Stopps mit üblichen Radwechseln. Unterdessen ziehen dunkle Wolken auf, ein einsetzender Wind treibt dichten Nebel über die Strecke und schon bald setzt heftiger Regen ein. Erneut steht der Audi an der Box zum Reifenwechsel, diesmal montieren die Mechaniker profilierte Regenreifen. Trotz aller Widrigkeiten schafft es das Team, den ersten Platz der Klasse bis ins Ziel zu retten und kann in Duffners Abwesenheit einen weiteren Pokal für die Galerie abholen.
Text und Fotos: Redaktionsbüro Meuren

Axel Duffner nach dem Rennen:
„Es war schon ganz schön anstrengend: Vom Schwarzwald an den Nürburgring und wieder zurück und zwischendurch mal eben über 200 Rennkilometer hinter mich bringen. Mein Training war durch viele Unfälle eher mäßig, die eingefahrene Zeit hat dennoch für Startplatz 1 in der Klasse genügt. Aber ich bin mir sicher, es wäre noch schneller gegangen. Außerdem haben wir eine neue Fahrwerkseinstellung getestet, die sich am Ende zum Fortschritt rausstellte. Meine Zurückhaltung in der Startphase hat sich ausgezahlt: Vor mir gab es reichlich Unfälle im Startgerangel, am Ende konnte ich durch meine defensive Fahrweise reichlich Boden gut machen. Mit der neuen Einstellung am Fahrwerk war der Audi wieder spitzenmäßig vorbereitet und hat viel Spaß gemacht. Danke an die gesamte Mannschaft von Götz Motorsport. Ich freue mich auf meinen nächsten Einsatz.“

Bild
Der von Götz Motorsport vorbereitete Audi RS4R leistet mehr als 400PS und bringt Axel Duffner einen weiteren Pokal in seine Sammlung: Beim 4. Lauf zur Langstreckenmeisterschaft erringt er mit zwei weiteren Fahrerkollegen einen Klassensieg.

Uwe Meuren
Beiträge: 375
Registriert: Mo 14.Aug, 2006 14:59
Wohnort: Waldbüttelbrunn
Kontaktdaten:

Beitrag von Uwe Meuren » Mi 04.Aug, 2010 13:24

Das Zeug zum Seriensieger

Nürburgring / Würzburg: Als Küchenmeister ist der Hornberger Axel Duffner Hitze gewohnt, allerdings bewegt sich in seiner Küche nahezu nichts im Renntempo. Anders bei der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN) am vergangenen Wochenende: Bei brütender Hitze raste Duffner seinem zweiten VLN-Klassensieg in Folge entgegen.

Von „Spaß ohne Ende“ erzählte Axel Duffner (Hornberg-Niederwasser / Schwarzwald) nach einem mehr als „heißen“ Vierstundenrennen rund um die alt ehrwürdige Nürburg: Bei Lufttemperaturen nur knapp unter 40 °C und Fahrzeuginnentemperaturen von gut und gerne 60°C kann nur ein echter Vollblutracer von Spaß reden. Schon das Training zeigte, dass die Temperatur eine gehörige Rolle spielen sollte, denn um 08:00 Uhr herrschten schon mehr als 20°C in der sonst so kühlen Eifel.
Gemeinsam mit seinem Fahrerkollegen Karl Pflanz (Schorndorf) ging Duffner mit dem von Götz Motorsport vorbereiteten Audi RS4R ins Training. Drei Runden drehte Duffner und erzielte mit einer Zeit von 9:19 Minuten die schnellste Zeit in der Klasse SP8T, in der das Duo an den Start geht. Während Duffner nahezu freie Fahrt hatte und sich nach dem Training sicher war, dass es mit dem gut vorbereiteten Audi noch deutlich schneller geht, hatte Pflanz weniger Glück. Bei seiner ersten Trainingsrunde brach ein Teil im Gelenk der Antriebswelle, die Mechaniker von Götz Motorsport tauschten zwar das Teil in Windeseile, doch beim Ablassen des Autos begann die pneumatische Hebeanlage ein seltsames Eigenleben zu entwickeln und ließ sich nicht mehr einfahren. Aber auch das bekamen die versierten Mechaniker vorm Start in den Griff, so dass der Audi pünktlich in der Startaufstellung auftauchte.

Heiße Füße
Diesmal übernahm Pflanz den Start im Bi-Turbo Audi und konnte sich sofort Luft verschaffen und die Klassengegner der SP8T hinter sich lassen. Pflanz fuhr acht Runden, ehe er zum routine- und planmäßigen Stopp den V8-Audi in die Boxengasse steuerte. Während die Mechaniker den Tank befüllten und neue Reifen montierten, klemmte sich Duffner hinters Volant des bärenstarken Audi mit der Startnummer 147. Unter dem Höchststand der Sonne begann der Hornberger Axel Duffner nun sein Rennen: Neun Runden, mehr als 220 Kilometer, legte er im Renntempo zurück. Während ihm die Hitze „oben rum“ nichts ausmachte, schließlich ist er solche Temperaturen von seinem Arbeitsplatz gewöhnt, bekam er langsam aber sicher warme Füße. Dennoch ließ er sich von den Temperaturen nicht beeindrucken und fuhr eine sprichwörtlich „heiße“ Sohle: Mit seiner Zeit von 9:23 Minuten setzte er die Bestmarke an diesem Wochenende im Audi. Runde für Runde kam der Götz-Audi weiter vom Verfolgerfeld weg, ehe Duffner im 18. Umlauf die Box ansteuerte, um seinem Fahrerkollegen den Wagen zu übergeben. Karl Pflanz blieb jedoch nur für vier Runden auf der Strecke – sein Startturn unter heißer Eifelsonne hatte seine Spuren hinterlassen. Also musste „Duffi“ wieder ran. Die Freude über den Einsatz währte jedoch nur eine Runde lang: An einigen Passagen der rund 25 Kilometer langen Rennstrecke entluden sich Hitzegewitter mit heftigen Regenfällen. Einige schwere Unfälle – alle jedoch ohne Personenschaden – veranlassten die Rennleitung zum Abbruch. Somit war gut zehn Minuten vor offiziellem Rennende also Feierabend für Axel Duffner und das Team Götz Motorsport. Mit insgesamt fünf Runden Vorsprung gewannen Duffner und Pflanz auf dem perfekt vorbereiteten Audi das Rennen in der Klasse SP8T. Für Duffner war es in der VLN der zweite Klassensieg in Folge. Rechnet man das Ergebnis des 24h-Rennens dazu, war es bereits Klassensieg Nr. 3!
Text und Fotos: Redaktionsbüro Meuren

Axel Duffner nach dem Rennen:
„Ich bin Hitze gewohnt, aber nicht an den Füßen! Durch die Kardanwelle und den Auspuff wurde der Boden im Auto extrem heiß, das war das einzige, was mich wirklich belastet hat. Ich war während meiner Runden nahezu alleine unterwegs – abgesehen von vielen Ausfallautos am Streckenrad habe ich nur wenig Autos gesehen. Die Rundenzahl im ersten Turn war punktgenau richtig, wesentlich mehr hätte ich nicht mehr geschafft. Die Reifen aber auch nicht: Durch das hohe Motorgewicht auf der Vorderachse und die extremen Temperaturen haben die Reifen schneller abgebaut als üblich. Der Rennabbruch ging in Ordnung, bei den Monsum-artigen Regenfällen wäre jede Weiterfahrt ein hohes Risiko gewesen. Für mich war es ein perfektes Rennen auf einem super vorbereiteten und abgestimmten Auto. Ich freue mich schon jetzt auf meinen nächsten Einsatz.“

Bild
Außen fast 40, innen fast 60 Grad! Unter extremen Temperaturen ging Axel Duffner (Hornberg) an den Start zum 5. Lauf zur Langstreckenmeisterschaft. Gemeinsam mit seinem Fahrerkollegen Karl Pflanz (Schorndorf) fährt er den zweiten Klassensieg in Folge ein.

Uwe Meuren
Beiträge: 375
Registriert: Mo 14.Aug, 2006 14:59
Wohnort: Waldbüttelbrunn
Kontaktdaten:

Beitrag von Uwe Meuren » Mi 04.Aug, 2010 13:27

Überragende Leistung beim Saisonhöhepunkt

Nürburgring / Würzburg: Am vergangenen Wochenende stand mit dem 6h-Rennen der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN) gleichzeitig der Saisonhöhepunkt auf dem Programm. Der Hornberger Axel Duffner ging wie gewohnt auf dem Götz-Audi ins Rennen und brillierte mit gewohnt guter Leistung.

Ohne ein Wort zu sagen erkannte man nach dem Training zum 7. Lauf der VLN, welche Freude der Schwarzwälder Axel Duffner (Hornberg-Niederwasser/Schwarzwald) im Götz Audi RS4 hatte: Als Zweiter ging er ins Training und konnte mit seiner Rundenzeit von 09:12 zwar nicht ganz die Bestmarke seines Teamkollegen Karl Pflanz (Schorndorf) erreichen, war aber dennoch mit der Leistung sehr zufrieden – ebenso wie sein Teamchef. Die Top-Zeit von Pflanz reichte dem Team zum 43. Startplatz der Gesamtwertung. Eine mehr als beachtliche Leistung, wenn man bedenkt, dass an diesem Wochenende fast 200 Autos sich dem sechs Stunden dauernden Rennen über den Nürburgring und die Nordschleife stellten. Auch Walter Nawotka (Cuxhaven) stand der Leistung von Duffner und Pflanz in nichts nach und bestätigte sowohl seine eigene gute Performance, als auch die des von Götz Motorsport vorbereiteten Audis. Nach insgesamt sechs gefahrenen Trainingsrunden stellte das schnelle Trio den Wagen in der Box ab und überließ ihn den Mechanikern zum letzten Check vorm Rennen.

Startfahrer Duffner auf dem Weg nach vorne
Bei bestem Renn-Wetter ging Duffner zuerst in das Rennen und überquerte pünktlich um 12:00 Uhr die Start-Ziellinie erstmalig im Renntempo. Trotz seiner Zurückhaltung im Startgerangel konnte er mit cleverer Fahrweise auf Anhieb einige Plätze gut machen und kämpfte sich mit konstant schnellen Rundenzeiten durchs Feld. In Runde neun steuerte Duffner planmäßig die Box an, um den Wagen an Karl Pflanz zu übergeben, der seinerseits neun Runden drehte und die gute Vorarbeit von Duffner fortführen konnte. Walter Nawotka trug im Anschluss seine Leistung zum guten Abscheiden bei und zeigte ebenfalls eine erstklassige Performance. Noch einmal setzte sich Axel Duffner hinters Lenkrad des bärenstarken Audi RS4, um „sein“ Rennen zu Ende zu fahren. Nach sieben absolvierten Runden kehrte der Schwarzwälder in die Box zurück und übergab den Wagen letztmalig an Karl Pflanz, der mit den letzten fünf Runden das 6h-Rennen für Götz Motorsport beendete. Die drei Fahrer Duffner, Pflanz und Nawotka haben sich auf dem Audi von Götz Motorsport um mehr als 20 Positionen in der Gesamtwertung verbessert. Am Ende legte das Team nach sechs Stunden mehr als 900 Kilometer im Renntempo zurück.
Text und Fotos: Redaktionsbüro Meuren

Axel Duffner nach dem Rennen:
„Der Spaß auf dem von Götz Motorsport erstklassig vorbereiteten Auto wird von Rennen zu Rennen größer. Ich komme mit dem Wagen immer besser zu recht und fahre mich langsam an die Neun-Minuten-Grenze heran. Dabei muss ich sagen, nie mit 100 Prozent unterwegs zu sein, denn an erster Stelle steht immer meine Familie, dann folgt mein Unternehmen und erst dann kommt der Motorsport. Also versuche ich, so schnell und so sicher als möglich zu fahren und versuche gefährliche Situationen zu vermeiden. Mein zweiter Turn war von langen Passagen geprägt, bei denen ich allein unterwegs war, aber in denen es viele Gelbphasen gab. Zum Schluss sind noch mal richtig viele Unfälle passiert, vermutlich aus Konzentrationsschwächen. Ein 25. Platz im 6h-Rennen bei einem extrem starken Starterfeld gibt genügend Anlass zur Freude. Apropos Freude: Beim nächsten Rennen im September werde ich aussetzen, freue mich aber schon jetzt auf meinen Audi-Einsatz im Oktober.

Bild
Von Platz 43 fuhr Axel Duffner (Hornberg) mit zwei Fahrerkollegen auf Rang 25 des Gesamtwertung vor. „Ein tolles Ergebnis beim Saisonhöhepunkt der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring“, so Duffner nach dem Rennen. In sechs Stunden Renndistanz legte er mit seinen Kollegen auf dem von Götz Motorsport vorbereiteten Audi mehr als 900 Kilometer im Renntempo zurück.

Uwe Meuren
Beiträge: 375
Registriert: Mo 14.Aug, 2006 14:59
Wohnort: Waldbüttelbrunn
Kontaktdaten:

Beitrag von Uwe Meuren » Di 19.Okt, 2010 15:16

Allradwetter bringt Klassensieg

Nürburgring / Würzburg: Das Gros der Teilnehmer des 9. Laufs zur Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN) stöhnten ob der herrschenden Wetterbedingungen: Strömender Regen, dichte Nebelbänke und eiskalter Wind bestimmten das vergangene Wochenende. Für Axel Duffner aus Homberg-Niederwasser und seine Mitstreiter Peter Venn (Großbritannien) und Walter Nawotka (Cuxhaven) das ideale Wetter, um die Performance des Götz-Audi RS4 auszuspielen.

Dem Schwarzwälder Axel Duffner war selbst eine Stunde nach Zieldurchfahrt die Anspannung noch anzumerken. Hochkonzentriert saß er im Auflieger von Götz Motorsport – so, als säße er noch hinterm Lenkrad des Leistungsmonsters Audi RS4. Es sei sein schlimmstes Rennen in der Eifel gewesen, resümierte er gedankenverloren und stellte die Frage in den Raum, ob Rennenfahren im Oktober wirklich so sinnvoll ist. Doch der Reihe nach: Das schnelle Trio hatte aufgrund guter Fahrzeugvorbereitung von Götz Motorsport keine Befürchtungen wegen des Wetters. Das sollte sich jedoch schnell ändern, denn die Fahrwerkseinstellung stand nach wie vor auf „trocken“. Somit brachte keiner der drei die Leistung des Audis richtig auf den Asphalt. Mit der schnellsten Rundenzeit im Training – 11:30 Minuten – waren weder Duffner noch seine Kollegen so recht zufrieden. Basierend auf den Erfahrungswerten von der Götz-Crew und der Fahrer veränderten die Mechaniker die Einstellung in Richtung „nass“. Gäbe es eine Sintflut-Einstellung, wäre sie die beste Wahl gewesen.

England vor Deutschland, Spaß vor Ernst
Der Engländer Peter Venn fuhr den Start von Position eins der Klasse SP8T. Wissend, dass es extrem rutschig ist und ein Langstreckenrennen niemals mit einer schnellen Runde gewonnen wird, hielt er sich mit seinen Attacken zurück. Auch wenn er dabei ein paar Plätze verlor, das Auto blieb ganz und bereits nach einigen Runden hatten sich viele Wettbewerber in die Leitplanken verabschiedet. Für Venn bedeutete dies der Startschuss, weiter nach vorne zu fahren. Runde um Runde machte er Plätze gut und übergab in Runde neun den Wagen an Walter Nawotka. Der Regen war indes schwächer geworden und hatte mancherorts sogar aufgehört, so dass die Piste abtrocknete. Nawotka erhielt profillose Slicks, um weiter anzugreifen. Eine falsche Entscheidung, denn schon bald setzte wieder Regen ein und Nawotka kam erneut in die Box, um Regenreifen montieren zu lassen. Dennoch fuhr er konstant nach vorne und konnte noch ein paar Plätze gut machen. Nach weiteren vier Runden stand der Audi von Götz Motorsport erneut in der Box. Jetzt war die Reihe an Axel Duffner. Der Küchenmeister legte gleich flott los, fand schnell seinen Rhythmus und spielte die gesamte Bandbreite der Audi-Leistung aus. Das geänderte Fahrwerks-Set-Up tat dabei sein Übriges und half dem RS4, seine Leistung komplett auf die Straße zu bringen. Doch für Duffner endete das Rennen schneller als ihm lieb war: Die Rennleitung brach den vorletzten Lauf der Saison wegen heftiger Graupelschauer ab.
Am Ende hieß es für Duffner, seine Fahrerkollegen und die Götz-Crew Platz eins der Klasse und Platz 60 in der Gesamtwertung.
Text und Fotos: Redaktionsbüro Meuren

Axel Duffner nach dem Rennen:
„Spaß hat das Rennen heute nicht wirklich gemacht. Es war extrem rutschig, es herrschte schlechte Sicht und es gab ständig Unfälle. Zwar waren wir dank Allradantrieb und einem perfekt vorbereiteten Auto auf der sicheren Seite, aber letztendlich gehört bei solchen Bedingungen auch viel Glück dazu, um nicht „abzufliegen“. Wir hatten diesmal das Glück und konnten sogar den Klassensieg einfahren. Wer hier durchkam, gehörte schon zu den Gewinnern. Ich hoffe auf trockenes Wetter beim nächsten Lauf – wir wollen noch einmal in diesem Jahr zeigen, was wirklich in dem Audi steckt.“

Bild
Ein weiterer Klassensieg für Axel Duffner (Hornberg) auf dem Audi RS4 - von Götz Motorsport vorbereitet und eingesetzt. Ein selbst für die Eifel extremes Wetter verlangte vom Fahrer alles ab. Der Küchenmeister und seine zwei Fahrerkollegen blieben jedoch „Cool“ genug, um den Wagen unfallfrei und dennoch schnell ins Ziel zu steuern.

Uwe Meuren
Beiträge: 375
Registriert: Mo 14.Aug, 2006 14:59
Wohnort: Waldbüttelbrunn
Kontaktdaten:

Beitrag von Uwe Meuren » Di 02.Nov, 2010 11:26

Erfolgreiches Saisonfinale für Duffner

Nürburgring / Würzburg: Axel Duffner (Homberg-Niederwasser) und seine Fahrerkollegen Peter Venn (Großbritannien) und Karl Pflanz (Schorndorf) ließen es zum Saisonfinale der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN) noch einmal richtig krachen und fuhren mit dem von Götz Motorsport vorbereiteten Audi RS4 ungehindert aufs Podium.

Schon das Training zum 10. und letzten Lauf der VLN-Saison 2010 zeigte, dass es ein hartes Rennen werden würde: Schon wenige Minuten nach Beginn des Zeittrainings am Samstagmorgen musste die Rennleitung die Session wegen eines schweren Unfalls unterbrechen. Rund 40 Minuten dauerte die Bergung der verunfallten Rennwagen und das Reinigen der Strecke, ehe die Protagonisten erneut in das Zeittraining starten konnten. Axel Duffner ging als Dritter auf die knapp 25 Kilometer lange Runde und war, ohne auf Gedeih und Verderb an der Zeit zu feilen, zu aller Zufriedenheit deutlich unter zehn Minuten unterwegs. Die Zeit für den ersten Startplatz in der Klasse SP8T fuhr allerdings sein englischer Kollege Peter Venn ein, der nach eigenen Angaben am Ende des Trainings eine nahezu freie Runde erwischte, die zur Pole-Position führte. Karl Pflanz drehte ebenfalls nur eine Runde, die jedoch nahezu vollständig unter „gelber Flagge“ absolviert wurde – überholen ist hierbei streng untersagt und wird von der Rennleitung bestraft.

Fahrwerk in die richtige Richtung
Wie schon im letzten Rennen durfte Peter Venn den Start fahren und insgesamt acht Runden drehen, ehe er den von Götz Motorsport perfekt vorbereiteten Wagen in die Box steuerte, um ihn an seinen Kollegen Karl Pflanz zu übergeben. In diesen acht Runden konnte der Engländer exakt 14 Positionen in der Gesamtwertung gut machen und den Abstand auf die Verfolger deutlich ausbauen. Karl Pflanz drehte seinerseits neun Runden und markierte mit 9:14 Minuten die Bestzeit im Team. Auch er machte Runde für Runde Plätze gut und distanzierte die Verfolger weiter. Nach Runde 17 steuerte Pflanz planmäßig die Box an, um den Wagen an Axel „Duffi“ Duffner zu übergeben, der darauf brannte, die gute Vorarbeit seiner Kollegen fortzusetzen. Drei Runden gelang ihm das, als es zu nieseln begann und wenige Minuten später heftiger Regen einsetzte. Duffner war zu dieser Zeit mit Slicks unterwegs und musste sein Fahrverhalten der Witterung anpassen, was ihm eine Rundenzeit von knapp 13 Minuten einbrachte. Trotz schwieriger Bedingungen erreichte er unfallfrei die Box, ließ sich profilierte Regenreifen montieren, um für weitere vier Runden ins Renngeschehen einzugreifen. Während die Reifen erstklassig arbeiteten, begann der Bremsdruck langsam nachzulassen. Bevor das Problem schlimmer wurde, war die Renndauer von vier Stunden beendet und Duffner mit dem Götz-Audi RS4 im Ziel. Das flotte Trio fuhr in einem harten Rennen erneut einen Klassensieg ein und beendete das Rennen auf Gesamtrang 33 von knapp 190 gestarteten Autos.
Text und Fotos: Redaktionsbüro Meuren

Axel Duffner nach dem Rennen:
„Die Fahrwerksabstimmung von Götz ging in die richtige Richtung: Das Auto ist nun wesentlich ruhiger auf der Hinterachse, beinahe schon komfortabel. Diese Abstimmung kommt mir sehr entgegen und auch meine Teamkollegen kommen damit gut zurecht. Das Rennen war geprägt von vielen Unfällen, reichlich verschmutzter Piste und richtig hartem Umgang untereinander. Drei Runden bin ich im Nieselregen auf Slicks gefahren, dann ging es nicht mehr. Mit Regenreifen wollte ich noch mal pushen, als der Bremsdruck langsam nachließ. Ich bin froh, den Wagen ohne Blessuren über die Runden gebracht zu haben. Danke an Götz Motorsport für eine tolle Saison 2010. Wenn die Rahmenbedingungen im kommenden Jahr so bleiben wie in diesem, bin ich wieder bei Götz am Start.“

Bild
Zum letzten Mal für dieses Jahr griff Axel Duffner (Hornberg) in das Lenkrad des Audi RS4 von Götz Motorsport. In einem harten Rennen, bei dem am Ende noch für 30 Minuten Regen einsetzte, konnte Duffner mit seinen Fahrerkollegen Peter Venn (England) und Karl Pflanz (Schorndorf) einen weiteren Klassensieg verbuchen.

Uwe Meuren
Beiträge: 375
Registriert: Mo 14.Aug, 2006 14:59
Wohnort: Waldbüttelbrunn
Kontaktdaten:

Beitrag von Uwe Meuren » Mo 14.Mai, 2012 9:04

Schwarzwälder Kirschtorte trifft Frühlingsrolle

Insgesamt sieben Mal ging Axel Duffner (38 /Hornberg) bisher beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring an den Start. Immer wieder versuchte er auf außergewöhnlichen Fahrzeugen zu starten, immer wieder saß er dabei hinterm Volant deutscher Fahrzeug. Die letzten beiden Male fuhr er auf einem bärenstarken Audi RS4 von Götz Motorsport. In diesem Jahr wechselt er Team und Auto und dreht auf einem Hyundai Genesis seine Runden im härtesten Langstreckenrennen der Welt.

Was ist der Antrieb, sich einem 24-stündigen, gnadenlosen Kampf zwischen Konkurrenten und einer materialmordenden Rennstrecke zu stellen? „Ganz einfach“, erklärt Axel Duffner, Rennfahrer aus Leidenschaft, „die Faszination Nordschleife, das Gefühl beim härtesten Langstreckenrennen der Welt durchgehalten zu haben, den Geist der Nürburg zu fühlen und den mehr als 200.000 Zuschauer hochkarätigen Motorsport zu bieten.“ Heuer geht der schnelle Schwarzwälder zum achten Mal an den Start, erstmalig jedoch auf einem Hyundai Genesis. Das asiatische Geschoss gehört zum saarländischen Motorsportteam Schumann, das den Wagen in Eigenregie aufgebaut hat und während des Rennens betreut. Axel Duffner, selbstständiger Hotelchef und Küchenmeister und dessen Wurzeln im Schwarzwald liegen, hat eigentlich kaum Verbindung ins Saarland. Dass er bei Schumann das über 400 PS starke Coupé pilotiert, hat eine kuriose Vorgeschichte, die Duffner gerne preisgibt: „Eigentlich wollte ich wieder bei Götz Motorsport fahren. Nachdem Götz die beiden Audi RS4 Limousinen verkauft hatte und der Neuwagen-Deal geplatzt war, standen wir ohne Auto da. Götz sagte die Teilnahme am 24h-Rennen ab und ich musste mich um ein neues Team und Auto kümmern. Ich habe etliche Gespräche geführt, nicht selten scheiterte es am Preis, manchmal auch am Fahrzeug. Ein guter Freund, Georg Berlandy, sollte und wollte bei Schumann fahren. Da er selbst mit einem großen Rallye-Projekt beschäftigt ist, sagte er seinen Start ab. Kurzum hat er mich mit Schumann bekannt gemacht, Chemie und Konditionen passten auf Anhieb und nun fahren ich auf dem Hyundai Coupé.“

Vielversprechend: Die ersten Runden
Ganz ohne Test wollte Duffner sein Aisen-Debüt dann doch nicht wagen und hat den Wagen auf der Nordschleife vor einigen Wochen ausgiebig Probe gefahren. Wenn er vom ersten „Ritt“ erzählt, kann er seine Begeisterung kaum bremsen: „Der Wagen ist perfekt aufgebaut, nur edelste Materialien sind im Einsatz. Beispielsweise hat Schumann dem Auto ein sequentielles Getriebe spendiert, das bis zum Rennen noch um einen Satz Lenkrad-Wippen erweitert werden soll. Das alleine ist schon ein echter Knaller.“ Trotz Begeisterung über das zur Verfügung stehende Material, zeigt sich der Pilot selbstkritisch und weiß, dass er seinen Fahrstil im Vergleich zum Audi grundlegend ändern muss: Während der Audi von Götz Motorsport mit einem Turbo ausgestattet und der Motor nur bis 6.000 Umdrehungen zu treiben war, beginnt der Spaß beim Hyundai erst ab dieser Drehzahl. „Ich muss mich überwinden, den V6-Motor Runde für Runde so hoch zu drehen. Aber der Mensch ist ein Gewohnheitstier und ich glaube, mich schnell an die neuen Drehzahlregionen zu gewöhnen.“
Der Küchenchef fährt die 24 Stunden selbstverständlich nicht alleine, sondern wechselt sich mit Alexander Köppen (Bitburg) sowie den beiden Teamchefs Peter und Jürgen Schumann (Saarbrücken) ab. Der Plan, so Duffner, sei 10 Runden am Stück zu drehen, ehe beim Boxenstopp Fahrer und Räder gewechselt und der Wagen aufgetankt wird. „Grau ist alle Theorie – das 24h-Rennen hat seine eigenen Gesetze. Unvorhergesehene Ereignisse können jeden zu jeder Zeit ereilen und schon ist der Plan hinüber. Für uns wichtig: Ohne Zwischenfälle die Runden zu drehen, denn am Ende zählt die Konstanz, die schon manch kleines Auto ganz nach vorne zwischen die dicken Dinger gespült hat.“ Zwar zählt der Hyundai definitiv nicht zu den kleinen Autos im Feld, aber beim Betrachten der diesjährigen Starterliste wird deutlich, dass die Zahl der Top-Teams mit Aussicht auf den Gesamtsieg deutlich gestiegen ist. Selbst in den Klassen, die zum vorderen Drittel des Starterfeldes gezählt werden, wurde massiv aufgerüstet. Was daraus resultieren mag, kann Duffner progonstizieren: „Es wird an der Spitze zum regelrechten Sprintrennen kommen. Die Jungs ganz vorne werden mit gewetzten Messern ins Rennen gehen und sich keinen Zentimeter Boden schenken. Wir müssen daher noch mehr nach hinten schauen, um nicht zwischen die Mühlsteine zu geraten. Für uns wird es sicherlich ein hartes und für die Zuschauer ein sehr spannendes Rennen. Ich freue mich, wenn ich in der Frühlingsrolle zum ersten Mal über Start-Ziel fliegen darf.“
Text / Foto: Redaktionsbüro Uwe Meuren
Stand Mai 2012
Irrtümer und Änderungen vorbehalten


Bild
Mehr als 400 PS aus sechs Zylindern stehen Axel Duffner (Hornberg / Schwarzwald) beim diesjährigen 24h-Rennen auf dem Nürburgring zur Verfügung. Der Hotel- und Küchenchef der „Schönen Aussicht“ geht am 19. Mai zum neunten Mal ins Rennen zweimal rund um die Uhr, erstmalig jedoch auf dem Hyundai Genesis Coupè des saarländischen Rennstalls Schumann Motorsport.

Uwe Meuren
Beiträge: 375
Registriert: Mo 14.Aug, 2006 14:59
Wohnort: Waldbüttelbrunn
Kontaktdaten:

Beitrag von Uwe Meuren » Fr 18.Mai, 2012 18:28

Nach dem Qualifiying: „Die Chancen stehen gut“

Selbst während drei Trainingssitzungen vermochte Axel Duffner (38 /Hornberg) die Leistung des mehr als 400PS starken Hyundai Coupès noch nicht auszuspielen: Nach Funktionsrunden zur Setup-Optimierung und Eingewöhnung musste die Mannschaft von Schumann Motorsport in der Nacht von Donnerstag auf Freitag den Motor wechseln, um zur Hatz zweimal rund um die Uhr gewappnet zu sein.

„Es war ein kleiner, dummer Fehler, den wir uns erlaubt haben, der allerdings immens große Wirkung hatte. Das Auto wurde bei eingelegtem erstem Gang rückwärtsgeschoben. Dabei ist die Steuerkette „übergesprungen“ und hat die Steuerzeiten verändert. Als wir den Motor starteten, hat einer der sechs Kolben zwei Ventile krumm geschlagen. Damit war das Nachttraining für uns Fahrer beendet“, so der schnelle Hotel- und Küchenchef der „Schöne Aussicht“ im Schwarzwald. Die Mechaniker von Schumann Motorsport leisteten danach Unglaubliches und wechselten das Aggregat bis Freitagmorgen 05:00 Uhr. Bis zu dieser Zeit hatten Axel Duffner, Peter Schumann (Saarbrücken) und Alexander Köppen (Bitburg) bereits ihre beiden gewerteten Pflichtrunden absolviert. Lediglich Jürgen Schumann war bis dahin noch nicht ans Fahren gekommen. Während ein Mechaniker mit dem lädierten Aggregat auf dem Weg in die Schumann-Werkstatt nach Saarbrücken fuhr, um den Motor zu richten und als Ersatz wieder zum Nürburgring zu bringen, konnte Jürgen Schumann im zweiten Qualifikationstraining seine fehlenden Runden drehen und den Wagen zufrieden in der Box parken. Axel Duffner ist zuversichtlich für das am Samstag um 16 Uhr startende 24h-Rennen: „Wir wollen rollen, rollen, rollen – ohne Probleme die 24 Stunden absolvieren und auf diese Weise langsam aber sicher nach vorne kommen. Die Konkurrenz ist groß und stark – alle Wettbewerber in der Klasse sind nur ein paar Sekunden voneinander getrennt. Da wir reglementbedingt mit einem größeren Tank starten dürfen, können wir bei optimalen Bedingungen ein paar Runden länger fahren als der Wettbewerb, was uns nach vorne bringt. Platz drei in der Klasse und ein Platz unter den Top 30 sind durchaus realistisch.“ Begeistert zeigt er sich nicht nur von den Aussichten, sondern auch vom Auto selbst – Motor, Getriebe, Fahrwerk seien eine Wucht und die Schaltung via Lenkradwippen einfach genial. „Damit bleiben beide Hände am Lenkrad, Wagen und Fahrer sind dadurch die Ruhe selbst. Zumindest während der Fahrt, denn Aufregung und Spannung bis zum Start ist reichlich vorhanden“, schließt Axel Duffner seinen Kommentar nach dem letzten Training zum 24h-Rennen.
Text / Foto: Redaktionsbüro Uwe Meuren
Stand Mai 2012
Irrtümer und Änderungen vorbehalten



Bild
Selbst ein Motorschaden am über 400 PS starken Hyundai Coupè von Schumann Motorsport (Saarbrücken) bringt Axel Duffner (Hornberg / Schwarzwald) nicht aus der Ruhe. Zuversichtlich ist er: „Auto und Team sind Klasse. Bei dieser Konstellation sollten Rang drei in der Klasse und ein Platz unter den Top 30 möglich sein“.

Uwe Meuren
Beiträge: 375
Registriert: Mo 14.Aug, 2006 14:59
Wohnort: Waldbüttelbrunn
Kontaktdaten:

Beitrag von Uwe Meuren » Mi 23.Mai, 2012 9:59

Grau ist alle Theorie

Es lief gut für den Hotel- und Küchenchef Axel Duffner (38 /Hornberg) in der Anfangsphase des 24h-Rennens: Das einfache Handling und die mehr als 400PS des Hyundai Coupès von Schumann Motorsport sorgten dafür, dass die vier Fahrer den Wagen Runde um Runde weiter nach vorne brachten. Dann schlug der Fehlerteufel zu. Zweimal und erbarmungslos besiegelte er das Ende eines aussichtsreichen Rennens.

Mit dem Hang zur Perfektion überlässt Schumann Motorsport nichts dem Zufall. „Erst recht nicht, wenn es um das größte und härteste Langstreckenrennen der Welt geht – das 24h-Rennen auf dem Nürburgring. Jürgen und Peter Schumann haben ein erstklassiges Auto zur Verfügung gestellt und alles Menschenmögliche unternommen, um nach 24 Stunden das Ziel zu sehen. Leider war uns der Erfolg trotz aller Anstrengung nicht vergönnt“, resümierte Axel Duffner am Tag eins nach dem Ausfall. Schon nach dem Training mussten die Mechaniker den Motor wechseln – eine kleine Unachtsamkeit der gesamten Mannschaft hatte das Triebwerk zerstört. Dennoch zeigte sich das Fahrerquartett mit den Teamchefs Jürgen und Peter Schumann (Saarbrücken) sowie Alexander Köppen (Bitburg) für das Rennen zuversichtlich. Am Samstagnachmittag, pünktlich um 16 Uhr war es dann soweit: Die Hatz zweimal rund um die Uhr war eröffnet und Jürgen Schumann saß als erster hinterm Volant des Hyundai Coupès. „Das Wetter war einfach herrlich: Strahlender Sonnenschein, angenehme Temperaturen und ein richtig guter Stint von Jürgen ließen uns in der Box um die Wette strahlen“, so Duffner. Nach etwas weniger als zwei Stunden nach dem Start begann für den Hornberger die heiße Phase: Mit Helm und Handschuhen bewaffnet stand er parat den Wagen zu übernehmen, um seinerseits elf Runden zu absolvieren. „Ich hatte richtig viel Spaß – wenigstens mit dem Auto. Auf der Strecke jedoch war es alles andere als schön. Überall standen havarierte Fahrzeuge, ständig musste ich Trümmerteilen ausweichen, um den Wagen nicht zu beschädigen. Die Spitzenteams sind sehr hart gefahren, was schon zu Beginn zu unzähligen, zum Teil schweren Unfälle führte“, schildert Duffner seine Eindrücke von der Fahrt. Er habe sich aus allen Zweikämpfen rausgehalten; dort, wo es möglich war der Spitzengruppe genügend Freiraum zum Überholen gelassen und „ansonsten meinen Stiefel gefahren und gut!“

Fehlerteufel kommt in der Nacht
Nach Duffners Stint, mit dem beide Teamchefs sehr zufrieden waren, übernahm Peter Schumann den Wagen. Zunächst drehte auch er ohne Probleme seine Runden, ehe die Hiobsbotschaft via Funk zur Box gelangte: Peter Schumann stand mit Motorschaden im Streckenabschnitt Bergwerk. „Eine äußerst ungünstige Stelle“, weiß Duffner zu berichten, „man hat im Grunde genommen nur wenige Meter bis zu einer Abfahrt von der Strecke – leider aber hinter sich. Also musste Peter warten, bis ein Abschleppwagen ihn bis zur nächsten Ausfahrt an den Haken nahm. Dummerweise ging es nur bis zur Ausfahrt Pflanzgarten. Dort stand der Wagen erneut, bis ein Zuschauer den Wagen ins Fahrerlager schleppte. Das ist eben Langstreckensport am Nürburgring, selbst Zuschauer sind am Ende Teammitglieder.“ In der Box tauschte die Crew den Motor, Alexander Köppen drehte zunächst zwei Runden zur Funktionsprüfung auf der Grand Prix-Strecke, ehe er von den Teamchefs die Freigabe bekam, das Rennen wieder aufzunehmen. „Beim 24h-Rennen darf man nichts unversucht lassen weiter zu fahren. Das Pech kann auch die Konkurrenz treffen und schon wird man wieder nach vorne gespült“, erklärt Duffner das Engagement der gesamten Mannschaft. Ab da lief es für das Hyundai-Team richtig rund. Duffner / Schumann / Schumann / Köppen wechselten sich bei der Arbeit hinterm Volant ab, drehten konstant ihre Runden und kamen sogar wieder an die Klassengegner ran. Der rasante Koch aus dem Schwarzwald hatte die Aufgabe, den wohl schwierigsten Turn zu fahren. In der Zeit von kurz nach drei Uhr morgens bis 04:20 Uhr jagte er das Hyundai Coupé durch die stockfinstere Eifelnacht. Ohne Probleme absolvierte er seine Runden, der Wagen und er hatten sich angefreundet. „Am Sonntagvormittag war dann jedoch klar, dass wir aus eigener Kraft nichts mehr mit dem Ausgang des Rennens in unserer Klasse zu tun haben würden. Ab dann sind wir tatsächlich nur noch für den Spaß und die Zuschauer gefahren.“ Auch Duffner durfte nochmal ran und drehte weitere elf Runden in der warmen Mittagssonne, ehe er den Wagen an seinen Teamchef Jürgen übergab. Der Spaß fand nur zwei Stunden vor offiziellem Zielschluss ein jähes Ende: Mit einem massivem Differentialschaden musste Schumann das asiatische Renncoupé im Streckenbereich Breidscheid abstellen. Es sei, so Duffner später im Gespräch, zu wenig Zeit gewesen, um das Bauteil zu tauschen. „Eine Weiterfahrt war eigentlich ausgeschlossen, denn dadurch wäre ein deutlich größerer Folgeschaden entstanden.“ Was dann folgte, passiert ebenfalls ausschließlich beim 24h-Rennen in der Eifel: Die Mechaniker griffen tief ihre Trickkiste und arbeiteten mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln. Mit Spanngurten fixierten sie das Hinterachsgetriebe und schafften es tatsächlich, den Hyundai „fahrbereit“ zu machen. Um 15.52 Uhr setzte sich Jürgen Schumann kurz vor Rennende für eine Runde hinters Volant des Genesis Coupé, drehte so die letzte Rennrunde in mäßigem Tempo – ausschließlich, um sich bei den Fans und der eigenen Mannschaft zu bedanken, aber auch, um in die Wertung aufgenommen zu werden.
Sein Resümee zum Rennen fällt eindeutig aus: „Es ist und bleibt das schönste Rennen der Welt. Heuer wurde jedoch mit einer derartigen Brutalität gefahren, dass einem das Lachen im Halse stecken blieb. Ich selbst bin wenigstens dreimal über die Curbs ausgewichen, um den Spitzenautos Platz zu machen, nur so konnte ich einen Unfall vermeiden. Die vielen Unfälle haben verdeutlicht, wie viele Fahrer zu Werke gegangen sind. Der Schumann-Truppe meinen Dank, denn ich habe trotz allem ein tolles Rennsportwochenende erlebt.“
Text / Foto: Redaktionsbüro Uwe Meuren
Stand Mai 2012
Irrtümer und Änderungen vorbehalten



Bild
Axel Duffner (Hornberg) hatte nach eigenen Angaben ein schönes Rennsportwochenende im Kreise von Schumann Motorsport: Der Hotel- und Küchenchef drehte in drei Stints 33 Runden mit jeweils guten Rundenzeiten. Selbst zwei „fast“-Ausfälle konnte die Freude am Rennen nicht wirklich trüben, denn schließlich ist der Wagen ins Ziel und in die Wertung gekommen.

Bild
Noch weit vor der Halbzeit des 40. Internationalen ADAC Zürich 24h-Rennen stand das Hyundai Genesis Coupé mit Motorschaden in der Box. Axel Duffner (Hornberg) blieb gelassen und vertraute dem Können der Mechaniker. Nach rund zwei Stunden Reparatur rollte der Wagen wieder, ehe er am Sonntagnachmittag erneut mit technischem Defekt stehen blieb. Mit allen Mitteln schafften es die Mechaniker den Wagen „rollbereit“ zu machen, so dass eine letzte Runde absolviert werden konnte. Damit schaffte es Axel Duffner gemeinsam mit Schumann Motorsport in die Wertung.

Uwe Meuren
Beiträge: 375
Registriert: Mo 14.Aug, 2006 14:59
Wohnort: Waldbüttelbrunn
Kontaktdaten:

Beitrag von Uwe Meuren » Di 16.Apr, 2013 7:32

Duffner muss auf Endergebnis warten

Nach vier Stunden war der erste Lauf zu Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN) beendet – die ersten Klassen- und Gesamtsieger der Saison 2013 waren gefunden. Ausgenommen in der Klasse, in der Axel Duffner (Hornberg) an den Start ging: Wegen eines Einspruchs gegen das eingefahrene Ergebnis stand die Klassenwertung auch 48 Stunden später noch nicht fest.

Gut gelaunt, für jeden ein freundliches Wort über und strahlend, dass nach dem langen Winter die Rennsaison nun endlich ihren Anfang fand – so traf man den Hotel- und Küchenchef Axel Duffner in Box 25 am Nürburgring. Obwohl er ein erfahrener Rennfahrer ist und den Nürburgring samt Nordschleife im Schlaf kennt, betrat er für ihn absolutes Neuland. „Nachdem ich mich über Winter von meinem alten Team getrennt hatte, fand ich bei „Extreme Racing“ unter der Leitung von Andreas Herwerth ein freundliches, familiäres Team, bei dem Spaß am Motorsport groß geschrieben wird“, lässt Duffner wissen. Auf einem BMW Z4 Coupè ging Duffner in der Klasse V5 der Produktionswagen mit 2,5 bis 3,0 Liter Hubraum an den Start. Nur eine Runde im offiziellen Zeittraining konnte er drehen und diese Runde nutzte er, um neue Reifen „anzufahren“. Bei feuchter Strecke und nur teilweise trockener Ideallinie war es enorm schwer, eine schnelle Runde für einen guten Startplatz zu zaubern. „Überdies“, so Duffner, „krachte es an allen Ecken und Enden, mein Fahrfluss wurde ständig unterbrochen. Eine gute Zeit wäre ohnehin nicht zustande gekommen.“ Insgesamt nahmen zehn Teams in der Klasse V5 das Training auf, das gesamte Starterfeld betrug sagenhafte 204 Autos! Mit dem achten Startplatz war Duffner nicht wirklich zufrieden, angesichts der vorherrschenden Situation jedoch froh, dass der Wagen ohne Blessuren in der Startaufstellung stand.

Crash-Rennen
Der Küchen- und Hotelchef nahm das Rennen als erster Fahrer auf – gemeinsam mit Teamchef Andreas Herwerth (Bretzfeld) und Franz-Josef Georges (Belgien) teilte er sich die Renndistanz. Seinen Einsatz schildert Duffner nach dem Rennen: „Ich bin gut mit dem BMW Z4 Coupè zurechtgekommen und konnte mich schon in den ersten Runden weiter vorarbeiten. Dann aber begann ein echtes Crash-Rennen: Ich hatte keine freie Runde, überall gab es Unfälle, zum Teil mit mehreren Fahrzeugen. Rettungskräfte waren unentwegt im Einsatz, Streckenposten hatten alle Hände voll zu tun. Es gab etliche Unfallstellen, bei denen die gelben Flaggen doppelt geschwenkt wurden – für uns Fahrer heißt das maximal 60 km/h. Ich kam nie in meinen Rhythmus, fand keinen Fahrfluss und dennoch bin ich mit dem ersten Rennen auf dem Auto zufrieden.“ Dass der schnelle Koch derart problemlos mit dem als „Zicke“ verschrienen BMW zurechtkam, lag nicht zuletzt an seinem intensiven Wintertraining. Er erklärt: „Ich habe über den langen Winter verschiedene Fahrtrainings absolviert und so mein Fahrgefühl deutlich verfeinert. Das hilft, um sich rasch auf andere Autos einzustellen.“
Seine Jahresplanung ist derzeit alles andere als fixiert – lediglich die Teilnahme am 24h-Rennen auf dem Nürburgring steht fest. Auch hier geht er mit dem BMW von „Extreme Racing“ an den Start. Das Hotel, dessen Leitung er erst 2012 übernommen hat, fordert seine volle Aufmerksamkeit. „Wenn das Geschäft nach meinen Vorstellungen läuft, kann ich auch wieder mehr Konzentration auf den Rennsport richten.“

Text / Foto: Redaktionsbüro Uwe Meuren
Stand: April 2013
Irrtümer und Änderungen vorbehalten


Bild
Neues Jahr, neues Auto, neues Team: Axel Duffner (Hornberg) ging beim ersten Rennen der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN) mit einem BMW Z4 Coupè an den Start. In einem von Un- und Ausfällen geprägten Rennen behielt er kühlen Kopf – ein endgültiges Ergebnis stand aber auch 48 Stunden nach Zielschluss noch aus. Durch einen Einspruch wird das Ergebnis am „grünen Tisch“ fallen

Uwe Meuren
Beiträge: 375
Registriert: Mo 14.Aug, 2006 14:59
Wohnort: Waldbüttelbrunn
Kontaktdaten:

Beitrag von Uwe Meuren » Mi 22.Mai, 2013 11:15

Herzensangelegenheit

Eigentlich hat Küchenchef und Hotelbesitzer Axel Duffner (Hornber) heuer gar keine Zeit, um seinem Hobby nachzugehen – dem Motorsport. Auf seiner Lieblingsstrecke, dem Nürburgring und der Nordschleife macht er sich in diesem Jahr rar. Nicht nehmen lässt er sich den Start beim Rennen der Rennen: dem 24h-Rennen auf dem Nürburgring.

Alle Hände voll zu tun hat er in Küche und Hotel, dennoch schweifen seine Gedanken immer häufiger ab. Weg vom Schwarzwald, von idyllischer Ruhe, weg von Herd und Speisekarte, weg von Frau und Kind, hin zum Nürburgring. Denn dort findet an Pfingsten das größte Motorsportevent in Europa statt, das 24h-Rennen. „Wir haben ordentlich zu tun, viele Gäste, reichlich Bewirtungen und überdies ist hat uns ein langjähriger Mitarbeiter quasi über Nacht verlassen – das Messer sprichwörtlichen in der $%#&! stecken lassen. Ich habe eigentlich keine Zeit, um auf der schönsten Rennstrecke der Welt an den Start zu gehen – das 24h-Rennen lasse ich mir aber nicht nehmen“, erklärt Duffner resolut mit strahlenden Augen in Richtung seiner Frau. „Vorausgesetzt, meine Frau lässt mich“, ergänzt er deutlich leiser. Sie lässt ihn.
Duffner bestreitet 2013 sein neuntes 24h-Rennen auf dem Nürburgring. Im Laufe der Zeit hat er die unterschiedlichsten Rennautos pilotiert, seine Starts waren nicht immer von Erfolg gekrönt. Duffner blickt zurück: „Das beste Ergebnis hatte ich mit dem Audi von Götz Motorsport – 23. in der Gesamtwertung von mehr als 200 gestarteten Autos. Darauf bin ich schon ein wenig stolz. Allerdings musste ich auch viele Ausfälle hinnehmen, sehr oft war das 24h-Rennen für mich schon nach wenigen Stunden vorüber, ohne dass ich Schuld daran gehabt hätte.“ Duffner hat bei keinem der neun Rennen zweimal rund um die Uhr ein Fahrzeug zerstört. „Und gegen technische Ausfälle gibt es kein Allheilmittel“, ergänzt er.

Spaß im Programm
Sonst auf wahren Boliden, richtig dicken Brocken mit mehreren hundert Pferdestärken unterwegs, geht er es in diesem Jahr etwas ruhiger an. Der „Spezial-Klasse“ hat er den Rücken gekehrt und sich der Klasse seriennaher Fahrzeuge zugewandt. „Ich starte bei „Extrem Racing“ auf einem BMW Z4 Coupé in der Klasse V5. In dieser Klasse gehen seriennahe Rennautos mit einem Hubraum zwischen 2,5 und 3,0 Litern an den Start. Natürlich machen die SP-Autos viel Spaß, sie sind aber auch deutlich zeitintensiver. Wenigstens zwei Rennen als Vorbereitung sollte man vor dem Start zu den 24h absolviert haben – diese Zeit hatte ich heuer nicht. Außerdem sind die seriennahen Fahrzeuge deutlich günstiger: Verschleißteile, Kraftstoffverbraucht und selbst Ersatzteile beim Ausrutscher treiben einen nicht in den Ruin. Gekämpft wird aber auch in den V-Klassen um jeden Zentimeter Asphalt.“
Unübersehbar ist der Glanz in seinen Augen, die Vorfreude auf das schönste Asphaltband der Welt, der Kampfgeist, wenn es um Sieg oder Niederlage geht. Denn: Auch wenn Duffner als Privatfahrer an den Start geht – eine Spazierfahrt wird es für den Hotelier nicht. Seine Ansprüche an sich selbst sind hoch, auch wenn der Spaß mit Vordergrund steht, so will er doch mit einem akzeptablen Ergebnis in der Tasche nach Hause fahren. „Wenn wir ohne technische Probleme durchfahren können, ist das schon die halbe Miete. Bleiben wir dann noch vom Unfallpech verschont und können die ein oder andere schnelle Runde drehen, sehe ich uns in der Klasse relativ weit vorn“, prognostiziert Duffner. Das würde dem Team auch in der Gesamtwertung in die Karten spielen und den BMW Z4 Coupè am Ende weit nach vorne spülen.

Fieber steigt
Doch grau ist alle Theorie, gerade das 24h-Rennen hat seine eigenen Gesetze, spielt nach eigenen Regeln. Nicht nur Mensch und Material haben entscheidenden Einfluss auf den Rennverlauf und das Ergebnis nach 24h. Im besonderen Maße spielt das Eifelwetter das Zünglein an der Waage. Duffner weiß: „Regenschauer im Wechsel mit sonnigen Abschnitten wirbeln das gesamte Feld mehrmals durcheinander. Eine falsche Reifenwahl wirft einen schnell vom aussichtsreichen auf einen der hinteren Plätze zurück.“
Davon jedoch will er 14 Tage vorm Rennen eigentlich gar nichts wissen, denn er muss sich völlig auf sein Tagesgeschäft konzentrieren, was ihm allerdings von Tag zu Tag schwerer fällt. „Das 24h-Rennen ist nicht einfach nur ein Rennen. Es ist unvergleichbar, es ist die Königin unter den Langstrecken-Klassikern. Und für mich eine echte Herzensangelegenheit.“
Text / Foto: Redaktionsbüro Uwe Meuren
Stand: Mai 2013
Irrtümer und Änderungen vorbehalten


Bild
Axel Duffner (re. / Hornberg) startet heuer bereits zum neunten Mal beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring. Der Küchenmeister und Hotelbesitzer greift mit einem BMW Z4 Coupè des „Extrem Racing“-Team ins Renngeschehen ein (im Bild mit Teamchef und Fahrer Andreas Herwerth) und hofft mit etwas Fortune am Ende in der Klasse weit vorne zu stehen.

Bild
Knapp drei Liter Hubraum aus sechs Zylindern und 265 PS stehen Axel Duffner mit dem BMW Z4 Coupè während des internationalen ADAC Zurich 24h-Rennen zur Verfügung. Fahrzeug und Fahrer haben sich als stabil erwiesen und bieten gute Voraussetzungen für ein formidables Ergebnis.
Zuletzt geändert von Uwe Meuren am Mi 22.Mai, 2013 11:21, insgesamt 1-mal geändert.

Uwe Meuren
Beiträge: 375
Registriert: Mo 14.Aug, 2006 14:59
Wohnort: Waldbüttelbrunn
Kontaktdaten:

Beitrag von Uwe Meuren » Mi 22.Mai, 2013 11:18

Zufrieden mit Training, Freude aufs Rennen

Das 41. Internationale ADAC Zurich 24h-Rennen begann mit widrigem Wetter: Bei Regen, Nebel und Wind starteten die Teilnehmer in ihr erstes Training am Freitagnachmittag. Axel Duffner, Rennfahrer aus Leidenschaft, hauptberuflich Küchenchef und Hotelinhaber, dreht unter den unwirklichen Bedingungen seine Runden. Nach dem zweiten Zeittraining am Samstagnachmittag blickte er zufrieden zurück und freudig gespannt nach vorne.

„Wir haben alles richtig gemacht, sind im freien und in beiden Zeittraining dreizehn Runden gefahren und haben alles ganz gelassen“, so Duffner am Samstag nach dem letzten Training. Duffner startet heuer auf einem BMW Z4 Coupé in der Klasse V5 und teilt sich den Wagen mit Rainer Kathan (Bad Wiessee), Abdulazis Al Faisal (Jeddah/Saudi Arabien) und Jaber Alkhalifa (Barain). Duffner beschreibt das Training weiter: „Ich habe im freien Training meinen Kollegen der Vortritt gelassen, damit sie sich an das schlechte Wetter gewöhnen – schließlich sind die Aussichten für den Start am Sonntag nicht wirklich rosig. Im ersten Zeittraining am Freitagabend habe ich meine Pflichtrunden gedreht und dabei Reifen und Bremsen an- und eingefahren. Eine echte Zeitenjagd war nur unter extremen Risiko möglich. Das hätte im schlimmsten Falle ein Ausfall bedeutet.“ Das Quartett „rollt“ durch das nächtliche Training, ändert und feilt an Details und schont den Wagen. Auch im zweiten Zeittraining, am Samstagmorgen, lassen es die vier ruhig angehen und schaffen es dennoch den Wagen in der Klasse V5 auf den zweiten Rang zu stellen. „Ein wahrhaft tolles Ergebnis“, kommentiert Duffner die Trainingssitzungen, „wir haben gezeigt, dass man auch mit überlegter Fahrweise weit vorne landen kann – ohne das Auto zu überfordern.“ Die Fahrweise spiegelt sich auch im Gesamtergebnis wieder: Platz 115 von über 180 gestarteten Teams – damit hat das schnelle, internationale Quartett auch deutlich stärkere Fahrzeuge hinter sich gelassen. Die vier hoffen nun, dass sie das gute Trainingsergebnis in ein ebenso gutes Rennen umsetzen können. „Das 24h-Rennen auf dem Nürburgring hat seine eigenen Gesetze. Zwar ist ein guter Startplatz von Vorteil, aber nicht unbedingt ausschlaggebend für ein gutes Rennen. Es warten hier soviel unbekannte Faktoren auf uns Fahrer wie bei keinem anderen Rennen. Ich hoffe auf wenig Regen, stabile Technik und einen Funken Glück. Dann stehen wir am Montag wo wir heute das Training beendet haben“, so Duffner.
Text: Redaktionsbüro Uwe Meuren
Foto: Oliver Kleinz
Stand: Mai 2013
Irrtümer und Änderungen vorbehalten


Bild
Rainer Kathan (Bad Wiessee), Abdulazis Al Faisal (Jeddah/Saudi Arabien) und Jaber Alkhalifa (Barain) – das sind Axel Duffners Teamkollegen beim diesjährigen internationalen ADAC Zurich 24h-Rennen auf dem Nürburgring. Zuversichtlich blickt Duffner nach vorne: In der Klasse V5 in der er mit dem BMW Z4 Coupè an den Start geht, belegte er mit seinen Kollegen den zweiten Startplatz.

Uwe Meuren
Beiträge: 375
Registriert: Mo 14.Aug, 2006 14:59
Wohnort: Waldbüttelbrunn
Kontaktdaten:

Beitrag von Uwe Meuren » Mi 22.Mai, 2013 11:20

Zum Neunten ein voller Erfolg

Mit reichlichen Turbulenzen hatte das gesamte Starterfeld des 41. Internationalen ADAC Zurich 24h-Rennen auf dem Nürburgring zu kämpfen. Axel Duffner blieb bei seiner neunten Teilnahme nicht davon verschont und kam in einer sprichwörtlichen „Nacht und Nebel“-Aktion zu einem tollen Erfolg.

Ein 24h-Rennen, das nur gut 15 Stunden dauerte, erlebte der Hornberger Küchenchef und Hotelier Axel Duffner. Duffer absolvierte zunächst auf dem von Extrem Racing aufgebauten, eingesetzten und betreuten Wagen gemeinsam mit seinen Fahrerkollegen Rainer Kathan (Bad Wiessee), Abdulazis Al Faisal (Jeddah/Saudi Arabien) und Jaber Alkhalifa (Bahrain) ein fehlerfreies und aussichtsreiches Training. In zwei gezeiteten Trainingssitzungen schaffte es das deutsch-arabische Quartett das BMW Z4 Coupè auf den zweiten Startplatz der Klasse zu stellen. „Eine aussichtsreiche Position, auch wenn bei einem 24h-Rennen der Startplatz nur wenig Aussagekraft und deutlich mehr Prestigekraft hat. Dennoch waren wir nicht unberechtigt stolz auf die Trainingsleistung“, so Duffner rückblickend nach dem Rennen. Zum Rennbeginn prognostizierten die Wetterfrösche ein Unwetter, das sich in der Eifel festsetzen sollte. Pünktlich zum Start um 17 Uhr an Pfingstsonntag sollte ein sintflutartiger Regen herunter gehen – zunächst blieben alle davon verschont, der Start konnte gefahrlos im Trocknen erfolgen. Seinen ersten Einsatz hatte Duffner gegen 20 Uhr als dritter Fahrer zu erledigen. Startfahrer Kathan und Al Faisal hatten wahrhaft gute Arbeit geleistet und die Basis für einen Erfolg geschaffen. „Freilich, wenn die Fahrer vor einem so gut sind, setzt man sich schon einem gewissen Druck aus. Man selbst will alles richtig machen, die gute Arbeit fortführen und das Auto ganz lassen. Auch wenn im Team von Chef Andreas Herwerth eher Spaß als Ernst regiert – einen Ausfall will keiner verursachen“, beschreibt der neunfache 24h-Rennen Teilnehmer. Duffner geht trotz eines erhöhten Adrenalinpegels routiniert an die Sache heran, sucht und findet schnell seinen Rhythmus und lässt sich selbst durch die vielen Unfallstellen nicht aus der Ruhe bringen. Als er zum Pflichtboxenstopp den Wagen an Jaber Alkhalifa übergibt, warnt er diesen vor leichtem Regen an verschiedenen Stellen der gut 25 Kilometer langen Rennstrecke.

Kleine Probleme schnell erledigt
Unmittelbar nach dem Fahrerwechsel setzt der längst angekündigte Regen ein – mit aller Kraft, die Petrus zu bieten hat. Mit bis zu 40 Litern Wasser pro Quadratmeter wird Rennenfahren nahezu unmöglich. Hinzu kommen immer stärker werdender Nebel, eine undurchschaubare Gischt und Wind, der den Regen waagerecht gegen die Autoscheiben schlägt. Um 22:44 bricht die Rennleitung aus Sicherheitsgründen das 24h-Rennen ab. „Ich selbst war ja nicht auf der Strecke als es regnete, aber die anderen Fahrer haben erzählt, dass man nicht die Hand vor Augen gesehen hätte. Oder eben den Curb am Streckenrand. Damit geht der Abbruch völlig in Ordnung – Sicherheit geht vor.“ Die Zwangspause nutzen die Mechaniker, um kleiner Probleme zu beheben: Die Benzinpumpe eines Zusatz-Kraftstofftanks funktionierte nicht einwandfrei und die Kühlmittelpumpe des Differentials arbeitete ebenfalls nicht nach Vorschrift.
Nach rund neun Stunden Stille am Nürburgring wird das Rennen um 08:00 Uhr fortgesetzt. Extrem Racing behält die Fahrerreihenfolge bei – Duffner setzt sich als dritter Fahrer hinters Volant. „Das Auto läuft einfach gigantisch, echt toll. Ich fühle mich total wohl auf dem Wagen, allerdings waren meine Bedingungen nicht wirklich gut. Überall Unfallstellen, viele gelbe Flaggen und ein für mich zu nasser Untergrund. Ich mag Mischverhältnisse und nicht nur einfachen Regen.“ Auch jetzt ist Duffner voll bei der Sache, hochkonzentriert erlaubt er sich keinen Fehler und festigt die dritte Position in der Klasse V5. Seine Teamkollegen, die sich die verbleibenden Stunden zu teilen hatten, taten ihr Übriges, um die Platzierung zu halten. Dass Axel Duffner und seine Fahrerkollegen in einem extrem schwierigen Rennen alles richtig gemacht haben zeigt nicht zuletzt die Gesamtplatzierung: Von fast 180 ins Rennen gestarteten Autos kamen nur 137 Autos am Pfingstmontag ins Ziel. Das BMW Z4 Coupè von Extreme Racing belegte dabei einen hervorragenden 65. Rang.
„Ich hatte lange nicht mehr so viel Spaß im Rennauto. Danke Mädels und Jungs für die Betreuung, das Auto und den vielen Spaß, den wir gemeinsam hatten. Ohne den fühle ich mich nicht wohl. Das Auto läuft sehr gut, liegt extrem gut, ist spurstabil aber dennoch sehr agil. Ich hoffe, dass ich heuer noch ein Rennen in der Langstreckenmeisterschaft fahren kann, was aber sicherlich noch ein paar Monate dauern wird. Bis dahin zehre ich vom Erlebten und der Vorfreude auf das kommende Rennen.“
Text und Fotos: Redaktionsbüro Uwe Meuren

Stand: Mai 2013
Irrtümer und Änderungen vorbehalten
Belegexemplar erbeten


Bild
Sintflutartiger Regen beherrschte über weite Strecken das 24h-Rennen am Nürburgring und der Nordschleife – für neun Stunden musste das Rennen unterbrochen werden. Axel Duffner (Hornberg) ging auf dem BMW Z4 Coupè von Extreme Racing an den Start und erlebte eins seiner schönsten Rennen. Gemeinsam Rainer Kathan (Bad Wiessee), Abdulazis Al Faisal (Jeddah/Saudi Arabien) und Jaber Alkhalifa (Bahrain) trotzte er dem unwirklichen Wetter und landete am Ende auf Platz drei der Klasse V5.


Bild
Nach dem Fahrerwechsel gibt Axel Duffner seinem Kollegen letzte Hinweise zur Strecke und zum Auto. Eine Gepflogenheit unter Rennfahrern die Langstreckensport betreiben. „Es ist wichtig auf Gefahrenstellen hinzuweisen oder auf Macken des Autos aufmerksam zu machen. Damit rennt der Kollege nicht ins offene Messer, das Auto bleibt heile und die Siegchancen steigen“, erklärt der passionierte Rennfahrer Duffner

Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 9 Gäste