ADAC-Eifelrennen am Ende

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Klaus Tweddell
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ADAC-Eifelrennen am Ende

Beitrag von Klaus Tweddell » Sa 01.Jan, 2011 16:16

erst einmal frohes neues jahr.

ein einem englische Forum !!! habe ich gelesen, dass in 2011 kein Eifelrennen mehr stattfinden soll.
http://www.ten-tenths.com/forum/showthread.php?t=126012
angeblich habe der ADAC kein interesse mehr an der fortsetzung dieser veranstaltung, also ist nach nur 3 jahren schluss.
weiß jemand, was hier los ist ?
hängt das ganze vielleicht auch mit der neuen geld-beschaffungs-mafia am ring zusammen, dass selbst einem verein wie dem ADAC die sache finanziell allzu risikoreich erscheint ?

Manfred Strack
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Beitrag von Manfred Strack » Sa 01.Jan, 2011 16:34

Hat mit der "Geld-Beschaffungs-Mafia" nichts zu tun. Die Veranstaltung war in den letzten Jahren von finanziellen Verlusten geprägt, die der ADAC Nordrhein nicht mehr länger tragen wollte. Zur Zeit versucht man das Oldtimer-Festival und das Eifelrennen mehr oder weniger in eine Veranstaltung zusammenzulegen.

Ralf Terliesner
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Beitrag von Ralf Terliesner » So 02.Jan, 2011 9:20

Der Wegfall des Eifelrennens wäre äußerst Schade. Denn immerhin ist das Eifelrennen älter als der Nürburgring !!
Mir hat in den letzten Jahren das Eifelrennen (dieses Jahr leider keine Zeit) besonders gut gefallen. Natürlich haben mich die Rennen auf der Nordschleife besonders interessiert. Aber auch das Angebot im Fahrerlager war Top.
Wir waren schon mit mehreren am überlegen das 24h-Rennen sausen zu lassen und dafür ein langes Wochenende zum Eifelrennen zu gehen - kein Scherz !!

Hier vieles vom Eifelrennen auf dem Nürburgring die Höhen und Tiefen:

http://www.pro-steilstrecke.de/galerie/ ... rennen.htm

Persönlich fand ich 2002 besonders traurig - Samstag-Zuschauer (kein Scherz) nicht mehr als 30 (!!) dafür
wurde man dann als Zuschauer in fast jede Box eingeladen ( Sonntagrennen wurden wegen Schnee abgesagt):

http://www.pro-steilstrecke.de/eifelren ... n_2002.htm

2003 mit der VLN zusammen = Samstag voll - Sonntag leer:

http://www.pro-steilstrecke.de/eifelren ... n_2003.htm

Toll war es dann von der Veranstaltung 2009 - auch hier - zu wenig Zuschauer:

http://www.pro-steilstrecke.de/eifelren ... n_2009.htm

Hoffentlich findet man eine Lösung !!

Frank Ullrich
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Beitrag von Frank Ullrich » So 02.Jan, 2011 17:51

Wir waren vergangenes Jahr beim Eifelrennen. Vielelicht lag es ja am Wetter, es war sch... kalt und nass, aber die Zuschauer hätte man wirklich fast an einer Hand abzählen können.

Wäre trotzdem schade, wenn das Eifelrennen auf der Strecke bleiben würde. Insgesamt hatten die Jungs ein tolles Programm.

Mir ist das ein bisschen ein Rätsel, dass solch tolle Veranstaltungen so wenig Resonanz haben. Und wenn dann die DTM am Ring ist, bei der die meiste Zeit eigentlich gar kein Programm ist, dann treten sich die Leute fast gegenseitig auf den Füßen herum.

Ich hoffe auch, dass eine Lösung gefunden wird.


Gruß

Frank

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Gerrit Bisping
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Beitrag von Gerrit Bisping » Mo 03.Jan, 2011 12:28

@Frank: wegen der wenigen Resonanz: Wenn Du mit Jemanden (wenig motorsportbegeisterten) über solche Veranstaltungen sprichst, kannst Du schon froh sein, wenn derjenige schonmal was vom Oldtimer-GP gehört hat. Hochkarätige Veranstaltungen wie das Eifelrennen zeichneten sich in den vergangenen Jahren immer durch KLASSE statt MASSE aus. Leider wird der Erfolg immer duch die (bezahlenden) Zuschauer abgebildet!

Was glaubst Du, wenn ich im Bekanntenkreis davon spreche, dass ich 8 bis 10 Mal im Jahr zum Ring fahre, was ich da für Antorten bekomme...? ("Wieso, Formel Eins ist doch nur einmal im Jahr!" - "Langstreckenpokal, aha, so eine Art Slalom...") :roll:

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Uwe Erdmann
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Beitrag von Uwe Erdmann » Mo 03.Jan, 2011 13:34

Ein finanzieller Mißerfolg des Eifelrennens aufgrund ausbeleibender Zuschauerzahlen ist vollkommen unglaubwürdig, denn solche Insider-Veranstaltungen werden am Ring wie auch anderswo regelmäßig von den Teilnehmern finanziert.

Auch die gängigen "Breitensport"veranstaltungen am Ring finanzieren sich komplett ohne Zuschauereinnahmen (RCN, VLN, ...) Der Eintritt im Fahrerlager der VLN kann bestenfalls als Zubrot gewertet werden, der RCN nimmt überhaupt keinen Eintritt. Die Veranstaltungen als solches werden von den Teinehmern vollumfänglich finanziell getragen.

Sollten die Nenngelder des Eifelrennens in den Oldtimer-üblichen Regionen von OGP, Youngtimer & Co. liegen, dann scheint mir ein finanzielles Problem des Veranstalters aufgrund der Zuschauerzahlen an den Haaren herbeigezogen. Die Nenngelder waren schon lange auf "sportlichem" Niveau". Das ist nie und nimmer der wahre Grund!

Gast

Beitrag von Gast » Di 04.Jan, 2011 10:44

Wäre ich nicht ständig am Ring, hätte ich wahrscheinlich auch nicht vom Eifelrennen erfahren. Veranstaltungen solcher Art sind in der Regel überregional gar nicht bekannt. Werbung wird wahrscheinlich, wenn überhaupt, nur in der Szene gemacht. Vielleicht würde bei der ein-, oder anderen Veranstaltung mehr Medienpräsenz helfen.

Manfred Strack
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Beitrag von Manfred Strack » Di 04.Jan, 2011 12:39

Uwe Erdmann hat geschrieben:Ein finanzieller Mißerfolg des Eifelrennens aufgrund ausbeleibender Zuschauerzahlen ist vollkommen unglaubwürdig, denn solche Insider-Veranstaltungen werden am Ring wie auch anderswo regelmäßig von den Teilnehmern finanziert.

Auch die gängigen "Breitensport"veranstaltungen am Ring finanzieren sich komplett ohne Zuschauereinnahmen (RCN, VLN, ...) Der Eintritt im Fahrerlager der VLN kann bestenfalls als Zubrot gewertet werden, der RCN nimmt überhaupt keinen Eintritt. Die Veranstaltungen als solches werden von den Teinehmern vollumfänglich finanziell getragen.

Sollten die Nenngelder des Eifelrennens in den Oldtimer-üblichen Regionen von OGP, Youngtimer & Co. liegen, dann scheint mir ein finanzielles Problem des Veranstalters aufgrund der Zuschauerzahlen an den Haaren herbeigezogen. Die Nenngelder waren schon lange auf "sportlichem" Niveau". Das ist nie und nimmer der wahre Grund!
Auch wenn´s unglaubwürdig erscheint, es ist aber so. Das Eifelrennen ist sehr aufwendig produziert worden und 3 Tage komplette Strecke bringt halt hohe Kosten für die Sicherheit auf der Strecke mit sich. Die Zuschauereinnahmen sind kein Zubrot sondern elementarer Bestandteil der Veranstaltungsfinanzierung. Wenn die nicht wie gewünscht ausfallen gibt´s sehr schnell rote Zahlen.

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Uwe Erdmann
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Beitrag von Uwe Erdmann » Di 04.Jan, 2011 13:15

Manfred Strack hat geschrieben: Die Zuschauereinnahmen sind kein Zubrot sondern elementarer Bestandteil der Veranstaltungsfinanzierung. Wenn die nicht wie gewünscht ausfallen gibt´s sehr schnell rote Zahlen.
Die Kosten sind hoch, keine Frage. Aber auch die Teilnehmerzahlen und die Nenngelder liegen auf hohem Niveau beim Eifelrennen.

Ich kenne jetzt die genauen Zahlen nicht, aber wie können sich dann die Youngtimer Trophy oder STW finanzieren, wenn die Zuschauer elementar sein sollten? Dort ist noch weniger los, bzw. wird teilweise wenig bis kein Eintritt verlangt. Oder die VLN... der Eintritt für das Fahrerlager kann da doch eigentlich nicht den Kohl fett machen, zumal viele Zuschauer mit Gästekarten am Ring sind. Oder z.B. die RCN, bei der garkeine Eintrittsgelder verlangt werden (können).

Verstehe mich nicht falsch, ich möchte damit nicht sagen dass du in diesem Fall falsch liegst. Ich halte es nur für erstaunlich, dass ausgerechnet das Eifelrennen auf Zuschauer angewiesen sein sollte, wenn es andere Veranstaltungen auch so schaffen. Oder anders gefragt: Wieviel Nenngeld müsste man zusäztlich pro Teilnehmer erheben, um das mangelnde Zuschaueraufkommen zu kompensieren? 20,-.€? 40,-€, 60,-€?

Ich kann mir schon vorstellen, dass der ADAC das Eifelrennen aus kommerziellen Gründen nicht mehr als attraktiv empfindet. Es fragt sich nur, was "Attraktivität" in diesem Zusammenhang bedeutet: Nicht kostendeckend? Oder etwa doch zu wenig Gewinn? ;)

Manfred Strack
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Beitrag von Manfred Strack » Di 04.Jan, 2011 14:26

Das Eifelrennen hat faktisch rote Zahlen geschrieben. Veranstaltungen wie z.B. RCN können viel kostengünstiger produzieren, weil nur eine 1/2 Tages VA, keine Flächen, keine allzu aufwendige Streckensicherung. Das Eifelrennen in seiner letzten Stufe war sehr, sehr aufwendig. Wäre sicherlich auch um einges günstiger gegangen, aber dann auch sicherlich weniger attraktiv für die Zuschauer.

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Frank Uhlig
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Beitrag von Frank Uhlig » Di 04.Jan, 2011 15:08

Einerseits schreibt Herr Strack von Zuschauereinnahmen als elementarer Bestandteil der Finanzierung, kurz danach von "faktisch roten Zahlen".
Wenn ich mich zurückbesinne auf 2009 und insbesondere 2010 dann muß die Veranstaltung für den ADAC Nordrhein wohl eher ein finanzielles Desaster der Extraklasse gewesen sein.
Gerade in 2010 waren die echten zahlenden Zuschauer an ein paar Händen abzählbar (das ist eine Metapher (weiß ja nicht wer das hier alles liest und mir dann dafür eins überbrät)). Das Wetter in 2010 war eifeltypisch, aber das war es beim AvD OGP ebenso, zumindest am Sonntag. Dennoch sehe ich bei der AvD Veranstaltung jedes Jahr viel mehr Besucher.
Reputation? Organisation? Werbeaufwand?
Beim OGP wurde in 2010 jedoch auch sichtbar auf Sparflamme geschaltet, es gab im Gegensatz zu früheren jahren keine Bespielung der Videowände.

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Markus Kirch
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Beitrag von Markus Kirch » Di 04.Jan, 2011 15:38

Ich persönlich denke, der Grund für den Erfolg des OGP im Gegensatz zum Eifelrennen ist zum einen die Tradition, mit der der OGP veranstaltet wird...
Während Nicht-Motorsportbegeisterte in meinem Umfreld meißtens weder VLN noch Eifelrennen kennen, ist der OGP fast jedem ein Begriff... (Es ist halt "DER Oldtimer Grand-Prix")Ein anderer wichtiger Punkt ist das Marketing. In den Monaten vor dem OGP ist (meiner Meinung nach) die halbe Eifel gepflastert (Metapher!) von Werbeplkaten...
Klar ist es heute das Ziel, kosten zu minimieren und weiterhin die Einnahmen maximal zu halten... Aber ob das jetz unter "Plus-Minus-Null-rauskommen" oder "sich die Taschen vollschaufen fällt" kann man nicht beurteilen. Schaut mal in andere Bereiche der Wirtschaft, das läuft überall so. Und wer dieses Motto nicht gut genug umsetzt, macht halt Verluste...

Ehrlich zugegeben haben sich die Jungs vom ADAC auch so eine (für unsere Zeiten) florierende Oldtimer-Veranstaltung wie den OGP gewünscht. Anscheinend ist man aber falsch an die Sache herangegangen ( => Marketing) oder aus welchen Gründen auch immer ist die Veranstaltung eher zum Flop geworden, also hat man sich entschlossen, sie einzustampfen, anstsatt noch mehr Geld und Mühe zu investieren (neues Konzept, usw...) . Vielleicht ist der Bedarf an so Veranstaltungen in der Szene aber im Moment auch gedeckt...
So läut das halt, da können wir nichts dran ändern. Aber ich bin mir sicher, dass, wenn irgentwann wieder ein großes Öffentliches Interesse an solch einer Veranstaltung besteht, auch eine ins Leben gerufen wird.

VG Markus

Sven Plautz
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Beitrag von Sven Plautz » Fr 07.Jan, 2011 18:35

Hi,also wir kommen aus Hannover und da ist 0 Werbung.Egal ob für den OGP,Oldtimer Festival noch Eifelrennen.Trozdem sind wir die ganzen Jahre zum Eifelrennen gefahren.Es war einfach top. Das Oltimer Festival ist unserer Meinung nach schlecht.Die fahren da keinen Rennen sonder nur hinterher.Wir hatten den eindruck das im Faherlager ausgelost wurde wie man ins Ziel fährt.Die schräglage der Motorräder war ein Witz.Da legt sich mein Opa mehr in die Kurwe wenn er Brötchen holt.
Der OGP ist so ganz ok aber zu teuer von den Karten und zu wenig auf der Nordschleife.
Das Eifelrenn war für unsere Intressen genau richtig.Der Preis war ok,es wurde auch richtig gefahren und es ist so manches alte Auto auch mal im Kies gelandet.Das Program war auch super.Für jeden was dabei an Autos.
Es wäre sehr schade wenn es das nicht mehr gibt.
Wieder eine Veranstaltung mehr wo wir dann nicht mehr hinfahren können.
Es gab ein Zeit da haben wir uns bis zu 5x im Jahr auf den Weg aus Hannover gemacht um zum Ring zu fahren.Letztes Jahr hatten wir nur 3 Gründe um uns auf den Weg zu machen.Dieses Jahr hätten wir dann nur noch einen.Die VLN.

Jürgen Esser
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Beitrag von Jürgen Esser » Fr 07.Jan, 2011 21:06

@Sven

Keine Werbung für das Eifelrennen in Hannover?
Okay, vom Ring bis Hannover dürften es ca. 350 km sein....
....bis zu mir (Bergheim, westlich von Köln) nicht mal 100 km, und selbst hier wurde diese Veranstaltung nicht beworben!

Ralf Kieven
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Beitrag von Ralf Kieven » Sa 08.Jan, 2011 18:36

Bei uns hingen letztes Jahr Plakate. Von der Aufmachung her konnte man aber kaum erkennen, daß es sich um eine Motorsportveranstaltung handelt. Auch war es mit Sicherheit unglücklich, daß das Eifelrennen 08 und 09 zeitgleich mit den Six Hours in Spa ausgetragen wurde und zum Teil auch noch fast identische Rennen liefen. Während in Spa die GP Masters am Start waren, fuhr auf dem Ring die Historic F1 mit quasi den gleichen Fahrzeugen. So lockt man nicht unbedingt die Zuschauermassen.

2010 war der Termin gut und ich fand die Veranstaltung an sich auch sehr gut organisiert. Auch das Programm hat gestimmt. Leider hat dann das Wetter nicht mitgespielt.

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