[RCN] Team FahrWerk

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Jörg Ufer
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[RCN] Team FahrWerk

Beitrag von Jörg Ufer » Mi 28.Dez, 2011 21:48

RCN 1 - 16.04.2011

Podiumsrang beim Saisonauftakt

Die Newcomer überzeugten auf ganzer Linie: Beim Saisonauftakt zur Rundstrecken-Challenge Nürburgring (RCN) lenkten Uli Neuser (Kirchhardt) und Frank Seurer (Bad Vilbel) den FahrWerk-Audi RS 4 auf den dritten Rang bei den Specials bis 6200 ccm. Die Teamkollegen Tim Neuser aus Netphen und der Kölner Ralf Kraus kamen mit dem FahrWerk-VW Polo 1,4 16V nicht in Wertung. „Es ist für uns ein Saisonauftakt mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, resümierte Team Miteigner Ralf Kraus.

Für Routinier und Teamchef Uli Neuser war es der erste Einsatz auf dem Audi mit dem bulligen V8-Motor. Fast absolutes Neuland betrat Frank Seurer, der zuvor lediglich zwei Autorennen in einem PS-Zwerg bestritten hatte. „Nervös war ich vorher schon, aber als es dann endlich losging, war ich völlig entspannt. Es war ein unglaubliches Erlebnis und ich habe sehr viel gelernt.“

Ein ganz spezielles Trainingsprogramm

Aufgrund des speziellen RCN-Reglements – wo zum Beispiel auch ein Copilot mitfahren darf – kam Seurer in den ersten sieben Runden in den Genuss eines ganz speziellen Trainingsprogramms. „Als Beifahrer im harten Wettbewerb siehst und lernst Du alles“, sagte der 38jährige. „Bremspunkte, Schaltpunkte, Einlenkpunkte. Und davon gibt es auf der längsten Rennstrecke jede Menge!“ In der zweiten Rennhälfte übernahm dann Seurer das Volant und Neuser nahm auf dem heißen Sitz Platz.

Das Audi-Duo meisterte den Saisonauftakt perfekt, drehte Rundenzeiten um die neun Minuten, brachte den Audi RS4 ohne einen Kratzer ins Ziel und kam als Dritter von sechs Startern sogar noch aufs Podium in der Klasse der Specials über 3500 ccm.

Starke Leistung des RCN-Nachwuchsteams blieb unbelohnt

Der VW Polo 1,4 16V startet dieses Jahr als offizielles RCN-Nachwuchsprojekt unter dem Titel „Junge Talente Partner 2011“. Youngster Tim Neuser und sein erfahrener Teamkollege Ralf Kraus waren lange Zeit auf Klassensieg-Kurs, ehe das Duo am Steuer des 110 PS starken Flitzers eine Runde zu viel drehte und somit nicht gewertet werden konnte. Kraus: „Ein Defekt am Zeitnahmecomputer sorgte dafür, daß wir die Rundenanzahl schätzen mußten. Und wir haben leider daneben gelegen, statt 15 fuhren wir 16 Umläufe.“

Trotz des enttäuschenden Ergebnisses war Ralf Kraus von der Leistung des erst 18 jährigen Tim Neuser beeindruckt. „Für ihn war das erste Rennen im Polo und er hatte direkt alles im Griff. Die schnelleren Boliden hat Tim geschickt vorbei gelassen und seine eigenen Überholmanöver waren ebenfalls sehr gekonnt. Von ihm werden wir im Saisonverlauf noch einiges Positives sehen!“

Tim Neuser ist sehr zufrieden

Der 18jährige kannte die „Grüne Hölle“ bis vor ein paar Wochen nur als Beifahrer. Bei den RCN-Testfahrten drehte der Schüler dann seine ersten Runden. „Und dann war es leider auch noch überwiegend nass“, sagt Tim Neuser. Als Beifahrer von Ralf Kraus versuchte sich der Nachwuchspilot in der ersten Rennhälfte vor allem die Brems- und Einlenkpunkte zu merken. „Mit meiner Leistung danach als Fahrer war ich sehr zufrieden: Die Zeiten stimmten und ich hatte nicht einen kritischen Moment zu überstehen. Schade, daß wir nicht gewertet wurden, aber das ist nicht das Wichtigste.“

Der nächste Lauf zur Rundstrecken-Challenge Nürburgring findet am 7. Mai – wie gewohnt – auf der Nürburgring-Nordschleife statt. Der Start erfolgt dann um 8.00 Uhr.
Zuletzt geändert von Jörg Ufer am Di 17.Apr, 2012 18:42, insgesamt 1-mal geändert.

Jörg Ufer
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Beitrag von Jörg Ufer » Mi 28.Dez, 2011 21:48

RCN 2 - 07.05.2011

Klassensieg für Michael Selbach/Ralf Kraus

Sie kamen, sahen und siegten: Nach einer beeindruckenden und fehlerfreien Fahrt auf der anspruchsvollsten Rennstrecke der Welt sorgten Michael Selbach (Kürten) und Ralf Kraus (Köln) für den ersten Klassensieg des Nachwuchsprojektes „RCN Junge Talente Partner 2011“. „Ein Riesenlob an unsere Mannschaft vom Team FahrWerk und Glückwunsch zur Leistung von Michi Selbach“, sagte ein überglücklicher Ralf Kraus im Ziel. Am Steuer des FahrWerk-Audi RS4 schrammten Uli Neuser (Bad Rappenau) und Holger Bruning (Odenthal) in ihrer Klasse knapp am Podium vorbei.

148 Teams standen in der Startaufstellung zum zweiten Saisonrennen der Rundstrecken-Challenge Nürburgring (RCN). Obwohl die Startzeit mit 8.00 Uhr außergewöhnlich früh war, hatte die Sonne schon reichlich Kraft, die Bedingungen waren frühsommerlich und optimal. Ausgeschlafen und hellwach präsentierten sich die vier Piloten des Teams FahrWerk, die gleich loslegten wie die Feuerwehr.

Leistungsgrenze ist erreicht

Routinier Ralf Kraus hatte zunächst am Polo-Volant Platz genommen, der 22jährige Michael Selbach daneben auf dem heißen Stuhl. „In den ersten Runden gab es unheimlich viel Schrott und Gelbphasen, immer wieder mußte ich vom Gas gehen“, wußte Kraus von der Startphase zu berichten. „Ich hatte eigentlich nur eine freie Runde, aber die paßte.“ Es war die Sechste und die Stoppuhren der Zeitnahme blieben bei 9.10 Minuten stehen. Kraus: „Mehr geht mit 110 Pferdchen unter der Haube und 80 Kilo auf dem Beifahrersitz nicht. Die Leistungsgrenze ist erreicht!“

Für das Junge Talent Michael Selbach waren es die ersten Nordschleifen-Runden im Wettbewerb: „Ich kenne die Strecke vom Touristenverkehr oder natürlich auch von meinem Vater.“ Der Erzeuger des Kürteners ist kein geringerer als Wilfried Selbach, der in den 90er Jahren mit zehn Gesamt- und 26 Klassensiegen zu den „Big Boys“ der RCN zählte.

Mutiger Michi meistert Malheur

Zur Rennhälfte übernahm der 22jährige das Steuer. Trotz weiterer zahlreicher Gelbphasen steigerte sich der KfZ-Mechaniker von Umlauf zu Umlauf und markierte schließlich eine persönliche Bestzeit von 9.18 Minuten. „Ralf hat mir schon vor dem Start gesagt, daß wir mit dem Nenngeld nicht nur die Streckenlänge, sondern auch die Streckenbreite bezahlt haben. Und diese soll ich bitte auch nutzen – das habe ich gemacht!“ Eine Schrecksekunde hatte Selbach aber dennoch: In der berüchtigten Schwedenkreuz-Links gab es einen mächtigen Quersteher. „Da brach plötzlich das Heck aus und ich mußte ungewollter Weise die komplette Fahrbahnbreite nutzen. Es ist aber alles gut gegangen!“

Nach 15 Runden (=312,45 Kilometer) hatte das Duo Selbach/Kraus 9.18 Minuten Vorsprung auf den Nächsten bei den Specials bis 1400 ccm und belegte einen ausgezeichneten 81. Gesamtrang mit einem der kleinsten Boliden des Starterfeldes. Und als kurz danach auch noch der „FC“ den Bundesliga-Verbleib besiegelt hatte, war das Glück von Ralf Kraus perfekt: „Kölle Alaaf!“

Relaxt im Audi – Ziele erreicht

Die Fans lieben ihn, den FahrWerk-Audi RS4, denn in kaum einem Fahrzeug hören sich 420 Serien-PS so sexy an. Der bullige V8 samt dickem Hubraum spielt ohne Zweifel in der RCN-Akustik-Champions League – wenn da nicht das Gewicht wäre. „Mit dem Audi können wir nicht vorne mitmischen“, weiß Pilot und FahrWerk-Teamchef Uli Neuser. „Wir fahren relaxt und entspannt und haben einfach nur Spaß auf der schönsten Rennstrecke der Welt. Nur die Vorderreifen haben früh abgebaut, hier sollten wir vielleicht mal ein anderes Fabrikat testen.“

Für Holger Bruning waren es die ersten Wettbewerbskilometer am Steuer des Audi. „Mein Ziel heute war, alle Runden unter neun Minuten zu absolvieren und trotz der vielen Gelbphasen ist mir das gelungen“, freute sich der 35jährige. „Das Fahrzeug macht richtig Spaß, man kann damit relativ leicht überholen und trotz der schwarzen Farbe war es auch nicht so heiß.“ Nach etwas mehr als zweieinhalb Stunden Fahrzeit belegten Uli Neuser und Holger Bruning den vierten Platz bei den Specials bis 6200 ccm und verpaßten nur knapp das Podium.

Der nächste Lauf zur Rundstrecken-Challenge Nürburgring findet am 21 Mai erneut auf der Nürburgring-Nordschleife statt. Die beiden Junioren Michael Selbach und Tim Neuser werden sich dann am Polo-Steuer abwechseln. Frank Seurer und Sascha Pilz wird das Fahrerduo im Audi RS4 sein.

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Beitrag von Jörg Ufer » Mi 28.Dez, 2011 21:49

RCN 3 - 21.05.2011

Junge Talente cool wie alte Hasen

„Wir haben auf die richtigen Pferde gesetzt!“, sagte ein begeisterter Team-Manager Ralf Kraus nach der Zieldurchfahrt vom dritten RCN-Saisonrennen. „Das war heute eine großartige Leistung von unserem RCN Junge Talente-Duo!“ Tim Neuser (Netphen) und Michael Selbach (Kürten) hatten zuvor mit Rundenzeiten von unter 9.15 Minuten für Furore gesorgt, ihre Klasse gewonnen und im kleinen FahrWerk-VW Polo manch einem stärkeren Wettbewerber den Auspuff gezeigt. Ebenfalls auf das Podium ihrer Klasse lenkten Sascha Pilz (Ingolstadt) und Frank Seurer (Bad Vilbel) den FahrWerk-Audi RS4.

RCN Junge Talente erstmals alleine im Cockpit

Bei den ersten beiden RCN-Läufen hatten sich die Junioren das Polo-Cockpit noch mit Fahrtrainer Ralf Kraus geteilt. „Die sind so gut, das können die jetzt auch alleine“, war Team-Chef Ulrich Neuser vor dem Rennen überzeugt. Und der 47jährige sollte Recht behalten.

Startfahrer Tim Neuser rutschte allerdings schon in der Startrunde das Herz in die Hose: Motoraussetzer bremsten den Schüler. Der 18jährige steuerte nach dem ersten Umlauf die Boxengasse an, wo schnell eine defekte Zündkürze lokalisiert werden konnte. Neuser: „Ein dickes Lob an unser Teammitglied Simon Stefer. Der ist in bester Armin Harry-Manier ins Fahrerlager gelaufen und hat eine neue organisiert.“ Nach rund sieben Minuten Standzeit ging es weiter. Mit Wut im Bauch, aber dennoch kontrollierter Offensive startete Neuser eine Aufholjagd. Mit 9.13 Minuten markierte Tim auch eine neue persönliche Bestzeit.

Der vier Jahre ältere Michael Selbach knüpfte in der zweiten Rennhälfte nahtlos an seinen Teamkollegen an. Mit 9.12 Minuten war der KfZ-Mechaniker sogar eine weitere Sekunde schneller. „Speziell auf der Nordschleife mit den vielen Überholmanövern und zahlreichen Gelbphasen ist nie eine Runde wie die andere. Vermutlich könnten wir beide unter 9.10 Minuten fahren.“ Einig waren sich die beiden über das erfolgreiche Abschneiden. „Das Team FahrWerk hat einen super Job gemacht und bis auf die Zündkerze lief alles perfekt. Wir hatten eine coole Veranstaltung ohne eine heikle Situation. Wir sind stolz, als RCN Junge Talente an den Start zu gehen.“

Auch RCN-Leiter Willi Hillebrand voll des Lobes

„Seit vielen Jahren ist die RCN sehr aktiv in der Nachwuchsförderung“, sagt Cup-Leiter Willi Hillebrand. „Ich denke hierbei zum Beispiel an das RCN Honda Junior Team. Mit unserem neuen Projekt RCN Junge Talente Partner möchten wir hoffungsvolle Nachwuchspiloten Schritt für Schritt an den Motorsport auf der anspruchsvollsten Rennstrecke der Welt heranführen. Mit dem Team FahrWerk haben wir hier ein kompetentes Einsatzteam und mit Tim Neuser und Michael Selbach auch die richtigen Piloten. Von den beiden wird man noch viel hören in der Zukunft!“

Mit dem Donnervogel auf Platz drei

In der mit sechs Fahrzeugen gut besetzten Klasse der Specials bis 6200 ccm freuten sich Sascha Pilz und Frank Seurer über den dritten Rang, trotz Reifenproblemen im ersten Stint. Startfahrer Pilz: „Wir haben ein anderes Fabrikat getestet und hatten leider keinerlei Erfahrung mit dem Reifendruck. Um das Material zu retten, bin ich sehr zurückhaltend gefahren. Spaß hatte ich trotzdem jede Menge, vor allem, wenn man noch mit dem Podium belohnt wird.“

Frank Seurer fuhr erstmals unter neun Minuten und markierte schließlich in 8.35 Minuten eine neue persönliche Bestzeit. „Ich bin in den letzten Jahren viele Testkilometer für die ABS- Entwicklung auf der Nordschleife gefahren, dabei war es wichtig, spät und weit in eine Kurve hinein zu bremsen. Ob man dabei den Kurvenausgang noch sauber traf war ebenso wie eine gute Rundenzeit zweitrangig. Um aber auf einer Rennstrecke schnell zu sein, ist es vor allem wichtig, aus den Kurven schnell herauszukommen. Als Beifahrer von Sascha habe ich in den ersten Runden nochmal richtig viel gelernt. Einen besonderen Dank richtige Seurer an die Streckenposten. „Vor allem in der ersten Runde wurde unser V8-Donnervogel von vielen hochgestreckten Daumen begrüßt. Das war ein tolles Erlebnis!“

Als Leiharbeiter zum Klassensieg

FahrWerk Team-Manager Ralf Kraus kam vollkommen überraschend zum sechsten RCN-Klassensieg. „Michael Bonk schaffte es nicht mehr rechtzeitig zum Nürburgring. Daraufhin fragte mich Bruder Peter, ob ich einspringen könnte. Fünf Minuten vor Ende der Papierabnahme stand ich dann plötzlich auf der Teilnehmerliste.“ Bonk/Kraus ließen im BMW 320iS nichts anbrennen und feierten bei den Serienwagen bis 2000 ccm einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg.

Der vierte Lauf zur RCN Rundstrecken-Challenge Nürburgring findet am Donnerstag, den 23. Juni, im Rahmen der ADAC Zurich 24 Stunden statt. Der Start erfolgt dann um 8.00 Uhr.

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Beitrag von Jörg Ufer » Mi 28.Dez, 2011 21:49

RCN 4 - 23.06.2011

Überlegener Klassensieg für RCN-Junge Talente

Die RCN-Jungen Talente sorgen weiter für Furore: beim vierten Saisonrennen zur Rundstrecken-Challenge Nürburgring feierten Michael Selbach (Kürten) und Tim Neuser (Netphen) einen überlegenen Klassensieg bei den Specials bis 1400 ccm. Am Steuer des Team FahrWerk-VW Polo belegten die Nachwuchsfahrer zudem den ausgezeichneten 67. Gesamtrang im Feld der 163 gestarteten Fahrzeuge. „Ich bin mächtig stolz auf die beiden!“, strahlte Team-Chef Ulli Neuser.

Michael Selbach: kaum Gripp und viel Verkehr

Zunächst hatte Michael Selbach am Volant Platz genommen. „Heute war es sehr anspruchsvoll“, sagte der 23jährige. „Nach den tagelangen Regenfällen hatte die Strecke kaum Gripp. Dazu kam das doch außergewöhnlich große Starterfeld und viele Neulinge, die auf der Suche nach der Ideallinie waren. Ich habe heute das Polo-Heck mächtig wedeln lassen, daß hat irre Spaß gemacht!“

Für den KfZ-Mechaniker hatte der Wertungslauf im Rahmen des ADAC 24h-Rennens schon etwas Besonderes. „Es stehen viel mehr Fans entlang der Strecke, das motiviert natürlich! Schade, daß es so viele Unfälle gab, gottlob blieb es nur bei Blechschäden.“

Tim Neuser: Bestzeit mit 9.09 Minuten

Die große Zuschauerkulisse begeisterte auch Tim Neuser. „Wenn man nur 110 PS zu Verfügung hat, macht es besonders Spaß, stärkere Autos zu jagen oder gar zu überholen. Etliche Fans haben auch gejubelt, wenn ich an einem anderen Fahrzeug vorbeizog.“

Bis ins Ziel konnten Selbach/Neuser exakt zwei Minuten auf den Nächstplatzierten in der Klasse herausfahren. Der 18jährige Schüler konnte dabei in 9.09 Minuten eine persönliche Bestzeit markieren. „Ich hatte eineinhalb Runden lang einen Leistungsstärkeren vor mir. Auf den Geraden zog er weg, in den Ecken kam ich wieder ran. Viel schneller geht es auch nicht mehr.“

Kraus/Bruning drehten im Audi eine Runde zu viel

Wie dicht Erfolg und Pech nebeneinander liegen können, erlebte das Team FahrWerk hautnah bei diesem dritten RCN-Rennen. Während das Polo-Duo auf ganzer Linie überzeugte, haderten Ralf Kraus (Köln) und Holger Bruning (Odenthal) mit einer zu viel gedrehten Runde im Audi RS4. „Nachdem die Kissling-Corvette in die Boxenmauer eingeschlagen war, gab es eine Irritation mit unserer Boxenmauer-Crew, das hat uns leider einen Podiumsrang gekostet“, sagte Ralf Kraus.

Kraus/Bruning verpaßten so den zweiten Rang von neun Startern bei den Specials über 3500 ccm. „Auch wir hatten natürlich mangelnden Gripp und viel Verkehr. Dazu jede Menge Gelbphasen. Es lief aber dennoch gut und auch die Rundenzeiten waren in Ordnung“, sagte Kraus. Holger Bruning ergänzte: „Für die kalten Außentemperaturen hatten wir eine zu harte Reifenmischung gewählt. Entweder schob der Audi über die Vorderachse oder brach mit dem Heck aus.“

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Beitrag von Jörg Ufer » Mi 28.Dez, 2011 21:50

RCN 5 - 02.07.2011

Die anderen sahen wieder nur das Heck …

Fünf Minuten und elf Sekunden sind im Sport eine halbe Ewigkeit. So auch beim fünften Saisonrennen zur Rundstrecken-Challenge Nürburgring, wo Tim Neuser (Netphen) und Michael Selbach (Kürten) mit exakt diesem Vorsprung bei den Specials bis 1400 ccm siegten. Für das Team FahrWerk und die RCN-Jungen Talente war es der vierte Sieg in Folge.

Startfahrer war dieses Mal Tim Neuser. „Obwohl das Starterfeld mit 94 Fahrzeugen heute recht klein war, gab es erneut jede Menge Unfälle. Teilweise mußte ich in einer Runde an zwei Streckenabschnitten aufgrund von Bergungsarbeiten bis in den ersten Gang herunterschalten. So gab es zwar meistens keine gute Rundenzeit, aber das Problem hatten ja alle gleich.“

Neuser heiß, Reifen kalt

Vom ersten Meter an ließ der 18jährige keinen Zweifel aufkommen, wer die Nummer eins in der Klasse SP1 ist. Neuser war heiß und setzte sich direkt an die Spitze, die Mitbewerber sahen nur noch das Heck des FahrWerk-VW Polo 1,4. „Die Hinterreifen wurden nicht so richtig warm“, sagte Neuser. „War wohl heute mit nur neun Grad etwas zu schattig. Aber so konnte ich ein bisschen mit dem Heck wedeln. Dann auch ein wilder Rücken kann entzücken …“

Zu Rennmitte übernahm Michael Selbach das Cockpit. Der 23jährige baute den Vorsprung in der Klasse kontinuierlich aus und verbesserte sich stetig im Gesamtklassement. „Wir haben das schwächste Auto im Feld und fahren dann auf Rang 59 – da kann man ja nicht meckern“, freute sich Selbach.

Bremsen an blöden Stellen

Im Gegensatz zu Tim Neuser hatte der KfZ-Mechaniker kaum Gelbphasen. „Das war heute Fahren in seiner schönsten Form, einfach Nordschleife pur!“ Mit 9.09 und dann sogar 9.06 Minuten stellte Selbach eine neue persönliche Bestzeit auf. „Und das, obwohl ich an neuralgischen Stellen bei Überholvorgängen etwas blöd bremsen mußte und Schwung verlor.“

„Ich bin einfach nur happy, daß wir uns zu Beginn der Saison mit Tim und Michael für die Richtigen entschieden haben“, sagte Team-Chef Ralf Kraus. „Die machen einen astreinen Job, sie sind schnell, fehlerfrei, effektiv und erfolgreich. Der Aufstieg in die VLN ist nur noch eine Frage der Zeit, wir suchen bereits jetzt nach Sponsoren für 2012.“

Das sechste Rennen zur Rundstrecken-Challenge Nürburgring findet am Samstag, den 16. Juli statt. Dann stehen erneut 15 Runden auf der liebevoll „Grüne Hölle“ genannten Nordschleife auf dem Programm.

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Beitrag von Jörg Ufer » Mi 28.Dez, 2011 21:51

RCN 6 - 16.07.2011

Mit dem Glück des Tüchtigen!

Fünfter Klassensieg in Folge für das Team FahrWerk und die RCN Jungen Talente: Beim sechsten Saisonlauf zur Rundstrecken-Challenge Nürburgring siegten Michael Selbach (Kürten) und Tim Neuser (Netphen) am Steuer des VW Polo 1,4 mit 5.22 Minuten Vorsprung. „Unsere Nachwuchspiloten haben erneut einen fehlerfreien Job abgeliefert, aber wir haben auch vom Pech eines Wettbewerbers profitiert“, gab Team-Chef Ralf Kraus zu.

Der Schulterblick in der Startaufstellung signalisierte Michael Selbach, daß es heute knapp werden könnte mit dem neuerlichen Erfolg. Mike Dohmen aus Eschweiler war mit seinem Toyota Yaris in die RCN zurückgekehrt. Dieses ehemalige Cup-Auto hat gut und gerne 30 Pferde mehr unter der Haube als der seriennahe FahrWerk-Polo – und auch weniger Gewicht.

Selbach: Sechs Autos, viel Verkehr

„Ich habe dann versucht, an Mike Dohmen dranzubleiben, aber ich hatte keine Chance“, erzählte Selbach später. „Zu Beginn der zweiten Runde waren sechs Teilnehmer aus stärkeren Klassen zwischen uns beiden. Er hatte freie Fahrt, ich mußte kämpfen. Vor allem ein schwarzer Mercedes-Evo ist mir sehr unangenehm aufgefallen: Auf den Geraden hui, in den Kurven pfui …“

Aber auch ohne Verkehr wäre es für den 22jährigen nahezu unmöglich gewesen, mit um die Führung bei den Specials bis 1400 ccm zu kämpfen. „Mike Dohmen ist ein guter Pilot, keine Frage. Und der Toyota ist klar ein Renntourenwagen.“ Nach elf von 15 Runden steuerte der Yaris-Pilot aber die Boxen an: Drei der vier Radmuttern hinten links waren weg, er mußte aufgeben.

Neuser: Irrer Spaß und Schrecksekunde

Tim Neuser konnte es daher in der zweiten Rennhälfte überwiegend ruhig angehen lassen. Obwohl der 18jährige im Vergleich zu Startfahrer Selbach weniger Gelbphasen hatte. „Es hat heute irre Spaß gemacht und ich konnte mich richtig aufs Fahren konzentrieren. Es gab nur wenige Gelbphasen und der Polo war wie immer perfekt vorbereitet worden von unserer Mannschaft.“

Nur einmal rutschte dem Schüler das Herz in die Hose. „Einen Konvoi von drei Schnelleren habe ich vorbeigelassen. Ich fuhr am rechten Fahrbahnrand, plötzlich steht vor mir der PROsport-Audi S3! Dem war wohl der Motor ausgegangen. Ich bin dann voll in die Eisen und konnte so einen Auffahrunfall verhindern. In dieser Runde sind wir uns übrigens mehrfach begegnet: Immer wieder parkte der Audi mit ausgeschaltetem Motor, dann donnerte er mit seinen 350 PS wieder vorbei.“

In Deutschlands ältester Rundstreckenserie ist jetzt erst einmal Sommerpause. Das siebte Saisonrennen findet am Samstag, den 8. Oktober statt. Dann heißt es erneut „Ring frei“ für 15 Runden á 20,832 Kilometer auf der Nürburgring-Nordschleife.

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Beitrag von Jörg Ufer » Mi 28.Dez, 2011 21:52

RCN 7 - 08.10.2011

Siege und Rekorde: Souveräner geht es kaum!

Mit zwei weiteren Klassensiegen für das Team FahrWerk endete das siebte Saisonrennen zur Rundstrecken-Challenge auf dem Nürburgring. Die RCN-Junioren Tim Neuser (Netphen) und Michael Selbach (Kürten) siegten mit dem VW Polo 1,4 zum sechsten Mal in Folge bei den Specials bis 1400 ccm. Holger Bruning (Odenthal) und Ralf Kraus (Köln) lenkten beim ersten Einsatz den Honda Civic 2,2 Diesel zum Klassensieg und waren bester Selbstzünder im gesamten Feld. „Ein perfekter Tag! Unsere Junioren waren heute brachial gut unterwegs, Hut ab vor der Leistung bei den Witterungsbedingungen“, lobte Team-Chef Ralf Kraus.

Richtige Reifen, falsch angewärmt

Zwei Stunden vor dem Start hatte es zuletzt geregnet. Weitere Schauer waren angesagt und dazu passende Wolken verdunkelten den Himmel in der Hocheifel. Doch die Piste war trocken und die beiden Startfahrer Neuser und Kraus nahmen die 15 Runden-Distanz auf Slicks in Angriff. In der Einführungsrunde hatte Ralf Kraus, unbestritten einer der erfahrensten Piloten im gesamten Starterfeld, eine Schrecksekunde im Bereich Hatzenbach: Der Kölner touchierte mit dem Honda Civic die Leitplanke. „Ich habe wohl etwas zu sehr gewedelt, dann brach das Heck aus. So etwas Dösiges ist mir schon lange nicht mehr passiert …“

Im Parallelflug zu zwei Rundenrekorden

Ralf Kraus und Tim Neuser umrundeten teilweise Stoßstange an Stoßstange die anspruchsvollste Rennstrecke der Welt. „Der schwere Honda hat mehr Top-Speed, dafür der Polo Vorteile auf der Bremse und in engen Ecken“, sagte Neuser. „Auf jeden Fall konnte ich mir von Ralf noch ein paar Ideallinien abgucken, das war klasse.“ Der 18jährige markierte in 9.04 Minuten einen neuen Rundenrekord für den seriennahen 110 PS-Flitzer. Und beim 32. Einsatz des Hondas – es ist das ehemalige Fahrzeug der Motorsport Akademie – stellte Kraus in 9.07 Minuten ebenfalls eine all-time-Best und einen Klassenrekord auf!

Richtige Reifen zur richtigen Zeit

Bei den planmäßigen Fahrerwechseln zur Rennhälfte wurden auch gleich andere Pneus aufgezogen. „Es fing an zu tröpfeln und es sah nach mehr aus. Und wie sich herausstellen sollte, war das eine absolut richtige Entscheidung“, freute sich Team-Manager Ulli Neuser. Michael Selbach saß nun im VW Polo während Holger Bruning am Honda-Volant Platz genommen hatte.

Bin ich noch auf der richtigen Strecke …

… fragte sich Youngster Michael Selbach, der während seinen sieben Runden von keinen zehn anderen Fahrzeugen überholt worden war. Teilweise drehte der 23jährige Top Ten-Rundenzeiten im Feld der knapp 160 Starter! „Ich dachte, ich bin aus Versehen auf eine andere Rennstrecke abgebogen. Überholt zu werden war kein Thema mehr, das war einfach nur super! Nur einmal in Aremberg war ich einen Tick zu spät auf der Bremse, da hatte ich etwas Glück. Der Regen und das viele Wasser waren einfach nur genial!“ In der Klasse konnten Neuser/Selbach fast sieben Minuten Vorsprung herausfahren.

30. Klassensieg für den Honda Civic Diesel

Obwohl Holger Bruning zum ersten Mal hinterm Lenkrad des Selbstzünders saß, machte ihm der Regen nichts aus. Im Gegenteil: „Es hat unheimlich viel Spaß gemacht. Der Honda ist vergleichbar mit dem Polo. Ich bin sehr zufrieden und hatte nur ein paar kleinere Quersteher.“ Kraus/Bruning knöpften dem nächstplazierten Alfa Diesel 5.35 Minuten ab und sorgten beim 32. RCN-Start für den 30. Klassensieg des Fahrzeuges.

Das Saisonfinale zu Deutschlands ältester Rundstreckenserie findet am Sonntag, den 23. Oktober statt. Im Gegensatz zu den übrigen Wertungsläufen führt dieser über die Kombination aus Nürburgring-Nordschleife und Grand-Prix-Kurs. Die Distanz beträgt 13 Runden á 24,37 Kilometern.

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Beitrag von Jörg Ufer » Mi 28.Dez, 2011 21:52

RCN 8 - 23.10.2011

RCN-Junge Talente siegen mit dem Papst in der Tasche

„Et hätt noch immer jot jejange“ besagt ein rheinisches Sprichwort. Und es ging nicht nur gut, sondern es gab sogar noch ein Happy End für das Team FahrWerk beim Saisonfinale zur Rundstrecken-Challenge Nürburgring. Tim Neuser aus Netphen sowie der Bergisch-Gladbacher Michael Selbach feierten im VW Polo 1,4 16V einen selbst nicht mehr für möglich gehaltenen Klassensieg – den siebten in Folge für das Team RCN-Junge Talente. „Wir sind stolz auf unsere Youngster, auch wenn sie heute nicht fehlerfrei waren. Aber auch das gehört zur Jugend“, sagte Team-Manager Ulli Neuser.

… möglichst breitseits gegen die Leitplanke

„Alles halb so wild, ich war halt ein bisschen schnell unterwegs“, schilderte Selbach sein Missgeschick aus der zweiten Runde. „In der schnellen Links-Rechts-Kombination zwischen Kallenhard und Wehrseifen brach mir das Heck aus. Recht schnell war mir bewusst, dass ich die Situation ohne Einschlag nicht meistern kann. Daher habe ich versucht, möglichst breitseits gegen die Leitplanke zu fahren, was mir auch gelungen ist. Das Lenkrad stand anschließend gerade, also bin ich weiter.“

Mit 46 Sekunden Rückstand auf den Toyota Yaris von Mike Dohmen kehrte Selbach aus der zweiten Runde zurück. Als sich der KfZ-Mechaniker in der fünften Runde dann auch noch im Bereich Brünnchen drehte, schien der Sieg bei den Specials bis 1400 ccm verloren. Weitere 130 Strafsekunden in der folgenden Bestätigungsrunde machten die Lage nahezu aussichtslos. „Es war heute nicht ganz mein Tag“, brachte es Selbach auf den Punkt.

Aus der Hoffnung wurde Wirklichkeit

Tim Neuser übernahm nach sechs Runden das Volant des rundum ondulierten VW Polo. Die Chancen des 18jährigen waren urplötzlich gestiegen, denn die Ergebnismonitore zeigten in der besagten Bestätigungsrunde beim Toyota-Fahrer sogar 290 Strafsekunden an. Somit lag der Siegerländer plötzlich mit 16 Sekunden in Front. Und da Jörg Morth im zweiten Toyota Yaris die Strecke an der Quiddelbacher Höhe mit technischem Defekt verlassen hatte, lief jetzt alles auf das Duell Neuser gegen Dohmen-Teamkollegen Nicky Bronsch heraus.

Der Fahrwerk-Pilot machte alles richtig und baute die Führung auf schließlich 88 Sekunden aus. „Es lief wirklich gut und man merkte dem Polo nicht die Beulen an“, sagte Neuser. „Ich bin sehr zufrieden und hatte keine Probleme. Nur in den letzten beiden Runden musste ich im Bergwerk an einer Unfallstelle stark verlangsamen, was ein paar Sekunden gekostet hat. Aber egal, es hat ja gereicht. Manchmal braucht man auch einen Papst in der Tasche …“

Fremdkörper stoppt Honda Civic Diesel

Ein intakter irdischer Wasserkühler – zur Not auch mit Weihwasser - hätte dem Honda-Duo Frank Seurer (Bad Vilbel) und Ralph Gollminski (Boxberg) schon gereicht. Bei Halbzeit musste der Selbstzünder in der Boxengasse abgestellt werden. „Im Bereich Brünnchen ist vor mir ein 3er BMW durchs Kiesbett gerodelt und hat jede Menge Steine hochgewirbelt. Davon hat einer vermutlich unseren Wasserkühler beschädigt“, schilderte Seurer. „Bis dahin hatte ich einen guten Lauf und ich war trotz der kalten Temperaturen sogar mit dem Grippniveau zufrieden. Es war mein erster Einsatz im Honda und es hat irre Spaß gemacht. Unterm Strich hatte ich ja einen kompletten Stint.“

Deutschlands älteste Rundstrecken-Serie macht jetzt eine Pause bis zum Frühjahr 2012. Erfahrungsgemäß wird es im April wieder heißen „Ring frei“ zur RCN. Selbstverständlich wird auch das Team FahrWerk wieder mit von der Partie sein.

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Beitrag von Jörg Ufer » Di 17.Apr, 2012 18:41

Saisonvorschau RCN 2012

Team FahrWerk mit mehreren Pfeilen im Köcher

Gleich mit mehreren Fahrzeugen wird das Odenthaler Team FahrWerk die diesjährige Saison in der Rundstrecken-Challenge Nürburgring (RCN) in Angriff nehmen. Die Speerspitze bildet natürlich der Honda Civic Diesel, auf welchem zumeist die vier Sichtungssieger des „dmsj-Youngster-Racing-Teams 2012/2013“ die Nordschleife von der Pieke auf erlernen werden. Daneben kommt auf jeden Fall der in der Vergangenheit äußerst erfolgreiche VW Polo 1,4 zum Einsatz. In der Gleichmäßigkeitsprüfung (GLP), dem Unterbau der RCN, setzt das Team FahrWerk einen BMW 318iS für Nachwuchspiloten ein.

„Wir freuen uns auf eine aufregende und hoffentlich erfolgreiche Saison“, sagt Team-Chef Ralf Kraus (Köln). „Die RCN ist eine phantastische Motorsportserie gleichermaßen für Nachwuchspiloten als auch für Hobbyrennfahrer im fortgeschrittenen Alter. Wenn man dazu das Flair und die Einzigartigkeit der anspruchsvollsten Rennstrecke der Welt erleben darf, ist das kaum noch zu toppen!“

Team-Manager Ulli Neuser (Kirchhardt) setzt große Hoffnungen auf die beiden Nachwuchsprojekte. „Mit dem dmsj-Youngster-Racing-Team hat uns die oberste nationale Sportbehörde mit einem sehr wichtigen Projekt betraut. Gleich vier Youngstern die Nordschleife näher zu bringen ist eine große Herausforderung. Wir werden dieses aber garantiert ähnlich erfolgreich Meistern wie in 2011 die Erfolgsgeschichte RCN-Junge Talente. Neuland ist natürlich der von uns in der GLP eingesetzte BMW, auf welchem Nachwuchspiloten der Renngemeinschaft Bergisch-Gladbach starten werden.“

Am kommenden Samstag starten sowohl die GLP (9.00 Uhr) als auch die RCN (13.00 Uhr) in die neue Saison. Früh aufstehen müssen die vier dmsj-Youngster, die zusammen mit jeweils einem erfahrenen Instrukteur in vier verschiedenen Opel Corsa OPC bei der GLP an den Start gehen: Sascha Friedrich mit Christopher Bartz, Kevin Paefgen mit Ulrich Neuser, Marcel Hellberg mit Tobias Neuser und Robin Strycek mit Ralf Kraus.

Danach bleibt Ulrich Neuser kaum Zeit zum Verschnaufen, denn für den FahrWerk-Teammanager gibt es anschließend den fliegenden Wechsel in den VW Polo. Dort wird der 48jährige den RCN-Lauf mit Jens Bombosch aus Siegen bestreiten. Für den 31jährigen ist es das RCN-Debüt. Am Volant des Honda Civic Diesel werden sich Holger Bruning (Bergisch-Gladbach) und Frank Seurer (Bad Vilbel) abwechseln.

Seit 1964 wird die RCN ununterbrochen auf dem Nürburgring ausgetragen und ist somit die älteste noch aktive Rundstrecken-Serie in Deutschland. Am 18. August 2012 gibt es erstmals einen Wertungslauf auf dem Lausitzring an der polnischen Grenze. FahrWerk-Technikchef Michael Selbach (Kürten) freut sich auf die neue Strecke: „Der Weg nach Cottbus ist natürlich weit, aber wenn wir schon so ein tolle Rennstrecke inklusive Oval in Deutschland haben, sollten wir diese auch nutzen. Immerhin ist eine Runde gut 13 Kilometer lang.“

Jörg Ufer
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Beitrag von Jörg Ufer » Mo 23.Apr, 2012 19:10

RCN 1/2012, 21.04.12

Beachtliches Ergebnis für das Team FahrWerk

Mit einem erfreulichen Ergebnis für das Team FahrWerk endete das erste Saisonrennen zur Rundstrecken-Challenge Nürburgring (RCN). Jens Bombosch (Siegen) und Holger Bruning (Odenthal) lenkten den Honda Civic Diesel im Feld der 128 Teams auf den 51. Gesamtrang und zum Sieg bei den Dieselfahrzeugen. „Diesen Erfolg widmen wir unseren Mechanikern, die im Vorfeld einen unglaublichen Job geleistet haben“, sagte Holger Bruning.

Rückblick: Bei dem zweiten etatmäßigen Fahrzeug, dem VW Polo 1,4, wurde drei Tage vor dem RCN-Saisonauftakt ein Getriebedefekt festgestellt. „Eine Reparatur war in der Kürze der Zeit nicht möglich. Wir konnten aber ein Ersatzgetriebe organisieren“, erklärte Technik-Chef Michael Selbach (Kürten). „Leider passte dieses nicht. Auch der Versuch, aus beiden Bauteilen ein brauchbares zu konstruieren erwies sich als unmöglich.“ Bis morgens um fünf Uhr am Renntag schraubten die FahrWerk-Mechaniker am VW Polo, doch ihr Einsatz wurde nicht belohnt. Selbach: „In zwei Wochen ist der Bolide aber am Start – garantiert!“

FahrWerk-Neuzugang Jens Bombosch wechselte somit kurzerhand vom Polo ins Cockpit des Honda Civic Diesel und wurde somit Teamkollege von Holger Bruning. „Das Team hat einen großartigen Job gemacht, denn bei den schwierigen und ständig wechselnden Wetterbindungen hat unser Auto immer perfekt funktioniert! Unser Fokus lag auf einem fehlerfreien Rennen, was uns gut gelungen ist.“

Schon als Startfahrer hatte Bruning Regenreifen aufziehen lassen. „Ich wollte einfach auf Nummer sicher gehen. Auch die Rennleitung hatte uns darauf hingewiesen, das es ein Regenrennen werden wird.“ Und genauso kam es auch: In seiner sechsten Runde wurde es ziemlich finster und schlagartig nass. „Ab Flugplatz stand das Wasser auf der Straße, man musste sehr viel Fingerspitzengefühl haben“, berichtete der 36jährige, der den Honda nach acht Runden ohne eine Schramme an Bombosch übergab.

Bei der Gleichmäßigkeitsprüfung vor dem RCN-Lauf gingen unter der Regie des Team FahrWerks vier Opel Corsa OPC an den Start. Die Cockpits teilten sich jeweils ein Sichtungsgewinner des dmsj-Youngster-Racing-Teams und ein Nordschleifen-Routinier. In einem ebenfalls von wechselnden Witterungsbedingungen und vielen Unfällen gekennzeichneten Wertungslauf erreichten die Teams Sascha Friedrich/Christopher Bartz, Kevin Paefgen/Ulrich Neuser, Marcel Hellberg/Tobias Neuser und Robin Strycek/Ralf Kraus das Ziel ohne eine Schramme. „Es war eine blitzsaubere Vorstellung aller vier Youngster“, sagte Bartz, der dmsj-Leistungssport-Beauftragter ist. „Auf diese Leistung lässt sich aufbauen.“

Jörg Ufer
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Beitrag von Jörg Ufer » Mi 09.Mai, 2012 22:14

RCN 2 - 05.05.12

Alles klar trotz Nebel: Zwei Klassensiege!

Mit zwei Klassensiegen für das Odenthaler Team FahrWerk endete der zweite Saisonlauf zur RCN Rundstrecken-Challenge Nürburgring auf der Nordschleife. Bei Dauernebel und zahlreichen Regenschauern behielten alle vier FahrWerk-Piloten immer den Durchblick und feierten ungefährdete Start-Ziel-Erfolge. „Ich bin stolz auf die gesamte Mannschaft“, sagte ein sichtlich zufriedener Team-Manager Ulli Neuser. „Wir haben einmal mehr das für uns beste Ergebnis erreicht.“

Jens Bombosch (Siegen) und Frank Seurer (Bad Vilbel) teilten sich das Volant des VW Polo 1,4. In seinem erst zweiten Nordschleifen-Einsatz überzeugte Bombosch vom ersten Meter an. Nach der ersten Runde hatte der 31jährige schon vier Sekunden Vorsprung herausgefahren, 24 weitere folgten im Umlauf danach. „Es lief echt super, trotz der extrem wechselnden Witterungsbedingungen“, sagte Bombosch. „Mal war es nur feucht, mal richtig nass. Und am Ende der Döttinger Höhe hing immer der Nebel. Einige Male habe ich auch quergestanden, es bestand aber nie die Gefahr des Abfluges. Für mich war es ein Riesenspaß, vor allem vermeintlich stärkere Fahrzeuge zu überholen.“

Polo-Sieg mit 1.59 Minuten Vorsprung

Nach sieben Runden folgte der planmäßige Wechsel zu Frank Seurer. Doch der gebürtige Adenauer durfte nur eineinhalb Runden drehen, ehe ihm die Marschalls die rote Flagge entgegenhielten. In den höher gelegenen Streckenabschnitten war der Nebel zu dicht geworden. „Der Polo fühlte sich super an, ein Kompliment an unsere Mechaniker. Ich hatte vor allem jede Menge Gripp, einzig Hatzenbach und Hohe Acht waren wirklich glatt. Bevor ich mich richtig eingeschossen hatte, kam der Abbruch. Dieser geht allerdings vollkommen in Ordnung, Ende der Döttinger Höhe war die Sichtweite einfach zu gering.“ Im Ziel hatte das Duo Bombosch/Seurer 1.59 Minuten Vorsprung auf den Nächstplatzierten bei den Specials bis 1400 ccm.

Glänzendes Debüt für dmsj-Youngster

Für die vier Sichtungssieger des dmsj-Youngster-Racing-Teams 2012/2013 wurde es dieses Mal ernst: Denn mit Sascha Friedrich aus Essen griff erstmals einer der hoffnungsvollen Nachwuchsfahrer ins Lenkrad. Zusammen mit dem dmsj-Leistungssportbeauftragten Christopher Bartz (Köln) wechselte sich der 18jährige am Steuer des Honda Civic ab. Bei den Dieselfahrzeugen feierte das Duo einen Klassensieg und konnte auch im Gesamtklassement etliche stärkere Fahrzeuge hinter sich lassen.

„Wow, war das klasse! Ich hätte noch stundenlang weiterfahren können“, sagte eine freudestrahlender Sascha Friedrich nach dem etwas abrupten Rennende. „Der Abbruch war korrekt. Der Nebel speziell am Ende der Döttinger Höhe war sehr dicht. Bis dahin hat es mir eine Menge Spaß gemacht. Renn-Regenreifen sind doch was anderes als Straßenreifen. Und der Honda ist einfach zu beherrschen, man merkt sehr schnell den Grenzbereich. Erstaunlich war für mich, dass ich mit unserem Diesel deutlich mehr andere überholen konnte als ich überholt wurde.“

Zu Rennbeginn hatte Christopher Bartz am Steuer Platz genommen, Friedrich daneben. Zur Distanzhälfte wurden die Plätze getauscht. „Sascha hat einen phantastischen Job gemacht! Nachdem er das Steuer übernommen hatte, wusste ich sofort, dass ich ihm vertrauen kann“, berichtete Bartz. „Er kopierte meine Ideallinie, die gerade im Nassen etwas von der herkömmlichen abweicht. Ein ganz großes Lob muss ich auch Dunlop aussprechen: Die Regenreifen waren klasse, der Honda hatte im Nassen noch nie so viel Gripp!“

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Beitrag von Jörg Ufer » Mo 21.Mai, 2012 16:03

RCN 3 - 17.05.12

Halleluja für Honda, Pech für Polo

Manchmal hat man kein Glück und dann kommt auch noch Pech dazu: So gesehen beim dritten Lauf zur Rundstrecken Challenge Nürburgring (RCN), der das Mega-Wochenende des ADAC 24h-Rennens auf Christi Himmelfahrt eröffnete. Ein Reifenschaden und ein defekter Zündkerzenstecker brachten den FahrWerk-Polo um jegliche Chance auf ein gutes Abschneiden. Keine Probleme verzeichnete am Feiertag der FahrWerk-Honda, der erneut bestes Dieselfahrzeug im Feld der 143 gestarteten Fahrzeuge wurde.

Die erste Runde war erst halb herum, da fluchte Ralf Kraus bereits wie ein Rohrspatz. „Kurz vor Breidscheid platzte am Polo ein Reifen. Das habe ich in einer Startunde überhaupt noch nicht erlebt“, sagte der Kölner, der nach 28 Minuten erst die Boxen erreichte. „Da war danach schon alles verloren, sowohl die Chancen auf ein gutes Ergebnis als auch die Motivation.“

Dennoch steckte der 52jährige nicht den Kopf in den Sand und kehrte ins Rennen zurück. Zumal Teamkollege Jens Bombosch (Siegen) auf dem Beifahrersitz saß und von Routinier Kraus noch was lernen wollte. Mit einer Bestzeit von 9.12 Minuten war der Kölner gut unterwegs. „Mehr geht zu zweit auch nicht.“ Kurz vor dem planmäßigen Fahrerwechsel gab ein Zündkerzenstecker seinen Geist auf. Dieses Problem konnte von der FahrWerk-Mannschaft aber schnell behoben werden.

Jens Bombosch war erstmals in seinem Leben auf Slicks unterwegs und steigerte sich von Runde zu Runde. „Das war heute ein geiles Erlebnis, Rennsportfeeling pur! Leider gab es viele Gelbphasen und viele schwere Unfälle. Mit hat es super Spaß gemacht und ich habe wieder eine Menge gelernt“, gab der 31jährige zu und lobte Ralf Kraus in höchsten Tönen. „Er hat den Polo bei dem Reifenplatzer einfach nur granatenmäßig abgefangen! Das war vom Allerfeinsten!“

Dmsj-Youngster Marcel Hellberg (Hiddenhausen) überzeugte auf ganzer Linie und feierte zusammen mit Ullrich Neuser (Kirchardt) im Honda Civic Diesel einen Klassensieg. Die Distanz betrug dieses Mal 14 Runden, welches 291,65 Kilometern entspricht. Zunächst nahm Ulli Neuser am Volant Platz, Marcel Hellberg daneben. Das Duo hatte bereits im April die GLP im Opel Corsa gemeinsam bestritten.

„Für mich war wichtig, Marcel während der Fahrt verschiedene Ideallinien zu erklären und ihm Tipps fürs Überholen und Überholt werden zu geben“, betonte Neuser. „Das Wetter war natürlich perfekt, leider gab es doch viele Gelbphasen, die immer wieder etwas den Rhythmus störten. Und ich bin für den Honda etwas zu groß und leider immer wieder mit dem Ellenbogen am Käfig angestoßen.“

Für Marcel Hellberg war der Selbstzünder vom wie maßgeschneidert. „Ich kam auf Anhieb super zurecht und auch der Honda hat sich sehr gut angefühlt. Ich kann dem Einsatzteam FahrWerk nur Komplimente aussprechen: Der Honda war perfekt vorbereitet und wir hatten nicht das kleinste Problem.“ Das Duo siegte in der Diesel-Klasse und belegte Platz 68 im Gesamtklassement.

Beim nächsten RCN-Lauf am 16. Juni feiert Youngster Kevin Paefgen sein Debüt. Das Cockpit im Honda Civic Diesel wird sich der 18jährige dann mit Tobias Neuser teilen.

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Beitrag von Jörg Ufer » Di 19.Jun, 2012 23:16

RCN 4 - 16.06.12

Zwei Podiumsplätze für Team FahrWerk

Für das Team FahrWerk überwog nach dem vierten Saisonlauf zur Rundstrecken Challenge Nürburgring (RCN) die Freude: Bei wechselnden und somit schwierigen Bedingungen belegten die beiden Fahrzeuge des Odenthaler Teams die Plätze eins und zwei in ihren Klassen. Kevin Paefgen und Tobias Neuser (Dormagen/Düsseldorf) siegten mit dem Honda Civic in der Dieselklasse, Frank Seurer und Ralf Kraus (Bad Vilbel/Köln) belegten im VW Polo Rang zwei bei den Specials bis 1400 ccm.

Zum dritten Mal in vier Rennen war Regen angesagt. Vor allem im ersten Drittel der 15 Runden-Distanz auf der altehrwürdigen Nordschleife. Zwischendrin trocknete es ab, zum Ende hin setzte dann wieder Regen ein. „Wir wussten, dass wir aus eigener Kraft nicht die Klasse gewinnen konnten“, sagte Ralf Kraus. „Daher habe ich mich nach der zehnten Runde für einen zusätzlichen Stopp und den Wechsel von Regenreifen auf Slicks entschieden. Das Roulette ging leider schief.“ Denn neben der zusätzlichen Standzeit addierten sich Strafpunkte für die Nichteinhaltung einer Bestätigungszeit hinzu. „Mir ist leider die Stoppuhr heruntergefallen.“ Und obendrein setzte auch wieder Regen ein.

Startfahrer Frank Seurer freute sich endlich über einen vollen Stint. „Beim letzten Mal stoppte mich der vorzeitige Abbruch, heute ging alles glatt. Ich konnte etliche stärkere Fahrzeuge überholen, die wohl bei dem Wetter Angst vor Abflügen hatten. Obwohl ich noch nicht so viel Rennpraxis habe, fand ich schnell Vertrauen in den Polo, der im Regen wirklich einfach zu fahren ist. Aufgrund der Strafpunkte war nicht mehr als Platz zwei drin. Ich bin sehr zufrieden.“

Kevin Paefgen aus Dormagen hat als dritter der vier Piloten des dmsj-Youngster-Racing-Teams 2012/2013 sein Renndebüt gefeiert. „Es hat einen Mega-Spaß gemacht und hätte ich nicht gedacht, dass man mit einem der schwächsten Fahrzeuge im Feld so viele andere überholen kann“, sagte Kevin Paefgen zwei Tage vor seinem 19. Geburtstag. „Die Nordschleife im Nassen hätte ich mir schwieriger vorgestellt. Die Regenreifen waren hervorragend und boten sehr viel Gripp. Ich kannte die Mischung vom Slalomsport, wusste, wie gut die sind und hatte somit direkt Vertrauen.“

Tobias Neuser hatte zunächst am Volant Platz genommen, Paefgen auf dem Beifahrersitz. Beim planmäßigen Boxenstopp nach acht Runden wurden die Plätze getauscht. „Beim Fahrerwechsel müssen wir aus Versehen den ESP-Schalter getroffen und das System somit eingeschaltet haben. Das hat Kevin in seinem Stint ein paar Sekunden gekostet, was aber nicht schlimm war“, sagte Neuser.

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Beitrag von Jörg Ufer » So 29.Jul, 2012 23:15

RCN 5 - 28.07.12

Bestes Ergebnis für den Honda Civic Diesel

Emotionale Achterbahnfahrt für das Team FahrWerk beim fünften Saisonlauf zur RCN Rundstrecken Challenge auf dem Nürburgring: Während der Honda Civic Diesel erneut seine Klasse gewann und auf dem hervorragenden 26. Gesamtrang landete, musste der VW Polo nach acht Runden mit Motorproblemen abgestellt werden. „Irre Ergebnisse, irres Wetter – einfach ein irrer Tag“, sagte Team-Manager Ulrich Neuser.

Kurz vor dem Start war ein Regenschauer über der Nordschleife niedergegangen. Auf beiden Fahrzeugen wurden Regenreifen montiert. „Auch wenn es sich gleich aufhellen sollte: Es ist weiterer Regen angesagt und wir gehen lieber auf Nummer sicher“, sagte Polo-Startfahrer Holger Bruning (Odenthal). Nicht alle der 120 Teams wählten diese Strategie, die sich im Nachhinein als die beste herausstellen sollte.

Kurz vor Halbzeit der 15 Runden-Distanz kam das nächste Gewitter. „Ich dachte, gleich geht die Welt unter“, schilderte Honda-Startfahrer Ralf Kraus. „Im Bereich Schwedenkreuz lag ein halbes Dutzend Autos in den Leitplanken. Das Wasser stand zentimeterhoch auf der Strecke, auch ich hatte trotz der Regenreifen etwas Aquaplaning.“

Ganz andere Sorgen hatte Bruning. Die Regenreifen auf dem Polo waren zwar perfekt, aber der Motor mochte nicht mehr mitspielen. Aussetzer bremsten den Vorwärtsdrang und der Odenthaler steuerte die Boxen an. „Wir haben alle Zündkerzen erneuert, aber der Fehler muss woanders liegen“, erklärte Technik-Chef Michael Selbach. „Nach dem letzten Rennen haben wir den Motor komplett neu gemacht und auch neu abgedichtet. Wir stehen vor einem Rätsel.“ Frank Seuer (Bad Vilbel) drehte noch eine Runde, ehe der Polo abgestellt wurde. „Technische Defekte können immer mal passieren, das ist Motorsport, da steckt man nicht drin. Schade, aber dieses Jahr ist etwas der Wurm drin.“

Für das Honda-Duo Ralf Kraus/Robin Strycek (Köln/Dehrn) lief es dagegen wie am Schnürchen, auch wenn die Reifenwahl zunächst falsch erschien. „Es trocknete schnell ab und während der ersten fünf Runden habe ich die Entscheidung bereut“, sagte Kraus. „Doch dann kam der Platzregen und ich musste unterm Helm grinsen.“

Nach acht Runden übernahm mit Robin Strycek der vierte Sichtungsgewinner für das dmsj-Youngster-Racing-Team 2013 das Steuer. „Ich fühlte mich am Steuer auf Anhieb pudelwohl“, sagte der 20jährige. „Es waren zwar meine ersten Meter mit dem Honda, aber von Ralf hatte ich mir im ersten Stint einiges abgeguckt. Trotz der ersten Runden auf dem heißen trockenen Asphalt waren die Dunlop-Regenreifen immer noch hervorragend.“

Der dmsj-Youngster machte Platz um Platz gut. Strycek „Ich hätte nie gedacht, so viele vermeintlich stärkere Wettbewerber zu überholen.“ Einem Honda Civic Type-R konnte der 20jährige drei Runden lang folgen – und das mit dem schweren und nur rund 170 PS starken Civic Diesel. Als das Duo schließlich als hervorragender 26. der Gesamtwertung abgewinkt wurde, lag sich die Boxencrew in den Armen. In fünf Einsatzjahren und rund 40 Einsätzen landete der Selbstzünder noch nie so weit vorn.

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Beitrag von Jörg Ufer » Di 11.Sep, 2012 23:39

RCN 7 - 08.09.12

Ein rundum gelungener RCN-Tag

Ja, es gibt noch Sonnenschein bei der Rundstrecken-Challenge auf dem Nürburgring! Bei absolut perfekten Bedingungen fand der siebte Saisonlauf auf der anspruchsvollsten Rennstrecke der Welt statt. Eitel Sonnenschein herrschte auch beim Odenthaler Team FahrWerk: Beide Fahrzeuge im Ziel, einmal Klassensieger, einmal Zweiter.

„Für mich war heute ganz klar das Wichtigste: Ich bin endlich einen kompletten Stint im Trockenen gefahren“, freute sich Jens Bombosch. Der Siegener teilte sich das Cockpit im VW Polo 1,4 mit Tobias Neuser (Düsseldorf). „Ich bin froh und sogar etwas stolz, mit einem GT-Masters-Pilot diesen Lauf heute bestritten zu haben. Das war echt ein Erlebnis und ich habe meine Rundenzeit perfekt verbessert.“

„Einzig die vielen Gelbphasen haben den Rhythmus gestört. In den ersten Runden lagen an mehreren Stellen Trümmer auf der Strecke herum, kurz vor Rennende hatte sich in der Hatzenbach ein Mini überschlagen. Dennoch bin ich unter 9.30 Minuten geblieben, das geht in Ordnung.“

Für Tobi Neuser war vor allem der Frontantrieb gewöhnungsbedürftig. „Seit bestimmt zwei Jahren bin ich nur noch PS-starke Hecktriebler gefahren. Aber nichts desto trotz macht der Polo viel Spaß und es war ein rundum gelungener Tag.“ Bei den Specials bis 1400 ccm musste sich das Duo im seriennahen Polo nur einem Cup-Yaris geschlagen geben. Im Gesamtklassement wurden Bombosch/Neuser hinter dem GT-Masters-Piloten Sven Hannawald im Mercedes C230 69. von 118 Startern.

Vor dem ehemaligen Vierschanzentournee-Gewinner und heutigen Profi-Rennfahrer platzierten Robin Strycek (Dehrn) und Kevin Paefgen (Dormagen) das vermeintlich schwächste Fahrzeug im Feld, den Honda Civic Diesel vom Team FahrWerk. Die beiden bewiesen somit einmal mehr, warum sie für das dmsj-Youngster Racing Team 2013 ausgewählt worden sind.

Im Parc Fermé fielen sich die beiden Junioren in die Arme: Sowohl Startfahrer Paefgen als auch Strycek wußten, dass sie mit ihrer Leistung und den Rundenzeiten zufrieden sein konnten. Beide waren zuvor erstmals ohne Instruktor oder Beifahrer auf der schwierigsten Rennstrecke der Welt unterwegs. Die Bestzeiten von 9.10 Minuten (Paefgen) und 9.13 (Strycek) lagen nur wenige Sekunden über der Allzeit-Bestmarke des seit 2007 eingesetzten Selbstzünders.

Beide Junioren hatten allerdings auch eine Schrecksekunde. Paefgen bremste die Breidscheider Brücke einen Bruchteil zu hart an und schon übersteuerte der Honda Civic. „Trotz Gegenlenkens wurde es ein halber Dreher und ich habe mit der hinteren Stoßstange noch minimal die Mauer touchiert, aber alles nichts Schlimmes.“

Robin Stryceks Schrecksekunde fand im Schwedenkreuz statt. „Der Honda ist auf der Hinterachse etwas giftig, daran musste ich mich erst gewöhnen. Mit Gegenlenken konnte ich die Situation retten. Zum Glück, denn gerade dort möchte man wirklich keinen Unfall haben. Bis auf nachlassende Vorderreifen gegen Rennende war alles OK.“

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