[RCN] Team FahrWerk

Informationen und Hintergründe.
Jörg Ufer
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Beitrag von Jörg Ufer » Do 27.Sep, 2012 8:05

RCN 8 - 22.09.12

Ein lachendes und ein weinendes Auge

Das Team FahrWerk hatte sich den Saisonabschluss in der RCN Rundstrecken Challenge Nürburgring sicherlich etwas anders vorgestellt. Während der Honda Civic den siebten Diesel-Sieg in Folge markierte, musste der VW Polo 1,4 16V in der sechsten Runde nach einem Unfall vorzeitig abgestellt werden. „Hauptsache unserem Piloten ist nichts passiert, Blech kann man reparieren“, sagte Team-Chef Ralf Kraus.

Wechselnde Witterungsbedingungen prägten einmal mehr einen RCN-Wertungslauf. „Der Regen wanderte um die Nordschleife, in jeder Runde musste ich jede Kurve neu lernen“, sagte Frank Seurer (Bad Vilbel). „Zum Glück vermittelt die Vorderachse des Polo sehr viel Rückmeldung, auch im Feuchten. Es lief alles nach Plan bis kurz vor dem Ende der sechsten Runde.“

In der letzten Rechtskurve vor der Tiergarten-Schikane brach schlagartig das Heck aus, Seurer drehte sich und krachte rechts in die Leitplanken. „Damit hatte ich nicht gerechnet, zumal die Linkskurve davor voll ging“, sagte der 39jährige. „Dort war es wohl feuchter als gedacht. Schade, denn 500 Meter weiter wäre diese Sprintrunde zu Ende gewesen. In der folgenden Bestätigungsrunde hätte ich es ruhig angehen lassen, um dann das Lenkrad zu übergeben.“ Doch Teamkollege Holger Bruning (Odenthal) kam somit nicht mehr zum Einsatz.

Siebter Klassensieg in Folge für den Honda

Bei den Dieselfahrzeugen hatte der FahrWerk-Honda endlich mal einen Wettbewerber: In der Klasse bis 3000 ccm hatte ein BMW 330d genannt. Dennoch behielt der kleine, nur 170 PS starke Selbstzünder die Oberhand und feierte mit den dmsj-Junioren den siebten Dieselsieg in Folge. Sascha Friedrich (Essen) und Marcel Hellberg (Hiddenhausen) belegten zudem den 49. Gesamtrang im Feld der 112 gestarteten Fahrzeuge.

„Es war heute eine richtig schöne Veranstaltung, auch wenn es in meiner zweiten Runde leicht anfing zu regnen. Aber die Strecke war für einen Räderwechsel einfach nicht nass genug“, sagte Startfahrer Hellberg. „Einige Ecken waren richtig rutschig, da musste man ziemlich aufpassen. Der Spaßfaktor war dafür umso höher.“

Und Friedrich ergänzte: „Beim Fahrerwechsel hatte mir Marcel die wichtigsten Facts geschildert. In meiner Outlap konnte ich mir dann selbst ein Bild machen und bin das Rennen entspannt angegangen. Abseits der Ideallinie war es teilweise noch nass und rutschig, wodurch Überholmanöver noch anspruchsvoller wurden.“

FahrWerk-Renndatenanalyse-Seminar für die dmsj-Youngster

Das Team FahrWerk wartet und betreut nicht nur den Honda Civic für die vier Piloten des dmsj-Youngster-Racing-Team 2013, sondern kümmert sich auch intensiv um die Ausbildung abseits der Rennstrecke. „Da wir mit Frank Seurer einen absoluten Spezialisten im Team haben hinsichtlich der Renndatenanalyse, haben wir die vier Piloten kurzerhand am Vorabend auf ein Seminar eingeladen“, erklärt Ralf Kraus.

„Wir wissen ja heute noch nicht, welches Fahrzeug die vier bei den ADAC 24 Stunden in 2013 lenken werden. Oder welche Fahrzeuge oder Serien danach auf dem Programm stehen. Fakt ist aber, dass wir diese hoffnungsvollen Talente fit machen wollen für die Zukunft.“ Einen besonderen Dank richtet das Team FahrWerk an die Firma Opel und an Volker Strycek, da für das Seminar die Opel-Lounge zur Verfügung gestellt wurde.

Jörg Ufer
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Beitrag von Jörg Ufer » Mo 22.Okt, 2012 20:54

RCN 3h-Rennen - 21.10.12

Beim Saisonfinale lachte nicht nur die Sonne

Strahlende Gesichter, alle Ziele erreicht: Das Odenthaler Team FahrWerk zog nach dem RCN-Saisonfinale auf dem Nürburgring ein absolut positives Fazit: „Wir haben das Beste aus unseren Möglichkeiten gemacht und alle Fahrzeuge ohne Schramme im Ziel“, sagte Team-Manager Ullrich Neuser. „Es war ein richtig schönes Wochenende mit perfektem Wetter, einem tollen Starterfeld und einer super Organisation durch die RCN. Was will man mehr?“

Erstmal hatte die RCN ein Drei Stunden-Zeitrennen ausgeschrieben. Dieser Wertungslauf zählte allerdings nicht zur RCN-Meisterschaft. Gleich drei Fahrzeuge brachte das Team FahrWerk an den Start: Den Honda Civic Diesel für das dmsj-Youngster-Racing-Team, einen BMW 320iS bei den Specials bis 2000 ccm und einen BMW 318iS in der Serienwagenklasse bis 1850 ccm.

Für das Highlight des Wochenendes sorgten Kevin Paefgen (Dormagen) und Robin Strycek (Dehrn). Bei den Dieselfahrzeugen siegte das Duo, obwohl ein deutlich stärkerer BMW 330d mit von der Partie war. „Von der Papierform her können wir den nicht besiegen, aber drei Stunden sind lang“, war sich das Duo in der Startaufstellung einig. Strycek nahm als Erster am Volant Platz und der 20jährige lieferte einen fehlerfreien Job ab und konnte sogar etliche Positionen im Gesamtklassement gutmachen. „Vor allem in der ersten Runde habe ich viele andere überholt. Das war echt klasse!“

Paefgen übernahm für die zweiten 90 Rennminuten und brachte den kleinen Selbstzünder sogar als Klassensieger ins Ziel. „Hier gibt es doch viele Frühbremser“, sagte der 19jährige nach der Zieldurchfahrt mit einem Schmunzeln. „Unser Honda Diesel ist wirklich kein Federgewicht. Aber wie viele andere leichte Autos ich heute ausgebremst habe, das war der Hammer.“

Am Steuer des BMW 320iS wechselten sich Ralf Kraus (Köln), Tim Neuser (Netphen) und Peter Bonk (Senden) ab. Am Ende wurde das Trio als sechster von elf Fahrzeugen in der Klasse SP3 abgewinkt. „Mehr ist mit diesem seriennahen BMW einfach nicht möglich“, sagte Kraus. „Auf jeden Fall hatten wir drei Piloten eine Menge Fahrspaß und bis auf einen eingeklappten Seitenspiegel nach einer Mini-Kollision gab es keine besonderen Vorkommnisse.“

Michael Selbach (Kürten) und sein Vater Wilfried (Bergisch-Gladbach) teilten sich das Volant im BMW 318iS. Für den Senior war es das erste Rennen seit den ADAC 24h 2007. „Ich freue mich sehr, mit meinem Sohn zusammen zu fahren. Für uns steht hier der Spaß im Vordergrund und das wir heil ankommen.“ Im teilweise feuchten Training ließ es das Duo ruhig angehen, im Rennen kam das Vater-Sohn-Team immer besser in Schwung. Platz fünf von acht Startern war ein gutes Ergebnis, zumal auf den Vierten nur 35 Sekunden fehlten. „Unsere Reifen waren schon ein paar Jahre alt und auch der Motor hat noch Potential“, sagte Michael.

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