[VLN/24h] Götz Motorsport

Informationen und Hintergründe.
Antworten
Uwe Meuren
Beiträge: 375
Registriert: Mo 14.Aug, 2006 14:59
Wohnort: Waldbüttelbrunn
Kontaktdaten:

[VLN/24h] Götz Motorsport

Beitrag von Uwe Meuren » Fr 23.Mär, 2012 11:49

„Bis zum 24h-Rennen kein Auftritt am Ring“

Eigentlich hätte Götz Motorsport (Beilstein) in der Ende März startenden Saison der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring und der Nordschleife allen Grund zu feiern: Seit zehn Jahren gehört das Team mit den schnellen Audis zum festen Bestandteil der Rennserie. In diesem Jahr ist zunächst nur das 24h-Rennen im Terminkalender fixiert. Über allen anderen Einsätzen schwebt das Schwert des Damokles.

Nach einer überaus erfolgreichen Saison 2011 plante das Team Götz Motorsport, mit Dieter und Sonja Götz an der Spitze für die kommende Saison einen großen Wurf: Man wollte ins Kundenprojekt von Audi einsteigen und in diesem Jahr mit wenigstens einem Audi TT RS an den Start gehen. Dazu jedoch war der Verkauf der beiden, zwischenzeitlich betagten, schwarzen Audi RS4 Limousinen erforderlich. „Wir inserierten unsere beiden Audis in einschlägigen Magazinen und im Internet, schnell fanden sich ernste Interessenten, die sich die Autos anschauten während wir auf die Zusage von Audi warteten“, so Sonja Götz zur damaligen Situation in der rennfreien Zeit. Anfang dieses Jahres sei dann der erste von beiden Audi RS4 in die Schweiz verkauft worden, ergänzt Sonja Götz. Bereits im Winter 2011 erhielten Sonja und Dieter Götz die Audi-Konditionen für den geplanten TT RS-Einsatz bei der VLN und beim 24h-Rennen. „Was Audi uns anbot, war inakzeptabel – wenigstens für uns als privat geführtes Rennsportteam. Nach reiflicher Überlegung traten wir vom Kundenprojekt des TT RS zurück“, schildern Dieter und Sonja Götz den Ablauf. Die Ereignisse überschnitten sich, denn zwischenzeitlich fand sich ein Käufer für den zweiten Audi RS4 von Götz Motorsport. Welch eine Krux: Dem geglückten Verkauf der Audi RS4 stand ein geplatzter Deal mit dem neuen Renngerät gegenüber.

Keine Alternativen übers Knie brechen
Götz Motorsport steht nun fast ohne Rennauto vor einer in wenigen Tagen beginnenden Saison. Was bleibt einem erfolgreichen Rennteam ohne Arbeitsgerät? „Es gab kurzfristige Überlegungen, spontan die Marke zu wechseln“, so Sonja Götz zur derzeitigen Lage, „jedoch haben wir davon rasch Abstand genommen. Auf Gedeih und Verderb sich ein völlig neues Auto zu kaufen, das wir nicht kennen – so arbeiten wir nicht. Weder in der Vergangenheit noch in der Zukunft.“ Dieter Götz ergänzt: „In der kurzen, uns verbleibenden Zeit hätten wir es nicht geschafft, ein konkurrenzfähiges Auto auf die Beine zu stellen. Und das sind wir unseren Fahrern schuldig. Auch auf die neue Fahrzeugtechnik hätten wir uns einstellen müssen. Wenn man gewissenhaft arbeitet, schafft man das eben nicht in 14 Tagen.“ Zunächst müssen die Fans am Nürburgring und der Nordschleife auf einen Boliden von Götz Motorsport verzichten. Erst beim 24h-Rennen hisst das in Beilstein ansässige Team wieder seine Fahnen im Fahrerlager des Nürburgrings. „Wir gehen mit unserem Kombi an den Start, der bis dahin technisch komplett überholt wird und in Sachen Leistung den verkauften Limousinen in nichts nachstehen wird“, so die sympathischen Teamchefs zum größten Event in der Eifel.
Zwei Fahrer konnte Götz Motorsport für das Rennen zweimal rund um die Uhr verpflichten. Axel Duffner (Hornberg) und Patrik Kaiser (Liechtenstein) sind auf dem Audi genannt. Der schnelle Koch und Hotelchef Duffner fährt seit geraumer Zeit bei Götz Motorsport und bedauert es sehr, in diesem Jahr die ersten Rennen aussetzen zu müssen. Kaiser hingegen hat keine Lücke: Nach dem Götz Motorsport den Audi TT RS nicht einsetzt, wechselte er das Team, kehrt aber zum 24h-Rennen wieder zu Götz zurück. Die beiden verbleibenden Plätze sind derzeit noch vakant, ein paar Kandidaten gibt es schon, eine letzte Entscheidung ist jedoch noch nicht getroffen. „Ob wir nach dem 24h-Rennen wieder in die Langstreckenmeisterschaft einsteigen, ist noch nicht ganz klar. Wir arbeiten an einer für alle zufrieden stellenden Lösung, wollen aber dabei nichts überstürzen“, erklärt Sonja Götz abschließend.
Text / Foto: Redaktionsbüro Uwe Meuren
Stand März 2012
Irrtümer und Änderungen vorbehalten


Bild
Ein Bild vergangener Tage: Götz Motorsport (Beilstein) wird in diesem Jahr nicht die gesamte Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring und der Nordschleife bestreiten. Die beiden Audi RS4 Limousinen sind verkauft, ein neues Auto noch nicht im Stall. Zum 24h-Rennen setzt das aus Beilstein stammende Team den altbekannten Audi Kombi ein. Das Foto entstand während des 24h-Rennen 2011am Nürburgring.

Uwe Meuren
Beiträge: 375
Registriert: Mo 14.Aug, 2006 14:59
Wohnort: Waldbüttelbrunn
Kontaktdaten:

Beitrag von Uwe Meuren » Do 05.Apr, 2012 13:32

Wegen Personalmangel kein 24h-Rennen

Noch vor wenigen Tagen stand fest, dass Götz Motorsport aus Beilstein am 24h-Rennen 2012 am 19. und 20. Mai ins Renngeschehen am Nürburgring und der Nordschleife eingreifen wird. Nachdem der Plan, einen Audi TTRS einzusetzen scheiterte und beide Audi RS4 verkauft wurden, sollte der bekannte Audi RS4 Avant wieder zum Einsatz kommen. Die beiden Teamchefs Sonja und Dieter Götz: „Per Handschlag hatten wir zwei Fahrer für das 24h-Rennen fixiert, mit zwei weiteren standen wir in regem Austausch. Kurz vor knapp zogen beide Piloten ihre Teilnahme aus verständlichen Gründen zurück. Uns blieben jetzt noch etwa sechs Wochen, um gleichwertigen Ersatz zu finden, was für uns nicht einfach ist.“ Die abgesprungenen Fahrer, so ergänzen beide, seien nicht nur schnell, sondern auch zuverlässig und materialschonend. Einen gleichwertigen Ersatz zu finden, gestalte sich recht schwer, da viele Fahrer mit diesen Attributen schon unter Vertrag stünden.
Um den bereits fixierten Fahrern die Möglichkeit zu geben einen anderen, soliden Rennstall zu finden, bei dem sie zu angemessenen Konditionen am 24h-Rennen teilnehmen können, haben Sonja und Dieter Götz kurzfristig entschieden, ihre Nennung für das diesjährige Rennen zweimal rund um die Uhr zurückzuziehen. Was danach kommt, ist noch ungewiss. „Wir wollen gerne wieder im Rahmen der VLN starten, uns aber auch nicht festlegen, ob es dieses Jahr noch dazu kommt. Unsere Planungen drehen sich schon jetzt um das kommende Jahr.“ Das gesamte Team zeigt sich enttäuscht, aber verständnisvoll und ist überzeugt, dass Sonja und Dieter Götz die richtige Entscheidung getroffen haben. „Wir wollen uns, unseren Fahrern, dem Team und unseren Fans soliden Motorsport bieten und das können wir nur gewährleisten, wenn keine unüberlegten Entscheidungen getroffen werden. Schließlich wollen wir uns auch nicht mit dem Motorsport finanziell zu Grunde richten.“
Text: Redaktionsbüro Uwe Meuren
Stand April 2012
Irrtümer und Änderungen vorbehalten

Uwe Meuren
Beiträge: 375
Registriert: Mo 14.Aug, 2006 14:59
Wohnort: Waldbüttelbrunn
Kontaktdaten:

Beitrag von Uwe Meuren » Mo 17.Sep, 2012 7:33

Back on track!

Mit dem Verkauf seiner Audi-Flotte während der Winterpause wurde es ruhig um das in Beilstein ansässige Team Götz Motorsport. Alle Pläne, rasch ein neues Rennauto aufzubauen und pünktlich an den Start der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN) zu bringen, scheiterten. „Das Bestreben, unseren Stammfahrern bezahlbaren Motorsport zu bieten, zerschlug sich schnell: Alle eingehenden Angebote über konkurrenzfähige Autos waren finanziell von uns nicht zu stemmen. Schließlich ist Motorsport für uns eine Passion und noch kein Erwerbszweig“, lässt Teamchefin Sonja Götz vor wenigen Tagen verlauten. Im Mai, als die VLN-Saison voll im Gange und das 24h-Rennen auf dem Nürburgring schon Geschichte war, sei man zufällig im Internet fündig geworden, ergänzt die Chefin. „Zum Verkauf stand ein unfallbeschädigter VW Scirocco, dessen Basis schon für die Rennserie auf dem Nürburgring perfekt vorbereitet war. Schnell wurden wir uns mit dem Verkäufer handelseinig und rasch begann unser Team unter der Leitung meines Mannes Dieter mit der Reparatur und den für uns erforderlichen Umbaumaßnahmen“, erzählt Sonja Götz weiter.
Nach knapp fünf Monaten Bauzeit erfolgte am Montag dieser Woche das erste Rollout auf dem Bosch Test-und Prüfgelände in Boxberg / Unterfranken. Teamchef Dieter Götz erklärte im Vorfeld der ersten Runden auf dem High-Speed-Oval: „Wir wollen jetzt nur wissen, ob der Motor rund läuft, das sequentielle Doppelschalt-Getriebe funktioniert, die Bremsen ordentlich arbeiten und die Elektronik keine Probleme macht. Der Schaden sah auf den ersten Blick schlimmer aus, als er am Ende war. Glück für uns. Dafür gab es reichlich Probleme, an Ersatzteile zu gelangen, da VW selbst keine Teile mehr hat und alle verfügbaren schon vor langem an ein Motorsportteam verkauft hat. Wir waren also gezwungen, viele Teile selbst zu fertigen, was zwar reichlich Aufwand bedeutete, andererseits uns viel Verständnis für den Wagen und die Technik brachte.“ Rund 45 Minuten drehte Dieter Götz seine Runden in Boxberg, unterbrochen von Stopps, bei denen immer wieder die Komponenten geprüft wurden. Mit zufriedener Miene lässt der Teamchef den Wagen im Auflieger verschwinden und merkt an, dass erstaunlicherweise nur kleine, lösbare Probleme aufgetreten seien.

Weitere Neuigkeiten rund ums Team
Götz Motorsport plant mit dem neuen Auto schon beim nächsten Rennen an den Start der Langstreckenmeisterschaft zu gehen, ohne Anspruch auf Punkte und Pokale zu erheben. „Für uns sind die beiden letzten Rennen der Saison lediglich Testläufe, bei denen wir den Wagen zum einen auf die Rennstrecke abstimmen, zum andern die Funktion unter Rennbedingungen testen wollen“, so Sonja und Dieter Götz nach dem Test. Die Fahrerfrage werde sich bis dahin ebenfalls geklärt haben, schließlich stehe man in engem Kontakt zu einer ganzen Reihe potentieller Piloten, ergänzen beide zuversichtlich. Für das Team bedeutet der Scirocco einen Einstieg in eine starke Klasse im Rahmen der VLN. Im siebten Rennen starteten 16 Autos in der Klasse SP3T – damit heimsen Podiumskandidaten eine Menge Punkte ein.
Die Kostenfrage stand aus einem weiteren Grund ganz oben auf der Agenda: Das Team befindet sich in der Planung einer Standortvergrößerung. „Wir haben zwar eine Halle mit kompletter Werkstattausrüstung“, erklären die beiden einstimmig, „diese ist aber nicht wirklich repräsentativ – auch wenn alles pikobello ist. Wir planen eine neue Halle, die wir auch für Veranstaltungen unserer Sponsoren nutzen und wo wir unbeengt arbeiten können. Überdies wollen wir mit unserem kommenden Ingenieursnachwuchs aus der Familie verstärkt im Teilebau tätig werden. Dazu benötigen wir mehr Maschinen und mehr Platz.“

Zunächst jedoch steht Lauf acht am 29. September der Saison auf dem Plan. Auch wenn die Erwartungen nicht zu hoch angesetzt sind, hofft jeder im Team auf ein problemloses Rennen.
Text und Foto: Redaktionsbüro Uwe Meuren
Stand September 2012
Irrtümer und Änderungen vorbehalten



Bild
Mit diesem VW Scirocco kehrt Götz Motorsport in die Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN) zurück. Das Team wird mit dem neu aufgebauten Boliden die Rennen neun und zehn in der Klasse SP3T mit noch unbenannter Fahrerpaarung bestreiten. Die Teamchefs Sonja und Dieter Götz betrachten beide Rennen als Testläufe für die kommende Saison. Dann will das Team alle Rennen inklusive des 24h-Rennen an Pfingsten bestreiten.

Uwe Meuren
Beiträge: 375
Registriert: Mo 14.Aug, 2006 14:59
Wohnort: Waldbüttelbrunn
Kontaktdaten:

Beitrag von Uwe Meuren » Di 02.Okt, 2012 9:05

Gelungenes Debüt

Der neunte Lauf zur Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN) 2012 war für Götz Motorsport aus Beilstein kein wirkliches Rennen, sondern ein erster Testlauf für das neue Auto. Keiner im Team schielte auf Rundenzeiten oder Platzierungen, sondern auf technische Daten und die Aussagen der Fahrer. Am Ende freute sich die sympathische Mannschaft über eine fehlerfreie Fahrt des VW Scirocco GT 24, die rosige Aussichten für kommende Einsätze versprach.

Mit herbstlicher Frische und feuchter Strecke empfing die Eifel am vergangenen Wochenende 182 Teilnehmer zum neunten und vorletzten Rennen der VLN-Saison 2012. Nicht neu, aber mit neuem Auto mittendrin: Götz Motorsport mit einem komplett neu aufgebauten VW Scirocco GT 24. Axel Duffner (Hornberg) und Dirk Maier (Albstadt) hatten am Freitagmorgen bereits etliche Testkilometer abgespult, so dass der Wagen sich seiner ersten „Nordschleifen-Bewährungsprobe“ stellen konnte. Duffner ging als erster auf die Strecke, drehte drei Runden über den Grand Prix-Kurs, ehe er für zwei Runden auf die Nordschleife fuhr. Mit einer Zeit von 9:31 Minuten kehrte er in die Box zurück und übergab Maier das Auto, der drei Runden auf der fast 25 Kilometer langen Rennstrecke drehte und die Zeit von Duffner nur knapp verpasste. In der folgenden Pause gab es für die Mannschaft von Sonja und Dieter Götz nicht wirklich viel zu tun, im Gegensatz zu zahlreichen anderen Teams: Schon im Training gab es viele, zum Teil schwere Unfälle, die viele Fahrer immer wieder einbremsten.
Pünktlich um zwölf Uhr überquerte der Götz-Scirocco GT 24 erstmalig die Start-Ziellinie und Startfahrer Axel Duffner machte zunächst alles richtig: Aus den zum Teil heftigen Kämpfen der ersten Kurven hielt er sich raus, wodurch er zwar ein paar Plätze verlor, dafür aber ohne Blessuren weiterfahren konnte. Insgesamt sieben, nahezu problemlose Runden drehte Duffner, ehe er den Wagen an Maier übergab, der seinerseits sieben Runden drehte, ehe er die Box ansteuerte, um Duffner wieder ins Rennen zu schicken. Diesmal jedoch spielte die Technik nicht so einwandfrei mit: Per Kontrollleuchte meldete sich ein abfallender Öldruck zu Wort, worauf Duffner vorsichtshalber die Box anfuhr, um den Fehler kontrollieren und beheben zu lassen. Die Crew füllte den Schmiermittelvorrat auf und wechselte gleichzeitig ein Steuergerät, da Duffner über zu lange Schaltzeiten der Wippen-Schaltung klagte. Ab dann lief der Wagen wieder tadellos und der Hornberger konnte nach fünf Runden das Auto an Dirk Maier übergeben, der weitere sechs Runden drehen konnte, ehe das Rennen durch die schwarz-weiß karrierte Flagge beendet wurde. Insgesamt lieferte der Scirocco GT 24 in seiner Feuertaufe 24 nahezu problemlose Runden ab. Damit wurde das Team 65. in der Gesamtwertung und siebter in der Klasse SP3T, in der 17 Autos an den Start gingen. Das Rennen war von zahlreichen Un- und Ausfällen geprägt: Nur 119 der gestarteten 182 Autos sahen nach vier Stunden das Ziel – 63 Fahrzeuge mussten das Rennen vorzeitig beenden.
Das Saisonfinale startet mit Lauf zehn am 27. Oktober 2012, die Renndistanz beträgt vier Stunden.
Text / Foto: Redaktionsbüro Uwe Meuren
Stand: September 2012
Irrtümer und Änderungen vorbehalten


Stimmen nach dem Rennen
Dieter Götz, Teamchef
„Grundsätzlich sind wir sehr zufrieden: Das Auto hat gehalten, unsere technischen Einstellungen haben weitestgehend gepasst und nun müssen wir an der gesamten Performance arbeiten – dazu zählen auch die Fahrer.
Der Wagen ist an diesem Wochenende gut und gerne zehn Stunden nahezu problemlos gelaufen. Es gibt noch ein paar kleinere elektronische Probleme, die wir bis zum nächsten Rennen beheben werden. Ich bin überzeugt, dass wir die Ursachen ausfindig machen und ausräumen werden. Beispielsweise stimmt die Abstimmung zwischen Schaltung und Getriebe noch nicht 100prozentig. Auch die Fahrwerksabstimmung ist im Grunde genommen gut, wobei wir hier noch im Detail Veränderungen vornehmen werden, um den Reifen besser zu nutzen. Wir sind bewusst in diese starke Klasse eingestiegen, um im kommenden Jahr in den zehn Rennen auch kräftig Punkte sammeln zu können. Ich bin überzeugt, dass wir vom gesteckten Ziel nicht mehr weit entfernt sind, bin mir gleichzeitig auch im Klaren, dass die Spitzenteams der Klasse einen deutlichen Vorsprung haben. Im nächsten Rennen muss jedoch schon eine deutliche Steigerung erkennbar sein. Dazu werden wir in den vier Wochen Pause ein paar Testtage einbauen, an denen sich die Fahrer mit dem Auto noch vertrauter machen können.“

Axel Duffner, Fahrer
„Das Auto ist in nichts mit den Audis zu vergleichen: Es ist einfacher zu fahren, gleichzeitig aber auch deutlich agiler, da deutlich leichter. Ich bin überzeugt, dass Auto und Team das Zeug dazu haben, künftig deutlich weiter vorne zu fahren. Der Wagen macht Spaß und das Team sowieso. In diesem Jahr bin ich nur beim 24h-Rennen an den Start gegangen und dort auch nicht wirklich zum Fahren gekommen. Die Nordschleife ist immer wieder neu – und so muss ich mich erst wieder „einschießen“. Auf der Strecke wurde zwar fair gefahren, aber dennoch kam es zu vielen Unfällen. Ich hatte nicht eine freie Runde – ständig musste ich Unfallstellen durchfahren oder aufpassen, nicht auf einer Ölspur auszurutschen. Das war echt extrem und da habe ich so noch selten erlebt. Ich habe mich aus allem rausgehalten, bin mein Rennen gefahren und hatte extrem viel Spaß. Jetzt freue ich mich auf die Testtage und das nächste Rennen.“

Dirk Maier, Fahrer
„Ein tolles Team, ein tolles Auto – einfach alles nahezu perfekt. Die wenigen Kinderkrankheiten am Auto wird das Team sicherlich bald beseitigt haben, so dass ernsthaft angegriffen werden kann. Auf der Strecke gab es extrem viele Unfälle, viele Ölspuren und zahlreiche technische Ausfälle. Schon im Training ging es mit den Unfällen los. Offenbar waren fünf Wochen Pause für einige Fahrer zu viel. Man musste ständig aufpassen, sich in den Trümmerfeldern nicht einen Fremdkörper einzufangen, der zum Reifenschaden führte. Davon abgesehen hatte ich ein ruhiges Rennen und viel Spaß im Scirocco von Götz Motorsport. Beim Team habe ich mich außerdem sehr wohl gefühlt.“

Bild
Bei seinem Debüt lief der neue Götz-Renner, ein VW Sirocco GT24, fast zehn Stunden ohne Probleme. Im Rennen konnten Axel Duffner (Hornberg) und Dirk Maier (Albstadt) noch nicht ganz das Tempo der Spitze gehen. Das ganze Team ist jedoch davon überzeugt, spätestens in der Saison 2013 den Anschluss an die Top-Teams hergestellt zu haben. Teamchef Dieter Götz erwartet schon im nächsten Rennen, Ende Oktober, eine deutlich sichtbare Steigerung.

Uwe Meuren
Beiträge: 375
Registriert: Mo 14.Aug, 2006 14:59
Wohnort: Waldbüttelbrunn
Kontaktdaten:

Beitrag von Uwe Meuren » Fr 22.Mär, 2013 10:37

Zwei Klassen-Gesellschaft

GÖTZ Motorsport ist längst zum festen Bestandteil der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN) geworden, auch wenn sich das Team aufgrund innerer Umstrukturierung im vergangenen Jahr auf der Nordschleife rar gemacht hat. Dafür kommt das aus Beilstein stammende Team jetzt umso gewaltiger zurück – mit einem VW Scirocco GT24 und einem Opel Astra Cup.

Zwei Rennteilnahmen, geplant als Testläufe, brachten das Beilsteiner-Team GÖTZ Motorsport zum Saisonende zurück auf den Nürburgring. Wie bekannt, wurde das letzte Rennen der Serie aufgrund eines frühen Wintereinbruchs nicht gestartet und so musste man mit nur einem echten Testrennen in die Winterpause gehen. Über den noch andauernden Winter hat sich GÖTZ Motorsport materiell und personell verstärkt. Teamchef Dieter Götz: „Wir sind schon immer mit zwei Autos in der VLN und beim 24h-Rennen an den Start gegangen – und das wollten wir auch 2013. Neben dem bereits 2012 aufgebauten VW Scirocco GT24 haben wir die Chance ergriffen, einen der auf 20 Fahrzeuge limitierten Opel Astra Cup zu kaufen.“ Einer der Gründe in den Opel-Cup einzusteigen, sei die zu erwartende Spannung gewesen, schließlich gingen alle Cup-Teilnehmer mit gleichem Material auf die Strecke und am Ende entscheiden die fahrerische Leistung und Fortuna über Hopp oder Topp, ergänzt der Dieter Götz. Aber auch die Zeitersparnis ließen die GÖTZ-Würfel zu Gunsten des Astras fallen: Die am Cup teilnehmenden Teams erhalten einen fix und fertigen Rennwagen, an dem keine Aufbau- oder Umbauarbeiten vorgenommen werden müssen. Lediglich das teameigene Fahrzeugdesign ist aufzubringen.
Auch beim Scirocco GT24 mussten nur ein paar wenige Detaillösungen eingearbeitet werden. „Der Wagen hat im letzten Jahr schon ein Rennen bestritten und sich bewährt. Wie wir alle wissen, sind es die kleinen Dinge, die schnell machen oder ein Team straucheln lassen. Entsprechend haben wir am VW lediglich Präventivarbeit betrieben.“

Neue Besatzung hinterm Volant
Während für den Opel das Fahrerduo für die gesamte Saison fixiert ist, ist der Volkswagen bisher nur für sechs Rennen fest in die Saison eingeplant. „Das Vater-Sohn Gespann Axel und Max Friedhoff teilt sich mit Anthony Toll während der gesamten Saison das Opel-Cockpit, Thomas Haider und Dirk Maier werden gemeinsam sechs Rennen in der VLN auf dem Scirocco GT24 fahren. Beim 24h-Rennen wird Olaf Schley die Mannschaft verstärken, mit anderen Fahrern stehen wir insbesondere wegen des Rennens zweimal rund um die Uhr in Verhandlung. Wir wollen auch beim Saison-Highlight beide Autos einsetzen“, so Teamchefin Sonja Götz zur Personalsituation.
Die Chancen, in einer der beiden stark besetzten Klassen auf Anhieb Podestplätze einfahren zu können, sieht der Teamchef als schwer aber nicht unmöglich: „Es sind viele alte Hasen sowohl im Cup als auch in der SP3T unterwegs. Aber mit konstanter Leistung und stabiler Technik bin ich überzeugt, den einen oder anderen Achtungserfolg zu erringen. Für uns wird dieses erste Jahr ein Lehrjahr.“

Die Fahrer
Axel Friedhoff (48 / Bergweiler), Opel Astra Cup
„Ich fahre seit meinem 18. Lebensjahr Rennen, habe ein paar 24h-Rennen und etliche VLN-Läufe bestritten. Ursprünglich komme ich jedoch aus dem Rallyesport. GÖTZ Motorsport war mir aus der VLN bekannt. Bei der Teamwahl war mir familiäre Atmosphäre wichtig. Kompetenz, Erfahrung und Ernsthaftigkeit sind ebenfalls extrem wichtig, stehen aber nicht im Vordergrund – schließlich ist es mein Hobby, soll Spaß machen und mich nicht unter Druck setzen. Ich hoffe, dass wir über die gesamte Saison unfallfrei ins Ziel kommen, den einen oder anderen Punkte- oder Preisgeldrang einfahren und dabei jede Menge Spaß haben. Ich weiß, dass ein Cup eine eigene Dynamik hat und sich im Laufe der Zeit entwickelt – wir werden die ersten Rennen abwarten, bevor wir reagieren. Meinem Sohn schenke ich den einen und anderen Start im Cup – damit erfülle ich mir einen lang gehegten Traum. Max ist 19, Rheinlandpfälzischer Kart-Slalom-Meister, hat mehrfach an der deutschen Meisterschaft teilgenommen und ist auch 24h-Rennen mit dem Kart gefahren. Jetzt fahren wir gemeinsam Autorennen, worauf ich mich riesig freue!“

Anthony Toll (27 / Stuttgart), Opel Astra Cup
„Ich lasse mich auf ein gewagtes Unternehmen ein: Meine erste Saison und gleich der Start in einem Cup – das wird für mich und das Team sehr spannend. Sicherlich werde ich nicht auf Anhieb um Pokale kämpfen, aber darum geht’s in meinem Lehrjahr auch nicht. Erfahrung sammeln, an meinem Fahrstil und der Linie arbeiten, Spaß zu haben und endlich meine Leidenschaft in einem renommierten Team ausleben zu können hat Vorrang. Mit Fitnesstraining, Onboard-Analysen und zahlreichen Runden mit dem privaten Auto auf der Nordschleife habe ich mich auf die Saison vorbereitet. Zu behaupten, ich sei nicht nervös oder aufgeregt, wäre so nicht ganz richtig, allerdings habe ich weniger Angst als viel mehr Respekt und jede Menge Vorfreude auf den bevorstehenden Cup.“

Dirk Maier (46 / Albstadt), VW Scirocco GT24
„Ich bin schon letztes Jahr ein Rennen auf dem Götz-Scirocco gefahren und war von Auto und Team gleichermaßen begeistert. Ich werde voraussichtlich sechs Rennen fahren, letztendlich mache ich dies jedoch abhängig vom Ergebnis. Ich weiß, dass die Klasse SP3T stark besetzt ist, dass gute Fahrer hier unterwegs sind, aber mit meinem Fahrerkollegen Thomas Haider, der Zuverlässigkeit und Konstanz von GÖTZ Motorsport denke ich, realistische Chancen auf regelmäßige Top 5-Ergebnisse zu haben. Ich freue mich auf die neue Saison und auf das Team.“

Thomas Haider (54/Köln), VW Scirocco GT24
„Mein erstes Jahr auf einem frontgetriebenen Auto – ich bin gespannt, wie ich mit dem Wagen zu recht komme, denke jedoch, dass ich reichlich Spaß habe und einige Achtungserfolge einfahren kann. Götz Motorsport war mir schon länger bekannt, aber erst durch Dirk Maier, mit dem ich im letzten Jahr ein paar Rennen bei Scheid Motorsport bestritten habe, kam ein intensiver Kontakt zum Team zustande. Ich will bei einem soliden, freundlichen und familiären Team mein Hobby ausüben. Freilich sind wir nicht zum Kaffeetrinken am Ring, aber einem Leistungsdruck will ich mich auch nicht mehr aussetzen.“
Text und Foto: Redaktionsbüro Uwe Meuren
Stand: März 2013
Irrtümer und Änderungen vorbehalten




Bild
Der VW Scirocco GT24 konnte sich in der Saison 2012 beim vorletzten Rennen beweisen: Nur Detaillösungen wurden vom Team über Winter eingearbeitet um den Wagen vor kleinen, technischen Unzulänglichkeiten zu schützen. Neben dem Scirocco GT24 setzt GÖTZ Motorsport einen Opel Astra Cup ein – beide Autos sollen auch am 24h-Rennen im Mai antreten.

Uwe Meuren
Beiträge: 375
Registriert: Mo 14.Aug, 2006 14:59
Wohnort: Waldbüttelbrunn
Kontaktdaten:

Beitrag von Uwe Meuren » Di 16.Apr, 2013 7:26

Gelungener Start in neue Saison

Einsortieren, Standpunkt bestimmen, zusammen finden – unter diesen Gesichtspunkten ging Götz Motorsport mit neuen Fahrern an den Start des ersten Rennens der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN). Das Beilsteiner Team setzte dabei auf den VW Scirocco GT24, der schon 2012 ein Testrennen absolvierte und einen Opel Astra OPC in der neuen Cup-Wertung.

Mit Axel Friedhoff (Bergweiler) hatte Götz Motorsport einen echten Routinier auf dem neuen Opel Astra OPC – seine beiden Fahrerkollegen, sein Sohn Max und der Stuttgarter Anthony Toll, sind absolute Neulinge im Renngeschäft auf dem Nürburgring. Der VW Scirocco GT24 hingegen wurde von tatsächlich „alten Hasen“ pilotiert: Thomas Haider (Köln) fuhr lange auf der Nordschleifenlegende „Eifelblitz“, Dirk Maier (Albstadt) geht seit Jahren auf unterschiedlichen Autos an den Start und Andres Serrano (Ecuador) fährt seine vierte Saison in der Eifel und konnte beim 24h-Rennen bereits einen zweiten Platz der Klasse verbuchen.
Die sechs Fahrer waren sich nach dem Training einig: Extrem schwierige Bedingungen durch eine teilweise nasse und damit extrem rutschige Fahrbahn machten einen echten Angriff auf die Pole-Position der Klasse nahezu unmöglich. Hinzu kamen bereits im Training zahlreiche Unfälle, die immer wieder für eine Unterbrechung des Rhythmus` bei den Fahrern sorgte. Dennoch waren alle mit der eingefahrenen Zeiten zufrieden und letztendlich fanden sich beide Autos im jeweiligen Mittelfeld der entsprechenden Klassen. Mit insgesamt 15 Teilnehmern stellte sich das Scirocco-Trio einer gut gefüllten Klasse, die Mannschaft des Opel Astra OPC musste sich 17 Konkurrenten stellen.

Viele Unfälle, Götz bleibt verschont
Die jeweiligen Startfahrer hielten sich aus dem üblichen Getümmel der ersten Runden raus, ließen auch ungestüme Kollegen ziehen, wohl wissend, dass ein Langstreckenrennen nicht mit einer schnellen Runde gewonnen wird. Sie sollten recht behalten: Unmittelbar nach dem Start begann eine nicht endende Unfallserie rund um die gut 25 Kilometer lange Rennstrecke. Die Fahrer von Götz Motorsport gaben alles, um konstante Rundenzeiten abzuliefern, was durch die Vielzahl der Störungen nicht immer möglich war. Nicht nur die Startfahrer litten unter den wahrhaft „chaotischen Zuständen“ auf der Strecke – auch die folgenden Fahrer hatten mit diesen Unzulänglichkeiten zu kämpfen. Abgesehen von einem Dreher des VW Scirocco GT24 aufgrund kalter Reifen – der jedoch ohne Folgen blieb – hatte das Team keine Probleme und konnte den Saisonauftakt in Ruhe beenden. Die Mannschaft des Opel Astra OPC mit den beiden VLN-Novizen Toll und Friedhoff beendete in der stark umkämpften Klasse CUP1 das Rennen nach vier Stunden und 22 Runden auf einem guten 14. Rang.
Nicht minder erfolgreich der VW mit deutsch-ecuadorianischer Besetzung: In der Klasse SP3T drehten Haider/Maier/Serrano binnen vier Stunden Renndistanz 24 Runden, was einen hervorragenden fünften Platz bedeutete.

Das nächste Rennen startet am 27. April 2013, die Renndistanz beträgt vier Stunden.

Stimmen nach dem Rennen
Dieter Götz, Teamchef
„Unsere Autos sind problemlos gelaufen, unbeschädigt und die Fahrer sind zufrieden. Wir starten in zwei Klassen, in denen hart gekämpft wird, in denen großer Konkurrenzdruck herrscht. Dennoch haben unsere Fahrer ohne Schrammen das Rennen überstanden. Das alleine fordert schon Anerkennung. Für uns war wichtig zu erfahren, wo wir stehen, woran wir künftig noch arbeiten müssen und was die Fahrer an sich selbst noch verbessern müssen. Ich bin überzeugt, dass sowohl technisch als auch fahrerisch noch einige Sekunden zu finden sind – das werden wir im Laufe der Saison auch erarbeiten. Dennoch steht für uns der Spaß am Motorsport im Vordergrund, wir wollen die Fahrer nicht unter Druck setzen, damit sie nicht über ihre Grenzen fahren. Die beiden Anfänger haben wir bewusst ins Team geholt, um ihnen Spaß am Motorsport zu vermitteln, sie aufzubauen und um langfristig mit ihnen in der VLN an den Start zu gehen.“

Axel Friedhoff (Bergweiler), Opel Astra Cup
„Der Opel ist absolute Spitze – einfach, schnell, sicher. An die Motor-Getriebe-Abstimmung muss ich mich erst noch gewöhnen, der Wagen verlangt exakte Schaltpunkte, um die volle Leistung aus jeder Ecke zu haben. Die Rahmenbedingungen waren nicht optimal, viele Unfälle unterbrachen immer wieder den Fahrfluss. Dennoch hatte ich viel Spaß und habe selbst gemerkt, wie ich Runde für Runde sicherer und schneller wurde. Danke an das Team für den tollen Wagen und die Klasse-Betreuung.“

Anthony Toll (Stuttgart), Opel Astra Cup
„Wow – mein erstes Rennen überhaupt und dann direkt in einem Starterfeld von mehr als 200 Autos. Ein beeindruckendes Erlebnis. Ebenso beeindruckend der Opel, der sich ganz einfach fahren lässt und einem stets ein sicheres Gefühl vermittelt. Schön, dass die Erwartungen von Götz nicht zu hoch waren, so konnte ich ohne Druck erste Erfahrungen sammeln. Und die gleich reichlich: nasse Piste im Training, viele Unfallstellen, unheimlich viel Verkehr, Sonnenschein, kalte Reifen und eine wahnsinnig schöne Kulisse. Ich freue mich schon jetzt auf das nächste Rennen und das tolle Team.“

Max Friedhoff, (Bergweiler) Opel Astra OPC
„Die nasse Strecke im Training hat gleich ihren Tribut gefordert und viele Unfälle verursacht. Ich kam erstaunlich gut mit den schweren Bedingungen zurecht – was nicht zuletzt auch an dem echt tollen und einfach zu fahrenden Auto lag. Das Rennen hat echt Spaß gemacht. Ich bin den letzten Stint gefahren, bis dahin war das Feld schon ordentlich aussortiert und ich konnte ohne Bedrängnis meine Runden drehen. Allerdings haben zum Schluss die Reifen enorm abgebaut. Mit Spannung blicke ich schon jetzt in Richtung des nächsten Rennens.“

Dirk Maier (Albstadt), VW Scirocco GT24
„Einen gutmütigen Scirocco hat Götz Motorsport auf die Beine gestellt – selbst unter den schwierigen Bedingungen im Training relativ einfach zu fahren. Am Setup müssen wir noch arbeiten, die Hinterräder werden nur sehr langsam warm – ich bin aber überzeugt, dass wir das schnell in den Griff bekommen. Im Rennen habe ich mich direkt nach dem Start in der ersten Kurve gedreht, Gott sei Dank konnten alle folgenden Autos ausweichen. Danach habe ich eine Aufholjagd gestartet und konnte mich wieder im vorderen Feld einsortieren. Ich bin überzeugt, dass es schon bald weiter vor geht mit dem Wagen – das ist auch mein Ziel.“

Thomas Haider (Köln), VW Scirocco GT24
„Als gewohnter Fahrer auf Heck getriebenen Autos muss ich mich erst an den Fronttriebler gewöhnen. Ich habe aber schon nach wenigen Runden gemerkt, dass der Wagen ein hohes Spaß-Potential hat, gut vorbereitet ist und man mit ihm durchaus das Tempo der Spitze gehen kann. Im Training habe ich mich zurück gehalten, im Rennen bei trockener Piste bin deutlich schneller gefahren, um mich Runde für Runde an den Grenzbereich zu tasten. Ich muss noch konzentrierter fahren, um weiter vor zu kommen – alles eine Sache der Übung. Das Material und das Team dazu habe ich gefunden.“

Andres Serrano (Ecuador), VW Scirocco GT24
“Was für ein aufregendes Rennen: Im Training habe ich mich in der Eiskurve auf nasser Strecke gedreht. Glück im Unglück, dass ich nicht in die Leitplanke gerutscht bin. Mit dem Ergebnis des Rennens bin ich sehr zufrieden, denn immerhin saß ich zum ersten Mal in dem Auto und bin eigentlich der typische Hecktrieb-Fahrer. Aber ich muss sagen, dass der Scirocco echt viel Spaß gemacht und Götz den Wagen erstklassig vorbereitet hat. Im Rennen herrschte viel Verkehr, es gab reichlich Unfälle und sehr viele Unterbrechungen des Fahrflusses. Ich muss mich jetzt an die Grenzen tasten, was ich schon in 14 Tagen machen kann, worauf ich mich freue.“


Bild
Mit zwei Autos startete Götz Motorsport (Beilstein) am vergangenen Wochenende in die Saison 2013 der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN). In der Klasse Cup1 ging der Opel Astra OPC an den Start, während der VW Scirocco GT24 in der Klasse SP3T gewertet wurde. Beide Klassen sind hart umkämpft und ordentlich gefüllt.

Bild
Das Vater-Sohn Gespann Axel und Max Friedhoff (Bergweiler) starteten zusammen mit dem Stuttgarter Anthony Toll auf dem Opel Astra OPC. Fehlerfrei beendeten die drei nach vier Stunden das Rennen auf Rang 14 der Klasse Cup1 – mit diesem Ergebnis war das ganze Team zufrieden.

Bild
Mit dem VW Scirocco fuhr das erfahrene Trio Thomas Haider (Köln), Dirk Maier (Albstadt) und Andres Serrano (Ecuador) im ersten Rennen der Saison auf einen hervorragenden fünften Rang in der Klasse SP3T.

Text und Foto: Redaktionsbüro Uwe Meuren
Stand: April 2013
Irrtümer und Änderungen vorbehalten

Uwe Meuren
Beiträge: 375
Registriert: Mo 14.Aug, 2006 14:59
Wohnort: Waldbüttelbrunn
Kontaktdaten:

Beitrag von Uwe Meuren » Di 30.Apr, 2013 9:13

Ziel erreicht!

Der zweite Lauf zur Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN) sollte ein schwieriger für die beiden noch jungen Fahrertrios von Götz Motorsport (Beilstein) werden: Ende April gab der Winter ein kurzes Gastspiel und sorgte mit Temperaturen um den Gefrierpunkt, Graupel, Nebel, Regen und starkem Wind für unwirkliche Rennbedingungen. Trotz allem schafften es beide Autos unbeschadet ins Ziel.

Wie schon im ersten Rennen schickte Götz Motorsport auch im zweiten Lauf zwei Autos ins Rennen um die Langstreckenmeisterschaft. Der im Cup gewertete Opel Astra OPC wurde erneut von Max Friedhoff (Bergweiler) und Anthony Toll (Stuttgart) pilotiert. Unterstützung erhielten beide Youngster durch den erfahrenen Piloten Lars Holtkamp (Düsseldorf), der sich im historischen Langstreckensport sowie mit erfolgreichen Teilnahmen an Gleichmäßigkeitsprüfungen einen guten Namen eingefahren hat. Jedoch war es Max Friedhoff der im 1,5stündigen Training die schnellste Runde drehte und den Opel Astra OPC auf den 120. Startplatz des gesamten Feldes stellte. In der Cup-Wertung reichte die Zeit von 11:56 Minuten für Rang 10 von 20 ins Training gestarteten Fahrzeugen.
Insgesamt 15 Starter waren für die Klasse SP3T gemeldet, in der Axel Friedhoff (Bergweiler), Dirk Maier (Albstadt) und Andres Serrano (Ecuador) mit dem VW Scirocco GT24 an den Start gingen. Auch hier lief das Training zufriedenstellend und ohne Probleme: Die drei drehten fünf Runden und erreichten mit 11:50 Minuten den zwölften Startplatz der Klasse und den 112. der Gesamtwertung. Übrigens: Knapp 230 Autos nahmen das Training auf, 220 starteten um 12:00 Uhr in das vier stündige Rennen.

Weiterentwicklung erkennbar
Den Start auf dem Scirocco fuhr Dirk Maier. Viel Wasser und wenig Sicht veranlassten ihn zu besonnener Fahrt, was ihm den Verlust von einigen wenigen Plätzen einbrachte. Nach zwei langsameren Runden kam Maier richtig in Schwung, reduzierte kontinuierlich seine Rundenzeiten und konnte sich so langsam wieder nach vorne arbeiten – am Ende reichte es nicht mehr ganz dazu, den Startplatz wieder zu erreichen. In Runde acht übernahm Axel Friedhoff den VW Scirocco GT24, den er erstmalig fuhr. Während seiner Runden trocknete die Ideallinie zusehends ab, was die Rundenzeiten deutlich reduzierte. Am Ende jedoch zollten die Regenreifen der trocknen Ideallinie ihren Tribut und verloren so an Haftung, was den Routinier zur gemäßigten Fahrt zwang. Nach der 13. Runde steuerte er die Box an, um den Wagen an Andres Serrano zu übergeben. Serrano beging einen Fehler, in dem er sich, trotz nahezu komplett trockner Piste für Regenreifen entschied. Dieser Fehlgriff zwang ihn nach zwei Runden zum erneuten Boxenstopp, um sich profillose Slicks montieren zu lassen. Die kalten Reifen ließen den Wagen extrem rutschen, Serrano vermutete ein technisches Problem und steuerte nach nur einer Runde erneut die Box an, um den Wagen checken zu lassen, der jedoch keine Fehler hatte. Serrano startete erneut und konnte jetzt auch seine Klasse beweisen, in dem er mit 10:02 Minuten die schnellste, teaminterne Runde für sich verbuchte. Nach vier Stunden Renndistanz und 20 gefahrenen Runden überquerte das Trio auf Rang neun der Klasse und Rang 112 der Gesamtwertung mit dem VW Scirocco GT24 die Ziellinie.

Rookies machen tollen Job
Opel-Startfahrer Holtkamp haderte wie sein Teamkollege mit den schwierigen Streckenbedingungen, bekam weder Reifen noch Bremse auf Temperatur. Mit dem Ziel den Wagen ohne Blessuren über seine Runden zu bringen, versuchte er sich aus allem raus zu halten, erhielt aber völlig unschuldig einen heftigen Rempler, der ihm seinen Rhythmus kaputt machte. Wissend, es eigentlich besser zu können, kämpfte er an seiner Grenze und konnte ein paar Positionen gut machen. Rookie Anthony Toll fand etwas bessere Bedingungen vor, konnte den Opel richtig laufen lassen. Defensiv aber bestimmt verteidigte er seine Position, wurde Runde um Runde schneller, ehe er den Wagen in Runde 15 an Max Friedhoff übergab. Der junge Nachwuchspilot ging auf Slicks ins Rennen und konnte auf komplett trockner Ideallinie gute Rundenzeiten fahren. Mit 10:13 Minuten war er der schnellste des Opel Astra OPC-Trios. Am Ende durften die drei auf 20 Rennrunden, den 129. Gesamtrang und den 16. Platz in der Klasse zurück blicken.
Götz Motorsport bereitet sich nun intensiv auf das 24h-Rennen (19./20. Mai) vor. Das Team startet dann mit dem VW Scirocco GT 24.

Stimmen nach dem Rennen
Dieter Götz, Teamchef
„Wir sind zufrieden mit der Leistung unserer Fahrer. Auch wenn die Platzierungen es nicht auf Anhieb erkennen lassen: Alle haben sich deutlich gesteigert, konnten ihre gewonnenen Erfahrungen in schnelle Runden umwandeln und haben ein schwieriges Rennen ohne Schäden überstanden. Der Schubser, den Lars Holtkamp erhalten hat, war fürs Blech deutlich weniger dramatisch als für seinen Fahrrhythmus. Die schwierige Situation – viele Autos, viel Wasser, wenig Sicht und eine harte Fahrweise der schnellen Autos – haben alle Fahrer trotz geringer Fahrpraxis hervorragend gemeistert. Wenn wir nach dem 24h-Rennen endlich mal einen Lauf mit normalem Wetter haben, werden unsere Rundenzeiten sicherlich deutlich zurückgehen. Davon bin ich überzeugt. Danke an die Mechaniker-Crew, die wieder sehr professionell und dennoch mit Spaß an der Sache gearbeitet hat.“

Lars Holtkamp (Düsseldorf), Opel Astra Cup
“Das Auto macht riesig Spaß und ist einfach zu fahren. Die Bedingungen waren heute sehr schwer. Danke an das Team für die herzliche Aufnahme. Ich habe mich von der ersten bis zur letzten Minute wohlgefühlt.“

Anthony Toll (Stuttgart), Opel Astra Cup
„Ein schwieriges Rennen – zuerst nass, dann immer trockner. Dennoch hatte ich Spaß und bin mit meiner Leistung zufrieden: Ich konnte mich verbessern und wichtige Kenntnisse sammeln.“

Max Friedhoff, (Bergweiler) Opel Astra OPC
„In den letzten Runden des Rennens gab es zahlreiche, heftige Unfälle, die mich immer wieder einbremsten. Dennoch konnte ich meinen Rhythmus finden und deutlich schneller als beim ersten Rennen fahren. Ich muss mich nur noch an den Verkehr gewöhnen, die Schnellen so vorbei lassen, dass ich keine Geschwindigkeit verliere. Ansonsten hatte ich viel Spaß auf einem tollen Auto.“

Dirk Maier (Albstadt), VW Scirocco GT24
„Ich musste in den ersten Runden ein paar Gegner ziehen lassen – das ärgert mich sehr, auch wenn es der Sicherheit diente. Erst in den letzten Runden meines Stints kam ich richtig in Schwung, konnte Plätze gut machen und hatte Spaß. Bei solch starkem Regen ist der VW Scirocco GT24 ein anspruchsvolles Auto, bei dem man genau wissen muss, was man tut oder besser lässt.“

Axel Friedhoff (Bergweiler), VW Scirocco GT24
„Im Vergleich zum Opel ist der Scirocco ein echter Rennwagen, der nach fester Hand verlangt. Trotz perfektem Setup ist er deutlich schwieriger zu fahren, hat aber auch ein höheres Spaßpotential. Ich denke, der Wagen ist der Audi R8 des kleinen Mannes: Viel Dampf, kompromisslos, spektakulär und dennoch viel Fahrfreude. Danke dem Team für den tollen Wagen und die erstklassige Betreuung.“

Andres Serrano (Ecuador), VW Scirocco GT24
„Ich bin nicht zufrieden. Meine Reifenwahl war falsch und mein erster Eindruck auf Slicks auch. Das hat uns ein paar Positionen gekostet. Ich weiß, dass ich es besser kann, dass ich routinierter und schneller bin. Zumal das Auto wirklich gut und die Crew perfekt sind. Ich bin noch dabei, mich an den Wagen zu gewöhnen und freue mich jetzt erst einmal auf das 24h-Rennen bei Götz Motorsport und die ganze Mannschaft.“

Text und Foto: Redaktionsbüro Uwe Meuren
Stand: April 2013
Irrtümer und Änderungen vorbehalten


Bild
Das Trio Holtkamp / Toll / Friedhoff fuhr in einem von extremen Wetterverhältnissen geprägten Rennen ohne größere Probleme nach vier Stunden ins Ziel. Ihre Leistung reichte für den 16. Rang in der Opel Cup-Wertung im Rahmen der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN)

Bild
Einzig die Fehlentscheidung von Serrano in der Reifenfrage warf den VW Scirocco GT24 mit Friedhoff / Serrano / Maier einige Positionen zurück. Unter widrigsten Witterungsbedingungen lieferten die drei ein gutes Rennen ab.

Uwe Meuren
Beiträge: 375
Registriert: Mo 14.Aug, 2006 14:59
Wohnort: Waldbüttelbrunn
Kontaktdaten:

Beitrag von Uwe Meuren » Mo 24.Jun, 2013 15:47

Rundum zufrieden

Nach zwei verregneten Rennen der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN) und einem ebenso „gefluteten“ 24h-Rennen, freute sich Götz Motorsport aus Beilstein auf das angekündigte Trocken-Rennen. Die Freude über das verhältnismäßig gute Eifel-Wetter spornte die Fahrer von Götz Motorsport zu neuen, persönlichen Bestleistungen an, was die Teameigner Dieter und Sonja Götz zufrieden stellte. Ein Todesfall im Fahrerlager überschattete jedoch alle Freude und sorgte für einen Rennabbruch nach gut 2,5 Stunden Renndistanz.

Max Friedhoff (Bergweiler), Anthony Toll (Stuttgart) und Lars Holtkamp (Düsseldorf) pilotierten den Opel Astra OPC, der in der Klasse Cup1 (Opel Astra Cup) startet. Insgesamt 20 Fahrzeuge waren für das vier Stunden Rennen am vergangenen Wochenende gemeldet – ein volles Starterfeld mit hochkarätiger Besetzung versprach spannenden Motorsport für Zaungäste und Protagonisten. Im Training haderten die drei Piloten mit zahlreichen Unfallstellen, verschmutzter Strecke und etlichen havarierten Fahrzeugen. Am Ende hatte Max Friedhoff das Glück des Tüchtigen und erwischte eine einigermaßen freie Runde: Mit einer Zeit von 9:36 Minuten stellte er den Götz-Opel auf den siebten von 20 zu vergebenen Startplätzen. Den Start um 12 Uhr übernahm Lars Holtkamp, der jedoch aufgrund eines Schaltfehlers etliche Plätze verlor und dann versuchte, das Opel-Feld von hinten aufzurollen. Immer wieder musste er zum Überholen die saubere Ideallinie verlassen, wodurch die Räder der Hinterachse stark verschmutzten und der Wagen ein völlig anderes Fahrverhalten an den Tag legte. Holtkamp hielt dennoch den Wagen auf der Strecke und mit der Konkurrenz Schritt. Nach acht Runden übergab er den Wagen an Max Friedhoff, der nahtlos an seine gute Trainingszeit anknüpfen konnte und mit 9:45 Minuten die schnellste Runde des Trios markierte. Während Friedhoffs Einsatz kam es immer wieder zu kurzen Regenschauern, die ihn jedoch nicht aus dem Rhythmus brachten – im Gegenteil: Auf profillosen Slicks überholte er unter widrigen Bedingungen auch deutlich stärkere Fahrzeuge und konnte auch in der Klasse einige Plätze gut machen. Nach gut 2,5 Stunden Renndauer wurde das Rennen von den Verantwortlichen abgebrochen und nicht wieder neu gestartet.

Scirocco GT24 zeigt sein Potential
Ebenfalls stark besetzt die Klasse der Spezialfahrzeuge bis 2,0 Liter Hubraum mit Turbolader (SP3T), in der Axel Friedhoff (Bergweiler), Thorsten Drewes (Bispingen) und Andres Serrano (Ecuador) an den Start gingen. Insgesamt 14 Teilnehmer kämpften hier um Punkte und Pokale. Im Training lieferte Thorsten Drewes mit 9:11 Minuten die beste Rundenzeit ab und positionierte den Wagen damit auf Startplatz fünf der Klasse. Auch er hatte Glück eine freie Runde zu erwischen – seine Kollegen kämpften mit reichlich Unwegsamkeiten auf der Piste, die sie immer wieder einbremsten. Andres Serrano ging von der aussichtsreichen Position ins Rennen und konnte während der ersten Runden problemlos mit der Spitze mithalten. Als dann die ersten Überrundungen anstanden, ließ er es ruhiger angehen: Mit reichlich Luft auf die Verfolger konzentrierte er sich darauf, im Gewühl der über 180 Starter den VW Scirocco GT24 nicht in einen Unfall zu verwickeln – von denen es unzählige gab. Trotz seiner defensiven Fahrweise schaffte er mit 9:20 Minuten die schnellste, teaminterne Runde zu drehen. In Runde zehn übernahm Axel Friedhoff den Wagen und drehte fünf Runden, ehe das Rennen abgebrochen wurde. Friedhoff hatte deutlich mehr Gelbphasen als Serrano, deutlich mehr Schmutz und dazu noch Regen, wodurch er an die Rundenzeiten des Ecuadorianers nicht gelangen konnte. Nach gut 2,5 Stunden Renndistanz wurde der Wagen auf dem vierten Platz der Klasse und dem 44. Gesamtrang abgewunken.

Abbruch nach Todesfall
Das auf vier Stunden angesetzte Rennen war geprägt von vielen, zum Teil schweren Unfällen. Überdies erlitten etliche Fahrzeuge technische Defekte und mussten vorzeitig das Rennen aufgeben. Glücklicherweise blieben alle Fahrer unverletzt – bis zum Rennabbruch: Wolf Silvester aus Nürnberg verstarb während des Rennens hinter dem Lenkrad seines Opel Astra OPC. Vermutlich, so die Rennleitung, waren internistische Gründe für den Tod des 55jährigen Unterfranken verantwortlich. Alle an der Rennstrecke eingeleiteten Sofortmaßnahmen blieben erfolglos, der leitende Rennarzt konnte auf der Fahrt zum Medical Center nur noch den Tod von Wolf Silvester feststellen, worauf die Rennleitung das Rennen abbrach und nicht wieder neu startete.

Stimmen nach dem Rennen
Dieter Götz, Teamchef
„Beide Fahrzeuge haben gezeigt, was sie können, auch die Fahrer haben gezeigt, dass sie schnell sind und immer schneller werden. Wir sind, bis auf wenige Kleinigkeiten, mit den Ergebnissen zufrieden. Schon jetzt kann ich sagen, dass der Opel Astra OPC ein standfestestes, sicheres und schnelles Auto ist. Dass Anthony Toll nicht zum Einsatz kam, ist natürlich schade, aber von uns nicht zu beeinflussen. Lars Holtkamp hatte mit seinen schmutzigen Hinterrädern zu kämpfen, machte aber alles richtig. Einen ordentlichen Sprung nach vorne hat Max Friedhoff gemacht: Der Junge entwickelt sich prächtig. Die Scirocco GT24-Crew hat ebenfalls alles richtig gemacht und damit einen hervorragenden vierten Platz rausgefahren. Serrano und Friedhoff waren überlegt und schnell unterwegs, den Grundstein zum Erfolg hat Thorsten Drewes im Training gelegt. Wir haben heute einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht, ich denke, dass wir gemeinsam auf dem richtigen Weg sind. Beim Scirocco haben wir ein kleines Getriebeproblem: Zum nächsten Rennen bekommen wir ein neues Getriebe, so dass der Wagen dann perfekt läuft. Der Rennabbruch geht aufgrund der Ereignisse völlig in Ordnung. Im Namen von Götz Motorsport spreche ich der Familie von Wolf Silvester mein aufrichtiges Beileid aus.“

Lars Holtkamp (Düsseldorf), Opel Astra Cup
“Endlich ein trocknes, tolles Rennen. Ich hatte reichlich Spaß mit einem perfekten Auto. Lediglich der Schmutz auf den Hinterrädern hat den Spaß etwas getrübt. Die verlorenen Plätze gehen klar auf meine Kappe. Ich freue mich auf das kommende Rennen Mitte Juli.“

Anthony Toll (Stuttgart), Opel Astra Cup
„Leider kam ich nur im Training zum Einsatz und da nur eine Runde. Ich hoffe beim nächsten Rennen mehr zum Fahren zu kommen.“

Max Friedhoff, (Bergweiler) Opel Astra OPC
„Im Training hatte ich eine fast perfekte Runde, langsam komme ich auf dem Opel Astra richtig in Schwung. Im Rennen wurde mein Rhythmus immer wieder durch Unfallstellen, Dreck oder gestrandete Fahrzeuge unterbrochen. Als der Regen einsetzte, konnte ich richtig viele Autos überholen und hatte ordentlich Spaß.“

Thorsten Drewes (Bispingen), VW Scirocco GT24
„Ich bin ja leider nur im Training zum Einsatz gekommen: Der Wagen ist perfekt gelaufen, ich bin sicher, es geht noch etwas schneller, wenn ich mich an den Wagen gewöhnt habe. Lediglich das Getriebe hat eine kleine Macke – aber ich bin sicher, dass Götz Motorsport auch das in den Griff bekommt.“

Axel Friedhoff (Bergweiler), VW Scirocco GT24
„Das Getriebe hat mich etwas verwirrt, aber sonst war es ein gutes Rennen, mit dem ich zufrieden bin. Ich gewöhne mich immer mehr an den Wagen und komme tatsächlich immer besser in Schwung. Der Ausgang des Rennen stimmt mich traurig, unser Erfolg verblasst angesichts der Geschehnisse.“

Andres Serrano (Ecuador), VW Scirocco GT24
„Endlich ist der Knoten geplatzt: Ich konnte bis zu den Überrundungen mit der Spitze Schritt halten. Danach habe ich etwas abreißen lassen, um den Wagen zu schonen. Das Auto ist wirklich perfekt, bis auf die Getriebe-Probleme. Auf der Strecke ging es verrückt zu: Überall Unfälle und defekte Autos, Ölspuren und Trümmerfelder.“

Text und Foto: Redaktionsbüro Uwe Meuren
Stand: Juni 2013
Irrtümer und Änderungen vorbehalten


Bild
Max Friedhoff (Bergweiler), Anthony Toll (Stuttgart) und Lars Holtkamp (Düsseldorf) kommen mit dem Opel Astra OPC von Götz Motorsport immer besser in Schwung und können jetzt auch mit der Spitze mithalten.

Bild
Einen hervorragenden vierten Platz in der Klasse SP3T konnten Axel Friedhoff (Bergweiler), Thorsten Drewes (Bispingen) und Andres Serrano (Ecuador) auf dem VW Scirocco GT24 herausfahren. Das gesamte Team war mit dem Rennwochenende zufrieden – auch wenn die Veranstaltung von tragischen Ereignissen überschattet wurde.

Uwe Meuren
Beiträge: 375
Registriert: Mo 14.Aug, 2006 14:59
Wohnort: Waldbüttelbrunn
Kontaktdaten:

Beitrag von Uwe Meuren » Mi 24.Jul, 2013 9:05

Bestes Rennen der Saison

Sonja und Dieter Götz stand die Zufriedenheit nach dem vierten Rennen der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN) ins Gesicht geschrieben: Beide Autos erreichten nach vier Stunden Renndistanz schadlos das Ziel, einer der Wagen sogar das Podium. Nach langer Durststrecke ein Fingerzeig, dass die Mannschaft stets in die richtige Richtung gearbeitet hatte.

Entspannt war das Team Götz Motorsport rund um Sonja und Dieter Götz nach dem Training zum vierten Rennen der VLN-Saison: Der VW Scirocco GT24 stand mit einer Trainingsbestzeit von 9:18 Minuten auf dem fünften Startplatz der Klasse SP3T und dem 51. Gesamtrang. Andres Serrano (Ecuador), Dirk Maier (Albstadt) und Thomas Haider (Köln) pilotierten den Wolfsburger Rennwagen durch Training und Rennen – der schnelle Mann aus Ecuador erreichte mit einer Rundenzeit von 9:18 Minuten den hervorragenden Startplatz. Ähnlich zufriedenstellend lief es für das Opel-Trio. Lars Holtkamp (Düsseldorf) wurde bei diesem Rennen von Mate Eres (Remseck) und Werner Gusenbauer (Österreich) unterstützt, da sich die Stammpiloten im Urlaub befanden. Wie zu erwarten, drehte Gusenbauer mit 9:36 Minuten die schnellste Runde und sicherte den zehnten Startplatz in der Klasse Cup1. In der Gesamtwertung durften die drei von Rang 92 ins Rennen gehen. Insgesamt gingen bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen mehr als 180 Fahrzeuge ins Training und Rennen.

Pünktlich um 12 Uhr fiel der Startschuss, und in drei Gruppen unterteilt nahm das Starterfeld das Rennen auf. Andres Serrano fuhr als erster der drei VW Scirocco GT24 Piloten. In der Klasse konnte er seine Position behaupten, auch wenn er im Gesamtklassement einige Plätze zurückfiel. Konzentriert und ohne Fehler drehte er seine Runden, was angesichts der extremen Temperaturen und zahlreicher Unfälle nicht ganz einfach war. Nach sieben unfallfreien Umläufen kam Serrano planmäßig in die Box, um den Wagen an Dirk Maier zu übergeben. Bei Maier stellte sich ein Problem mit der Trinkflasche ein, das er während der Fahrt zu lösen versuchte. Dabei trennte er aus Versehen die Funkverbindung und löste den Trinkschlauch aus seiner Halterung – ohne Funkkontakt zur Box und ohne Getränk spulte er dennoch sieben Runden ab und konnte dabei seine persönlich schnellste Rundenzeit unterbieten. Thomas Haider nahm den Rest des Rennens unter die Räder: Insgesamt elf Runden drehte er, lediglich durch einen kurzen Tankstopp vier Runden vorm Zielschluss unterbrochen. Auch er brillierte mit konstant schnellen Runden in einem von Un- und Ausfällen geprägtem Rennen. Am Ende wurde das Trio für seine Konstanz belohnt und konnte sich auf den dritten Platz der Klassenwertung und den 44. Rang der Gesamtwertung verbessern.

Auch die Piloten des Opel Astra Cup lieferten ein fehlerfreies Rennen ab. Startfahrer Gusenbauer spielte seine gesamte Erfahrung aus und machte schon beim Start zahlreiche Plätze gut. In einer Gruppe fahrend, kämpfte er mit Spaß an der Sache um jeden Zentimeter Eifelboden, ehe er in Runde neun den Wagen an Lars Holtkamp übergab. Der Düsseldorfer Holtkamp konnte zwar seine persönliche Bestleistung unterbieten, wurde jedoch immer wieder von Unfallstellen eingebremst. Überdies setzte ihm die Hitze im Auto ordentlich zu – nicht zuletzt durch die Tatsache, dass er ohne Trinkflasche ins Rennen gestartet war. Nach neun Runden übergab Holtkamp den Wagen an Newcomer Mate Eres. Bis zum Zieleinlauf hatte Eres acht Runden zu fahren, die er ohne Probleme abspulte. In seinem ersten VLN-Rennen zeigte sich Eres direkt von seiner besten Seite und fuhr ein fehlerfreies Rennen. Auch wenn er nicht ganz die Rundenzeiten seiner erfahrenen Kollegen halten konnte, so zeigte er doch Potential und Übersicht. Nach insgesamt 24 gedrehten Runden landete der Opel Astra OPC von Götz Motorsport auf dem 70. Rang der Gesamtwertung und dem 10. Platz der Klasse. Insgesamt sahen nur 123 von mehr als 180 gestarteten Autos das Ziel.

Stimmen nach dem Rennen
Dieter Götz, Teamchef
„Ich bin richtig zufrieden: Unsere Fahrer kommen immer besser in Schwung, werden von Rennen zu Rennen schneller und finden immer mehr Freude am Fahren. Gleichzeitig erhalten wir die Bestätigung, dass unsere Arbeit und Mühen in die richtige Richtung gehen. Werner Gusenbauer hat uns gezeigt, was auf dem Opel machbar ist. Lars Holtkamp hat einen großen Schritt nach vorne gemacht und Mate Eres bei seinem Debüt einen guten Eindruck hinterlassen. Eres hat ausbaufähiges Potential. Die Scirocco-Crew hat mit dem dritten Platz der Klasse belegt, dass mit uns immer zu rechnen ist. Den Führenden der Klasse können wir aus eigener Kraft nicht schlagen, aber zumindest in Schlagdistanz kommen. Wir sind auf dem richtigen Weg, um weitere Erfolge verbuchen zu können. Für das nächste Rennen erwarten wir eine ebenfalls unfallfreie Veranstaltung – der Opel Astra OPC muss wieder unter die Top Ten, vom Scirocco denken wir an eine Platzierung unter den Top fünf.“

Lars Holtkamp (Düsseldorf), Opel Astra OPC
“Die fehlende Trinkflasche und mangelnde Kondition haben mir zugesetzt – am Ende war ich ziemlich geliefert. Ein tolles Rennen, in dem ich mich verbessert habe, liegt hinter mir. Eine freie Fahrt hatte ich zu keiner Zeit, denn immer gab es Unfallstellen, die mich einbremsten. Ich freue mich aufs nächste Rennen.“

Werner Gusenbauer (Österreich), Opel Astra OPC
„Der Wagen ist perfekt vorbereitet und lässt sich gut fahren. Auf das Podium in der Klasse zu kommen ist sehr schwer, da die Leistungsdichte der Autos und Fahrer sehr eng zusammen liegt. Im Rennen gab es extrem viele Unfälle, die immer wieder den sogenannten „Code 60“ hervorriefen: Hier darf man die Unfallstelle nur mit 60 km/h passieren. Das bremst ein und stört den Fahrfluss. Ein gutes Rennen in einem Top-Team: Bei Götz Motorsport läuft alles wie am Schnürchen, ein Privatteam mit Werkscharakter.“

Mate Eres (Remseck), Opel Astra OPC
„Mein erstes VLN-Rennen – ich hatte extrem viel Spaß, auch wenn es anspruchsvoll und anstrengend war. Mit so vielen Autos sich die Strecke über einen so langen Zeitrahmen zu teilen, gibt es im historischen Motorsport, aus dem ich komme, nicht. Das Auto hat richtig Spaß gemacht und ich denke, dass ich meine Leistung noch steigern kann, wenn ich mehrere Rennen gefahren bin. Ich würde sagen, dass mich der VLN-Virus voll erwischt hat und hoffe, bei dem tollen Team Götz Motorsport in diesem Jahr noch ein paar Rennen fahren zu können.“

Dirk Maier (Albstadt), VW Scirocco GT24
„Das Problem mit der Trinkflasche und dann die unterbrochene Funkverbindung in Verbindung mit der Hitze im Auto haben mich leicht irritiert. Ich bin dennoch zufrieden mit meiner Leistung, denn ich konnte mich weiter steigern. In meinem Stint hatte ich relativ wenig Unfälle und konnte ruhig fahren.“

Thomas Haiderf (Köln), VW Scirocco GT24
„Perfekt, alles super gelaufen. Zwar bereitet das Getriebe kleine Probleme, an die gewöhnt man sich aber rasch. Man kann sich auf die verzögerten Schaltpunkte einstellen und trotzdem noch schnell unterwegs sein. Im Auto war es extrem heiß, was die Fahrt erschwert hat. Gegen Ende haben sich die Unfälle wieder gehäuft, ich hatte nur eine freie Runde, in vier Runden sogar Code 60. Ich werde dieses Jahr noch drei Rennen auf dem Scirocco fahren und freue mich riesig darauf.“

Andres Serrano (Ecuador), VW Scirocco GT24
„Was ein klasse Rennen: Ich konnte konstant und deutlich unter zehn Minuten fahren und stets den Kontakt zur Spitze halten. Zwar hat das Getriebe noch nicht so funktioniert wie es sollte, aber man gewöhnt sich daran. Die Hitze im Auto war barbarisch und hat massiv an der Kondition genagt. Außerdem gab es unzählige Unfälle, die den Fahrfluss immer wieder unterbrachen. Dennoch bin ich mit allem zufrieden. Danke an Götz für das perfekte Rennen.“

Text und Foto: Redaktionsbüro Uwe Meuren
Stand: Juli 2013
Irrtümer und Änderungen vorbehalten


Bild
Andres Serrano (Ecuador), Dirk Maier (Albstadt) und Thomas Haider (Köln) fuhren auf dem VW Scirocco GT24 von Götz Motorsport einen grandiosen dritten Platz in der Klasse SP3T heraus. Von mehr als 180 gestarteten Fahrzeugen kamen nur gut 120 ins Ziel – der Götz Scirocco GT24 als 44. der Gesamtwertung.


Bild
Werner Gusenbauer (Österreich) trat als prominente Unterstützung für Mate Eres (Remseck) und Lars Holtkamp (Düsseldorf) auf dem Opel Astra OPC in der Klasse Cup 1 an. Die drei fuhren ein fehlerfreies Rennen in einer hart umkämpften Klasse in der sich nicht ein Zentimeter Boden geschenkt wird. Nach vier Stunden Renndistanz überquerte der Opel Astra OPC von Götz Motorsport auf Position zehn der Klasse die Ziellinie. In der Gesamtwertung wurde das Trio 70.

Uwe Meuren
Beiträge: 375
Registriert: Mo 14.Aug, 2006 14:59
Wohnort: Waldbüttelbrunn
Kontaktdaten:

Beitrag von Uwe Meuren » Di 27.Aug, 2013 16:15

Technischer Ausfall schmälert Zufriedenheit

Im Grunde genommen waren die Teamchefs von Götz Motorsport, Sonja und Dieter Götz, mit dem Verlauf des fünften Rennens der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN) nicht unzufrieden. Immerhin herrschten neben viel Verkehr auch schwerste Bedingungen. Wäre da nicht das technische Problem gewesen, das einen Schatten auf das Endergebnis geworfen hatte.

Mit einer Renndistanz von sechs Stunden markiert das „Opel ADAC Ruhr-Pokal-Rennen“ nicht nur die Hälfte der Saison, sondern ist gleichzeitig auch der Saisonhöhepunkt der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring, kurz VLN. Wie gewohnt rückte das Beilsteiner Team Götz Motorsport mit zwei Autos an den Nürburgring an: In der Klasse SP3T gingen Andres Serrano (Ecuador), Dirk Maier (Albstadt), Thorsten Drewes (Bispingen) und Thomas Haider (Köln) auf dem VW Scirocco GT24 an den Start. Der Opel Astra OPC, startend in der Klasse Cup 1 wurde von Lars Holtkamp (Düsseldorf), Mate Eres (Remseck), Max und Axel Friedhoff (beide Bergweiler) pilotiert. Insgesamt gingen mehr als 200 Autos in das Training am Samstagmorgen. Viel Verkehr und reichlich Unfälle zeigten schon früh, dass den Teams ein hartes Rennen bevorstand. Überdies verhießen die Wetterprognosen nichts Gutes: Eine Regenfront näherte sich mit großen Schritten der Eifeler-Traditionsrennstrecke.

Clevere Taktik und konstante Fahrweise
Im Training war es der Mann aus Übersee, der die teaminterne Bestzeit fuhr und damit den Wagen auf Startplatz sechs der Klasse und Platz 71 der Gesamtwertung stellte. Dabei hatte Serrano ausgesprochenes Glück eine freie Runde zu erwischen: Denn immer wieder mussten die Fahrer von Götz auf ihren Trainingsrunden Geschwindigkeit rausnehmen, um Unfallstellen zu passieren. Mit dem eingefahrenen Startplatz hatte das Quartett eine solide Basis für das anstehende Rennen geschaffen. Das „VW-Quartett“ brachte, bis auf eine Ausnahme, ein für das Team unspektakuläres Rennen hinter sich. Lediglich Startfahrer Thomas Haider sorgte in der Startphase für eine erhöhte Adrenalinausschüttung im gesamten Team: Haider drehte sich am Ausgang der ersten Kurve, hatte Glück, dass es zu keinem Zusammenstoß kam, hatte gleichzeitig auch Pech und musste alle Fahrzeuge der Startgruppe passieren lassen. Als Letzter machte er sich auf den Weg ins Rennen, kämpfte sich Runde um Runde, Platzierung um Platzierung nach vorne und kam fast bis zum angestammten Startplatz durch. Den Rest erledigten seine Mitstreiter und die clevere Taktik des Teamchefs: Nach einer Stunde Renndistanz setzten erste Regenschauer ein. Ein Reifenwechsel – von Slicks auf Regenreifen – war unumgänglich. Als der Regen im Laufe des Rennens wieder weniger wurde, wechselten viele Teams erneut auf die profillosen Rennreifen. Nicht so Götz Motorsport: Dieter Götz ließ seine Fahrer auf den Regenreifen weiterfahren und sollte Recht behalten. Nach nur wenigen Runden wurde der Regen wieder stärker und hielt bis zum Rennende an. Das Team hatte sich einen Reifenwechsel gespart und landete mit solider Fahrweise auf dem sechsten Rang der Klasse SP3T, in der 15 Autos an den Start gingen. Im Gesamtklassement überquerte der Scirocco GT24 von Götz Motorsport als 50. die Ziellinie.

Technik wirft Opel früh aus dem Rennen
Auch das Opel-Quartett haderte mit den Trainingsbedingungen: Junior der Gruppe, Max Friedhoff, ging als erster ins Training, seinem Wunsch entsprechend sehr früh und hatte damit die falsche Strategie gewählt. Erst gegen Ende des Trainings wurde die Strecke frei und die Fahrer konnten mit etwas Glück eine ungebremste Fahrt genießen. Am Ende war es dann doch Max Friedhoff, der den Opel auf den 138. Gesamtstartplatz und den 15. der Klasse stellte. Er übernahm den Start und kam vom Fleck weg ordentlich in Fahrt: Die meist problematische Startphase der ersten Kurve meisterte er wie ein „alter Hase“ und lieferte schon in Runde zwei die schnellste teaminterne Runde. Je länger das Rennen dauerte, desto höher wurden die Rundenzeiten. Zwei Gründe waren dafür verantwortlich: Zum einen wurde das gesamte Feld schon in den ersten Runden durch viele Unfälle eingebremst, auch Friedhoff musste ständig Gas rausnehmen. Zum anderen begann die Technik des Opels zu streiken. Die Kupplungs-Getriebeeinheit ließ keinen schnellen Gangwechsel mehr zu. In Runde acht übernahm Axel Friedhoff den Wagen von seinem Sohn. Noch während seiner ersten Runde nahm das Getriebe keinen Gangwechsel mehr an. In langsamer Fahrt erreichte er die Box: Die Crew entlüftete die Kupplungshydraulik, Friedhoff unternahm einen weiteren Versuch und stellte schon nach wenigen Metern fest, dass der Reparaturversuch nicht von Erfolg gekrönt war. Um größere Schäden zu vermeiden, stellte Friedhoff den Wagen ab – für die Opel-Mannschaft war das Rennen nach gut 1,5 Stunden beendet.

Stimmen nach dem Rennen
Dieter Götz, Teamchef
„Trotz des frühzeitigen Ausfalls unseres Opels bin ich nicht unzufrieden mit dem Rennen: Unser Junior Max hat gezeigt, dass er auch in der brisanten Startphase kühlen Kopf bewahrt – kurzum, er hat alles richtig gemacht. Der Ausfall ist ausschließlich der Technik geschuldet, denn wir betreiben den Aufwand natürlich nicht, um frühzeitig die Segel zu streichen. Wir betreiben Motorsport, um zu gewinnen. Jetzt machen wir uns an die Fehlersuche, um beim kommenden Rennen in drei Wochen wieder am Start sein zu können. Die VW Mannschaft hat ebenfalls alles richtig gemacht und in einem schwierigen Rennen den Überblick behalten. Lediglich der Dreher zu Beginn hat uns einen Schrecken eingejagt, der Fahrer hat seinen Fehler mit einer furiosen Aufholjagd wieder ausgebügelt. Das Ergebnis ist absolut akzeptabel. Jetzt blicken wir Richtung VLN Lauf 6 in drei Wochen.“

Text: Redaktionsbüro Uwe Meuren
Foto: Daniel Peters – cardocs-fotos.de
Stand: August 2013
Irrtümer und Änderungen vorbehalten


Bild
Von Platz sechs gestartet, nach 6h-Renndistanz auf Platz sechs ins Ziel: Das VW-Quartett Andres Serrano (Ecuador), Dirk Maier (Albstadt), Thorsten Drewes (Bispingen) und Thomas Haider (Köln) lieferten auf dem Scirocco GT24 in der Klasse SP3T ein fehlerfreies Rennen ab.


Bild
Die Besatzung des Opel Astra Cup, Lars Holtkamp (Düsseldorf), Mate Eres (Remseck), Max und Axel Friedhoff (beide Bergweiler), hatten weniger Glück als ihre Teamkollegen: Mit Problemen an der Kupplungs-Getriebe-Einheit war nach gut 1,5 Stunden Renndistanz für die vier das Rennen beendet.

Uwe Meuren
Beiträge: 375
Registriert: Mo 14.Aug, 2006 14:59
Wohnort: Waldbüttelbrunn
Kontaktdaten:

Beitrag von Uwe Meuren » Do 19.Sep, 2013 14:04

Wetterkapriolen verhageln gutes Ergebnis

An die guten Ergebnisse der vorherigen Rennen anknüpfen – mit diesem Ziel reiste Götz Motorsport (Beilstein) zum sechsten Rennen der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN) in die Eifel. Ernüchterung bei der Abreise am Samstagabend: Ein Auto durch Unfall schwer beschädigt, ein Fahrzeug im Mittelfeld der Klasse. „Das war so nicht geplant, und dennoch machen wir weiter!“ so das gesamte Team um die Chefs Sonja und Dieter Götz nach dem Rennen.

Schon der Samstagmorgen des vergangenen Wochenendes zeigte, dass das anstehende vier Stunden dauernde Rennen keine einfaches werden würde: Dichter Nebel hatte die Rennstrecke fest im Griff und erlaubte keinen pünktlichen Start der Protagonisten ins 1,5 stündige Zeittraining. Erst gegen 09:15 Uhr gab die Rennleitung das Training frei, nachdem sich der Nebel weitestgehend gelichtet hatte. Auch die beiden Autos von Götz Motorsport nahmen zeitig ihr Training auf: Der VW Scirocco GT24 in der Klasse SP3T mit den Piloten Andres Serrano (Ecuador), Mate Eres (Remseck) und Knut Kluge (Klein-Winternheim) drehte fünf Runden und erkämpfte sich Startplatz 82 der Gesamt- und Platz neun der Klassenwertung. Der Opel Astra OPC wurde von Lars Holtkamp (Düsseldorf) und Max und Axel Friedhoff (beide Bergweiler) pilotiert und landete nach dem Training auf Gesamtrang 71, in der Klasse CUP1 auf Rang 9. Schon früh gab es bei schwierigen Streckenverhältnissen viele Unfälle, die den Rhythmus der Fahrer immer wieder störten. Hinzu kam eine Ölspur, die sich fast über die gesamte Nordschleife zog und gemeinsam mit der Feuchte des Nebels für eine extrem rutschige Piste sorgte.

VW Scirocco GT24: Gut dabei bis Runde neun
Wie gewohnt saß der Mann aus Equador als erster hinterm Volant des Volkswagens. Trotz trockener Piste hatte das Team entschieden, Serrano auf Regenreifen ins Rennen zu schicken. Grund: Die Prognosen zeigten eine rasch anrückende Regenfront, die den Nürburgring schon kurz nach dem Start erreichen sollte. Zunächst blieb es aber trocken und Serrano musste mit mäßiger Gangart zu Werke gehen, um die weichen Regenreifen nicht zu zerstören. In der dritten Runde setzte der Regen ein: Das Gros der fast 180 Starter musste die Box aufsuchen, um Regenreifen montieren zu lassen – Andres Serrano drehte jetzt richtig auf. Mit überraschend schnellen Regenrunden fuhr er in der Klasse und im Feld immer weiter nach vorne. Zeitweise wurde er auf Rang 13 der Gesamtwertung geführt. In Runde neun drohte jedoch Ungemach und das Ende der furiosen Fahrt: Im Streckenabschnitt „Brünnchen“ kam Serrano weit auf die extrem rutschigen Curbs, der Wagen brach schlagartig aus und mit der linken hinteren Ecke in die Leitplanke. Der Einschlag beschädigte den Wagen derart schwer, dass an eine Weiterfahrt nicht zu denken war.

Opel Astra Cup: Junior bringt den Wagen vor
Das Rennen des Opels verlief weitestgehend unspektakulär, abgesehen von vielen Reifenwechsel, die im Laufe der vier Stunden nötig waren. Nicht zuletzt, weil das Team zu Beginn die Leistung der Hankook Regenreifen zu hoch bewertet hatte: Anders als beim Scirocco überstanden die Pneus die trockene Phase zu Beginn nicht schadlos und bauten schon nach 1,5 Runden schlagartig ab. Ein Wechsel war unumgänglich und handelte dem Team einen zusätzlichen Boxenstopp ein. Ein weiterer, zusätzlicher Stopp war erforderlich, weil Teamchef Dieter Götz auf Sicherheit setzte und seine Fahrer nicht mit „geschnittenen Slicks“, sondern mit Regenreifen rausschickte. Danach lief es im Grunde genommen wie am Schnürchen: Die Opel-Besatzung spulte Runde um Runde ab und hielt sich wacker im Mittelfeld der Klasse CUP1. Am Ende des Rennens ließ der Junior des Trios, Max Friedhoff, aufhorchen: Er drehte nicht nur die schnellste Runde der teaminternen Wertung, sondern schaffte es obendrein, den Wagen um einige Plätze nach vorne zu fahren. Am Ende wurde der Opel Astra Cup von Götz Motorsport auf dem 63. Gesamtrang und dem zehnten Rang der Klasse gewertet.

Teamchef Dieter Götz nach dem Rennen
„Es war ein schwieriges Rennen, bedingt durch die ständig wechselnden Witterungen. Zwischen Sonne und Sintflut lagen oft nur wenige Runden. Schade, dass Andres Serrano den Wagen in aussichtsreicher Position verloren hat. Gut ist, dass ihm nichts passiert ist. Beim nächsten Rennen werden wir den Scirocco nicht einsetzen können – die Beschädigungen sind zu groß. Hinterachse, Radaufhängung, Auspuff und das komplette Heck der linken Seite sind zerstört. Wir schaffen es nicht in eineinhalb Wochen den Wagen auf die Beine zu stellen. Zum übernächsten Lauf rücken wir aber wieder komplett an. Der Opel-Crew fehlt noch etwas Routine: Aus Sicherheitsgründen sind wir auf Regenreifen gestartet, obwohl es auch mit geschnittenen Slicks möglich gewesen wäre. Da wir aber niemanden überfordern wollen, müssen wir damit leben, zunächst im Mittelfeld zu fahren. Ich bin jedoch überzeugt, dass das Trio schon bald weiter vorne landen wird. Überrascht hat Max Friedhoff, der mit souveränen Rundenzeiten glänzte und als Junior alles richtig machte. Mein Dank gilt in erster Linie der Boxencrew, die diesmal besonders gefordert war: Derart viele Reifenwechsel hatten wir selten in der VLN.“

Text: Redaktionsbüro Uwe Meuren
Foto: Daniel Peter / cardocs-foto
Stand: September 2013
Irrtümer und Änderungen vorbehalten


Bild
Andres Serrano (Ecuador), Mate Eres (Remseck) und Knut Kluge (Klein-Winternheim) war die Zielflagge nicht vergönnt: In Runde neun rutsche Startfahrer Serrano von der Strecke und beschädigte den VW Scirocco GT24 derart schwer, dass für die drei das Rennen frühzeitig beendet war. Der Fahrer blieb unverletzt, die Beschädigungen am VW sind derart schwer, dass erst zum übernächsten Rennen mit einem erneuten Einsatz zu rechnen ist.

Bild
Zwei ungeplante Boxenstopps zum Reifenwechsel bremste das Trio Lars Holtkamp (Düsseldorf) und Max und Axel Friedhoff (beide Bergweiler) auf ihrem Opel Astra Cup unnötig ein. Dadurch landeten die drei im Mittelfeld der Cup-Wertung. Trotz heftiger Wetterkapriolen erlebte die Crew auf dem Opel ein relativ unspektakuläres Rennen bei dem Junior Max Friedhoff mit der schnellsten Rundenzeit glänzte.

Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 5 Gäste