Comeback von Olaf Manthey mit Mike Stursberg

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Jörg Ufer
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Comeback von Olaf Manthey mit Mike Stursberg

Beitrag von Jörg Ufer » Sa 01.Aug, 2015 11:35

OGP: Olaf Manthey und Mike Stursberg starten im Escort

- Rennsportlegende Olaf Manthey gibt mit 60 ein Comeback
- Mike Stursberg will Erfolgsserie fortsetzen
- Duo startet im Ford Escort beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix

Alle Motorsportfans sollten sich Freitag, den 7. August 2015 fett im Kalender anstreichen: Denn dann feiert Nordschleifen-Legende Olaf Manthey (Meuspath) im Rahmen des AvD-Oldtimer-Grand-Prix (OGP) auf dem Nürburgring ein Comeback. Zusammen mit dem Wermelskirchener Mike Stursberg wird sich der 60-Jährige das Cockpit in einem Ford Escort MkI teilen. Das Duo startet mit dem 44 Jahre alten „Hundeknochen“ beim AvD-Historic-Marathon, der über eine Renndistanz von vier Stunden ausschließlich über die Nordschleife geht.

„Wir wollen in erster Linie Spaß haben“, betont Stursberg, der der bisherigen Saison in der Youngtimer Szene seinen Stempel aufgedrückt hat. Zuletzt feierte der 44-Jährige vier Gesamtsiege für Fahrzeuge aus der Periode bis Baujahr 1971. „Wenn wir am Ende ganz oben auf dem Podium stehen sollten, hätte ich natürlich nichts dagegen... Mit Olaf habe ich einen erstklassigen Partner, der trotz seiner längeren Pause sicherlich nichts verlernt hat. Ich freue mich unheimlich auf das Rennen mit ihm.“

Manthey und Escort… Da war doch mal was! Nach ersten Schritten in der Formel Vau sowie bei Berg- und Slalomveranstaltungen gelang dem heutigen Porsche-Teamchef mit einem seriennahen Escort RS2000 der große Durchbruch. Ende der 70er/Anfang der 80er feierte Manthey zahlreiche Klassensiege in der Rennsporttrophäe sowie im Langstreckenpokal. Das Husarenstück folgte beim 1000km-Rennen 1983: Auf feuchter Piste machte er mit dem 185 PS-Escort fast alle Gruppe C und Gruppe 6-Renner nass und lag zweitweise unter den ersten fünf im Gesamtklassement. „Die Fans waren total aus dem Häuschen und winkten mir mit ihren Ostfriesennerzen zu. Leider trocknete die Strecke recht schnell wieder ab.“ Ab 1984 folgte dann der Aufstieg zum Profi mit dem ersten Werksvertrag bei Austin Rover.

Manthey: „Auch wenn unser Gruppe 2-Escort RS1600 beim OGP nicht so ganz mit meinem damaligen RS2000 zu vergleichen ist: Nach über 30 Jahren freue ich mich auf ein Rennen mit einem solchen Fahrzeug. Das ist noch Fahren wie früher, ohne technische Hilfsmittel und mit H-Schaltung.“ Stursberg ergänzt: „Bei einem solchen Youngtimer muss man mit Köpfchen fahren. Man darf nicht immer die volle Drehzahl ausnutzen. Und man muss sich die Reifen gut einteilen.“ Vorbereitet und eingesetzt wird der 250 PS starke und ca. 840 Kilogramm leichte Tourenwagen von Rüddel Racing aus Duisburg.

Das Roll-Out des neuaufgebauten RS1600 verlief im belgischen Spa-Francorchamps äußerst erfolgreich. Auf der zweitweise feuchten Strecke feierte Stursberg einen Gesamtsieg. Über den Escort MkI war der Wermelskirchener voll des Lobes: „Robert Rüddel hat hervorragende Arbeit geleistet. Er ist vor allem ein Meister der Vergaserabstimmung! Bis auf kleinere Kupplungsprobleme war es ein perfekter Tag. So kann es am Nürburgring gerne weitergehen.“

„Auch wenn wir mit dem Escort vermeintlich zu den kleineren Autos zählen: Ford hat damals alles homologiert, was ein Tourenwagen braucht“, weiß Stursberg. „Der BDA-Motor inklusive Alu-Kühler und Trockensumpfschmierung war seiner Zeit so sehr voraus, dass man auch zehn Jahre später, dann in der MkII-Karosse, noch ein Siegerfahrzeug hatte. Sonst hätte zum Beispiel ein Ford Escort BDA nicht achtmal in Folge die RAC-Rallye in Großbritannien gewonnen.“

Mit einem anderen Escort RS1600 wird Stursberg zusätzlich die beiden Rennen (Samstag 19.30 Uhr, Sonntag 9.55 Uhr) zum Revival der Deutschen Rennsportmeisterschaft (DRM) bestreiten. Die DRM war bis 1983 die hochrangigste nationale Meisterschaft. Die heutige DTM ist im weitesten Sinne deren Nachfolger. „Mit dem kleinen Saugmotor-Escort habe ich natürlich im Gesamtklassement nicht die größten Chancen“, weiß Stursberg. „Die Capri Turbo und Porsche 935 Turbo haben ja bis zu 850 PS. Aber wir werden alles geben um die anderen zu jagen und die Klasse zu gewinnen.“

Für Manthey ist der OGP die wichtigste deutsche Oldtimer-Veranstaltung. Der Start zum 4h-Rennen erfolgt freitags im 14.10 Uhr. „Das wird für uns Fahrer und auch das gesamte Team ein Riesenerlebnis, da bin ich mir sicher. Vielleicht regnet es ja auch, dann lassen wir mal so richtig die $%#&! heraus!“ So wie damals, beim 1000 km-Rennen 1983…

Quelle: www.motorsport2000.de

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Beitrag von Jörg Ufer » Mo 10.Aug, 2015 22:03

OGP: Zweiter Gesamtrang für Stursberg/Manthey

-Nur ein Porsche RSR verhindert den Gesamtsieg des Escort-Duos
-Manthey: "Es war wie früher"
-Stursberg feiert zudem zwei Klassensiege beim DRM-Revival

Mit einem überlegenen Klassensieg und dem sensationellen zweiten Gesamtrang für Mike Stursberg (Wermelskirchen) und Olaf Manthey (Meuspath) endete der AvD-Historic-Marathon auf der Nürburgring-Nordschleife. Nach vier Stunden Fahrzeit hatte das Duo am Steuer des Rüddel-Ford Escort RS1600 den 20,832 km langen Eifelkurs 27 Mal umrundet. Mindestens zweimal mehr als jedes andere der acht Gruppe 2-Fahrzeuge bis 2000 ccm. Im Gesamtklassement war lediglich der Porsche 911 RSR der Briten Mark Bates und Sean McInerney schneller.

„Das ist ein unerwartetes Ergebnis, daher umso schöner “, freute sich Stursberg bei hochsommerlichen Temperaturen. „Das Auto war richtig gut, trotz eines Getriebeproblems waren wir sehr schnell unterwegs. Olaf ist den Start gefahren und war gleich in der ersten Kurve quer unterwegs. Ein Riesenlob an die Mannschaft von Rüddel Motorsport. Unglaublich, wie standfest dieser über 40 Jahre alte Rennwagen von Robert Rüddel ist.“

Der aktuelle Teamchef der Porsche GT-Werksmannschaft legte als Startfahrer auch den Grundstein zum Erfolg. Bis zum Fahrerwechsel nach sieben Runden konnte Manthey in der Klasse bereits rund zwei Minuten Vorsprung herausfahren. „Es war eigentlich wie immer, als ob ich gestern mein letztes Rennen gefahren wäre“, sagte der 60jährige. „Ich hatte vom ersten Meter an unglaublich viel Spaß. Der Escort ließ sich phantastisch fahren und ich konnte die meisten der PS-stärkeren Porsche hinter mir halten.“

Die zahlreichen Fans entlang der Strecke bejubelten vielfach Mantheys spektakuläre Fahrweise.So wie vor fast vier Jahrzehnten, als Manthey und sein damaliger Escort die Könige der Nordschleife waren.

Obwohl für die Porsche-Fraktion Profis wie Klaus Ludwig, Frank Stippler, Marco Seefried oder Patrick Simon ins Lenkrad griffen: Nur die beiden Briten im Porsche RSR konnten den Gesamtsieg von Stursberg/Manthey im 44 Jahre alten Ford Escort verhindern. Mit 8.31,372 Minuten gelang dem Wermelskirchener sogar die drittschnellste Rundenzeit aller Starter.

Mit einem anderen Ford Escort RS1600 bestritt Stursberg zusätzlich noch die beiden Rennen zum DRM-Revival im Rahmen des Oldtimer-Grand-Prix, die allerdings nur auf dem Grand-Prix-Kurs des Nürburgring ausgetragen wurden. Der 44-Jährige feierte auch hier zwei souveräne Klassensiege sowie die Gesamtränge 13 und zehn.

„Es war ein superschönes erfolgreiches Wochenende mit zwei perfekten Escorts“, resümierte Stursberg. „Alleine wie Renate Manthey, mit zig Stoppuhren ausgestattet, ihren Mann beobachtete und unterstützte, war sehenswert. Der Oldtimer Grand Prix 2015 war ein tolles Erlebnis.“

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