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Re: [VLN/RCN/24h] Securtal Sorg Rennsport

Verfasst: Di 11.Jun, 2019 20:30
von Jörg Ufer
Vorschau ADAC 24h-Nürburgring 20.-23.06.2019

Neun Fahrzeuge beim Saisonhöhepunkt am Start
Klassensiege sind das Ziel beim Team AVIA Sorg Rennsport

Mit dem Int. ADAC Total 24h-Rennen Nürburgring findet vom 20. bis 23. Juni Deutschlands motorsportlicher Saisonhöhepunkt statt. Das Team AVIA Sorg Rennsport gehört einmal mehr zu den stärksten Mannschaften überhaupt und setzt neun Fahrzeuge ein. Logistische Mammutaufgaben meistert das Wuppertaler Erfolgsteam in diversen Rennserien, aber die 24 Stunden auf dem Nürburgring sind schon etwas ganz Besonderes: Über 100 Frauen und Männer umfasst das Team.

Sieben BMW und je ein Audi und Porsche mit 35 Fahrern in fünf Klassen: Das AVIA Team Sorg Rennsport ist breit und vielfältig aufgestellt. Technik-Chef Benjamin Sorg sieht in mindestens zwei Klassen berechtigte Chancen auf den Klassensieg, in allen ist zumindest das Podium erreichbar. Doch es geht dem Brüderpaar Daniel und Benjamin Sorg nicht nur um den reinen Erfolg. „Was uns vielleicht trotz der Größe gegenüber anderen Teams unterscheidet: Wir sind ein sehr familiäres Team und pflegen einen besonders freundschaftlichen Umgang mit allen Beteiligten, auch wenn dieser Sport meist viel Ernsthaftigkeit und Professionalität voraussetzt.“

Erfolgsserie und zweifacher Titelverteidiger

Im Vorjahr siegte Team AVIA Sorg Rennsport sowohl in der Klasse V4 als auch in der BMW-Cup-Klasse. In 2017 gab es ebenfalls den Sieg in der V4 sowie auch in der Klasse SP8T. Bei drei der vier Erfolgen gehörte Torsten Kratz (A-Pellendorf) zu den siegreichen Piloten. Der 48-Jährige peilt am Steuer des BGStechnic-BMW 325i in der Klasse V4, den Produktionswagen bis 2500 ccm, den Hattrick an. Zusammen mit seinen Teamkollegen Joseph Moore (GB-Whittlebury), Oliver Frisse (Rüthen) und Björn Simon (Weilerswist) teilt sich Kratz die Lenkradarbeit im rund 225 PS starken Viertürer. Das Quartett gilt als Favorit in der mit zehn Fahrzeugen besetzten Klasse, zumal Kratz/Frisse mit dem BGS-BMW derzeit auch die Tabelle in der VLN-Langstreckenmeisterschaft anführen. Ebenfalls in der V4 geht der HS Gebäudetechnik-BMW 325i mit Ersin Yücesan (TR-Istanbul), Emir Asari (I-Mailand), Lucas Schmidt (Kabelsketal) und Mark Benz (CH-Bülach) an den Start.

Mit 13 Startern ist der BMW M240i Racing Cup einmal mehr gut besetzt. Ein ernsthaftes Wort mit um den Klassensieg möchten Heiko Eichenberg (Fritzlar), Sindre Setsaas (N-Heimedal), Inge Hansesaetre (N-Aremark) und William Tregurtha (GB-Milton Keynes Buck) im AVIA-BMW mitsprechen. Eichenberg gehörte im Vorjahr zum erfolgreichen Quartett, für die anderen drei ist es eine 24h-Premiere. Den Gerri-BMW M240i lenken die US-Amerikaner Cameron Evans, Lance Boicelli und Scott Smith sowie der Brite Charlie Postins, während sich die vier Spanier Joaquin Capsi Segura, Alvaro Fontes, Antonio Castillo und Guillermo Aso den Nürburg-Gate M240i teilen.

25. Start für Wayne Moore

Der Neuseeländer Wayne Moore feiert in diesem Jahr Jubiläum: 25. Start beim größten Autorennen der Welt. Der 68-Jährige aus Tauranga liegt in der ewigen Bestenliste somit auf Rang 14 und ist der fleißigste ausländische Starter in der Eifel. Bei den Turbo-Specials bis 4000 ccm (Klasse SP8T) steuert Moore zusammen mit Michael Eden (NZ-Wanganui) und Niels Borum (DK-Odense) den Scangrip BMW 335i.

Neun Fahrzeuge von fünf Herstellern: Die Klasse SP10 für GT4-Fahrzeuge ist so stark wie noch nie besetzt. Richtung Podium schielen Stefan Beyer (Neustadt/Aisch), Emin Akata (Meckenbeuren), Olaf Meyer (Verden) und Fidel Leib (Kressborn) mit dem Sinziger Mineralwasser-BMW M4 GT4.

Bei den Produktionswagen bis 3500 ccm (Klasse V6) steht für Alberto Carobbio (I-Bergamo), Janghang Choi (KOR-Seoul) und Ugo Vincenzi (I-Gorze) mit dem Eibach-Porsche Cayman S vor allem das Ankommen im Vordergrund. Ein ähnliches Ziel haben Peter Haener (CH-Buchberg), Christoph Hewer (Ludwigsburg), Rudi Speich (Rossbach/Reifert) und Roland Waschkau (Köln) mit dem neuaufgebauten Audi RS3 in der Klasse SP3T für Turbo-Specials bis 2000 ccm.

Team AVIA Sorg Rennsport im Überblick:

#54
Klasse SP8T
Niels Borum/Michael Eden/Wayne Moore
Scangrip-BMW 335i

#75
Klasse SP10
Stefan Beyer/Emin Akata/Olaf Meyer/Fidel Leib
Sinziger Mineralwasser-BMW M4 GT4

#95
Klasse SP3T
Peter Haener/Christoph Hewer/Rudi Speich/Roland Waschkau
Audi RS3

#134
Klasse V6
Alberto Carobbio/Janghang Choi/Reinhardt Schmiedel
Eibach-Porsche Cayman S

#155
Klasse V4
Ersin Yücesan/Emir Asari/Lucas Schmidt/Mark Benz
HS Gebäudetechnik-BMW 325i

#158
Klasse V4
Torsten Kratz/Joseph Moore/Oliver Frisse/Björn Simon
BGStechnic-BMW 325i

#245
Klasse Cup5
Joaquin Capsi Segura/Alvaro Fontes/Antonio Castillo/Guillermo Aso
Nürburg-Gate BMW 240i Racing Cup

#246
Klasse Cup5
Cameron Evans/Lance Boicelli/Scott Smith/Charlie Postins
Gerri-BMW 240i Racing Cup

#247
Klasse Cup5
Heiko Eichenberg/Sindre Setsaas/Inge Hansesaetre/William Tregurtha
Avia-BMW 240i Racing Cup

Re: [VLN/RCN/24h] Securtal Sorg Rennsport

Verfasst: Do 27.Jun, 2019 22:34
von Jörg Ufer
Nachschau ADAC 24h-Nürburgring 20.-23.06.2019

Platz zwei im BMW M240i Racing Cup
Team AVIA Sorg Rennsport startete mit neun Fahrzeugen

Mit einem zweiten Platz im hartumkämpften BMW M240i Racing Cup endete für AVIA Sorg Rennsport das 47. Int. ADAC 24 Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Am Ende entschieden ganze 39,9 Sekunden über den Sieg. Es war die knappste Entscheidung aller 23 Klassen im Feld der 155 Starter. „Natürlich hätten wir gern wie im Vorjahr gewonnen, aber ein zweiter Platz bei 13 Startern ist ein gutes Ergebnis“, waren sich die Brüder Benjamin und Daniel Sorg einig.

Vom Start an, begann im BMW-Cup der erwartete Dreikampf zwischen den Favoritenteams. Im Verlauf der Stunden wechselten mehrfach die Positionen. Im Gegensatz zu den Wettbewerbern, setzte das Sorg-Quartett Heiko Eichenberg (Fritzlar), Sindre Setsaas (N-Heimedal), Inge Hansesaetre (N-Aremark) und William Tregurtha (GB-Milton Keynes Buck) auf acht Runden-Stints im AVIA-BMW und damit eine mehr als die Kontrahenten. „Durch die etwas spritsparende Fahrweise konnten wir uns im Rennverlauf zwei Boxenstopps sparen“, erklärte Daniel Sorg. „Leider hat es trotzdem nicht ganz gereicht.“

Am Steuer des Gerri-BMW wurden die US-Amerikaner Cameron Evans, Lance Boicelli und Scott Smith sowie der Brite Charlie Postins bereits in der fünften Runde Opfer einer Karambolage im Yokohama-S. Der Porsche Cayman verpasste seinen Bremspunkt erheblich und krachte in die rechte Seite von Boicelli. Bis das Fahrzeug zurück im Fahrerlager war, vergingen rund 75 Minuten. Die anschließende Reparatur nur rekordverdächtige 15 Minuten. Die Porsche-Mannschaft wurde von der Rennleitung übrigens mit einem 5.32 Minuten-Penalty bestraft.

Nach ziemlich genau zehn Stunden mussten die Spanier Joaquin Capsi Segura, Alvaro Fontes, Antonio Castillo und Guillermo Aso den Nürburg-Gate M240i unfallbedingt abstellen, nachdem Aso im Bereich Aremberg von der Strecke abkam.

Bei den Produktionswagen bis 2500 ccm (Klasse V4) verhinderte eine defekte Antriebswelle den 24h-Hattrick. In Führung liegend, strandete der BGStechnic-BMW 325i in der 19. Stunde im Streckenabschnitt Ex-Mühle. Die Bergung und die Reparatur dauerten fast zwei Stunden, somit nur Platz sechs von neun Startern für Torsten Kratz (A-Pellendorf), Joseph Moore (GB-Whittlebury), Oliver Frisse (Rüthen) und Björn Simon (Weilerswist).

Der HS Gebäudetechnik-BMW 325i von Ersin Yücesan (TR-Istanbul), Emir Asari (I-Mailand), Lucas Schmidt (Kabelsketal) und Mark Benz (CH-Bülach) konnte nicht am Rennen teilnehmen, nachdem Schmidt im Qualifying sehr nachhaltig mit der Breidscheider Betonmauer Bekanntschaft gemacht hatte. In der Klasse V6 musste der Eibach-Porsche Cayman S von Alberto Carobbio (I-Bergamo), Janghang Choi (KOR-Seoul), Ugo Vincenzi (I-Gorze) und „Stefan Meier“ (Bottrop) in der sechsten Stunde wegen einer defekten Getriebe-Dichtung abgestellt werden.

Bei den Turbo-Specials bis 2000 ccm (Klasse SP3T) feierte der Audi RS3 mit Rang vier bei acht Startern ein gutes 24h-Debüt. Peter Haener (CH-Buchberg), Christoph Hewer (Ludwigsburg), Rudi Speich (Rossbach/Reifert) und Roland Waschkau (Köln) verloren das mögliche Podest aufgrund von Pech. Benjamin Sorg: „Ein herumliegender Fremdkörper wurde bereits in der dritten Runde so ungünstig getroffen, dass der Splitter den dahinter liegenden Lüfter und einen Kühlwasserschlauch beschädigte. Die Reparatur dauerte 1.45 Stunde.“

In der mit diversen Profipiloten besetzten Klasse SP10 für GT4-Fahrzeuge zeigten die Gentlemen-Driver Stefan Beyer (Neustadt/Aisch), Emin Akata (Meckenbeuren), Olaf Meyer (Verden) und Fidel Leib (Kressborn) mit dem Sinziger Mineralwasser-BMW M4 GT4 eine feine Leistung. Sie lagen nach zehn Stunden auf dem fünften Rang, ehe Akata in der Fuchsröhre mit einem Porsche Cayman, der möglicherweise auf einer Betriebsmittelspur die Kontolle verlor, kollidierte und in der Leitplanke landete.

Im Kundenauftrag wurde der Scangrip-BMW 335i von Michael Eden (NZ-Wanganui), Niels Borum (DK-Odense) und Wayne Moore (NZ-Paekakariki) mitbetreut. Aufgrund von Elektrikproblemen schaffte das Trio aber nur 25 Umläufe und musste vorzeitig aufgeben.

Re: [VLN/RCN/24h] Securtal Sorg Rennsport

Verfasst: Mi 17.Jul, 2019 23:03
von Jörg Ufer
Nachschau VLN 4 - 13.07.19


Zweimal Podium für Team AVIA Sorg Rennsport

Über zwei zweite Plätze freute sich das Team AVIA Sorg Rennsport beim vierten von neun Rennen zur Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring. Die Wuppertaler Mannschaft untermauerte damit nachhaltig ihre Meisterschaftsambitionen in der Gesamtwertung und mehreren Klassenwertungen. „Das war heute wieder ein guter und erfolgreicher Renntag für uns“, sagten die Brüder Benjamin und Daniel Sorg.

Für das beste Ergebnis sorgten zum dritten Mal in Folge Oliver Frisse (Rüthen), Torsten Kratz (A-Pellendorf) und Moran Gott (GB-London) mit dem BGStechnic-BMW 325i. In der mit 24 Fahrzeugen am stärksten besetzten Klasse der Produktionswagen bis 2500 ccm (V4) fuhr das Trio nach zwei Siegen dieses Mal auf den zweiten Platz. Sie profitierten allerdings von einem Reifenschaden beim lange Zeit Zweitplatzierten.

Die Teamkollegen Emir Asari (I-Mailand) und Ersin Yücesan (TR-Istanbul) mussten den HS Gebäudetechnik-BMW 325i Coupé in der ersten Runde mit technischen Problemen abstellen.

In der Klasse SP10 für GT4-Fahrzeuge lieferten sich Heiko Eichenberg (Fritzlar) und Erik Johansson (S-Gnosjö) im AVIA-BMW M4 GT4 erneut einen großartigen Kampf mit den Wettbewerbern. Am Ende mussten sie sich nur einem geschlagen geben, und das um gerade 12,5 Sekunden. „Das war ein 3,5 Stunden-Sprintrennen und spannend bis zum letzten Meter. Ein großes Kompliment gebührt unseren Fahrern.“

Im mit 17 Startern gut besetzten BMW M240i Racing Markenpokal wurden die beiden Norweger Sindre Setsaas und Inge Hansesaetre zusammen mit Moritz Oberheim (Schermbeck) im AVIA-M240i eigentlich als Dritter mit nur 22,781 Sekunden abgewinkt. Doch die technischen Kommissare hatten nach dem Ziel etwas zu beanstanden und nahmen das Fahrzeug aus der Wertung. Die Sorg-Brüder legten unmittelbar Berufung ein, das Verfahren ist schwebend.

Nach technischen Problemen im Training, konnten Björn Simon (Weilerswist), Philipp Hagnauer (CH-Allschwil), Philip Schauerte (Eslohe) und Murat Ates (Troisdorf) mit dem Eibach-Porsche Cayman S aus der Klasse V6 nicht am Rennen teilnehmen.

Re: [VLN/RCN/24h] Securtal Sorg Rennsport

Verfasst: So 04.Aug, 2019 22:46
von Jörg Ufer
Nachschau VLN 5 – 03.08.19

GT4-Klassensieg für Team AVIA Sorg Rennsport

Beim fünften Rennen zur Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring feierte Heiko Eichenberg (Fritzlar) und Erik Johansson (S-Gnosjö) ihren ersten Saisonsieg in der GT4-Klasse. Am Steuer des AVIA-BMW M4 GT4 hatte das Duo nach sechs Stunden 26,319 Sekunden Vorsprung. Im BMW M240i Racing Cup fuhren die beiden Norweger Sindre Setsaas und Inge Hansesaetre zusammen mit Moritz Oberheim (Schermbeck) auf den zweiten Rang. „Überwiegend gute Ergebnisse bei schwierigen Bedingungen mit einer hervorragenden Boxenmannschaft. Wir sind zufrieden“, sagte Benjamin Sorg.

Auf regennasser Fahrbahn sorgten Torsten Kratz (A-Pellendorf) im Sinziger-BMW M4 GT4 und Heiko Eichenberg in der Anfangsphase für eine Doppelführung in der GT4-Klasse. Doch mit abtrocknender Strecke im Verlauf der ersten Stunde bekam der bislang ungeschlagene Mercedes Oberwasser. Eichenberg und Johansson kämpften und hielten den Druck aufrecht. In der letzten Stunde profitierten die beiden von einem Reifenschaden beim Mercedes und übernahmen die Führung.

„Aus eigener Kraft wäre es heute schwer geworden“, sagte ein fairer Daniel Sorg. „Aber wir hatten das nötige Quäntchen Glück und zwei sehr gute Fahrer, die permanent Druck auf den Führenden ausgeübt haben.“ Kein Glück hatte der Sinziger-BMW M4 von Stefan Beyer (Neustadt/Aisch), Emin Akata (Meckenbeuren), Olaf Meyer (Verden) und Torsten Kratz, der kurz nach Rennhalbzeit wegen eines Unfalls im Bellof-S ausschied.

Im BMW M240i-Markenpokal, mit 17 Fahrzeugen stark besetzt, gab es die gewohnten Stoßstangenduelle des Spitzenquartetts. Nach einer fehlerfreien Leistung, freute sich das Trio Setsaas/Hansesaetre/Oberheim über den zweiten Rang mit nur 2,777 Sekunden Vorsprung. Die mit geringen Nordschleifenerfahrungen ausgestatteten US-Amerikaner Emile Bouret und Ramana Lagemann komplettierten als Fünfter als hervorragende Teamergebnis. Ihre Landsmänner Cameron Evans und Chandler Hull verunfallten in der fünften Stunde mit dem Gerri-BMW am Flugplatz.

Nicht rund lief es für die beiden Teams bei den Produktionswagen bis 2500 ccm, der Klasse V4 mit 23 Teilnehmern. Emir Asari (I-Mailand), Björn Simon (Weilerswist), Shane Lewis (USA-Jupiter) und Steven Palette (F-Mery-es-bois) kamen im Training im Bergwerk von der Strecke ab, doch die Sorg-Mannschaft bekam den HS Gebäudetechnik-BMW 325i Coupé bis zum Rennen wieder flott. Im Rennen quittierte leider zu Beginn der fünften Stunde der Motor den Dienst.

Die Zweitplazierten der Jahreswertung, Doppelstarter Torsten Kratz, Oliver Frisse (Rüthen) und Moran Gott (GB-London), mussten im BGStechnic-BMW 325i leider den ersten „Nuller“ des Jahres hinnehmen. Auf Rang zwei liegend, verunfallte Kratz kurz vor Ende der fünften Stunde in der Hohenrain-Schikane bei dem Versuch, einen Klassenwettbewerber zu überrunden. „Das war zu 100 Prozent mein Fehler. Es tut mir sehr leid für das gesamte Team. Jetzt zählt es weiter nach vorn zu schauen.“

Bei den Produktionswagen bis 3500 ccm, Klasse V6, freuten sich Philipp Hagnauer (CH-Allschwil), Philip Schauerte (Eslohe), Murat Ates (Troisdorf) und Jerome de Sadeleer (Stuttgart) über die erste Zielankunft des Jahres. Am Steuer des Eibach-Porsche Cayman S beendete das Quartett die Pechserie nach fehlerfreier Fahrt auf dem vierten Platz. Zwei Zeitstrafen verhinderten eine noch bessere Platzierung.

Re: [VLN/RCN/24h] Securtal Sorg Rennsport

Verfasst: So 08.Sep, 2019 19:30
von Jörg Ufer
Nachschau VLN 6 – 07.09.19


Drei Klassensiege bei wechselnden Witterungsbedingungen
Team AVIA Sorg Rennsport feiert den größten Erfolg in der Teamgeschichte

Welch ein Tag für das Team AVIA Sorg Rennsport: Beim sechsten Saisonrennen zur Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring feierte die Wuppertaler Mannschaft drei Klassensiege sowie jeweils einen dritten, vierten und fünften Rang. „Unglaublich, phantastisch! Und das bei diesen wechselnden Witterungsbedingungen“, freuten sich die beiden Brüder Benjamin und Daniel Sorg. „Fahrer und Team haben einen wunderbaren Job abgeliefert, einfach perfekt!“

Mit zwei Pole Positions durch Moritz Oberheim und Moran Gott hatte der Renntag im verregneten Qualifying bereits gut angefangen. Und auch im Vier Stunden-Zeitrennen zeigten die Sorg-Teams, dass sie zur jeweiligen Klassenspitze zählen. Alle voran die Speerspitze des Teams, der BGStechnic-BMW 325i von Torsten Kratz (A-Pellendorf), Oliver Frisse (Rüthen) und Moran Gott (GB-London). Das Trio wollte mit einem weiteren Sieg in der mit 27 Fahrzeugen am stärksten besetzten Klasse der Produktionswagen bis 2500 ccm (Klasse V4) ihre Titelambitionen nachhaltig untermauern.

Startfahrer Kratz führte zunächst im Nassen, fiel aufgrund nachlassender Reifen bei trockener Strecke aber auf Rang zwei zurück. Oliver Frisse büßte ab der sechsten Runde mit Slicks im Trockenen 46 Sekunden ein und übergab nach zwölf Umläufen bei einsetzendem Regen als Vierter das Cockpit an Moran Gott. Der Isreali mit britischem Wohnsitz wurde seinem Ruf als „Regengott“ einmal mehr gerecht. In der 19. von 22 Runden übernahm Gott die Führung. Im Ziel betrug der Vorsprung 51,54 Sekunden. Emir Asari (I-Mailand), „Stefan Meier” (Bottrop) und Björn Simon (Weilerswist) lenkten in der gleichen Klasse den HS Gebäudetechnik-BMW 325i auf den fünften Rang.

In der Klasse SP10 für GT4-Fahrzeuge feierten Heiko Eichenberg (Fritzlar) und Erik Johansson (S-Gnosjö) am Steuer des AVIA-BMW M4 GT4 ihren zweiten Sieg in Folge. Es gab das gewohnte und über vier Stunden dauernde Duell mit einem Mercedes und mehrfachen Führungswechsel. Trotz einer leichten Reifenstapelberührung und eines Drehers ohne Fremdkontakt hatte das Sorg-Duo schließlich 12,86 Sekunden Vorsprung. Für Heiko Eichenberg war es der zehnte VLN-Klassensieg.

Im BMW M240i Racing Cup führten Pole-Setter Moritz Oberheim (Schermbeck) und die Norweger Inge Hansesaetre und Sindre Setsaas zeitweise die Klasse an, mussten sich im Ziel mit dem AVIA-M240i aber einem Wettbewerber zunächst geschlagen geben. Da dieser wegen Überholens unter Doppel-Gelb eine Strafzeit kassierte, wurde das Trio nachträglich zum Sieger erklärt.

Der Sinziger-BMW M4 GT4 startete erstmals in der Klasse SP8T. Die beiden Gentleman-Driver Stefan Beyer (Neustadt/Aisch) und Emin Akata (Meckenbeuren) fuhren ein taktisch kluges und fehlerfreies Rennen. Doppelstarter Torsten Kratz konnte im letzten Renndrittel den späteren Klassensieger überholen und sich somit einmal zurückrunden. Am Ende wurde das Trio mit dem vierten Rang belohnt.

Bei den hubraumstärksten Produktionswagen, der Klasse V6 bis 3500 ccm, fuhren Doppelstarter Björn Simon, Philipp Hagnauer (CH-Allschwil), Philip Schauerte (Eslohe) und Murat Ates (Troisdorf) mit dem Eibach-Porsche Cayman S als Dritte aufs Podium. Das Quartett hatte allerdings großes Glück, dass ein 720 Grad-Dreher im Kesselchen kurz vor dem Ende ohne Leitplankeneinschlag ausging.

Re: [VLN/RCN/24h] Securtal Sorg Rennsport

Verfasst: Fr 04.Okt, 2019 15:09
von Jörg Ufer
Nachschau VLN 7 - 28.09.19

Dritter Sieg in Folge für den AVIA-BMW M4 GT4
Zwei weitere Podien bei wechselnden Witterungsbedingungen

Mit der knappsten Entscheidung des Jahres, zu Gunsten des Team AVIA Sorg
Rennsport, endete das siebte Rennen zur VLN Langstreckenmeisterschaft auf
dem Nürburgring. Mit hauchdünnen 0,019 Sekunden Vorsprung siegten Heiko
Eichenberg (Fritzlar) und Erik Johansson (S-Gnosjö) in der GT4-Klasse. Für
den AVIA-BMW M4 GT4 war es der dritte Sieg in Folge. „Wir konnten die
letzten Kilometer an den TV-Bildschirmen mitverfolgen und es war der
absolute Wahnsinn“, sagte Daniel Sorg. „Als Erik den Zielstrich überquerte,
fielen wir uns alle in die Arme.“ Bruder Benjamin Sorg lobte vor allem den
Reifenpartner: “Mein besonderer Dank gilt Dunlop für ihren unermüdlichen
Einsatz und Support bei diesemWetter.“

Das siebte Saisonrennen war von unterschiedlichen Witterungsbedingungen
gekennzeichnet. Sonne, Regenschauer und Wolken wechselten sich von
Runde zu Runde und von Kurve zu Kurve ab. „Die ganze Strecke war selten
komplett trocken, aber genauso selten auch vollständig nass“, sagte Heiko
Eichenberg. „Man musste mit kühlem Kopf fahren und ebenso mit den Reifen
haushalten.“ Auch wenn die rechte Fahrzeugseite etwas kaltverformt wurde,
leistete das Duo Eichenberg/Johansson während der vierstündigen
Renndistanz die meiste Führungsarbeit in der GT4-Klasse. Am Ende wurde es
aber doch noch richtig eng. Mit Können und dem nötigen Quäntchen Glück
wurde der Schwede dann als Klassensieger abgewinkt.

Das heißeste Sorg-Eisen im Meisterschaftsfeuer - Torsten Kratz (APellendorf),
Oliver Frisse (Rüthen) und Moran Gott (GB-London) aus der
Klasse V4 – kämpfte schon ab der dritten Runde mit stumpfen Waffen. Im HS
Gebäudetechnik-BMW 325i fiel das ABS aus, vor allem im Regen ein
Riesennachteil. Startfahrer Moran Gott, eigentlich als Regengott bekannt,
konnte in der mit 21 Fahrzeugen stark besetzten Klasse immerhin als Fünfter
übergeben. Torsten Kratz übernahm und verbesserte sich mit einem
Husarenritt auf Rang zwei.

„Das war wie Fahren auf Eis, einer meiner schwersten, aber auch besten
Nordschleifen-Stints mit ganz viel Spaß“, sagte Kratz. Schlussfahrer Oliver
Frisse kam gleich zweimal von der Strecke ab und hatte großes Glück, weder
im Aremberg-Kies stecken zu bleiben noch die Adenauer Forst-Leitplanke
allzu hart zu treffen. Mit dem dennoch erreichten zweiten Klassenrang hat das
Trio weiterhin intakte Titelchancen.

Die Teamkollegen Emir Asari (I-Mailand) und Björn Simon (Weilerswist)
schlugen sich mit dem BGStechnic-BMW 325i wacker und erreichten einen
feinen sechsten Platz. Asari konnte in der ersten Stunde bis auf Rang drei
vorfahren, ehe eine falsche Reifenwahl das Duo auf Platz zwölf zurückwarf.
Björn Simon kämpfte sich dann vor auf Rang sechs.

Mit dem vierten Rang von acht Startern bei den Turbo-Specials bis 2000 ccm
(Klasse SP3T) zeigten sich Murat Ates (Troisdorf), Philipp Hagnauer (CHAllschwil)
und Philip Schauerte (Eslohe) sehr zufrieden. Das Trio brachte den
Audi RS3 LMS TCR ohne einen Kratzer ins Ziel.


Nach dem Sieg vom letzten Rennen, waren Moritz Oberheim (Schermbeck)
und die Norweger Inge Hansesaetre und Sindre Setsaas im BMW M240i
Racing Cup heiß auf den nächsten Erfolg. Mit der Pole Position am Steuer des
AVIA-M240i untermauerte Oberheim nachhaltig die Ambitionen. Doch bereits
in der zweiten Kurve platzten die Träume. Ein Klassenkonkurrent räumte den
Sorg-BMW ab.


Oberheim drehte sich, der Motor ging aus und das gesamte Feld zog vorbei.
Mit krummer Hinterachse wurde eine Aufholjagd gestartet, die mit dem
hervorragenden dritten Platz von 18 Startern belohnt wurde. Sindre Setsaas
drehte darüber hinaus die schnellste Rundenzeit der Klasse! Die drei USAmerikaner
Jonathan Miller, Ramana Lagemann und Chris Allen kamen auf
Rang zwölf, Chandler Hull (USA-Dallas), Luis Ramirez (Quiddelbach) und Ugo
Vicenzi (I-Gorgonzola) wurden im Gerri-BMW 16.