Alte "Ring-Stories"

F1 auf der Nordschleife, 1000km-Rennen oder die historische Nürburgring Südschleife.
Olli Martini
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Re: Alte "Ring-Stories"

Beitrag von Olli Martini » Fr 21.Nov, 2003 9:29

Olli Martini hat geschrieben:- Race of champions 1989: .... Carlos Sainz (der für DEN Crash der Veranstaltung sorgte, als er sich mehrfach über die Brücke abrollte), ......
Hat mir Luki Scheuer so erzählt: die einzigen vernünftigen Fotos von diesem Crash machte der Nürburger Fotograf Heinrich Esch. Und warum? Weil er im Gegensatz zu allen anderen Fotografen nicht am Wasserloch stand, aus Angst, er könne nass gespritzt werden und sich seine neue Jacke versauen.

Gruß
Olli, der extra noch mal diesen Thread nach oben geholt hat; ich habe noch ein paar Stories parat, und hoffe auch auf viele, viele weitere nette Geschichten in der ach so traurigen, weil motorsportfreien Winterzeit

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Friedel Harth
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Re: Alte "Ring-Stories"

Beitrag von Friedel Harth » Fr 21.Nov, 2003 23:22

Olli Martini hat geschrieben: ... Olli, der extra noch mal diesen Thread nach oben geholt hat; ich habe noch ein paar Stories parat, und hoffe auch auf viele, viele weitere nette Geschichten in der ach so traurigen, weil motorsportfreien Winterzeit
Jau Olli, freue mich auch riesig auf viele Stories!! Ich hoffe nur die jüngere Generation steuert auch was bei :!: :!: :!:

Ich als alter "Rennsack" versuchs auch, versprochen! :lol: :lol: :lol:

Gruss
Friedel

Thomas Komm
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Re: alte Storis

Beitrag von Thomas Komm » So 23.Nov, 2003 19:24

Rudi Izdebski hat geschrieben:
Friedel Harth hat geschrieben:Schöne Stories mit Bildern von Klaus und Mike!!!!

GP F1 71 im Pflanzgarten: Nach einer wunderschönen lauen Samstag-Nacht (war bei etlichen Lagerfeuern und in einigen Zelten) hatte ich mein Nachtlager mit Luma und Schlafsack neben dem Feuer eingerichtet. Als ich "morgens" aufwachte, knalle ich mit dem Kopf gegen die Stoßstange eines Opel oder so. Der Idi.. hatte fast direkt über mir geparkt! Habe damals gedacht sch.... F1-Fans, die kennen wirklich nichts und bin dann nur noch zu Tourenwagen und 1000km/500km-Rennen gefahren.

Gruss Friedel
Hi Friedel,

sowas konnte einem durchaus passieren. ;) Wir z. B. kamen 1975 zum GP Freitagnacht im Bereich Hatzenbach an und fuhren mit dem Wagen so hoch in den Wald wie möglich. Da es dunkel war konnte man nicht allzuviel sehen. Als der Wagen nicht mehr weiterkam wurde er abgestellt und zwei Mann bauten direkt neben dem Wagen das Zelt auf. Zwei andere Kumpel kümmerten sich um Holz für das Lagerfeuer.

Eine knappe Stunde später saß man dann mit Würstchen und Bier am Lagerfeuer. Ringsum andere Lagerfeuer und tolle Stimmung. Über einem der sternenklare Himmel. Eine derart faszinierende Stimmung habe ich nie wieder erlebt.

Morgens wurde man dann von den F1-Triebwerken geweckt. Man schlug die Zeltplane zurück und konnte die Wagen sehen. Und zwar -erheblich- näher als heute am GP-Kurs.

Das waren noch Zeiten... :)

Rudi
Jo, ich erinner mich auch immer sehr gerne an die Lagerfeuerzeiten. In den Anfangs 70 er Jahre haben die Leute ständig immer irgendwelche verrückte Sachen gemacht (71-er Holland-Würstchen-Story: war ich auch da!) . Aber die Nürburgring-und HOckenheimwochenenden waren echt die besten!
Thomas

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Klaus Tweddell
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Beitrag von Klaus Tweddell » Mo 24.Nov, 2003 18:50

ja, ja, die schönen alten lagerfeuerzeiten, (obwohl es die ja heute immer noch gibt).
GP von deutschland 1969.
mit dem fahrrad waren wir schon tage vorher von essen aus zum ring gefahren. unser lager schlugen wir auf einem streckenpostenplatz auf, etwa 100m hinter der bergwerkkurve, damals ein absatz am streckeninneren steilhang, gerade einmal breit genug um ein zelt aufzustellen. das tolle: dort war eine kleine "tribüne" aus holz gezimmert, eben der streckenpostenstand. diese wurde von uns als zuschauerplatz sofort belegt, übrigens ohne murren der streckenposten, die dafür sich mit spaghetti vom lagerfeuer versorgen ließen. zum fotografieren durften wir sogar runter bis an die strecke, damals noch ohne sicherheitszone, nicht einmal eine leitplanke. das hatten wir abgeguckt bei den profis, die mit ihren objektiven am bekannten sprunghügel weiter aufwärts und sogar im karussell lagen, und zwar (wirklich !) bäuchlings etwa 1m entfernt innen von den betonplatten. (dafür würde heute jeder streckenposten sofort gefeuert!).
das duften wir dort dann aber nicht nachmachen. wir sind auf einen baum außen geklettert, denn damals konnte man unmittelbar hinter dem karussell über eine fußgängerbrücke ins kursinnere (und damit zum karusselläußeren) gelangen.
sobald es am abend dunkel wurde, sind wir mit den rädern auf der nordschleife gefahren, und zwar gegen die fahrtrichtung. das schönste war immer die abfahrt von der hohen acht bis zu unseren lagerplatz im kesselchen, echt rasant und "unheimlich" schnell, zumal es dann meist schon sehr dunkel war und das licht am rad selbstverständlich ausblieb, denn das tempo hätte auch keine glühbirne verkraftet.
am montag nach dem gp wurde der lagerplatz geräumt, und zwar in guter alter pfadfindertradition so, dass nichts mehr zu sehen war, fast: nur ein kleiner kreis mit asche blieb zurück.
klaus

Rudi Izdebski
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Beitrag von Rudi Izdebski » Di 25.Nov, 2003 16:35

Ich habe auch noch eine Story, allerdings aus "Kalkuliertes Risiko" von Graham Hill:

1000km-Rennen 1964

[Zitat]
Für Colonel Ronnie Hoare fuhr ich mit Innes Ireland als Co-Piloten einen Ferrari im 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring. Es machte immer besonderen Spaß, für Ronnie Hoare zu fahren - man wußte, daß man zum Kampf David gegen Goliath antrat, also gegen das Werk. Und es macht mir immer große Freude, ein Werks-Team in den Schwanz zu beißen. Wenn ich noch dazuhin für jemand wie Ronnie Hoare fahren kann, macht das zusätzliches Vergnügen. Er ist ein guter Organisator und sehr tüchtig. Und man weiß, daß man für jemanden fährt, dem Autorennen wirklich Freude machen. Er gehört zu derselben Kategorie wie der andere große Amateur, Rob Walker. Das Team wird nach gesunden militärischen Gesichtspunkten geführt, was bei Langstreckenrennen sehr nützlich ist. Die Boxenbetreuung ist immer erstklassig. Ich hatte ein oder zwei gute Jahre bei ihm, und das war ein Ausgleich für ein oder zwei schlechte Grand-Prix-Jahre. Er ist heute nicht mehr so aktiv im Rennen, wie er es einmal war, aber wir sind gute Freunde geblieben, und ich schaffe es immer noch, mir die Zeit zu nehmen, gelegentlich mit ihm auf die Jagd zu gehen.

Nach 29 Runden - das Rennen führte über 44 - lag Innes an erster Position und kämpfte mit zwei anderen Ferraris. Einer wurde von dem Sizilianer Nino Vaccarella gefahren, der andere von Lorenzo Bandini aus der Emilia. Das Gefecht war so hitzig geworden, daß der Ferrari-Rennleiter in unsere Boxen kam und Ronnie Hoare zu verstehen gab, seinen Wagen langsamer werden zu lassen, damit es keinen internen Kampf zwischen den drei Ferraris geben würde. Der Colonel gab natürlich Dragoni, dem Ferrari-Rennleiter, zur Antwort, er solle statt dessen die beiden Werkswagen langsamer werden lassen. Dieser Vorfall brachte keine Lösung, und der Dreikampf ging unvermindert weiter. Innes Ireland machte es sicher großen Spaß, aber Surtees Bandinis Co-Pilot - war nicht gerade erfreut darüber. Er hatte in Führung gelegen, bevor er den Wagen
an Bandini übergeben hatte.

Dann, am Ende der 29. Runde, fehlte Innes. Schließlich sahen wir ihn, wie er am Ende der Steigung auftauchte und auf die Boxen zurannte, wo er, einem Zusammenbruch nahe, ankam. Er war von seinem Wagen, den er auf der Geraden geparkt hatte, den gesamten Weg gerannt. Er hatte zwar versucht, den Wagen bis zu den Boxen zu schieben, aber da es bergauf ging, war er nicht weit gekommen. Er war vollkommen erschöpft, brach, kaum daß er die Boxen erreicht hatte, zusammen und schrie: »Benzin, Benzin!« Das war das einzige, was wir kapieren konnten. Ich schnappte einen Kanister mit 25 Liter Benzin und machte mich im Galopp auf den Weg zum Wagen. Ich fragte noch einen Offiziellen, ob das erlaubt sei. Der sagte: »Okay«, und ich raste mit dem Kanister los.

Wenn Sie jemals versucht haben, mit einem Kanister mit 25 Litern Benzin in der Hand zu rennen, dann werden Sie wissen, daß das ziemlich schwierig ist. Aber wenn einem dabei 50 000 Zuschauer auf den Tribünen zusehen, dann ist man schon gezwungen, sich ein wenig anzustrengen. Ich wollte nicht langsamer werden, obwohl ich es gerne getan hätte. Aber erst nachdem ich aus dem Blickfeld verschwunden war, fiel ich vom Laufschritt auf Schritt zurück - meine Lungen drohten zu zerspringen, ich war vollkommen fertig.

Ich goß das Zeug in den Tank und schaffte es, den Wagen zu starten und ihn zu den Boxen zu bringen. Dort tankten wir ihn voll, und ich machte mich auf Verfolgungsjagd, ein ganzes Stück zurückliegend, da wir ja viel Zeit verloren hatten.

Aber mein Glück sollte nicht lange dauern: Ich erhielt die schwarze Flagge und wurde vom Veranstalter disqualifiziert. Der Benzintank war gerissen.
[/Zitat]

Rudi

Thomas Roth
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Beitrag von Thomas Roth » Mi 26.Nov, 2003 19:44

@ Friedel
Was soll denn die jüngere Generation (wie ich Bj 84) hier beisteuern :?

Gerade eure Stories sind doch die Schmankerl. Heute ist alles so typisch deutsch reglementiert und damit langweilig.
Versuch heute mal an die Strecke zu gehen um Fotos zu schießen :roll:
Außerdem sind wir anscheinend alle von Beruf Sohn. 6 Mann rücken zum 24h Rennen mit 3 Autos an, nur eines gehörte nicht uns sondern einem Vater (Zafira OPC) und der Herr Tweddell kommt aus Essen mit dem Fahrrad angestrampelt 8O :thumb:

Da kann ich nur die guten alten Geschichten von meinem Vater beisteuern
Da war immer das Problem, dass das mit den Leuten und Autos nie aufging und einer mit dem Mopped (kein Motorrad) ca 100km fahren musste

Am besten immer noch die Story als mein Vater mit Freunden zum Ring fuhr und bei Mayen die Einspritzpumpe des Capris streikte. ADAC angerufen, typischer Ringdialekt. "Och, das is ja so was neues, dat muss ich in Koblenz holen"
Trotzdem kamen Sie pünktlich zum Start der Interserie an

Ein einziges Mal war unser ortsansässiger Gastwirt mit dabei (F1 1975) und natürlich wurde er auserwählt den Zapfhahn einzuschlagen und zerdepperte das Holzstück dabei.
2 Leute organisierten in einer Gaststätte gegen 10DM Pfand einen neuen Hahn während der Rest am Ring blieb und abwechselnd den Finger ins Faß steckte, dass auch ja nix des kostbaren Gerstensafts verloren geht

Dann war da noch ein Rennen, dass groß in der BILD publiziert wurde, aber in den Jahren zuvor kaum Leute kamen.
Ergebnis: Polizei rechnete nicht mit so vielen Leuten und totales Verkehrschaos

A propos Polizei. In den 70ern wurde nach den Veranstaltungen die B258 bis Hirten gesperrt und 2 spurig gefahren, die Ordnungshüter machten mit ihren Gummiknüppeln einen auf Alfred Neubauer und trieben die Leute dazu doch den rechten Fuss etwas tiefer zu halten

Was von meinen Besuchen noch im Hirn hängen geblieben ist, ist eher negativ.
Da fällt mir zum einen der Unfall von Dino Morelli ein, aber am GP Kurs auf Tribünen hocken ist halt einfach langweilig
Aus der VLN 2003 weiß ich noch, wie vorm Galgenkopf einer liegen blieb und den Hang hochklettern musste, selbiges passierte auch am Hatzenbach

Also, jetzt ist das Feld frei für die klasse Stories der Herren Harth, Tweddell, Izdebski, Hempel, Kinkel und wie sie alle heißen.

Ihr seit spitze, mehr davon :thumb:

MfG
Tommy

Olli Martini
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Beitrag von Olli Martini » Do 27.Nov, 2003 10:35

Da ja die Rallye Köln Ahrweiler gerade erst vorbei ist, fällt mir noch folgendes ein:

vor ca. 15 Jahren fuhr man bei der Rallye Köln Ahrweiler ebenfalls eine komplette Runde entgegengesetzt mit geheimen Aufschrieb des Veranstalters.

Dieser macht den Aufschrieb, indem er die Runde in normaler Richtung fuhr, und den Aufschrieb "umdrehte". So wurde z.B. die Bergwerkskurve aus einer langsamen 90°-Rechtskurve in eine langsame 90°-Linkskurve umgewandelt, usw.

So weit, so gut. Für den Bereich Breidscheid / Ex-Mühle schrieb man halt Breidscheid als eine mittelschnelle Rechtskuvre bergauf, die Ex-Mühle als leichten Linksknick bergab voll (anscheinend ging die Ex-Mühle mit dem Veranstalterauto in normaler Richtung aufgrund der recht langsamen Breidscheidkurve voll)!

Ich wiederhole nochmal: Ex-Mühle bergab "leichter Linksknick, Vollgas"!

Jeder, der die Nordschleife kennt, kann sich denken, was passieren musste:

von den ersten sechs Autos landeten glaube ich fünf sehr vehement in den Planken, einer überschlug sich sogar in Richtung Autohaus Bodmer. Anschliessend stand jemand zur Warnung oben auf der Kuppe Richtung Bergwerk, so dass dieser Schrottplatz zum Glück nicht noch mehr erweitert wurde.

Gruß
Olli

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Jan Brucke
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Beitrag von Jan Brucke » Do 27.Nov, 2003 15:26

Olli Martini hat geschrieben:Da ja die Rallye Köln Ahrweiler gerade erst vorbei ist, fällt mir noch folgendes ein:

vor ca. 15 Jahren fuhr man bei der Rallye Köln Ahrweiler ebenfalls eine komplette Runde entgegengesetzt mit geheimen Aufschrieb des Veranstalters.
15 Jahre ist gut... ;)
Müsste 1978 gewesen sein.

Olli Martini
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Beitrag von Olli Martini » Do 27.Nov, 2003 15:41

Jan Brucke hat geschrieben:
Olli Martini hat geschrieben:Da ja die Rallye Köln Ahrweiler gerade erst vorbei ist, fällt mir noch folgendes ein:

vor ca. 15 Jahren fuhr man bei der Rallye Köln Ahrweiler ebenfalls eine komplette Runde entgegengesetzt mit geheimen Aufschrieb des Veranstalters.
15 Jahre ist gut... ;)
Müsste 1978 gewesen sein.
Ne ne ne, so lange ist das noch nicht her. Ich bin mir ziemlich sicher mit den ca. 15 Jahren (+/- 2 Jahre).

Aber evtl. gab es so etwas 1978 in ähnlicher Form.

Gruß
Olli

Manfred Strack
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Beitrag von Manfred Strack » Do 27.Nov, 2003 17:24

Hast recht Olli, da kann ich mich auch noch ganz gut dran erinnern.
Ich war seinerzeits noch in der Feuerwehr Adenau und wir standen damals zur Brandsicherheitswache in Breidscheid.

Olli Martini
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Beitrag von Olli Martini » Mo 15.Dez, 2003 13:29

Eine kleine Story, die ich von Artur Deutgen gehört habe (schade, dass ich die Version meines Vaters nicht mehr hören kann):

in den Anfangszeiten des Harald Grohs hatte dieser mal einen Unfall im Bereich der dreifachrechts im Kallenhard. Da das ganze noch vor 1970 war, gab es entsprechend noch keine Leitplanken, sondern das altbekannte "Hecke auf - Hecke zu".

Der Abschleppunternehmer aus Nürburg kam von der Strecke aus nicht an den verunfallten Wagen heran, so dass er seine Ortskenntnisse nutze, und von Adenau aus in Richtung Kallenhard fuhr. Dabei mussten mehrere Bäume gefällt werden, um an den Wagen zu kommen (wie gut nur, dass es damals noch keine Grünen gab :D ) und diesen abzuschleppen.

Von dem gefällten Brennholz wurde noch Jahre später unser Kamin zu Hause gefüttert.

Gruß
Olli

Werner Gottas
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Beitrag von Werner Gottas » Di 16.Dez, 2003 13:32

Hallo allen,

zum 1000-KM-Rennen 1983 (siehe Bericht von Olli Martini):

Ich sah Olaf Manthey zwischen Eschbach und Brünnchen. Ein Überholen von Olaf war nicht möglich, da der Escort quer die Strecke runter tobte und Olaf durch die Seitenscheibe schauen musste. Langsam war es deswegen nicht. Seither habe ich sowas noch nicht wieder gesehen.

Gruß

Werner

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Beitrag von Werner Gottas » Di 16.Dez, 2003 13:40

Hallo nochmal,

ich weiss nicht mehr welches Rennen. Es war vor ca.20 Jahren im Adenauer Forst. Die Trainingsläufe waren beendet, die Zuschauer hatten Langeweile, also holte einige einen Hubwagen von einem LKW, stellten diesen Eingangs Ad. Forst auf die Fahrbahn und fuhren entgegengesetzt der Fahrtrichtung zur Fuchsröhre. Erst war es nur einer, der auf dem Board stand, dann zwei und zuletzt waren es vier. Es war ein munterer Abend bis, ja bis man den Fahrbahnkontakt verlor und Bekanntschaft mit hartem Asphalt machte. Die Abschürfungen sahen bei allen nicht gut aus, aber es waren keine schlimmen Verletzungen oder gar Brüche zu beklagen. Am nächsten Tag hatten alle die Lacher auf ihrer Seite, da sie alle an weißen Verbänden um die geschundenen Gelenke erkennbar waren.

Und Humor hatten die Burschen bis zur Abfahrt.

Gruß

Werner

Udo Klinkel
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Beitrag von Udo Klinkel » Fr 07.Mai, 2004 20:45

Wird Zeit, diesem thread mal wieder etwas aufzupäppeln, oder?

Versetzen wir uns also ins Jahr 1967 zurück. Grosser Preis von Deutschland, Anfang August. Strahlendes Sommerwetter, beste Stimmung auch unter uns drei Kelbergern - also auf zum Ring mit den Fahrrädern. Anfahrt über Zermüllen und Müllenbach, dann den Scharfen Kopf hinauf (stöhn) und endlich oben auf der B258 angelangt. Es war Mittwoch oder Donnerstag vor dem Rennen. Wir hatten schon während des "Aufstieges" entlang der Südschleife, den kreischenden sound gehört:
Der Honda V12 oder doch Ferrari? Es war der Honda, wovon wir uns nach Überwinden von ein paar Zäunen und Gräben selbst überzeugen konnten.
John Surtees sass am Steuer, es waren Testfahrten auf der Südschleife anberaumt. Direkt unter der Brücke über die Bundesstrasse haten die Japaner ihre Zelte aufgebaut, der "klassische Platz für solche Gelegenheiten. Dort war auch Porsche immer zu finden.
Also nichts, wie hin, fotografieren und zuschauen, was der weisse Bolide so zustande bringt. Wenn das Ungetüm aus der Stichstrasse kam, half nur Ohrenzuhalten! John war offensichtlich nicht mit dem Handling des Autos zufrieden, er hielt immer wieder für jede Mange "adjustments".
Anwesend war aber auch BMW mit dem Formel 2 Wagen. Rennleiter Klaus Steinmetz und Fahrer Hubert Hahne versuchten dem bayerischen Boliden
das Laufen beizubringen. Also schon zwei weisse Autos unterwegs an diesem Nachmittag. Surtees hatte ja gute Verbindungen zu BMW, er fuhr ja in der Formel 2 einen Lola mit BMW Motor. Steinmetz hat ihn gleich gefragt, ob er mal ein paar Runden drehen könnte. Klar war "Big John" bereit dazu und legte auch gleich los. Nach zwei Runden stand er wieder, irgendwas war mit dem Kühler, kurze Diskussion, dann lässt Steinmetz nachschauen. "The Eifel Birds are flying very low today" sagte er dann zum im Wagen sitzenden Surtees und hielt ihm zwei Spatzenleichen unter die Nase, die die Mechaniker aus dem Kühler geklaubt hatten.

Damals konnte man solche Tests noch hautnah miterleben, wenn man wusste, wo man hingehen musste.

Es gibt noch ein paar Fotos davon, wenn es gewünscht wird, lade ich sie mal hoch.

Rob Semmeling
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Beitrag von Rob Semmeling » Fr 07.Mai, 2004 22:44

Udo Klinkel hat geschrieben: Es gibt noch ein paar Fotos davon, wenn es gewünscht wird, lade ich sie mal hoch.
Schönes Ring Story, Udo. Selbstverständlich sind Fotos gewünscht!

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