Autoversicherung zahlt bei Touristenfahrten auf Rennstrecken

Selberfahren auf der Nordschleife.
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Oliver Wegen
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Autoversicherung zahlt bei Touristenfahrten auf Rennstrecken

Beitrag von Oliver Wegen » Mi 14.Nov, 2007 9:49

Autoversicherung zahlt auch bei Touristenfahrten auf Rennstrecken

Die Kfz-Haftpflichtversicherung und die Kaskoversicherung sind dazu verpflichtet, auch für Schäden von Unfällen aufzukommen, die auf Rennstrecken passiert sind. Das kommt aus einem aktuellen Urteil des Oberlandesgerichts Karlsruhe (Az. 12 U 107/07) hervor. Die Richter machen aber ausdrücklich klar, dass wenn man sich diese Regelung zunutze machen will, muss der Unfall weder bei einem Rennen noch bei einem Training passiert sein.

Im konkreten Fall war ein Autofahrer bei einer „Touristenfahrt“ auf dem Hockenheimring mit seinem Audi 90 auf einen anderen Wagen aufgefahren. Die Versicherung weigerte sich dabei für die Reparaturen zu zahlen und berief sich auf die Regelung, dass Rennveranstaltungen vom Versicherungsschutz ausgeschlossen seien. Die Richter entschieden aber anders: Kommt es bei einer Veranstaltung auf die Geschwindigkeit gar nicht an, handelt es sich nicht um ein Rennen. Eine „Touristenfahrt“ diene zudem der Verbesserung des Fahrkönnens und müsse auch deshalb von der Autoversicherung abgedeckt werden. Nun bekommt der Fahrer den Schaden am eigenen Fahrzeug ersetzt, und seine Kfz-Haftpflichtversicherung zahlt 20.000 Euro für den Totalschaden am Wagen des Unfallgegners.

Quelle: http://www.tarifchecks.de/news/30318.html

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Oliver Wegen
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Beitrag von Oliver Wegen » Mi 14.Nov, 2007 9:50

Haftung der Kfz-Versicherung für Unfallschaden bei "Touristenfahrt" auf Rennstrecke
OLG Karlsruhe, Urteil vom 06.09.2007, Az. 12 U 107/07


Schließt eine Versicherung in den Versicherungsbedingungen (AKB) eine Haftung für Unfallschäden bei "Rennen" aus, so haftet sie dennoch für Schäden, die im Rahmen einer "Touristenfahrt" auf einer Rennstrecke passieren. Risikoausschlussklauseln sind eng auszulegen, denn der durchschnittliche Versicherungsnehmer braucht nicht damit zu rechnen, dass er Lücken im Versicherungsschutz hat, ohne dass ihm diese hinreichend verdeutlicht werden. Der Ausschluss in § 2 b Abs. 3 AKB betrifft insoweit nur Fahrten im Rahmen einer Veranstaltung, deren Charakter dadurch geprägt wird, dass eine möglichst hohe Geschwindigkeit erreicht wird und danach eine Platzierung der Teilnehmer erfolgt. (spa)

AKB § 2b Abs. 3, AKB § 12 Abs. 2e, StVO § 29 Abs. 1

Quelle: http://www.jurion.de/login/login.jsp?go ... d=1-187733

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Stefan Beykirch
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Beitrag von Stefan Beykirch » Di 09.Dez, 2008 21:58

Ich bin vor ca. 7 Monaten mit meinem alten Auto (Mitsubishi Space Wagon) im Brünnchen abgeflogen und mit 90km/h in die Planken gerutscht. Es waren 8m Leitplanke (ca.650€) die die Versicherung übernommen hat. Der Wagen war natürlich Schrott, aber einen Leihwagen zu bekommen war nicht schwer (ADAC Plus Mitglied). Was mich allerdings n bischen erstaunt hat war die Tatsache, dass es geschlagene 15min gedauert hat bis jemand angehalten hat, um mir beim warnen vor der Unfallstelle zu helfen-- und es kahmen geschätzte 50 Fahrzeuge vorbei

Das Beste ist natürlich, die Geschwindigkeit anzupassen :wink:

Gruß

Stefan

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