Hasten Historic: Der Oldtimer-Klassiker im Bergischen Land

Wettbewerbe abseits der Eifel.
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Jörg Ufer
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Hasten Historic: Der Oldtimer-Klassiker im Bergischen Land

Beitrag von Jörg Ufer » Sa 29.Mai, 2010 11:45

Hasten Historic: Der Oldtimer-Klassiker im Bergischen Land

Walter Röhrl fehlt krankheitsbedingt in der Werkzeugstadt

Am Samstag, den 5. Juni 2010, startet inzwischen bereits zum sechsten Mal die Oldtimer Ausfahrt „Hasten Historic“, die in den vergangenen Jahren sowohl bei den Teilnehmern, als auch bei den interessierten Zuschauern immer mehr Zuspruch gefunden hat. Die Veranstaltung ist auch eine Bereicherung für das Veranstaltungsangebot der Werkzeugstadt Remscheid sowie eine gute Werbung über die Stadtgrenzen hinaus, schreibt nicht umsonst die Oberbürgermeisterin Beate Wilding in ihrem Grußwort.

In diesem Jahr wird die Ausfahrt unter der Regie des Automobilclubs Bergisch Land (ACBL) ausgerichtet. „Am Konzept der Veranstaltung wird sich deshalb aber nichts ändern“, sagt Andreas Becker, zweiter Vorsitzender des ACBL, der die Organisation in den Händen des eingespielten Orga-Teams rund um Fahrtleiter Jörg Stursberg in den besten Händen weiß.

Trotzdem ist man beim ACBL froh, endlich auch in der Oldtimerszene aktiv sein zu können, schließlich war der Verein als einer der ältesten Automobil-Clubs in Remscheid, schon länger darum bemüht, eine publikumswirksame Oldtimer-Veranstaltung hier in Remscheid auszurichten.

Dem ACBL war unter anderem auch die Zusage von Rallye-Legende Walter Röhrl zu verdanken, an der Hasten Historic teilzunehmen. Dass er nun doch nicht dabei sein kann, bedauert der Virtuose an Lenkrad und Pedalerie außerordentlich. Aber die Gesundheit hat absoluten Vorrang und so musste Röhrl neben der „Hasten“ auch alle anderen Termine für die nächste Zeit absagen.

Interessierte Fans alter Technik und schöner Autokarossen sollten sich den Termin der „Hasten Historic“ unbedingt im Kalender notieren.

Gestartet wird die Oldtimer Rallye in diesem Jahr wieder direkt vom Gelände der Firma C.A. Picard im Morsbachtal. Von dort führt die Route in Richtung Mercedes Benz Niederlassung Remscheid an der Ueberfelder Straße, wo die erste Aufgabe auf die Teams wartet. Weiter geht es über Wermelskirchen, Burscheid, Hilgen, Leichlingen und Monheim zum Meilenwerk in Düsseldorf.

In den historischen Bahngebäuden finden sich, wie bekannt, heute Oldtimerfans aus ganz Deutschland ein. Und die Hasten Historic macht dort ebenfalls Station!

Nach einer Stärkung für die Fahrerinnen und Fahrer sowie einer Verschnaufpause für die betagte Technik, geht es nach gut einer Stunde weiter über Erkrath, das Neandertal, Gruiten und Wuppertal mit dem historischen Wasserhammer „Steffenshammer“ im Morsbachtal vorbei zum Ziel, das 2010 am alten Bahnhof in Wuppertal Cronenberg bei der Spedition DIGASS eingerichtet ist.

Dort hat Firmenchef Karl-Werner Gass wieder alle Hebel in Bewegung gesetzt, die Cronenberger auf „sein“ Gelände zu locken. Neben oldtimergerechter Live Musik ist auch für das leibliche Wohl der Teilnehmer und Zuschauer bestens gesorgt.

Wie immer werden die Fahrzeuge in verschiedene Klassen je nach Baujahr eingeteilt. Um eine Wertung für die abendliche Siegerehrung zu erhalten, müssen die Teilnehmer unterwegs diverse Schwierigkeiten im Bordbuch meistern und an mehreren Kontrollen unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Auch gilt es, auf einem Teilstück der Strecke möglichst gleichmäßig zu fahren. Dabei darf eine vorgegebene Durchschnittsgeschwindigkeit von rund 20 km/h weder unter- noch überschritten werden. Das genaue Einhalten wird selbstverständlich durch den Veranstalter überwacht.

Ebenso überwacht wird das ordnungsgemäße Verhalten im Straßenverkehr. Wer zum Beispiel beim Verlassen eines Kreisverkehrs, oder beim Abbiegen nicht vorschriftsmäßig den Blinker betätigt, bekommt entsprechende Strafpunkte. Diese gibt es auch, wenn die Teilnehmer nicht korrekt auf der vom Veranstalter vorgegebenen Strecken fahren. Anhand von besetzten und unbesetzten Kontrollen wird dies ebenfalls überwacht.

Eine ausführliche Streckenbeschreibung finden die Teams in einem so genannten Bordbuch, das neben verschiedenen Kartenkopien mit rot eingezeichneten Pfeilen und Punkten auch so genannte „Chinesenzeichen“ enthält.

Durch die Auswahl der Streckenführung und der Fahrzeuge wird das Motto „Natur erfahren“ lebendig. Die Fahrt findet durch die reizvolle Landschaft statt, die vielen Teilnehmern unbekannt ist. „Eile mit Weile“ ist angesagt und es sind zu keiner Zeit Bestzeiten und Höchstgeschwindigkeiten zu erzielen.

“Da wir in diesem Jahr aber in die Landeshauptstadt fahren“, gibt Orga-Chef Klaus Picard zu bedenken, „wird es sich nicht vermeiden lassen, dass wir etwas mehr als üblich durch die Stadt fahren werden.“ Mit einem Grinsen fügt er aber hinzu: „dafür werden wir die Teilnehmer aber mit einem tollen Blick auf den Rhein entschädigen…“

Auch die Zuschauer werden auf ihre Kosten kommen. Wann bietet sich schon einmal die Gelegenheit so viele automobile Raritäten in „Natura“ zu sehen? Das tolle Starterfeld mit seinen Träumen aus Blech und Chrom bietet für jeden etwas und ist ein Erlebnis für Auge und Ohr. Mancher wird sich an seine Jugend erinnern und glänzende Augen bekommen.

Annähernd 100 Teams haben sich in die Nennungslisten eingetragen und freuen sich auf den Start. „Wenn uns dann genauso wie in den vergangenen fünf Jahren der Wettergott wieder hold ist und die Sonne scheinen lässt, steht einer Fortschreibung der bisherigen Erfolgsgeschichte „Hasten Historic“ nichts im Wege“, blickt Fahrtleiter Jörg Stursberg voraus.

Am frühen Abend steht (allerdings nur für Teilnehmer und Helfer) noch die traditionelle Siegerehrung auf dem Programm. Bei Köstlichkeiten vom Grill und einem kühlen Getränk wird der erlebnisreiche Tag bei angenehmen Bezingesprächen ausklingen.

Jörg Ufer
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Beitrag von Jörg Ufer » Di 08.Jun, 2010 21:49

Hasten Historic 2010 wieder ein voller Erfolg

Die Oldtimer-Ausfahrt Hasten Historic, die sich seit ihrem Debut 2005 schon einen guten Namen gemacht hat, fand in diesem Jahr am 5. Juni statt und wurde erstmals unter dem Dach des Remscheider AvD-Cubs ACBL ausgerichtet. „Am erfolgreichen Konzept der Veranstaltung hat sich dadurch jedoch nichts Wesentliches verändert, weil das bewährte Orga-Team auch weiterhin die Fäden in der Hand hält,“ berichtet Andreas Becker, 2. Vorsitzender des Automobil-Club Bergisch Land e.V.

Sehr zur Freude der rührigen Organisatoren fand sich am Start der Rallye auch AvD Generalsekretär Matthias Braun ein, der sich vor Ort nicht nur einen Eindruck vom großen Starterfeld (annähernd 100 Fahrzeuge der Baujahre vor 1975 fuhren durch den Startbogen), sondern auch vom reibungslosen Ablauf der Veranstaltung verschaffen konnte. Sein Kommentar: „schöne Autos, schöne Location und vor allem schönes Wetter!“
Am Start waren im Übrigen 12 Fahrzeuge der Baujahre vor 1945 und das jüngste Auto stammte aus 1975. Darunter so schöne Exemplare wie Fiat Balilla, BMW 327, Cadillac, Fiat oder Jaguar.

Vom Gelände einer großen Remscheider Firma, wo sich alle Teilnehmer erst einmal mit einem bergischen Frühstück stärken konnten, ging das erste Fahrzeug pünktlich um 9:01 h auf die gut 140 Kilometer lange Strecke. Diese musste aufgrund behördlicher Änderungen und kurzfristig eingerichteter Baustellen in letzter Minute noch umgebaut werden, sodass die Teilnehmer diesmal rund 15 Kilometer mehr zurücklegen mussten. Eine Geschicklichkeitsübung wartete als erste Aufgabe, doch weit schwieriger war es, die korrekte Route anhand von Chinesenzeichen und Kartenkopien zu finden. Die in den Kopien rot eingezeichneten Pfeile und Punkte waren dabei in der richtigen Reihenfolge abzufahren, was vielen Teams einiges abverlangte.

Von Remscheid führte die auch landschaftlich sehr reizvolle Strecke über Wermelskirchen, Burscheid, Leichlingen bis an den Rhein und weiter zum Meilenwerk in Düsseldorf. Dort gönnten sich in stilechtem Ambiente Fahrzeuge und Fahrzeugbesatzungen eine wohlverdiente Pause.

Nach der Stärkung mit einem kleinen Imbiss war die Landeshauptstadt schnell wieder verlassen und in der Nähe des historischen Neandertals wartete eine Zeitprüfung, bei der etwas mehr als 9 Kilometer mit einem Schnitt von 21 km/h zu absolvieren waren. Am Museum unserer Vorfahren im Neandertal vorbei ging es dann weiter über Gruiten in Richtung Wuppertal zum Ziel. Dieses war in diesem Jahr am alten Bahnhof in Wuppertal-Cronenberg eingerichtet. Viele Zuschauer bestaunten dort die automobilen Raritäten, während Fahrerinnen und Fahrer sich Kaffee und Kuchen schmecken ließen. Ein schöner Tag bei strahlendem Sonnenschein klang dann am Abend in lockerer Runde bei Spezialitäten vom Grill und der obligatorischen Siegerehrung aus. „Im nächsten Jahr sind wir bestimmt wieder dabei, es hat viel Spaß gemacht“, war auch der allseits zu vernehmende Tenor unter den Teilnehmern. Sieger wurde übrigens das Team Peter Kochenrath und Rudi Küfner auf einem Mercedes Benz 230 SL mit nur 2,3 Strafpunkten!

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