[RCN] Schnatmeyer Motorsport

Aus dem Cockpit an die Tastatur.
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Rolf Kukuk
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[RCN] Schnatmeyer Motorsport

Beitrag von Rolf Kukuk » Mo 10.Mär, 2008 12:00

90 Minuten Kartrennen, 48 Stunden Muskelkater

Das RCN-Kartrennen in Oberhausen, 23.Februar 2008

Beginnen wir die diesjährigen Rennberichte mal mit dem RCN-Kartrennen. Die erstplazierten aus RCN und MLT wurden dazu eingeladen. Das Ganze war eine reine Spaßverantaltung und genauso bin ich das auch angegangen. Die Teams bestanden jeweils aus 2 Fahrern, bzw. Fahrerin. Ich hatte die Ehre mit Andrea Heim im einzigen gemischten Team zu starten.

Die Kenntnisse der Teilnehmer reichten von quasi keine Karterfahrung (Ich) bis zu echten Könnern und Leuten die die Bahn in Oberhausen auch schon kannten. Also optimale Voraussetzungen für eine Topplazierung für das Team Heim/Schnatmeyer.

Zunächst wurden die Karts ausgelost (wir hatten Startnummer 11) und die Fahrer/in gewogen. Bei allen Untergewichtigen musste dann Ballast ins Kart gepackt werden. Danach gab es ein zehnminütiges freies Training, daran anschließend 10 Minuten Zeittraining. Und da musste ich schon feststellen, das mein Fitnessprogramm über den Winter doch recht dürftig war. Das ist anstrengender als ich gedacht hatte. Am Ende des Trainings lagen wir mit Startnummer 11 auf dem elften Startplatz von 11 teilnehmenden Teams. Sehr konsequent.

Damit ich auch mal in den Genuß eines fliegenden Starts komme, bin ich den Startturn gefahren und konnte anfans auch gleich 2 Plätze gutmachen! Nach ca. 10 Minuten stand dann der erste Boxenstopp an. Wie gesagt, das ist anstrengender wie ich dachte. Andrea fuhr dann bessere Zeiten wie ich und konnte rundenlang den 10 Platz verteidigen. Ca. 10 Minuten lang bis zum nächsten Boxenstopp. Diese Boxenstrategie behielten wir das ganze Rennen über bei, denn das ist ja schon recht anstrengend (Schnatmeyer, Du wiederholst dich!) Die Teams auf den ersten Plätzen haben nur einmal gewechselt! 45 Minuten am Stück in dem Ding! Hut ab! Letztendlich wurden wir dann mit Startnummer 11, Elfte! Elfter Startplatz, Elte im Ziel, Startnummer 11, das nenne ich konsequent! Immerhin konnte ich im letzten Turn noch unsere Teaminterne schnellste Runde fahren. Das war wahrscheinlich die einzige, die ich nicht im ständigen Drift gefahren bin. Denn mit den Dingern kann man richtig schön quer fahren. Ist zwar definitiv nicht förderlich für top Rundenzeiten, aber lustig. Und das sollte ja auch die Hauptsache sein.

War eine schöne Veranstaltung und ich versuche mich so gut in der Meisterschaft zu platzieren, das ich nächstes Jahr wieder dran teilnehmen kann. An Schnatys kleiner persönlicher Driftchallenge. Auch wenn ich danach 2 Tage gut Muskelkater hatte...... Ja ja die Fitness......


Michael Schnatmeyer

www.schnatmeyer-motorsport.de

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Rolf Kukuk
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Beitrag von Rolf Kukuk » Mo 14.Apr, 2008 0:45

MLT 1. Lauf 05.04.

"Immer einen kühlen Kopf bewahren" oder "Es ist alles eine Frage der Perspektive"

Das wurde aber auch Zeit, das die Winterpause so langsam vorbei war. Der Puma war einsatzbereit, vergessen hatte ich diesmal auch nichts (so wie letztes Jahr im Sommer meine schnellen Schuhe.....), also endlich wieder am Ring und mit 160 anderen Wahnsinnigen in die Runde fahren. Schön!

Über die suboptimalen Wetterverhältnisse habt ihr wahrscheinlich schon auf der RCN-Seite gelesen. Dabei sah morgens bei den Test- und Einstellfahrten noch alles ganz gut aus. Die Strecke war durchaus Slick-tauglich. Aber hätte ich mal meinen Mund gehalten. Zitat M. Schnatmeyer: "Von mir aus kann es auch regenen, da waren meine Ergebnisse eigentlich immer ganz gut." Wunderbar, hat auch funktioniert. Regen kam mehr als genug runter. Trotzdem bin ich nicht dafür verantwortlich. Das muß Zufall gewesen sein........

Die MLT wurde wieder von der Tourizufahrt nachgestartet. Eine gute Variante wie ich finde. Der Puma stand also schön im Regen und da er ja nun nicht ganz dicht ist, lief er im Beifahrerfußraum auch schön mit Wasser voll. Unpraktischerweise lagen da meine Kopfhaube, die Handschuhe und der Helm! Klasse. Hallo Herr Teamchef, bitte einmal auswringen! So ne nasse Mütze auf dem Kopf ist echt klasse. Wenn einem das Wasser dann noch im Sitz den Rücken runter läuft macht das auch Freude. Tja, kühlen Kopf bewahren ist bei den Bedingungen gar nicht verkehrt.

Die Taktik war recht einfach. Eine entstpannte Setzzeit fahren die sich gut wieder treffen lässt und das Auto in den Sprintrunden nicht verschrotten. Schrott gab es an der Strecke nämlich schon genug. Da wollte ich den Puma nicht auch beistellen. Trotzdem ich meine Runden recht verhalten gefahren bin gab es durchaus einige Situationen bei denen mir die Haare zu Berge gestanden hätten. (So ich denn Haare hätte) Direkt in der ersten Runde hätte ich das Auto am Aremberg schon beinahe weggeworfen. Also ruhig angehen lassen, sich aus allem raushalten und keinem im Weg stehen. Die Bestätigungsrunden klapppten eigentlich verhältnismäßig gut. Die 1. und 2. waren ganz gut, die 3. war ein wenig zu langsam. In der letzten Sprintrunde gab es dann die Entscheidung über die Platzierung im direkten Positionskampf. Im Brünnchen lief ich auf Andrea Heim (wie sie selbst sagt bekennende Schönwetterfahrerin) auf. Auf der Döttinger Höhe habe ich dann gewagt daneben zu fahren. Vor der Senke am Tiergarten habe ich dann aber gelupft. Nee, zu naß, da trau ich mich jetzt nicht voll stehen zu lassen, oh Klasse Andrea verzögert auch, da kann ich ja schön wieder auf die Ideallinie und bin dran vorbei. Laut Andrea konnte ich aber nur wieder schön auf die Ideallinie, weil sie keinen Platz mehr hatte und über den Curb fahren musste. Tut mir leid, war keine Absicht, aus meiner Perspektive war alles in Ordnung. Hoffentlich muß ich zum nächsten Lauf jetzt nicht schon wieder die Schienbeinschoner einpacken.......

Im Endergebnis sprang der 4. Platz und ein unbeschädigtes Auto raus! Damit war ich sehr zufrieden. Und wenn ich ganz ehrlich bin, muß ich so ein Wetter beim nächsten Mal nicht schon wieder haben. Schönwetterfahren ist irgendwie angenehmer.

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Rolf Kukuk
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Beitrag von Rolf Kukuk » Mo 21.Apr, 2008 8:30

2. Lauf MLT 19.04. Nordschleife

Wir bruzzeln uns ein Mistrennen!

Die Zutaten:

- Regen

- Etwas Nebel und schlechte Sicht

- Reifen- und Fahrwerksprobleme

- Einen Kiesbettaufenthalt mit leichtem Leitplankenkontakt

Die Zubereitung:

Treffen Sie sich mit ca. 150 weiteren Wahnsinnigen um im Regen in der Eifel im Kreis zu fahren. Achten Sie darauf, das Sie vorm Start den Reifendruck viel zu hoch wählen und die über den Winter vorgenommenen Fahrwerksänderungen doch eher für trockene Fahrbahnverhältnisse geeignet sind.

In der Setzzeitrunde betätigen Sie die Stoppuhr. Sie darf jedoch nicht laufen! Dies bemerken Sie erst Eingangs Hatzenbach uns ärgern sich so darüber, das die Stimmung so ziemlich auf Null ist. Schätzen Sie die Zeiten in den folgenden Bestätigungsrunden und wundern sich anschließend darüber, das die Abweichungen verhältnismäßig gering sind!

In Ihre erste Sprintrunde starten Sie mit einem richtig dicken Hals und stellen die bei den Zutaten erwähnten Reifen- bzw. Fahrwerksprobleme fest. Ihr Fahrzeug untersteuert aus Kurven heraus stumpf geradeaus Richtung Grünstreifen und verhält sich beim anbremsen "gewöhnungsbedürftig"! Nutzen Sie dies dazu mit stehenden Rädern und und daraus resultierendem abgewürgtem Motor im Aremberg durchs Kiesbett zu rodeln und sorgen Sie für einen leichten Leitplankenkontakt vorn links! Steigen Sie aus, kontrollieren Sie Ihr Fahrzeug, nehmen Sie wieder Platz, schnallen Sie sich an, lösen Sie den Gurt wieder um die Fahrertür zu schließen, schnallen Sie sich erneut an, starten den Motor und fahren weiter. Hierbei verteilen Sie den aufgesammelten Kies gleichmäßig bis ungefähr zum Wehrseifen. Es darf ruhig etwas mehr sein!

In Ihrer letzten Sprintrunde nehmen Sie noch etwas Nebel zum Regen dazu und stellen sich bei ca. 200km/h und 50(?)m Sicht die Frage: "Was machst Du eigentlich, wenn jetzt ein langsameres Auto vor dir auftaucht?" Manövrieren Sie um das im selben Moment auftauchende langsamere Fahrzeug irgendwie herum, sehen Sie zu, das Sie die Auslaufrunde irgendwie unter 14 Minuten schaffen und stellen Sie das Fahrzeug möglichst in einem Stück im Parc Ferme ab.

Wenn Sie alles richtig gemacht haben ergibt das den 7. Platz bei 15 Startern in der Klasse mit dem Sie nun wirklich nicht gerechnet haben. Von Regenrennen haben Sie dann für den Rest der Saison garantiert die Schnauze voll!

Guten Appetit

Ihr Chefkoch

Michael Schnatmeyer
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Beitrag von Michael Schnatmeyer » Fr 22.Aug, 2008 19:52

4. Lauf MLT Nordschleife

BMW Bring Mich Werkstatt......

......forderte der Puma bekanntlich nach dem letzten Rennen im Mai. Kein Problem, soll er haben, wir haben ja 3 Monate Zeit.

Es war die Ölpumpe die den Dienst eingestellt hatte und so war die Frage ob der Motor nur repariert oder gleich optimiert wird. Wir fahren zwar nur "light", aber der Familienrat entschloß sich in der Motorenfrag für die Doppelrahmstufe. Alles neu, plus mehr Hub, plus mehr Schub. Schön.

Am ersten Juli-Wochenende (wir haben ja 3 Monate Zeit...) kam der Puma zum "Leistungserbringer" meines Vertrauens. Alles gut. Keine Hektik. Geplant war ihn am 04.08. wieder abzuholen. Dann tauchte ein Problem auf. 2 von 4 Kolben waren nicht zu gebrauchen. Wie gesagt, mehr Hubraum, also auch keine Originalkolben..... Verschieben wir das also um eine Woche. O.K. Eine Woche später waren keine neuen Kolben da. Warten. Bin ja ein geduldiger Mensch. Am 12.08. dann ein Anruf. Kolben sind da, passen aber vom Rohrmaß nicht, Auto wird nicht fertig..... Ooooh neeee! Ich hätte zwar über Umwege von ihm einen "Leihwagen" bekommen können, das war mir aber suspekt. Ich möchte ja nicht unbekannter Leute Autos aufs Dach legen. Dafür habe ich eigentlich ein eigenes.

Mehr spaßeshalber rief ich Volker Geburek an, um zu fragen ober evtl. einen Beifahrer braucht. Die Antwort war "Nein einen Beifahrer habe ich, aber Du kannst ein Auto und einen Beifahrer haben". Ein 318iS, Gruppe F mit Thomas Matuschewski als Beifahrer. Ich war bisher noch nie BMW gefahren, war noch nie mit einem Hecktriebler auf der Nordschleife und hatte in 4 Jahren MLT noch nie einen Beifahrer. Perfekt, machen wir.

Am 15.08. brachen wir mit dem Transit ohne Hänger, ohne Puma nach Rommerskirchen auf um den Wagen abzuholen. Der ist praktischerweise strapenzugelassen, so das ich wenigstens die Möglichkeit für eine "Probefahrt" bis nach Nürburg hatte. Thomas war sehr optimistisch "Schnaty wir fahren morgen einen Klassensieg" Immer positiv denken. Wir rollten dann abends entspannt mit Transit und 3er (Donnerwetter ist das laut ohne Helm....) Richtung Ring.

Nach dem obligatorischen Besuch im Schnitzelhaus bezogen wir unser 3 Bettzimmer (!) in der Pension unseres Vertrauen. Einzelzimmer waren aus, wenn man dann der Einzige ist der nicht schnarcht hat man eine fantastische Nacht.....

Samstag nach dem Frühstück grade die Formalitäten für den Klassenwechsel und die techn. Abnahme (das ist kein Ford Puma....) erledigt und dann mit "Teamchef" Volker und Beifahrer Thomas die Taktik besprechen. (Thomas Zeitnahmeprinzip hab ich irgendwie nicht verstanden.....) Die Taktik war einfach. Alle Bestätigungsrunden exakt treffen und in dem Sprintrunden das Auto nicht aufs Dach legen.

Für uns ging es als 3. Startgruppe un kurz nach 14 Uhr los. Es war schon irgendwie interressant sich während der Fahrt zu unterhalten.... Thomas hat sich auf mein Zeitnahmeprinzip eingestellt (Seins hab ich irgendwie immer noch nicht verstanden.....) und bis auf die erste Bestätigung in der wir 0,1 sek danebenlagen hat alles gepasst. Den Wagen hab ich in den Sprintrunden auch nicht beschädigt. Die Rundenzeiten waren noch ausbaufähig. Aber so ein heckgetriebenes Auto macht schon Spaß, ist auch ein prima Fahrzeug so ein 3er......

Völlig unbeschädigt ist der BMW dann aber doch nicht angekommen. Direkt vor Volkers Augen habe ich den Frontspoiler an einer Bordsteinkante verschrammt. Bravo. Aber sonst hat es Spaß gemacht. Prima Auto so ein 3er....

Im Endergebnis sind wir 2. von immerhin 4 Startern in der F geworden, Volker und sein Sohn 2. von 12 in der H. Ein gutes Teamergebnis. Mit Thomas anvisierten Klassensieg was es nichts, da hätte ich in den Sprintrunden um Lichtjahre schneller sein müssen. Zufrieden bin ich trotzdem, die Beiden haben glaub ich meine Saison gerettet.

Ela hat den BMW dann nach Rommerskirchen zurückgefahren und der Tag endete so gegen halb 1. Dann sind wir nach grillen, trinken und Benzin reden Richtung Heimat aufgebrochen. Um 3 Uhr nachts waren wir zu Hause. Ab ins Bett. Bitte ohne schnarchen.....

Danke noch mal an Volker und Thomas für den Leihwagen und die Verpflegung. Ihr habt echt was gut bei mir. Und BMW fahren ist auch nicht so schlecht.....

Wir sehen uns dann am 20.09. in der Eifel. Mit Puma! Garantiert!

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Rolf Kukuk
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Beitrag von Rolf Kukuk » Mi 01.Okt, 2008 20:53

5. Lauf MLT Nürburgring Nordschleife 20.09.

BACK ON TRACK!

Das Dreamteam war nach Wochen endlich wieder vereint. Nein nicht Thomas Matuschewski und Michael Schnatmeyer, sondern der Puma und Schnaty! Obwohl die Matuschewski/Schnatmeyer-Kombination auch gut war.

Die Kolbenkatastrophe hatte ich hier ja bereits erwähnt. Das sich in der Woche vorm Rennen dann noch auf dem Prüfstand die Kupplung in Rauch auflöste ist ja fast zu vernachlässigen...... Besser auf dem Prüfstand wie auf der Strecke.

Dirk hatte uns den Puma am Freitag direkt an den Ring runtergebracht. Nee nee nee, was ist das schön wenn man jemanden nach Wochen der Abwesenheit wiedertrifft. Der Motor war absolut frisch, also entspannt einfahren und nix kaputt machen. Einen neuen Satz schön weiche Slicks hatte ich auch dabei, also alles vom feinsten. Der Samstag konnte kommen.

Die MLT startete wieder als 3. Startgruppe ca. 40 Minuten von der Terroristenzufahrt nach. Zeit um noch dummes Zeug zu reden und sich etwas zu entspannen. Ich hatte mir vorgenommen ruhig meine Runden zu drehen, das Auto einfahren, mich an die neuen Reifen gewöhnen, die Sprintrunden locker angehen......... ja, ja ist klar. Die Einführungsrunde war noch sehr ruhig, in der Setzzeitrunde waren gelbe Flaggen in Breidscheid, da bin ich etwas aus dem Tritt gekommen und hatte eine ziemlich hohe Setzzeit. Na ja, wie gesagt, ruhig angehen lassen, keine Rundenrekorde brechen. Die erste Bestätigung war innerhalb der Toleranz, keine Strafpunkte, schön. Auf zur ersten Sprintrunde. Locker angehen.... Klar..... Wie denn wenn der Nagel im Kopf drückt! Die neuen Reifen funktionieren hervorragend, so gut bin ich noch nie durch den Hatzenbach gekommen. Geeiiiillll! Nich so hoch drehen Herr Schnatmeyer, der Motor muß noch eingefahren werden! Ja? Schade! Das geht doch grade so guuuut. Erste Sprintrunde beendet. 2 Sekunden über meiner bisherigen Bestzeit. Und ich hatte das Gefühl ich fahre spazieren. Also locker und entspannt zum 2. Mal bestätigen. Leider war ich da wohl zu locker und zu entspannt, vor der Ziellinie bin ich hinter einem Fiesta hergebummelt, zack 2,3 Sekunden zu langsam. Hmmmmmm..... Die 3. Bestätigung hat dann wieder schön gepasst, keine Strafpunkte, also auf zur 2. Sprintrunde. Ja ja ja locker angehen, Motor ist noch nicht eingefahren....... Vergiss es! Neeeee was geht der Puma auf einmal gut. Mehr Schub vorne drin und Klebstoff auf den Rädern. So macht das richtig Spaß! So hab ich mir das vorgestellt, jetzt ist Schluß mit Spazierfahrten! 2. Sprintrunde durch. 7,1 sek. schneller wie meine bisherige Bestzeit. Und da geht noch was!

In der Addition reichte es zum 5. Platz bei 12 Startern in der Klasse 29. Wären die 2,3 Strafpunkte nicht gewesen, hätte es auch zum 2. Platz gereicht. Was solls, hätte zählt nicht. Mit dem Sprintrundenzeiten bin ich schon ziemlich zu frieden und das Auto habe ich auch heil gelassen. Volker seinen BMW leider nicht. Der ist mit hängengebliebenen Gaszug eingeschlagen. Fahrer o.k. Auto k.o. Jetzt ist er beim nächsten Lauf selber auf den Zweitwagen angewiesen. Aber damit kann man ja gut 2. Plätze einfahren.

In der Tabelle habe ich mich jetzt wieder von 9 auf 7 verbessert. Mal sehen ob man das noch ausbauen kann. Vielleicht am kommenden Samstag. Da geht noch was......

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Beitrag von Rolf Kukuk » Mo 20.Okt, 2008 22:50

Ein Rennbericht von Michael Schnatmeyer

MLT 6. Lauf .4.Oktober Nordschleife

Duplizität der Ereignisse.....

Mit etwas Verspätung (Ela und ich waren im Urlaub) folgt nun noch der Bericht vom letzten Lauf. Und ich denke mal mit Duplizität der Ereignisse ist er gut umschrieben.

Die Anreise erfolgte für uns wie gehabt am Freitag Nachmittag. Diesesmal allerdings wesentlich einfacher, da man wegen des Feiertags nicht erst warten musste ob auch wirklich alle pünktlich Feierabend machen können. Günstig! Trotz der relativ vollen Autobahn waren wir noch pünktlich zur Papier- und technischen Abnahme (als letztes Auto) und konnten dann ab 19.30 mit gutem Essen und toller Gesellschaft im Alten Forsthaus sitzen. (Duplizität der Ereignisse.....?)

Am Samstagmorgen war dann natürlich auch die Reifenfrage bei uns das Thema. Aber da der Teamchef überzeugt war das es nachmittags trocken bleibt und wir ohnehin keine Spotreifen im Sortiment haben, hieß unsere Wahl Slicks. No risk no fun.

Und es war auch einwandfreies Slickwetter. Also wie üblich in der 3. Startgruppe von der Touristenzufahrt auf ins Getümmel. Locker die Einführungsrunde und die Setzzeit gefahren und ab zur ersten Bestätigung. Die Zwischenzeiten haben alle recht gut gepasst. Allerdings nur bis kurz vor Start/Ziel. 1.7 Sekunden daneben! Schon wieder. Nicht gut. Auf zur ersten Sprintrunde. Ging recht gut. So langsam komm ich mit den Rundenzeiten ja gut voran, jetzt kann man auch mal schön ein paar andere Teilnehmer überholen. Die 2. Bestätigung passte auch, auch schön. In der 2. Sprintrunde habe ich dann wieder meine persönliche Bestzeit unterboten (Duplizität der Ereignisse) Hervorragend, wenn jetz die letzte Bestätigung gepasst hätte, wäre ich doch richtig zufrieden gewesen. Nach meiner Stoppuhr hab ich sie exakt getroffen, laut WIGE lag ich 0.5 Sekunden daneben. Also insgesamt 2.2 Sekunden. Immerhin 0.1 Sekunde besser wie beim letzen Mal. Im Endergebnis war es ebenfalls wieder Platz 5 (Duplizi..... reicht jetzt) Hätte ich mir die 2.2 Sekunden Abweichung nicht eingehandelt wäre ein Klassensieg drin gewesen. Aber da hätte nicht zählt muß ich auf den wohl noch warten. Dafür muß ich wieder deutlich präziser werden. Einen Versuch habe ich dieses Jahr ja noch. Am 02.11. Dann auf dem kompletten Ring.

Michael Schnatmeyer
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Beitrag von Michael Schnatmeyer » Di 18.Nov, 2008 19:22

7. Lauf MLT Nordschleife und GP-Kurs

So, das Saisonfinale und die vorherige Fahrerlagerparty standen an. Strategisch wieder günstig am Samstag Abend (Party) und Sonntag (Rennen). Also ging es Samstag Vormittag mit einem kleinen Umweg über Osnabrück wo Ela mit ihrer Schwester bei IKEA eingekehrt ist (in Niedersachsen gibt es keine Feiertage) und einem Haufen IKEA-Gedöns auf Richtung Eifel. Kurz die Abnahme hinter uns gebracht, Schlüssel für die Pension geholt und ab in Box 33. War ein prima Abend mit den üblichen Verdächtigen und gutem Catering. (Weis evtl. jemand wo Elas blaue Tupperschale abgeblieben ist?)

Da frühes Aufstehen angesagt war sind wir so gegen 22 Uhr(?) in Richtung Bett aufgebrochen. Fahrerbesprechung war schon um 9.15 Uhr, vorher mussten noch Räder gewechselt werden, also ab in die Heia.

Sonntag Morgen dann die übliche Problematik. Strecke naß, es soll aber nicht mehr regenen. Was tun? Intermideates oder Sportreifen haben wir immer noch nicht, also erstmal die Transporträder runter und Slicks drauf. No risk, no fun oder? Um kurz nach 9 bin ich dann zur Fahrerbesprechung gehechtet und dann hieß es "Die Strecke ist komplett naß" Also nix risk, lieber fun. Ich hab dann per Mobiltelefon mein Boxenpersonal angerufen und nur "Regen" gesagt. Die waren natürlich hellauf begeistert, der Puma stand grade auf Slicks und es war alles wieder eingeräumt. Noch mal das Ganze. Sorry.

Die MLT fuhr dann mit den ganzen Funcup-Autos in der 2. Startgruppe los. In der Einführungsrunde und der Setzzeitrunde waren die Regenreifen die sinnvollere Wahr, danch trocknete die Strecke ab und Slicks wären möglich gewesen. Die Setzzeit bin ich in 14.53.6 gefahren. Das sollte doch leicht wieder zu schaffen sein. Sollte. Wie gesagt wurde die Strecke trocken und ich mutiger. Bei meinen Zwischenzeiten war ich teilweise 15 Sekunden zu schnell. Also bummeln. Vor Start/Ziel war ich immer noch fast 10 Sekunden zu schnell. Ich habe ja nun keinen Tacho im Puma, so das ich nicht noch langsamerer gefahren bin. 40 km/h schätzen? Keine Ahnung. 3 Sekunden daneben. Guter Anfang. Sprintrunde, also Attacke. Den Nagel im Kopf etwas fester reingedrückt und los. Ging ordentlich und ich habe ein gutes Dutzend Autos überholen können. Bei den etatmässigen RCN-Startern kein Problem. Bei den Funcup-Gaststartern schon schwieriger. erst hat mich einer von denen von Eingang Hatzenbach bis zur Quiddelbacher-Brücke blockiert. Blaue Flaggen braucht man ja nicht zu beachten. Hauptsache Kampflinie fahren. Bis zum Bergwerk ging dann auch wieder alles gut. Dann allerdings: nächstes Funcup-Fahrzeug. Erst bin ich links daneben, da zieht der rüber und schiebt mich mit 2 Rädern ins nasse Gras. Na bravo, na ja hat mich vielleicht nicht gesehen. Nächster Versuch rechts vorbei. Das gleiche Spielchen, nur das ich mit den rechten Rädern in den Dreck musste. Aaarrrgh.... Hinter mir bildete sich schon ein Pulk aus einem Rudel 3ern die auch an dem Hinderniss vorbei wollten. 3. Versuch beim Anbremsen zum Klostertal. War wieder nicht ganz astrein, aber ich immerhin vorbei. Und Gas!! Gut vorm Karussell wars evtl. etwas zu viel und der Brempunkt etwas optimistisch, aber es ging grad noch gut. War übrigens die schnellste Sprintrunde von allen MLT-Startern incl. der 2,5L-Autos. Für einen 1700 Frontkratzer ganz ordentlich oder? Bei der nächsten Bestätigung dann das gleiche Problem wie in der ersten, viel zu schnell. Also wieder Rückwärts-einparken-Tempo. Da lag ich nur 0,6 Sekunden daneben. Tja, nur schnell sein reicht halt nicht, so ergab sich der 4. Platz in der 2L-Klasse. Das reicht dann für den 6. Platz in der Meisterschaft. So habe ich wenigstens das Vorjahresergebnis wieder erreicht.

Der Puma erhält jetzt wieder eine Kur über den Winter. Wir haben sogar schon damit begonnen. Schließlich ist bald März und dann muß er fit sein. Ich halte euch darüber auf dem Laufenden.

Michael

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Beitrag von Rolf Kukuk » So 15.Mär, 2009 22:05

Ein Bericht von Michael Schnatmeyer.

Neues aus Ostwestfalen.

Hallo. Wir haben ja lange nichts von uns hören lassen, waren aber nicht untätig über die Wintermonate. Für 2009 heisst es auch wieder "never change a winning team". Die Teambesetzung und das Einsatzfahrzeug bleiben dasselbe. Nur unser Puma musste mal wieder einige Änderungen über sich ergehen lassen. Nach 4 Jahren RCN und sporadischen Auftritten am Berg war doch mal eine grössere Revision fällig. Jetzt steht er technisch da wie neu würde ich sagen. Fahrwerk und Antrieb sind komplett revidiert und einen ordentlichen Leistungszuwachs hat es auch gegeben. Zitat Dirk: "Wenn es jetzt mit den Ergebnissen nicht klappt liegt es nicht am Auto". Tja ich werde mein Bestes geben das auch in gute Resultate umzusetzen.

Im RCN light gibt es für 2009 auch einige Veränderungen. Die Einführungsrunde entfällt, stattdessen fangen wir auch direkt mit der Setzzeit an. Eine Bestätigungsrunde fällt weg, dafür gibt es eine Sprintrunde mehr, die dann auch mit 0,2 anstatt mit 0,1 Strafpunkt pro Sekunde bewertet werden. Also ähnelt es jetzt wirklich mehr dem "großen" RCN. Schnelle Rundenzeiten werden wichtiger wie exaktes Bestätigen der Setzzeit. Finde ich persönlich gut. Jetzt heisst es ordentlich angasen.

Als Überbrückung der motorsportlosen Winterzeit gab es wieder das RCN-Kartrennen in Oberhausen im Februar. Da habe ich dann auch wieder meine Konditionsdefizite vor Augen gehalten bekommen. Bis zu den Test- und Einstellfahrten am kommenden Wochenende habe ich da hoffentlich wieder etwas Abhilfe geschaffen. Bis es am 25.April ernst wird kann ich ja noch ordentlich trainieren.

Wir sehen uns dann Samstag am Ring. Gas geben gegen die Finanzkrise, tragt Euer Geld in die Eifel statt es unter dem Kopfkissen zu verstecken.

Michael

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Beitrag von Rolf Kukuk » So 03.Mai, 2009 20:53

Ein Rennbericht von Michael Schnatmeyer

RCN 1. Lauf 25.04. Nordschleife

Von 2 auf 5 innerhalb von 1,3 Sekunden

Der erste Lauf stand also auf dem Plan. Die 4 Wochen die seit den Einstellfahrten vergangen waren wurden genutzt um die Macken mit denen der Puma nervte zu beheben. Bei den Testfahrten gab es nämlich unerklärlichen Verlust von Leistung und Körperflüssigkeiten im Motor und Getriebebereich. Da war einem schon nicht langweilig.

Da sich ja im RCN-light einiges geändert hat für diese Saison war ich eigentlich guter Dinge. Bestätigungsrunden mit 1,5 Sekunden Karenz sollten kein Problem sein und flotte Sprintrunden auch nicht. Na von wegen......

Die Zahl der Starter ist in diesem Jahr enorm. Wenn ich bedenke wie ruhig und beschaulich es noch vor 3-4 Jahren auf der Strecke war. Da hat man auch mal eine Runde lang kein anderes Auto auf der Strecke gesehen, davon kann man mittlerweile nicht mal mehr träumen. Das geht ja zu wie im Berufsverkehr. Und natürlich gibt es auch mehr Zwischenfälle auf der Strecke, so das eigentlich in jeder Runde irgendwo gelbe Flaggen draussen sind.

Meine Setzzeit habe ich sehr hoch angesetzt. 11.14! Viel zu viel eigentlich. Trotzdem hat die 1. Bestätigung exakt gepasst. In der 2. hatte ich das Problem das ab Tiergarten direkt vor mir 2 Fahrzeuge waren. Mit Vorbande dran vorbei wollte ich nicht, so das ich 1,3 Sekunden zu langsam war. Ach das wird schon nicht so schlimm sein. Erstmal schön 2 Sprintrunden am Stück. Wie aber bereits erwähnt mit viel Schrott und viel Gelb. In der Lauda-Links ist direkt vor mir jemandem der Motor hochgegangen und in der Eiskurve stand ein Clio mitten auf der Strecke. Da ich da links nicht mehr dran vorbeikam , musste ich mit einer Off-Road-Einlage über den Curb und übers Gras. Trotzalledem habe ich in der 2. Sprintrunde meine persönliche Bestzeit gefahren. Da geht noch was! Die 3. Bestätigung passte ebenfalls wieder und die 3. Sprintrunde ging auch im Ordnung. Eigentlich hatte ich ein gutes Gefühl. Platz 2 oder 3 in der Klasse dürfte das meiner Meinung nach gewesen sein. Es wäre auch der 2. Platz geworden, hätte ich mir nicht den Patzer in der 2. Bestätigungsrunde erlaubt. Diese 1,3 Sekunden machten dann dem Unterschied von Platz 2 zu Platz 5 aus! Tja die Zeiten werden härter und die Luft nach vorne dünner. Das muß beim nächsten Mal besser werden. Am 10. Mai ist die nächste Gelegenheit.

Michael Schnatmeyer

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Beitrag von Rolf Kukuk » Do 14.Mai, 2009 21:44

Ein "Renn"bericht von Michael Schnatmeyer

2. Lauf RCN 10.05. Nordschleife

Die schönsten Geschenke macht man sich selbst???

Tja, der Bericht vom letzten Rennen fällt etwas kürzer aus. Das Rennen selbst war für uns ja auch kürzer als geplant.

Nicht wie sonst gewohnt am Samstag, sondern am Sonntag mussten wir diesmal antreten. Na das bot sich ja an am Samstag Abend mit den Kollegen meinen 36.Geburtstag zu feiern. Hierfür noch Mal Dank an Familie Daun, die uns Ihre Garage für unseren Grillabend zur Verfügung gestellt hatten. Denn abends war natürlich typisches Eifelwetter...... Der Abend war trotzdem schön, nette Gesellschaft und Geschenke gab es auch, aber das beste wollte ich mir am Sonntag selbst machen. Eine gute Platzierung! Oder noch besser ein Klassensieg........

Anfangs lief auch alles gut. Die Setzzeit etwas zügiger gefahren, die erste Bestätigung war innerhalb der Karenz, die zweite auch. Schönes Ding, auf in die Sprintrunden und alles verblasen! Na ja fast. In der ersten Rechts im Hatzenbach hatte ich plötzlich heftige Vibrationen im Lenkrad. Reifenschaden? Antriebswelle? So eine..........! Damit war der 2. Lauf dann auch schon beendet. Ich bin noch in langsamer Fahrt in die Box gefahren und dann haben wir aufgeladen. Die Ursache ist die linke Antriebswelle gewesen. So viel zum Thema die schönsten Geschenke macht man sich selbst......

Ersatz ist bereits unterwegs (hoffe ich). Aber sollte noch Jemand Antriebswellen für einen Puma liegen haben, darf er sich gern bei mir melden. Die leg ich mir dann an die Seite. Denn was man als Ersatz hat geht garantiert nicht kaputt.

Ach ja, zum Thema kaputt fällt mir noch etwas ein. Unser Stack-Gerät spinnt. Der Drehzahlmesser funktioniert, allerdings nur der. Die Wassertemperatur steht konstant auf 0, die Öltemperatur schwankt zwischen 0 und 999 Grad und der Öldruck zwischen 0 und minus 9,9 Bar. Kennt sich damit zufällig Jemand aus?

Wir sehen uns am 21. am Ring. Bis dahin wird der Puma wieder fit sein. Ansonsten muß ich mal wieder in Rommerskirchen anrufen.........

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Beitrag von Rolf Kukuk » Fr 29.Mai, 2009 18:58

Erlebnisbericht von Michael Schnatmeyer

RCN 3. Lauf auf der Nordschleife im Rahmen der 24 Stunden

Man muß nicht bekloppt sein um Rennsport zu betreiben....

....aber es hilft. Die Pause zwischen dem 2. und 3. Lauf war mit 11 Tagen verhältnismäßig kurz. In dieser kurzen Zeitspanne mussten wir beim Puma den Schaden an der Antriebswelle beheben. Eigentlich kein großes Problem. RTE-Sport hatte auch Ersatz vorrätig, aber der Versand dauerte eine halbe Ewigkeit. Ein Dienstleistungunternehmen das auch auf Kennzeichen von Rennfahrzeugen wirbt brauchte fast eine Woche um einen gefütterten Briefumschlag 200km zu transportieren. Daher konnten wir den Puma direkt von der Hebebühne auf den Hänger laden und uns Mittwoch ab 16 Uhr in den Stau Richtung Ring stellen.

Die Abnahme ging am Donnerstag kurz und schmerzlos über die Bühne. Mittwoch Abend war dafür keine Zeit mehr. Laut Wetterbericht (o.k. es war Dienstag als ich nachgeschaut habe.....) sollte es Donnerstags morgens trocken bleiben und gegen Nachmittag regnen. Schön, also Start um 8.30 Uhr auf Slicks...... Ela und das Team von K+U Automobile machten sich auf den Weg zur Box und wir uns auf den Weg auf die nasse Nordschleife! Die einzigen trockenen Quadratmeter waren wohl die an der Touristenzufahrt. Die Regenreifen lagen natürlich gut vorm Regen geschützt im Transit auf dem Parkplatz...... So was beklopptes. Ela und Kurt haben in der Boxengasse sehr sparsam geguckt als etliche auf Regenreifen gewechselt haben.

Die ersten Runden waren echt eine Katastrophe. Da hat man schon alle Hände voll zu tun das Auto auf der Strecke zu halten und dann blasen einem die Kollegen auf Regenreifen noch um die Ohren. Die Setzzeit habe ich in der ersten Bestätigungsrunde in der Karenzzeit erwischt, allerdings lief ich direkt vor der Ziellinie auf ein (noch) langsameres Auto auf und konnt nicht sofort dran vorbei, da links neben mir noch jemand war. Da habe ich dann vergessen die Stoppuhr zu betätigen. Nicht gut. Ich habe dann einfach mal geschätzt das ich etwa 3 Sekunden zu spät die Stoppuhr ausgelöst habe und habe in der nächsten Runde 3 Sek. von der Setzzeit abgezogen. Hat allerdings nicht ganz gereicht, in der 2. Bestätigung lag ich 6,1 Sekunden ausserhalb der Karenz. Gar nicht gut. Zu Beginn der Sprintrunden war die Strecke dann auf der Ideallinie abgetrocknet, allerdings war der Puma sehr nervös, sobald ich von der trockenen Spur runtergekommen bin. Daher wurde ich in den Sprintrunden auch mehrmals aufgehalten. Einmal immerhin auch von einem Porsche...... Donnerwetter..... Aber bekloppt genug zu überholen war ich auch nicht. Daher ergab es in der Addition den 6. Rang in der Klasse. Das ist immerhin besser als mit technischem Defekt zu stranden oder das Auto in den Leitplanken zu dekorieren.

Die Pause zum nächsten Lauf ist dieses Mal wieder etwas länger. Der vorige 2 Wochen-Rhytmus war recht anstrengend. Man muß ja auch schließlich zwischendurch noch mal arbeiten und zum gucken zum Ring fahren. Daher ist jetzt etwas Zeit sich mal wieder in Ruhe um Technik und auch die Optik des Pumas zu kümmern.

Beim 24 Stunden Rennen waren wir natürlich auch von Ort. Aber darüber steht glaub ich genug in den Zeitungen und im Netz, da brauch ich nichts hinzuzufügen.

Wir sehen uns im Juni am Ring.

Michael

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Rolf Kukuk
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Beitrag von Rolf Kukuk » Di 30.Jun, 2009 21:54

Ein Rennbericht von Michael Schnatmeyer:

4. Lauf RCN, Nordschleife (mal wieder mit Eifelwetter.....)

Wie sagt doch ein altes westfälisches Sprichwort?

Wer zu doof ist, den beissen die Schweine. Mich haben sie vergangenes Wochenende mal wieder gebissen. Nicht zum ersten Mal dieses Jahr.....

Tja, was soll ich jetzt groß drumherum reden, das war wieder ein "Rennen" zum vergessen. Denn zum Rennenfahren bin ich eigentlich gar nicht gekommen. Donnerstag hatte ich mal wieder den Wetterbericht für die Eifel angeschaut. "Schauer am Samstagnachmittag". "Ach das wird schon nicht so schlimm werden, in OWL scheint schließlich auch die Sonne".

Samstagvormittag regnete es kurz, wurde aber danach sofort wieder sonnig. Na wenn das so ist, ist die Strecke ja nach 2-3 Runden wieder trocken, da kann man ja ruhig auf Slicks starten...... Als die Startgruppen 2 und 3 zur Terroristeneinfahrt geführt wurden war auch alles noch in Ordnung. Der Regen kam kurz nachdem die erste Startgruppe losgefahren war. Hervorragend! Die Regenreifen lagen wie schon mal gut vor Nässe geschützt im Transit und der stand auch wie auch schon mal auf Parkplatz D10 gegenüber der Boxengasse! Nur war der Haken diesmal das es kein kurzer Schauer war, sondern es sich hervorragend eingeregnet hatte....... Ja, ja wer zu doof ist......

Also Abmarsch auf Slicks! Katastrophe! Ich glaub ich hab selten so viel Abflüge gesehen. Zwischenzeitlich war ich noch halbwegs zuversichtlich unter der 14 Minutenmarke zu bleiben, dann hätte ich vielleicht den bekloppten Versuch unternommen weiterzufahren. Allerdings hatte ich bis zum Galgenkopf schon 13 Minuten benötigt. Also Kommando zurück und nach einer Runde ab in die Box!

Im Nachhinein muß ich sagen das das die einzig sinnvolle Entscheidung war. Zumindest mit der Reifenwahl. Es standen nachher wahrlich genug lädierte Fahrzeuge rum. Da musste der Puma nicht auch noch beistehen.

In die Meisterschaftstabelle habe ich bisher nicht geschaut. Zweimal Null Punkte....... Nee nee nee...... Ich hoffe auch das mir niemand den Tabellenstand verrät. Den will ich gar nicht wissen.

Mal schauen was die 2 Saisonhälfte bringt. Die Schweine können da gerne im Stall bleiben......

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Beitrag von Rolf Kukuk » Di 28.Jul, 2009 22:17

Ein Rennbericht von Michael Schnatmeyer

5. Lauf BMW Driving Experience Challenge 19.07.

Es geht aufwärts!

Nach der verkorksten ersten Saisonhälfte kann ich diesmal über ein gutes Ergebnis schreiben. Das bin ich schon gar nicht mehr gewohnt. Ich weis gar nicht was ich jetzt schreiben soll.

Ausnahmsweise fand der 5. Lauf zur BMW Driving Experience Challenge (ich hab Mecker bekommen weil ich immer nur RCN sage) am Sonntag nach dem 6 Stundenrennen statt. Auch nicht schlecht, kann man mal zwischendurch VLN gucken gehen.

Für Sonntag war (wie dieses Jahr eigentlich üblich) Regen angesagt. Vor dem Lauf musste ich mich noch verar..... lassen und musste mir immer anhören, ob ich denn wieder Slicks aufgezogen hätte! Nein diesmal habe ich Herrn Kachelmann geglaubt und bin auf Regenreifen gestartet. Wie alle Anderen im meiner Klasse auch. Bei stralendem Sonnenschein! Hervorragend! Man nannte ihn auch "Der mit der Reifenwahl verwachst". Na egal rubbeln wir eben einen Satz Regenreifen runter! Die 3 Bestätigungen habe ich (fast) innerhalb der Karenz getroffen. Dafür war das Fahrverhalten in den Sprintrunden, sagen wir mal "gewöhnungsbedürftig"! Untersteuern, übersteuern, gar kein steuern....... Das war schon unterhaltsam. In der Addition aus (für mein Empfinden) guten Bestätigungen und verhältnismäßig guten Sprintrunden ergab es den 3. Platz in der Klasse. Sagenhaft! Es gab sogar Edelmetall mit nach Hause! In die Meisterschaftstabelle hab ich aber immer noch nicht geschaut. Das trau ich mich doch noch nicht.

Der Puma steht zur Zeit wieder auf der Bühne. Die Pause ist lang genug für eine kleine Restaurierung. Der Öldruck lässt noch etwas zu wünschen übrig und das Fahrwerk könnte auch mal wieder eingemessen werden. Es soll ja nicht langweilig werden.

Dabei haben wir doch genug um die Ohren im Moment. Erinnert sich noch jemand daran das es bei der letzjährigen Siegerehrung im Dorint einen "etwas ungewöhnlichen Heiratsantrag" gegeben hat? Am 21.08. ist es soweit. Fahrer ehelicht Boxenpersonal!

Schaut Ende August mal wieder auf unserer Seite vorbei.
www.schnatmeyer-motorsport.de

Michael

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Beitrag von Rolf Kukuk » Mo 14.Sep, 2009 21:18

6. Lauf RCN Ein Bericht von Michael Schnatmeyer

Wie im letzten Rennbericht ja bereits erwähnt stand als wichtigster Programmpunkt im August die Hochzeit von Fahrer und Boxenluder auf dem Programm. Ich möchte jetzt nicht alles Revue passieren lassen, schließlich soll es hier ja um Motorsport gehen, aber soviel sei gesagt: Es war ein ganz hervorragender Tag! Vielen Dank noch mal an alle Beteiligten, es war wirklich schön!

Kommen wir also zum eigentlichen Thema das auf dieser Seite abgehandelt wird, den Heldentaten vom vergangenen RCN-Lauf. Der hatte durchaus Unterhaltungswert.

Zusätzlich zu den Hochzeitsvorbereitungen konnten wir (in erster Linie wohl Olli) uns um eine Motorrevision kümmern. Der Kollege von den Green Devils hatte beim Lauf im Juli nämlich Recht mit dem Satz: "Der klappert so, kündigt sich da ein Lagerschaden an?" Ja. Und das nicht zu knapp! Also einmal Kurbeltrieb neu machen bitte! Danke.

Mit frischem Auto also ab zum Ring. Als kleine Pointe bei der Abnahme hatten wir einen "just married" Schriftzug hinten auf der Heckklappe und Dosen am Abschlepphaken. Das mit den Dosen hat gewirkt, es gab wirklich jemanden der dachte ich würde damit auf die Strecke gehen......

Am Samstag sollte es trocken bleiben. Auf trockener Strecke auf Slicks fahren! Kannte ich nach den beiden letzten Läufen gar nicht mehr.

Die Setzzeit war relativ langsam, aber ich musste ja auch den Motor noch einfahren...... Testmöglichkeiten hatten wir vorher nicht. Bei den Bestätigungen hatte ich das Problem das ich durch die tiefstehende Sonne das Display der Stoppuhren schlecht ablesen konnte. Daher musste ich immer eine wenig meine Zeiten schätzen. Hat aber (fast) gut gepasst. Was nicht gut gepasst hat war der Luftdruck. Ich bin von kühleren Temperaturen ausgegangen und daher war der Luftdruck viel zu hoch und das Fahrverhalten etwas "gewöhnungsbedürftig"! Der eigentlich sehr gut liegende Puma wechselte sehr abrupt von unter- zu übersteuern. So ganz vertrauenserweckend was das nicht. Die Adrenalinfördernste Situation des Rennens hatte ich direkt in der ersten Sprintrunde am Schwedenkreuz. Auf der rechten Seite waren ein Streckensicherungsfahrzeug und Gerald Schalk im Bestätigungsbummeltempo. Und beim Schnatmeyer drückt der Nagel im Kopf und er muß natürlich noch am Schwedenkreuz vorbei, man hat es ja eilig...... Hatte ich eben nicht etwas von übersteuern erzählt...... Ist an dem Abschitt gar nicht soooo witzig wenn man rückwärts, quer und was weis ich noch wie durchs feuchte Gras rodelt. Gerald hatte einen Logenplatz (und nach meiner Aktion ein schmutziges Auto) und meinte das wäre schon recht spektakulär gewesen. Irgendwann und irgendwie stand ich dann wieder in Fahrtrichtung auf der Strecke. Irgendeinen Gang rein und weg! Fuchsröhre ging schon wieder voll. Nur beim Anbremsen zum Adenauer Forst das nächste Aha-Erlebnis. Ich hatte mir zwei akkuate Bremsplatten eingefahren. Beim Bremsen traten derbe Vibrationen auf. Gleichzeitig bremsen und runterschalten war nicht drin, ich musste mit beiden Händen das Lenkrad festhalten. Die Rundenzeiten waren daher ca. 20 Sekunden langsamer wie üblich.

Da der Puma alles bis auf die aufgerauchten Reifen und ein paar kleine Blessuren alles gut überstanden hat, bin ich mit meinem 5. Platz doch sehr zufreiden. Das hätte auch anders ausgehen können. Ausserdem haben wir jetzt wieder was zu schrauben......

Dabei ist da gar keine Zeit für. Am 19. fahren Ela und ich mit ihrem neuen Fiesta die GLP. Ja, ich werde keine Dummheiten mit dem Auto anstellen! Renn- bzw. Gleichmäßigkeitsbericht folgt.

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Beitrag von Rolf Kukuk » Mi 21.Okt, 2009 23:47

Rennbericht von Michael Schnatmeyer

7. Lauf BMW-DE Challenge, Nordschleife, 10.10.

Das beste Saisonergebnis, aber......

.....leider auch ein Abbruch aus sehr unangenehmen Gründen. Auf der RCN-Seite wurde ja bereits über die letzte Veranstaltung berichtet. Das war zwar das mit Abstand beste Rennen in der Saison 2009 aber es hinterlässt halt einen unangenehmen Nachgeschmack.

Die Wetterverhältnisse waren wieder mal Eifeltypisch. Erst Regen und dann abtrocknende Strecke. Diesesmal sind wir direkt auf Regenreifen gestartet. Man ist ja lernfähig. Die Setzzeit war dem Wetter angemessen und daher recht moderat. Aber danach ist mir zum ersten Mal etwas gelungen worauf ich doch stolz bin. In fast 5 Jahren CHC/RCN habe ich die folgenden beiden Bestätigungen innerhalb der Karenz getroffen! Die 1. sogar auf die 10tel Sekunde genau! Die GLP 3 Wochen vorher hat wohl gewirkt.

In den beiden darauffolgenden Sprintrunden hatte ich einen ganz hervorragenden klasseninternen Poitionskampf mit Volker Geburek. Das hat richtig Spaß gemacht. In der 2. Sprint konnte ich Volker am Bergwerk ausbremsen und bis zum Galgenkopf ca. 30 Meter Vorsprung herausfahren. Ausgangs Galgenkopf habe ich mich dann direkt hinter einen BMW gehängt. Schön Windschatten fahren. Denkste. Der Fahrer blinkt rechts und lässt uns vorbei. Windschatten ade. Zumindest für mich. Für Volker war das hervorragend. Der ist mit schönem Überschuß an mir vorbei und ich musste mich wieder hintendran hängen. Im Formationsflug sind wir über die Ziellinie in die nächste Bestätigung. Die Zwischenzeiten passten auch wieder perfekt. Tja und dann hielten die Posten die roten Flaggen raus und wir wurden auf der Döttinger Höhe eingesammelt. Mist halt.

Mit dem 2. Platz in der Klasse 29 habe ich das beste Ergebnis in der Saison 2009 errricht. Am kommenden Wochenende geht es dann zum Finale wieder in die Eifel. Nordschleife und kompletter GP-Kurs. Mal sehen wie es da mit dem Bestätigen klappt.

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