Höhen und Tiefen inklusive

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Sabine Schmitz
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Höhen und Tiefen inklusive

Beitrag von Sabine Schmitz » So 22.Jun, 2008 23:57

Eine gute Vorstellung nahm ein jähes Ende. So erging es uns bei dem ersten VLN Lauf nach dem 24h Rennen.
Im Quali ging Klaus auf dem letzten Meter der Sprit aus und so verblieb uns mit einer Zeit von über 9 min. der 26! Startplatz. Nur zwei Reihen hinter Oli Kainz, der in der Startaufstellung zu mir meinte: „Wie konntet ihr nur unsere sch… Zeit noch überbieten?“
Naja, was soll´s da musste durch, dachte ich mir… da ich erkoren wurde, den Karren da hinten raus zu holen und so viele Plätze wie möglich gut zu machen.

Der Start verlief ganz OK. Unser Frikoporsche hatte Dampf ohne Ende, nachdem wir den verstopften Auspuff (Katalysator hing drin) ausgetauscht hatten. Damit sind wir übrigens das gesamte 24h Rennen gefahren. Es war auf jeden Fall eine Wohltat, mal wieder richtig Foffo unterm Hintern zu haben.
Es gab in der Startrunde einen kleinen Stau hinter der Sexbomb, aber das sind die wir ja schon gewöhnt. Schließlich muss eine Sexbombe ja kräftig mit dem Hintern wackeln.
Dahinter steckten der V8 von Reihold Mölig, Oli Kainz im Eifelblitz und ich mit der Frikadelle. Ich spürte gleich, dass ich den Speed locker mitgehen konnte und dachte mir, jepp- gleich auf der Döttinger Höhe schnapp ich Euch. Hat tadellos funktioniert. Danach wehrte sich der brandneue Ferrari noch ein bisschen und dann ging das Aufholmanöver erst mal weiter, bis so peu à peu der Bremskraftverstärker den Geist aufgab. Die Probleme fingen bereits früh an und nach ca. 6 Runden hatte er total versagt. Man springt mit Schmackes in die Eisen und es tut sich quasi nix. Man tritt gegen die Betonmauer. Endlich konnte ich zum Fahrerwechsel und dachte mir, das ist was für Klaus (Schuhgröße 47). Der merkt wahrscheinlich gar nicht, dass der kaputt ist. Womit ich nicht gerechnet hatte war, dass unser Schlaufuchs Uli Lienert eine Ersatzpumpe installiert hatte und die nur noch anklemmen musste. Toll, ab da bremste der Hobel wieder anständig und die Reise in die Top 3 konnte weitergehen. Klaus war auf seinem Turn echt gut unterwegs und ich konnte den Frikoporsche in Turn 3 bis auf den 3. Platz im Gesamt vorfahren. Über Funk hatte mir Erik Meyer mitgeteilt, dass der Wochenspiegel Porsche nur 30 sek. vor mir unterwegs sei mit relativ langsamen Rundenzeiten. Da habe ich natürlich noch mal kräftig angegast, ohne aber dabei zu übertreiben. Die Yokohamareifen hatten einen super Grip und der Luftdruck blieb konstant dank Puffi`s ausgeklügeltem Kaltdruck mit dem er mir die Reifen präpariert hatte. Das Auto war perfekt und es hat einfach nur Spaß gemacht. 3 Runden vor Schluss hatte ich den Wochenspiegel Porsche ca. 400m vor mir fahren, als plötzlich im Adenauer Forst die Motorleistung nachließ. Ich dümpelte dann mit niedriger Drehzahl weiter und beobachtete dabei die Öltemperatur und den Öldruck. Die erhöhte Temperatur ging leicht zurück, da versuchte ich den 3. Platz noch ins Ziel zu retten. Leider drückte der Motor dann Öl raus und ich rutschte auf meiner eigenen Ölspur im Bergwerk aus. Gott sei Dank nirgends eingeschlagen. Nur die hohen Curbs haben ein paar Spuren hinterlassen.
Schade, die paar Minuten hätte der Motor auch noch laufen können…
Wahrscheinlich hat der verstopfte Katalysator und der Spritmangel im Zeittraining Spuren hinterlassen und dem Aggregat zu viel zugesetzt. Aber Reinhold Schmirler kriegt den schon wieder flott, schließlich ist es ja kein kapitaler Motorschaden.
Geblieben ist uns nur eine hervorragende Aufholjagd. Das zeigt uns: Mit dem Frikadelli Racing Team ist immer zu rechnen!
Schön das Hannes Scheid unseren 3. Platz geerbt hat, so bleiben die Pokale wenigstens in der Eifel.
Gruß an alle Freunde,
Sabine & das Frikadelli Racing Team

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