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Peter_Hoffmann
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Beitrag von Peter_Hoffmann » Di 07.Apr, 2009 0:04

Das Vorwort: Sorry, Markus... ich musste Gestern KiKa mit meiner kleinen Nichte und meinem kleinen Neffen gucken und da kam die Programm-Ankündigung für Heute Abend: es gab den Lillifee-Tanz zu sehen. Die Überschrift hat mir einfach gefallen.

Die Bilder im Text stammen von Martin Berrang, Dirk Reiter und Erik Kindermann. Danke dafür!

Der Tanz der Lillifee

Gestern war es also endlich soweit. Ende der theoretischen Vorüberlegungen, lange genug geplant, geredet, vorangekündigt. „When the flag drops, the bullshit stops.“ So ist das. Man, was habe ich mich auf das Rennen gefreut! Besonders natürlich nachdem es nach der Test- und Einstellfahrt ein wildes Fehlersuchen gab. Was sie wohl hat, Madame la Principessa? Wer's weiss bekommt 'n Kecks. Einer wusste es und so wurde Freitag der Fehler behoben. Ein geschmolzener Kat. Die Abgase konnten auf einer Seite des Auspuffs nirgendwo hin. Wer kommt auf sowas?

So bin ich also Freitag im Vertrauen an den Ring gereisst, dass unsere kWs fast vollständig versammelt sind. 187 PS (Serienleistung 191 PS). Für einen revidierten Motor, der noch etwas „stramm“ ist, ganz ok. Jedenfalls besser als 20 kW zuwenig! Erstmal in die Box, alle begrüsst. Dann das übliche, Papierabnahme, Klamotten abnehmen lassen. Dann kurz die Besprechung mit Markus was wir jetzt machen bzw. wer, wie fährt. Jeder zwei Runden, schauen ob alles ok ist und dann hat die Prinzessin auch schon Feierabend. Wir sind uns einig: keine unnötigen Meter auf den Renner.

Das Markus geht erstmal mit gebrauchten Dunlops raus und fährt danach die neuen Michelins für's Rennen an. Dabei hat er eine Kamera im Auto. Das ungeschnittene Fitteo dazu gibt’s bei Youtube zum selber-gucken. Dann will ich fahren, auch wieder mit den Dunlops. Das gute, weil neue, Reifenmaterial ist für's Rennen. Aber einer der Dunloppen hat einen schleichenden Platten. Also Michelin drauf. Kein Risiko.

Die allererste Runde auf Slicks und im Trockenen auf dem 325. Spaß! Spaß pur! Das Auto liegt richtig gut! Das KW-Zweifach kann man wohl nicht besser einstellen. Die Reifen beissen ohne Ende und das Auto ist für einen Serienwagen unglaublich präzise zu fahren. Man fährt schnell aber auch relativ entspannt. Kein Zickenalarm in den Ecken, kein hinterhältiges Auskeilen, wenn man es am wenigsten gebrauchen kann. Das Auto macht einfach was es soll. Ich bin immer gespannter auf das Rennen. Wir sind gut gerüstet. Feierabend. Was das fahren angeht. Da das Auto die ganze Woche extern beschraubt wurde, fehlt die Durchsicht für's Rennen und ich muss noch Korrekturen an der Beklebung machen, wir haben also noch genug Arbeit.

Markus lag dann unter dem Auto, ich hab' Aufkleber abgeknubbelt und neu geklebt. Uncool, wenn man sowas einen Schreibtischhengst machen lässt. Das Ergebnis waren zwar die richtigen Aufkleber an der richtigen Stelle, dafür aber auch eine ordentliche Brandblase am rechten Daumen. Leicht hinderlich, wenn beim fahren dann irgendwann das Fleisch durchkommt. Ich weiss jetzt jedenfalls, dass „warm machen“ und „heiss machen“ zwei verschiedene Dinge sind und eins davon Aua macht.

Gegen 21:30 Uhr haben wir dann Schluss gemacht und ich habe mich in Richtung Ringhaus verzogen. Dort noch ein wenig geschwätzt, HaJos neue Raucher-Bar bewundert und noch einen Absacker (Fanta – Cola war alle) getrunken. Danach ins Bettchen und ganz schnell den Schlaf der Gerechten gefunden. Schliesslich hatte man uns ja mit freundlichen Aushängen „gebeten“ um 7:45 Uhr bei der Fahrerbesprechung zu erscheinen.

Samstag Morgen bin ich dann um 7:00 Uhr im Lager der Fahrer. Ganz ohne Stau, weil früh genug. Markus und ich sind dann mit dem Team Derscheid zur Fahrerbesprechung wo ich mich schon auf wundervoll bunte Powerpoint-Shows und kunstvolle Übersetzungen für die Sport-Kollegen aus dem Land der aufgehenden Sonne gefreut hatte. Diesmal leider nicht. Alles recht kurz und sch(m)erzlos.

Zurück in der Box war klar was passiert. Jeder nur ein Kreuz. Markus eine Runde, ich eine und gut. Markus fährt in seiner Runde noch zwei neue Michelins an, damit wir nachher 6 Reifen für's Rennen haben. Markus fährt eine 10:28, ich eine 10:45 und gut. Nicht so richtig gut, aber ok. Ich bin mit meiner Zeit nicht wirklich zufrieden. Einmal ein Cup-Peugeot und einmal so ein Slirgendwas die mich sauber geblockt haben. Warum auch immer. Wären die nicht... (Siehe dazu auch: Das große Buch der Rennfahrer-Ausreden. Kapitel 3. „Warum ich auf keinen Fall zu langsam war.“ Ersatzweise auch Kapitel 5. „Warum die Zeitnahme bei mir nie richtig funktioniert.“) Das Auto ist klasse aber ich fahre wohl zu verkrampft und verbissen. Zu wenig Fluss. Markus Zeit befördert uns auf P5.

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So sieht es übrigens aus, wenn Lilli fliegt.

Die Aufteilung ist klar: ich Turn 1 und 3, Markus den mittleren Turn. Wenn wir die ganze Saison dabei bleiben, muss ich immer Start fahren. Eigentlich mag ich den Start-Turn nicht... wegen der Einführungsrunde. Dauert so endlos lange das Ding und ich habe jedes Mal wieder das gleiche Bild vor den Augen. Wenn alle auf der Döttinger Höhe rumzacken und ihre Reifen überhitzen (auch „warm fahren“ genannt) sehe ich mich irgendwann mal aus Übereifer das Auto in die Planke feuern. Da bekommst Du unter Garantie die „Depp des Jahres“ Medaille!

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Blos nicht das Auto wegschmeissen!

Wenigstens kann man die Runde zum grüßen der StreSis und der Fans nutzen. Sabine und ihre Freundin habe ich leider erst in der Auslaufrunde entdeckt (zu meiner Entschuldigung: Ausgangs Haug-Haken isses mit dem gucken aber selbst in der Einführungsrunde schwierig weil irgendeiner immer versucht einem durch's Auto zu fahren). Dann Björn und Heiko am Flugplatz. (Inklusive BMW Fahne und Tröte – also Jungs, damit isses offiziell, wir sehen uns am 12.06. Versprochen ist versprochen!) Steffi auf der Alm. (Du hast aber nicht zurückgewunken – Pöh!) Und die vielen anderen Fans und Posten entlang der Strecke. Es macht einfach Spaß Euch alle zu sehen und wieder zu sehen!

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'n Gruss in die Runde!

Dann geht es los. Erst das Grid Schild nach der Antonius Buche, kurz zäh fliessender Verkehr in der Hohenrain und ab geht die wilde Fahrt. Starten im V4 geht besser als im V2! Lustig sind die Fahrer, die da meinen, dass sie schon ab der Hohenrain Schikane Vorwärts stürmen müssten. Das Auto, dass eigentlich neben mir seinen Platz hatte war Ausgangs Hohenrain schon 5 Plätze weiter Vorne. Die einen nennen das Renn-Intelligenz, ich nenne das einfach unsportlich. Aber egal. Es ist ein 4-Stunden-Rennen und abgerechnet wird zum Schluss! Eingangs Arena erstmal Stau. Ich bin Rechts und ganz innen. Sonst funktioniert's, dieses Mal nicht. Ich verliere direkt einen Platz und beim Versuch zwei Links-Kurven lang aussen genauso schnell zu fahren wie Innen noch einen. Dann sortiert sich alles so langsam. Bis zur NGK da wird es dann nochmal eng. Ich bin stolz auf mich und die Kollegen um mich herum. Alle Kotflügel, Spiegel und sonstigen Anbauteile sind noch dran. Also fahren wir Rennen.

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D-Zug die Erste...

Wir sind kurz nach dem Start in einem kleinen D-Zug mit 4 Autos unterwegs. Zwei e46 325, ein Opel Astra und mein e36. Das funktioniert bis die Führenden kommen und reisst dann endgültig ab als wir auf den Aust e46 auflaufen. Ich weiss... wir kämpfen um Plätze und wir fahren in der gleichen Klasse. Aber das war unfair und unnötig. Wir waren klar schneller und solche Kämpfe enden normal mit fehlenden Stoßstangen. Im günstigsten Fall. Irgendwann hat er es wohl eingesehen. Aber da waren die Autos vor uns einfach weg. Aber nicht nur die. Irgendwie waren alle Autos um mich rum plötzlich weg. Und so bin ich bestimmt 3-4 Runden mutterseelenallein gefahren.

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D-Zug die Zweite...

In der Phase sehe und erlebe ich die blödsinnigsten Vorkommnisse meines Rennens. Ein Live-Strip Auto mit flatterndem Kotflügel, z.B. Echt clever! Was meinst Du, was passiert, wenn ein Fahrer so 'n Kotflügel in die Frontscheibe bekommt? Was meinst Du, wer seinen Popo riskieren darf um das Teil dann von der Strecke zu räumen, wenn es abreisst, zufällig keinen trifft und dann blöd auf der Bahn liegt? Dir doch egal, oder? Ganz toll ist auch, dass Du im gleichen Abstand überholst wie Du es immer tust. Blöd ist blos, dass Dein Auto Rechts 30-40 Zentimeter breiter ist als sonst. 30-40 Zentimeter scharfkantiges Blech. Macht aber nichts. Ich fahre gerne durch die Wiese und meine Reifen werden dabei richtig gut! Mann, Mann, Mann! Aber vielleicht war es ja auch ein Kohlefaser Kotflügel der da geflattert ist? Das wäre dann fast so clever wie Ölspur-legen-in-der-Fuchsröhre.

Dann war da so 'n Einser. Angehöhriger der blinken-is'-nich' Fraktion und Mitglied im „keine Ahnung wo die Linie ist aber wenn ich häufig genug die Seiten wechsele ist sie bestimmt mal dabei“-Club. Falls Du Dich über meine freundlichen Handzeichen gewundert hast: Du bist mir zweimal fast in den Koffer gefahren, Kollege. Vielleicht zum nächsten Rennen mal die Brille putzen!

Ansonsten sitze ich im Auto und fahre vor mich hin. 10:39 als schnellste Runde. Das habe ich auch mit dem V2 geschafft. Über 40 Sekunden langsamer als P1 in der Klasse. „Schnell“ ist also relativ! Markus ist später 'ne 10:21 gefahren... und der Teamchef sagt 10:15 geht mit unserem Auto. Ich habe also noch ein wenig Arbeit vor mir! Irgendwie ist alles nicht rund, was ich mir so zusammenfahre. Es macht zwar Spaß, aber da müssen wir nochmal bei.

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Boxenstop 1.

Dann kommt das „Fuel In“ und ich rolle nach 7 Runden + Einführung in die Box. Der Fahrerwechsel ist 'ne mittlere Katastrophe. Ich komm' nicht raus. Egal wohin ich meinen Kopf drehen will, ich hänge immer vor irgendeinem Rohr des Käfigs. Das ging doch beim üben. Irgendwann bin ich draussen und Markus ist drin. Auto ok, Strecke ist soweit frei und sauber. Viel Spaß und lass das Auto ganz. Er fährt raus. Conny schaut auf die Zapfsäule und fragt die Jungs ob sie zuwenig getankt haben. Nee, haben sie nicht. Ich habe mir den „Efficient Dynamics Award“ verdient. Ich hätte noch 'ne ganze Runde mehr fahren können. Ich schaue mir unsere Platzierung an: P7. Genau die beiden Plätze, die ich unterwegs verloren habe. Na gut. Mal sehen, was Markus daraus machen kann.

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Markus lässt fliegen

Markus fährt uns in seinem Stint bis auf P5 vor und fährt nebenbei noch die siebt-schnellste Zeit in unserer Klasse. Ansonsten war sein Turn wohl recht ereignislos. Er hat sich hinterher „beschwehrt“, dass es kein wirklicher Kampf mit den Kollegen war, die er übeholt hat. „Ich bin halt dran vorbei gefahren.“ Auf jeden Fall ist er deutlich zügiger als ich unterwegs. Nach seiner siebten Vorbeifahrt sagt Simone mir Bescheid, dass ich mich fertig machen soll. Markus kommt rein, wir wechseln. Rein geht sehr viel problemloser als raus... warum auch immer. Markus lässt mich wissen, dass das Auto ok ist und Conny sagt, dass unsere Reifen noch völlig in Ordnung sind, wir also nicht wechseln müssen. Ich warte auf das Signal von AJ, dass der Tankvorgang vorbei ist... die Hand am Zündschlüssel. AJ gibt das Zeichen, ich werfe den Sechsender an und stürme aus der Box. Ganz brav, mit 60 km/h. Auf zur letzten Runde!

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Spazierfahrt im April

Es passiert aber nicht viel. Die Strecke scheint recht leer zu sein. In den ersten drei Runden habe ich jedes Mal in der Mutkurve einen Seat der sich unbedingt noch innen reinpressen muss um dann da zu verhungern. Toll. Danke Jungs! Erstmal ist es in der Aussenkurve auf dem Brack richtig Grotte zu fahren und zum anderen kostet die Aktion uns jedes Mal beide Zeit. Bleibt in solchen Ecken doch hinter einem, verflucht! Dann geht das alles flüssiger, beide nehmen Schwung mit und man riskiert nicht sich den Schädel einzurennen. Was ist daran schwer zu verstehen? Aber nein, vorbei ist wichtig. An der Stelle mal einen riesen Dank für Miteinander an ein Auto bei dem das richtig auffällig war. Der Fahrer, der den letzten Stint auf dem Mühlner Porsche gefahren ist. Er hat zweimal zurückgezogen wo ich ihm innen eigentlich ein Loch gelassen hatte. Offenbar damit ich meine Linie fahren konnte. Dankeschön! So geht es auch! Und das war immerhin der Gesamt-Vierte.

Dann kachelt der Führende e90 unserer Klasse an mir vorbei. Kesselchen hoch. Glückwunsch den VLN Regelwerkern! Das nenne ich mal echte Chancengleichheit. Die e46 kämpfen technisch mit unserem e36 auf einem Level. Die e90 garantiert nicht. Na ja... egal. Ich wusste vorher, worauf ich mich einlasse.

Zwei Runden vor Schluss sehe ich dann noch einen schwarzen Falken. Links Ausgangs Mercedes Arena nach 'nem Dreher. Erst will er mir bei seinem Wendemanöver direkt vor's Auto ziehen, überlegt es sich aber im letzten Moment anders. Besser ist das! Er kommt hinter mir her, es fehlen ihm ca. 100 Meter. Ich muss an das Überholmanöver seines Chefs im Kesselchen denken und fange an mit den Zähnen zu knirschen. „Mach Dich auf Gegenwehr gefasst... jetzt geht’s um einen Platz und den wirst Du Dir erkämpfen müssen!“ Aber er schafft es irgendwie nicht hinterher zu kommen. Juht so!

Letzte Runde. Ab Wehrseifen sehe ich den nächsten e90. AAARRRGGGHHH! Nicht jetzt! Kein schwarzer Falke sondern das WGB Auto der Sorgs. Wenn ich deren Rennbericht richtig gelesen habe, sitzt jetzt Benjamin hinterm Steuer. Am Bergwerk ist der Käse gelutscht. Ich versemmele zu allem Überfluss auch noch den Kurveneingang und dann zündet er einfach den Nachbrenner. Ich signalisiere ihm „Fahr einfach. Keine Angst, ich habe nicht vor, Dir in die Kiste zu fahren“. Er bedankt sich und zieht von dannen. Ich kann noch nichtmal im Windschatten folgen! Jetzt bin ich frustriert. Noch eine halbe Runde und ich verliere einen Platz, eben habe ich den letzten Pokal verloren. Nee, nix da! Mutkurve? Geht voll. Das erste Mal Heute. Die Rechts an der Steilstrecke... er ist kurz vorm Karussell. Das könnte noch gehen. Ab jetzt ist beissen angesagt! Eingangs Hohe Acht merke ich, dass ich leicht näher gekommen bin. Die Illusion reicht bis zur Döttinger Höhe... dann ist er weg. Eine winzige Chance gibt es noch. Eine Wahnsinnsattacke in der Hohenrain Schikane. Antoniusbuche... nach der Senke flackern seine Bremslichter. Ha! Egal was mein Verstand sagt, der Fuß bleibt unten. Ich habe ungefähr noch 100 Meter. Nee... es reicht nicht. Er bremst die Hohenrain auch auf der letzten Rille an. Das war's. Er hat gewonnen. (Jetzt weisst Du auch, Uli warum meine Handschuhe in der letzten Runde geblieben sind wo sie waren.)


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Mein 2. Turn...

Auslaufrunde. Sabine bekommt noch einen gebührenden Gruß, ich winke den Posten auf der GP-Strecke. Aber innerlich koche ich. Auf den letzten Metern! Ich stelle das Auto an der zugewiesenen Stelle im Parc Ferme ab und suche mein Geraffel zusammen. Das war's dann wohl mit Pokal. Einer der beiden Sorgs gratuliert mir (ich nehme mal an, dass es Benjamin, der Fahrer von eben war – es ist nunmal schwer Euch auseinanderzuhalten, 'tschuljung Männers). Und ich stammele irgendwas von „musst Du mich ausgerechnet in der letzten Runde überholen“. Toll. Was für ein Heulsusen-Satz! Plötzlich steht Markus vor mir und klopft mir auf die Schulter. „Klasse Rennen.“ Ich sortiere die Worte und will mich für den Verlust des Pokals entschuldigen. Er lässt mir keine Gelegenheit. „Vierter. Wir sind Vierter.“ „Nee, nee, Markus. Die Sorgs haben mich gerade noch eingetütet. Nix is' mit Vierter.“ Na ja... lange Rede, kurzer Sinn. Ob der Probleme an ihrem Auto waren die Jungs 'ne Runde zurück und haben sich zurückgerundet. Das war kein Überholmanöver. Wir waren wirklich Vierte! Es hat aber noch eine ganze Weile gedauert, bis ich das verstanden habe und glauben wollte.

Nun steht noch so ein Blechtopp auf dem Regal in meinem Arbeitszimmer. Der erste mit dem ersten eigenen Rundstreckenauto. Bei der ersten Ausfahrt. Der Pokal und das Rennen dazu wird immer etwas besonderes bleiben. Andere nöhlen rum, wenn es nur der Vierte ist. Ich nicht. Ich bin schon ein bischen stolz auf uns. Es war eine Klasse Teamleistung von A bis Z. Überhaupt das Auto rennbereit an die Strecke zu bekommen. Die Stops der Jungs waren Klasse und Markus und ich (mehr Markus als ich) haben auch unseren Teil beigetragen. So darf die Saison gerne weitergehen. Markus ist übrigens 9. in der Juniorwertung!

Es wird nur nicht lange so bleiben... beim nächsten Rennen fahren wir nämlich nicht, da ich in den USA auf einer Messe bin. Mein Flieger landet 15 Minuten vor der Zieldurchfahrt in Amsterdam... da geht leider nichts. Hat aber auch sein Gutes: Lilli bekommt jetzt erstmal neue Kats (der gesamte Auspuff war ja nur geliehen – übrigens einen riesigen Dank dafür!), bekommt die Sprechanlage die schon in der Werkstatt liegt (dann hätte ich z.B. gewusst, dass ich mit den Sorgs garnicht kämpfen muss) und sie wird in Ruhe für den 2.5. vorbereitet. Dann werden wir wieder da sein und mal schauen ob es uns nochmal gelingt ein Paar Autos hinter uns zu lassen.

Also... bis dahin Euch allen eine gute Zeit, allen Startern am 18. knitterfreien Flug und viel, viel Glück! (Das wünsche ich besonders unseren Boxen-Mitbewohnern Rolf Derscheid und Michael Flehmer – Glückwunsch nochmal zum Klassensieg!)

Gute Nacht und einen Gruß ans Alle!

Peter

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Daniel Sorg
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Beitrag von Daniel Sorg » Di 07.Apr, 2009 8:00

Moin Peter,
klasse Bericht! :smt023
Ja, es war Benni, der den 3. Turn gefahren ist.

Ich wollte mich für Deine Fairness in der Startrunde bedanken, als auf der Döttinger Höhe rechts neben Dir die beiden E46 waren und ich links, an der Grasnarbe entlang an Dir und den anderen vorbeikam. :D

Was sich ja dann in den folgenden Runden leider auch wieder geändert hat. :(

Zum Reglement: Klar sind wir geradeaus viel schneller, aber wir müssen auch mind. 125kg mehr auf die gleiche Reifenbreite stellen und durch die Ecken bringen. Wenn man sich die Zeiten der ganzen Klasse anschaut, liegen die nicht zu sehr auseinander.

Also bis zum nächsten Mal, ich freu mich! :D

Erik Kindermann
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Beitrag von Erik Kindermann » Di 07.Apr, 2009 9:07

GuMo Peter, hallo Markus,

herzlichen „Glühstrumpf“ zu Eurem 4. Platz.
Kaum habt Ihr einen Glückskäfer in der Box, schon klappt das mit der Nachbarin, ähm, nä, dass war anders. Ach ja, mit dem 4. Platz wollte ich schreiben.

Auch wenn ich Dir dein Eis am Sonntag gegönnt habe, aber wenn wir wieder bis Montag Nacht warten müssen, bis wir Deinen Bericht zu lesen bekommen, dann werde ich mal ein ernstes Wort mit Liane reden und Dir Eisdielenverbot bis zum Ende der Saison erteilen lassen.

Nichts gegen die Kohlenhydrate, aber hast Du auch an die kleinen Freunden von den Kohlenhydraten gedacht?
Diese kleinen lieben Kalorien, die sich nachts in den Kleiderschrank schleichen und die Kleidung enger nähen?
Aber alles im allen, dass Eis hattest Du dir verdient.

Wie immer habe ich bei Euch in der Box viel zu lachen gehabt, man fühlt sich einfach wohl in der „VLN-Familie“.
Ach ja, die Bilder von Deinem Kollegen im „Stand21-Schlafanzug“, reiche sie bitte an Ihn mit einem Gruß weiter.

Da wir uns am 18. ja nicht sehen werden, sage ich mal, bis zum 24. bei der Vogelsberg Rallye.


Mit einem motorsportlichen Gruß

Erik


PS.
Die Nennung nicht vergessen abzusenden.

Uli Paffenholz
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Beitrag von Uli Paffenholz » Di 07.Apr, 2009 9:35

Moin Peter und Restteam,

wie schon geschrieben, Gratulation und Respekt zu dieser Leistung. Und ein fettes DANKE für den schönen Bericht. Mensch Peter, Du kannst ja richtig Dampf ablassen!!! Möchte mit Dir auch keinen Ärger haben! :D
Tja, der Live-Strip Kollege hat sich `nen Striptease bestimmt auch anders vorgestellt :oops:

Ach, Du fliegst in die Staaten: Also, ich bräuchte:........, nee lass mal, kann mein Bruder mitbringen.

Guten Flug, gute Zeit und bis zum 3.Lauf!!

Fette Grüße

Uli

Björn Piontek
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Beitrag von Björn Piontek » Di 07.Apr, 2009 16:32

Hallo Peter!Klasse Bericht ja wir haben die Begrüßung am Flugplatz sehr geil gefunden und alles gegeben.Die hände und die Fanfare haben alles gegeben :lol:!Wir sind beim Nächten rennen wieder am Freitag da,da sehen wir uns dann bestimmt!MFG Björn.

Frank Ullrich
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Beitrag von Frank Ullrich » Di 14.Apr, 2009 22:07

Hallo Peter,

toller Bericht und ein tolles Auto habt Ihr da auf die Räder gestellt.
Ich wünsche euch wenig Probleme und viel Erfolg für den Rest der Saison.


Gruß

Frank

Andreas Wittmers
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Beitrag von Andreas Wittmers » Do 23.Apr, 2009 8:03

Spitze!!!11 :P

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Peter_Hoffmann
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Das Trio Infernale ist nicht ganz dicht.

Beitrag von Peter_Hoffmann » Di 05.Mai, 2009 23:22

Die Bilder im Text stammen von Martin Berrang und Dirk Reiter. Danke dafür!

Das Trio Infernale ist nicht ganz dicht.

Was? Genau. Dieses Wochenende waren wir das erste Mal zu Dritt. Ein höllisch lustiges Fahrer-Trio. Markus (Arndt) unser „junger Wilder“, der Scheffe-Conny („'ne 10:15 geht mit dem Auto“) mit zwei 10:10er Runden Lügen gestraft hat. Kai (Birnbach) der wandelnde BMW Ersatzteilkatalog, mit 10:17 nicht wesentlich langsamer. Und ich, der dieses Wochenende mit 10:29 endlich die magische 30er Schallmauer geknackt hat, als offizieller Prinzessinnen Bremsklotz. Trotz dieser quasi Fabelzeiten waren wir aber eher die tragischen als die strahlenden Helden. Einer banalen Dichtung an Lillifees Hinterachse sei Dank.

Die erste Version dieses Berichts begann mit einem detaillierten Einblick in das spannende Thema „Freitagsfahrten in der VLN“. Der Teil ist jetzt leider der Zensur zum Opfer gefallen. Nachdem ich selbst gähnen musste, als ich es nochmal gelesen habe. Somit beschränken wir uns auf das Wesentliche!

Das Rennen. P7 im Training. Kai hat vorgelegt. Hmmm... wer ist dieser Kai eigentlich? Eigentlich hat Kai 'nen eigenen V4 325 und eigentlich ist er der Gegner im eigenen Team. Ursprünglich wollte er dieses Wochenende ja auch gegen uns antreten. Wohlgemerkt mit einem „Kill Barbie“ Aufkleber am Heck und uns nach Strich und Faden eintüten. Doch dann stand er ohne Team-Kollegen da und unser Teamchef hat weise vorgeschlagen, doch die Kräfte zu bündeln. Kai hat sich noch ein wenig geziert und schlussendlich zugesagt. Mich hat's gefreut. Nicht nur, dass Kai schnell 325 fahren kann, nein. Wenn irgendwas kapputt geht hört man in Box 24 aus dem Hintergrund auch immer eine Stimme: „353 Euro 90“. Kai. Kai kennt die BMW Preisliste auswendig. In den letzten andertalb Jahren hat er so oft von Mietfahrern seinen 325 geschrottet bekommen, dass er der perfekte Renn-Schadens-Schätzer geworden ist. Wo ist da der Vorteil? Ganz einfach: er macht nix kapputt. Er weiss ja, was es kostet. Wo war ich? Ach so,... „Kill Barbie“. Tja. Nun hat ihn also der Schicksalsschlag schlechthin ereilt und er war einer von uns.

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Kai im Training

Die Rennaufteilung war vorher klar. Kai fährt den ersten Turn, Markus den zweiten und ich ins Ziel. Damit war ich den Start los. Während Kai unsere Prinzessin in die Startaufstellung gefahren hat, war ich zu Fuß auf dem Weg dahin. Schon anstrengend in der dritten Startgruppe zu sein! Verflucht weiter Fußmarsch. Ok... vielleicht fahre ich in Zukunft doch den Start, dann kann ich dahin fahren. Wir haben noch ein wenig Unfug getrieben, und dann kam das übliche Gepfeife und die Durchsagen. Ich hab' Kai Glück gewünscht und mich getrollt.

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Die Startrunde

Der Start: Kai kann den Platz erstmal halten, bleibt dann aber an 'nem M3 hängen, der ihn fast eine ganze Runde aufhält. Kais O-Ton zu dem Kollegen: „es gibt Leute, die gehören auf keine Rennstrecke. Ich habe dauernd überlegt... fahre ich ihm einfach in die Kiste? Aber dann dachte ich jedes Mal... dafür 500,- Euro ausgeben?“ Jetzt seht ihr, was ich meine. Trotzdem kostet der Markenkollege. Er kostet uns unterm Strich 20 Sekunden und 2 Plätze. Gut, noch nicht tragisch. Wir fahren hier ein 4-Stunden-Rennen. Wen interessieren die Platzierungen nach der ersten Viertelstunde? Und dann gab es da nochwas während Kais Turn... es gibt sogar ein Bild davon:

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Ein Blinker? 103,52 zzgl. MwSt. :wink:

Ich hab' das Bild in der Original-Auflösung, ich weiss nicht, ob man es auf dem verkleinerten Foto erkennen kann? Kais Blick geht eindeutig zu dem Blinker, der noch an seinen zwei Kabeln hängt. Ich bin bereit zu wetten... das Auto ist noch nichtmal gelandet, da rechnet er schon, was der Blinker wohl kostet. Mir war Morgens im Zeittraining schon aufgefallen, dass der etwas locker war. Irgendwann hing er dann halt noch an zwei Kabeln. Die Kabel haben jedenfalls bis zum Stop gehalten. Apropos Stop. Eine zu früh. Kai sollte eigentlich 1 + 7, kam dann aber nach 1 + 6. Wieder ein praktisches Beispiel für den Sinn der fernmündlichen Kommunikation Box => Rennauto, Rennauto => Box. Wenn man sie denn hätte. Ich hoffe, dass wir beim nächsten Rennen endlich miteinander sprechen können! Markus übernimmt.

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Markus: Ich geb' Gas, ich will Spaß.

Tja... es wäre schön gewesen, wenn es denn so einfach und schnell passiert wäre. Ist es aber nicht. Der Stop sollte über 17 MINUTEN dauern. Nicht, um den Blinker festzukleben. Nö. Das war das geringste unserer Probleme. Lillifee war inkontinent. Die Prinzessin geruhte sich mit ihrem eigenen Öl zu besudeln. Dem Öl, dass eigentlich in ihr Differential gehört, 'ne banale Dichtung war kapputt. Der berühmte Cent-Artikel. Das beste dabei: die gleiche Dichtung haben die Jungs am Freitag Abend schon getauscht. Da verreckt uns das Drecks-Teil im Rennen nochmal! Ich stehe vor der Box und unterstütze die notleidende Tabak-Industrie als Hannes und Arnulf plötzlich rausgestürmt kommen und Wasser zapfen. Ich denke mir nix dabei. In unserer Box steht ein waidwunder Seat mit 'nem Kühler-Problem. Ich dachte das Wasser wäre für den. Ich sage noch zu den umstehenden „wird hoffentlich nicht für unser Auto sein“. Drehe mich um und sehe durch das Fensterchen im Boxentor Lillifees Lila-Pinke Stoßstange und das aufgebockte Heck. SCHEISSEIMQUADRAT! Unser Diff hat im Rennen konstante 140° Öltemperatur, das Wasser ist zur Kühlung der Handschuhe der Jungs die schrauben. AJ und Kolja liegen unterm Auto. Markus sitzt im Auto und schwitzt vor sich hin. In einer stehenden Mobilsauna wird es heiß. Sehr heiß. Und so verlieren wir Sekunde um Sekunde während Markus schmilzt. Irgendwann geht Markus raus und wir sind letzter in der V4. Mit eineinhalb Runden Rückstand. Ich könnte heulen!

Aber nun passiert, was in solchen Situationen nunmal passiert. Es geht um nichts mehr, Du bist ganz locker und hast einfach Spaß am Schnellen fahren. Und die Sekunden purzeln. Markus beginnt mit 'ner 10:13 und 3 Runden später folgt die 10:10. Gleich zweimal hintereinander. Wir betrachten am Notebook seine Zeiten und es scheint, er würde sich in einen Rausch fahren. Später erklärt uns Markus, dass da noch was geht. Er will damit sagen, dass es auch noch schneller geht. Ich mache mir eine geistige Notiz ihm irgendwann in der kommenden Woche mal ganz weise eine der alten Regeln des Rennsports mitzugeben: nach „vorsichtig“ kommt „mutig“ und nach „mutig“ kommt „ganz mutig“. Nach „ganz mutig“ kommt dann meist irgendwann „Bumm“ und „Aua“ und danach kommt wieder „vorsichtig“. Ein Art ewiger Kreislauf der leider Unsummen Geldes verschlingt.

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Nochmal Markus.

Viel mehr hatte Markus später nicht zu berichten. Ölspuren, gelbe Flaggen... das Übliche halt. Ich war derweil damit beschäftigt schlechte Laune zu verbreiten. Ich war genervt. Ob der lausigen Dichtung. Und je schneller Markus gefahren ist, desto schlechter wurde meine Laune. Ich habe halt dauernd überlegt wo wir jetzt hätten liegen können „wenn“. $%#&!, ich weiss. Aber so war's. Dann kommt meine Frau zu mir und lässt mich wissen, dass Markus das „Fuel In“ zu sehen bekommen hat und zur Bestätigung auch auf Start-/Ziel geblinkt hat. In 10 Minuten bin ich dran.

Markus kommt an die Box. Er raus, ich rein. Die Jungs schnallen mich an. Derweil erzählt mir Markus wo überall Öl liegt und gelbe Flaggen sind. Es wäre wohl schneller gegangen, wenn er mir einfach gesagt hätte wo nichts ist. AJ signalisiert, dass ich anlassen soll. Der lässige Griff an den Schlüssel... er dreht sich nicht. „Starten. Starte den Motor.“ Würde ich ja, wenn das Zündschloss nicht haken würde! Nach drei bis vier Versuchen dreht sich der Schlüssel und der Sechsender erwacht brummig zum Leben. „Nu' aber nix wie weg!“ Ich fahre.

Direkt in der Mercedes Arena ist mein Rennen auch fast schon wieder rum. In der Boxenausfahrt habe ich niemand in den Spiegeln gesehen, bei der Einfahrt auch nicht. Als ich in die zweite Links reinziehe ist da plötzlich ein Porsche. So schön die Spiegel des e36 M3 auch aussehen... man sieht in den Dingern zu wenig. Ich mache sofort wieder auf und entschuldige mich per Handzeichen. „War keine Absicht, Kollege! Puh... das war knapp!“ Nun erstmal den Rhythmus finden. Beim Rausfahren auf die Schleife merke ich, dass Heute ein guter Tag ist. Der Ärger ist verflogen, ich habe Spaß hinterm Lenkrad. Am Flugplatz noch kurz Björn, Heiko und Thomas gegrüsst und auf geht’s. In der ersten Runde schaue ich erstmal überall nach Öl und Trümmern, aber so schlimm wie Markus es mir bei der Übergabe beschrieben hat ist es nicht. Irgendwo (ich kann wirklich nicht mehr sagen, welcher Abschnitt es war) ist Doppelgelb, ein Staffelauto steht da und ein Posten kehrt. Ich bremse und sehe hinter mir den Kollegen wild die Karre abfangen. „Guten Morgen. Jetzt bist Du aber wach, oder?“ Im kleinen Karussell dann noch ein Gruß an Sabine und Runde 1 ist fast rum.

In meiner dritten Runde (so habe ich es zumindest im Gedächtnis) laufe ich auf den V3 e90 von Ulli Packeisen auf. Ich weiss nicht mehr genau wo, jedenfalls hat er mich erstmal geblockt. Auch juht. Wenn mich einer blockt, fahre ich halt etwas dichter auf und mache Druck. Mein Auto war deutlich schneller auf den Geraden und den Bergauf-Stücken. Irgendwann hat er es eingesehen und signalisiert mir nach der Ex-Mühle, dass ich vorbeifahren soll. Und tschüss. Jedenfalls bis zum Brünnchen. Ich mache vier schnellen Autos Platz, die offenbar im Infight sind, einer davon zögert und drückt mich am Eingang raus und plötzlich ist der e90 wieder vor mir. „AAARRRGGGHHH!“ Ich überlege, ob ich mich am Pflanzgarten Rechts daneben setze, beschliesse dann aber bis zur Döttinger Höhe zu warten. Da erledigt der Sechsender dann den Rest und vor der Hohenrain Schikane habe ich 50 Meter Vorsprung. Nächste Runde Adenauer Forst wieder das Spiel mit dem Platz machen und wieder hängt der e90 an meinem Heck. Bei sowas sieht man wirklich mal bildlich wieviel Zeit es einen kostet, wenn man an den falschen Stellen die Linie freigibt (in dem Falle in der Fuchsröhre). Ulli bleibt bis zur Ex-Mühle an mir dran aber dann ist er endgültig weg. War eigentlich ein spaßiges Duell, auch sehr fair. Schade nur, dass Ulli eindeutig die stumpfere Waffe hatte. Der V3 e90 hat gegen den V4 e36 nicht wirklich eine Chance. Irgendwann während des „Duells“ mit Ulli müssen wir wohl den Vorletzten unserer Klasse überholt haben und damit waren wir zumindest nicht mehr letzter in der Wertung der V4. Immerhin etwas.

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Und noch ein bekanntes Lied-Zitat: Fly, Lilly fly!

Das war's dann... mehr gibt es nicht zu berichten. Achso... doch... eins noch eigentlich wollte ich Daniel noch grüßen, der mir am Vorabend gesagt hatte, dass er Dienst in der Spiegelkurve macht. Aber wenn ich ganz ehrlich bin: mir geht da jedes Mal beim Reinfahren derartig das Hinterteil auf Block (meins, nicht das von Lillifee), dass ich die Hände lieber am Lenkrad lasse. 'tschuljung!

Es war ab da ein ereignisloses Rennen. Trocken (weil ich mein Camel-Bakk zuhause vergessen hatte) aber ereignislos. Nach 7 Runden war mein Rennen dann rum. Ich bin konstante, tiefe 30er Runden gefahren und habe zum ersten Mal 'ne 29er geschafft. Da geht auch noch mehr, aber ich war trotzdem mit mir zufrieden. Kai meinte später, ich hätte die Klassengegner hinter mir auf gleichem Abstand gehalten.

Zielflagge und Schluss. Einfahrt in den Parc-Fermé, Lillifee abstellen und aussteigen. Lächelnd. Trotz der mistigen Dichtung hat das Rennen Spaß gemacht. Ich war ganz gut, Lilli war gut und das neu-gefundene Fahrer-Team hat Potential für mehr. Also: warum rumheulen?

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Wie Arni schon sagte: "We'll be back!"

Am 12.06. T&E und am 13. werden wir wieder angreifen. Dieses Mal hoffentlich mit einer gut aufgelegten Prinzessin, die auch ganz dicht ist. Bis dahin wünsche ich allen, die die 24-Stunden fahren viel Glück, den Teams Derscheid und Obermeier den Klassensieg und allen Fans ein spannendes Rennen ohne taktischen Firlefanz!

Uli Paffenholz
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Beitrag von Uli Paffenholz » Mi 06.Mai, 2009 9:04

Moin Peter, Lillifee-Team und- Fans.
So beginnt der Arbeitstag wieder mit Schwung und die Laune bessert sich schlagartig: Der Bericht von Peter ist geschrieben!!! Vielen Dank, dass Du deine Finger für uns wund tippst und das Rennen so plastisch aufbereitest.
Nunja, der Weg von der Box zur Startgruppe 3 ist vielleicht mühsam, aber nun ahnst Du auch, wieviel Mühe die Fans auf sich nehmen, um um die Strecke zu pilgern. Naja, mit kurzer Hose und genügend zu trinken an Bord :D , aber das Thema Trinkflasche hattest Du ja schon mal :wink:

motorsporttliche Grüße von

Uli Paffenholz

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Beitrag von Thomas Uhlmann » Mi 06.Mai, 2009 10:45

Wieder ein klasse Bericht. :D
Nachdem ihr Freitag in der Box alle etwas angespannt wart, habe ich mich gefreut, dass ihr Samstag so gut durchgekommen seid. (An der Strecke ohne Radio bekommt man nen 17-Minuten Boxenstopp nicht unbedingt mit :oops: )

Allerdings muss ich dich etwas korrgieren. Ich stand im Rennen nicht mit Björn und Heiko am Flugplatz, sondern auf Posten in der Spiegelkurve. Daniel stand im Adenauer Forst. :wink:

Ich freue mich schon auf den 12.-13.06., und auf Björn´s Gesicht :lol:

Frank Ullrich
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Beitrag von Frank Ullrich » Do 07.Mai, 2009 23:33

Hallo Peter,

toller Bericht wie immer. Weltklasse !

Gruß

Frank

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Peter_Hoffmann
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Beitrag von Peter_Hoffmann » Mo 15.Jun, 2009 22:02

Die Bilder im Bericht stammen von Martin Berrang und Dirk Reiter. Danke dafür!

Geburtstagskinder, geteilte Rennen und andere Überraschungen...

Wir haben mal wieder fertig. Ein weiteres Rennen der '09er Saison ist rum. P7 von 13. Weil ich doof bin... aber dazu später mehr.

Freitag Mittag sind wir am Ring angekommen. Auto ausladen, den halben Hausrat an die Box bzw. in den LKW schleppen und erstmal alle begrüssen. Wir sind wieder da. Und die Eifel begrüsst uns mit Sonne vom Feinsten. So muss das! Ich hatte nämlich explizit Sonne bestellt. Ja, ich war das. 'tschuldigung an alle Verbrannten! Dafür sehe ich Heute selber aus wie ein „englisch“ gebratenes Steak.

Ein bischen dummes Zeug erzählen (wir haben uns ja schliesslich eine Weile nicht gesehen), 24-Stunden-Erlebnisse aus erster Hand hören und dann die Telekommunikation in der Automobilität verdröseln. Ab sofort ist Lillifee nämlich telefonisch erreichbar. Das 21igste Jahrhundert der Kommunikation ist bei uns angebrochen, wir können seit Freitach miteinander reden. Wir mit der Box und die mit uns. Wie wir jetzt übrigens wissen... nach hektischer Fehlersuche und unter freundlicher Mithilfe meines Ex-Teams... nur bei eingeschalteter Zündung. Hat 'ne Weile gedauert, bis wir den „Fehler“ gefunden haben.

Wenn man Spaß hat, rennt die Zeit und so war es dann soweit, dass Björn und Heiko vor der Box standen. Ich hatte den beiden versprochen, Ihnen mal „die andere Seite des Zaunes“ zu zeigen und das haben wir am Freitag gemacht. War echt lustig mit Euch, Jungs! Und Eure Fan-Kurve am Samstach am Flugplatz war der schlichte Hammer. Dafür ein megabreites Danke-Grinsen! Sabine, ihre Posten-Zwillingsschwester (ich muss gestehen... mir Kalkleiste ist schon wieder der Name entfallen), Manfred und Markus Zander kamen auch noch auf ein Schwätzchen vorbei. Es ist wirklich wie Zuhause sein.

Dann die technische- und Papier-Abnahme und wir sind kampfbereit. Fast. „Ich finde Heute was, mach Dir keine Gedanken,“ sprach der Kommisar der Technik zu Markus, der sich, des Sieges sicher, überlegen lächelte. Bis zu dem „Schalt mal das Licht ein“. Irgendjemand hatte alle Birnen aus unseren Rücklichtern ausgebaut. Äh ja. Da guckst Du erstmal etwas sparsam! Aber ein durchaus lösbares Problem. Dann Lilli in den Schlaf gesungen und ab ins Ringhaus, gutes Essen geniessen.

Samstag Morgen um 5:30 Uhr jaunert das mobile Tele-Bimmelimm. Mann,... das ist doch keine Uhrzeit! Aufstehen... versuchen die zerknitterte, äussere Hülle in einen passablen Zustand zu versetzen, die Gattin wecken. Während sie sich fertig macht, knüren wir uns in den Feuerfesten und fluchen dann rumsitzenderweise, dass das Ding doch viel zu warm ist. Truppe einsammeln (das Frühstück meiner Frau und meins entfielen wegen leicht sub-optimaler Zeiteinteilung) und die Einfahrt ins Fahrerlager suchen. Ging aber diesmal, der Zufallsgenerator hatte an zwei Tagen hintereinander die gleich Einfahrt vorgesehen. Unserem Geburtstagskind Kai gratuliert, sein symbolisches Geschenk überreicht, Fahrerausrüstung in die Box und ab zur Fahrerbesprechung. Dann brauchst Du fünf Minuten bis Du Deine Unterschrift auf die Liste setzen kannst, sitzt zwei Minuten da drin, hörst Dir drei Sätze an und darfst wieder gehen. Aber Du hörst das Versprechen des Rennleiters, dass die Fahrerbesprechung beim nächsten Rennen wohl schriftlich stattfindet. Immerhin etwas!

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Kai im Training.

Zeittraining. Markus fährt mit neuen Michelins raus. GP zum Anfahren, dann eine auf Zeit. P6. Passt. Danach fährt Kai und legt nochmal nach. 10:16, reicht aber zu dem Zeitpunkt nur noch für P9. Die anderen Teams in der Klasse sind ernsthaft auf Zeitenjagd. Wir beschliessen, es gut sein zu lassen. Die Startposition reicht uns, wir liegen vor dem V2 Kampfgetümmel. Reifen für das Rennen schonen ist uns wichtiger. Ich drehe meine Pflichtrunde. 10:31 mit zweimal Gelb. Ich bin zufrieden. Das Rennen kann losgehen.

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Lasst die Spiele beginnen...

Kai fährt den Start. Eigentlich hatte ich mich darauf eingestellt, dass ich dieses Mal starten würde. Ich bin aber nicht traurig drum, es nicht tun zu müssen. Kai erwischt einen guten Start und fährt von Anfang an richtig gute Zeiten. Er geht durch das Feld wie das berühmte Messer, bis auf P4 nach Vorne. Da ist dann erstmal Ende. Die beiden schwarzen Falken ganz Vorne und der 190er Daimler sind zu weit weg. Markus übernimmt nach 7 Runden und wir fallen erstmal zurück, weil fast alle anderen Teams in der Klasse erst nach 8 Runden stoppen. Dann werden wir durch deren Stops wieder vorgespült. Nun zeigt sich, dass unser Team einen Mega-Stopp hingelegt hat. Wir holen fast eine Minute Dank des Stops auf.

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Markus greift an.

Zwei Runden später: rote Flagge. Abbruch. Mist! Erstmal bangen, um den Fahrer des Mamerow Porsche und als die Entwarnung kommt, beginnt das taktische 3d Schachspiel. Es sollen noch eine Stunde und 40 Minuten gefahren werden. Macht für uns ca. 9 Runden (tatsächlich waren es sogar 10 plus die Einführungsrunde). Das könnte knapp werden, was den Sprit angeht. Zuerst tauschen wir mal unsere Reifen, nämlich von Vorne nach Hinten und umgekehrt. Da die Hinterreifen weniger hart rangenommen werden, haben wir jetzt die besseren Gummis Vorne. Theoretisch jedenfalls. Planen wir jetzt noch einen Stop oder nicht? Wir Fahrer diskutieren untereinander. Und wenn wir stoppen, wie? Nur einen Splash & Dash oder mit Fahrerwechsel? Markus will den Re-Start nicht unbedingt fahren, also beschliessen wir, dass ich den Re-Start übernehme und dann im Auto entscheide, was wir machen. Gesagt, getan. Ab in die Startaufstellung, ein Sonnenbad nehmen.

Keine Ahnung, wie lange wir da rumgesessen haben. Gefühlt war es mindestens eine Stunde. Man kann auch niemandem einen Vorwurf machen, Bergung und Reparaturen kann man schlecht zeitlich planen und die Sicherheit geht nunmal vor. Es war jedenfalls grausam. Zum einen ist da die Unruhe wegen des bevorstehenden Starts, zum anderen pure Langeweile. Und dann war es heiß, in der prallen Sonne. Irgendwann kommt endlich das „Helfer raus“ Signal. Markus schnallt mich an und es geht in die Einführungsrunde. Ich grüße die Fans und Helfer unterwegs... sicher auch nicht lustig da draussen rumzustehen, ohne dass irgendwas passiert.

Döttinger Höhe, Reifen aufwärmen. Der Kollege mit dem e90 vor mir lässt eine riesige Lücke nach Vorne. Die Taktik ist klar. Er will bestimmen, wann es losgeht und mich dann mit seiner Mehr-Power einfach stehen lassen. Vergiss es! Der Rennleiter hat gesagt „eine Wagenlänge“. Also fahre ich nach dem Grid Schild an ihm vorbei. Ich lasse Platz, er kann mich gerne wieder überholen, aber ich habe keine Lust schon in der ersten Runde den Anschluss nach Vorne zu verlieren. Kaum bin ich bei den Autos vor mir angekommen, ziehen die das Tempo an. Nun habe ich einen praktischen Geschwindigkeitsüberschuß und der kommt mir auf der Start-Ziel sehr gelegen. Mein rechter Spiegel berührt fast die Mauer, blos Rechts kein Loch lassen! Haug Haken, die rechte Spur bleibt frei. Vor mir fährt einer durch die Wiese, aber er bleibt auf der Bahn. Einlenken, raustragen lassen, einfädeln. Passt! Der Start war gut! Unfreiwillig gut, Dank der Lücke, aber gut.

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Start 2. Wie meinte Rolf (Derscheid) hinterher zu mir? "Wo bist Du denn plötzlich hergekommen?" Nun isses raus. Der Beweis, dass ich mal vor den e90 war... wenn auch nicht lange.

Aber in der Links wird mir klar, dass der Start uns wohl keinen Vorteil bringen wird. Meine Reifen sind tot. Was auch immer ihnen nicht bekommen ist... das Rumstehen... das nochmal Aufheizen... sie sind tot. Vorne schmiert es nur und es lässt nicht nach. Einer nach dem anderen kacheln die e90 hinter mir an mir vorbei. Vor der Mut-Rechts in der Hatzenbach z.B. der WGB e90 (ich glaube Daniel ist gefahren). Hart aber fair. Ich dachte, ich hätte die Linie abgedeckt, falsch gedacht! AAARRRGGGHHH!!! Ich versuche zu blocken, aber es ist sinnlos. Ich kämpfe mit stumpfen Waffen. Ich kann aus den Ecken nicht genug Schwung mitnehmen, um die Dickschiffe weit genug hinter mich zu bringen, dass sie mich auf den Geraden nicht angreifen können. Selbst zwei der e46 gehen an mir vorbei... irgendwann höre ich über das Mobiltelefon, dass es P9 ist. Toll. Von 4 auf 9. Die beiden Führenden der V2 überholen mich. Jetzt reicht's! Egal was die Reifen sagen... so nicht! Ausgang Hatzenbach ist mein Ex-Teamkollege an mir vorbei, kurz nach dem Schwedenkreuz hole ich ihn mir wieder. Er stellt sich hinter einem Peugeot an und ich überhole beide beim Anbremsen am Aremberg. Als ich in der Senke in der Fuchsröhre nach hinten schaue ist er immer noch hinter dem Peugeot und den beiden fehlen 100 Meter auf mich. Ich sehe den Aust e46 gerade noch am Forst.

Ich brauche eine Runde, bis ich am Heck des e46 bin. Er hängt hinter dem e36 325, der am Start noch hinter mir war und beide hinter dem Ladies-Fiesta. Ich suche eine Lücke bei dem e46 aber da ist keine. Eigentlich bin ich auch gerade jenseits von Gut und Böse unterwegs... sagen zumindest meine Reifen. Aber ich will da vorbei! Ich will mir die Plätze zurückholen! Ich beschliesse trotzdem es erstmal ruhig anzugehen. Ich will mal probieren, ob die Reifen sich wieder erholen, dazu müsste ich aber erstmal aufhören, sie zu quälen. Also will ich die Gelegenheit hinter dem Fiesta nutzen und meinen Reifen eine kleine Pause gönnen. Aber dann kreiselt der Fiesta Ausgang Metzgesfeld plötzlich durch den Dreck... keine Ahnung, ob ein Einschlag dabei war. Der e36 geht Links durchs Gras, der e46 Rechts und ich bleibe ganz Links auf dem Asphalt. Der e46 ist hinter mir! Aber schon am Wehrseifen knabbert er wieder an meiner Stoßstange und der e36 zieht einfach weg. Der e46 bleibt bis zum Kesselchen fair hinter mir, aber da ich aus dem Bergwerk vor lauter Rutschen zu wenig Schwung mitnehme setzt er einfach an und fährt im Kesselchen vorbei. 'ne halbe Runde hätte ich den Fiesta vor den beiden gebraucht! 'ne halbe Runde blos! Der Rest der Runde ist einsam bis auf der Döttinger Höhe der 190er Mercedes aus unserer Klasse in der Ferne verschwindet. Gut, dann eben den! Ganz nebenbei zeigt mein Laptimer eine 10:23. Mann,... wenn ich blos mehr Grip hätte! In der Bit-Kurve bin ich fast in Schlagdistanz, dann zieht er mir leicht davon. Vor der NGK gehe ich nach Links und zeige ihm, dass ich angreifen werde. Er versucht mich mit einem späten Bremspunkt vom Gegenteil zu überzeugen, aber es nutzt nix. Wenn ich ansetze, greife ich auch an. Punkt. Ich bin noch später auf der Bremse und schiesse vorbei... allerdings war ich einen Tick zu spät und muss ein kleines Stück geradeaus. Dadurch schneide ich ihm den Weg ab und wir berühren uns ganz leicht. Sorry, war keine Absicht! Es gelingt mir mich millimeterweise von ihm abzusetzen und in der Fuchsröhre weiss ich, dass ich ihn habe.

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Da war er noch hinter mir...

Ab dem Punkt sitze ich im Auto und überlege, was ich jetzt mache. Mit einem Splash & Dash durchfahren oder nochmal auf Markus wechseln und hoffen, dass er bessere Zeiten fahren kann. Ich rufe in der Box an und sage ihnen, dass Markus sich fertig machen soll. Mein Fehler.

Das Team hat wieder einen super Wechsel hingelegt aber das Rennen war damit für uns durch. Markus konnte mit den Reifen auch nicht mehr wesentlich schneller fahren als ich... es lag also nicht an mir. Tja... dumm gelaufen! Wir hatten noch kurz die Hoffnung, dass die anderen V4 auch alle nochmal reinkommen müssten, aber die, die kamen haben alle blos getankt. Einige sind durchgefahren. Damit war der 190er (der auch tanken musste) 1:30 vor uns und unerreichbar. Mein Angriff war also schlussendlich umsonst. In der Addition der beiden Rennen war es P7.

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Markus in seinem zweiten Stint.

Nun könnte man das ja zum Anlass nehmen unzufrieden zu sein... könnte man. Bin ich aber nicht! Das Rennen mit Kai und Markus als Teampartner hat einen riesen Spaß gemacht. Lillifee war sauschnell, das Team hat zwei richtig gute Stops hingelegt und ich habe 'ne 10:23 auf Schlickes gefahren, die einfach und schlicht tot waren. Schade blos, dass ich einen taktischen Fehler gemacht habe. Ohne den Zeitverlust beim Stop wären der Dolate e46 und der zweite Schwarze Falke in Schlagdistanz gewesen. Aber ich hatte es nunmal so entschieden und kann es jetzt nicht mehr ändern. Wie der Weise richtig sagt: hinterher ist man immer schlauer.

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Madame la Lillifee... von allen Seiten schön.

Für mich bleibt als Fazit, dass es ein tolles Rennen war (mit Ausnahme des Unfalls) und dass ich mit sehr fairen Gegnern auf Augenhöhe kämpfen konnte. Herz, was willst Du mehr? Achso... und mein persönliches Saisonziel habe ich auch erreicht. Ich wollte dieses Jahr die 10:25 schaffen... mehr hätte ich mir selber ehrlich gesagt nicht zugetraut. Nun ist es 'ne 10:23 und ich glaube, dass ich auch 'ne 10:15 fahren kann, wenn ich mal eine Runde sauber zusammenbekomme. Schauen wir also mal, was die Zukunft noch bringt.

Ich freu' mich drauf!

Mit 'nem Gruß in die Runde

Peter

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Beitrag von Erik Kindermann » Mo 15.Jun, 2009 22:32

Peter_Hoffmann hat geschrieben:Ich grüße die Fans und Helfer unterwegs... sicher auch nicht lustig da draussen rumzustehen, ohne dass irgendwas passiert.
Ach Peter, Du als Nachwuchs- und Aushilfsstreckenpostenanwärterlehrling solltest doch wissen, dass ein gemütlicher Stuhl zu der Grundausstattung gehört. Und bis 16 Uhr war mein Posten wunderschön im Schatten gelegen.

Nun, Fehler sind dafür da, dass sie gemacht werden. Nächstes mal macht Ihr nur einen Splash & Dash und gut ist.

Bei Kai muss ich jetzt aber um Vergebung bitten. Ich habe nicht gewusst, dass Du Purzeltag hattest, Sorry, aber an der Kommunikation arbeiten wir noch.

Wünsche dem Trio Infernale viel Glück beim kommenden Lauf.


Grüße aus´m Pott
Erik

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Beitrag von Uli Paffenholz » Di 16.Jun, 2009 9:11

Moin Peter, Team und Fangemeinde.
Tja, war am WE selber mit einer Oldtimerrallye beschäftigt und kann mich Dank des Berichtes von Peter nun schön in das Geschehen am Ring reindenken. Danke dafür.
Was fällt auf?: Telekommunikation neu, Hitze aber kein Wort von Durst, ergo, Peter hat wohl an die Trinkflasche gedacht!!!!

War übrigens neulich in Niederaula, nahe bei Schlitz. Schöne Gegend dort, aber Ihr müsst ja doch nen ordentlichen Stiefel zum Ring fahren!!

Hey, bein Race for Balthasar könntet Ihr doch ein eigenes Team stellen: "Erbarmen, die Hessen kommen"

Eine angenehme Woche wünsche Euch allen

Uli Paffenholz

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Daniel Sorg
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Beitrag von Daniel Sorg » Di 16.Jun, 2009 10:19

Hi Peter,
mal wieder ein cooler Bericht! :smt023

Es war Benni beim Restart im Auto. :D

Wie wir in der Adition zu P10 gekommen sind, begreif ich auch 3 Tage danach noch nicht. :(

Bis in 2 Wochen.
Gruß
Daniel

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