Was man heutzutage unter Bürgerbeteiligung versteht - Beispiel neue Rheinbrücke bei Wesseling.

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Mike Frison
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Was man heutzutage unter Bürgerbeteiligung versteht - Beispiel neue Rheinbrücke bei Wesseling.

Beitrag von Mike Frison » Sa 24.Feb, 2018 19:35

Im südlichen Köln - also da, wo wir wohnen - plant NRW eine zusätzliche Rheinüberquerung. Denn das ist die einzige Antwort, die Verkehrsplaner für Staus haben: mehr Straßen.
Egal - worauf ich hinaus will: zufällig bin ich auf dieses PDF gestoßen, das in furchtbar ausladenden 10 Seiten in ebenso furchtbar verschwurbelter Sprachwahl den Eindruck erwecken soll, dass die Planung ganz toll und fair abläuft, denn die 10 Seiten drehen sich einzig und alleine um das “Beteiligungskonzept”.
Auf der Suche nach Möglichkeiten zur Mitwirkung dann der Hammer versteckt auf Seite 5:

Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger aus der Planungsregion können sich für einen der Plätze in der Gruppe 1 bewerben. Insgesamt werden dieser Personengruppe zehn Plätze zur Verfügung stehen. Sie werden nach einem räumlichen Verteilschlüssel verlost.

Sage und schreibe 10 (!) Bürger. Wir reden hier über ein Gebiet, in dem geschätzt eine 6-stellige Zahl von Leuten lebt. Und sowas nennt sich dann heutzutage “Beteiligungskonzept”.
Fertigstellung ist geplant für 2030 - der bevorstehende Wandel der Mobilität wird mit keiner Silbe erwähnt.
Verkehrsplanung | Wesseling | Rheinbrücke | A553 | Bürgerbeteiligung |

http://renn.tv/4756

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Philipp Buehler
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Re: Was man heutzutage unter Bürgerbeteiligung versteht - Beispiel neue Rheinbrücke bei Wesseling.

Beitrag von Philipp Buehler » Mi 28.Feb, 2018 4:04

Zehn - per Los :lol: Das ist schon jenseits von laecherlich, aber das ist 'new normal'. :x

Bevorstehender Wandel? Wenn man nun alle "Stinker" durch E-Mobile ersetzt, dann muessen die immer noch ueber den Rhein. Das gleiche Problem hier oben mit der Elbe..

Oeffis? Ich war nach langen Jahren mal wieder in Koeln (u.a. Le Mans Karting :D ) und der jute KVB hat immer noch die gleichen Klapperbuechsen wie damals (~2000). Die U-Bahn Dom/Severinstrasse fehlt immer noch :roll:

Es wird und muss sich aendern, aber "bevorstehend" - oder keinen Bedarf an Bruecken - sehe ich da irgendwie nicht.

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