Einarmiger Fahrer

F1 auf der Nordschleife, 1000km-Rennen oder die historische Nürburgring Südschleife.
Udo Klinkel
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Beitrag von Udo Klinkel » Mi 08.Jan, 2003 0:36

Ich kann mich auch sehr gut an beide Hennericis erinnern. Am auffälligsten war natürlich Heinz, der mit seinem einzigen Arm und mittels einer Trillerpfeife so manche Startaufstellung "dirigierte" - vor allem beim 300 KM Rennen. Ich habe Rolf Stommelen und Hannelore Werner mal bei Tests mit dem Brabham-Ford BT30 Formel 2 und dem March-Ford 713 Formel 3 zusehen können. Es gibt sogar zwei Fotos davon. Mal sehen, ob ich sie in den nächsten Tagen mal hochladen kann.
Dass Hannelore Werner und Günther Hennerice verheiratet sind, habe ich gar nicht gewusst. Hannelores bestes Nürburgring Rennen dürfte der
"Ersatz Grand Prix" 1970 (oder auch der "Kleine Preis von Deutschland" genannt) gewesen sein, bei dem sie hinter Überraschungssieger Xavier Perrot den 2. Platz belegte.

Udo Klinkel
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Beitrag von Udo Klinkel » Mi 08.Jan, 2003 21:52

Hier die drei Stommelen Bilder von den Eifelland Tests 1971:


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Daniel Eicker
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Beitrag von Daniel Eicker » Do 09.Jan, 2003 14:54

Mannomann, das sieht wenigstens noch nach einer gefährlichen, vor Kraft strotzender Wahnsinnsmaschine aus!!! :evil: :evil: :evil:
Schöne Bilder.

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Klaus Tweddell
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Beitrag von Klaus Tweddell » Do 09.Jan, 2003 17:49

hallo Udo,
schöne Bilder, im oberen sieht man, dass Stommelen fremdgeht und im March seiner Kollegin Hannelore Werner sitzt, mit dem sie auch den kleinen GP von Deutschland 1970 auf der Nordschleife bestritt und fast allen männlichen Mitstreitern die Auspuffrohre zeigte.
Apropos Kraft und strotzen: bis auf die FII Ferrari hatten alle Formel II damals den Cosworth FVA Motor, das waren 1598ccm und ca 230PS.

Udo Klinkel
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Beitrag von Udo Klinkel » Do 09.Jan, 2003 18:09

Hallo Klaus,
na ja, die gute Hannelore war zwar flott unterwegs, aber sie hatte bei diesem Rennen, an das ich mich gut erinnere und von dem ich auch Fotos habe, ziemlich viel Glück. Die F2 Größen Bell, Schenken, Westbury, Mazet, Reutemann und Birell blieben allesamt auf der Strecke oder hatten Probleme (Birell). Dadurch kam Xavier Perrot zu seinem 1. und einzigen Formel 2 Sieg (jedenfalls auf der Rundstrecke - am Berg war der Schweizer bei weitem besser). Hannelore Werner's Trainingszeit war ziemlich genau 30 Sekunden langsamer, als die pole von Mazet, macht bei 10 Runden glatte 5 Minuten. Ich will ihre Leistung hier nicht schmälern, ich glaube, dass sie damals eines ihrer besten Rennen gefahren ist, zumindest, was die Formel Rennen angeht.
Übrigens, ich war an dem Wochenende ganz schön sauer, weil der Grand Prix nach Hockenheim verlegt wurde. Ich hatte mich schon sehr auf den neuen Surtees-Ford TS7 gefreut (ich war ja seit Jahren ein Surtees-Fan und am Ring war er immer gut).
Wer weiß, wie die 70er WM ausgegangen wäre, wenn der GP am Ring stattgefunden hätte. Ob Rindt wohl auch hier gewonnen hätte - oder doch eher Jacky Ickx? Spekulation, ich weiss, aber ein interessanter Aspekt - Ickx war auf dem Ring der Schnellere....

Marc Hennerici
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über: Marc Hennerici

Beitrag von Marc Hennerici » Sa 05.Apr, 2003 23:43

Mit Begeisterung konnte ich beim durchstöbern der Seite feststellen, dass in einer Zeit des hochgezüchteten Motorsports, mein Großvater offenbar nicht in Vergessenheit geraten ist. Die Vielzahl der Beiträge erstaunten mich ganz besonders. Auf der anderen Seite freut es mich zu sehen, welche Begeisterung die Nordschleife Jahr für Jahr erfährt. Gerade mein motorsportliches Engagement lässt sich auf die geographische Nähe zum Nürburgring, sowie auf eine lange motorsportliche Familientradition zurückführen. In diesem Zusammenhang, will ich mich kurz vorstellen. 1988 begann ich mit Kart-Slalom-Läufen im Alter von 6 Jahren Motorsport zu betreiben (an der Seite von Timo Scheider). Leider musste ich damals noch 6 Jahre warten bis ich meine ersten Rundstrecken fahren durfte. 1995 gelang es mir im Kart-club Kerpen Meister zu werden. Die anschließende Siegerehrung, durchgeführt von Michael Schumacher bleibt mir in ganz besonderer Erinnerung. 1996/1997 wurde ich jeweils Westdeutscher ADAC Kart Cup Meister. Im Jahr 1999 wurde ich in der Formel Junior zweimal 1. und schaffte es neunmal aufs Treppchen. Leider musste ich den darauffolgenden Jahren erfahren, welche Rolle der Faktor Geld im Motorsport spielt. Anfang 2002 hatte ich vorerst einmal genug vom "großen" Motorsport. Während andere in meinem Alter noch von der Formel 1 träumten, war mein einzigstes Ziel am 24h-Rennen teilzunehmen. Für mich bedeutete dieses Rennen wesentlich mehr als das Rennen der Formel Junior im Rahmen er Formel 1. Endlich auf der Rennstrecke fahren zu dürfen, auf welcher mein Opa Heinz bekannt wurde, sollte noch wesentlich wichtiger werden, als ich es mir gedacht hätte. Aufgrund meiner Leistungen beim letztjährigen 24h-Rennen wurden die Gesellschafter der Mo-we-ko Motorsport Management GbR auf mich aufmerksam und ermöglichen mir durch materielle, sowie ideele Unterstüzung die Teilnahme am Alfa-Romeo-Cup 2003.

Ich danke für euer Interesse,

Marc Hennerici

Hans Joachim Schella
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Beitrag von Hans Joachim Schella » Di 29.Apr, 2003 10:15

Hallo Marc,

es ist doch immer wieder mal schön, in Erinnerungen zu schwelgen. Motorsport spielt sich halt sehr oft als "Familienangelegenheit" ab.

Wir hoffen, dass Du in diesem Jahr allen nötigen Erfolg haben wirst und drücken Dir für die 24h alle Daumen. Lass doch mal hören, was Du dieses Jahr so vor hast, bzw. bei wem Du die 24h fährst.

Beste Grüße von der Hohen 8
Hans Joachim Schella

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Marcel Konrad
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Beitrag von Marcel Konrad » Mi 25.Jun, 2003 11:11

Hennerici starb vor einigen Jahren und sein Enkel (Marc) fährt sehr erfolgreich in dieser Saison im Alfa 147 Cup. Die Story mit dem Zigarettedrehen, rauchen, winken etc. kenn ich auch. Mein Dad ist vor Jahren mit Hennerici in seinem BMW auf der Nordschleife gefahren. Das muss absolut wahnsinnig gewesen sein.

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