Luki Scheuer verstorben

Informationen und Hintergründe.
Dirk Kremp
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wir sehen uns alle einmal wieder....

Beitrag von Dirk Kremp » Mi 11.Aug, 2004 11:06

ich bin geschockt über diese Nachricht! In Gedanken werden wir alle bei seinen Lieben sein.

Dirk

Olli Martini
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Beitrag von Olli Martini » Mi 11.Aug, 2004 11:11

Ich bin immer noch völlig geschockt. Vor zwei Wochen noch gemeinsam gefeiert, und jetzt ist der stets gutgelaunte, immer freundliche Luki nicht mehr unter uns.

Er hätte sicherlich noch Geschichten rund um den Nürburgring für hunderte von Grillabenden in Balkhausen gehabt, leider werden wir diese nie hören können.

Ich denke aber gerne an die unzählig vielen schönen Geschichten zurück, die er erzählen konnte wie kein Zweiter.

Als ich ihn vor ca. einem halben Jahr fragte, ob er für das Buch über meinen Vater das Vorwort schreiben könnte, meinte er sofort: "Na klar, für de Will mach ich datt doch gern. Vielleicht liest der Will ja von oben mit, und er freut sich über das Geschriebene."

Hoffentlich kann Luki jetzt gemeinsam mit meinem Vater von oben aus immer eine schützende Hand über den Nürburgring halten und von dort aus ihre Nürburgring-Geschichte(n) weiterleben.


Gestern sind jedenfalls mit einem Schlag über 50 Jahre Nürburgring gestorben.


Luki, Danke für viele schöne Stunden!

Gruß
Olli

Rob Semmeling
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Beitrag von Rob Semmeling » Mi 11.Aug, 2004 11:38

Einigen Jahren her war eine Programm über 70 Jahre Nürburgring in Deutschen Fernsehen. Es gab dahin auch einen kleinen Interview mit Luki Scheuer. Zwei Zitaten:

"Wenn die Nordschleife die grüne Hölle ist, müsse ich wohl denn Teufel sein, denn ich liebe sie"

Wenn er gefragt wurde seine Passion für den Ring zu erklären, sagte er:

"Das kann man einfach nicht erklären, oder können Sie mir den Begriff 'Liebe' erklären?"

Ich denke, schöner könnte keine das in Worte fassen. Mein aufrichtiges Beileid an seinen Familie und Freuden.

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Andreas Renner
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Beitrag von Andreas Renner » Mi 11.Aug, 2004 13:10

Ich lese es, doch ich fasse es nicht!

Schon wieder ist ein Nürburgring-Original von uns gegangen.
Nach Kalli Hufstadt und Edgar Dören ist nun auch Luki Scheuer viel zu früh verstorben.
Er und seine überragenden Aktivitäten rund um den Ring werden mir gewaltig fehlen, wenn ich ihn auch nicht näher kannte.
War es doch immer eine Freude seine Artikel, u.a. in der Rhein-Zeitung, zu lesen.
Mein tiefes Mitgefühl gilt der Familie und all seinen Bekannten und Freunden.

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Marc Domke
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Beitrag von Marc Domke » Mi 11.Aug, 2004 13:26

Unser tiefstes Mitgefühl den Angehörigen.
Wir können es kaum fassen das schon wieder ein echtes "Original" von uns gegangen ist.

Du wirst uns fehlen.


Team Rusack Motorsport

Dirk Adorf
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Beitrag von Dirk Adorf » Mi 11.Aug, 2004 13:33

ich kann es nicht fassen, die Nachricht hat mich sehr traurig gemacht.
Ich kannte Luki seit 1992, seine Geschichten waren so herrlich, seine Gesellschaft eine ganz angenehme. Jetzt ist Luki viel zu früh von uns gegangen, unfassbar!

Luki, du warst ein prima Kerl, ich werde dich vermissen!

Jan Wohlleber
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Luki Scheuer - verstorben

Beitrag von Jan Wohlleber » Mi 11.Aug, 2004 14:07

Guten Tag,

Mein aufrichtiges Beileid für alle Verwandten, Freunde, Bekannten.
Ich hätte ihn gerne noch persönlich getroffen.
Es ist unglaublich wieder so jemand gehen lassen zu müssen.

Zuletzt hörte ich noch sein Interview anlässlich des Todes von Herbert Müller.
Das wird wohl meine letzte Erinnerung bleiben.

Gruß

Jan Wohlleber

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Thomas Hester
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Beitrag von Thomas Hester » Mi 11.Aug, 2004 19:32

Ein sehr guter Freund hat uns für immer verlassen. Ich kann es noch gar nicht glauben. Luki war einer der "Besten" im Fahrerlager. Seine stets menschliche und aufrichtige Art und Weise werde ich sehr vermissen.
Unsere Gemeinschaft trauert um einen sehr, sehr großartigen "Kumpel".
Mein Mitgefühl gehört seinen Angehörigen. Ich werde Dich nie vergessen.
See you in heaven.

Thomas Hester

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Klaus Korn
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Beitrag von Klaus Korn » Mi 11.Aug, 2004 22:31

Heute Nachmittag habe ich in Döttingen vom plötzlichen Tod des Lucki Scheuer erfahren. Leider habe ich ihn nie persönlich kennenlernen können, aber vieles mir Freude von ihm gelesen.

Mit Luckis Tod wurde wieder eine große Lücke in die Geschichte des Nürburgrings gerissen, die gewiss nicht ersetzt werden kann.

Seiner Familie, seinen Freunden und Bekannten mein aufrichtiges Beileid.

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Klaus Tweddell
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Beitrag von Klaus Tweddell » Do 12.Aug, 2004 8:59

..und wieder geht ein stück nürburgring-geschichte von uns....
und damit sicher auch viele geschichten, die nun leider unerzählt bleiben.

luki erlebte ich als einen guter erzähler und auch aufmerksamen zuhörer.
wir werden ihn vermissen!

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Christoph Böder
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Beitrag von Christoph Böder » Do 12.Aug, 2004 13:42

Hier für alle die keine Rhein-Zeitung und keine Rhein-Ahr-Rundschau bekommen. Die Ausgaben vom 12.08.2004 mit den Berichten und mit der bewegenden Anzeige von Dr. Walter Kafitz.




Luki,

dir konnte man die Lebenslust förmlich ansehen. Wieso du?
Du hast die Menschen in der Eifel geliebt. Wieso du?
Du hast den Nürburgring geliebt wie kein Zweiter. Wieso du?

Was soll ich deinen Freunden in aller Welt sagen, die nach dir fragen?

Wen soll ich fragen, wenn ich Geschichten und Anlässe von früher über den Nürburgring wissen will?

Wer schreibt zukünftig so unverwechselbar über den Nürburgring wie du?

Mit wem führe ich jetzt " Benzingespräche" bei einer Flasche unseres geliebten Ahr-Rotweins?

Du hinterlässt viele Fragen! Du hinterlässt viele Erinnerungen!
Du hinterlässt aber vor allem viele Freunde!

Wir vermissen dich schon jetzt!


Dr. Walter Kafitz
Im Namen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
der Nürburgring-Gruppe



Keiner kannte und liebte den Nürburgring so wie er

Zum Tode von Luki Scheuer: Ein Journalist mit Kompetenz und Humor, ein Auto- und Motorsportexperte der Extraklasse

RHEINLAND-PFALZ. Hohes Tempo bestimmte sein Leben. Und irgendwie, ganz konsequent, dann auch seinen Tod: Völlig überraschend wurde Luki Scheuer am Dienstag aus einem erfüllten Journalistenleben gerissen. "Mister Nürburgring" ist tot. Er starb wenige Tage nach seinem 63. Geburtstag.
Noch am Sonntag stand Luki Scheuer im Kontakt mit unserer Redaktion, traf Absprachen für die aktuelle Produkti-on von rz-Auto, unserem Motormagazin in der Wochenendausgabe. Und so waren die Kollegen tief erschüttert, als sie am Montag erfuhren, dass er einen Gehirnschlag erlitten hatte. Aus dem tiefen Koma erwachte Luki Scheuer nicht mehr. Er hinterlässt Frau und Tochter.
"Heimatverbunden und weltoffen" - diese Devise führte unsere Zeitung viele Jahre lang in ihrem Untertitel. Kein Journalist entsprach diesem Anspruch so sehr wie Luki Scheuer. Seine Liebe gehörte immer dem Brohltal, der Eifel und dem Nürburgring. Andererseits war er auf allen Rennstrecken der Welt zuhause, kannte all die Großen der Mo-torsportszene persönlich - ob nun Michael Schumacher, Jackie Stewart oder die früheren deutschen Asse, wie Rolf Stommelen oder Jochen Maas.
Als Redaktionsleiter führte er bis Mitte der 90er-Jahre länger als zwei Jahrzehnte die Geschicke unserer Redaktion in Bad Breisig. Dabei war er als kritischer Journalist quer durch alle Parteien geschätzt. Seine spitze Feder war bis-weilen auch gefürchtet. Aber immer war sein persönlicher wie sein Schreibstil auch durch Witz und Humor gekenn-zeichnet.
Legendär ist die Geschichte, als im Lokalteil ein Foto erschien, auf dem der Bürgermeister und der Journalist die "Luki-Scheuer-Straße" in Bad Breisig einweihten. Sehr vielen Lesern erschien das ob des Bekanntheitsgrades von Luki Scheuer glaubhaft - wobei es sich natürlich um einen Aprilscherz handelte. Luki Scheuer nahm sich am liebs-ten selbst auf die Schippe: "Ich war der erste, der in Niederdürenbach Abitur jemacht hat. Da hat der Pastor die Glo-cken jeläutet."
Seine rheinische Lebensart drückte sich auch in karnevalistischem Engagement aus, zum Beispiel, wenn er als Sit-zungspräsident in Niederdürenbach aktiv war. Vereinsleben war ihm nie ein Gräuel, sondern entsprach seinem höchst kommunikativen Wesen: Vor 31 Jahren gründete er den AMC Brohltal und war bis zuletzt auch dessen Vor-sitzender.
Parallel zu seiner Lokaljournalisten-Funktion war Ludwig (wie ihn keiner nannte) Scheuer immer auch als Mo-torsport-Experte für unsere Zeitung aktiv. Seine Autotests wurden wegen der enormen Fach-Kompetenz geschätzt. Mit seiner humorvollen Art bestach er in seiner wöchentlichen Kolumne "Anlasser". Ganz besonders aber glänzte er, wenn es um das Thema "Nürburgring" ging. Es gab schlicht niemanden, der die Eifelstrecke so gut kannte wie er - und keiner liebte sie so sehr.
Bis kurz vor seinem 50. Geburtstag fuhr Luki Scheuer selbst noch mit bei 24-Stunden-Rennen. Als Pressechef ver-sorgte er am Ring bei zahlreichen Rennsport-Veranstaltungen seine Kollegen mit Informationen aus erster Hand. Zu Beginn der 70er- Jahre kam es dabei zu einer Begebenheit, die Luki Scheuers brillanten Mutterwitz am besten deut-lich macht.
Als zwei hübsche junge Journalistinnen den Presseraum betraten und fragten, wo sie "Herrn Scheuer" finden könn-ten, antwortete Luki: "Oh, der ist gerade raus." Als die beiden Frauen den Raum wieder verlassen hatten, fragte ein Kollege, was diese Antwort denn sollte. Darauf Luki Scheuer: "Wer Luki nicht kennt, hat es nicht besser verdient."
Lieber Luki, Deine Kollegen kannten dich. Wir trauern um Dich und werden Dich sehr vermissen. Bernd Paetz



„Der Verlust ist nicht ersetzbar“

Von MANFRED REINNARTH


BROHLTAL / NÜRBURGRING. Luki Scheuer ist tot. Der Motorjournalist und Nürburgringkenner aus dem Brohltal, den kaum jemand unter seinem richtigen Vornamen Ludwig kannte, starb im Alter von 62 Jahren plötzlich und unerwartet. Wie kein anderer lebte er seine Begeisterung für den Motorsport aus und verband seine journalistische Aufgabe mit der des Sportfunktionärs, denn er war nicht nur für eine große Tageszeitung der Region tätig, sondern auch für den ADAC und als Berater für den Nürburgring.
Nürburgring-Hauptgeschäftsführer Dr. Walter Kafitz war geschockt, als er von Scheuers Tochter Alexandra die Todesnachricht erfuhr. „Der Verlust ist nicht ersetzbar. Wer soll in seine Fußstapfen treten? Wer wird solche Geschichten erzählen können? Wer wird einen solchen Zugang zu den Helden haben?“, sagte Kafitz. „Wenn irgendwas war, hieß es: Luki fragen! Egal in welchem Land ich war, wurde mir aufgetragen: Grüß mir Luki!“ Dieser Mann mit dem Ehrentitel „Mister Nürburgring“ hatte schon als kleiner Bub Rennluft geschnuppert und Legenden wie Juan Manuel Fangio erlebt. Mit allen Tricks erschlich er sich den Zugang und sammelte Kenntnisse, die ihm später halfen, als er selbst Kontrolleur war und in Sportfunktionärskreisen Karriere machte.

Sein Durchbruch kam als Presse-Chef des Truck-Grand-Prix auf dem Nürburgring, an dessen Erfolg er maßgeblich beteiligt war. Bald war er Pressemann für alle wichtigen Rennen auf dem Nürburging. Mit Perfektion betrieben er und das von ihm geformte Team seit Jahren die Formel-1-Pressearbeit am Eifelkurs.

Scheuer wusste alles und kannte jeden, Funktionäre sowie Stars der automobilen Szene gehörten zu seinen Freunden. Er kannte die Fäden, die hinter den Kulissen gezogen werden und zog selbst daran. Nicht über alles legte er väterlich den Deckmantel des Schweigens. Vor allem im Karneval war seine spitze Zunge gefürchtet und geachtet.

Seine ungezählten Veröffentlichungen in der Tagespresse sowie die von ihm geschrieben Bücher sind eine einzige Liebeserklärung an den Nürburgring, an die Eifel, an die Technik und den Rausch der Geschwindigkeit. Mit dieser Liebe vermochte er andere anzustecken.

Die Beisetzung ist am kommenden Montag in Niederzissen.

Kai Kruse
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Beitrag von Kai Kruse » Fr 13.Aug, 2004 13:07

Luckis Tod ist ein so ein trauriger Grund, aber trotzdem möchte ich diese Gelegenheit hier nutzen den Angehörigen meine Anteilnahme zum Ausdruck zu bringen.

Wenn man sagt früher war alles besser, dann liegt das vielleicht auch daran das man den Menschen, die von früher erzählt haben oder auch erzählen so gerne zuhört, oder wie leider nun, zugehört hat.
Wenn ich manchmal vom Ring heimgefahren bin, dann haben mich oft Geschichten, die ich z.B. vom Lucki gehört habe, mehr begeistert als das Rennen selbst.....

Lars hatte die passenden Worte gewählt.

Er wird uns fehlen

PS: In der Kölner Stadtbücherei gibt es seine tollen und unterhaltsamen Bücher zum ausleihen.

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Marc Schreiber
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Beitrag von Marc Schreiber » Fr 13.Aug, 2004 13:24

Auch wenn ich Luki nicht persönlich kannte, möchte ich mich hier anschließen und allen Angehörigen mein Beileid ausdrücken !

Hans Joachim Schella
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Beitrag von Hans Joachim Schella » Sa 14.Aug, 2004 14:11

Es ist nicht zu fassen. Samstag oder Sonntag habe ich ihn noch gesehen - und jetzt? Mir fehlen Worte.

Mein Aufrichtiges Beileid seiner Familie und seinen Freunden.

LUKI - Maach et joht!

Hans Joachim

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Christoph Böder
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Beitrag von Christoph Böder » Di 17.Aug, 2004 14:10

Hallo Leute!

Hier die heutigen Berichte aus der Rhein-Zeitung - Ausgabe Bad Neuenahr-Ahrweiler vom 17.08.2004.



Die "Grüne Hölle" war für Luki Scheuer das Leben

Große Trauergemeinde nahm Abschied vom RZ-Motorsportjournalisten
NIEDERZISSEN. Luki Scheuer war ein wandelndes Nürburgring-Lexikon, ein Autoexperte und Technikbegeisterter, aber auch ein heimatverbundener Mensch, der mit Witz und Humor den Kern traf. - Gestern wurde der 63- Jährige, der heute vor einer Woche an den Folgen eines Gehirnschlags starb, auf dem Niederzissener Friedhof zu Grabe getragen.
Einige hundert Trauergäste nahmen zuvor auch in einem Gottesdienst Abschied von dem bekennenden Eifeler, dessen Kontakt- und Einsatzfreude Abt Benedikt Müntenich von Maria Laach besonders deutlich machte. Scheuer, so Müntenich, habe ihm gegenüber das Engagement im Freundeskreis für die Erhaltung der Abtei so begründet: Benzin am Nürburgring, Weihrauch in Maria Laach, das sei seine Welt.
Martin Lohmann, Chefredakteur unserer Zeitung, ließ am Ende des Gottesdienstes den Men-schen Luki Scheuer in vielen seiner Facetten Revue passieren: Da war der "Vollblutjournalist", für den journalistische Neugierde gleichzeitig Respekt vor den Menschen bedeutete. Ein Mann aus dem Brohltal, in der Heimat verwurzelt, aber mit einem unverkrampften Blick für die weite Welt. Ein lebensfroher Rheinländer, ideenreich, hilfsbereit und respektvoll. Seine spitze Feder war, sagte Lohmann, bisweilen gefürchtet, "aber insgeheim letztlich immer wieder geliebt!". Ein Leben ohne die "Grüne Hölle" sei für den langjährigen RZ-Motorsportexperten und Redaktions-leiter in Bad Breisig unvorstellbar gewesen. Der Chefredakteur: "Luki Scheuer war ein Kollege und Mensch, dem wir viel verdanken."
Diese Worte fand am Grab auch Nürburgring-Geschäftsführer Walter Kafitz an seinen Wegge-fährten und Freund. All die Jahre habe es bei kniffligen Problemen geheißen: "Luki fragen!" Auch Kafitz prägte das Wort vom "Mister Nürburgring" und verdeutlichte Scheuers Liebe zum Ring. ADAC Mittelrhein-Präsident Enders erinnerte an das erste Treffen. O- Ton Scheuer: "Ich bin der Luki, wer bist Du?" (go)



Trauerfeier bewegte Abschied von Luki

NIEDERZISSEN. Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher kondolierte mit einem Kranz, prominente Vertreter aus der Rennsportszene erwiesen ihm die letzte Ehre: Unter großer Anteilnahme wurde gestern Luki Scheuer, verdienter RZ-Redakteur und Motorsportexperte zu Grabe getragen.
Der 63-Jährige war am 10. August unerwartet gestorben. Er war ein Mann der Eifel, ein gradli-niger, humorvoller Mensch. Einer, der wie kein anderer den Nürburgring kannte und liebte. Daran erinnerte vor mehreren hundert Trauergästen aus den Reihen des Motorsports, der Wirt-schaft und Politik der Hauptgeschäftsführer der Nürburgring GmbH, Dr. Walter Kafitz. Er brach-te auf den Punkt, was viele Weggefährten auf dem Friedhof der Brohltalgemeinde dachten. Ka-fitz: "Er war ein Olympiasieger – im Scheuer'schen Fünfkampf. In den Disziplinen Wort, Mensch, Heimat, Humor und Nürburgring!" Und der Präsident des ADAC Mittelrhein, Dieter En-ders, blickte auf einen "liebenswerten Menschen" zurück: "Wir sind stolz, dass Du zu uns ge-hörst hast."
Stellvertretend für viele unserer Leser schrieb Helga Löcher aus Diez zu Luki Scheuer: "Er brachte viele Themen der Autofahrerwelt in einer netten, nicht belehrenden Weise näher. Sein Tod hat mich betroffen gemacht." (go)
Rhein-Zeitung - Ausgabe Bad Neuenahr-Ahrweiler vom 17.08.2004, Seite 4.

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