[VLN&24h] race&event

Informationen und Hintergründe.
Jörg Ufer
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Beitrag von Jörg Ufer » Do 04.Nov, 2010 12:38

VLN 10 - 30.10.10

Sechster Saisonsieg für das race&event-BMW Z4 M-Coupé

Pole-Position, Klassensieg und 17. Rang im Gesamtklassement: Die Saison in der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring endete für das race&event-Team mehr als erfreulich. „Es war ein phantastisches Jahr mit dem sechsten Sieg beim achten Start“, sagte Teammanager Martin Mohr. „Wir freuen uns schon heute auf 2011!“

Nach vier Stunden Fahrzeit überquerten Heinz Schmersal (Wuppertal) und Stephan Rösler (Lichtenfels) als Sieger bei den Specials bis 3500 ccm (SP6) die Ziellinie. „Das ganze Wochenende war richtig schön und erfolgreich“, sagte Rösler. „Nur bei dem einsetzenden Regen gegen Rennende hätte ich besser früher auf profilierte Pneus gewechselt. Ich war eine Runde zu lange draußen, so kam unser Verfolger etwas näher. Ein besonderes Lob möchte ich übrigens an dieser Stelle unserer Hospitality-Chefin Marion für die super Arbeit während der Saison aussprechen!“

Schrecksekunde im Training

Heinz Schmersal räuberte im Training durch das Kiesbett der NGK-Schikane. „Da war ein Pulk von Autos, die anscheinend in ihrer Auslaufrunde waren. Ich verstehe nicht, warum die nicht am Fahrbahnrand bleiben oder zumindest in den Spiegel schauen. Um eine Kollision zu vermeiden, bin ich in den Kies gefahren.“ Stephan Rösler haderte nur damit, nicht noch schneller gewesen zu sein: „Ich hatte auf meiner schnellsten Runde etwas Pech mit einer Gelbphase von der Hohenrain-Schikane bis nach Start-und-Ziel. Ich hing hinter einem deutlich langsameren Fahrzeug.“

Der 43jährige Franke nahm auch als Start- und Schlußfahrer am Volant Platz und enteilte peu-a-peu der Konkurrenz. Heinz Schmersal mußte im Mittelstint eine Stop-and-Go-Strafe absitzen. „Stephan hatte sich in der Anfangsphase an einer Unfallstelle in der Hatzenbach wohl nicht korrekt verhalten“, erklärte Schmersal. „So habe ich kurz die Führung in der Klasse verloren. Aber die Aufholjagd machte auch Spaß, habe den Porsche überholt und lag dann wieder vorn.“

Cup-Porsche schied durch Unfall aus

Uwe Kolb (Bad Homburg) und Eckhard Geulen (Bonn) mußten den race&event-Porsche GT3 Cup in der 21. Runde nach einem Unfall abstellen. Kolb fuhr zunächst ein taktisch kluges Rennen während Geulen im Mittelstint rund 30 Plätze im Gesamtklassement gutmachte. „In meinem zweiten Stint habe ich kurz vor Schluß das Auto bei Regen auf Slicks hinter der Ex-Mühle verloren und habe die Leitplanke touchiert“, sagte Kolb. „Das ist kein schöner Saisonabschluß, aber das Wichtigste ist, das es keinen Personenschaden gab. Ich habe meine erste Saison richtig genossen und freue mich auf 2011 in diesem super Team!“

Eckhard Geulen war mit seinem Mittelstint sehr zufrieden. „Es hat unheimlich viel Spaß gemacht und ich konnte mich mit Rundenzeiten knapp über neun Minuten um viele Ränge verbessern. Schade, daß wir ausgefallen sind, aber das kann passieren. Gerade bei einsetzendem Regen.“

race&event startet in Dubai

Vom 13. bis 15. Januar 2011 findet in Dubai zum sechsten Mal das 24 Stunden-Rennen statt. Race&event belegte in 2010 dort den sechsten Gesamtrang und den gilt es zu verteidigen. Das Cockpit im BMW Z4 M-Coupé werden sich Heinz Schmersal, Stephan Rösler und Thomas Schmid teilen. Mike Stursberg, der zum Erfolgsquartett in Dubai 2010 gehörte, startet dieses Mal mit dem Haribo-Porsche GT3-R.

ewige Statistik race&event 2008-2010:

-45 Starts bei 32 Rennen
-14x1., 9x2., 4x3.,
-35 Top Ten-Plätze insgesamt
-Klassensiege: Schmersal 9, Rösler und Koslowski je 8; Geulen und Stursberg je 4; P.Schmidt 1

Jörg Ufer
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Beitrag von Jörg Ufer » Sa 08.Jan, 2011 21:41

Vorschau 24h-Rennen Dubai 13.-15. Januar 2011


Top Ten lautet das Ziel für Dubai

Nach dem großartigen Erfolg im Vorjahr – Sechster Gesamtrang und Vierter in der Klasse – reist das race&event-Team mit großen Erwartungen zu den 24 Stunden von Dubai. Heinz Schmersal, Chris Koslowski (beide Wuppertal), Stephan Rösler (Lichtenfels), Thomas Schmid (Willich) und Mike Stursberg (Wermelskirchen) werden sich am Steuer eines Porsche GT3 Cup S abwechseln. „Wir wollen die Erwartungen nicht zu hoch schrauben, aber die Top Ten sind schon das erklärte Ziel“, sagt Teammanager Martin Mohr.

Am kommenden Wochenende findet zum sechsten Mal das 24 Stunden-Rennen von Dubai statt. 87 Teams haben ihre Nennung abgegeben, darunter eine Vielzahl von GT2- und GT3-Fahrzeugen. „Ob Ferrari, Mercedes, Lamborghini, Mosler, Porsche oder BMW, dazu jede Menge Werksfahrer oder Werksunterstützung: Man fühlt sich wie am Nürburgring, ein irres Starterfeld“, freut sich Heinz Schmersal.

Erstmalig im Porsche GT3 Cup S am Start

Da der etatmäßige SP6-BMW Z4 M-Coupé verkauft werden soll, kooperiert race&event in Dubai erneut mit dem Team Car Collection von Peter Schmidt. Dieser hat von Manthey Racing den in den letzten beiden Jahren sehr erfolgreichen Haribo-GT3 Cup S übernommen. Martin Mohr: „Für unseren Z4 würden die vorhandenen Ersatzteile nicht mehr für ein 24h-Rennen reichen. Wir planen für 2011 den Wechsel zu einem aktuellen GT3-Fahrzeug und investieren nicht mehr in den Z4.“

„Ich freue mich, wieder mit ´meinem´ Auto fahren zu dürfen“, sagt Mike Stursberg, der in der Langstreckenmeisterschaft 2010 Stammfahrer auf diesem Fahrzeug war. "Schön, dass ich auch in diesem Jahr mit der bisherigen Mannschaft nach Dubai gehe und meinen 40. Geburtstag am 14. Januar im Rennauto verbringen kann. Das ist was ganz Spezielles und ein einmaliges Erlebnis. Danke dafür an die Menschen, die es mir ermöglicht haben. Ich hoffe, ich kann meinen Teil dazu beitragen, dass wir wieder in die Top 10 kommen. Das ist unser gemeinsames Ziel."

Koslowski will auf dem Kamel sitzen

„Zusammen mit Heinz Schmersal möchte ich auf dem Kamel sitzen“, sagt Christoph Koslowski. Hierfür müßte die race&event-Mannschaft allerdings aufs Podium fahren. Nachdem es letzte Woche in der bayrischen Heimat bis zu minus 17 Grad kalt war, freut sich Stephan Rösler vor allem auf das warme Wetter im mittleren Osten. „Außerdem ist der Porsche eine schöne Abwechslung. Wir werden uns anstrengen, die Top Ten zu erreichen, was bei dem Starterfeld ziemlich hart werden wird.“

Teamneuling Thomas Schmid fiebert seinem Dubai-Debüt entgegen: „Die Aufregung steigt und von mir aus kann es losgehen! Für mich beginnt mein motorsportliches Highlight gleich zu Jahresbeginn. Das Team macht absolut professionelle Arbeit, ist total sympathisch und dabei noch erfolgreich. Ich bin happy dabei zu sein und wünsche mir, dass wir ohne große Zwischenfälle durchfahren und dann zwangsläufig erfolgreich sein werden.“

weitere Infos unter:
http://www.race-and-event.de/

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Beitrag von Jörg Ufer » Do 20.Jan, 2011 13:47

Nachschau 24h-Rennen Dubai 13.-15. Januar 2011


Wieder ein Top Ten-Ergebnis

Race&event kehrte erneut erfolgreich aus Dubai zurück: Zum zweiten Mal in Folge landete die Radevormwalder Mannschaft ein Top Ten Ergebnis beim Internationalen 24 Stunden-Rennen. Im Feld der 84 gestarteten Fahrzeuge lenkten die fünf Piloten den Porsche GT3 Cup S auf den hervorragenden neunten Gesamtrang. „In diesem hochkarätigen Feld ist dieses Ergebnis ausgezeichnet. Ein ganz großes Lob an die Fahrer und unsere Boxencrew“, sagte Teammanager Martin Mohr.

Heinz Schmersal, Pseudonym-Pilot „Tiger“ (beide Wuppertal), Stephan Rösler (Lichtenfels), Thomas Schmid (Willich) und Mike Stursberg (Wermelskirchen) umrundeten den 5,39 Kilometer langen Kurs 566 Mal. Die reine Standzeit in den Boxen betrug nur 1.24,48 Stunden und war somit die drittkürzeste aller Top Ten-Mannschaften. Mohr: „Alle Teams vor uns bekommen entweder Unterstützung von einem Werk und haben gar Werksfahrer an Bord. Wir sind sozusagen das beste reine Amateur-Team und darauf sind wir stolz!“

Startfahrer am Geburtstag

Der Startturn war für Mike Stursberg etwas ganz besonderes. Denn der Wermelskirchener wurde an diesem Tag 40 Jahre jung. „Die Startrunde eines solchen Rennens ist immer außergewöhnlich. Und dann auch noch an einem solchen runden Geburtstag. Auf den Punkt gebracht: Einfach super!“ Stursberg legte den Grundstein zum Erfolg und fuhr im ersten Stint ein taktisch kluges Rennen. Es folgten Schmid, Schmersal, Rösler und „Tiger“. In dieser Reihenfolge erfolgten während der kompletten 24 Stunden auch die Fahrerwechsel.

Nur einmal rutschte der race&event-Mannschaft das Herz in die Hose. Heinz Schmersal hatte bei einem Überrundungsmanöver eine leichte Kollision. Der folgende Highspeed-Dreher blieb bis auf eine defekte Felge ohne Folgen. „Der Porsche hat hervorragend funktioniert und lief völlig problemlos. Wie im Vorjahr, ich bin mehr als zufrieden“, sagte Heinz Schmersal.

Dunkelheit, Hitze und rohe Eier

„Für mich hat das diesjährige Ergebnis einen wesentlich höheren Stellenwert als der sechste Platz im Vorjahr“, sagte Stephan Rösler. „Gegen die ganzen Werksfahrer haben wir prima abgeschnitten, wir können stolz auf unser Team sein.“ Die ersten beiden Stints des 43jährigen waren in der Dunkelheit, der dritte dann in der Mittaghitze. „Das war schon sehr anstrengend, zumal ich auch Reifenprobleme hatte. Diesen vorgeschriebenen Einheitsreifen mußte man vorsichtig anfahren und dann behandeln wie rohe Eier.“ Beindruckt war Rösler von der Performance der Mercedes SLS und der BMW Z4. „Im Gegensatz zu dem Porsche Cup S sind das richtige GT3-Autos, wir haben uns wacker geschlagen.“

Der Tiger mit dem Fernlichtflasher

Die Nächte sind im Januar auch in Dubai lang. Gute zwölf Stunden war es finster im Wüstenstaat. Gleich zwei komplette Stints im Dunkeln absolvierte „Tiger“. „Das machte richtig Spaß, denn es war nicht so warm und mit dem Fernlichtflasher konnte man sich gut bemerkbar machen.“ Der 42jährige nahm dann auch für den Schlussstint im Auto Platz. „Dank der guten Vorarbeit meiner Teamkollegen mußte ich unseren Porsche in der letzten Stunde nur noch um den Kurs tragen. Aus Sicherheitsgründen habe ich kurz vor Schluß noch mal einen Reifen wechseln lassen – das war´s. Mit dem Ritt auf dem Kamel ist es zwar nichts geworden, aber wir haben große andere Teams geschlagen. Und das ist aller Ehren wert!

Schmid: „Schmeckt nach mehr“

Teamneuling und Dubai-Debütant Thomas Schmid war überglücklich. „Meine Erwartungen wurden übertroffen, ich bin mehr als beeindruckt! Das Auto war perfekt von Peter Schmidt vorbereitet. Und eine super Boxenarbeit vom gesamten Team um Martin Mohr, seine Handschrift war bei jedem einzelnen Stopp unverkennbar, einfach souverän. Alle Fahrer fuhren konstant, schnell und fehlerfrei. Ich ziehe den Hut vor Heinz, der gute 20 Jahre älter ist als wir und einen Riesenspeed an den Tag gelegt hat! Alles in allem ein phantastisches Erlebnis, das nach mehr schmeckt!“

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Beitrag von Jörg Ufer » Mi 28.Dez, 2011 21:17

VLN 1 - 02.04.2011

Auftakt nach Maß für race&event

Sommerliches Sonnenwetter und über 20.000 Zuschauer bildeten einen perfekten Rahmen für den Saisonauftakt in der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring. Und auch in der Box von race&event war der Jubel nach vier Rennstunden groß, als Pseudonym-Pilot Tiger mit dem Porsche 911 GT3 Cup den Zielstrich als Vierter bei den Specials bis 4000 ccm kreuzte. „Unsere Piloten haben heute einen phantastischen Job gemacht und wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis. So kann es weitergehen!“, sagte Teammanager Martin Mohr. Für die Radevormwalder Mannschaft war es das 30. Top Vier-Ergebnis beim 36. Rennen.

Schnell, konstant und fehlerfrei

Den Grundstein zum Erfolg legte der Bonner Eckhard Geulen, der sich aus allen Rangeleien der Startphase heraushielt und mit schnellen, konstanten und fehlerfreien Runden kontinuierlich Platz um Platz gut machte. „Es hat heute irre viel Spaß gemacht, es war ein herrliches Rennen. Für einen Saisonauftakt Anfang April schon eher ungewöhnlich, gut, daß ich meine Kühlweste dabei hatte“, sagte „Ecki“. „Mit unserem relativ seriennahen Porsche haben wir das Maximum heute herausgeholt und wurden sogar noch mit einem Pokal belohnt!“

Da Heinz Schmersal kurzfristig krankheitsbedingt ausfiel, teilte sich nur Tiger mit Ecki Geulen das Cockpit. Einer von beiden mußte somit einen Doppel-Stint fahren. Geulen: „Wir haben uns spontan geeinigt, daß Tiger das übernimmt.“ Der 42jährige hatte allerdings seine Kühlweste nicht dabei, aber bei einem Doppelstint ist ohnehin die Kühlung am Ende nicht mehr gut. "Beim kurzen Nachtanken haben wir nur die Trinkflasche wieder aufgefüllt und es ging wieder auf die Strecke".

Mehrere Liter Volvic überm Kopf


Durch einen Treffer auf das rechte Hinterrad zu Ende des Stints von Eckard Geulen war die Spurstange ordentlich krumm. „Rechtskurven konnte ich mit geradem Lenkeinschlag durchfahren, gekoppelt mit vielen Gelbphasen waren die ganz tollen Zeiten dann auch nicht machbar, dennoch bin ich zufrieden und es hat viel Spaß gemacht", sagte Tiger, als er nach über zweieinhalb Stunden aus dem Porsche stieg. "Die letzten Runden waren wirklich schwierig, denn ich war an meiner Leistungsgrenze. Mit über 50 Grad im Auto war es mehr als anstrengend, das Volvic-Bad nach Rennende war dringend notwendig."

Der ebenfalls von race&event betreute 911 GT3 des Porsche Zentrum Hagen belegte mit den Piloten Wolfgang Kemper (Menden), Johannes Kirchhoff (Iserlohn) und Gustav Edelhoff (Hemer) in der gleichen Klasse den sechsten Rang.

Das SLS-Fieber kommt allmählich

Beim nächsten Rennen am 30. April wird race&event neben dem Porsche auch endlich den neu erworbenen Mercedes-Benz SLS AMG GT3 an den Start bringen. Tiger und Stephan Rösler fiebern bereits heute dem Debüt entgegen, während Heinz Schmersal verhindert ist. „Ich wäre so gern dabei, aber genau an dem Tag feiern meine Frau und ich unseren 40. Hochzeitstag, und der genießt dann Priorität. Bis zum 24 Stunden-Rennen sind ja noch drei weitere VLN-Läufe und werde ich noch genügend Runden drehen.“

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Beitrag von Jörg Ufer » Mi 28.Dez, 2011 21:17

VLN 2 - 30.04.2011

Top Ten beim Flügeltürer-Debüt

„Wir sind sehr zufrieden, unsere Erwartungen mit dem Mercedes wurden mehr als erfüllt“, sagte race&event-Teammanager Martin Mohr nach dem zweiten Saisonrennen zur Langstreckenmeisterschaft Nürburgring. Zuvor hatten Stephan Rösler aus Lichtenfels und der Wuppertaler Pseudonym-Pilot „Tiger“ den brandneuen Mercedes-Benz SLS AMG GT3 auf den zehnten Rang in der GT3-Klasse gelenkt und somit mehr als die Hälfte der Wettbewerber hinter sich gelassen. Bei den Specials bis 4000 ccm kamen Eckhard Geulen (Bonn), Uwe Kolb (Bad Homburg) und der Schweizer Didier Denat im Porsche 911 auf Rang sieben.

Schwerer, kühler, mehr Bums

Für Rösler und Tiger war es der erste Renneinsatz im neu erworbenen Rennboliden. „Am Vortag bei Testfahrten auf der Grand-Prix-Strecke konnten wir einiges aussortieren und vor allem ein starkes Untersteuern beheben“, sagte Stephan Rösler vor dem Start. „Es gibt schon einige Unterschiede zum bisherigen BMW Z4 M-Coupé. Der Mercedes hat mehr Leistung, wiegt aber auch 100 Kilogramm mehr.“ Mit seiner schnellsten Qualifying-Runde von 8.40,710 war der Franke sehr zufrieden. „Klar geht es noch schneller, aber man muß allmählich ans Limit herantasten. Das war erst meine zweite Runde überhaupt und darauf bin ich auch etwas stolz!“

Tiger stellte nach seinen ersten Kilometern im SLS AMG GT3 fest, daß sich der Innenraum nicht so sehr aufheizt. „Im Vergleich zum BMW Coupé oder Porsche bleibt es im Mercedes deutlich kühler, das ist sehr angenehm. Gewöhnungsbedürftig aber ist die Rundumsicht. Die Haube des Flügeltürers ist ja ewig lang.“

Schrecksekunde zu Rennbeginn

Startfahrer Rösler hatte gleich in der ersten Kurve eine Schrecksekunde. Nach einem leichten Kontakt drehte sich der Mercedes-Pilot. „Ich will niemandem die Schuld geben. Es war richtig eng und das kann im Getümmel der ersten Kilometer einfach passieren. Leider habe ich dadurch zehn bis 15 Plätze verloren und mußte mich wieder nach vorne kämpfen.“

Und der 44jährige zeigte eine tolle Aufholjagd, die ihn bis zum Boxenstopp nach neun Runden auf den achten Gesamtrang führte. Für das letzte Renndrittel übernahm Rösler erneut das Cockpit, konnte sich schließlich bis auf 8.42,274 Minuten als Bestzeit steigern und kreuzte als zehnter der Klasse und Gesamt-16. den Zielstrich. „Der erste Einsatz war ganz gut, aber wir müssen uns noch das Potential des SLS erarbeiten. Wir sind reinrassige Amateure, keine Experten für Fahrwerkseinstellungen und Reifenmischungen.“

Viele Gelbphasen, viel Verkehr

Im Mittelstint übernahm Tiger das Volant. Leider hatte der 42jährige nicht eine freie Runde. „Mit 203 Startern war es heute recht voll auf der Strecke und es gab viel zum Überholen. Dazu kam noch, dass es eigentlich in jedem Umlauf eine oder mehrere Gelbphasen gab. An einer Unfallstelle im Bereich Flugplatz mußte ich drei Runden lang bis in den ersten Gang herunterschalten, alleine das hat rund 13 Sekunden gekostet.“ Dennoch gelangen dem Wuppertaler etliche Rundenzeiten unter neun Minuten. „Für ambitionierte Privatiers wie uns ist Platz zehn bei 21 Startern ein hervorragendes Ergebnis in der von Werkswagen und –fahrern gespickten Klasse.“

Pech fürs Porsche-Trio

Nicht ganz so rund lief es für die drei Fahrer des race&event-Porsche, auch wenn am Ende Platz sieben von 13 Startern ein ordentliches Ergebnis bedeutete. Nach der Kollision mit einem Trümmerteil mußte der Frontsplitter gewechselt werden. In der 18. Runde kostete ein Reifenschaden vorne rechts noch einmal fast drei Minuten. „Das Wetter war gut, das Auto wie immer top vorbereitet und ich bin im Training und Rennen jeweils unter neun Minuten geblieben“, sagte Eckhard Geulen. „Das war ein richtig schöner Renntag!“

"Ich habe mich sehr auf mein erstes Rennen in diesem Jahr gefreut“, sagte Uwe Kolb. „Leider gab es im Mittelstint sehr viel Verkehr mit vielen Gelbphasen. Zu allem Unglück hat sich bei einem vor mir fahrenden Porsche der Mantel des Hinterreifens im Bereich Kesselchen gelöst, der mir leider vor das Auto geschleudert wurde und einen fürchterlichen Schlag verursacht hat. Der Frontspoiler musste gewechselt werden. Nächstes Mal wird bestimmt besser, es wäre sicherlich mehr drin gewesen."

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Beitrag von Jörg Ufer » Mi 28.Dez, 2011 21:18

VLN 3 - 14.05.2011

Ein Tag voller Bestzeiten und Punkten

Wie das sprichwörtliche Schweizer Uhrwerk lief einmal mehr der Porsche GT3 Cup des Radevormwalder race&event-Teams. Und das nicht nur, weil mit Peter Sany ein Eidgenosse zum Fahrerquartett gehörte. Eckhard Geulen (Bonn), Thomas Schmid (Willich), Uwe Kolb (Bad Homburg) und Peter Sany (CH-Wollerau) zeigten eine fehlerfreie Leistung und wurden in der stark besetzten Klasse der Specials bis 4000 ccm (SP7) als Siebter von 17 Teams abgewinkt.

„Alle vier haben ihre persönlichen Bestzeiten gesteigert und unseren Porsche ohne einen Kratzer ins Ziel gebracht. Was will man mehr?“ sagte ein zufriedener Teammanager Martin Mohr. In der Jahreswertung ist der race&event-Porsche das drittbeste Fahrzeug aus der Klasse SP7 und Ecki Geulen liegt auf dem 57. Rang im Feld der über 800 Teilnehmer.

Sechs Stunden - anstelle der üblichen vier - betrug beim dritten Rennen zur VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring die Renndistanz. Mohr: „Ein gutes Training für das 24 Stunden-Rennen Ende Juni. Jeder unserer Piloten kommt richtig viel zum Fahren und auch unsere Boxencrew hat etwas mehr Arbeit als sonst.“ Dafür sorgte auch ein Regenschauer in der zweiten Rennstunde.

Mit neuer Hinterachsabstimmung zu schnellen Rundenzeiten

Eckard Geulen blieb im Training als auch im Rennen jeweils klar unter der Neun-Minuten-Marke. „Wenn das Wetter mitspielt und es nicht zu viele Gelbphasen gibt, sind permanente Zeiten unter neun Minuten kein Problem mehr“, sagte der Bonner. „Wir hatten jetzt die Hinterachse etwas anders abgestimmt und das hat sich bezahlt gemacht.“ Mit einem Paukenschlag begann der erste Porsche-Start von Thomas Schmid im Training: 8.59,503 Minuten zeigten die Ergebnismonitore im Qualifying. „Das Auto liegt perfekt – so kann es im Rennen weitergehen.“ Konnte es dann leider nicht, denn der Willicher hatte während seines Stints die besagten Regenschauern und ließ dann auch für drei Umläufe Regenpneus montieren.

Uwe Kolb: Endlich ist der Knoten geplatzt

„Heute passte die Linie, ach was, heute war alles aus einem Guss!“, strahlte Uwe Kolb, nachdem er das Cockpit für das letzte Rennviertel an Peter Sany übergeben hatte. „Die Trainingseinheiten der letzten Wochen und die mittlerweile perfekte Abstimmung des Porsche haben sich bezahlt gemacht. Und das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht!“ Der Bad Homburger verbesserte seine persönliche Bestzeit um über 10 Sekunden auf jetzt 9.47,050 Minuten und blieb gleich sechs Mal deutlich unter zehn Minuten. „Das Vertrauen ist jetzt da, der Schalter umgelegt. Ich freue mich jetzt schon auf die nächsten Rennen!“

Sein allererstes Rennen überhaupt bestritt der Schweizer Peter Sany gleich auf der anspruchsvollsten Rennstrecke der Welt. „Ich kenne die Strecke von diversen Fahrerlehrgängen einigermaßen gut, aber die Hektik eines richtigen Rennens mit über 200 Autos ist natürlich was ganz Anderes.“ Mit einer Bestzeit von 9.53,489 feierte Sany einen Einstand nach Maß. „Ich bin mit dem Abschneiden sehr zufrieden. Ein großer Dank gehört auch dem Team für die hervorragende Vorbereitung des Porsche und den Fahrerkollegen für die super Aufnahme ins Team. Im September starte ich wieder für race&event.“

Weiße Top Ten-Weste auch für das Porsche Zentrum Hagen

Zum dritten Mal platzierte sich auch der Porsche 911 GT3 des Porsche Zentrum Hagen in den Top Ten der Klasse SP7, der an der Rennstrecke von race&event betreut wird. Wolfgang Kemper (Menden), Elmar Grimm (Münster), Lutz Krumnikel (Weinheim) und Sebastian Kemper (A-Wien) kamen auf Rang neun von 17 Startern. Wegen eines Fehlverhaltens bei einer Gelbphase wurde dem Team eine Runde gestrichen, was einen Platz kostete.

Martin Mohr war dennoch voll des Lobes: „Das Fahrzeug war vom Porsche Zentrum Hagen wie immer perfekt vorbereitet worden. Wir mussten eigentlich nur noch Volltanken und Räder wechseln. Das mit dem Rundenabzug war Pech, aber es hat an diesem Tag mehr als 20 Teams erwischt, das kann mal passieren.“

Der nächste Lauf zur Langstreckenmeisterschaft findet am 28. Mai statt und geht dann über die gewohnten vier Stunden Renndistanz.

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Beitrag von Jörg Ufer » Mi 28.Dez, 2011 21:18

VLN 4 - 28.05.2011

Frühes Ende nach technischem Defekt

Für das Radevormwalder Team race&event war das vierte Rennen zur VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring nach nur wenigen Runden beendet. Ein Defekt im Bereich der Kraftübertragung sorgte für das vorzeitige Aus kurz vor Ende der ersten Rennstunde. „Das war natürlich sehr schade, aber Ausfälle gehören zum Motorsport dazu“, sagte ein enttäuschter Teammanager Martin Mohr.

Für den vierten von zehn Saisonläufen zu Europas populärster Breitensportserie operierten erstmals race&event sowie das Gmaxx-Team zusammen. Martin Mohr: „Unsere Fahrer hatten den Wunsch geäußert, mal eine Chevrolet Corvette zu fahren, die vielleicht eine Option für das 24 Stunden-Rennen gewesen wäre. Und Gmaxx-Teamchef Ed Nicelife seinerseits würde gerne im Gegenzug unseren Mercedes SLS lenken. Deshalb fahren wir heute Corvette und beim nächsten VLN-Rennen den Flügeltürer.“

Glücksgöttin Fortuna hatte aber keine schützende Hand frei für die einmalige Kooperation. Denn sowohl in allen Trainingssitzungen als auch im Rennen stoppten immer wieder technische Probleme die Piloten Heinz Schmersal (Wuppertal), Eckhard Geulen (Bonn), Thomas Schmid (Willich) und Ed Nicelife (AND-Encamp). „Da war irgendwie der Wurm drin“, ärgerten sich alle Piloten.

„Das war eigentlich schade, denn Spaß macht die Corvette mit ihren 570 PS, rund 600 Newtonmetern Drehmoment und phantastischen Bremsen“, sagte Heinz Schmersal. „Aber wenn dauernd etwas kaputt geht, macht das natürlich wenig Sinn.“ Der Wuppertaler saß am Volant, als in der siebten Runde der amerikanische V8-Bolide ohne Motorleistung im Bereich Kesselchen ausrollte.

Beim fünften VLN-Lauf am 11. Juni, der letzten großen Generalprobe vor dem ADAC 24 Stunden-Rennen, bringt race&event wieder seine beiden eigenen Fahrzeuge an den Start. Heinz Schmersal, Thomas Schmid und Ed Nicelife pilotieren dann den Mercedes SLS AMG GT3 und Eckhard Geulen, Uwe Kolb sowie Lorenzo Rocco wechseln sich am Steuer des Telefonbuch-Porsche GT3 Cup ab.

Porsche Zentrum Hagen weiter in der Erfolgsspur

Der Porsche 997 GT3-RS von Johannes Kirchhoff (Iserlohn), Gustav Edelhoff (Hemer) und Wolfgang Kemper (Menden) bleibt das Muster an Beständigkeit. Bei den Specials bis 4000 ccm kam das Trio auf den sechsten Rang bei zwölf Startern und sammelte somit auch im vierten Lauf viele Punkte für die Meisterschaft. Martin Mohr war voll des Lobes: „Wir mussten mal wieder nur Scheiben putzen, Räderwechseln und Volltanken. Ein großes Kompliment an die Piloten und natürlich das Porsche Zentrum Hagen für die hervorragende Vorbereitung des Fahrzeuges!“

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Beitrag von Jörg Ufer » Mi 28.Dez, 2011 21:19

VLN 5 - 11.06.2011

Vierter Platz für race&event-Porsche

Mit dem vierten Klassenrang bei den Specials bis 4000 ccm endete für das Radevormwalder race&event-Team das fünfte Rennen zur VLN Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring. Heinz Schmersal (Wuppertal), Uwe Kolb (Bad Homburg) und der Italiener Lorenzo Rocco wechselten sich am Volant des Porsche 911 GT3 Cup ab und sorgten beim 52. race&event-Start für das 42. Top Ten-Ergebnis.

Für Team-Manager Martin Mohr war es einmal mehr ein gelungener Renntag. „Fehlerfreie Piloten, perfekte Boxenstopps und absolut zuverlässige Fahrzeuge: mehr geht nicht! Das war heute die richtige Motivation für das 24 Stunden-Rennen in zwei Wochen. Nach fünf Top Ten-Platzierungen bei fünf Starts innerhalb von zehn Wochen freuen wir uns jetzt auf den Saisonhöhepunkt!“

Porsche-Debüt für Rocco

Für Lorenzo Rocco war es der erste Porsche-Start auf der Nordschleife. „Bislang kannte ich nur seriennahe BMWs, aber die Eingewöhnung fiel mir nicht schwer. Der race&event-Porsche hat ein tolles Set-Up und ist einfach zu beherrschen.“ Der Italiener übernahm auch die Rolle des Startfahrers und markierte sogar in 9.10,522 Minuten die schnellste Runde des Tages. „Das Rennen hat richtig Spaß gemacht. Gerne würde ich nochmal für race&event an den Start gehen.“

Nur unwesentlich langsamer war zur Rennmitte Heinz Schmersal. „Leider bauten zum Ende meines Stints die Vorderreifen ab und ich hatte massives Untersteuern. Außerdem bereitete die Kupplung Probleme.“ Dennoch umrundete der Wuppertaler die anspruchsvollste Rennstrecke der Welt permanent unter 9.20 Minuten. „Und jetzt freue ich mich auf die 24 Stunden mit unserem Mercedes SLS AMG GT3!“

Uwe Kolb mit lachendem und weinendem Auge

Als dritter Fahrer nahm Uwe Kolb am Steuer Platz. Und der Bad Homburger machte da weiter, wo er beim letzten Rennen aufgehört hatte: mit neuen persönlichen Bestzeiten. Bis auf 9.35 Minuten hatte sich Kolb bereits gesteigert, als zunächst Regen einsetzte und dann die Rennleitung das Rennen aus Sicherheitsgründen vorzeitig abbrach.

„Ich war richtig gut in Schwung, die 9.30er Marke war drin“, sagte der 54jährige zu seinen Teamkollegen. „Ich komme immer besser zurecht und fühle mich auf der Strecke und im Verkehr immer sicherer. Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden, die Probleme mit der Kupplung waren gegen Ende zwar spürbar, behinderten aber nur beim Anfahren nach dem Boxenstop, sonst aber nur unwesentlich.“

Pech für Porsche Zentrum Hagen

Johannes Kirchhoff (Iserlohn), Gustav Edelhoff (Hemer), Wolfgang Kemper (Menden) und Lutz Krumnickel (Weinheim) brachten – wie gewohnt – den vom Porsche Zentrum Hagen vorbereiteten 911 GT3 RS an den Start. Nach vier guten Ergebnissen im bisherigen Saisonverlauf kam dieses Mal leider das frühe Aus. In der fünften Runde kollidierte Kirchhoff im Streckenabschnitt Pflanzgarten mit dem BMW 325i von Steve Evans/Julian Westwood und mußte aufgeben.

Mercedes SLS-Einsatz bei den ADAC-24 Stunden

Am übernächsten Wochenende steht für das race&event-Team das Saisonhighlight auf dem Programm: Beim ADAC 24 Stunden-Rennen geht die Radevormwalder Mannschaft mit dem Mercedes-Benz SLS AMG GT3 an den Start. Eine ausführliche Vorschau folgt.

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Beitrag von Jörg Ufer » Mi 28.Dez, 2011 21:20

Vorschau 24h-Rennen 2011

Mit richtiger Strategie in die Top 15

Mit einem starken Aufgebot reist das Radevormwalder race&event-Team zum ADAC 24 Stunden-Rennen an den Nürburgring: Heinz Schmersal (Wuppertal), Eckhard Geulen (Bonn), Klaus Dieter Frers (Delbrück) und Pseudonym-Pilot Tiger (Wuppertal) werden sich am Steuer des Mercedes-Benz SLS AMG GT3 abwechseln. „Unser Ziel lautet Gesamtrang 15“, sagt Team-Manager Martin Mohr. „In diesem Feld voller Werkswagen und werksunterstützter Teams werden wir als Privatteam nur über die Konstanz erfolgreich sein. Die Vorbereitungsrennen waren gut und wir sind bestens gerüstet.“

Für Heinz Schmersal geht heuer ein kleiner Traum in Erfüllung: ein 24 Stunden-Start mit einem Flügeltürer-Mercedes. „Der Ur-Flügeltürer aus den 1950er Jahren war schon ein absoluter Traumwagen und der neue ist es wieder“, sagt der 65jährige, der beide sein Eigen nennen darf. „Ich freue mich wahnsinnig, mit einem solchen Fahrzeug beim größten Rennen der Welt starten zu dürfen. Und ich werde der Startfahrer sein, das Erlebnis lasse ich mir nicht nehmen!“

Materialschonend und gute Wechsel

Zur Erfolgsmannschaft beim 24h-Rennen von Dubai Anfang des Jahres gehörte auch Tiger. „Dort hatten wir die drittkürzeste Boxen-Standzeit aller Top Ten-Teams. Zum einen haben wir Fahrer das Material etwas mehr geschont als bei einem kürzeren Rennen und zum anderen hat unsere Boxencrew fantastisch gearbeitet. Hieran wollen wir am Nürburgring anknüpfen.“

Eckhard Geulen ist zwar seit vielen Jahren Stammpilot bei race&event, doch den SLS kennt der Bonner nur von Testfahrten. „Das ist schon eine High-Tech-Maschine“, sagt der 44jährige. „Man sitzt wie in einem Formelwagen und hat eine relativ schlechte Rundumsicht. Ich werde mich langsam ans Limit herantasten.“ Die Unterschiede zu seinem etatmäßigen Porsche GT3 seien schon spürbar. „Der Mercedes hat Potential an anderen Stellen als der Porsche. Auch die Kraftentfaltung des Motors ist anders, dafür das Gewicht höher.“

Frers belegte 2007 Rang sechs

Am Steuer des race&event-Mercedes wird Klaus Dieter Frers sein fünftes 24h-Rennen auf dem Eifelkurs in Angriff nehmen. Seinen größten Erfolg im aktuellen Rennsport feierte der 58jährige 2007, als er zusammen mit Patrik Bernhardt, Jörg Hardt und Pièrre Kaffer seinen Porsche 911 GT3-RSR auf den sechsten Gesamtrang lenkte. 2008 feierte er einen zweiten Platz bei einem VLN-Lauf und beim 24h-Rennen lag man ebenfalls auf dem zweiten Platz, als eine Leitplanke den Traum beendete. Frers kommt aus dem Oldtimer-Rennsport, wo er bereits mehrere Gesamtsiege auf der Nordschleife feiern konnte. „Ich freue mich riesig auf das Rennen und die Zusammenarbeit mit race&event; vom Team bin ich sehr beeindruckt“, sagte Frers während einer ersten Sitzprobe im Flügeltürer. „Das ist ein tolles Fahrzeug und ein gutes Ergebnis sollte unser Ziel sein.“

Porsche Zentrum Hagen im GT3-RS

Neben dem eigenen Mercedes SLS AMG GT3 betreut race&event während des 24h-Rennens auch den Porsche 911 GT3-RS des Porsche Zentrum Hagen. Hier sind die Piloten Dr. Johannes Kirchhoff (Iserlohn), Dr. Wolfgang Kemper (Menden), Gustav Edelhoff (Hemer) und Elmar Grimm (Münster). Martin Mohr: „Bis auf eine unverschuldete Kollision beim fünften VLN-Rennen lief es bislang hervorragend für das Porsche-Team. Ich traue denen einen positive Überraschung zu und wir werden als Boxencrew unseren Teil dazu beitragen.“

Jörg Ufer
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Beitrag von Jörg Ufer » Mi 28.Dez, 2011 21:21

24h-Rennen 2011 Rennbericht

Frühes Unfallaus beendete alle Hoffnungen

Für das Radevormwalder Team race&event war das diesjährige ADAC 24 Stunden-Rennen auf dem Nürburgring früh beendet. Gegen 1.35 Uhr bedeutete eine Kollision im Bereich Pflanzgarten das vorzeitige Aus für den Mercedes-Benz SLS AMG GT3. „Die Schäden sind leider zu umfangreich. Aber die Hauptsache ist, daß unser Pilot Eckhard Geulen den Unfall unversehrt überstanden hat“, sagte Teammanager Martin Mohr. „Wir waren gut unterwegs und auf dem Weg nach vorn. Schade, aber so ist Rennsport.“

Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Piloten Heinz Schmersal (Wuppertal), Eckhard Geulen (Bonn), Klaus Dieter Frers (Delbrück) und Pseudonym-Pilot Tiger (Wuppertal) eine taktisch gute und fast fehlerfreie Fahrt gezeigt. Einzig Ecki Geulen hatte sich in der vierten Stunde in der Kumho-Kurve gedreht und danach Probleme, den Motor wieder zum Leben zu erwecken. „Leider habe ich dabei auch den ABS-Schalter erwischt und auf Off gestellt“, schilderte der 44jährige. „Von da an war das Fahrverhalten etwas abenteuerlich.“

Voll im Soll

Auf Harakiri-Runden mit Qualifyers hatte race&event im Zeittraining bewusst verzichtet. „Unser Ziel war ein schönes Resultat zwischen Platz 15 und 20 im Gesamtklassement. Da spielt die Startposition nun wirklich keine Rolle“, sagte Heinz Schmersal. „Und wir waren auf einem guten Weg und lagen zum Zeitpunkt des Ausscheidens auf Rang 28 – also voll im Soll!“

Für Startfahrer Tiger war die Einführungsrunde ein ganz besonderes Erlebnis: „Ich habe mich sehr gefreut, daß mir die Ehre zuteil wurde, den Start und durch das Spalier der Fans an der Strecke zu fahren!“ Nach seinem Nachtstint kletterte der 42jährige begeistert aus dem SLS. „Schwere Unfälle in der Fuchsröhre und an der Hohen Acht verhinderten gute Zeiten. Aber die freien Sektoren haben gut gepasst. Und die Rauchschwaden über der Strecke waren einfach nur super!“

Mercedes ist einfach zu beherrschen

Die ständig wechselnden Witterungsbedingungen sowie ein Problem mit der Drosselklappe im Training hatten den beiden Mercedes-Debütanten Frers und Geulen nicht gerade geholfen, sich auf den SLS einzuschießen. „Ich weiß noch gar nicht, wo die Grenzen des Autos sind“, sagte Geulen. „Ich werde mich vorsichtig rantasten, aber sicherlich keine großen Risiken eingehen.“

Obwohl Klaus Dieter Frers durch die technischen Probleme nur vier Runden im Training „herumrollen“ konnte, konnte er präzise Vorschläge zur Fahrwerksabstimmung machen. Hinterher war der SLS nicht wieder zu erkennen und glänzte durch einfache Beherrschbarkeit. Frers übernahm als dritter Pilot das Cockpit des Mercedes und verbesserte sich von Runde zu Runde. „Der SLS macht sehr viel Spaß und ich bin begeistert. Der Flügeltürer ist nicht so nervös wie mein früherer Porsche.“

Besonders der Gripp aus engen Kurven beeindruckte Frers, der natürlich - wie alle - schwer enttäuscht war, das Rennen nicht zu Ende fahren zu können. Martin Mohr war überzeugt: „Alle Piloten wären von Stint zu Stint auch noch schneller geworden wären, zumal sie durch ständige Gelbphasen eingebremst wurden!“

Von der Dunkelheit hellauf begeistert

Heinz Schmersal fuhr mit dem Flügeltürer in die Dunkelheit und war hellauf begeistert. Mit Rundenzeiten von knapp über 9.20 Minuten hatte der 65jährige Routinier gezeigt, daß er noch lange nicht zum alten Eisen gehört. „Die Stimmung, die Lagerfeuer, die Fans: Es war einfach nur traumhaft, mit diesem Fahrzeug bei diesem Rennen dabei zu sein!“ Tiger übernahm anschließend das Steuer und der Flügeltürer tauchte erstmals in den Top 30 auf.

Das Aus im Pflanzgarten

Kollisionen passieren immer wieder im Motorsport. Sie basieren meistens auf Missverständnissen. So wie in diesem Fall zwischen Eckhard Geulen und Fredrik Larsson im Schubert-Z4 um 1.35 Uhr im Pflanzgarten. Der Schwede hatte zuvor den zweiten Gesamtrang eingenommen und fuhr laut diversen Augenzeugen „mit dem Messer zwischen den Zähnen“. Ohne dieses käme wohl auch niemand auf die Idee, an dieser Stelle ein fast gleichschnelles Fahrzeug zu überholen. Beide krachten zuerst rechts, dann links in die Leitplanken, beide Boliden wurden schwer beschädigt. Viereinhalb Stunden dauerte übrigens anschließend die Leitplankenreparatur!

Tiger: „Balance of Performance regelt leider nicht Verhalten auf Rennstrecke“

„Die feuchte Anfangsphase war für alle schwierig. Es wurde sehr defensiv gefahren, von Aggression keine Spur. Die Rücksichtnahme war mir sehr sympathisch“, schilderte Tiger, der aber auch zu bedenken gab: „Ich habe Eckis Unfall auf den Inboards verfolgen können und es bestätigte sich, dass im weiteren Rennverlauf immer brutaler und konsequenter wurde. Von der anfänglichen Rücksichtnahme seitens der Profis auf die Amateure war nichts mehr zu sehen. Das zum Unfall geführte Manöver war schlichtweg leichtsinnig und absolut vermeidbar! Durch immer größere Budgets, mehr Stars und Herausforderer, die die Bühne nutzen wollen, geht die Schere zwischen Werksteams und Amateursport so weit auseinander, dass beide gefährdet sind. Das hat mit Balance of Performance nichts zu tun, die regelt nur die Speerspitze des Werkssports, nicht aber das Verhalten auf der Rennstrecke!“

Eckhard Geulens Analyse des Unfalls kommt zum selben Ergebnis: „Wenn zwei schnelle Fahrzeuge in tiefster Nacht an dieser Stelle zwei andere, ebenfalls nicht langsame Fahrzeuge im Paket überholen, dann kann das eigentlich nur so enden, wie es hier endete.“

Porsche Zentrum Hagen auf Platz sieben

In der mit 21 Startern stark besetzten Klasse der Specials bis 4000 ccm kamen Dr. Johannes Kirchhoff (Iserlohn), Dr. Wolfgang Kemper (Menden), Gustav Edelhoff (Hemer) und Elmar Grimm (Münster) auf den guten siebten Platz. Die vier Piloten umrundeten mit dem Porsche Zentrum Hagen-911 GT3 RS den Eifelkurs 132 Mal und belegten den 45. Gesamtrang – passend zur Startnummer. Martin Mohr: „Die vier waren sehr gut unterwegs und bis auf ein kleines Motorproblem lief alles bestens. Nachdem wir alle Zündkerzen und Stabzündspulen erneuert hatten, konnte der Boxermotor auch wieder seine volle Leistung entfalten.“

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Beitrag von Jörg Ufer » Mi 28.Dez, 2011 21:22

VLN 6 - 30.07.2011

Mit Newcomern in die Top Ten

Heinz Schmersal (Wuppertal), Thomas Sluis (Schwelm) und Markus Tesch (Kempten) lenkten beim sechsten Rennen zur VLN Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring den race&event-Porsche GT3 Cup auf den zehnten Platz in der Klasse. „Unter diesen Voraussetzungen haben wir das Maximum herausgeholt. Mehr war heute nicht drin“, sagte Martin Mohr.

Neben Routinier und race&event-Speerspitze Heinz Schmersal griffen zwei Newcomer ins Porsche-Lenkrad. Für Thomas Sluis und Markus Tesch war es das Debüt im Radevormwalder Team, Letztgenannter hatte zuvor sogar noch nie ein Rennen auf der Nordschleife bestritten. Sluis zwar schon öfters, sein letzter Start in der Grünen Hölle lag aber zweieinhalb Jahre zurück.

„Beide waren perfekte Teamplayer“, freute sich Martin Mohr. „Für sie war es wichtig, Kilometer und Erfahrungen zu sammeln. Das haben sie vorzüglich umgesetzt und den Porsche ohne einen Kratzer ins Ziel gefahren. Ohne die beiden Unterbrechungen wäre das Ergebnis auch besser ausgefallen.“

Aufgrund von mehreren Kollisionen mußte das auf vier Stunden Distanz angesetzte Rennen einmal unterbrochen und schließlich vorzeitig beendet werden. Und unmittelbar vor der jeweiligen roten Flagge hatte race&event einen planmäßigen Boxenstopp durchgeführt, während die meisten Mitbewerber in der Klasse dieses einen Umlauf später machten.

Martin Mohr: „Das war natürlich Pech, aber auf der anderen Seite auch nicht so wichtig. Unsere Piloten hatten trotz verkürzter Distanz Spaß und wir sind froh, daß es bei den ganzen Unfällen keine Personenschäden gab. Jetzt freuen wir uns auf das Sechs-Stunden-Rennen am 27. August.“ Dann werden sich voraussichtlich Markus Tesch, Thomas Schmid, Rocco Lorenzo und der Japaner Kuragon das Cockpit im Porsche GT3 teilen.

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Beitrag von Jörg Ufer » Mi 28.Dez, 2011 21:22

VLN 7 - 27.08.2011

Erst Unfall, dann Platz zwei: Jubel bei race&event

Markus Tesch (Kempten), Lorenzo Rocco (CH-Vesenaz) sowie der Japaner Kuragon sorgten beim siebten Rennen zur VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring für das beste Saisonergebnis des race&event-Porsche 911 GT3 Cup: nach knapp sechs Stunden Fahrzeit belegte das Trio den zweiten Platz in der mit 12 Startern hart umkämpften Klasse der Specials bis 4000 ccm. „Es war ein Erfolg für die komplette Mannschaft, jeder hat heute wirklich seinen Teil dazu beigetragen“, betonte der Technische Leiter von race&event, Stefan Schlesack.

Qualifying: Abflug in der Eiskurve

In der 75 Minuten-Pause zwischen Training und Rennen hatte die race&event-Boxencrew den im Frontbereich demolierten Boliden instand gesetzt. Markus Tesch war zuvor im Qualifying ausgangs des Streckenabschnitts Eiskurve frontal in die Leitplanken gekracht. „Die Strecke trocknete allmählich ab und es gab eine schmale, halbwegs trockene Ideallinie“, schilderte der Allgäuer. „Über die Kuppe Eiskurve wurde das Heck leicht und ich verlor die Kontrolle. Zum Glück blieb der Motor heil trotz des defekten Wasserkühlers. Denn meine größte Sorge war, daß wir nicht starten können. Ich war schon peinlich berührt und dann natürlich super happy, dass das Team das vor dem Rennen hingekriegt hat!“

Fehlerfreies Rennen aller Piloten

Kuragon nahm als erster Pilot am Volant Platz. Der Japaner startete auf Regenreifen, wechselte nach drei Runden auf Slicks, um nur einen Umlauf später erneut die Boxen anzusteuern und profilierte Pneus aufziehen zu lassen. „Plötzlich gab es einen Wolkenbruch und ich bin froh, die Runde ohne Unfall überstanden zu haben.“

Markus Tesch übernahm das Steuer nach 13 Runden, absolvierte vier Runden mit neuen Regenreifen und wechselte dann zu Slicks. Für den 48jährigen war es erst sein zweites Autorennen überhaupt. „An den Verkehr und das Überholen muß ich mich noch gewöhnen, aber es hat irre viel Spaß gemacht.“

Rocco Lorenzo stieg für das letzte Drittel ins Porsche-Cockpit und drehte in 9.26,423 Minuten auch die schnellste Rundenzeit des Tages. „Im Training war es sehr rutschig und man mußte einen gefühlvollen Gasfuss haben. Die trockenen Bedingungen im Rennen waren klasse, bis kurz vor Schluß. Platz zwei ist für uns ein tolles Ergebnis!“

Porsche Zentrum Hagen auf Rang drei

Der von race&event während der Rennveranstaltungen mitbetreute 911 GT3-RS des Porsche Zentrum Hagen sorgte mit Rang drei für den totalen Triumph der Radevormwalder Mannschaft. Johannes Kirchhoff (Iserlohn), Sebastian Kemper (A-Wien), Willi Friedrichs (Schalksmühle) und Wolfgang Kemper (Menden) zeigten eine fehlerfreie Leistung und wurden nur 13,5 Sekunden hinter dem race&event-Porsche auf Rang drei abgewinkt.

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Beitrag von Jörg Ufer » Mi 28.Dez, 2011 21:23

VLN 8 - 24.09.2011

Kein Start nach Trainingsunfall

Das achte Saisonrennen zur Langstreckenmeisterschaft Nürburgring war für das race&event-Team leider schon vor dem Start beendet: Bei einem Unfall im Qualifying wurde der Porsche 911 GT3 Cup so stark beschädigt, daß an einen Start nicht zu denken war. „Die Pause zwischen Training und Rennen war einfach zu kurz und die Schäden dafür zu umfangreich“, sagte Stefan Schlesack, Technischer Leiter von race&event.

Nach dem hervorragenden zweiten Platz beim Sechs-Stunden-Rennen Ende August reiste die Radevormwalder Mannschaft mit seinen Piloten Heinz Schmersal (Wuppertal), Uwe Kolb (Bad Homburg) und Markus Tesch (Kempten) hochmotiviert an den legendären Eifelkurs. Bei diesem auf vier Stunden angesetzten Rennen sollte die Erfolgsserie fortgesetzt werden. Denn im bisherigen Saisonverlauf war der race&event-Porsche der zweiterfolgreichste Punktesammler bei den Specials bis 4000 ccm.

Teamleader Heinz Schmersal nahm zu Beginn des Zeittrainings am Volant Platz und drehte in 9.27,966 Minuten eine ordentliche Rundenzeit. „Es gab jede Menge Gelbphasen und einige Stellen waren auch noch feucht von der Nacht. Ich habe nicht zu viel riskiert und bin zufrieden.“

Danach drehte Uwe Kolb drei Runden und stieg sehr zufrieden aus dem Cockpit. „Nach dem Freitagstraining und bei diesem Spätsommerwetter, das man nicht alle Tage hat, waren wir super motiviert und Guten Mutes“, sagte Uwe Kolb. „Es hat sich alles prima angefühlt, die Stimmung war gut und das Team hatte den Porsche hervorragend vorbereitet. Aber es hat nicht sollen sein - so ist Racing. Wir blicken jetzt nach vorn und freuen uns auf das nächste Rennen.“

Der Allgäuer Markus Tesch hatte in seiner ersten Runde Pech. Im Bereich Kesselchen kam der 48jährige mit dem Porsche von der Fahrbahn ab und krachte in die Leitplanken. „Es tat ihm unendlich leid, er war sehr geknickt“, schilderte Teammanager Martin Mohr. „Er sei für die Kurve einfach zu schnell gewesen.“

Das nächste Rennen zu Europas populärster Breitensportserie findet am Samstag, den 15. Oktober statt. Die Distanz beträgt dann erneut vier Stunden. Bis dahin wird race&event einen neuen Porsche GT3 Cup auf Rohkarosse aufgebaut haben.

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Beitrag von Jörg Ufer » Mi 28.Dez, 2011 21:24

VLN 9 - 15.10.2011

Reifenschaden verhindert Podiumsplatzierung

Beim neunten Saisonrennen zur Langstreckenmeisterschaft Nürburgring lag der race&event-Porsche 911 GT3-Cup lange Zeit auf Podiumskurs bei den Specials bis 4000 ccm, ehe ein Reifenschaden für das vorzeitige Ende sorgte. Aufgrund der zurückgelegten Distanz wurden Eckhard Geulen (Bonn), Uwe Kolb (Bad Homburg) und Lorenzo Rocco (CH-Vesenaz) aber noch als Fünfter von acht Startern gewertet. „Wir denken, daß ein Fremdkörper den Reifen beschädigt hat“, sagte Team-Manager Martin Mohr. „Bei den zahlreichen Unfallstellen heute liegt diese Vermutung sehr nahe!“

Geulen mit persönlicher Bestzeit

Der vorletzte Saisonlauf musste nach 70 Minuten aufgrund zahlreicher Unfälle für knapp zwei Stunden unterbrochen werden. Startfahrer Eckhard Geulen lag zu diesem Zeitpunkt auf Rang drei in der Klasse und dem ausgezeichneten 19. Gesamtrang. In 8.52,622 Minuten hatte der grippegeschwächte Bonner in der zweiten Runde auch eine neue persönliche Bestzeit aufgestellt. „Das war eine tolle Runde und es wäre vermutlich auch noch schneller gegangen, aber dann ging das Chaos los.“

Schrottplatz Nordschleife

Zwischen der dritten und sechsten Rennrunde ereigneten sich an acht verschiedenen Streckenabschnitten Unfälle und Kollisionen, die den Einsatz sämtlicher verfügbarer Rettungs- und Bergungsfahrzeugen nach sich zogen. „Ausgangs Fuchsröhre steckte ein Porsche-Motor in der Leitplanke, an der Hohen Acht hatte ein Mondeo einen Baum gefällt. Im Tiergarten sah es aus wie im Krieg, die ganze Strecke war übersät mit Trümmern. Der Abbruch ging vollkommen in Ordnung“, sagte Geulen, der im Getümmel ausgangs Fuchsröhre selber leicht am hinteren linken Rad getroffen worden war.

Kolb beim Re-Start aus Reihe zehn

Aus der zehnten Reihe nahm der race&event-Porsche, jetzt mit Uwe Kolb am Volant, den Re-Start in Angriff. „Ich habe es ruhig angehen lassen und schnellere Teilnehmer ohne Gegenwehr überholen lassen“, sagte der 54jährige. „Es wurde heute so aggressiv und rücksichtlos gefahren. Auch während meines Stints gab es jede Menge Unfallstellen rund um die Strecke. Für mich stand die Zielankunft im Vordergrund und dass wir als Team gut abschneiden.“

Nach sieben Runden übernahm Lorenzo Rocco das Steuer und gaste gleich mächtig an. Mit Rundenzeiten von knapp über 9.10 Minuten verbesserte sich der Schweizer konstant im Gesamtklassement und untermauerte nachhaltig den dritten Klassenrang. „Dann meldete sich Lorenzo aus dem Bergwerk, dass er nicht mehr weiterfahren könnte“, sagte Stefan Schlesack, technischer Leiter bei race&event. „Der Reifen habe sich so im Kotflügel verkeilt, dass es starke Rauchentwicklung gab. Da habe er aus Sicherheitsgründen lieber das Fahrzeug abgestellt.“

Podium für das PoLe Racing Team Porsche Zentrum Lennetal

Des einen Leid ist des anderen Freud´: Nach dem Reifenschaden bei race&event rückten Johannes Kirchhoff (Iserlohn), Elmar Grimm (Münster), Sebastian Kemper (A-Wien) und Lutz Krumnikl (Weinheim) auf Platz drei vor. Das Quartett beklagte während des gesamten Rennens Probleme mit der Leistungsentfaltung am seriennahen Porsche 911 GT3-RS. Ein Resetten der Software vor dem Re-Start brachte nicht den erhofften Erfolg. „Wir konnten hier das Problem leider nicht beheben“, bedauerte Martin Mohr, der mit seiner race&event-Mannschaft wie gewohnt vor Ort für den Service des Fahrzeuges zuständig war. „Aber trotz der Motorprobleme haben die vier Dank fehlerfreier Fahrt einen Podiumsrang belegt. Dazu kann man nur gratulieren!“

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Beitrag von Jörg Ufer » Mi 28.Dez, 2011 21:25

VLN 10 - 29.10.2011

Zweiter Platz durch Elektronikproblem vereitelt

Einem sicheren zweiten Platz bei den Specials bis 3500 ccm und Gesamtrang 20 fuhr race&event beim Saisonfinale zur Langstreckenmeisterschaft Nürburgring entgegen, als eine Viertelstunde vor Schluss sich einfach der Motor im BMW Z4 M-Coupé abschaltete. Ohne Probleme kam hingegen der race&event-Porsche GT3 auf Rang sieben bei den Specials bis 4000 ccm (SP7) ins Ziel.

„Vermutlich ist es nur irgendwo ein Wackelkontakt im Steuergerät oder in einem Kabelbaum des BMW“, vermutete Teammanager Martin Mohr noch Stunden nach dem Rennen. „Der Motor lässt sich ganz normal starten und geht dann einfach wieder aus. Kleine Ursache, große Wirkung.“ Heinz Schmersal, im letzten Renndrittel am Steuer, schilderte das Malheur wie folgt. „Ich war gut unterwegs und wurde auch von Runde zu Runde schneller, als im Wehrseifen einfach der Motor ausging. Ich bin dann noch bis Breidscheid gerollt und habe dort den BMW abgestellt.“

Traumeinstand für Schmid und Geulen

Nach ziemlich genau einem Jahr brachte race&event jenen BMW Z4 wieder an den Start, mit dem die Radevormwalder Mannschaft bereits zehn Klassensiege feierte. Neben Stammpilot Heinz Schmersal nahmen erstmals Thomas Schmid (Willich) und Eckhard Geulen (Bonn) am Volant des dynamischen Sport-Coupés Platz. Startfahrer Schmid absolvierte nahezu jede Runde unter neun Minuten, Geulen blieb in seinem Mittelstint jeweils nur knapp über neun Minuten. Martin Mohr freute sich: „Beide haben auf dem BMW ein phantastisches Debüt gegeben!“

Schmid, trotz einer Fußverletzung gehandicapt, war sehr zufrieden. „Ich bin erst seit 14 Tagen krückenfrei und der BMW ist anstrengender als der Porsche. Vor allem neigt der Z4 zum Untersteuern. Aber es hat sehr viel Spaß gemacht und mit etwas mehr Fahrpraxis geht es auch noch schneller.“ Mit einem breiten Grinsen übergab Geulen als Gesamt-17. das Cockpit an Schmersal. „Der BMW hat ein schmaleres Drehzahlband als der Porsche, man muss einfach mehr schalten. Schade, dass die Saison vorbei ist, dafür ist die Vorfreude jetzt umso größer auf 2012.“

Lorenzo Rocco mit persönlicher Bestzeit

Auf dem siebten Platz in der Klasse wurde der race&event-Porsche GT3 Cup von Lorenzo Rocco (CH-Vesenaz), Wolfgang Kemper (Menden) und Uwe Kolb (Bad Homburg) abgewinkt. „9.02 Minuten ist mein Alltime-Best, ein Höhepunkt beim Saisonfinale. Ich bin einfach nur happy“, sagte Lorenzo Rocco. „Direkt nach dem Start konnte ich ein paar Plätze gutmachen und fuhr dann mein eigenes Rennen.“

Wolfgang Kemper, sonst im serienahen 911 RS für das PoLe Racing Team unterwegs, pilotierte erstmals den 911er des Radevormwalder Rennstalls. „Der Cup-Porsche ist härter abgestimmt, wiegt 200 Kilogramm weniger, die Bremse ist deutlich wirkungsvoller und das Getriebe lässt keinen Wunsch offen, es passt bestens zur Nordschleife“, brachte der 58jährige die Unterschiede auf den Punkt. „Ich bin erstaunlich gut zu Recht gekommen und mit meinem ersten Einsatz auf einem für mich völlig neuen Auto sehr zufrieden. Und es würde noch deutlich schneller gehen, da bin ich mir sicher.“

Race&event-Stammfahrer Uwe Kolb brachte den rot-weißen Boliden ohne einen Kratzer ins Ziel und wurde als Klassensiebter und Gesamt-40. abgewinkt. „Für mich galt heute ´keep going´, um kein Risiko fürs Auto einzugehen. Gegen Ende bin ich bestimmt fünf Runden mit dem Gesamtsieger Z4 von Black Falcon im Formationsflug gefahren. Die letzte Runde mit den winkenden Streckenposten war richtig emotional, das ging unter die Haut. Es war ein schöner Abschluss einer schönen Saison, vielen Dank ans gesamte Team. Bei race&event stimmte alles!“

Platz fünf für das PoLe Racing Team des Porsche Zentrum Lennetal

Vor Ort war das race&event-Team wie gewohnt für die Betreuung des PoLe Racing Team-Porsche 911 RS verantwortlich. Gustav Edelhoff aus Hemer und der Iserlohner Johannes Kirchhoff lenkten den seriennahen Sportwagen auf einen guten fünften Rang bei zehn Startern in der SP7. Martin Mohr: „Bis auf tanken, Räder wechseln und etwas Öl nachfüllen lief alles nach Plan. Das Porsche Zentrum Lennetal hatte den Porsche wieder einmal bestens präpariert.“

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