[VLN/24h] Frikadelli-Racing / Sabine Schmitz 2012

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Gast

[VLN/24h] Frikadelli-Racing / Sabine Schmitz 2012

Beitrag von Gast » So 05.Feb, 2012 10:31

Vorbericht zur Saison 2012

Nachdem die Reise für Frikadelli-Racing in der Saison 2011 schon einige Male auf das Treppchen führte, ist das Ziel für 2012 klar definiert: Ganz vorn dabei, auch beim 24h Rennen!

Für diese ehrgeizige Aufgabe folgen nun auch Taten. Wurde der bewährte Porsche GT3 R nach der letzten Saison noch einmal in Details verbessert, so gibt das Team heute stolz seine Fahrerpaarung für die kommenden Rennen bekannt.
Neben den “üblichen Verdächtigen” wie “Speedbee” Sabine Schmitz und Teamchef Klaus Abbelen, gesellen sich Christopher Brück und Patrick Huismann.

Für den 27 Jahre jungen Christopher Brück hat die Rennsaison 2012 bereits begonnen. Als “Warm Up” zu den anstehenden Rennen konnte er am 22.01.2012 schon das 24h Kartrennen von Köln gewinnen. Christopher war bereits in den letzten Jahren regelmäßiger Gast in der VLN, sowie beim 24h Rennen. Er fuhr hier eine Dodge Viper und einem Mercedes SLS AMG, aber auch der Porsche ist kein unbekanntes Sportgerät für den kölner Rennfahrer. Er hat in den letzten Jahren viele Einsätze im Porsche Carrera Cup erfolgreich absolviert.

Patrick dürfte sich auf dem Porsche geradezu heimisch fühlen. Er hat bereits mehrmals den Meistertitel im Porsche Supercup gewinnen können. Unter anderem war er sieben mal beim 24h Rennen auf der Nordschleife vertreten, sowie dort 2011 beim Porsche Carrera World Cup. Patrick Huismann gilt als erfahrener Routinier und kann seit 1991 regelmäßige Erfolge vorweisen.

Das Team aus der Nachbarschaft der Nordschleife setzt neben dem bewährten Fahrzeug und erstklassigen Piloten zudem wieder auf den richtigen Mix, wie Klaus Abbelen und Sabine Schmitz immer wieder gern betonen: “Wir machen professionellen Motorsport auf hohem Niveau und haben uns dabei den Spaß an der Sache und die Freundschaft untereinander niemals nehmen lassen.” Wer die Barweiler Truppe kennt, wird dem beipflichten. So wird es definitiv auch in der kommenden Saison wieder das ein oder andere Kölsch im Fahrerlager geben, wenn die Arbeit getan ist.

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(Text: Hendrik Kebben / Foto: Christof Pruski)

Dennis Steffes
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Beitrag von Dennis Steffes » So 11.Mär, 2012 12:20

Ungewohnte Farbkombination:

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Ready for Take-Off...

...dachte sich auch Klaus Abbelen und machte seinem Hobby, der Fliegerei alle Ehre. Auf dem Flugplatz Dahlemer Binz ließ der Teamchef von Frikadelli-Racing nämlich zum ersten Mal in diesem Jahr den “GT3 R” fliegen.

Für Teammanager Frank Lynn war es wichtig, die über den Winter verbauten Änderungen am Fahrzeug in einem ersten Shakedown auf Ihre Funktion hin zu testen. Auch Christopher Brück nutzte die Gelegenheit, um seinen neuen Arbeitsplatz für die kommende Saison genauer unter die Lupe zu nehmen.

Wer im übrigen meint, seine Farbe am Bildschirm nachjustieren zu müssen, dem sei gesagt das die schnellste Frikadelle der Welt in diesem Jahr auch einen neuen Look bekommen hat. Dank des neuen Hauptsponsors “Quick Reifendiscount” strahlt das Auto mit gelber Front und wird in den Rückspiegeln der Gegner nun ganz unverwechselbar auffallen, bevor zum Überholmanöver angesetzt wird.

Quelle: Frikadelli Homepage

Gast

Beitrag von Gast » Mo 26.Mär, 2012 23:47

Perfekter Auftakt bei den VLN Probe- und Einstellfahrten 2012

Bei strahlendem Sonnenschein lud die Eifel am letzten Wochenende zu den Test- und Einstellfahrten 2012 ein. Mit von der Partie war natürlich auch das Frikadelli-Racing Team aus Barweiler, welches diesen Termin ganz ausgiebig nutzen wollte, um den neuen alten Porsche auf Herz und Nieren zu testen.
Für Chris Brück und Patrick Huisman waren es die ersten Kilometer mit dem Friko Porsche auf der Nordschleife, was die routinierten Piloten aber vor keine größeren Probleme stellen sollte. “Es gibt in der Abstimmung noch das ein- oder andere Detail zu verbessern, aber von der Basis her ist das Auto wirklich super. Ich bin sicher, dass wir mit dem Auto konkurrenzfähig sind.”, attestierte der niederländer Patrick Huismann nach seinen ersten Runden auf der Rennstrecke.
Auch Chris Brück wirkte sichtlich zufrieden und nutzte jede Gelegenheit, um wertvolle Testkilometer zu sammeln. Am Ende des Tages waren viele Runden absolviert und eine Menge Daten vorhanden, die in den nachfolgenden Tagen auszuwerten sind. Teamchef Klaus Abbelen war am späten Nachmittag sehr entspannt und zuversichtlich: “Das Auto läuft gut und wir sind gut vorbereitet. Damit können wir erstmal zufrieden sein und schauen mal, was das Rennen nächste Woche so bringt.”

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Gast

Beitrag von Gast » Di 03.Apr, 2012 8:05

Durchwachsenes Wochenende für Frikadelli-Racing

Am Samstag den 31. März fiel er nun endlich: der langersehnte Startschuss zum Auftaktrennen der VLN Saison 2012. Bereits im Vorfeld liefen hierfür die Vorbereitungen in den Hallen der Barweiler Truppe auf Hochtouren. Mit einem ganz neuen Tank im Auto war das Fahrzeug reglementtechnisch auf dem allerneuesten Stand und man erhoffte sich einen taktischen Vorteil gegenüber der im diesem Jahr besonders starken Konkurrenz aus der Stuttgarter Sportwagenschmiede. Hierfür wurde noch in der letzten Woche bis in die Nächte hinein gearbeitet, um ein absolut perfektes Auto auf die Räder zu stellen.

Für das Zeittraining waren schwierige Bedingungen angesagt. Wechselhaftes Wetter und eine anfänglich noch nasse Strecke machte die schnelle Runde zum gefährlichen Poker. Erst ganz zum Schluss sollte Christopher Brück noch einmal rausgehen, um eine möglichst gute Ausgangsposition zu haben. Zu diesem Zeitpunkt war lediglich die Ideallinie auf der Nordschleife abgetrocknet, was eine schnelle Runde entsprechend gefährlich machte. Daher ging Chris kein Risiko ein und legte eine saubere Runde hin, die eine siebte Startposition bedeutete. Die Erwartungshaltungen für das Rennen waren damit entsprechend hoch.

Der Start zum Rennen erfolgte pünktlich um zwölf Uhr und war eine wahre Meisterleistung. Auch hier saß wieder Chris Brück am Steuer und schaffte es aus seiner siebten Position heraus, ohne jeglichen Feindkontakt als vierter auf die berüchtigte Nordschleife abzubiegen. Was das Spitzenquartett dann bot, war Motorsport vom feinsten. Im Formationsflug schossen die vier Porsche durch die Eifelwälder und servierten dabei Runde um Runde Topzeiten. Dem restlichen Feld war es nicht mehr möglich, auch nur ansatzweise dem entfesselten Konvoi zu folgen.
Zum ersten geplanten Boxenstop übergab der Startfahrer das Auto in die Hände der Speedbee. Sabine Schmitz, als zweite von drei Fahrern an diesem Wochenende, freute sich auf ein paar heiße Positionskämpfe und die Fortführung der Hatz unter kniffligen Wetterbedingungen.

Die Ernüchterung folgte jedoch prompt, als die gelb-weiß-rote Frikadelle, mittlerweile auf Platz drei liegend, wegen des ersten Stints zur Rennleitung zitiert wurde. Eine Sportstrafe durch Missachtung eines Flaggensignals im Eifer des Gefechts begrub jegliche Hoffnung auf eine gute Platzierung. Durch die Aberkennung einer Rennrunde war das Team von Klaus Abbelen fortan nur noch Statist im Feld.
Trotzdem fiel schnell die Entscheidung, das Rennen so weiterzufahren, wie es begonnen wurde. Sabine zeigte ihrer Frikadelle die Sporen und kämpfte fortan nicht mehr gegen die Gegner auf der Strecke, sondern gegen die Wetterbedingungen und den immer wieder stärker werdenden Regen. Aufgrund immer zahlreicher werdenden Unfälle und dichtem Nebel wurde um 14:43 das Rennen mit der roten Flagge unterbrochen. Nur wenige Minuten danach entschied die Rennleitung den Abbruch des Rennens, um Personenschäden zu vermeiden.

Für Teamchef Frank Lynn war das Rennen aber trotzdem kein Reinfall. “Mit dem siebten Startplatz im Zeittraining haben wir uns schon heute für das Top 40 Einzelzeitfahren des 24h Rennens qualifiziert. Das nimmt uns schon mal die erste Last von den Schultern.”
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Text: Hendrik Kebben
Fotos: Lukas Breitung / Dominik Sternberg

Gast

Beitrag von Gast » Mo 16.Apr, 2012 9:04

Starker Auftritt vom Frikadellenexpress

Nur noch wenige Wochen vor dem 24h-Rennen auf dem Nürburgring laufen die Vorbereitungen der Rennteams auf Hochtouren. Bei Frikadelli-Racing sind die wichtigsten Aktivitäten schon abgeschlossen. Wie gut das Paket aus Fahrern und Auto bisher funktioniert, davon wollte man sich beim zweiten VLN Rennen der Saison überzeugen und schon einmal eine Duftmarke setzen. Hatte man im letzten Lauf noch etwas Pech, so sollte in der vorletzten Veranstaltung vor dem 24h Klassiker der Sprung in die vorderen Ränge angestrebt werden. Damit das Ergebnis auch repräsentativ ist, waren für das 37. DMV 4-Stunden Rennen auch alle vier Fahrer genannt, die beim 24h-Rennen an den Start gehen werden. Für Patrick Huisman war das somit die Rennpremiere auf der “wohl schnellsten Frikadelle der Welt.”



Das Qualifying ließ das Frikadelli-Team diesmal etwas ruhiger angehen. Nachdem Teamchef Klaus Abbelen die erste Runde unter die Räder nahm, wechselten sich alle Fahrer einmal am Steuer ab, um jeweils eine flotte Runde zu drehen. Lediglich Chris Brück, der schnelle Startfahrer aus dem letzten Rennen hatte gegen Ende schlechte Karten. Eigentlich wollte er zum Schluss noch eine schnelle Runde aufs Parkett zaubern, doch die launischen Wetterverhältnisse ließen keine Verbesserung der Rundenzeit mehr zu. Trotzdem komplettierte das starke Privatteam mit diesem Ergebnis die Top Ten, was die Mannschaft optimistisch aufs Rennen blicken ließ.

Den Start übernahm diesmal “Speedbee” Sabine Schmitz persönlich und musste sich in diesem Rennen gegen ein absolut hochkarätiges Fahrerfeld behaupten. Direkt in der Anfangsphase des Rennens sorgte ein Treffer im Heck des Porsche GT3 R für Unruhe im Boxenfunk. Sabine verlor durch diesen Rempler zwar einige Plätze, könnte das Auto aber dank Ihrer Erfahrung souverän abfangen und schlimmeres verhindern. Um auf Nummer Sicher zu gehen, entschied Teammanager Frank Lynn den ersten Stop etwas vorzuziehen, um das Auto genauer zu untersuchen. Mit diesem Stop nach der 5. Runde wechselte auch der Fahrer und Chris Brück war fortan am Steuer. Chris konnte mit gewohnt schneller Fahrt die Rundenzeiten der Spitze mitgehen und dank Sabines Vorarbeit den Porsche weiter nach vorne bringen.


Mit seiner langjährigen Porsche-Erfahrung war auch der dritte Stint für Patrick Huisman offensichtlich keine besondere Herausforderung. Mit einer 8:29 in seiner ersten fliegenden Runde sah es nicht so aus, als hätte der Niederländer jemals etwas anderes gemacht, als Frikadellen zu pilotieren. Schlussfahrer Klaus Abbelen komplettierte das Fahrerquartett und sollte zuende führen, was die Mannschaft bis dahin schon geleistet hatte. Doch zu früh beendete das launische Eifelwetter dem erfolgreichen Treiben ein Ende und wieder einmal sah sich die Rennleitung gezwungen, das Rennen vorzeitig zu beenden. Somit stand nach 3 Stunden und 31 Minuten Rennzeit ein hervorragender Platz 6 zu Buche, der in der Box 8 für zufriedene Mienen sorgte. “Einen 5. Platz hatten wir angestrebt, ein 6. Platz unter diesen Bedingungen ist völlig in Ordnung”, attestierte Klaus Abbelen das Ergebnis.

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Text: Hendrik Kebben
Fotos: Dominik Sternberg

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Beitrag von Gast » Mo 07.Mai, 2012 11:44

Schnelles Ende für Frikadelli Racing beim letzten VLN Lauf vor den 24h

28.04.2012

Eigentlich hätte es so einfach sein können: Rennen fahren, Auto vorbereiten und bereit sein für das größte Event im diesjährigen Rennkalender, dem 24h-Rennen auf dem Nürburgring. Doch der Zufall hatte andere Dinge für das Frikadelli-Racing Team geplant.

Schon das morgendliche Training lief nicht wirklich optimal. Da zu Beginn die Ideallinie noch nass war, beschränkte sich das Team auf eine sichere Strategie. Alle Fahrer absolvierten eine risikofreie Runde und legten Ihre Hoffnung auf einen letzten, schnellen Turn am Ende des Trainings, wenn die Strecke komplett abgetrocknet war. Doch die letzte Runde von Christopher Brück brachte nicht die ersehnte Bestzeit, mit der der Porsche wieder einmal aus den Top 10 ins Rennen hätte starten können. Durch zahlreiche gelbe Flaggen, viel Verkehr und einer Ölspur war keine Verbesserung mehr drin. Somit galt die im Nassen herausgefahr ene 8:42.154 und der damit 24. Startplatz.



Mit also nicht gerade optimalen Voraussetzungen ging es dann zum Start für das Fahrerquartett bestehend aus Klaus Abbelen, Sabine Schmitz, Patrick Huisman und Christopher Brück. Der erste Stint zum 54. ADAC ACAS H&R Cup war diesmal Chefsache, Klaus Abbelen fuhr den Start in diesem Rennen nämlich selber. Mitten im Pulk begann für den routinierten Teamchef eine heiße Aufholjagd, die den Porsche möglichst schnell nach vorne bringen sollte. Doch die rasantee Fahrt fand bereits in der dritten Runde ein jähes Ende, als der schnelle Porsche bei einer Überrundung mit einem langsameren Fahrzeug kollidierte. Als das havarierte Auto an die Box kam, war auf einen Blick ersichtlich, dass das Rennen für die „Frikos“ gelaufen war: Durch den Aufprall auf das Heck des vorausfahrenden Fahrzeugs hatte sich ein Teil der Frontschürze durch den Kühler gebohrt. An eine Weiterfahrt war nicht mehr zu denken.

„Wir hatten uns vorgenommen, eines der beiden aktuellen Rennen zu gewinnen, dann müssen wir das jetzt wohl beim 24h-Rennen nachholen“, scherzte Klaus Abbelen nach dem Rennen bei einem kühlen Kölsch. Ob das zweite Rennen dann gewonnen werden kann, werden wir in gut zwei Wochen erfahren, wenn Frikadelli-Racing beim 24h-Rennen an den Start geht.

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Beitrag von Gast » Mo 07.Mai, 2012 11:45

Frikadelli-Racing stellt sich vor

05.05.2012

Schon seit Jahren ist das Frikadelli Racing Team eine Institution am Nürburgring. Ob in der Langstrecke, oder beim jährlichen 24h-Klassiker, das Team aus Barweiler ist immer mit von der Partie. Dabei verlässt man sich auf Fahrzeuge der zuffenhausener Sportwagenschmiede, was in der aktuellen Saison ein Porsche GT3 R in der großen Klasse SP9 für FIA GT3 Fahrzeuge ist. Das Auto hat bei Team und Fans übrigens den Titel der “wahrscheinlich schnellsten Frikadelle der Welt”, frei benannt nach dem Spitznamen “Frikadelli” von Fleischfabrikant Klaus Abbelen, der das erfolgreiche Team ins Leben rief.

Klaus hat eine lange motorsportliche Karriere hinter sich, die bereits 1979 im Motorradsport begann. Nach einigen Erfolgen und Meistertiteln in verschiedenen GT Serien war mit Gründung von Frikadelli-Racing im Jahr 2005 der Grundstein für das heutige Team gelegt. Sein Anspruch ist seit jeher den Spaß und die Freundschaft im Team mit professionellem Motorsport-Engagement zu verbinden.

Fest an seiner Seite ist von Beginn an Lebensgefährtin Sabine Schmitz. Die gebürtige Nürburgerin ist als “Speedbee” bei Ringfans seit Jahren bekannt und konnte als erste Frau überhaupt zwei Gesamtsiege im 24h Rennen und eine VLN Meisterschaft für sich entscheiden. Die “Königin am Ring” fährt ihren männlichen Fahrerkollegen leidenschaftlich gern “um die Ohren” und konnte daher einige Podiumsplätze in den letzten VLN Jahren sammeln.

Neben diesem eingespielten Paar ist Christopher Brück das passende Gegenstück. Mit seinen 27 Jahren ist der engagierte und talentierte Kölner geradezu der Youngster im Team. Das es ihm dabei keinesfalls an Erfahrung oder Professionalität mangelt, belegen die bisherigen Meilensteine seiner Karriere. Neben diversen Formelserien konnte Christopher Erfahrungen auf Boliden wie dem Mercedes SLS AMG sammeln, mit dem er noch im letzten Jahr in der ADAC GT Masters am Start war. “Chris” hat in dieser Saison vor allem durch fehlerfreie, schnelle Trainigszeiten auf sich aufmerksam gemacht, die in der aktuellen VLN Saison bereits mehrfach für Top 10 Startplätze sorgte.

Ebenfalls seit diesem Jahr mit an Bord ist auch Patrick Huisman. Der schnelle Niederländer ist auf Porsche Rennfahrzeugen seit jeher zu Hause und hatte somit überhaupt gar keine Probleme, sich auf der Frikadelle zurechtzufinden. Neben zahlreichen Klassensiegen und erfolgreichen Teilnahmen auf verschiedenen GT Fahrzeugen gewann er mehrfach das 24h Rennen in Zolder und war schon zu Beginn seiner Karriere niederländischer Tourenwagenmeister. Aber vor allem seine vier Porsche Supercup Titel sind ein eindrucksvoller Beleg für sein Können.
Gemeinsam hat sich das Fahrerquartett mit seinen etwa 15 Mechanikern beim diesjährigen 24h Rennen am Nürburgring hohe Ziele gesteckt. Nach einem 9. Gesamtplatz im letzten Jahr und dem 3. Platz in 2008 soll es in diesem Jahr ganz nach vorne gehen.

Gast

Beitrag von Gast » Mo 15.Apr, 2013 9:03

Empfehlung des Tages: Fast-Food Frikadelle auf Kies

14.04.2013

Mit Spannung erwartete das Frikadelli-Racing Team den Saisonauftakt zum zweiten VLN Lauf 2013, nachdem wetterbedingt der erste Lauf des Jahres ausgefallen war. Für das private Team rund um Klaus Abbelen sollten es die ersten Kilometer werden, die im neuen Fahrzeug zu absolvieren waren. Wie bereits im letzten Bericht erwähnt, gab es zahlreiche Veränderungen am neuen Porsche, die es nun zu erproben galt. Für das 38. DMV 4 Stunden-Rennen war die Stammbesetzung mit Klaus Abbelen, Sabine Schmitz (beide Barweiler) und Patrick Huismann (Niederlande) genannt.

Bereits am Freitag hatten die Fahrer die Möglichkeit, den neuen Zuffenhausener auf einer ersten Ausfahrt im freien Training auf die Probe zu stellen, wo schnell klar war, dass das Auto viel Potential hat. “Es gibt zwar noch einige Dinge auszusortieren, aber wir haben definitiv eine deutliche Verbesserung zur Performance im letzten Jahr”, attestierte Patrick Huisman bereits nach seiner ersten Abstimmungsfahrt. Auch Klaus war sichtlich zufrieden und mit einem wie immer perfekt vorbereiteten Auto wurde der Rennsamstag erwartet.

Im Zeittraining herrschten noch schwierige Bedingungen. Bei 214 genannten Autos im prall gefüllten Starterfeld der VLN war nicht nur der Verkehr eine Herausforderung, sondern auch die noch feuchten Streckenbedingungen rund um die alte Nürburg. Während Frikadelli persönlich die erste Zeit für sein Team an diesem Morgen setzte, waren die Bedingungen der langsam abtrocknenden Strecke bei Speedbee Sabine schon deutlich besser. Auch Sie absolvierte Ihre Runde problemlos, um das Auto danach an den fliegenden Holländer zu übergeben. Patrick pokerte hoch und versuchte seine Zeit möglichst spät zu setzen, um von der abtrocknenden Ideallinie zu profitieren. Der Plan ging auf und mit einer 8:29.176 setzte er das Auto nicht nur auf die Poleposition, sondern deklassierte die Konkurrenz um satte 7 Sekunden. Spätestens hier war allen klar, dass in diesem Rennen alles drin sein könnte.

Patrick war es auch, der den Start übernehmen sollte und direkt von Beginn an das hervorragende Ergebnis aus dem Training zu verteidigen hatte. Die Anspannung war groß, als das Feld auf die Reise geschickt wurde und von der ersten Kurve an zeichnete sich ein harter Kampf mit den ebenfalls überarbeiteten BMW Z4 GT3 Fahrzeugen der Konkurrenz ab. Doch Patrick machte seine Sache hervorragend und setzte sich an der Spitze bereits nach der ersten Runde mit den bayrischen Konkurrenten vom Rest des Feldes ab. Musste er sich in den ersten Rennminuten noch auf seiner ersten Position behaupten, so wurde der Abstand zu seinen Verfolgern zusehends größer.

Der erste Boxenstop hatte es in sich. Durch die neuen Regeländerungen waren die Teams mit einer Mindeststsandzeit teilweise etwas benachteiligt. Zwar funktionierte die Übergabe auf die zweite Pilotin Sabine hervorragend, jedoch verlor man durch das neue Regelwerk 20 Sekunden und somit die erkämpfte Führung auf die Konkurrenz. Doch wer Sabine kennt weiß, dass die Queen vom Ring sich so schnell nicht die Butter vom Brot nehmen lässt. Mit der bisher geringsten Anzahl von Runden auf dem neuen Auto war es keine leichte Aufgabe, auf die Führenden Jagd zu machen. Doch nach einer extrem kurzen Eingewöhnungszeit machten schon die Rundenzeiten klar, dass die Rennlady schon wieder in ihrem Element ist.

Sabine blies zur Attacke und lieferte sich in den ersten Runden einen spannenden Zweikampf um Platz vier, der immer wieder mit Positionswechseln und heißen Manövern für stockenden Atem vor den Monitoren in der Box sorgte. Doch nachdem sie den Kampf klar für sich entscheid, machte sie dem Porsche noch einmal ordentlich Dampf unter dem Kessel und trieb die Konkurrenz nicht allzulange vor sich her. Als die Barweilerin zu ihrem regulären Boxenstop an die Box rollte, hatte sie sich die Führung für das Frikadelli-Racing Team bereits zurückerobert.

Von nun an sollte der Sieg nicht mehr abgegeben werden. Perfekt inszeniert war der zweite Tankstop und auf die Sekunde genau bog die schnellste Frikadelle der Welt wieder auf die Rennstrecke ein. Doch die Euphorie hielt nicht lange an. Bereits auf der Grand Prix Strecke führte eine anstehende Überrundung zu einer folgenschweren Kollision, die mit einer havarierten Frikadelle im Kiesbett endete. Fassungslos stand das Team von Box 8 vor den Monitoren, als die Kameras das feststeckende Auto zeigten. Teamchef Klaus Abbelen kommentierte nach dem Rennen: “Trotz des Ausfalls hat das gesamte Team hervorragend gearbeitet. Mit dem neuen Auto und den neuen Reifen ohne Testkilometer hat die Mannschaft gezeigt, was in ihr steckt. Beim nächsten Rennen werden wir es besser machen.”

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