[VLN&24h] race&event

Informationen und Hintergründe.
Jörg Ufer
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Beitrag von Jörg Ufer » Di 16.Apr, 2013 20:29

VLN 2 - 13.04.13

Technischer Defekt verhindert Klassensieg

Überlegen geführt und doch verloren: Ein Defekt im Antriebsstrang verhinderte ein Top-Ergebnis von Heinz Schmersal, „Tiger“ (beide Wuppertal) und Patrik Kaiser (FL-Schellenberg) am Steuer des race&event-Audi TT-RS beim Saisonauftakt zur Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring. Zum Zeitpunkt des Ausfalls lag das Trio auf dem elften Gesamtrang und führte souverän in der Klasse der Turbo-Specials bis 2600 ccm.

„Das ist so ein tolles Auto und es macht so viel Spaß zum Fahren, aber die Anfälligkeit der Technik ist natürlich alles anderes als erfreulich“, ärgerte sich Schmersal, der nur im Training zwei Runden absolvieren konnte.

Für race&event war es zwar im neunten Einsatz mit dem Audi Kundensport-Boliden der erste technisch bedingte Ausfall. Doch alle anderen Mitbewerber mit Schwesterfahrzeugen waren im Vorjahr immer wieder mit Defekten im Bereich des Antriebsstrangs liegen geblieben und haben mittlerweile das Fahrzeug oder die Klasse gewechselt. Nun hat es auch die Radevormwalder Mannschaft erwischt. „Wir müssen das Problem analysieren“, sagte Team-Manager Martin Mohr.

„Nach einer Code 60-Gelbphase wollte ich wieder hochbeschleunigen, doch ich hatte keinen Vortrieb mehr“, schilderte „Tiger“. „Ich habe bis in den ersten Gang heruntergeschaltet doch es passierte nichts. Dann bin ich in eine Haltebucht hinter der Leitplanke ausgerollt und musste aufgeben.“

Startfahrer Kaiser hatte den Fronttriebler bis auf den elften Gesamtrang vorgefahren und an „Tiger“ übergeben. „Alles lief perfekt, nur etliche Gelbphasen störten immer wieder den Rhythmus. Von der Performance her wäre das heute ein super Ergebnis geworden, das ist alles sehr ärgerlich.“

Der race&event-Porsche 911 GT3-Cup wurde dieses Mal pilotiert von Johannes Kirchhoff (Iserlohn), Gustav Edelhoff (Hemer) und Elmar Grimm (Münster). Das Trio lag nach 2,5 der Vier Stunden-Distanz im Feld der 193 Fahrzeuge auf dem aussichtsreichen 20. Gesamtrang, als Grimm mit leerem Tank auf dem Grand-Prix-Kurs ausrollte. Bis die Fahrt für das Trio fortgesetzt werden konnte vergingen rund neun Minuten. Mehr als Gesamtrang 32 und Platz sechs von 15 Startern bei den Specials bis 4000 ccm war nicht mehr möglich. Als Ursache wurde später eine defekte Tankanzeige im Cockpit ermittelt.

Das nächste Rennen zur Langstreckenmeisterschaft Nürburgring, gleichzeitig die letzte Generalprobe für die ADAC 24 Stunden, findet am 27. April statt.
Zuletzt geändert von Jörg Ufer am Fr 10.Mai, 2013 14:47, insgesamt 1-mal geändert.

Jörg Ufer
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Beitrag von Jörg Ufer » Mi 01.Mai, 2013 0:20

VLN 3 - 27.04.13

Erneuter Getriebeschaden sorgt für Frust

Der Audi TT-RS des Radevormwalder race&event-Teams sah auch beim dritten Rennen zur Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring nicht das Ziel. Ein erneuter Getriebeschaden stoppte nach 15 Runden die Fahrt von Heinz Schmersal (Wuppertal), Patrik Kaiser (FL-Schellenberg) und Thomas Schmied (Willich). Starker Regen im Training und den ersten beiden Rennstunden prägte die Generalprobe für das 24h-Rennen Mitte Mai.

„Das war heute definitiv das letzte Rennen mit diesem Fahrzeug, auf weitere Einsätze werden wir verzichten“, sagte ein verärgerter Team-Manager Martin Mohr. „Schon beim 24 Stunden-Rennen in drei Wochen werden wir einen 2011er Porsche GT3-Cup an den Start bringen.“

„Ende, Aus, Feierabend: Das Thema Kundensport-Audi TT ist für mich erledigt“, sagte ein sichtlich frustrierter Heinz Schmersal nach dem neuerlichen Ausfall. „Mir tut es wahnsinnig leid, weil sich der Audi traumhaft fährt. Die Straßenlage, die Beschleunigung, der enorme Speed in den Kurven, wo selbst ein GT3 nicht schneller ist. Es spricht sehr viel für dieses Fahrzeug, aber die anfällige Technik ist das Problem. Nicht umsonst waren wir das letzte verbliebene Team, welches ein solches Fahrzeug hier in der Langstreckenmeisterschaft dauerhaft einsetzen wollte. Aber jetzt ist Schluss.“

Bei Startfahrer Kaiser lief noch alles rund, zumindest fast alles. „Mit der Technik hatte ich keine Probleme“, berichtete der 42jährige, der vom ersten Meter an die Führung in der Klasse der Turbo-Specials bis 2600 ccm übernahm. „Einzig die Reifen bauten nicht den Gripp auf, den ich mir wünschte. Sogar Zwei-Liter-Autos zogen mir aus den Ecken heraus davon.“ Mit abtrocknender Piste kam Kaiser aber immer besser zurecht, baute die Führung in der Klasse auf über sieben Minuten aus und kratzte im Gesamtklassement an den Top 20.

Für den Mittelstint übernahm Schmersal das Volant. „Alles lief gut, ich konnte weiter Boden gutmachen und war Gesamt-20. Wie aus heiterem Himmel traf mich im Bereich Mutkurve Kesselchen der Getriebedefekt. Ich fuhr im fünften Gang, als es plötzlich einen lauten Knall gab und im Display sämtliche Birnen glühten. Es gelang mir, den zweiten Gang einzulegen, so dass ich die Box noch aus eigener Kraft erreichen konnte.“

Dort wurde ein erneuter kapitaler Getriebeschaden lokalisiert. „Beim zweiten Saisonrennen gab es einen Schaden im ersten Gang nach einer 60er Gelb-Zone. Heute bei voller Fahrt im fünften Gang, und das bei kalten und fast nur nassen Bedingungen, wo das Material bei weitem nicht so beansprucht wird“, erklärte Martin Mohr. „Wir haben jegliches Vertrauen in den Audi verloren.“

Thomas Schmied wurde somit zum Zuschauen verurteilt. „Ich wäre heute sehr gerne gefahren und hatte mich vor allem auf den Regen gefreut. Schade, aber so ist Motorsport.“ Mit dem race&event-Porsche 911 CT3-Cup fuhren Wolfgang Kemper (Menden), Sebastian Kemper (Österreich) und Ingo Vogler (Schalksmühle) auf den achten Platz von 16 Startern bei den Specials bis 4000 ccm.

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Beitrag von Jörg Ufer » Fr 10.Mai, 2013 14:47

Vorschau 24h 2013

race&event setzt auf zwei Porsche

Ein Fahrerplatz ist noch zu vergeben

Mit zwei Porsche 911 wird das Radevormwalder race&event-Team das ADAC 24 Stunden-Rennen in Angriff nehmen. Am Volant des GT3 werden sich Heinz Schmersal, „Tiger“ (beide Wuppertal) und Thomas Schmied (Willich) abwechseln. Ein vierter Pilot wird hier noch gesucht. Der GT3-Cup wird – wie gewohnt – an das PoLe Racing Team vermietet. Hier teilen sich Johannes Kirchhoff (Iserlohn), Gustav Edelhoff (Hemer), Elmar Grimm (Münster) und Wolfgang Kemper (Menden) das Steuer.

„Für das Rennen des Jahres haben wir die richtigen Autos und die richtigen Fahrer, ich bin sehr zuversichtlich“, sagt Team-Manager Martin Mohr. „Nach den Ausfällen mit dem SP4T-Audi TT in beiden Rennen zur Langstreckenmeisterschaft wollen wir jetzt wieder in die Erfolgsspur zurückkehren. Daher haben wir uns einen weiteren Porsche zugelegt, der bereits erfolgreich auf der Nordschleife bewegt wurde.“

Während in beiden VLN-Rennen der Cup-Porsche wie das berühmte Schweizer Uhrwerk lief, strandete der Audi zweimal mit Getriebeschaden. Ein Problem, welches seit Jahren Teams beklagen, die diesen 2,5 Liter-Kundensport-Audi einsetzen. Mohr: „Nicht umsonst waren wir quasi das letzte Team, welches ein solches Fahrzeug eingesetzt hat. Aber nach den Ausfällen haben wir das Vertrauen endgültig verloren, ein 24 Stunden-Rennen würde der TT niemals überstehen. Unsere Fahrer wollen Spaß haben und möglichst die Zielflagge sehen.“

Heinz Schmersal ist richtig heiß aufs Fahren. „Dubai verlief für unser Team schon sehr gut, daran wollen wir jetzt anknüpfen“, sagt der 67jährige. „Ich fiebere besonders der einzigartigen Ring-Atmosphäre entgegen, die ist was ganz Besonderes.“

Ähnlich äußerst sich „Tiger“: „Ich freue mich sehr darauf, wieder dabei zu sein. Gerade das Nachtfahren ist ein ganz spezieller Leckerbissen, der mir immer am meisten Freude bereitet. Gerne wäre ich den TT-RS gefahren, aber mit hätte, wenn und aber erreichen wir gar nichts. Mit dem Porsche haben wir einen sensationellen Ersatz, mit dem wir sicher auch konkurrenzfähig sein werden. Verbunden mit der hohen technischen Zuverlässigkeit und einem tollen Team freue ich mich auf das Wochenende!“

„Ich bin total happy dabei zu sein“, zeigt sich Schmid euphorisch. „Eigentlich war nicht geplant, die 24 Stunden zu fahren. Der unglückliche Umstand, dass Patrik Kaiser nicht zur Verfügung steht, sorgte erst dafür. Das ist für mich eine riesengeile Sache! Mit race&event und den Fahrern habe ich noch beste Erinnerungen an die 24h von Dubai 2011, ebenfalls auf Porsche. Meinen letzten 24h Nürburgring datieren aus 2006. Wenn wir unfallfrei und ohne Probleme durchkommen, müsste was Zählbares bei herauskommen.“

Den 45. Gesamtrang aus 2011 möchten die vier PoLe-Piloten auf jeden Fall verbessern. „Mit dem seriennahen GT3-RS war damals nicht mehr möglich. Jetzt am Steuer des GT3-Cup sollten wir unter die ersten 30 fahren können“, sagt Wolfgang Kemper. „Wir haben uns top vorbereitet und mit race&event ein sehr gutes und erfahrenes Einsatzteam.“

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Beitrag von Jörg Ufer » Mi 22.Mai, 2013 16:38

Nachschau 24h 2013

Enttäuschendes Rennen für race&event

Im bisherigen Saisonverlauf hatte das race&event-Team kein Glück. Beim ADAC Zurich 24 Stunden-Rennen auf dem Nürburgring kam dann auch noch Pech dazu. Beide Porsche 911 GT3-Cup schieden früh aus und mussten als Totalschäden abgeschrieben werden. „Als Motorsportler war dieses für mich leider das schwärzeste Wochenende“, gab Team-Manager Martin Mohr zu.

Nach der Pannenserie mit dem Audi TT-RS setzte die Radevormwalder Mannschaft erstmals zwei Porsche 911 GT3-Cup ein. Die Speerspitze bildeten Heinz Schmersal (Wuppertal), Manuel Metzger (CH-Zürich), „Tiger“ (Wuppertal) und Sebastian Kemper (Ingolstadt). Das zweite Fahrzeug wurde - wie gewohnt – für das PoLe Racing Team und die Piloten Johannes Kirchhoff (Iserlohn), Gustav Edelhoff (Hemer), Elmar Grimm (Münster) und Wolfgang Kemper (Menden) eingesetzt.

Mit dem neu erworbenen Boliden hatte Metzger, 2011 immerhin Gesamtsieger der VLN-Langstreckenmeisterschaft, im völlig verregneten Freien Training einen gelungenen Funktionstest absolviert. Der 26jährige zeigte sich begeistert vom Potential des 911 und sehr zuversichtlich fürs Rennen rund um die Uhr.

Das erste Qualifying startete abends gegen 19.30 Uhr. Der Regen hatte mittlerweile aufgehört, doch die Temperaturen waren immer noch unter der 10 Grad-Marke und entsprechend langsam trocknete das Asphaltband ab. Im Verlauf der fünften Runde verlor Heinz Schmersal im Bereich Hedwigshöhe die Kontrolle über den Porsche und krachte rechts in die Leitplanken. An eine Rennteilnahme war nicht mehr zu denken.

„Ich war sehr vorsichtig unterwegs, da die Strecke noch sehr rutschig war und ich die Reifen nicht auf Betriebstemperatur bekam“, schilderte Schmersal. „Vielleicht war es dort besonders glatt, vielleicht lag dort auch etwas Öl. Ich weiß es nicht. Mir tut es fürs Team wahnsinnig leid, denn wir waren alle hochmotiviert und hätten vieles erreichen können.“

Das Qualifying verlief für das Schwesterfahrzeug sehr verheißungsvoll. Mit einer Bestzeit von 9.03,504 Minuten belegte das Quartett den 45. Startplatz im Feld der 176 Teams. Startfahrer Grimm erwischte einen hervorragenden Start und machte Platz um Platz gut. Mit Beendigung der sechsten Runde lag der 56jährige bereits auf dem 30. Gesamtrang. Sieben Kilometer weiter kam dann das abrupte Ende. Ausgangs des Streckenabschnittes Fuchsröhre geriet Grimm zunächst rechts von der Fahrbahn ab, schleuderte dann quer über die Fahrbahn und krachte links mit hoher Geschwindigkeit in die Leitplanken.

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Beitrag von Jörg Ufer » Mo 22.Jul, 2013 19:55

VLN 5 - 20.07.13

Die Pechsträhne geht weiter

„Ich weiß wirklich nicht, womit wir das verdient haben“, sagte ein gefrusteter Team-Manager Martin Mohr nach dem fünften Rennen zur Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring. „Inklusive dem 24 Stunden-Rennen war das jetzt der vierte Ausfall in Serie. So viel Pech kann man doch eigentlich gar nicht haben.“

Für das Radevormwalder race&event-Team ist es der 83. Start. Heinz Schmersal (Wuppertal) und Thomas Schmid (Willich) teilen sich die Lenkradarbeit im Porsche 911 GT3-Cup, der nach dem Unfall vom 24h-Qualifying wieder perfekt aufgebaut wurde.

Nach dem Qualifying zeigen sich beide Piloten begeistert. Schmid: „Meine Bestzeit von 9.01 Minuten war eigentlich nur die Aufwärmrunde. Danach wollte ich richtig fliegen lassen, hatte dann aber zwei Gelbphasen und eine gute Zeit war nicht mehr möglich.“ Und Schmersal ergänzt: „Der Porsche fährt sich ganz anders als der Audi, hieran muss ich mich erst gewöhnen. Aber es macht natürlich unheimlich viel Spaß, hier wieder dabei zu sein.“

Für die Renndistanz von vier Stunden nimmt zunächst Schmid am Volant Platz. Der 46jährige startet vom 34. Platz aus und macht jede Runde Positionen gut. Im zweiten Umlauf sorgt der Willicher für ein persönliches Highlight: 8.52,890 Minuten sind ein hervorragender Wert gleich beim ersten Einsatz im neuen Porsche.

Nach sechs Umläufen ist Schmid bereits Gesamt-19. und Dritter in der Klasse. Im Bereich der oberen Mutkurve im Kesselchen kommt es dann zu einem unglücklichen Missverständnis.

„Ich lief mit reichlich Überschussgeschwindigkeit auf zwei andere Teilnehmer auf“, schildert Schmid. „Ich schätze, ich fuhr rund 230 km/h, die anderen vielleicht 170 km/h. Um die beiden zu überholen, musste ich die Ideallinie verlassen. Dort war eine Ölspur, die ich nicht gesehen habe und die von den Sportwarten auch nicht angezeigt wurde. Ich war dann nur noch Passagier und krachte rechts in die Leitplanken. Ich habe noch versucht weiterzufahren, aber der Wasserkühler war beschädigt. Um den Motor zu retten, bin ich dann im Eschbach stehen geblieben.“

„Es tut mir fürs ganze Team und ganz besonders für Heinz Schmersal aufrichtig leid. Martin Mohr hat sich das Onboard-Video bereits angesehen und bestätigt, dass ich machtlos war und dieses nicht verhindern konnte. Shit Happens but that´s Racing!“

Beim nächsten Lauf zur populärsten Breitensportserie Europas am 24. August, dem Sechs Stunden-Rennen, werden für race&event neben Schmersal und Schmid auch wieder Patrik Kaiser (FL-Schellenberg) und „Tiger“ (Wuppertal) ins Lenkrad greifen.

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Beitrag von Jörg Ufer » Mo 26.Aug, 2013 14:10

VLN 6 - 24.08.13


Guter sechster Platz beim 6h-Rennen

Auch wenn in der Schlussphase der Blutdruck von Team-Manager Martin Mohr noch einmal kurz in die Höhe schnellte: Beim sechsten Rennen zur Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring freute sich das Radevormwalder race&event-Team über einen guten sechsten (von 19) Klassen- und 30. (von 198) Gesamtrang. „Das war heute ein schönes Rennen“, sagte Mohr. „Wir sind alle sehr zufrieden, so kann es weitergehen.“

Die Piloten Heinz Schmersal, „Tiger“ (beide Wuppertal), Thomas Schmid (Willich) und Patrik Kaiser (FL-Schellenberg) zeigten bei mehrfach wechselnden und somit schwierigen Witterungsbedingungen einen fehlerfreien Job und brachten nach sechs Stunden Fahrzeit den Porsche 911 GT3-Cup ohne einen Kratzer ins Ziel.

Beklagte das Fahrer-Quartett nach dem Qualifying noch massives Untersteuern, so gab es nach dem Rennen nur Lob für die Mannschaft rund um Martin Mohr und Lars Lammeck. „Das war fast ein anderes Auto, das Fahrverhalten war viel besser“, bestätigte Startfahrer Tiger. „Es hat super Spaß gemacht. Bei den vereinzelt auftretenden Regenschauern habe ich es vorsichtig angehen lassen. Ich wollte nicht wie manch anderer neben der Piste landen.“

Über acht Umläufe Fahrspaß freute sich dann Heinz Schmersal. „So viele Runden bin ich dieses Jahr noch nicht am Stück hier auf dem Nürburgring gefahren. Zum Ende meines Stints bauten die Vorderreifen etwas ab und ich musste meinen Fahrstiel verändern. Aber alles halb so wild, Hauptsache, wir sind angekommen und haben ein gutes Ergebnis.“

Thomas Schmid übernahm anschließend das Cockpit. Nach fünf Runden auf Slicks wechselte der 46jährige auf Regenreifen. „Die Strecke war jetzt rundum nass und es gab keine andere Wahl. Aber egal ob trocken oder nass: Ich hatte heute richtig Spaß und es ging ordentlich nach vorne. Nach dem Unfall vom letzten Mal freue ich mich über das Erfolgserlebnis.“

Einen Platz in den Top 25 des mit vielen Werkswagen und –fahrern bärenstark besetzten Feldes verhinderte 25 Minuten vor Schluß ein Reifenschaden hinten links. „Schlagartig war die Luft heraus, ich weiß gar nicht warum“, schilderte Kaiser. „Zum Glück ist das auf dem Grand-Prix-Kurs passiert und ich konnte nach einer kurzen Runde die Boxen ansteuern. So gingen nur rund vier Minuten verloren.“ Und auch der sechste Rang in der Klasse der Specials bis 4000 ccm geriet nicht mehr in Gefahr.

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Beitrag von Jörg Ufer » Di 03.Sep, 2013 20:19

Vorschau 24h-Rennen Barcelona 6.-8. September 2013

Die Top Ten sind das erklärte Ziel

Einer neuen Herausforderung stellen sich das PoLe Racing Team des Porsche Zentrum Lennetal sowie das Radevormwalder Team race&event: Beide Teams bündeln ihre Kapazitäten und starten erstmals und gemeinsam beim 24 Stunden-Rennen in Barcelona. Nach Dubai und Nürburgring ist es für beide Mannschaften bereits das dritte 24h-Rennen in diesem Jahr.

„Es ist eine Mischung aus Vorfreude und Anspannung und wir lassen uns mal überraschen, was uns erwartet“, sagt PoLe-Team-Manager Wolfgang Kemper (Menden). Und race&event-Team-Manager Martin Mohr (Radevormwald) ergänzt mit einem Augenzwinkern: „Im Grunde genommen fahren auch dort die Autos 24 Stunden im Kreis. Vermutlich ist vor allem das Wetter wärmer als am Nürburgring.“

Zum Einsatz kommt ein Mercedes-Benz SLS AMG GT3 des Teams Car Collection. Am Steuer werden sich Heinz Schmersal (Wuppertal), Johannes Kirchhoff (Iserlohn), Gustav Edelhoff (Hemer), Peter Schmidt (Eltville) und Alexander Mattschull (Bad Homburg) abwechseln. Das Quintett wird mit der Startnummer zwei an den Start gehen.

„Der Flügeltürer ist natürlich ein reinrassiges GT3-Fahrzeug, darauf freue ich mich sehr“, sagt Schmersal. „Ein Top Ten-Ergebnis müsste damit absolut drin sein, vielleicht sogar auch Top Fünf.“ Obwohl die Strecke und das Fahrzeug für ihn Neuland sind, macht sich Kirchhoff wenig Sorgen. „Wir werden genug Zeit haben, den Kurs und den SLS im Training kennen zu lernen. Und bei einem 24 Stunden-Rennen kommt es ja auch nicht auf die letzte Sekunde an. Konstanz und fehlerfreies Fahren sind dann angesagt.“

Edelhoff ist vor allem auf die körperlichen Belastungen gespannt. „Die aktuellen Formel 1-Piloten sagen ausnahmslos, dass Barcelona physisch am anstrengendsten sei. Es gibt sehr viele schnelle und langgezogene Kurven, an deren Fliehkräfte wir Gentlemen-Driver uns erst noch gewöhnen müssen. Aber das bekommen wir hin, ich freue mich jedenfalls riesig.“

Die drei Routiniers werden von Schmidt und Mattschull unterstützt. Der Erstgenannte lenkt den SLS bereits während der gesamten Saison in der VLN Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring und kennt den 550 PS starken Boliden daher aus dem „Eff-Eff“. Alexander Mattschull ist ebenfalls seit über 20 Jahren im Motorsport zu Hause, zählte Anfang der 1990er Jahre mit einem Nissan Skyline zu den schnellsten Tourenwagen-Piloten überhaupt und startet aktuell mit einem Ferrari in der VLN.

Der Zeitplan:

Freitag, 6. September 2013:
16:30 – 17:15 Uhr: Freies Training
17:45 – 19:45 Uhr: Qualifikationstraining
21:00 – 23:00 Uhr: Nachttraining

Samstag, 7. September 2013:
12:00 Uhr: Start des 24h-Rennens

Sonntag, 8. September 2013:
12:00 Uhr: Ziel des 24h-Rennens

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Beitrag von Jörg Ufer » Mo 09.Sep, 2013 20:37

Nachschau 24h-Rennen Barcelona 6.-8. September 2013

Die Sensation lag in der Luft

Ein absolutes Wechselbad der Gefühle erlebte die Kooperation aus PoLe Racing Team, race&event sowie Car Collection beim 24 Stunden-Rennen in Barcelona. Auf dem dritten Gesamtrang liegend, beendete ein Unfall nach 11,5 Stunden das bis dahin nahezu sensationell verlaufende Rennen.

Über weite Strecken lag der Mercedes-Benz SLS AMG GT3 auf dem zweiten Gesamtrang. Die Piloten Heinz Schmersal (Wuppertal), Johannes Kirchhoff (Iserlohn), Gustav Edelhoff (Hemer), Peter Schmidt (Eltville) und Alexander Mattschull (Bad Homburg) überzeugten bei teilweise sintflutartigen Regenfällen mit einer großartigen Leistung. „Das war trotz des Ausfalls das Highlight in der bisherigen Teamgeschichte von race&event“, sagte ein stolzer, aber auch geknickter Team-Manager Martin Mohr.

„Wieder einmal zeigte sich, wie nah Freud und Leid im Motorsport beieinander liegen können“, ergänzte PoLe-Team-Manager Wolfgang Kemper. „Wir hätten gerne an unseren großen Erfolg beim 24h Rennen in Dubai angeknüpft. Nun verlassen wir den Circuit de Catalunya mit einem lachenden und einem weinenden Auge! Wir hatten guten Rundenzeiten und einen einmaligen Teamspirit! Natürlich sind wir traurig, weil wir wissen, was möglich gewesen wäre…“

Vom vierten Startplatz aus nahm zunächst Mattschull am Volant Platz. Nach der zehnten Runde lag der Mercedes-Pilot bereits auf dem dritten Gesamtrang. Nachdem sich am führenden Aston Martin mit den Werksfahrern Stefan Mücke und Bruno Senna ein Hinterrad selbstständig gemacht hatte, rangierte der Deutsche SLS noch vor dem Ende der ersten Stunde auf Rang zwei.

In der Folge konnten Schmidt (ab Runde 27), Schmersal (ab 75), Kirchhoff (ab 108), Edelhoff (ab 141), Mattschull (ab 186) und Schmidt (ab 232) den zweiten Gesamtrang halten. Und das, obwohl es stundenlang teilweise wie aus Eimern regnete. „Und wir dachten noch, hier in Spanien wäre das Wetter gut“, schmunzelte Mohr mit einem Augenzwinkern. „Wir hörten bereits, dass beim parallel stattfindenden 24h-Radrennen auf dem Nürburgring das Wetter besser ist. Unglaublich …“

Ein mit zwei Profirennfahrern besetzter Schweizer Mercedes SLS zog in der elften Stunde am Deutschen SLS vorbei. Doch Platz drei „war sicher“. Kemper: „Unsere Fahrer waren gut drauf und der Mercedes lief gut, so dass ich davon überzeugt war, dass wir aufs Podium fahren. Zumal der führende Porsche nach 12,5 Stunden stehenblieb. Aber hätte, wenn und aber zählen im Motorsport nicht. Ein kleiner Fehler und statt Gesamtrang zwei hieß es leider einpacken.“

Nach 11.31 Stunden kam Schmersal in der letzten Rechtskurve vor der Start-und-Zielgeraden von der Strecke ab und touchierte die Mauer. Der Wuppertaler erreichte aus eigener Kraft die Boxen. Doch die Beschädigungen am Fahrzeug waren zu groß, das Risiko für Folgeschäden zu hoch. „Wir müssen leider aufgeben“, musste Fahrzeugbesitzer Schmidt seinen Teamkollegen nach einer ausführlichen Schadensanalyse mitteilen.

Sowohl für das PoLe Racing Team des Porsche Zentrum Lennetal als auch für race&event aus Radevormwald geht es bereits am kommenden Wochenende mit dem siebten Rennen zur Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring weiter. Dann kommen wieder die etatmäßigen Fahrzeuge zum Einsatz. Bei race&event werden sich am Steuer des neu aufgebauten Audi TT-S 2.0 Heinz Schmersal, Thomas Schmid und "Kuragon" abwechseln.

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Beitrag von Jörg Ufer » Mi 18.Sep, 2013 20:13

VLN 7 - 14.09.13

Platz vier beim Debüt des Zweiliter-Audi TT

Ein gelungenes Debüt des umgebauten Audi TT feierte das race&event-Team beim siebten Rennen zur Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring. Heinz Schmersal (Wuppertal), Thomas Schmid (Willich) und der Japaner Hisonao Kurato fuhren bei den Specials bis 2000 ccm mit Turbolader auf den vierten Platz von elf Startern. „Für ein Roll-Out geht das Ergebnis absolut in Ordnung, jetzt kommt die Feinarbeit“, sagte Team-Manager Martin Mohr.

Wechselnde Witterungsbedingungen prägten das auf vier Stunden angesetzte Rennen. Es war somit keine leichte Aufgabe für das Fahrer-Trio, sich auf den erstmals eingesetzten Audi TT mit Zweiliter-Motor einzuschießen. „Ich bin mit unserem Ergebnis absolut zufrieden“, sagte Schmersal nach dem Rennen. „Lass´ uns mal zwei bis dreimal fahren, dann haben wir auch das Auto im Griff. Wir haben uns heute ans Limit herangetastet, sind ohne Beule im Ziel und hatten nicht das geringste technische Problem. Darauf lässt sich aufbauen!“

Startfahrer Schmid setzte auf Nummer sicher und entschied sich bei nur leicht feuchter Piste für Regenreifen. „Die Kollegen mit den Slicks fuhren mir mit den Slicks zunächst weg, aber der Himmel wurde immer dunkler und dann kam auch der Regen. Ich hatte mir somit einen oder zwei Extra-Stopps gespart.“

Allerdings waren die Regenreifen nicht mehr im besten Zustand. „Die hatte ich mir auf der trockenen Piste natürlich etwas ruiniert und in den zahlreichen Code 60-Phasen kühlten die Reifen auch mächtig ab. Die Seitenführung wurde schlecht und die Traktion hätte auch besser sein können. Auf der Bremse waren die Reifen aber immer noch super!“ Boxenstoppbedingt konnte der 46jährige bis auf Gesamtrang 12 und Klassenrang drei vorfahren.

Den Mittelstint übernahm Kurato, der einmal im Jahr für den Radevormwalder Rennstall ins Lenkrad greift. Nach dem Honda S2000 und diversen Porsche war nun der Audi an der Reihe. „Ich blieb zunächst auf profilierten Pneus, wechselte dann aber zu Slicks auf der Vorderachse und geschnittenen Slicks auf der Hinterachse“, schilderte der Japaner. „Ich hatte großen Spaß und kann mich bei race&event für die tolle Vorbereitung nur bedanken.“

Auf Unverständnis stieß im Team die Entscheidung der Rennleitung, 15 Minuten vor Schluss bei leicht einsetzendem Regen aus Sicherheitsgründen abzubrechen. „Während des gesamten Rennens gab es immer mal mehr oder weniger Regen. Ich war jedenfalls auf Regenreifen unterwegs und wäre gerne die letzten zwei Runden noch gefahren“, ärgerte sich Schmersal.

Der nächste Lauf zur populärsten Breitensportserie Europas findet am 28. September statt.

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Beitrag von Jörg Ufer » Do 03.Okt, 2013 10:55

VLN 8 - 28.09.13

Starkes Podium für Schmersal/Metzger

Der Wechsel in die Zweiliter-Klasse erwies sich für race&event einmal mehr als richtige Entscheidung: Beim achten Rennen zur Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring lenkten Heinz Schmersal (Wuppertal) und Manuel Metzger (CH-Zollikon) den Audi TT-RS auf den dritten Klassenrang bei 12 Startern. Rang zwei wurde nur um 16,234 Sekunden verpasst. Im 64. Rennen war es für den Radevormwalder Rennstall der 36. Podiumsrang.

„Fehlerfreie Fahrer, tolles Wetter und ein gutes Ergebnis: Ich bin mehr als zufrieden“, sagte Teammanager Martin Mohr. „Wir lernen den Zweiliter-Audi immer besser kennen und nähern uns der Spitze, so soll es sein.“

Für Metzger, VLN-Meister von 2011, war es der erste Renneinsatz bei race&event. Und der erste Start mit einem Fronttriebler - damals ein Renault Clio - seit 2010. „Der Audi ist ein phantastisches Auto, welcher sehr viel Abtrieb aufbaut“, lobte der 27jährige. „In den Kurven fährt einem kein GT3 weg. Einzig auf den Geraden fehlt es an Top-Speed, da kommt man kaum an einem Serien-M3 vorbei.“

Der Wahl-Schweizer legte als Startfahrer den Grundstein zum Erfolg. Zwar verlor Metzger bereits in der Startrunde etwas den Anschluss an die Schwesterfahrzeuge von Raeder Motorsport und Moeller Bil, doch nach wenigen Runden waren die Rundenzeiten auf Augenhöhe. „Ich hätte von Anfang an das Fahrzeug härter rannehmen können, das weiß ich jetzt. Aber es war mein erster Start im Audi und da muss man sich erst auf alles einschießen.“

Der grippegeplagte Heinz Schmersal – bis auf wenige Tage übrigens exakt 40 Jahre älter als Metzger - übernahm den Mittelstint und war mit sich nicht ganz zufrieden. „Das Auto war sehr gut, ich fühlte mich allerdings etwas unwohl. Ich hätte gerne einen Umlauf früher das Steuer wieder an Manuel übergeben, aber ich wollte uns am Ende einen zusätzlichen Boxenstopp ersparen.“

Im letzten Renndrittel absolvierte Metzger ein neun Runden dauerndes Sprintrennen. „Ich wollte den vor mir fahrenden Audi unbedingt noch einholen. Sekunde um Sekunde konnte ich abknabbern. Leider hat es nicht mehr ganz gereicht, aber ich bin dennoch mit dem Ergebnis und dem Tag sehr zufrieden. Mein Dank gilt race&event für ein tolles Auto.“

Der nächste Lauf zur populärsten Breitensportserie Europas findet am 12. Oktober statt. Dann werden sich im Cockpit des Audi TT-RS Thomas Schmid (Willich), Patrik Kaiser (FL-Schellenberg) und „Tiger“ (Wuppertal) abwechseln.

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Beitrag von Jörg Ufer » Sa 19.Okt, 2013 23:04

VLN 9 - 12.10.13

Erneutes Podium für race&event-Audi

Ein Wechselbad der Gefühle, großartiges Teamwork und ein Happy-End prägten für race&event den neunten Lauf zur Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring. Nach etwas mehr als vier Stunden Fahrzeit wurden Patrik Kaiser (FL-Schellenberg), Thomas Schmid (Willich) und „Tiger“ (Wuppertal) mit dem Audi TT-RS 2,0 auf dem dritten Rang bei den Turbo-Specials bis 2000 ccm abgewinkt. „Das Ergebnis geht in Ordnung, mehr war heute nicht drin“, sagte ein zufriedener Team-Manager Martin Mohr.

Das Wochenende begann für das Radevormwalder Team äußerst ungünstig. Bei strömendem Regen kam Kaiser im Freien Training im Bereich Fuchsröhre von der Strecke ab und schlug in die Leitplanken ein. „Ich habe keine Erklärung, wie das passieren konnte“, sagte der Liechtensteiner. „Das Fahrzeug brach schlagartig aus, als ob etwas gebrochen wäre. Es war definitiv kein Aquaplaning.“ Ein großes Kompliment sprach Kaiser den Mechanikern aus. „Unsere Jungs haben über Nacht das Fahrzeug perfekt instandgesetzt, dafür vielen Dank!“

Bei perfekten äußeren Bedingungen – trocken und kalt mit leichtem Sonnenschein – hatte der 42jährige als Startfahrer in der ersten Runde gleich die nächste Schrecksekunde. Bei der Einfahrt zur Hatzenbach wurde der Audi-Pilot vom Mathol-Opel Astra regelrecht abgeräumt. Die Aufnahmen aus der Onboard-Kamera des nachfolgenden BMW M3 zeigen, wie sich der Opel verbremst, mit den linken Rädern auf die Wiese kommt und dann seitlich in den Audi kracht. Kaiser blieb entgegengesetzt mitten auf der Fahrbahn stehen. „Ich musste die gesamte Startgruppe passieren lassen, gottlob hat mich keiner getroffen.“

Kaiser startete eine furiose Aufholjagd und übergab als Fünfter in der mit 12 Fahrzeugen besetzten Klasse das Cockpit an Tiger. Für den Wuppertaler war es der erste Start im Zweiliter-Audi. „Man muss sich doch an einiges gewöhnen, im Vergleich zum 2,5-Liter-TT gibt es diverse Unterschiede. Ungewohnt ist zum Beispiel, dass man beim Runterschalten den Motor nicht hört, man muss immer das Display im Auge behalten.“ Tiger hatte ein nahezu problemloses Rennen und konnte sich auf Platz zwei verbessern. Einzig der Unterboden bereitete Sorgen. „In der Fuchsröhre zum Beispiel schlug der Boden durch und die Fahrzeugfront flatterte. Ich musste dort vom Gas.“

Bei Schlussfahrer Thomas Schmid wurden die Probleme mit dem Unterboden immer intensiver. „Platz zwei konnte ich nicht halten, auf den Vierten hatten wir zum Glück genug Vorsprung. Die schnellen Geraden konnte ich nicht mehr Voll fahren, aber Hauptsache angekommen und auf dem Podium gelandet.“

Team-Manager Martin Mohr vermutete einen Folgeschaden der frühen Kollision. „Wir haben unseren Fahrern geraten, bei den schnellen Abschnitten etwas vom Gas zu gehen. Sie haben das hervorragend umgesetzt und mit Platz drei bin in sehr zufrieden. Mehr war unter diesen Umständen nicht möglich.“

Beim Saisonfinale in zwei Wochen wird sich Kaiser das Cockpit mit Heinz Schmersal (Wuppertal) und Manuel Metzger (CH-Zillikon) teilen.

Jörg Ufer
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Beitrag von Jörg Ufer » Mo 28.Okt, 2013 16:48

VLN 10 - 26.10.13

Klassensieg für Schmersal/Metzger

Was für ein Fotofinish beim zehnten und letzten Rennen zur Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring: Nach 4:12 Stunden überquerte Manuel Metzger (CH-Zollikon) im race&event Audi TT-RS mit gerade einmal 0,768 Sekunden Vorsprung als Klassensieger den Zielstrich. „Das war Hardcore, das hat total viel Spaß gemacht, aber jetzt brauche ich ein Sauerstoffzelt“, sagte der abgekämpfte, aber überglückliche 27jährige. Teamkollege Heinz Schmersal fiel ihm um den Hals: „Ich bin stolz auf Deine Leistung, Du bist großartig gefahren!“

Team-Manager Martin Mohr war zwar äußerlich ruhig und gefasst, aber nach diversen Rückschlägen im Verlauf des Jahres sorgte dieser Klassensieg für ein versöhnliches Saisonende. „Heute hatten wir das nötige Quäntchen Glück, was uns zuletzt öfters gefehlt hat. Ich bin sehr glücklich, freue mich besonders für unsere Fahrer und möchte mich bei allen Mechanikern und Helfern für das gesamte Jahr ganz herzlich bedanken!“

Für das Duo Metzger/Schmersal begann der Tag mit einem technischen Defekt im Qualifying. „Im Bereich Kesselchen hatte ich schlagartig keinen Benzindruck mehr und musste stehenbleiben“, erklärte Metzger anschließend. „Zum einen war damit leider mein Angriff auf die Klassen-Pole vorzeitig beendet, zum anderen hoffe ich natürlich, dass unsere Mechaniker das Auto zum Rennen wieder flott bekommen.“

Pünktlich zur Startaufstellung lief der Audi TT wieder perfekt und Metzger nahm das Rennen auf der noch feuchten Fahrbahn mit Intermediates in Angriff. Nach vier Runden erfolgte der Wechsel auf Slicks. Nach dem 13. Umlauf übernahm Schmersal das Cockpit, der nach nur vier Runden die Boxen ansteuerte, um an Metzger zu übergeben. „Ich hatte vorgestern noch einen Motoradunfall“, erklärte der 67jährige. „Mein linkes Bein schmerzt und meine Medikamente schwächen mich. Sorry, aber ich konnte nicht mehr.“

Metzger lief bei seinem erst zweiten Einsatz mit dem race&event-Audi zu Höchstform auf. Der Wahl-Schweizer lieferte sich mit dem Markenkollegen Christoph Breuer einen sehenswerten Zweikampf um Rang zwei. Als der bis dahin führende norwegische Audi TT eine Viertelstunde vor Schluss mit Getriebeschaden strandete, ging es plötzlich um den Sieg bei den Turbo-Specials bis 2000 ccm. Unmittelbar vor dem Gesamtsieger kreuzten die beiden Piloten im Abstand von rund sechs Sekunden den Start-und-Zielstrich für den großen Showdown.

Im Verlauf dieser letzten Runde konnte Metzger den Vorsprung sogar leicht ausbauen. „Im Rückspiegel wurde Breuer immer kleiner, das stimmte mich optimistisch. Leider gab es im Bereich Schwalbenschwanz und auf der Döttinger Höhe zwei Gelbphasen, in welchen der Kollege die Lücke zufuhr. Zum Glück durfte er unter Gelb nicht überholen und bis zum Zielstrich konnte ich meine Position verteidigen. Mein Dank gebührt race&event für den tollen Audi!“

In der Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring geht es erst wieder im März 2014 weiter. Das race&event-Team und Heinz Schmersal werden aber schon früher wieder im Einsatz sein. Denn zum sechsten Mal reist die Radevormwalder Mannschaft zum 24h-Rennen nach Dubai, welches vom 9. bis 11 Januar 2014 stattfindet.

Jörg Ufer
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Beitrag von Jörg Ufer » Di 31.Dez, 2013 13:47

Vorschau 24 Stunden-Rennen Dubai 9.-11.Januar 2014

Erfolgsserie soll fortgesetzt werden

Zum sechsten Mal in Folge startet das Radevormwalder Team race&event beim 24 Stunden-Rennen in Dubai. Nach fünf Jahren mit diversen Porsche 911 GT3 kommt dieses Mal in Kooperation mit dem Team Car Collection ein Mercedes-Benz SLS AMG GT3 zum Einsatz. Am Steuer des Flügeltürers werden sich Heinz Schmersal (Wuppertal), Johannes Kirchhoff (Iserlohn), Gustav Edelhoff (Hemer), Johannes Siegler (Lohr am Main) und Klaus Koch (Erbach) abwechseln.

„Dubai war für uns immer eine Reise wert“, sagt Team-Manager Martin Mohr. „Die Rennen dort sind einmalig, kein Vergleich zum Nürburgring. Die Strecke ist bei weitem nicht so anspruchsvoll wie der Eifelkurs, aber das Klima und das ganze Flair sind etwas Besonderes, worauf ich im Januar nicht mehr verzichten möchte.“

Das vorrangige Ziel für race&event ist die Fortsetzung der Erfolgsserie, denn in den vergangenen vier Jahren gab es immer eine Zielankunft und ein Ergebnis in den Top 20 des Gesamtklassements. Lediglich im Debütjahr 2009 sorgte ein Motorproblem für das vorzeitige Aus.

„Die hervorragende Arbeit von Peter Schmidt und seiner Mannschaft Car Collection war immer die Grundlage des Erfolgs“, sagt Heinz Schmersal. „Die Fahrzeuge waren extrem gut vorbereitet und die Boxenstopps verliefen perfekt. Ein Beweis hierfür ist die kürzeste Boxenstandzeit aller Cup-Porsche im vergangenen Jahr.“

„Nach dem furiosen Auftritt bei den 24 Stunden von Barcelona im vergangenen Herbst haben wir mit dem SLS noch eine Rechnung offen. Bis zu meinem Unfall gegen Mitternacht waren wir Gesamtzweiter und klar auf Podiumskurs. Bei der starken Konkurrenz in Dubai werden wir sicherlich nicht so weit nach vorn fahren, aber die Top Ten sollten machbar sein.“

Bereits zum neunten Mal findet das Rennen rund um die Uhr am Nordrand der Vereinigten Arabischen Emirate statt. Die 5,39 Kilometer lange Piste liegt inmitten einer Wüstenlandschaft und das 24h-Rennen hat sich zu einem wichtigen internationalen Event entwickelt.

Profi-Teams oder werksunterstützte Teams wie AF Corse (Ferrari), Schubert Motors (BMW Z4), Black Falcon (Mercedes-Benz), Fach Auto Tech (Porsche) oder Craft Racing (Aston Martin) haben ihre Nennung abgegeben. Zu den klangvollsten Fahrernamen zählen Bernd Schneider, Jereon Bleekemolen, Martin Ragginger, Connor de Phillippi, Stefan Mücke, Darren Turner, Johnny Mowlem, Marco Seefried und Weltmeister Rob Huff. Der Start zum Auftakt der internationalen Motorsportsaison erfolgt am Freitag, 10. Januar, um 11 Uhr MEZ. Motors TV überträgt rund 13 Stunden live.

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Beitrag von Jörg Ufer » Mi 15.Jan, 2014 19:54

Nachschau 24 Stunden-Rennen Dubai 9.-11.Januar 2014

Mit vierten Klassenrang absolut zufrieden

Beim hochkarätig besetzten 24 Stunden-Rennen von Dubai erreichte das race&event-Team in Kooperation mit der Mannschaft von Car Collection erneut ein hervorragendes Ergebnis. Nach 571 Runden auf dem Wüstenkurs wurden Heinz Schmersal (Wuppertal), Johannes Kirchhoff (Iserlohn), Gustav Edelhoff (Hemer), Johannes Siegler (Lohr am Main) und Klaus Koch (Erbach) als Vierter von neun Startern in der Klasse A6-Am sowie auf dem 15. Gesamtrang abgewinkt. Für die Radevormwalder Mannschaft war es die fünfte Top 20-Platzierung in Folge in Dubai.

„In diesem Starterfeld mit 28 GT3-Boliden und Werksunterstützung soweit das Auge reicht sind wir mit unserem Abschneiden mehr als zufrieden“, sagte Team-Manager Martin Mohr. „Das Fahrzeug war absolut perfekt vorbereitet und unsere Fahrer haben einen sehr guten Job abgeliefert. Unterm Strich können wir sagen, dass wir mit fünf Gentlemen-Drivern das Maximum erreicht haben.“

Die oberste Prämisse lautete „fehlerfrei ankommen“. „Das ergibt dann automatisch ein gutes Ergebnis“, war sich Heinz Schmersal vor dem Start sicher. „Bei knapp 80 Fahrzeugen auf 5,4 Kilometern Streckenlänge muss man sehr aufpassen und immer auch mit den Fehlern anderer rechnen. Lieber mal beim Überrunden zurückziehen und ein paar Sekunden verlieren als zu großes Risiko eingehen.“

Alle fünf Fahrer hielten sich perfekt an diese Taktik und spulten nicht nur sicher, sondern auch schnell ihre Runden ab. Das ausgerechnet der 67jährige Schmersal die schnellste Runde des Wochenendes in 2.06,088 Minuten drehte, machte den Wuppertaler zwar stolz, es war ihm aber zweitrangig. „Das war eine gute Runde mit wenig Verkehr fünf Minuten vor dem Ende. Hier hat alles gepasst, wie am gesamten Wochenende.“

Das sich der Mercedes SLS vom ersten bis zum letzten Meter in perfektem Zustand befand, beweist ein Blick auf die Rundenzeiten: Startfahrer Koch fuhr in der vierten Runde 2.06,786 Minuten. Johannes Kirchhoff markierte nachts um 2.05 Uhr eine 2.06,711. Und in der 569. von 571 Runden brannte Schmersal die 2.06,088 in den Asphalt. Schmersal: „Ich kann dem gesamten Team nicht genug danken!“

„Dubai war mal wieder für uns eine Reise wert“, sagt Mohr. „Das war ein toller Auftakt in das Motorsportjahr 2014. Daran wollen wir ab März auch in unserer motorsportlichen Heimat, dem Nürburgring, anknüpfen.“ Das Radevormwalder Team plant – wie gewohnt – Starts bei allen zehn Rennen zur Langstreckenmeisterschaft und auch bei den ADAC 24 Stunden am 21. und 22. Juni.

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Beitrag von Jörg Ufer » Mo 31.Mär, 2014 20:38

VLN 1 - 29.03.14

Solider fünfter Platz für race&event

Mit einem fünften Platz bei den Turbo-Specials bis 2000 ccm endete für das Radevormwalder Team race&event der erste Lauf zur Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring. Während des vierstündigen Zeitrennens hatten sich Vater und Sohn Markus und Moritz Oestreich (Petersberg) am Steuer des Audi TT-RS abgewechselt.

„Die Trauben hängen dieses Jahr in unserer Klasse sehr hoch“, sagte Teammanager Martin Mohr. „Die ersten fünf Teams liegen am Ende innerhalb von 2.26 Minuten. Das zeigt, wie eng es zugeht und wie ausgeglichen diese Klasse ist. Unseren Fahrern, die beim ersten Einsatz mit dem Audi auf Anhieb schnell und fehlerfrei unterwegs waren, muss ich ein Kompliment aussprechen. Die Saison ist lang und es wird noch viel passieren.“ Für das Team aus der Bergstadt war es übrigens das 70. Top Ten-Ergebnis seit 2008!

Aufgrund von technischen Problemen im Qualifying konnten die beiden Piloten nicht viele Runden drehen und mussten das Vier-Stunden-Rennen von einer ungünstigen Startposition aus in Angriff nehmen. „Im Bereich des Getriebes gab es einen Ölverlust“, erklärte Cheftechniker Lars Lammeck. „Dadurch stieg nicht nur die Temperatur im Getriebe an, sondern die Sperrwirkung des Differentials ließ immer mehr nach. Die Folge waren weniger Traktion, höherer Reifenverschleiß und schlechtere Rundenzeiten.“

In der Startrunde musste sich Markus Oestreich an vielen Mitstreitern aus anderen Klassen vorbeikämpfen. Dieses kostete natürlich Zeit und die Top Fünf aus der eigenen Klasse waren zunächst enteilt. Dem 24h-Rennen-Gesamtsieger von 1986 gelang es aber, kontinuierlich seine Rundenzeiten zu verbessern und die Lücke auf den direkten Vordermann zu schließen. Im Ziel fehlten gerade einmal 1.22 Minute auf Rang zwei, lediglich der siegreiche norwegische Audi TT konnte sich etwas absetzen.

„Bei race&event kann ich mich für dieses Wochenende nur bedanken“, sagte Markus Oestreich. „Nachdem das Problem mit dem Ölverlust behoben worden war, lief das Fahrzeug hervorragend. Bei diesem schönen Wetter und vor der großen Zuschauerkulisse hat dieses Rennen richtig Spaß gemacht. Im weiteren Saisonverlauf werden wir sicherlich noch die eine oder andere Sekunde finden und dann sind wir auch ganz vorn dabei in unserer Klasse.“

Bereits in zwei Wochen heißt es wieder „Ring frei“ für die Piloten von race&event. Am 12. April steht für den Audi TT-S das nächste Rennen zur Langstreckenmeisterschaft auf dem Programm.

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