Ein denkwürdiges VLN Rennen.

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Mike Frison
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Ein denkwürdiges VLN Rennen.

Beitrag von Mike Frison » So 08.Jul, 2018 21:32

Denn es gibt nur ein vorläufiges Ergebnis. Und die VLN nennt das “einen ganz normalen Vorgang”.
Ich nenne das so: die Regeln sind so kompliziert und unüberwachbar, dass die Veranstalter nicht mehr Herr der Lage sind.

Bei der 49. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy kam es kurz vor Ende der ersten Rennhälfte zu einer unübersichtlichen Situation auf der Döttinger Höhe. Dabei bildete sich ein Pulk von knapp 30 Fahrzeugen, in dem einige Fahrzeuge möglicherweise das Überholverbote missachteten.

Aufgrund des laufenden Rennbetriebs war es der Rennleitung unmöglich, die Situation direkt aufzuklären. Sie gab den Fall, wie es üblich ist, an die Sportkommissare des DMSB weiter, um nach dem Rennen für Klärung zu sorgen. Diese nutzten im Anschluss an das Rennen unterschiedliche Videoaufzeichnungen, um sich ein genaues Bild zu machen. Anspruch der Regelhüter ist nun, die Situation so weit wie möglich aufzuarbeiten und mögliche Vergehen zu ahnden. Da dieser Vorgang vor Ort nicht mehr abgeschlossen werden konnte, bleibt das Ergebnis des vierten Laufs vorläufig.”


Du weißt, dass Du verloren bist, wenn Du den DMSB bemühen musst. Dass die Verantwortlichen jetzt so tun, als würde sie das alles nichts angehen und mit “ganz normaler sportrechtlicher Prozess” argumentieren, ist schon eine mittelgroße Frechheit. Ist es dann also in Zukunft auch ganz normal, wenn die Rennleitung in ähnlichen Situationen ebenfalls überfordert ist? Die neue Normalität bei der Langstrecke?
Und das Ganze bei einem Rennen, bei dem übersichtliche 135 Fahrzeuge in’s Rennen gestartet sind.
Wieviel müssen die Teilnehmer nochmal für den GPS-Pflichtsender abdrücken?
Aber es gab auch tolle Nachrichten:
  • Leonard Weiss ist in dem Junior-Ferrari zusammen mit Nico und Christian Menzel mit einem 2. Platz auf das Podest gefahren. Und als wäre das nicht schon sensationell genug, ist Vater Georg Weiss im Senior-Ferrari 3. geworden mit Oli Kainz und Jochen Krumbach - und somit standen 2x Vater und Sohn und 2 Ferraris auf dem Podest. Bei einem Rennen, das Frikadelli gewonnen hat (Siedler/Arnold)!
  • Sabine ist wieder voll im Einsatz und 5. geworden! Mit Klaus und Felipe Fernández Laser.
  • Ralf Schall feiert seinen 100. VLN-Klassensieg - Christopher Gerhard war wieder zusammen mit ihm unterwegs.
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Stefan Penning
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Re: Ein denkwürdiges VLN Rennen.

Beitrag von Stefan Penning » Mo 09.Jul, 2018 9:47

Moin aus Ostfriesland,

wir waren Freitag/Samstag am Ring.

Was mir zudem auffällt: Die N-Dichte ist meiner Wahrnehmung nach stark gesunken.
Wirklich gesehen habe ich es nur auf einem Renault und auf dem Rennoverall von Kohlhaas, ansonsten leider weit und breit nix zu sehen...

Thomas Morper
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Re: Ein denkwürdiges VLN Rennen.

Beitrag von Thomas Morper » Mo 09.Jul, 2018 19:04

Ich bin mal gespannt, wie die Nummer ausgeht. Das Verhalten bei gelb und Code 60 ist ja schon lange bei vielen Fahrern fragwürdig. Mit dem Entzug des Nordschleifen-Permits von Jonathan Hirschi und der Zeitstrafe für sein Team hat man da an sich ja auch eine Messlatte gesetzt. Nur habe ich die Befürchtung, dass Werksfahrer und Nordschleifen-Veteranen da glimpflicher davon kommen werden als Hirschi.
Alles rund um Rennsportmodelle im Maßstab 1/43 -> http://www.1zu43.net

Stefan Penning
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Re: Ein denkwürdiges VLN Rennen.

Beitrag von Stefan Penning » Mi 11.Jul, 2018 14:03

Hirschi ist aber ein alter Bekannter für solche Vergehen auf dem Ring. Als Manor-Pilot in der WEC hat er in enem freien Training unter Rot Stefan Mücke erst überholt (bei rot gilt 80 max, er war schneller), ihn dann gerammt und sich rausgedreht.

Da musste ich sofort dran denken und doch n bisschen den Kopf schütteln...

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Mike Frison
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Re: Ein denkwürdiges VLN Rennen.

Beitrag von Mike Frison » Mi 11.Jul, 2018 19:39

Zur der N-Dichte: bin ich wohl schuld, weil ich lange nicht mehr bei der VLN war. Die Autos werden ja regelmäßig repariert, neu foliert, ...

Aber ich schätze auf den Besucherparkplätzen waren es dafür umso mehr :wink:

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