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24h Samstag (2002)
[VLN&24h&24hSeries] PoLe Racing Team
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Jörg Ufer



Anmeldungsdatum: 12.02.2003
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BeitragVerfasst am: So 13.Okt, 2013 16:17    Titel: Antworten mit Zitat

VLN 9 - 12.10.13

Persönliche Bestzeiten für alle drei Piloten

Was für ein Rennen für das PoLe Racing Team des Porsche Zentrum Lennetals: Beim neunten Lauf zur Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring freuten sich Wolfgang Kemper (Menden), Ingo Vogler (Schalksmühle) und Sebastian Kemper (Ingolstadt) ausnahmslos über neue persönliche Bestzeiten. „Das war heute ein richtig guter Tag für uns alle“, sagte Wolfgang Kemper. „Ein großer Dank gebührt natürlich Peter Schmidt und der Mannschaft von Car Collection für den perfekten Porsche 911 GT3-Cup.“

Lange Zeit sah es nicht danach aus, als ob sich auf dem Eifelkurs überhaupt ein Rad drehen würde. Dichter Nebel sorgte für eine Verschiebung des Zeittrainings um zwei Stunden. Doch dann klarte der Himmel auf und zum Rennstart um 13.20 Uhr schien sogar etwas die Sonne.

Sebastian Kemper kletterte als Erster ins Cockpit und lieferte sich rundenlang einen schönen Zweikampf mit dem Marken- und Teamkollegen Andreas Ziegler. „Die ersten drei Runden waren supergeil, das war Motorsport vom Feinsten. Wir haben auf Augenhöhe gekämpft und mehrfach in einer Runde die Position getauscht“, sagte der 33jährige. „Leider wurde mir dann ein Umlauf abgezogen, weil ich in einer Gelbphase zu schnell war. Tut mir leid, ich habe die Flaggen zu spät gesehen. Meine Vollbremsung kam zu spät. Aber davon abgesehen bin ich sehr zufrieden.“

Ähnlich äußerte sich Vater Wolfgang nach dem Mittelstint. „Mit 9.16,401 habe ich eine neue persönliche Bestzeit aufgestellt. Ein wenig Luft nach oben scheint ja noch zu sein, aber es hat richtig Spaß gemacht. Unser Porsche lief perfekt, schade das die Saison jetzt vorbei ist, aber es war ein versöhnlicher Saisonabschluss.“

Mit 8.57,928 Minuten war Schlussfahrer Ingo Vogler in seiner letzten Rennrunde sogar noch einen Hauch schneller als Sebastian Kemper. „Die neun Minuten hatte ich ja schon beim sechsten Rennen geknackt, aber jetzt ging es nochmal etwas schneller. Und das obwohl die Bergwerk-Kurve total verschlammt war. Dort war nur auf der Innenseite eine schmale Spur halbwegs befahrbar. Somit fehlte viel Schwung für das nachfolgende Bergaufstück.“

Das das Trio nicht gewertet und die starke Leistung unbelohnt blieb, war einfach nur Pech. Vogler beendete die letzte Rennrunde in der Boxengasse, nicht auf der Start-und-Ziel-Geraden. „Ich hatte schon seit mehreren Kilometern Motoraussetzer wegen Spritmangel. Ich dachte, ich muss noch eine weitere Runde fahren und habe zum Nachtanken die Boxengasse angesteuert. Hätte ich gewusst, dass ich nur noch über die Start-Ziel Linie rollen musste, hätte ich das Auto sogar drüber geschoben, sorry!“

Obwohl in zwei Wochen noch ein Rennen zur Langstreckenmeisterschaft auf dem Programm stehen würde, ist für das PoLe Racing Team die Motorsport-Saison 2013 beendet. „Wir werden dafür Anfang Januar 2014 beim 24 Stunden-Rennen in Dubai an den Start gehen“, blickt Wolfgang Kemper in die Zukunft.
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Jörg Ufer



Anmeldungsdatum: 12.02.2003
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BeitragVerfasst am: Di 31.Dez, 2013 13:48    Titel: Antworten mit Zitat

Vorschau 24 Stunden-Rennen Dubai 9.-11.Januar 2014

PoLe Racing mit zwei Fahrzeugen am Start

Zum dritten Mal in Folge startet das PoLe Racing Team des Porsche Zentrum Lennetal beim 24 Stunden-Rennen in Dubai, welches vom 9. bis 11. Januar 2014 die internationale Motorsportsaison eröffnet. Erstmals ruhen die Hoffnungen des Sauerländer Teams am Persischen Golf auf gleich zwei Fahrzeugen: dem bekannten Porsche 911 GT3-Cup sowie einem Mercedes-Benz SLS AMG GT3.

„Nach den letzten beiden erfolgreichen Jahren wurde das Interesse unserer Fahrer an diesem Rennen immer größer, so dass wir jetzt gleich zwei Eisen im Feuer haben“, erklärt PoLe Racing Team-Manager Wolfgang Kemper (Menden). „Das Streckenlayout, das Klima, die vielen Nachtstunden und auch der Termin sind Eckdaten, die den Fahrern einfach zusagen. Mit einem Augenzwinkern könnte man auch sagen: Die Sauerländer erobern die Wüste! Laut Teilnehmerliste ist kein anderer deutscher Landstrich so stark vertreten.“

Zum dritten Mal in Folge greifen Johannes Kirchhoff (Iserlohn), Gustav Edelhoff (Hemer) und Wolfgang Kemper ins Lenkrad. Sohn Sebastian Kemper (Ingolstadt) war auch bereits im Vorjahr dabei. Sein Dubai-Debüt gibt der Schalksmühler Ingo Vogler und komplettiert mit dem erfahrenen Peter Schmidt (Fahrer und Eigentümer des Teams Car Collection) das Porsche Team.

In der Top-Klasse „A6“ starten 2 Stammfahrer des PoLe-Racing Team mit einem Mercedes-Benz SLS AMG GT3. Am Volant der Start-Nummer 11 werden sich Kirchhoff und Edelhoff mit Heinz Schmersal (Wuppertal), Johannes Siegler (Lohr am Main) und Klaus Koch (Erbach) abwechseln.

„Mit 23 Fahrzeugen ist unsere Klasse nicht nur quantitativ am stärksten besetzt, auch qualitativ“, sagt Kirchhoff. „Hier tummeln sich jede Menge Werksfahrer von Porsche, Aston Martin, Ferrari und Mercedes. Gegen diese Wettbewerber sind wir nur Außenseiter. Aber 24 Stunden sind lang und wenn wir problemlos durchkommen, sollte ein Platz zwischen 10 und 15 möglich sein.“

Gustav Edelhoff erinnert an die 24 Stunden von Barcelona im letzten Herbst. „Wir lagen bis zu unserem Unfall auf dem zweiten Gesamtrang und klar auf Podiumskurs. Damit hätte vorher auch keiner gerechnet. Daher haben wir auf dem SLS noch eine Rechnung offen.“

Im Vorjahr sah der PoLe-Porsche als Gesamt-20. und Dritter der Klasse „997“ das Ziel. Einer der Schlüssel zum Erfolg war neben der fahrerischen Ausgeglichenheit die perfekte Arbeit und Vorbereitung der Car Collection-Boxencrew, denn der 911 GT3 hatte mit 80.54 Minuten die kürzeste Standzeit aller Cup-Porsche. Mit Vater und Sohn Kemper sowie Peter Schmidt (Eltville) sind drei der Erfolgspiloten aus 2013 wieder mit an Bord. Dazu gesellen sich Ingo Vogler und der Slovake Miroslav Konopka, der bereits an mehreren 24h-Rennen teilgenommen hat.

„Im Gegensatz zu anderen Teams in unserer Klasse setzen wir nicht auf die Unterstützung von Profi-Rennfahrern“, betont Sebastian Kemper. „Für uns steht der Spaß im Vordergrund und wir wollen alle möglichst oft und lange fahren. Vielleicht klappt es wieder mit dem Klassenpodium, aber bei 11 Startern wird es natürlich schwierig.“

Für Vogler ist Dubai und ein 24 h Rennen absolutes Neuland. „Die Nacht ist dort über zwölf Stunden lang und es kühlt wohl auch mächtig ab, während es tagsüber auch gerne 25 Grad warm werden kann. Das sind natürlich andere Werte als in Schalksmühle in dieser Jahreszeit üblich sind. Dazu kommen 70 Starter auf gerade einmal 5.390 Metern. Die Vorfreude ist riesig, ich lass´ mich mal überraschen.“

Wie gewohnt, berichtet im Internet ein Live Stream (http://www.24hdubai.com) und Motors TV (empfangbar in Deutschland nur über Kabelfernsehen) ausführlich vom Persischen Golf. Am Donnerstag, den 9. Januar, gibt es drei Stunden Live-Übertragung von den Trainingssitzungen. Insgesamt zehn Stunden werden vom Rennen direkt gesendet, natürlich auch die Startphase am Freitag, 10. Januar ab 11 Uhr deutscher Zeit.
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Jörg Ufer



Anmeldungsdatum: 12.02.2003
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BeitragVerfasst am: Mi 15.Jan, 2014 19:49    Titel: Antworten mit Zitat

Nachschau 24 Stunden-Rennen Dubai 9.-11.Januar 2014

PoLe-Podium bei den 24h in Dubai

Ein perfektes Wochenende und alle Ziele erreicht: Mit einem der besten Ergebnisse der Teamgeschichte endete für das PoLe Racing Team des Porsche Zentrum Lennetal das 24 Stunden-Rennen in Dubai. Auf dem dritten Rang in der Porsche-Cup-Klasse wurde der 911 GT3 abgewunken, der Mercedes-Benz SLS GT3 wurde Vierter in der Klasse „A6-Am“. Zudem fuhren beide Mannschaften in die Top 20 der Gesamtwertung.

„Wir sind hochgradig zufrieden und können uns nur bei allen bedanken, die zu diesem Erfolg beigetragen haben“, sagte Team-Manager Wolfgang Kemper (Menden). „Es war unser dritter Start in Dubai und wir haben uns zum dritten Mal gesteigert. Die Messlatte für 2015 liegt jetzt verdammt hoch.“

Dank fehlerfreier Leistungen aller zehn Piloten, perfekten Boxenstopps der Mannschaft von Car Collection und technisch nahezu einwandfreien Fahrzeugen arbeiteten sich beide Crews während der 24 Stunden-Distanz kontinuierlich nach vorne. Zu den größten Stärken des Teams gehörte vor allem die fahrerische Ausgeglichenheit aller Piloten.

Das Porsche-Quintett Peter Schmidt (Eltville), Ingo Vogler (Schalksmühle), Miro Konopka (Slowakei), Sebastian Kemper (Ingolstadt) sowie Wolfgang Kemper (Menden) belegte wie im Vorjahr den dritten Klassenrang (bei elf Startern) und erreichte mit dem 19. Gesamtrang noch einen Platz besser als in 2013. „Wenn man bedenkt, dass alleine 28 GT3-Fahrzeuge am Start standen ist das schon beeindruckend“, freute sich Sebastian Kemper.

Eine gehörige Schrecksekunde erlebte Vogler nach rund eineinhalb Stunden. Der 47jährige hatte wenige Minuten zuvor das Steuer von Konopka übernommen, als sich unmittelbar vor ihm am Ende der Start-und-Ziel-Geraden der BMW320d von Natasja Smit-So drehte.

„Das hat mächtig gekracht im Auto und es ging alles so plötzlich und schnell, dass der eigentliche Schreck erst nach der Kollision kam“, schilderte Vogler. Der drehende BMW krachte dem vorbeifahrenden Porsche in die linke hintere Seite. Zwar steuerte Vogler anschließend die Boxen zu einem kurzen Check an, doch außer ein paar Beulen war alles OK. „Es tut mir leid, beim Zurückschalten habe ich die Kupplung zu schnell kommen lassen und die Hinterachse blockierte“, entschuldigte sich die Niederländerin, deren Auto im Frontbereich erheblich beschädigt wurde.

Während der Nachtstunden musste zweimal hinten links bei Konopka und Vogler und einmal vorne links bei Kemper der Reifen nach einem Plattfuß gewechselt werden.

Bis zum Ziel um 14 Uhr lief es für das Porsche-Team ruhig, außer das für die letzte Stunde auf den sequentiellen Schaltknauf anstelle der Lenkradwippe zurückgegriffen wurde. Schlussfahrer Sebastian Kemper nahm es gelassen: „Das war für mich zwar eine neue Erfahrung, aber so wurde zusätzliches Adrenalin freigesetzt, was nach nur wenig Schlaf kein Nachteil war. Schön, dass ich das Auto ins Ziel fahren konnte.“

Wie das sprichwörtliche Schweizer Uhrwerk spulten Heinz Schmersal (Wuppertal), Johannes Siegler (Lohr am Main), Klaus Koch (Erbach), Johannes Kirchhoff (Iserlohn) und Gustav Edelhoff (Hemer) die Runden mit dem Mercedes SLS ab.

Ein kleiner Blick auf die Rundenzeiten zeigt die immense Homogenität der Piloten und das der Flügeltürer vom ersten bis zum letzten Meter den gleichen Speed hatte: Koch fuhr in der vierten von 571 Runden 2.06,786 Minuten. Mitten in der Nacht um 3.05 Uhr erzielte Kirchhoff 2.06,711 Minuten. Und fünf Minuten vor dem Fallen der Zielflagge schaffte der 67jährige Schmersal 2.06,088 Minuten. Rang vier von neun Startern in der Klasse und den 15. Gesamtrang im Feld der 77 Starter hatten sich die fünf Piloten mehr als verdient.

„Dubai war wieder ein tolles Erlebnis bei perfektem Wetter, mit einer großartigen Mannschaft und schlussendlich einem sehr guten Ergebnis“, sagte Kirchhoff. Und Edelhoff ergänzte: „Mit 13 Stunden Dunkelheit ist dieses 24 Stunden-Rennen schon etwas Besonderes. Ich bin stolz, mit dieser tollen Truppe hier alles so gemeistert zu haben.“

Am 21. und 22. März geht es für das PoLe Racing Team auf dem Nürburgring weiter. Dann stehen die beiden Testtage für die bevorstehende Saison in der Langstreckenmeisterschaft auf dem Programm. Die Sauerländer Mannschaft plant – wie gewohnt – Einsätze bei allen zehn Rennen zu Europas populärster Breitensportserie sowie bei den ADAC 24 Stunden am 21. und 22. Juni.
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Jörg Ufer



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BeitragVerfasst am: Sa 22.März, 2014 18:00    Titel: Antworten mit Zitat

Saisonvorschau VLN 2014

Zuversichtlich in die neue Saison

Am kommenden Wochenende beginnt für das PoLe Racing Team des Porsche Zentrum Lennetal mit dem Auftakt zur VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring die eigentliche Motorsportsaison 2014. „Eigentlich“ deshalb, da Anfang Januar in Dubai bereits das 24 Stunden-Rennen bestritten wurde. „Für uns Hobby-Rennfahrer ist natürlich der Nürburgring die motorsportliche Heimat und daher blicken wir mit großer Freude dem ersten Saisonrennen auf der schwierigsten Rennstrecke der Welt entgegen“, sagt Wolfgang Kemper aus Menden.

Der Team-Manager und seine Mitstreiter Johannes Kirchhoff (Iserlohn), Gustav Edelhoff (Hemer), Ingo Vogler (Schalksmühle), Sebastian Kemper (Ingolstadt) und Elmar Grimm (Münster) werden sich im Saisonverlauf das Cockpit im Porsche 911 GT3-Cup teilen. Die Sauerländer Rennfahrer würden am liebsten dort anknüpfen, wo sie in Dubai aufgehört haben: Mit einem Podiumserfolg!

„In Dubai hatten wir elf Fahrzeuge in unserer Klasse, jetzt am Nürburgring sind es 15 oder noch mehr“, weiß Kirchhoff. „Die Leistungsdichte ist enorm und der kleinste Fehler, ein Reifenschaden oder ein verpatzter Boxenstopp können über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Die Trauben hängen hoch, aber nichts ist unmöglich!“

Ähnlich sieht es Edelhoff: „Wir haben vollstes Vertrauen in unser Einsatzteam von Car Collection rund um Peter Schmidt. Im Vorjahr wurde unser Porsche top vorbereitet und während der Rennen immer bestens betreut. Daran knüpfen wir einfach an und machen das Beste daraus. “

Für Ingo Vogler ist die fahrerische Ausgeglichenheit enorm wichtig. „Das war nicht nur in Dubai der Schlüssel zum Erfolg. Wir freuen uns in der VLN gegen Werksteams und Profis fahren zu können, mit denen wir natürlich nicht mithalten können, aber wir machen das mit kühlem Kopf und über die Konstanz. Ich freue mich jedenfalls riesig auf meine dritte Motorsportsaison überhaupt.“

Sebastian Kemper begrüßt, dass das Reglement über den Winter leicht verändert wurde. Reinrassige Rennwagen wie der Porsche 911 RSR sind in der Klasse SP7 nicht mehr startberechtigt, Seriennähe wird groß geschrieben. „In unserer Klasse haben wir jetzt nicht mehr diese Überautos. Das sorgt für mehr Chancengleichheit und hilft hoffentlich, die Kosten etwas einzudämmen.“

Beim Saisonauftakt am 29. März werden sich Vater und Sohn Kemper sowie Ingo Vogler das Porsche-Cockpit teilen. Bis zum Saisonhöhepunkt, den ADAC 24 Stunden am 21./22. Juni, stehen drei weitere Rennen von insgesamt zehn Rennen zur VLN auf dem Programm.

Darüber hinaus wird das PoLe Racing Team zweimal im Ausland an den Start gehen. Am letzten Mai-Wochenende wird in Zandvoort/Niederlande ein 12h-Rennen ausgetragen. Das erste September-Wochenende ist dann Schauplatz der 24 Stunden von Barcelona, wo das PoLe Racing Team noch eine Rechnung aus 2013 offen hat. „Der Unfall auf dem zweiten Gesamtrang liegend hat uns schon gewurmt. Das wollen wir gerne ausmerzen“, sagt Wolfgang Kemper.

Termine Langstreckenmeisterschaft Nürburgring 2014, die Distanz beträgt – mit einer Ausnahme - grundsätzlich vier Stunden:


29.03.14: 1. Lauf
12.04.14: 2. Lauf
26.04.14: 3. Lauf
17.05.14: 4. Lauf
05.07.14: 5. Lauf
02.08.14: 6. Lauf
23.08.14: 7. Lauf (6h)
13.09.14: 8. Lauf
11.10.14: 9. Lauf
25.10.14: 10. Lauf
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Jörg Ufer



Anmeldungsdatum: 12.02.2003
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BeitragVerfasst am: So 30.März, 2014 18:26    Titel: Antworten mit Zitat

VLN 1 - 29.03.14

Top Ergebnis in hartumkämpfter Klasse

Das PoLe Racing Team des Porsche Zentrum Lennetal ist gut aus den Starlöchern gekommen: Beim ersten Rennen zur Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring fuhren Wolfgang Kemper (Menden), Ingo Vogler (Schalksmühle) und Sebastian Kemper (Ingolstadt) auf den sechsten Rang in der Klasse der Specials bis 4000 ccm. Mit dem Porsche 911 GT3-Cup drehte das Trio in vier Stunden 26 Runden, welches einer Distanz von 633,308 Kilometern entspricht. Im Gesamtklassement bedeutete dies Rang 29 bei 170 Startern.

„Das war wirklich ein tolles Wochenende“, freute sich Wolfgang Kemper. „Das Wetter war traumhaft, das Auto perfekt vorbereitet und das Ergebnis richtig gut. Wir sind mit dem Abschneiden in dieser hartumkämpften Klasse mit 12 Startern mehr als zufrieden.“

Dabei begann der Renntag mit einer Schrecksekunde: Gegen Ende des Qualifying rutschte Vogler im Bereich der Kurzanbindung gegen einen Reifenstapel. Hierbei wurde die rechte Fahrzeugseite etwas verbeult, außerdem wurden eine Felge und ein Reifen beschädigt. „Da war wohl eine leichte Ölspur“, schilderte der 47jährige. „Wie ich später erfuhr, hatten kurz vor mir auch andere Teilnehmer dort Probleme. Schade, dass keine Warnflagge gezeigt wurde!“

Doch Peter Schmidt und die Mannschaft von Car Collection bekamen den Boliden bis zum Rennstart wieder rechtzeitig fit. Sebastian Kemper: „Vor allem musste die Spur neu eingestellt werden. Das hat vorzüglich geklappt, dem Porsche hat man im Rennen nichts mehr angemerkt. Es hat heute richtig Spaß gemacht und es standen sehr viele Zuschauer entlang der Strecke, das motiviert zusätzlich.“

Vogler nahm für das Vier Stunden-Rennen als erster am Volant Platz und drehte in 8.57,540 Minuten die schnellste Rundenzeit des Tages. Im Mittelstint war Sebastian Kemper mit 8.58,718 Minuten nur einen Wimpernschlag langsamer. Und Vater Wolfgang drehte als Schlussfahrer mit 9.19,529 Minuten sogar eine persönliche Bestzeit. „Viele Gelbphasen verhinderten eine noch bessere Zeit und störten den Rhythmus. In der letzten Runde musste man im Brünnchen sogar über den Grünstreifen ausweichen, weil die Strecke voller Trümmerteile und Carbonsplitter war.“

Das nächste Rennen steht schon in zwei Wochen auf dem Programm, die Distanz beträgt erneut vier Stunden. Für das PoLe Racing Team greifen dann Vogler und Wolfgang Kemper ins Lenkrad.
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Jörg Ufer



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BeitragVerfasst am: So 13.Apr, 2014 20:43    Titel: Antworten mit Zitat

VLN 2 - 12.04.13

Top Ten-Ergebnis in hart umkämpfter Klasse

Mit einem weiteren guten Ergebnis für das PoLe Racing Team des Porsche Zentrum Lennetal endete das zweite Rennen zur Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring. Wolfgang Kemper (Menden), Ingo Vogler (Schalksmühle) und Don Stephano (Mayen) fuhren bei den Specials bis 4000 ccm auf den neunten Platz bei 15 Startern. „Nach dem heutigen Tag sind wir froh, dass unser Porsche ohne Schramme und mit einem guten Ergebnis das Ziel gesehen hat“, sagte PoLe-Team-Manager Kemper.

Der auf vier Stunden angesetzte Lauf wurde nach 49 Minuten mit der roten Flagge gestoppt. Im Bereich Pflanzgarten waren ein Porsche 911 und ein VW Scirocco miteinander kollidiert. Der Scirocco hatte hierbei die Leitplanken durchbrochen und sich mehrfach überschlagen. Zum Glück kamen beide Piloten mit nur leichten Blessuren davon. Abgesehen von der Bergung der Wracks musste die Dreifachleitplanke auf einer Länge von 80 Metern komplett erneuert werden.

„Die Leitplanke sah ganz schön übel aus, gottlob haben die Fahrer außer ein paar Kratzern nichts abbekommen“, sagte PoLe-Startfahrer Vogler. „Die Unterbrechung war absolut gerechtfertigt, auch wenn ich gerne noch ein paar Runden gefahren wäre. Unser Porsche lief super und ich hatte richtig Spaß.“

Für den Neustart nahm Stephano am Volant Platz. „Es war mein erster Einsatz seit Oktober 2013. Für mich war es wichtig, das Fahrzeug ohne Beulen an Wolfgang Kemper zu übergeben. Daher habe ich es heute ruhig angehen lassen. Wir fahren ja um keine Weltmeisterschaft und es ist heute schon genug passiert.“

Ähnlich sah es auch der Schlussfahrer. „Selbst in meinem Stint gab es noch reichlich Gelbphasen“, berichtete Kemper. „Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, mit den Rundenzeiten nicht so ganz. Nach einer Gewaltbremsung während einer Gelbphase waren die Reifen leider ruiniert, ohne dass sich ein Wechsel noch lohnte. Aber die paar Sekunden waren nicht entscheidend. Wir hatten wie immer sehr viel Spaß und einen besonderen Dank möchte ich einmal mehr unserer Car Collection-Boxencrew aussprechen.“

Schon am 26. April startet das dritte Saisonrennen zur Langstreckenmeisterschaft. Am Steuer des PoLe Racing Team-Porsche werden sich dann Elmar Grimm (Münster), Vogler und Kemper abwechseln.
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Jörg Ufer



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BeitragVerfasst am: So 27.Apr, 2014 11:36    Titel: Antworten mit Zitat

VLN 3 - 26.04.14

PoLe Racing Team fährt wieder in die Top Ten

Dritter Start in 2014, drittes gutes Ergebnis für das PoLe Racing Team des Porsche Zentrum Lennetal. Der Mendener Wolfgang Kemper und Elmar Grimm aus Münster lenkten beim dritten Saisonrennen zur Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring den Porsche 911 GT3-Cup auf Platz sieben von 14 Startern bei den Specials bis 4000 ccm. „Wir Gentleman-Driver sind mit unserem seriennahen Cup-Porsche erneut sehr zufrieden“, freute sich Kemper.

Nach rund einem Jahr Pause griff Elmar Grimm erstmals wieder ins Lenkrad. „Ich habe den Streckenverlauf weites gehend wiedererkannt“, sagte der 57jährige mit einem Augenzwinkern. „Im Ernst: Es hat richtig Spaß gemacht! Das Wetter war top, an der Strecke standen viele tausend Fans und unser Porsche war erstklassig vorbereitet.“

Im ersten Renndrittel lieferte sich Grimm ein packendes Duell mit Andreas Ziegler im Black Falcon-GT3-Cup. „Eigentlich hatte ich letztes Jahr meinen Rücktritt vom aktiven Motorsport erklärt. Doch irgendwie fehlte mir etwas. Schon alleine dieses Duell war die Rückkehr wert, es macht Lust auf mehr. Leider gab es viele Gelb- und Doppel-Gelbphasen, die noch schnellere Rundenzeiten unmöglich machten. Jetzt freue ich mich auf die 24 Stunden im Juni.“

Bei bislang allen Rennen war Wolfgang Kemper mit von der Partie. „Mit 203 Fahrzeugen war die Strecke heute sehr voll. Das machte auf der einen Seite Spaß, war auf der anderen Seite aber auch anstrengend. Fast in jeder Runde gab es irgendwo eine Unfallstelle. Ich glaube, ich hatte nur eine Runde ohne dass Gelb geschwenkt wurde. An einer Unfallstelle habe ich mir bei der Überfahrt von Trümmerteilen vermutlich einen Reifenschaden hinten rechts eingefangen. Dieser kostete leider einen zusätzlichen Boxenstopp und eine Position. Aber das kann passieren, so ist Motorsport.“

Auch der zweite Turn von Elmar Grimm als Schlussfahrer war von vielen Gelbphasen geprägt, so dass auch gegen Ende des Rennens die Bestzeit aus dem Qualifying nicht weiter verbessert werden konnte. „Ich freue mich“, so Teammanager Wolfgang Kemper, „dass Elmar nach dem Jahr Pause mit einer neuen Team-Bestzeit von 8.54,395 sein Comeback feiern konnte! Und das Beste: Wir haben unser Auto nach einem Rennen voller Unfälle ohne eine Schramme über die Distanz gebracht. Wahrlich keine leichte Aufgabe bei diesem Rennen!“

Das nächste Rennen zur Langstreckenmeisterschaft findet am 17. Mai auf dem Nürburgring statt. Am Steuer des 911 GT3-Cup werden sich dann Johannes Kirchhoff (Iserlohn), Gustav Edelhoff (Hemer) und Don Stephano (Mayen) abwechseln. Für das PoLe Racing Team des Porsche Zentrum Lennetal ist dies die Generalprobe für das ADAC-24 Stunden-Rennen Ende Juni.
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Jörg Ufer



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BeitragVerfasst am: So 18.Mai, 2014 13:35    Titel: Antworten mit Zitat

VLN 4 - 18.05.14

Bestes Saisonergebnis fürs PoLe Racing Team

Wenn das mal kein gutes Omen für die bevorstehenden 24 Stunden auf dem Nürburgring ist: Beim vierten Rennen zur Langstreckenmeisterschaft fuhr das PoLe Racing Team des Porsche Zentrum Lennetal bei den Specials bis 4000 ccm auf den fünften Platz von 17 Startern. Mit etwas Glück hätten Johannes Kirchhoff (Iserlohn), Johannes Siegler (Lohr am Main) und Don Stephano (Mayen) mit dem Porsche 911 GT3-Cup sogar aufs Podium fahren können. „Es war heute ein rundum gelungener Tag, der beinahe mit Platz drei belohnt worden wäre“, freute sich Kirchhoff.

Für den Iserlohner war es der erste Einsatz im neuen Porsche seit dem sechsten Lauf im August des Vorjahres. „Ich musste mich erst wieder an den 911er gewöhnen“, gab der 56jährige zu, der in der Zwischenzeit die 24h-Rennen in Barcelona und Dubai auf einem GT3-Fahrzeug bestritten hatte. „Der Porsche fährt sich direkter und etwas nervöser. Der Grenzbereich ist anders und erfordert einen größeren fahrerischen Einsatz. Die Fahrzeuge sind völlig verschieden, aber jeder ist auf seine Art reizvoll.“

Kirchhoff war es auch, der als Startfahrer den Grundstein zum Erfolg legte. „Ich hatte schöne Zweikämpfe mit anderen Fahrzeugen und konnte im Verlauf meines Stints einige Positionen gutmachen. Das Wetter war toll, es standen viele tausend Fans an der Strecke und an den Porsche konnte ich mich von Runde zu Runde wieder besser gewöhnen. Einzig ein kleines Reifenproblem trübte etwas die Fahrfreude.“

Beim planmäßigen Fahrerwechsel zu Siegler nach neun Runden fand sich dann auch der Grund, warum Kirchhoff keine Rundenzeit unter neun Minuten schaffte: Der rechte Vorderreifen hatte einen Luftdruck von nur noch 0,6 bar. Dieses führte zu starkem Untersteuern vor allem in Linkskurven. Außerdem schliff teilweise der Frontspoiler über den Asphalt. „Das irritierte schon etwas!“ erklärte Kirchhoff. Sowohl Siegler als auch Schlussfahrer Stephano hatten danach keinerlei Reifenprobleme mehr.

Obwohl mit Platz fünf von 17 Startern das bislang beste Saisonergebnis erreicht wurde, haderte Kirchhoff etwas mit dem Pech. Denn der auf Platz vier liegende Porsche hatte nur 21,864 Sekunden Vorsprung. Und die zweitplatzierte Startnummer 95 war nach einem Unfall eigentlich gar nicht mehr im Rennen. Doch wegen einer Kollision im Bereich der Döttinger Höhe wurde das Rennen eine Stunde vor Schluss vorzeitig abgebrochen, die Wertung erfolgte auf Basis der Vorrunde. Und da war die Nummer 95 noch dabei.

„Das ist natürlich Pech, aber ich denke, wir können mit unserem Abschneiden mehr als zufrieden sein“, sagte PoLe-Teammanager Wolfgang Kemper (Menden), der das Rennen aus dem fernen und verregneten Berchtesgaden via Internet verfolgte. Denn Sohn Sebastian – beide waren dieses Jahr schon am Steuer des PoLe-Porsche im Einsatz – heiratete seine Lien. „Es gibt halt auch noch etwas anderes im Leben neben dem Nürburgring“, fügte Wolfgang Kemper mit einem Augenzwinkern hinzu. „Beim 24 Stunden-Rennen Ende Juni sind wir wieder in voller Mannstärke am Nürburgring.“

Damit die Pause bis zum Nürburgring-Klassiker nicht zu lange wird, bestreiten Kirchhoff, Gustav Edelhoff (Hemer) und Elmar Grimm (Münster) am letzten Mai-Wochenende in einem GT3-Fahrzeug noch das 12 Stunden-Rennen in Zandvoort. Kirchhoff: „Top Drei oder zumindest die Top Fünf im Gesamtklassement sind dort unser Ziel.“
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BeitragVerfasst am: Mo 02.Jun, 2014 16:14    Titel: Antworten mit Zitat

Nachschau 12h-Rennen Zandvoort 30./31. Mai 2014

Dritter Gesamtrang für PoLe Racing im Car Collection-SLS

Die kühnsten Erwartungen wurden übertroffen: Beim 12 Stunden-Rennen im niederländischen Zandvoort fuhr das PoLe Racing Team aufs Podium. Johannes Kirchhoff (Iserlohn), Gustav Edelhoff (Hemer) und Elmar Grimm (Münster) umrundeten die 4,307 km lange Strecke 332 Mal und erreichten mit 22,38 Sekunden Vorsprung den dritten Gesamtrang.

„Dieses Ergebnis war nur durch ein phantastisches Teamwork möglich“, sagte PoLe-Teammanager Wolfgang Kemper (Menden). „Fehlerfreie Fahrer und dazu die beste Boxencrew waren der Schlüssel zum Erfolg!“

Vom ersten Meter an bewies das PoLe-Trio, dass es auf dem Dünenkurs an der niederländischen Nordseeküste nicht auf Sand bauen wird. Taktisch klug absolvierten Startfahrer Grimm und in der Folge Edelhoff und Kirchhoff am Steuer des Mercedes SLS AMG GT3 ihre Stints. In den Top Acht lag das Sauerländer Team immer, boxenstoppbedingt wurde sogar zeitweise die Führung im Feld der 51 Starter übernommen. „Wir waren zwar pro Umlauf nicht die Schnellsten, aber dadurch konnten wir pro Tankfüllung mehr Runden fahren“, erklärte Kirchhoff. „Mit zunehmendem Rennverlauf ging unsere Taktik auf.“

Während sich die Wettbewerber im Kampf um die vorderen Plätze mit mindestens einem Profi-Rennfahrer verstärkt hatten, bildeten – wie gewohnt – ausschließlich Gentleman-Driver das PoLe-Racing Team. Dennoch kletterte die Sauerländer Mannschaft auf den Ergebnismonitoren peu á peu nach oben.

Zur Rennmitte zeigte sich Edelhoff begeistert: „Die schnelleren Rundenzeiten der Konkurrenz gehen nicht nur zu Lasten des Kraftstoffverbrauches, auch die Technik und die Reifen leiden mehr. Wir haben die richtige Mischung aus Konstanz und Geschwindigkeit gefunden. Wir können auf uns richtig stolz sein, allmählich machen wir uns in den Top Fünf breit. Von mir aus kann es so weitergehen.“

Und es ging so weiter! Ein Ferrari verunfallte, ein Lamborghini bekam technische Probleme. Plötzlich kämpfte das PoLe-Trio ums Podium. In einem dramatischen Finale schaffte es Johannes Kirchhoff, mit 22,38 Sekunden Vorsprung den dritten Gesamtrang zu sichern. „Das ist einfach nur irre, absolut phantastisch, damit hätte ich nie gerechnet“, freute sich Kirchhoff bei der Siegerehrung. „Die letzten Stunden fuhr auf dem Lamborghini nur noch der Profi und er kam immer näher. Aber wir haben es geschafft und jetzt wird gefeiert!“

Alle drei Fahrer lobten das Einsatzteam Car Collection aus Eltville in höchsten Tönen. Grimm brachte es auf den Punkt: „Von allen Teams aus den Top Fünf hatten wir die wenigstens Boxenstopps und die mit Abstand kürzeste Standzeit. Unsere Taktik ging voll auf und wir können uns bei allen, die zu diesem Erfolg beigetragen haben, nur bedanken! Die Sieger hatten einen Ex-DTM-Piloten dabei, die Zweitplatzierten drei Profis und dann folgen drei Hobby-Piloten aus dem Sauerland. Was will man mehr?“

In drei Wochen steht für das PoLe Racing Team der eigentlich Saisonhöhepunkt auf dem Programm: Dann lenken Kirchhoff, Edelhoff, Grimm und Kemper den etatmäßigen Porsche 911 GT3-Cup beim ADAC 24 Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Eine ausführliche Vorschau folgt in Kürze.
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Jörg Ufer



Anmeldungsdatum: 12.02.2003
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BeitragVerfasst am: Mo 09.Jun, 2014 19:38    Titel: Antworten mit Zitat

Vorschau ADAC 24h-Rennen Nürburgring (19. bis 22. Mai 2014)

PoLe-Ziel: Top Ten in hartumkämpfter Klasse

Vom 19. bis 22. Juni gibt es rund um die altehrwürdige Nürburgring-Nordschleife erneut den größten Campingplatz der Welt, denn über 200.000 Zuschauer werden zur 42. Auflage des Internationalen ADAC 24 Stunden-Rennens erwartet. Bereits zum fünften Mal in Folge ist das PoLe Racing Team des Porsche Zentrum Lennetal mit von der Partie. In einer der am stärksten besetzten Klassen hofft die Sauerländer Mannschaft auf ein Top Ten-Ergebnis.

Am Steuer des Porsche 911 GT3-Cup werden sich Johannes Kirchhoff (Iserlohn), Wolfgang Kemper (Menden), Gustav Edelhoff (Hemer) und Elmar Grimm (Münster) abwechseln. Nach den bisherigen vier Saisonrennen ist das Quartett für das Rennen rund um die Uhr sehr optimistisch. „Wir hatten bislang vier gute Ergebnisse, keine nennenswerten technischen Probleme und keinerlei Unfälle oder Ausfälle“, sagt Team-Manager Wolfgang Kemper. „Mit all unserer Routine nehmen wir das Rennen in Angriff. Nach 24 Stunden wird abgerechnet, nicht nach der ersten Stunde.“

Bei den Specials bis 4000 ccm sind nicht weniger als 22 Fahrzeuge genannt – ausnahmslos Porsche 911. „Die Konkurrenz ist natürlich hart, keine Frage“, weiß Kirchhoff. „Aber jeder, der die 24 Stunden in der Eifel live erlebt habt, weiß, was alles passieren kann. Das Wetter spielt oft ein Rolle, auch das Fahren im Verkehr. Man braucht volle Konzentration beim Überholen und überholt werden. Dubai im Januar und Zandvoort im Mai verliefen sehr gut, daran wollen wir jetzt auf dem legendären Nürburgring anknüpfen.“

Ähnlich sieht es Edelhoff, dem mit bislang zehn Nürburgring-Starts erfahrensten Piloten im PoLe-Team. „Auf dem Nürburgring mit seinen ganzen blinden Ecken und Sprungkuppen ist es das Wichtigste, heil über die Runden zu kommen. Lieber beim Überholen mal ein paar Sekunden einbüßen als eine Karambolage zu riskieren. Mit unserem Einsatzteam Car Collection sind wir bestens aufgestellt, jetzt müssen wir Fahrer es nur noch umsetzen.“

Nach dem frühen unfallbedingten Ausfall im Vorjahr ist besonders Grimm „heiß“ auf Wiedergutmachung. „Der Unfall in 2013 war natürlich großes Pech, aber auch das gehört leider zum Motorsport. Wir werden versuchen, mit Konstanz über die Runden zu kommen und am Ende wollen wir in unserer Klasse in den Top Ten sein.“

Eingesetzt wird der Porsche vor Ort einmal mehr von Car Collection Motorsport, der Mannschaft des unermüdlichen Teamchefs Peter Schmidt. Kemper: „Ob Dubai, Zandvoort oder Nürburgring: Mit Peter und seinem Team haben wir in der Vergangenheit nur gute Erfahrungen gesammelt. Die bisherigen vier VLN-Rennen haben dieses einmal mehr bewiesen. Wir dürfen uns berechtigte Hoffnungen machen, an unser gutes Abschneiden aus 2011 anzuknüpfen. Damals fuhren wir mit dem seriennahen 911 RS auf den siebten Platz in der Klasse (von 21) und auf Rang 45 im Gesamtklassement.“

TV-Sender Sport1 überträgt live und exklusiv

Sport 1 gibt beim 24h-Rennen weiter Vollgas. Der Sender plant in diesem Jahr, mehr als 15 Stunden live zu zeigen. Zusätzlich zur ausgedehnten Berichterstattung im Free-TV können Motorsport-Fans das 24h-Rennen vom Start am Samstagnachmittag bis zum Zieleinlauf am Sonntag kostenlos im Livestream auf www.sport1.de verfolgen. Live-Ergebnisse und einen Live-Ticker bietet natürlich auch die offizielle Homepage des Veranstalters unter www.24h-rennen.de

Key Facts PoLe Racing Team 24h-Rennen Nürburgring 2014:

Start-Nr. 73, Porsche 911 GT3-Cup

Johannes Kirchhoff (Iserlohn, 56 Jahre)
Debüt 24h-N´Ring: 1988
Starts 24h-N´Ring: 6
Beste Platzierung: 45. Gesamt/4. Klasse

Gustav Edelhoff (Hemer, 53 Jahre)
Debüt 24h-N´Ring: 1988
Starts 24h-N´Ring: 10
Beste Platzierung: 45. Gesamt/3. Klasse

Elmar Grimm (Münster, 57 Jahre)
Debüt 24h-N´Ring: 2010
Starts 24h-N´Ring: 4
Beste Platzierung: 45. Gesamt/7. Klasse

Wolfgang Kemper (Menden, 61 Jahre)
Debüt 24h-N´Ring: 2010
Starts 24h-N´Ring: 4
Beste Platzierung: 45. Gesamt/7. Klasse
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Jörg Ufer



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BeitragVerfasst am: Mi 25.Jun, 2014 20:53    Titel: Antworten mit Zitat

Nachschau 24h-Rennen 19.-22.6-14

Früher Ausfall für das PoLe Racing Team

Beim ADAC 24h-Rennen auf dem Nürburgring bleibt das PoLe Racing Team des Porsche Zentrum Lennetal weiterhin vom Glück verlassen. Nach nur etwas mehr als zwei Stunden Fahrzeit mussten Johannes Kirchhoff (Iserlohn), Wolfgang Kemper (Menden), Gustav Edelhoff (Hemer) und Elmar Grimm (Münster) den Porsche 911 GT3-Cup mit einem Motorschaden abstellen.

„Wir sind natürlich alle sehr enttäuscht“, sagte Team-Manager Wolfgang Kemper. „Wir wollten eigentlich ein gutes Ergebnis einfahren und vor allem das Ziel sehen. Dass unser Rennen schon so früh zu Ende ist hatten wir natürlich nicht erwartet. Mir tut es auch für unsere Mechaniker leid, die den Porsche wirklich perfekt vorbereitet hatten.“

Die ersten beiden Stunden verliefen nach Plan. Startfahrer Kirchhoff hatte sich in der turbulenten Anfangsphase aus harten Duellen taktisch klug herausgehalten und war auf den neunten Platz von 21 Startern in der Klasse SP7 vorgefahren. „Die Stimmung entlang der Strecke war einmal mehr phantastisch. Dieses typische Nordschleifen-Flair ist schon einzigartig in der Welt. Der Porsche lief hervorragend, ich war sehr zufrieden.“

„Die zahlreichen Unfälle in der Anfangsphase des Rennens glichen einem Aktionfilm. Ich war froh, nicht in einem der kleineren Wagen zu sitzen“, sagte Wolfgang Kemper. „Gott sei Dank wurden wir nicht in diese Unfälle verwickelt. Mit etwas Glück und einer guten Reaktion konnte Johannes Kirchhoff nach einem Ausrutscher auf einem Ölfleck den querstehenden Porsche noch abfangen. Warnflaggen im Bereich der NGK Schikane waren nicht zu sehen, obwohl der zuvor geplatzte Motor eines Konkurrenten nicht zu übersehen war!“

Als zweiter Fahrer übernahm Grimm das Cockpit. „Alles lief nach Plan, ehe ich im Verlauf der 14. Runde im Bereich der Spitzkehre hinter Start und Ziel nicht herunter schalten konnte. Über die Wippe am Lenkrad wollte ich in den dritten Gang herunterschalten, aber das Getriebe reagierte nicht. Diese Probleme setzen sich bis in den Bereich der Ford-Kurve fort. So habe ich versucht, die Gänge von Hand einzulegen. Als die Schaltung dann plötzlich doch reagierte, war ich schlagartig im ersten Gang. Das hatte bei dieser Geschwindigkeit natürlich zur Folge, dass der Motor überdrehte.“

Somit kamen Edelhoff und Kemper nicht mehr zum Fahren. „Das ist natürlich sehr schade, aber solche Probleme können leider passieren“, sagte Edelhoff. „Die bisherigen VLN-Rennen, Dubai und auch Zandvoort waren klasse, jetzt haben wir leider Pech. Da kann man nichts machen.“ Für den 53jährigen war es übrigens der zweite „Nuller“ des Wochenendes: Im Rahmen der 24h startete Edelhoff im Renault Clio-Cup-Rennen. „Da ist mir leider schon in der ersten Runde im Bereich Wehrseifen jemand ins Auto gefahren.“

Fussball-Fan Wolfgang Kemper nahm das Ganze notgedrungen gelassen. „So kann ich wenigstens gleich in Ruhe das WM-Spiel zwischen Deutschland und Ghana gucken. Ursprünglich sollte ich genau dann im Rennauto sitzen.“

Das nächste Rennen steht für das PoLe Racing Team bereits am 5. Juli auf dem Programm. Dann findet auf dem Nürburgring das fünfte Saisonrennen zur Langstreckenmeisterschaft statt. Am Steuer des Porsche 911 GT3-Cup wird dann urlaubsbedingt nur Ingo Vogler im Porsche sitzen.
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Jörg Ufer



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BeitragVerfasst am: So 24.Aug, 2014 18:29    Titel: Antworten mit Zitat

VLN 7 - 23.08.14

Unglückliche Kollision sorgt für frühes Aus

Für das PoLe Racing Team des Porsche Zentrum Lennetal war das ADAC 6h-Rennen, der siebte Lauf zur Langstreckenmeisterschaft Nürburgring, bereits in der vierten Runde zu Ende. Nach einer Kollision und anschließendem Kontakt mit Leitplanke und Reifenstapel musste der Porsche 911 GT3-Cup vorzeitig abgestellt werden.

„Diese Kollision war einfach Pech, es war ein Rennunfall, wie er leider ab und an passiert“, ärgerte sich Team-Manager Wolfgang Kemper (Menden), der sich gerne die Lenkradarbeit während der sechs Stunden Renndistanz mit Ingo Vogler (Lüdenscheid), Johannes Kirchhoff (Iserlohn) und Gustav Edelhoff (Hemer) geteilt hätte.

„Aus den Videoaufnahmen, die uns vorliegen, ziehen wir das Fazit, dass Ingo Vogler viel Pech hatte. Sicher war der Ferrari etwas stürmisch und an dieser Stelle ist Überholen unter ähnlich schnellen Fahrzeugen nicht ganz einfach, aber auch nicht unüblich. Der Ferrari hatte sich mit der Lichthupe bemerkbar gemacht und Ingo hatte die Tür halb offen gelassen. So fühlte sich der Ferrari scheinbar zum Überholen eingeladen. Schade, aber dann kann so ein Unfall passieren.“

„Gerade in dieser Kurve sind unsere beiden Fahrzeuge praktisch gleich schnell“, sagte Vogler. „Nach der Wehrseifen-Kurve ist genug Platz, wo mich ein solcher Ferrari ausbeschleunigen kann. Mir tut es vor allem für meine Teamkollegen leid, echt schade.“ Der 47jährige verlor durch den Kontakt die Kontrolle über den Porsche, drehte sich von der Strecke und prallte dort erst gegen eine Leitplanke und dann gegen einen Reifenstapel. Der Porsche wurde hinten links so stark beschädigt, dass eine Weiterfahrt nicht möglich war.

Auch Sebastian Kemper nicht im Ziel

Vom Glück verlassen war auch Sebastian Kemper (Ingolstadt). Er bildete im Schwesterfahrzeug des PoLe-Porsche ein Team mit Michael Heimrich (Oberursel), Klaus Hahn (Stuttgart) und „Don Stephano“ (Mayen). Startfahrer Hahn wurde in der Startrunde in eine Kollision verwickelt, die eine Reparatur von über einer Stunde nach sich zog. Das Quartett blies in der Folgezeit zur Aufholjagd und lag kurz vor Rennende auf dem sechsten Platz bei den Specials bis 4000 ccm.

„Bei den wechselnden Wetterverhältnissen mit Starkregen und Sonnenschein war es schwierig, das Auto auf der Strecke zu halten. Ich bin zufrieden, dass ich den Porsche unversehrt an den Schlussfahrer übergeben konnte“, freute sich Sebastian Kemper.

Ein Reifenwechsel – es begann wieder stärker zu regnen – wurde der Mannschaft in der Schlussminute zum Verhängnis. Noch bevor der Porsche die Boxengasse mit den profilierten Pneus wieder verlassen hatte, kreuzte der Gesamtsieger den Zielstrich. Somit konnte der Porsche nicht mehr ins Ziel fahren und wurde somit auch nicht gewertet.
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Jörg Ufer



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BeitragVerfasst am: Mo 08.Sep, 2014 19:42    Titel: Antworten mit Zitat

Nachschau 24h-Rennen Barcelona 6.&7.September 2014

Hervorragender vierter Gesamtrang

Beim 24 Stunden-Rennen auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya fuhr das PoLe Racing Team auf den hervorragenden vierten Gesamtrang im Feld der 65 Starter. Johannes Kirchhoff (Iserlohn), Gustav Edelhoff (Hemer), Ingo Vogler (Schalksmühle), Elmar Grimm (Münster) und der Norweger Wiggo Dahlmo drehten im Mercedes-Benz SLS AMG GT3 617 Runden. Dieses entspricht einer Distanz von 2870 Kilometern.

„Mehr konnten wir aus eigener Kraft nicht erreichen, wir sind sehr glücklich“, sagte Team-Manager Wolfgang Kemper. „Alle drei vor uns platzierten Teams haben sich mit Profi-Rennfahrern verstärkt. Gegen die haben wir keine Chance, solange die keine Probleme bekommen. Daher sind wir Gentlemen-Driver in diesem starken Feld mit dem Abschneiden absolut zufrieden.“

Für die Sauerländer Mannschaft war es ein rundum gelungenes Wochenende. „Im Nachttraining hatten wir noch Gewitter und Hagelschauer, so dass das Training abgebrochen werden musste. Aber während des Rennens war das Wetter traumhaft. Tagsüber um die 28 Grad, nachts teilweise sternenklar. Barcelona ist eine anspruchsvolle Strecke, die ständige Konzentration verlangt“, sagte Kirchhoff, der den 550 PS-Boliden auch ins Ziel lenkte.

Edelhoff schwärmte vor allem vom Fahrzeug: „Der SLS ist sehr gutmütig. Tolle Straßenlage, genug Leistung unter der Haube und absolut zuverlässig. Mit dem guten Ergebnis haben wir die Rechnung aus dem Vorjahr beglichen, wo wir zur Rennhälfte ausschieden.“

Einzig SLS-Debütant Vogler beklagte in der Nacht eine Kollision mit dem an Position zwei liegenden BMW Z4. Ein Reifenschaden und eine verbogene Spurstange kosteten mehr als eine halbe Stunde. „Das passiert leider, da steckt keiner drin. Aber auch ohne dieses Malheur wären wir nicht aufs Podium gefahren. Für mich waren Auto und Strecke neu und es war mein erster Renneinsatz in der Nacht. Ich war sehr zufrieden und habe es persönlich sehr genossen!“

Grimm hatte als Startfahrer den Grundstein für den Erfolg gelegt und mit 1.55,919 Minuten gleich die schnellste Runde des Teams gesetzt. Der 57-jährige war auch in die Dunkelheit hinein gefahren. „Ein 24h-Rennen ist immer ein tolles Erlebnis, und heute gekrönt von einem guten Resultat. Auch wenn ich natürlich gerne auf dem Podium gestanden hätte. Ein großer Dank gebührt unserem Einsatzteam Car Collection für den erstklassigen Job.“

„Es war ein packendes Finale. Wir haben alles gegeben und einen perfekten letzten Boxenstopp mit Fahrerwechsel, Tanken und neuen Bremsbelägen absolviert. Letztendlich haben wir mit einem denkbar knappen Vorsprung von 33 Sekunden nach 24 Stunden unseren vierten Platz vor dem BMW Z4 verteidigt“, erläutert Johannes Kirchhoff, der den SLS über die Ziellinie fuhr.

Am 11. Oktober geht es für das PoLe Racing Team des Porsche Zentrum Lennetal weiter. Beim neunten Rennen zur Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring kommt der etatmäßige Porsche 911 GT3-Cup zum Einsatz. Dann werden sich am Steuer Sebastian und Wolfgang Kemper sowie Ingo Vogler abwechseln.
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Jörg Ufer



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BeitragVerfasst am: So 12.Okt, 2014 2:25    Titel: Antworten mit Zitat

VLN 9 - 11.10.14

Versöhnlicher Saisonabschluss mit Schrecksekunden

Mit einem guten neunten Rang in der mit 15 Startern stark besetzten Klasse der Specials bis 4000 ccm endete das neunte Saisonrennen zur Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring für das PoLe Racing Team des Porsche Zentrum Lennetal. Auf dem Weg zum erneuten Top Ten-Rang lief für das Fahrertrio Ingo Vogler (Schalksmühle), Wolfgang Kemper (Menden) und Sebastian Kemper (Ingolstadt) mit dem Porsche 911 GT3-Cup allerdings nicht immer alles glatt.

„Das war heute ein schöner Renntag bei herrlichem Herbstwetter mit Happy-End. Allerdings mit einem Wechselbad der Gefühle“, sagte Wolfgang Kemper, der auch als Team-Manager fungiert. „Jetzt kann die Winterpause kommen.“

Startfahrer Sebastian Kemper hatte schnelle Rundenzeiten gezeigt und in der an Unfällen reichen Startphase sich taktisch klug aus allem herausgehalten. In seiner achten Runde – es sollte die letzte vor dem planmäßigen Wechsel an Vater Wolfgang sein – kam der 34jährige im Bereich Karussell von der Fahrbahn ab.

„Vielleicht war ich etwas zu schnell, vielleicht hatte ich aber auch noch Reste vom Ölbindemittel an den Reifen aus der vorherigen Kurve“, rätselte Kemper ein wenig. „Beim Anbremsen brach mir jedenfalls das Heck aus und ich bin mit der rechten hinteren Ecke leicht gegen die Leitplanken geprallt. Zum Glück konnte ich aus eigener Kraft weiterfahren, wenn auch nur langsam.“

Die Boxencrew reparierte in kürzester Zeit den Schaden, ehe Wolfgang Kemper ins Geschehen eingreifen konnte. „Ich habe dem Fahrzeug nicht angemerkt, dass wir eine leichte Kaltverformung hatten“, sagte der 61jährige und fügte mit einem Augenzwinkern hinzu: „Spur und Sturz waren in Ordnung und es schliff auch kein Bauteil am rechten Hinterreifen. So ein Porsche ist halt ein stabiles Fahrzeug!“

Einzig ein schleichender Plattfuss machte Kemper etwas zu schaffen. „Das Fahrverhalten war schon etwas eigenartig. Aber es war nicht so schlimm, dass ich einen zusätzlichen Boxenstopp hätte einlegen müssen.“

Nach der 16. Runde stieg dann Vogler ins Porsche-Cockpit. Der Schalksmühler wurde mit einem Satz neuer Räder ausgestattet. Kemper: „Aus dem rechten Hinterrad war ein bierdeckelgroßes Stück Gummi regelrecht herausgebrochen, ich fuhr quasi nur noch auf der Karkasse. Der Luftdruck betrug nur noch 1,2 bar. Gut, dass mir der Reifen nicht geplatzt ist. Da hatten wir Glück.“

Vogler seinerseits hatte ein recht entspanntes Rennen. „Das Auto lief prima. Ich spürte weder Unfallfolgen noch Reifenprobleme. Ich hatte richtig Spaß und konnte gute Rundenzeiten herausfahren. Wegen zahlreicher Gelbphasen waren aber Rundenzeiten unter neun Minuten leider nicht möglich. Schade, aber es gibt Schlimmeres.“

Beim zehnten und letzten Lauf zur Langstreckenmeisterschaft am 25. Oktober wird das PoLe Racing Team nicht an den Start gehen. Wolfgang Kemper: „Die Motorsportsaison 2014 ist hiermit für uns beendet. Wir planen aktuell bereits für das 24h-Rennen in Dubai Anfang Januar 2015. Fahrzeug und Fahrer stehen allerdings noch nicht fest. An dieser Stelle möchten wir nicht versäumen, unseren Helfern und Partnern ganz herzlich für das Jahr 2014 zu danken!“
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Jörg Ufer



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BeitragVerfasst am: Mo 16.März, 2015 17:56    Titel: Antworten mit Zitat

Nachschau 12h Mugello/Italien (13.&14.03.2015)

PoLe-Racing fährt auf den zweiten Klassenplatz

Was für ein Saisonauftakt für das PoLe Racing Team des Porsche Zentrum Lennetal: Beim 12 Stunden-Rennen im italienischen Mugello fuhren Johannes Kirchhoff (Iserlohn), Gustav Edelhoff (Hemer), Ingo Vogler (Schalksmühle) und Wolfgang Kemper (Menden) auf den zweiten Platz in der Klasse und den 17. Rang im Gesamtklassement. „Das Motorsportjahr hätte für uns kaum besser beginnen können. So kann es weitergehen“, freute sich Kemper.

Der Porsche 911 GT3-Cup lief vom ersten bis zum letzten Meter ohne das geringste Problem. Startfahrer Kirchhoff: „Unsere große Stärke waren konstante und fehlerfreie Runden sowie perfekte Boxenstopps. Das war der Schlüssel zu Erfolg. Die Strecke macht sehr viel Spaß, mit 73 Startern auf rund fünf Kilometern Länge herrschte aber immer viel Verkehr. Man hatte selten ein paar freie Meter.“

„Mugello ist eine sehr anspruchsvolle und abwechslungsreiche Strecke und war für mich völlig neu“, erklärte Vogler. „Der Porsche lief hervorragend. Es gab fast keine Unfälle. Jeder von uns Piloten hatte zwei schöne Stints. Die ganze Mannschaft hat hervorragend gearbeitet, dafür vielen Dank.“

Mit sechs Fahrzeugen war die Klasse SP2 stark besetzt. Neben dem PoLe-Porsche gingen zwei australische Focus V8, ein französischer GC V8, ein niederländischer Audi R8 sowie ein deutscher Fünfzylinder-Audi TT Turbo an den Start. Die schnellsten Rundenzeiten des Sextetts lagen gerade einmal drei Sekunden auseinander. Ein Beweis für die große Ausgeglichenheit in der Klasse.

Wie bei allen Langstreckenrennen gewinnt nicht immer automatisch der schnellste Bolide. Jeweils in Führung liegend, strandete erst der TT mit Getriebeschaden und eine halbe Stunde vor Rennende auch einer der beiden Focus. Somit lief alles auf ein Duell zwischen dem PoLe-911 und dem verbliebenen Focus hinaus. Schlussfahrer Kemper jagte das Auto aus Down Under, doch nach zwölf Stunden fehlten knapp drei Minuten.

„Die letzten Runden waren sehr spannend“, sagte der 62jährige. „Auf der einen Seite habe ich die Hoffnung nie aufgegeben, vielleicht doch noch in Führung zu gehen. Auf der anderen Seite habe ich natürlich genauso intensiv gehofft, dass bei uns die Technik hält und wir keinen Reifenschaden erleiden. Aber unser Porsche hat seine Zuverlässigkeit erneut unter Beweis gestellt. Während der gesamten 12h mussten nur Öl und Benzin nachgefüllt werden“.

„Mugello war auf jeden Fall eine Reise wert“, brachte es Edelhoff auf den Punkt. „Dieses Rennen fand erst zum zweiten Mal überhaupt statt. Das Starterfeld war hochklassig besetzt und die Organisation vorzüglich. Wir hatten etwas Pech mit Code 60-Phasen, die es mehrfach kurz nach unseren Fahrerwechseln gab. Aber unterm Strich war es ein großartiges Wochenende für das PoLe Racing Team, das Lust auf mehr macht.“

Am 25. April geht die Saison für das Sauerländer Team auf deutschem Boden weiter. Beim zweiten Rennen zur Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring werden sich Kirchhoff, Vogler und Kemper am Steuer des Porsche abwechseln.
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