[VLN&24h] Torsten Kratz

Informationen und Hintergründe.
Jörg Ufer
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[VLN&24h] Torsten Kratz

Beitrag von Jörg Ufer » Di 16.Apr, 2013 8:33

Saisonvorschau 2013

Volles Programm für Torsten Kratz

Langeweile ist ein Fremdwort im Leben von Torsten Kratz. Der 42jährige liebt das Tempo, egal ob auf der Rennstrecke, im Beruf oder im Privatleben. Der Mönchengladbacher ist in den letzten Jahren zu einem der schnellsten Nordschleifenpiloten gereift und gilt als exzellenter Analytiker und Teamplayer. Entsprechend voll ist sein Terminkalender für das Jahr 2013. Neben der neuen Kooperation mit dem Team Adrenalin-Motorsport um Matthias Unger im Bereich von Coaching und VLN Einsätzen, steht der Start bei den ADAC 24 Stunden Mitte Mai in einem BMW 1er V8 im Mittelpunkt.

Im Februar war Kratz für drei Wochen in Finnland, er arbeitete dort als Instrukteur für die Porsche Sport Driving School. „Ab Mitte März sollte ja die Saison am Nürburgring losgehen und deshalb war ich rechtzeitig wieder hier.“ Dass der diesjährige Winter in der Hocheifel eher skandinavische Züge annimmt, konnte niemand ahnen. Gleich vier Veranstaltungen, dreimal Testfahrten von VLN oder RCN sowie das erste Rennen zur VLN Langstreckenmeisterschaft, mussten wegen Eis, Frost und/oder Schnee abgesagt werden.

Somit konnte der 42jährige zumindest mal etwas mehr Zeit mit Lebensgefährtin Nina verbringen, die „zwischendurch“ sogar extra für ein paar Tage nach Finnland geflogen war. „Sie ist eine phantastische Frau und hat für mich in allen Belangen vollstes Verständnis. Dafür bin ich ihr sehr dankbar.“

Auf der Rennstrecke wird es für Torsten Kratz wohl am 13. April ernst. Dann steht mit dem – ursprünglich – zweiten Rennen zur Langstreckenmeisterschaft endlich der Saisonauftakt auf dem Programm, sofern das Wetter mitspielt. Aber die Vorhersagen stehen klar auf „Regen und Temperaturen über dem Gefrierpunkt“ – also idealen Voraussetzungen.

Bei Adrenalin Motorsport, der Mannschaft rund um Matthias Unger, wird der Mönchengladbacher zusammen mit Christian Büllesbach (Königswinter) und Christian Drauch (Österreich) bei allen VLN-Rennen einen BMW M3 GT E36 bei den Serienwagen bis 3000 ccm pilotieren. „Die Klasse ist hart umkämpft, aber Podiumsplatzierungen sollten regelmäßig möglich sein.“

Torsten Kratz wird für das Team aus Heusenstamm zusätzlich als Coach arbeiten. „Auf diese Zusammenarbeit freue ich mich riesig. Meine Ideen und Philosophien wie ein professionelles und vor allem nachhaltiges Coaching auszusehen hat, sind mit den entsprechenden Erwartungen von Matthias nahezu deckungsgleich. Mit diesem Paket bieten wir eine ausgezeichnete Plattform, um sowohl erfahrenere Piloten als auch Motorsporteinsteiger, auf ihren Weg in die RCN, VLN bis hin zum ADAC 24h-Rennen vorzubereiten und zu begleiten.“

Mit besonderer Freude blickt Kratz dem 24-Stunden-Rennen Mitte Mai entgegen. Der 42jährige gehört zu den Piloten auf dem BMW 1er V8 aus der Mannschaft von Thomas Ahles aus Unterschleißheim. „Thomas hat ein extrem professionell aufgebautes Fahrzeug auf die Beine gestellt. Jedes Detail ist eine Augenweide. Von der Performance konnte ich mir bereits letztes Jahr beim 3h-RCN Rennen ein Bild machen. Und ich weiß, dass Thomas über den Winter gezielt an den noch vorhanden Defiziten gearbeitet hat.“ Die weiteren Piloten werden Andreas Winkler (Stetten) und Thomas Frank (Stuttgart) sein. „In die Top 30 der Gesamtwertung sollte man schon fahren können“, hofft der Mönchengladbacher.
Zuletzt geändert von Jörg Ufer am Di 10.Mai, 2016 22:58, insgesamt 11-mal geändert.

Jörg Ufer
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Beitrag von Jörg Ufer » Di 16.Apr, 2013 8:34

VLN 2 / 13.04.13


Mit dem Podium das Maximum erreicht

Torsten Kratz markiert Pole-Position, Klassenbestzeit und All-Time-Best für den M3

Was für ein Saisonauftakt für Christian Büllesbach (Königswinter), Christian Drauch (Österreich) und Torsten Kratz (Mönchengladbach) am Steuer des Adrenalin-BMW M3 E36: Platz drei bei den Serienwagen bis 3000 ccm (V5) sowie Gesamtrang 51 im Feld der 193 gestarteten Fahrzeuge. „Mehr geht nicht, das ist ein perfekter Start in die neue Saison“, war sich das Trio nach dem Rennen einig. Allerdings ist durch einen Protest gegen ein Teilnehmerfahrzeug das Klassenergebnis noch vorläufig, was allerdings die Freude über das Podium nicht schmälert.

Nachdem wochenlang Schnee, Eis und Frost Deutschland im Griff hatten, stand nun einem Startschuss nichts mehr im Wege. Zu Beginn des Trainings war die Strecke noch nass, doch im Verlauf der nächsten 90 Minuten trocknete der Asphalt zunehmend ab. Die beiden Christians gewöhnten sich zunächst an Auto und Strecke, während kurz vor Schluss Kratz seinem Ruf einmal mehr gerecht wurde: In 9.46,972 stellte der 42jährige den M3 der Baureihe E36 auf die Pole-Position der Klasse V5, die mit neun Fahrzeugen besetzt war.

Der Rennstart erfolgte bei Sonnenschein. Drauch kletterte als Erster ins Cockpit und behauptete sich zuerst in der Führungsgruppe. In dem engen Kampf gab er zwar die Führung in der V5 ab, kam aber unbeschadet durch das Startchaos. „Ich habe mich aus allem herausgehalten, das war mir am Sichersten“, sagte der Österreicher, der im Vergleich zu vielen Mitbewerbern dieser Klasse auf dem Eifelkurs bei weitem noch nicht so erfahren ist. Drauch übergab auf Platz vier liegend an Büllesbach, der diese Position in seinem von vielen Gelbphasen geprägten Stint halten konnte. „Ich hatte nach vorne und nach hinten konstant Luft, für mich war es ein ruhiges Rennen.“

Nach 16 Runden übernahm Kratz das Volant mit über 60 Sekunden Rückstand auf den Drittplatzieren Black Falcon-BMW 330i. In der 20. Runde zog der Mönchengladbacher vorbei, übernahm den dritten Rang. Eine Runde vorher markierte er in 9.30,845 Minuten nicht nur die Klassenbestzeit des Tages, sondern auch eine All-Time-Best für den fast 20 Jahre alten Boliden. „Das war schon eine coole Runde, die hat richtig Spaß gemacht“, freute sich Kratz. „Ein Kompliment auch an den Black Falcon-Piloten, der im Zweikampf fair Platz gelassen hat.“

Die letzten beiden Runden musste Kratz den Fuß vom Gas nehmen, da sich der Kraftstoff dem Ende neigte. „Ich habe immer schon bei 5.500 Umdrehungen geschaltet und unseren M3 ins Ziel getragen. Es hat gereicht und darüber sind wir alle sehr glücklich!“

Das nächste Rennen zur Langstreckenmeisterschaft Nürburgring, gleichzeitig die letzte Generalprobe für die ADAC 24 Stunden, findet am 27. April statt.

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Beitrag von Jörg Ufer » So 28.Apr, 2013 17:38

VLN 3 - 27.04.13

Knapp am Podium vorbei

Imposante Aufholjagd beinahe noch mit Rang drei belohnt

Das dritte Saisonrennen zur Langstreckenmeisterschaft Nürburgring verlief ganz nach dem Geschmack von Torsten Kratz. Wechselnde Witterungsbedingungen stellten hohe Anforderungen an die Piloten. Zusammen mit seinen Teamkollegen Christian Drauch (Österreich) und Christian Büllesbach (Königswinter) belegte der Mönchengladbacher am Steuer des Adrenalin Motorsport-BMW M3 E36 den vierten Rang von zehn Startern bei den Produktionswagen bis 3000 ccm.

Nach dem dritten Rang beim letzten Rennen reiste Kratz optimistisch an den Eifelkurs. Doch im freien Training und auch im Qualifying gab es Probleme mit einem Bremssattel und einem Radlager. Bis zum Start des Vier-Stunden-Rennens konnten die Defekte allerdings behoben werden. Bei strömendem Regen startete schließlich 211 Fahrzeuge in die letzte Generalprobe vor dem 24 Stunden-Rennen Mitte Mai.

Gegen Rennmitte übernahm Kratz das Cockpit. Der 42jährige wechselte bei abtrocknender Piste als einer der ersten auf Slicks. „Meine Rundenzeiten wurden direkt 30 Sekunden schneller und ich konnte auch in der Klasse einiges an Boden gutmachen, trotz diverser Aha-Erlebnisse.“ Hierzu zählten vor allem Begegnungen mit diversen Aston Martin-Fahrzeugen.

„Ich fahre nicht mit denen in der gleichen Klasse und war darüber hinaus auch noch klar schneller. Ich verstehe nicht, warum die einen nicht vorbeilassen“, ärgerte sich der Porsche-Instrukteur nach der Zieldurchfahrt. „Es ist scheinbar schwer zu akzeptieren, das ein alter E36 ihren PS-Brummer überholt oder die waren so mit sich beschäftigt, dass sie einfach keine Zeit hatten, in den Rückspiegel zu schauen. Dann hätten sie aber wenigstens die blauen Flaggen beachten können.“ Alle besagten Aston Martin wurden schließlich überholt, auch wenn dieses nicht ganz ohne Kampfspuren am BMW M3 blieb.

Drei Runden vor Schluss kam der Mönchengladbacher für einen kurzen Splash-and-Dash an die Boxen. Das Podium war dennoch nicht abgehakt, auch wenn die Teamkollegen Konnerth/Ebertz/Steinhaus mit dem Schwesterfahrzeug nicht mehr nachtanken mussten. Zu Beginn der letzten Runde fiel die Entscheidung beim Blick auf die Tankanzeige. „Bei diesem letzten Stopp hat man leider zu wenig Kraftstoff eingefüllt. Die Nadel stand auf Null zu Beginn des letzten Umlaufes und so konnten wir nur noch um den Kurs rollen. Das ganze Team hat gebetet, dass wir die Zieldurchfahrt schaffen."

Statt eines möglichen erneuten dritten Ranges blieb dieses mal „nur“ Rang vier mit knapp drei Minuten Rückstand. Kratz trug es dennoch mit Fassung: „Das kann immer mal passieren. Adrenalin Motorsport hat das ganze Wochenende über perfekt gearbeitet. Auf den ersten vier Plätzen der Klasse V5 findet man drei Adrenalin-Motorsport Fahrzeuge. Wenn das kein Erfolg ist..."

Als nächstes steht für Torsten Kratz das ADAC 24 Stunden-Rennen auf dem Programm. In knapp drei Wochen gehört der 42jährige zum Fahrerquartett im 1er BMW bei Ahles Motorsport.

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Beitrag von Jörg Ufer » Do 02.Mai, 2013 20:49

Vorschau 24h Nürburgring 2013

Ahles-BMW 1er hat die Top Fünf im Visier

Ahles Motorsport aus Unterschleißheim startet erstmals beim ADAC 24 Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Nachdem Teameigner Thomas Ahles bereits zweimal als Fahrer beim härtesten Autorennen der Welt mit von der Partie war, setzt der 36jährige nun seinen eigenen BMW E82 GTS ein. Am Steuer des rund 430 PS starken V8 werden sich neben dem Teamchef auch Thomas Frank (Stuttgart), Torsten Kratz (Mönchengladbach) und Andreas Winkler (Stetten) abwechseln.

Seit 2010 hat Ahles dieses spezielle Projekt entwickelt und jedes Detail hochprofessionell umgesetzt. Nach gut 6.000 Arbeitsstunden war das Fahrzeug rennfertig und es erfolgten erste Einsätze auf dem Nürburgring. Beim ersten Roll-Out am 28. Juli 2012 im Rahmen der Rundstrecken-Challenge gab es gleich einen Klassensieg.

Eine Woche später starteten Ahles, Winkler und Frank beim Sechs-Stunden-Rennen, welches zur Langstreckenmeisterschaft zählt. Ohne das kleinste Problem wurde das Trio auf Platz fünf bei 11 Startern abgewinkt. „Hier zeigte sich wieder einmal, dass eine sorgfältige Vorbereitung sowie die Auswahl von hochwertigen Teilen und Komponenten beim Aufbau eines derartigen Fahrzeuges sehr von Bedeutung sind,“ sagt der Teamchef. „In diesem Zusammenhang nochmals vielen Dank an die Sponsoren und Technikpartner bei der Verwirklichung dieses tollen Projekts und natürlich auch an meine Helfer!“

Seit Oktober 2012 verstärkt Torsten Kratz die bayrische Mannschaft. Der 42jährige zählt nicht nur zu den ganz schnellen Nordschleifen-Spezialisten, sondern auch als exzellenter Analytiker und Teamplayer. Gemeinsam mit Ahles und Frank wurde das Drei Stunden-RCN-Rennen in Angriff genommen. Im Feld der 135 Starter wurde das BMW-Team Gesamt-Siebter und Fünfter in der Klasse. Ahles: „Nach diesen drei problemlosen Rennen waren wir uns sicher: Jetzt ist die Zeit reif für die 24 Stunden!“ Über den Winter wurde der BMW 1er bei Ahles Motorsport umfangreich weiterentwickelt.

Für die Jagd rund um die Uhr zählt für das Fahrer-Quartett vor allem Eines: Ankommen! Das schicke Coupé mit dem bulligen V8-Sound startet bei den Specials bis 6200 ccm und trifft dort auf Aston Martin Vantage, Audi RS5, Porsche GT3, Ferrari 458, Lexus IS-F, Toyota LFA, Hyundai Genesis und Chevrolet Corvette. „Unsere Klasse ist buntgemischt und sicherlich sehr homogen. Der Werks-Toyota ist der klare Favorit, dahinter ist aber fast alles möglich. Ein Platz unter den ersten fünf bei elf Startern sollte machbar sein“, hofft Thomas Ahles.

Key Facts:

41. ADAC 24 Stunden Nürburgring 17. bis 20. Mai 2013
Start-Nr. 43
Ahles Motorsport BMW E82 GTS V8

Die Piloten:

Thomas Ahles (Unterschleißheim), Debüt 24h-N´ring: 2010, Starts insgesamt: 2
Thomas Frank (Stuttgart), Debüt 24h-N´ring: 2004, Starts insgesamt: 8
Torsten Kratz (Mönchengladbach), Debüt 24h-N´ring: 2005, Starts insgesamt: 7
Andreas Winkler (Stetten), Debüt 24h-N´ring: 2008, Starts insgesamt: 2

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Beitrag von Jörg Ufer » Mi 22.Mai, 2013 18:25

Nachschau 24h 2013

Guter vierter Platz in der SP8 für Ahles Motorsport

„Unsere Premiere bei den ADAC 24 Stunden kann sich sehen lassen, das ist ein richtig gutes Ergebnis“, freute sich Thomas Ahles aus Unterschleißheim bei der Siegerehrung. Zusammen mit seinen Teamkollegen Andreas Winkler (Stetten), Thomas Frank (Stuttgart) und Torsten Kratz (Mönchengladbach) lenkte der Teamchef den Ahles Motorsport-BMW E82 GTS auf den vierten Platz von zehn Startern bei den Specials bis 6200 ccm.

Das Wetter bestimmte das längste Motorsportwochenende des Jahres. Freitagmorgen fiel der RCN-Lauf wegen Nebel aus, das erste Training der 24h musste gekürzt werden. Während des Top 40-Qualifyings und der Startphase gab es dann frühsommerliche Bedingungen. Kurz vor Ende der vierten Stunde setzte Regen ein, der immer heftiger wurde und die Rennleitung zwei Stunden später veranlasste, aufgrund der katastrophalen Sichtverhältnisse das Rennen zu unterbrechen.

Nach neun Stunden Pause ging es morgens um acht Uhr bei deutlich weniger Regen weiter und im Ziel war es dann sogar wieder trocken. „Das waren die verrücktesten 24 Stunden, die ich jemals mitgefahren bin“, sagte Frank, der mit jetzt neun Starts der Erfahrenste im Team war. „Ein großes Lob gilt unserem gesamten Team für die perfekten Boxenstopps bei teilweise sintflutartigen Regenfällen.“

Porsche-Instrukteur Kratz hatte im Verlauf des Wochenende die Fahrwerksabstimmung positiv beeinflusst und auch für die schnellsten Rundenzeiten des 1er-BMW gesorgt. „Das Auto macht unheimlich viel Spaß. Thomas Ahles ist mit seinem Projekt noch nicht am Ende der Entwicklungsphase. Es existieren vielfältige Ideen, die es umzusetzen gilt. Aber es ist unglaublich beeindruckend, was er mit seinem Team hier auf die Beine gestellt hat. Jedes Detail ist professionell durchdacht und umgesetzt. Ich habe ihn gerne mit meinen Erfahrungen unterstützt. Im Nassen brauchten wir zum Beispiel einen großen Heckflügel, um die Traktion zu verbessern. Auch in diesem Bereich hatte Ahles-Motorsport alles für zwei verschieden Abstimmungswege vorbereitet.“

Bis zur Rennunterbrechung lag der Ahles Motorsport-BMW auf einem hervorragenden vierten Platz in Klasse SP 8. Beim Neustart pilotierte Andreas Winkler den V8-Boliden und konnte sich zunächst auf dieser Position behaupten. Unter weiterhin schwierigen Wetterbedingungen verlor er das Auto beim Herausbeschleunigen aus dem Streckenabschnitt Brünnchen. Winkler: „Beim Beschleunigen Richtung Eiskurve ist mir schlagartig das Heck ausgebrochen. Ich hatte keine Chance mehr den Einschlag zu vermeiden.“ Durch die notwendigen Reparaturen gingen nur rund 45 Minuten verloren. „Das war eine Top-Leistung unserer Mechaniker-Crew“, so Ahles nach dem Rennen.

Bei weiterhin nassen Bedingungen startete der Teamchef persönlich nun von Platz acht die Aufholjagd auf die verlorenen Positionen. Nach acht Runden übergab er das Lenkrad auf Position sieben liegend an Kratz - weiterhin auf Regenreifen. Nach vier Umläufen wechselte Kratz als einer der ersten des gesamten Feldes auf Slicks. „Es war zwar noch stellenweise feucht auf der Strecke, aber wir mussten pokern, um noch was zu erreichen.“

Nach weiteren neun Runden lag der Ahles-Motorsport BMW auf Position drei in der Klasse SP8 mit rund vier Minuten Vorsprung. Kratz übergab das Steuer an Thomas Frank und es begann ein dramatischer Kampf mit dem Aston Martin (#6) um den dritten Rang. Ohne Probleme spulte Frank seinen Stint ab und behauptete Rang drei mit 20 Sekunden Vorsprung.

Für den finalen Stint übernahm Thomas Ahles nochmals das Steuer. Auch die Räder wurden ein letztes Mal für den Finalspurt gewechselt. Leider ging beim Reifenwechsel etwas schief. Radbolzen und Felge wurden vorne rechts beschädigt. Der ganze Stop dauerte etwa 1.30 Minuten länger als geplant. Mit einem dicken Hals und mit fast vier Minuten Rückstand auf den Aston Martin ging Ahles auf die Strecke und knabberte Sekunde für Sekunde vom Rückstand ab. Noch war nichts verloren, da auch der Aston Martin noch einmal zum Stop an die Box musste.

Fünf Runden vor Rennende absolvierte die Aston Martin-Mannschaft diesen Stop ohne Probleme. Der Ahles BMW mit Ahles am Steuer lag nun - mit nur noch einer knappen Minute Rückstand - auf dem vierten Platz und holte weiter auf. 30 Minuten vor Rennende starben dann doch noch alle Hoffnungen auf einen Podiumsrang. Durch den Schaden beim verpatzten Räderwechsel traten deutliche Vibrationen auf, die einen weiteren Boxenstop zur Reparatur erforderlich machten um die Zielankunft nicht zu gefährden.

Im Ziel fehlten auf den drittplatzierten Aston Martin lediglich 4.30 Minuten. Aber die Zielankunft und der vierte Platz in der Klasse SP 8 ist ein riesiger Erfolg bei dem 24h-Premieren-Einsatz von Ahles Motorsport. Dieses weltweit einzigartige Projekt von Thomas Ahles zeigt damit erste Erfolge und man kann gespannt sein, wie diese Story weitergeht...

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Beitrag von Jörg Ufer » Mi 26.Jun, 2013 19:52

VLN 4 - 22.06.13

Ein glanzloses Podium

Beim vierten Saisonrennen zur Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring fuhr Torsten Kratz bei den Produktionswagen bis 3000 ccm erneut aufs Podest. Zusammen mit Christian Drauch (A-Hausmannstetten) und Christian Büllesbach (Königswinter) lenkte der Mönchengladbacher, wie gewohnt, den Adrenalin Motorsport-BMW M3 E36.

Freude kam bei Kratz allerdings keine auf, denn das Rennen musste wegen eines traurigen Zwischenfalls vorzeitig abgebrochen werden: Opel Astra-Pilot Wolf Silvester brach, vermutlich nach einem Herzinfarkt, hinterm Steuer zusammen und starb noch an der Rennstrecke. „Den Hinterbliebenen möchte ich mein tiefstes Mitgefühl aussprechen“, betonte der 42jährige. „Mein Beileid geht natürlich auch an seine Freunde und das Team Bonk Motorsport.“

Durch den Abbruch nach etwas mehr als der Hälfte des auf vier Stunden angesetzten Rennens kam Torsten Kratz im Rennen nicht mehr zum Einsatz. Christian Drauch hatte zunächst am Volant Platz genommen, dann übernahm Christian Büllesbach das Steuer.

Kratz: „Ich hatte mich gerade mit Overall und Helm einsatzfertig gemacht, als der Abbruch mit der roten Flagge erfolgte. Ein paar Minuten später wäre ich ins Cockpit geklettert. Das vorzeitige Rennende geht aber absolut in Ordnung, die Entscheidung des Veranstalters war absolut richtig.“

Im Training hatte der Porsche-Instrukteur für einen Paukenschlag gesorgt, als in 9.33,277 Minuten die zweitbeste Trainingszeit der Klasse markiert wurde. „Das war fast eine perfekte Runde. Ich bin das Qualifying mit gebrauchten Sslicks gefahren. Da wäre heute nicht viel mehr mit dem M3 E36 möglich gewesen. Bei meinem Team kann ich mich nur bedanken, das Fahrzeug war sehr gut vorbereitet.“

Im Rennen hätte Kratz natürlich auch gerne ins Geschehen eingegriffen. „Nach dem guten Training war ich auch heiß aufs Rennen. Meine beiden Teamkollegen hatten eine gute Vorarbeit geleistet und ich wollte auf jeden Fall nochmal angreifen. Dieses Mal kam es dann leider nicht mehr dazu, aber es stehen ja noch ein paar Rennen auf dem Programm.“

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Beitrag von Jörg Ufer » Mo 22.Jul, 2013 19:54

VLN 5 - 20.07.13

Ein perfekter Tag für Torsten Kratz und Thiemann Motorsport

Für Torsten Kratz hätte das fünfte Saisonrennen zur Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring nicht besser laufen können: Klassensieg, schnellste Rennrunde und ein ordentlicher Sprung nach vorn in diversen Meisterschaftswertungen. „Ich bin rundum zufrieden, das war heute ein perfekter Tag. Vielen Dank auch an meine Teamkollegen Dominik Thiemann und Hajo-Franz Müller und an die gesamte Mannschaft von Thiemann Motorsport!“

Nach drei Rennen für Adrenalin Motorsport wechselt der Mönchengladbacher zu Thiemann Motorsport. Das Fahrzeug ist ebenfalls ein BMW M3 aus der Baureihe E36. Und auch die Klasse ist dieselbe: Produktionswagen bis 3000 ccm. Somit gibt es ein Wiedersehen mit seinem ehemaligen Einsatzgerät. „Es gab verschiedene Gründe, warum für mich ein weiterer Einsatz auf dem Adrenalin-Motorsport M3 nicht sinnvoll erschien. Bis vor drei Tagen war nicht klar, ob ich dieses Jahr überhaupt weiter in der VLN starte. Das Thiemann Motorsport noch so kurzfristig auf mich zukam und mir den Platz anbot, hat mich riesig gefreut“, erklärt Kratz.

Hinzu kommt bei diesem Rennen der besondere Aspekt, dass BMW-Werksfahrer Dirk Adorf im Rahmen eines Breitensport-Programms Kratz´ ehemaligen Fahrerplatz bei Adrenalin einnimmt.

Im Qualifying hat der Adrenalin-BMW Z4 von Unger/Zils/Fischer mit 9.34,950 Minuten noch knapp die Nase vorn vor Thiemann/Müller/Kratz (9.35,250). Büllesbach/Drauch/Adorf folgen mit 9.39,172 Minuten. Bei perfekten sommerlichen Bedingungen führt nach zwei Runden Müller vor Unger und Drauch.

Die Pole-Setter müssen zu Beginn der dritten Runde nach einer Kollision mit einem Opel Astra im Haug-Haken die Segel streichen. Bis zum Ende der achten Runde kann Müller die Führung knapp behaupten. Nur durch eine Sekunde getrennt, steuert das Spitzen-Duo planmäßig die Boxen an. „Leider parkte uns dann ein Opel Astra zu, das kostete ein paar Sekunden und ich kam als zweiter hinter dem Adrenalin-Motorsport M3 auf die Strecke.“, schildert Kratz, der nun das Volant übernimmt.

Doch nach wenigen Kilometern ist die alte Reihenfolge wieder hergestellt und bis zum Ende seines Stints kann Kratz den Vorsprung gegenüber Büllesbach auf rund zwei Minuten ausbauen. „Dieser M3 ist etwas anders abgestimmt als mein bisheriges Fahrzeug. Aber es macht irre Spaß und ich kann Thiemann Motorsport nur ein Riesenkompliment aussprechen.“ In 9.34,216 Minuten markiert der 42jährige auch die schnellste Rennrunde der Klasse, was einen Bonus von € 500 einbringt.

Für das Schlussdrittel übernimmt Dominik Thiemann das Steuer und kreuzt schließlich mit Rundenvorsprung den Zielstrich. In der Sonderwertung der Produktionswagen übernehmen Thiemann/Müller die Führung, Kratz verbessert sich auf Rang acht. In der Jahreswertung (489 Teilnehmer) sind Thiemann/Müller Neunter, Kratz jetzt 20.

Der nächste Lauf, welcher über sechs Stunden führen wird, findet am 24. August statt. Torsten Kratz und seine Teamkollegen Thiemann und Müller peilen dann den nächsten Klassensieg an. Kratz wird bei dem 6h-Krimi eventuell zusätzlich in der Klasse SP8 mit dem 1er BMW von Ahles-Motorsport an den Start gehen.

Jörg Ufer
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Beitrag von Jörg Ufer » Mo 26.Aug, 2013 20:49

VLN 6 - 24.08.13

Rundenrekord und Klassensieg für Torsten Kratz

Zweiter Start, zweiter Sieg für Torsten Kratz am Steuer des Thiemann Motorsport-BMW M3 E36. In überlegener Manier feierte der Mönchengladbacher zusammen mit seinen Teamkollegen Dominik Thiemann (Lemgo) und Hajo-Franz Müller (Odenthal) einen Start-Ziel-Sieg bei den Produktionswagen bis 3000 ccm. Zudem stellte Kratz in 9.24,024 Minuten einen neuen Rekord für diese Klasse auf.

„Das war heute der beste BMW E36, vielleicht sogar der beste Tourenwagen, den ich jemals gefahren bin“, lobte Kratz die Mannschaft rund um Hildegard und Hans-Werner Thiemann. „Zudem waren die Boxenstopps perfekt und die Strategie absolut richtig. Es war ein rundum gelungener Tag. Unsere Chancen in den verschiedenen Meisterschaften sind weiter gestiegen.“

Der 42jährige legte als erster Fahrer mit einem Doppelstint den Grundstein zum Erfolg. Kratz erwischte einen optimalen Start und konnte schon auf den ersten Kilometern einen kleinen Vorsprung auf seinen Hauptwettbewerber Matthias Unger (BMW Z4) herausfahren. Als dieser im Verlauf der zweiten Runde mit Motorschaden im Klostertal ausrollte und der Thiemann-Pilot gleichzeitig den neuen Rundenrekord aufstellte, fiel die Vorentscheidung.

„Meine Boxencrew signalisierte mir „slow down“ und von da an habe ich Tempo herausgenommen. Einige leichte Regenschauer machten das Rennen sehr anspruchsvoll und ich musste höllisch aufpassen. Ich hatte nicht das kleinste Problem.“ Erst Müller und dann Thiemann übernahmen das Steuer in der zweiten Rennhälfte und nach sechs Stunden Fahrzeit hatte das Trio 4.11,765 Minuten Vorsprung auf den Nächstplatzierten herausgefahren.

Als Thiemann mit dem M3 E36 den Zielstrich kreuzte, saß Torsten Kratz am Steuer des Ahles Motorsport-BMW 1er GTS. Wie schon beim 24 Stunden-Rennen unterstützte der Porsche Instruktor die Mannschaft aus Unterschleißheim. Zusammen mit Teamchef Thomas Ahles, Thomas Frank (Stuttgart) und Andreas Winkler (Stetten) war nach einem Unfall bei den Specials bis 6200 aber nicht mehr möglich als Platz 14. In der 18. Runde war Ahles mit einem anderen BMW kollidiert, als Folge musste unter anderem die Spurstange gewechselt werden.

„Thomas Ahles und seine Mannschaft haben ein hervorragendes Auto auf die Beine gestellt“, lobte Kratz. „In dieser Klasse gegen die ganzen Porsche, Ferrari, Lexus und Corvette sind wir mit dem BMW natürlich recht chancenlos, zumal der 1er die Power kaum auf die Straße bekommt. Aber dennoch hat es Spaß gemacht und ohne die Kollision wären wir vielleicht auch in den Top Ten der Klasse gelandet.“

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Beitrag von Jörg Ufer » Do 19.Sep, 2013 8:47

VLN 7 - 14.09.2013

Kratz: „Wir konnten uns heute nur selber schlagen“

Beim siebten Saisonrennen zur Langstreckenmeisterschaft Nürburgring kamen Torsten Kratz (Mönchengladbach), Dominik Thiemann (Lemgo) und Hajo-Franz Müller (Odenthal) mit dem Thiemann Motorsport-BMW M3 E36 bei den Produktionswagen bis 3000 ccm nur auf den dritten Rang. Das Trio hatte eigentlich mit 2.37 Minuten Vorsprung den dritten Sieg in Folge gefeiert, wegen eines Gelbvergehens wurde jedoch eine Runde gestrichen.

„Thiemann-Motorsport hat bei der Rennvorbereitung und an der Strecke wieder einen Traumhaften Job gemacht“, lobte Kratz die gesamte Mannschaft. „Der BMW war perfekt. Ich konnte erneut die schnellste Rundenzeit der Klasse herausfahren. Und während meines Stints habe ich einen Drei-Minuten-Rückstand nicht nur aufgeholt, sondern auch die Führung übernommen.“

„Mir tut es unheimlich leid für das gesamte Team und meine beiden Teamkollegen“, sagte ein geknickter Torsten Kratz nach dem Rennen. „Die Bestrafung habe ich zu verantworten, keine Frage. Aber die Situation war absolut unglücklich. Ich habe noch nie als Rennfahrer eine Sportstrafe bekommen. Aufgrund der Örtlichkeit und der späten Flaggensignale hatte ich kaum eine Chance.“

Was war passiert? Hinter dem großen Sprunghügel Pflanzgarten wurde hinter Posten 177 ein verunfallter Aston Martin geborgen, abgesichert durch ein Intervention-Car. Posten 176 zeigte eine gelbe Flagge, Posten 177 doppelt Gelb verdeckt durch ein gelbes Flashlight, welches laut Reglement weniger Bedeutung als die gelbe Flagge hat.

Entsprechend des Reglements verlangsamte Kratz hinter Posten 176 seine Geschwindigkeit. Aufgrund der kurzen Entfernung, der Topographie und des im Nassen blendenden Flashlights, war die doppelt Gelb geschwungene Flagge so spät zu sehen, dass ein Abbremsen auf die vorgeschriebenen 60 km/h ab Höhe Posten 177 nicht mehr möglich war.

„Wenn man mit 180 km/h über den großen Sprunghügel fährt, kann ich im Nassen nur mit hohem Risiko für alle Beteiligten bis zur Senke auf 60 km/h abbremsen. An einer solchen erst spät einsehbaren Stelle muss ein Posten früher mit gelben Flaggen gewarnt werden.“

„Wir haben die Situation mit der Rennleitung ausführlich und sachlich besprochen. Ich hoffe, das beide Seiten aus den Erkenntnissen etwas für die Zukunft mitnehmen können. Die Wetterbedingungen haben es für die Streckenposten und Piloten nicht einfacher gemacht, mit den zahlreichen Ereignissen umzugehen. Bitter ist, dass diese Strafe meisterschaftsentscheidend für die Produktionswagenmeisterschaft sein könnte.“

Für die letzten drei Saisonrennen ist die Taktik für den 42jährigen jedenfalls klar: „Uns helfen nur noch Klassensiege. Und wir brauchen Glück, nicht noch einmal in eine solche unglückliche Situation zu geraten.“

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Beitrag von Jörg Ufer » So 29.Sep, 2013 19:33

VLN 8 - 28.09.13


Mit leeren Händen trotz souveräner Führung

Das achte Saisonrennen zur Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring endete für Torsten Kratz (Mönchengladbach), Dominik Thiemann (Lemgo) und Hajo-Franz Müller (Odenthal) abrupt kurz nach der Halbzeit des auf vier Stunden angesetzten Rennens. Nach einer Kollision im Bereich Schwalbenschwanz krachte Müller in die Leitplanken, der BMW M3 E36 von Thiemann Motorsport wurde hierbei stark beschädigt.

„Das ist alles sehr sehr ärgerlich“, sagte ein trauriger Torsten Kratz. „Wir lagen souverän in Führung und hätten das Rennen eigentlich nur nach Hause fahren müssen. Stattdessen stehen wir jetzt mit leeren Händen da und können die Produktionswagen-Meisterschaft abhaken. Ich möchte dennoch ein großes Lob an Thiemann Motorsport aussprechen, denn bis zum plötzlichen Ende war es ein perfektes Wochenende!“

Als Startfahrer hatte der Mönchengladbacher einmal mehr auf ganzer Linie überzeugt. Annähernd zwei Minuten Vorsprung konnte der 42jährige auf den Nächstplatzierten herausfahren. In 9.25,110 Minuten markierte Kratz zudem zum vierten Mal in Folge die schnellste Rundenzeit der Klasse.

„Es lief perfekt, zumal auch das Wetter mitspielte. Die Sonne schien, es war mild und es gab in der Anfangsphase relativ wenige Gelbphasen und Ölspuren. Unser BMW M3 war wie immer bestens präpariert, ich hatte alles im Griff. Ich genoss das Rennen in vollen Zügen, zumal entlang der Strecke viele Zuschauer standen.“

Ob das Trio beim nächsten Rennen am 12. Oktober starten kann, ist noch ungewiss. „Die Beschädigungen müssen natürlich genau analysiert werden. Aber äußerlich sieht es nach viel Arbeit aus. Ich bin mir aber sicher, dass die Mannschaft rund um Hildegard und Hans-Werner Thiemann alle Hebel in Bewegung setzen wird, damit in zwei Wochen ein intakter BMW M3 in der Startaufstellung steht.“

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Beitrag von Jörg Ufer » So 13.Okt, 2013 19:18

VLN 9 - 12.10.13

Erneut mit leeren Händen trotz Führung

Trotz zunächst souveräner Führung standen Torsten Kratz und Thiemann Motorsport am Ende erneut mit leeren Händen da: Beim neunten Rennen zur Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring kam das BMW M3-Team nur auf den vierten Platz bei den Produktionswagen bis 3000 ccm. „Mir tut es vor allem für Thiemann Motorsport leid, die nach dem Unfall beim letzten Rennen einen phantastischen Job gemacht haben“, sagte ein trauriger Kratz.

Der Mönchengladbacher hatte als Startfahrer im BMW-Cockpit Platz genommen. Bereits auf den ersten Kilometern konnte der 42jährige die Führung in der Klasse übernommen. „Der BMW war einfach nur perfekt, Thiemann Motorsport hatte wirklich ganze Arbeit geleistet.“ Der Porsche-Instruktor war wenig später froh, im Bereich der NGK-Schikane nicht vom Mathol-Opel Astra abgeräumt zu werden. Die Onboard-Aufnahmen untermauerten Kratz´ Schilderungen.

„Wir waren nebeneinander und die Kurve gehörte eigentlich mir, als der einfach herüberzog. Ich musste innen über die Wiese ausweichen und war froh, auf dem nassen Gras die Kontrolle nicht zu verlieren und mich mitten im Feld zu drehen.“ Zwei Kurven weiter verbremste sich der Astra und kollidierte mit einem Audi TT. „Der Kollege war irgendwie übermotiviert, gottlob konnte ich zweimal eine Kollision vermeiden. Von da an war mein Rennen ruhig, außer dass mir einige Porsche aus der Klasse bis 3500 ccm im Weg herumstanden“, äußerte Kratz mit einem Lächeln.

Bis zu einer Minute betrug in der Klasse der Vorsprung, ehe Hajo-Franz Müller (Odenthal) das Steuer übernahm. Dieser konnte den Vorsprung weiter ausbauen, ehe es ausgangs Wehrseifen zu einer verhängnisvollen Kollision kam. Wieder ist die Onboard-Kamera Augenzeuge: Beim Überrunden rempelt der Alzen-Ford GT den BMW von der Piste.

„Ich fuhr ganz links am Fahrbahnrand, noch weiter links ging nicht“, schilderte Müller. „Mit hinten links traf er mich vorne rechts. Ich kam daraufhin links von der Strecke ab und bin seitlich in die Leitplanken eingeschlagen.“ Obwohl das Lenkrad schief stand und die Spur verstellt war, übergab Müller immer noch in Führung liegend an Dominik Thiemann (Lemgo).

Doch Platz eins war nicht mehr zu halten. Kratz erklärt: „Beim Fahrerwechsel zu Dominik wurde der Schaden natürlich genauer begutachtet. Trotz der krummen Spur entschied Dominik weiterzufahren. Die Rundenzeiten wurden natürlich langsamer und wir verloren zwei Positionen auf der Strecke.“

Das es am Ende nur Rang vier und nicht der dritte Platz wurde, lag an einem Reifenschaden vorne links. Durch die verstellte Spur war die Abnutzung am linken Vorderreifen überproportional groß, wenige hundert Meter vor dem Ziel platze der Reifen. Der folgende BMW Z4 zog noch vorbei, mit 1,446 Sekunden musste sich das Thiemann-Trio geschlagen geben.

Kratz: „Mit viel Pech in den letzten drei Rennen haben wir leider viele Meisterschaftspunkte und alle Chancen verloren. Jetzt hoffen wir auf ein versöhnliches Saisonfinale in zwei Wochen.“

Jörg Ufer
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Beitrag von Jörg Ufer » Mo 28.Okt, 2013 16:48

VLN 10 - 26.10.13

Die Pechserie ging weiter …

Die Jahreszahl 2013 brachte Torsten Kratz definitiv kein Glück. Statt einer vorderen Platzierung im Gesamtklassement und in der Sonderwertung VLN-Produktionswagen steht der Mönchengladbacher fast mit leeren Händen da. Beim zehnten und letzten Rennen zur Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring musste der 42jährige nach einem Unfall in der achten Runde im Bereich Aremberg vorzeitig aufgeben.

„Irgendwie war in der zweiten Saisonhälfte der Wurm drin“, sagte ein total enttäuschter Kratz. „Unserer Mannschaft Thiemann Motorsport kann ich hierbei überhaupt keinen Vorwurf machen, ganz im Gegenteil: Der BMW M3 war immer perfekt vorbereitet und die Boxenstopps klappten bestens. Wir hatten irgendwie das Pech an den Reifen kleben, heute war ich der Unglücksrabe.“

Auch Stunden nach dem Rennen ärgerte sich der Porsche-Instruktor noch über das, was in der achten Runde in Aremberg passiert ist. „Ich habe die Kurve wie immer angebremst. Die Strecke war dort mittlerweile auch trocken. Es war auch kein anderes Auto beteiligt. Ich hatte schon die Runde vorher etwas nachlassenden Bremsdruck. Unter den Umständen war der gewählte Bremspunkt etwas zu spät. Ich musste außen durchs Kiesbett und habe mit der linken vorderen Ecke die Leitplanken getroffen. Dabei ist leider die Radaufhängung gebrochen, unser Rennen war beendet.“

Für seine Teamkollegen Dominik Thiemann (Lemgo) und Hajo-Franz Müller (Odenthal) tat es ihm besonders leid. „So wurden die beiden im Rennen leider zum Zuschauen verurteilt, dafür ein großes sorry von mir. Ich war sicherlich am Limit unterwegs, hatte in der Runde zuvor dem Klassenleader 21 Sekunden abgeknöpft und war guter Dinge, sogar die Führung zu übernehmen.“

„Seit 12 Jahren fahre ich auf der Nordschleife und heute war es mein erster nennenswerter selbstverursachter Unfall. Ich wünsche mir, dass ich die nächsten zwölf Jahre wieder unfallfrei bleibe. Im Moment bin ich allerdings nur maßlos enttäuscht.“

Für 2014 hat Torsten Kratz noch keine konkreten Pläne. „Bei Thiemann Motorsport fühle ich mich sehr wohl und wir drei Fahrer haben noch eine Rechnung offen. Von mir aus können wir im nächsten Jahr alles daran setzen, diese zu begleichen.“

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Beitrag von Jörg Ufer » Mo 17.Mär, 2014 20:28

Saisonvorschau Langstreckenmeisterschaft Nürburgring 2014

Torsten Kratz: Neues Auto, alte Stärke

Die Vorfreude auf die bevorstehende Saison ist bei Torsten Kratz riesengroß. „Ich bin froh, dass es endlich wieder losgeht", sagt der Mönchengladbacher. „Das Wetter spielt dieses Jahr mit und ich kann es kaum erwarten, in unserem neuen Fahrzeug Platz zu nehmen." Mit einem schwarzen BMW Z4 3,2 (E86) aus dem Hause Thiemann Motorsport wird der 43jährige die Rennen zur Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring in Angriff nehmen, um an die Erfolge der letzten Jahre anzuknüpfen.

Die Mannschaft rund um Hans-Werner und Hildegard Thiemann fiebert dem 22. März entgegen, wo das neuaufgebaute Coupé sein Roll-Out auf dem Eifelkurs erleben wird. Neben Kratz werden dann auch seine Teamkollegen Dominik Thiemann (Lemgo) und Michael Pflüger (CH-Münchenstein) den seriennahen BMW lenken.

„Ich freue mich darauf, wieder mit Dominik und dem Team seiner Eltern die Saison zu bestreiten", sagt Kratz. „In den letzten Jahren kam der schnellste Produktionswagen-BMW M3 E36 aus diesem Hause und daran wollen wir mit dem Z4 natürlich anknüpfen. Und auch als uns in der zweiten Saisonhälfte 2013 das Glück verließ, fühlte ich mich in dieser Mannschaft einfach nur sauwohl!" Neu im Team ist der Wahl-Schweizer Michael Pflüger, der im Vorjahr erfolgreich mit einem Aston Martin startete.

Der Thiemann Motorsport-BMW Z4 wird bei den Produktionswagen bis 3500 ccm an den Start gehen. Mit rund 20 Fahrzeugen gehört diese Klasse zu den stärksten überhaupt. „Die Top Fünf oder auch das Podium sollten unser Ziel sein", ist der freiberufliche Porsche-Instrukteur Kratz überzeugt. „Nach den Einstellfahrten und dem ersten Rennen am 29. März wissen wir mehr. Mein Bauchgefühl stimmt mich aber optimistisch."

"Es wird eine Riesenherausforderung, sich gegen die Porsche Carrera 991 und Cayman 981 durchzusetzen. Ich kenne die enorme Performance dieser Fahrzeuge sehr gut. Ich hoffe, dass die Regularien bezüglich Gewichtszuladung und Tankvolumen helfen, die Spannung an der Spitze der Klasse V6 zu bewahren. Generell muss man aufpassen, dass der notwendige Kostenrahmen der hubraumstärksten Produktionswagenklasse nicht gesprengt und der Grundgedanke der V-Klassen – der Breitensport - damit nicht vergessen wird."

Für den Fall der Fälle haben Kratz und Thiemann Motorsport natürlich noch „Plan B" in der Hinterhand: „Unser bisheriger M3 E36 steht fix und fertig in der Garage und kann jederzeit für die Klasse V5 reaktiviert werden. Aber daran will ich jetzt gar nicht denken."

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Beitrag von Jörg Ufer » So 30.Mär, 2014 19:28

VLN 1 - 29.03.14

Ein Debüt mit Lust auf mehr

Obwohl Torsten Kratz beim ersten Rennen zur Langstreckenmeisterschaft nicht die Zielflagge sah, zog der Mönchengladbacher ein positives Resümee: „Thiemann Motorsport hat einen neuen BMW Z4 M auf die Beine gestellt, der sich hervorragend fahren lässt und auf Anhieb bester Nicht-Porsche in der Klasse V6 ist. Auf die Leistung von heute können wir aufbauen und für den weiteren Saisonverlauf bin ich sehr optimistisch.“

Bei herrlichem Frühlingswetter – Sonnenschein und 18 Grad - nahm Kratz als erster Pilot am Volant des schwarzen Coupés Platz. Mit 15 Fahrzeugen, darunter zehn Porsche, gehörte die Klasse der Produktionswagen bis 3500 ccm zu den am stärksten besetzten. Von Klassenrang sieben aus nahm der 43jährige das Vier-Stunden-Rennen in Angriff. Als Fünfter kehrte er aus der ersten Runde zurück.

„Es hat richtig Spaß gemacht und wir sind schon sehr gut aussortiert“, sagte Kratz nach seinem Stint. „Ganz nach vorne hatte ich keine Chancen, da die Porsche bis zu zehn Sekunden pro Runde schneller fahren können. Dafür müssen sie aber auch einen Tankstopp mehr einlegen. Der weitere Saisonverlauf wird zeigen, ob so wirklich Chancengleichheit herrscht.“

Als nach der sechsten Runde alle vor ihm platzierten Porsche die Boxen zum planmäßigen Nachtanken angesteuert hatten, führte Torsten Kratz die Klasse sogar an. Zwei Umläufe später stand auch der routinemäßige Stopp bei Thiemann Motorsport auf dem Programm. Der Wahl-Schweitzer Michael Pflüger übernahm das Steuer. Dieser krachte allerdings gleich in seiner Out-Lap im Bereich Wehrseifen in die Leitplanken. Die Beschädigungen im Bereich der Hinterachse waren einfach zu stark, das Rennen war zu Ende.

„Michael hat sich ein Loch in den Bauch geärgert, ihm tat es sehr leid“, sagte Kratz. „Wir müssen permanent am äußersten Limit unterwegs sein, um mit dem BMW Z4 M zumindest einen großen Teil der Porsche hinter uns zu halten. Da ist zu keinem Zeitpunkt Luft für Sicherheitsreserven. Wir lagen nach meinem Stint gut im Rennen und wollten einen Podiumsrang. Wenn man am Limit fährt kann das passieren!“

„Boxenstoppbedingt konnte ich für zwei Runden die Klasse anführen, das war natürlich ein tolles Gefühl. Zumal heute auch viele Fans die Strecke säumten! Die eine oder andere Sekunde steckt noch in unserem BMW. Wir konnten weitere Erfahrungswerte sammeln. Wir hatten zum Beispiel zu hohe Temperaturen an der Bremse, was wir unbedingt abstellen müssen. Ich habe vollstes Vertrauen in die Mannschaft rund um Hans-Werner und Hildegard Thiemann: Die bekommen auch das hin und beim nächsten Rennen greifen wir wieder an!“

Das Motorsport Team aus Lemgo hat nur zwei Wochen Zeit, den BMW Z4 M instandzusetzen. Denn am 12. April steht bereits der zweite Saisonlauf für das Trio Torsten Kratz, Michael Pflüger und Dominik Thiemann auf dem Programm.

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Beitrag von Jörg Ufer » Mi 30.Apr, 2014 18:41

VLN 3 - 26.04.14

Trotz erneutem Rückschlag: Das Positive überwiegt


Die Pechsträhne des Mönchengladbachers Torsten Kratzund von Thiemann Motorsport sollte auch beim dritten Saisonrennen zur Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring kein Ende finden. Zwar gab es mit Rang neun bei den Produktionswagen bis 3500 ccm die erste Zielankunft des Jahres, doch die Freude hierüber hielt sich stark in Grenzen.

Aber der Reihe nach: Der beim ersten Saisonrennen unfallbeschädigte BMW Z4 stand wieder zur Verfügung. „Und besser als zuvor“, freute sich Kratz nach den ersten Kilometern im Training. „Der Unfallschaden wurde bestens repariert und die Bremsentemperatur haben wir nun auch im Griff. Die Mannschaft von Thiemann Motorsport hat einen richtig guten Job gemacht.“

Auch wenn die Zeiten im Qualifying nicht so gut waren wie erhofft, ging das Trio Torsten Kratz, Michael Pflüger (CH-Münchenstein) und Dominik Thiemann (Lemgo) optimistisch ins Rennen. Das erklärte Ziel war: In der mit 15 Fahrzeuge stark besetzten Klasse bester Nicht-Porsche zu werden.

Startfahrer Kratz ließ vom ersten Meter an keinen Zweifel an der Umsetzung dieses Plans aufkommen. „Bremsen und Reifen waren richtig gut, am Setup müssen wir noch arbeiten. Da sind wir in die falsche Richtung gegangen.“, sagte der 43jährige nach seinem Stint. „Den überlegenen Porsche konnten wir noch kein Paroli bieten, aber wir werden weiter darum kämpfen, den Abstand zu verkleinern.“ Immerhin: Bedingt durch Boxenstopps lag Kratz sogar kurzfristig auf Rang zwei.

Pflüger im Mittelstint und anschließend Thiemann untermauerten nachhaltig die gute Platzierung. 20 Minuten vor Schluss der vier Stunden Renndistanz lag das Trio hinter drei Porsche 991 Carrera und vor diversen Porsche Cayman auf Platz vier, als der BMW Z4 im Bereich Galgenkopf plötzlich stehenblieb.

Kratz: „Dominik meldete über Funk ein Kraftstoffproblem. Im Tank müsste eigentlich noch genügend sein, daher stehen wir vor einem Rätsel. Das Problem müssen wir eruieren. Leider haben wir somit wieder ein gutes Ergebnis verpasst. Auch wenn heute unterm Strich das Positive überwiegt: Es ist dennoch zum Haare raufen.“ Immerhin bekam Thiemann den Boliden soweit wieder flott, dass er nach 4:10 Stunden den Zielstrich aus eigener Kraft kreuzen konnte.

Bis zum nächsten Rennen am 17. Mai verbleiben der Mannschaft rund um Hans-Werner und Hildegard Thiemannknapp drei Wochen Zeit, um das Problem zu eruieren. Außerdem sollte dann auch das Fahrwerk einen entscheidenden Schritt nach vorn gemacht haben. Kratz: „Mit unserem Partner KW werden wir dann eine neue Fahrzeugabstimmung erarbeitet haben.“

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