[VLN&24h&24hSeries] PoLe Racing Team

Informationen und Hintergründe.
Jörg Ufer
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[VLN&24h&24hSeries] PoLe Racing Team

Beitrag von Jörg Ufer » Mi 28.Dez, 2011 21:28

VLN 9 - 15.10.2011


PoLe-Racing fährt aufs Podium!

Was für ein Rennen: beim vorletzten Saisonlauf zur Langstreckenmeisterschaft Nürburgring feierte das PoLe Racing Team des Porsche Zentrum Lennetal die zweite Podiumsplatzierung der laufenden Saison. Nach einem denkwürdigen, dreieinhalb Stunden dauernden Rennen hatten Johannes Kirchhoff (Iserlohn), Elmar Grimm (Münster), Sebastian Kemper (A-Wien) und Lutz Krumnikl (Weinheim) den strassenzugelassenen Porsche 911 GT3-RS ohne einen Kratzer ins Ziel gebracht und das beste Saisonergebnis vom siebten Lauf egalisiert.

„Ein großes Kompliment muss ich den Fahrern aussprechen, die trotz kleinerer technischer Probleme weiter gekämpft und dieses Resultat erreicht haben“, sagte race&event-Teammanager Martin Mohr, vor Ort wie gewohnt für den Service am Porsche verantwortlich.

Nach einem Getriebedefekt im freien Training war über Nacht im Porsche Zentrum Lennetal ein neues Aggregat eingebaut worden. Dass die Mechaniker perfekt gearbeitet hatten, bewiesen im Qualifying die 9.04,178 Minuten von Elmar Grimm. Nur 1,6 Sekunden langsamer als die bisherige Bestzeit und mit Startplatz 43 die beste Startposition der Saison. „Doch zum Ende hin hatten wir im oberen Drehzahlbereich nicht mehr die volle Leistungsentfaltung, warum auch immer“, sagte Grimm, der anschließend zusammen mit Kemper und Krumnikl Datenaufzeichnungen studierte, um dem Fehler auf den Grund zu kommen.

Elmar Grimm übernahm die Rolle des Startfahrers und übergab nach sechs Umläufen das Volant an Krumnikl. Kurz danach wurde das Rennen mit der roten Flagge unterbrochen. Zwischen der dritten und sechsten Rennrunde ereigneten sich an acht verschiedenen Streckenabschnitten Unfälle und Kollisionen, die den Einsatz sämtlicher verfügbarer Rettungs- und Bergungsfahrzeugen nach sich zogen.

„Gottlob wurde ich in keine Kollision verwickelt, denn es wurde sehr hart gefahren“, schilderte Grimm und fügte hinzu: „Hinsichtlich des Motors hatte ich leider keine volle Leistungsentfaltung, was auch die Rundenzeiten belegen. Das Problem ist vermutlich die Drosselklappe, die Ursache könnte auch die Traktionskontrolle sein.“ In der Einführungsrunde zum Re-Start versuchte Lutz Krumnikl, die Software der Traktionskontrolle zu Resetten. Aber ohne Erfolg. Im weiteren Rennverlauf wurden auch Sebastian Kemper und Johannes Krichhoff hiervon eingebremst.

Trotz dieses Handicaps hatten sich die vier Piloten nach rund drei Stunden auf den vierten Rang von acht Startern bei den Specials bis 4000 ccm vorgekämpft, als der auf Platz drei liegende race&event-Porsche mit einem Reifenschaden im Bergwerk abgestellt werden musste. „Ein bisschen Glück gehört auch dazu“, sagte Sebastian Kemper, mit 31 Jahren der Jüngste im Team. „Wir haben keinen Kratzer an unserem Fahrzeug und durften aufs Podium klettern. Was will man mehr?“

Hochmotiviert wird das PoLe Racing Team auch beim Saisonfinale zu Europas populärster Breitensportserie an den Start gehen. Aber zuerst sind die Mechaniker des Porsche Zentrum Lennetal gefragt, um das Auto wieder topfit an den Start zu bringen. Am Samstag, den 29. Oktober, stehen erneut vier Stunden Renndistanz auf der schwierigsten Rennstrecke der Welt auf dem Programm.


Weitere Informationen unter:

http://pole-racing.blogspot.com/p/das-p ... ntrum.html
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Beitrag von Jörg Ufer » Mi 28.Dez, 2011 21:28

VLN 10 - 29.10.2011

So gut wie noch nie: PoLe-Racing Gesamt-27.

Mit dem ersten Top-30-Resultat im Gesamtklassement für das PoLe Racing Team des Porsche Zentrum Lennetal endete der zehnte und letzte Lauf zur Langstreckenmeisterschaft Nürburgring. Johannes Kirchhoff (Iserlohn) und Gustav Edelhoff (Hemer) wurden nach etwas mehr als vier Stunden Renndistanz auf dem 27. Gesamtrang und fünften Platz in der Klasse abgewinkt. „Das heutige Resultat ist das I-Tüpfelchen auf eine hervorragende Saison“, sagte Johannes Kirchhoff. „Vielen Dank an alle, besonders an die Mechaniker vom Porsche Zentrum Lennetal und von race&event, die hierzu beigetragen haben.“

Besondere Taktik beim Finale

Der Effizienz wird im modernen Motorsport immer größere Bedeutung beigemessen. Teilweise – wie bei den 24 Stunden von Le Mans – gibt es Sonderwertungen für das effizienteste Fahrzeug. Eine besondere Taktik hatten sich Kirchhoff und Edelhoff daher für das Saisonfinale überlegt: Mit dem seriennahen Porsche 911 GT3-RS wollte das Duo während der vierstündigen Renndistanz nur einmal zum Tanken die Boxen ansteuern. „Bei nur zwei Fahrern würden wir so einen Stopp sparen. Wir werden die Schaltdrehzahl um 500 Umdrehungen pro Minute auf 8.000 reduzieren. Ob es klappt, wissen wir nicht, aber es ist mal einen Versuch wert“, sagte Edelhoff.

Um es vorwegzunehmen: Es sollte nicht reichen. Zwar ist der seriennahe Bolide sparsamer als reinrassige Sportler aus Zuffenhausen, aber 25 Rennrunden plus Einführungsrunde sind einfach zwei Umläufe zu viel. Trotz des gedrosselten Tempos erreichte das Duo einen guten fünften Platz von zehn Startern bei den Specials bis 4000 ccm (SP7). Und was noch viel wichtiger war: Mit dem 27. Gesamtrang gab es das beste Resultat aller Zeiten für das PoLe Racing Team!

Wolfgang Kemper aus Menden, sonst im serienahen 911 RS für das PoLe Racing Team unterwegs, pilotierte erstmals den race&event Posche GT3 Cup. „Der Cup-Porsche ist härter abgestimmt, wiegt 200 Kilogramm weniger, die Bremse ist deutlich wirkungsvoller und das Getriebe lässt keinen Wunsch offen, es passt bestens zur Nordschleife“, brachte der 58jährige die Unterschiede auf den Punkt. „Ich bin erstaunlich gut zu Recht gekommen und mit meinem ersten Einsatz auf einem für mich völlig neuen Auto sehr zufrieden. Und es würde noch deutlich schneller gehen, da bin ich mit sicher.“

Seriennah zu Höchstleistungen: drittbester Punktesammler

Insgesamt 29 verschiedene Fahrzeuge starteten in 2011 in der Klasse SP7. Mit 45,58 Zählern erwies sich das PoLe Racing Team als drittbester Punktesammler! Mehr schafften nur das Wochenspiegel-Team-Manthey (50,68) sowie Frikadelli Racing Team (50,47). Mit acht Zielankünften belegt die Sauerländer Mannschaft in dieser Disziplin sogar Platz eins! Lediglich eine unverschuldete Kollision beim fünften Saisonrennen verhinderte eine weiße Weste. Dazu kam der siebte Klassenrang beim Int. ADAC 24 Stunden-Rennen im Juni.

Mit der schnellsten Rennrunde von 9.01,459 Minuten und der besten Qualifying-Zeit von 9.02,645 Minuten wurde die vermeintlich magische Neun-Minuten-Grenze nur haarscharf verfehlt. Mit neun Starts nahm Johannes Kirchhoff am häufigsten am Volant Platz, gefolgt von Wolfgang Kemper (8), Gustav Edelhoff (6), Lutz Krumnikl (4), Elmar Grimm (3), Sebastian Kemper (2) und Willi Friedrichs (1).

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Beitrag von Jörg Ufer » Mi 28.Dez, 2011 21:29

Vorschau 24 Stunden-Rennen Dubai 12.-14.Januar 2012

Sauerländer Motorsportler zieht es in die Wüste

Nach der äußerst erfolgreichen Saison 2011 startet das PoLe Racing Team des Porsche Zentrum Lennetal Mitte Januar erstmals beim 24 Stunden-Rennen in Dubai. Johannes Kirchhoff (Iserlohn), Gustav Edelhoff (Hemer), Elmar Grimm (Münster) und Wolfgang Kemper (Menden) werden einen Porsche 911 GT3-Cup S pilotieren. Als fünfter Pilot komplettiert der Wuppertaler Heinz Schmersal vom Team race&event die sauerländer Mannschaft.

„Unser etatmäßiger, seriennaher Porsche GT3 wird während der Wintermonate von den Mechanikern des Porsche Zentrum Lennetal revidiert, damit er auch 2012 auf dem Nürburgring wieder seine Standfestigkeit beweisen kann“, erklärt Wolfgang Kemper.

Bereits zum siebten Mal findet das Rennen einmal rund um die Uhr am Nordrand der Vereinigten Arabischen Emirate statt. Die 5,39 Kilometer lange Piste liegt inmitten einer Wüstenlandschaft und das 24h-Rennen hat sich zu einem wichtigen internationalen Event entwickelt.

„Da es dort angeblich nie regnet, wurde bei der Rennstrecke nicht besonders viel Wert auf eine brauchbare Drainage gelegt“, schildert Elmar Grimm, der einzige Pilot des PoLe Racing Team mit Dubai-Erfahrung nach einem Start vor vier Jahren. „Nachts ging es dann bei strömendem Regen nur im Konvoi hinterm Safety-Car her. Für dieses Mal hoffe ich auf sommerliche Temperaturen, keinen Regen und einen Gesamtrang in den Top Ten. Einen Cup S bin ich noch nicht gefahren, aber durch meine zahlreichen Porsche-Erfahrungen setze ich auf eine schnelle Eingewöhnungsphase.“

Johannes Kirchhoff liebt nach Weihnachten die Skier genauso wie im Sommer die Rennstrecke. „In der motorsportlosen Zeit fühle ich beim Skifahren den Speed, gerade nach der beruflichen Hatz zum Jahresende“, sagt der Iserlohner. „Das Wüstenevent Anfang des Jahres passt perfekt, um die Seele zusätzlich motorsportlich zu laben. Mit ein paar Skitagen und dem 24h-Rennen bin ich danach gut ausgeglichen, um zum Jahresstart wieder fit für neue unternehmerische Aktivitäten und meinem ausgefüllten Terminkalender zu sein.“

„Wir freuen uns auf eine neue Erfahrung, schönes Wetter, ein tolles Rennen und jede Menge Spaß“, blickt Gustav Edelhoff voraus, der Dubai bislang nur als Urlauber kennt. „Ich wollte schon immer dort bei den 24 Stunden starten, bevor das Jahr mich beruflich wieder stark einspannt. Unser GT3-Cup S ist ein Vollblut-Rennauto, vor allem an die Bremse werde ich mich gewöhnen müssen. Aber an die 20 verschiedenen Modelle habe ich bereits im Motorsport erfolgreich bewegt, da wird mir das auch mit diesem Porsche gelingen.“

Für Wolfgang Kemper ist die Reise an den persischen Golf sowohl eine große Herausforderung als auch ein toller Start in die Saison. „Fremdes Auto, unbekannte Strecke und arabische Sonne: allemal besser, als fünf Monate Winterpause in Deutschland“, sagt er mit einem Augenzwinkern, der sich mit Mountainbiking und Jogging vorbereitet hat.

„Die klimatischen Bedingungen mit starker Sonneneinstrahlung tagsüber und vielleicht sogar Sand statt Eis auf der Strecke sind dabei von besonderem Reiz“, sagt der Mendener. „Auch die langen arabischen Nächte mit mehr als 13 Stunden Dunkelheit stellen für ein 24h-Rennen eine Besonderheit dar. Beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring war es gerade einmal vier Stunden lang richtig dunkel. Ich freue mich auf unsere lange ´Arabische 1001 Nacht´.“

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Beitrag von Jörg Ufer » Do 19.Jan, 2012 21:18

Nachschau 24h Dubai 2012

(Fast) alle Ziele erreicht: Gesamtrang 15 beim Wüstendebüt!

Was für ein Finale bei den 24 Stunden von Dubai: In den verbliebenen zehn Minuten machte das PoLe Racing Team des Porsche Zentrum Lennetal noch drei Plätze gut, einen davon in der letzten Kurve! Gustav Edelhoff (Hemer), Elmar Grimm (Münster), Wolfgang Kemper (Menden) und Heinz Schmersal (Wuppertal) lagen sich in den Armen, als Schlussfahrer Johannes Kirchhoff (Iserlohn) schließlich auf Gesamtrang 15 den Zielstrich kreuzte. „Ein unbeschreibliches Finish nach einer Reise in eine andere Welt“, waren sich die Sauerländer Motorsportler einig.

Möglichst viel Fahren und möglichst wenig Schrauben war das Ziel der fünf Piloten am Steuer des Porsche 997 GT3 Cup-S. Mehrere kleinere Probleme sorgten zwar für rund eine Stunde Standzeit, aber mit 550 gefahrenen Runden und Gesamtrang 15 im Feld der 70 Fahrzeuge fiel das Fazit sehr positiv aus. „Wir haben unseren Spaß gehabt und es war ein fantastisches Erlebnis“, sagte Wolfgang Kemper. „Vielen Dank auch an die großartige Unterstützung aus der Heimat.“

Dank des Spartensenders Motors TV, der rund zehn Stunden live übertrug, und Live-Timing im Internet waren die Familien, Freunde und Fans des PoLe Racing Teams immer auf dem Laufenden. Und auch etwas neidisch. Johannes Kirchhoff: „Wir hatten angenehme 29 Grad und Sonnenschein, da hätte manch einer gerne mit uns getauscht. Allerdings: Rennen fahren wird dann zur Schwerstarbeit, das ist wie Krafttraining in der Sauna.“ „Gut dass wir eine Tiefkühltruhe dabei hatten, da konnten wir die feuerfeste Unterwäsche und den Helm immer tief-gefroren entnehmen und für angenehm kühle Anfangstemperaturen sorgen“, erläuterte Wolfgang Kemper einen wichtigen Trick.

Und das Klima sorgte für weitere Herausforderungen: „Vormittags zog ein Sandsturm auf, das war wie Fahren im Nebel. Das kam in den Fernsehbildern gar nicht so rüber“, erklärte Gustav Edelhoff. „Die Strecke wurde immer rutschiger und man musste auch hier und da Plastikflaschen und anderem Müll ausweichen, der auf die Piste geweht worden war.“

Elmar Grimm war positiv überrascht, wie fair es auf der Rennstrecke zuging. „Ich hätte nicht gedacht, dass es mit 70 Fahrzeugen auf nur 5,3 Kilometer Länge so gut klappt.“ In 2.07,657 Minuten drehte der 55jährige auch die schnellste Rundenzeit mit dem GT3 Cup-S. „Der Porsche fühlte sich fantastisch an und machte unheimlich viel Spaß!“

Ein großes Kompliment sprachen alle Piloten der gesamten Crew aus für die top Vorbereitung, die perfekten Boxenstopps und die schnelle Instandsetzung kleinerer Probleme. Ein Querlenker, ein Radträger und ein Radlager hatten während der 24 Stunden ihren Dienst quittiert, dazu kam eine defekte Bremsenleitung.

„Ohne diese Defekte wären wir sogar in die Top Ten gefahren“, sagt Wolfgang Kemper. „Aber hätte, wenn und aber gibt es nicht! Wir haben unseren Spaß gehabt und sind mit dem Resultat sehr zufrieden.“

Am 31. März startet für das PoLe Racing Team dann die Saison auf dem Nürburgring, wenn das erste von zehn Rennen zur Langstreckenmeisterschaft auf dem Programm steht. „Bis dahin wird unser in der Vergangenheit bewährte seriennahe Porsche GT3-RS von den Mechanikern des Porsche Zentrum Lennetal revidiert, damit er auch 2012 auf der interessantes Rennstrecke der Welt wieder seine Standfestigkeit beweisen kann“, erklärt Wolfgang Kemper.

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Beitrag von Jörg Ufer » So 25.Mär, 2012 20:34

Saisonvorschau Langstreckenmeisterschaft Nürburgring 25.03.12

PoLe Racing Team hat zwei Eisen im Feuer

Am kommenden Wochenende heißt es wieder Ring frei zur Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring. Mit von der Partie ist natürlich auch das PoLe Racing Team des Porsche Zentrum Lennetal. Die Sauerländer Mannschaft setzt bei der zehn Rennen umfassende Serie dabei erstmals auf zwei verschiedene Porsche-Modelle: neben dem gewohnt zuverlässigen 911 GT3 RS geht auch ein 911 GT3 Cup S an den Start. Neu im Team sind die beiden Schalksmühler Ingo Vogler und Willi Friedrichs.

Auf vordere Platzierungen im Gesamtklassement hoffen Johannes Kirchhoff (Iserlohn), Gustav Edelhoff (Hemer) und Elmar Grimm (Münster), die im Bedarfsfall durch Wolfgang Kemper (Menden) unterstützt werden, mit dem neu erworbenen Cup S. Dieser reinrassige Rennbolide wurde ursprünglich von Manthey Racing aufgebaut und belegte mit vier Werksfahrern am Volant beim 24h-Rennen Nürburgring 2009 den dritten Gesamtrang. „Nachdem wir erfolgreich mit dem Cup S die 24h von Dubai gemeistert haben und der Rückstand auf die Spitze nur vier Sekunden betragen hat, freue ich mich auf die Saison auf der Nordschleife“, sagt Elmar Grimm und erklärt die Abstimmungsarbeiten: „Mit dem Fahrzeug werden wir hier dann hoffentlich mit Rundenzeiten um 8.40 etwas näher an die Spitze heran rücken. Wir haben während der Einstellfahrten am letzten Wochenende das Fahrzeug auf ein Nordschleifen-Setup umstellen können und waren schon gut unterwegs.“

Der seriennahe GT3-RS des Porsche Zentrum Lennetal, auch bekannt als der rote Dauerläufer, teilen sich Wolfgang Kemper, Sebastian Kemper (A-Wien), Lutz Krumnikl (Weinheim), Willi Friedrichs und Ingo Vogel (beide Schalksmühle). „Es ist schön, auf unserem vertrauten RS in dieser Saison erneut zu fahren und auch die Möglichkeit zu haben, den Cup S über die Nordschleife zu bewegen“, sagt Wolfgang Kemper. „Den Cup S kenne ich noch bestens aus Dubai und damit fahren wir natürlich in einer anderen Liga als mit dem RS - und trotzdem im Teamduell in der gleichen Klasse SP7. Mal sehen, wie groß der Unterschied im direkten Vergleich ist!“ „Ich freue mich, wenn ich wieder im Team mitfahren kann, allerdings muss ich dafür um die halbe Welt fliegen, denn ich arbeite zurzeit in China. Mal sehen, wie oft das dieses Jahr klappt,“ erklärt Sebastian Kemper.

„Es wird sicher ein Erlebnis der besonderen Art sein, mit unserem neuen Cup S die Nordschleife zu meistern,“ ergänzt Johannes Kirchhoff, der noch voller Begeisterung vom Überholvorgang in der letzten Runde des 24h-Rennens von Dubai schwärmt und dem damit verbundenen Vorrücken um einen Platz im Gesamtklassement. „Die Nordschleife des Nürburgringes wird mit dem Cup S für uns eine große Herausforderung, der wir uns alle mit dem notwendigen Respekt aber auch großer Freude gerne stellen.“

Gustav Edelhoff hat auf der schwierigsten Rennstrecke der Welt schon über ein Dutzend Rennfahrzeuge pilotiert. „Aber der Cup-S ist eine echte Granate“, gibt der 51 jährige zu. „In Dubai sind wir damit auf einem Mickymauskurs gefahren, die Grüne Hölle ist da eine ganz andere Nummer. Ich freue mich darauf und werde mich vorsichtig einschießen.“

„Es ist ganz einfach schön wieder dabei zu sein. Die in zwei Saisons gesammelten Erfahrungen möchte ich gerne in Platzierungen auf dem Treppchen umsetzen“, freut sich Lutz Krumnikl. „ Ingo Vogler gibt zu: „Seit 1999 bin ich regelmäßig auf Rennstrecken unterwegs, aber ich bin noch nie aktiv Rennen gefahren. Jetzt möchte ich mir meinen Traum erfüllen und dann auch in einem Porsche. Ich bin am 9.11. geboren und war schon immer ein Neun-Elfer-Fan.“

Willi Friedrichs absolvierte 2011 bereits einen Start im PoLe Racing Team: „Nach mehreren Jahren Pause durfte ich 2011 mit den Jungs auf dem GT3 RS das 6-Stunden Rennen fahren. Das Auto hat mir viel Spaß gemacht und das Team arbeitet sehr professionell, jetzt freue ich mich sehr auf die Saison 2012.“

Saisonhöhepunkt 24h Nürburgring

Neben den zehn Rennen zu Europas populärster Breitensportserie steht als Saisonhöhepunkt Mitte Mai das ADAC 24h-Rennen auf dem Programm. Dort ist geplant, mit beiden Fahrzeugen an den Start zu gehen. Dieses ist eine neue Herausforderung für das PoLe Racing Team. Hierbei stehen Wolfgang Kemper und Willi Friedrichs für den GT3 RS als Fahrer bereits fest. Zur Mannschaft am Steuer des Cup S gehören auf jeden Fall Johannes Kirchhoff, Gustav Edelhoff und Elmar Grimm. Die Betreuung der beiden Rennfahrzeuge vor Ort übernimmt – wie auch in der Vergangenheit – das Team race&event aus Radevormwald.

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Beitrag von Jörg Ufer » So 01.Apr, 2012 18:32

Rennen 1 Langstreckenmeisterschaft Nürburgring 30.03.12

Kleine Ursachen, große Wirkungen

Beim Saisonauftakt zur Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring hatte das PoLe Racing Team des Porsche Zentrum Lennetal Glücksgöttin Fortuna nicht auf seiner Seite. Beide Porsche 911 GT3 haderten mit technischen Problemen. Der GT3-Cup S fiel weit zurück, der GT3-RS sah nicht das Ziel. „Heute sind wir reich geworden“, sagte Johannes Kirchhoff nach dem Rennen mit einem Augenzwinkern. „Reich an Erfahrungen. Beim nächsten Mal kann es nur besser werden.“

Es hätte allerdings auch noch schlimmer kommen können: Denn sowohl im Zeittraining als auch im Rennen sorgten wechselhafte Witterungsbedingungen für reichlich kaltverformtes Blech. Wegen aufziehenden Nebels wurde das auf vier Stunden angesetzte Rennen rund 80 Minuten vor Schluss vorzeitig abgebrochen. Beide 911er des Porsche Zentrum Lennetal hatten zu diesem Zeitpunkt nicht eine Schramme im Blechkleid. Nur das Wort „Benzinzufuhr“ durfte im Umkreis von fünf Kilometern rund um die PoLe-Box keiner mehr in den Mund nehmen …

Dem Saisonauftakt entgegen gefiebert

Seit Wochen hatten die vier Piloten Johannes Kirchhoff (Iserlohn), Gustav Edelhoff (Hemer), Wolfgang Kemper (Menden) und Willi Friedrichs (Schalksmühle) dem Saisonauftakt zu Europas populärster Breitensportserie entgegen gefiebert. Kirchhoff und Edelhoff starteten erstmals im neuen GT3-Cup S, Kemper und Friedrichs mit dem bewährten seriennahen GT3-RS.

Im Qualifying war das Asphaltband überwiegend feucht. Willi Friedrichs hatte seine ersten Regenkilometer im 911er. „Die Piste war patschnass, ich habe nichts riskiert und mich langsam an den Grenzbereich herangetastet.“ Zum Trainingsende ließ Wolfgang Kemper Slicks montieren: „Aber abseits der Ideallinie war es vielfach noch feucht. Man musste sich sehr konzentrieren.“ Das Cup S-Duo Kirchhoff/Edelhoff war sich einig, „dass der Bolide noch mehr mit uns fährt als wir mit ihm. Die Nordschleife ist schon etwas Anderes als Dubai!“

Um Punkt 12 Uhr schaltete die Startampel auf Grün. Die Startfahrer Kirchhoff und Kemper zeigten eine fehlerfreie Leistung und verbesserten sich von Runde zu Runde. Eineinhalb Stunden lang lief alles wie das sprichwörtliche Schnürchen.

Johannes Kirchhoff und das Ruckeln

„Zu Beginn der zehnten Runde bemerkte ich ein Ruckeln des Motors und schaltete – wie auch zuvor gelernt – auf den Zehn Liter-Zusatztank um“, erklärte Johannes Kirchhoff. „Damit kannst Du noch locker eine Runde fahren, hatte uns der frühere Besitzer des Wagens, Peter Schmidt, gesagt. Nach rund sieben Kilometern hatte ich die nächsten Aussetzer, vier Kilometer vor der Box war dann endgültig Schluss.“ Gottlob fand der 54jährige einen der hier und da auf Eifelwiesen wachsenden gefüllten Benzinkanister und erreichte mit einer halben Stunde Verspätung die Boxengasse.

Gustav Edelhoff übernahm das Volant, einsetzender Regen und aufziehender Nebel stellten aber höchste Anforderungen an den 51jährigen. „Teilweise fuhr ich durch Nebelwände. Der Regen wurde immer heftiger und überall lagen Autos in den Leitplanken. Der Abbruch war vollkommen korrekt!“ Aufgrund des Rückstandes war mehr als Platz sieben für den Cup S bei den Specials bis 4000 ccm nicht mehr möglich.

Wolfgang Kemper und das Ruckeln

Nur wenige Minuten nach Johannes Kirchhoff parkte auch Wolfgang Kemper den zweiten PoLe-Boliden. Allerdings im Streckenabschnitt Breidscheid. „Erst hatte ich ein Ruckeln des Motors, Schuld war wohl die Pumpe des Zusatztanks, die nicht korrekt in den Haupttank förderte. Aber bis Breidscheid geht es überwiegend bergab und dort gibt´s eine Tankstelle. Das Boxenteam kann den Streckenabschnitt ebenfalls gut erreichen“. Mit neuem Sprit versagte dann die Kraftstoffpumpe und das Auto kam im Bereich Klostertal endgültig zum Stillstand. Der Motor sprang nicht mehr an. „Dann fiel auch noch der Funk aus. Daher gehe ich davon aus, dass wir ein massives Elektrikproblem haben. Den Fehler müssen wir jetzt genauer analysieren.“

Teamkollege Willi Friedrichs kam somit nicht mehr zum Einsatz. „Ich stand schon fertig umgezogen in der Box, als die Ausfallmeldung kam. Schade, ich hatte mich so auf das Rennen gefreut, aber gegen einen technischen Defekt ist man nie gefeit.“

Beim zweiten Saisonrennen am 14. April werden Gustav Edelhoff, Elmar Grimm und Wolfgang Kemper den Cup S pilotieren. Willi Friedrichs und Ingo Vogler (Schalksmühle) wechseln sich am Lenkrad des RS ab.

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Beitrag von Jörg Ufer » Mo 16.Apr, 2012 22:42

Rennen 2 Langstreckenmeisterschaft Nürburgring 14.04.12

Aktuell klebt das Pech an den Reifen

Manchmal hat man erst kein Glück und dann kommt auch noch Pech dazu: Auch das zweite Saisonrennen zur Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring verlief für das PoLe Racing Team des Porsche Zentrum Lennetal nicht nach Plan und beide Fahrzeuge mussten vorzeitig abgestellt werden. Am seriennahen Porsche GT3-RS quittierte nach dreieinhalb beim auf vier Stunden angesetzten Rennen das linke hintere Radlager seinen Dienst. Rund eine Stunde zuvor war bei einer Kollision am GT3 Cup S der rechte vordere Querlenker gebrochen. „Aktuell klebt uns wirklich das Pech an den Reifen“, sagte ein enttäuschter Wolfgang Kemper (Menden), der im Rennen nicht zum Einsatz kam.

Verregnetes Timing im Qualifying

Das Cockpit im Cup S teilten sich dieses Mal Gustav Edelhoff (Hemer), Elmar Grimm (Münster) sowie Wolfgang Kemper. Letztgenannter nahm erstmals seit Dubai im Januar wieder am Volant des 911ers Cup S Platz. „Leider hatte ich schon in der zweiten Qualifyingrunde einen Reifenschaden vorne links und musste langsam zur Box humpeln.“ Noch bevor Edelhoff das Steuer übernahm, setzte an einigen Streckenabschnitten Regen ein. Eine Viertelstunde vor Schluss wollte Grimm für eine schnelle Qualifying-Zeit sorgen, doch die Bedingungen ließen es nicht zu. „Im Kallenhard habe ich mich sogar gedreht, bin aber nirgends angeschlagen.“ In nackten Zahlen ausgedrückt: Startplatz 62!

Speedy in Hochform

Die Redewendung mit dem heißen Messer durch die Butter ist eigentlich ein bisschen ausgelutscht. Doch was passt besser zur Leistung von Elmar Grimm, der im Rennen als Startfahrer seinem Nicknamen Speedy mal wieder alle Ehre machte. Nach neun Runden auf der schwierigsten Rennstrecke der Welt übergab der 55jährige den Cup S auf Gesamtrang 14 liegend! „Das hat irre viel Spaß gemacht, von weit hinten kommend, so viele Autos zu überholen“, schilderte Grimm. „Am meisten Spaß hat es gemacht, einige der eigentlich stärkeren Wettbewerber zu schnappen!“ Wolfgang Kemper meinte mit einem Augenzwinkern: „Elmar könnte eigentlich Geld dafür nehmen…“

Gustav Edelhoff übernahm das Cockpit, kam gut mit dem CupS zurecht und steigerte sich von Umlauf zu Umlauf. In 9.11,219 Minuten schaffte der 51jährige in der 16. Runde eine neue persönliche Bestzeit. Doch nur zwei Runden später war das Rennen abrupt zu Ende: „Ende GP-Kurs war eine Gelbphase. Auf Höhe Posten 62 wurde grün gezeigt. Für den Bonk-BMW vor mir schwenkte Posten 63 heftig die blaue Flagge und ich beschleunigte links daneben“, erklärte Edelhoff. „Am Eingang der Linkskurve waren wir auf gleicher Höhe, als er plötzlich herüberzog und mir von hinten auf das eingeschlagene rechte Vorderrad fuhr. Dabei brach der Querlenker und ich konnte nicht mehr lenken. Wir kollidierten dann breidseits. So etwas nennt man dann Rennunfall, aber ich war schon ganz schön stinkig. Das musste nicht sein, das wäre vermeidbar gewesen.“

Weiteste Anreise – kürzeste Rundenzeit

Mit über 8.000 Kilometern hatte der aktuell in China arbeitende Sebastian Kemper vermutlich die weiteste Anreise aller VLN Piloten. Für den 31jährigen war es der erste Einsatz in 2012 mit dem RS. Während Willi Friedrichs bereits beim Saisonauftakt mit von der Partie war, feierte Ingo Vogler (beide Schalksmühle) sein Autorennen-Debüt.

Nach einem problemlosen Training übernahm Willi Friedrichs die Rolle des Startfahrers. „Leider war keine Runde trocken. Und wenn ich ehrlich sein darf: Das ist nicht mein Wetter! Zumal in jeder Runde der Regen in einer anderen Kurve war. Außerdem gab es viele Gelbphasen, einmal habe ich sechs Sekunden auf der Stelle gestanden!“

Nach neun Runden kletterte Sebastian Kemper ins Cockpit. Gleich viermal unterbot der Jüngste im Team seine bisherige Bestzeit von 9.30 Minuten. „In diesen Runden hatte ich recht wenig Überholmanöver, kaum gelb und keinen Regen. Ich war super unterwegs und auf die 9.24,267 Minuten bin ich richtig stolz: endlich unter 9.30! Wegen meines langen Rückfluges habe ich mir gedacht: Fahr´ was schneller, bist Du eher am Flughafen …“ Hinten links vernahm Kemper allerdings ungewohnte Geräusche und kam schon nach acht Runden (statt zehn) an die Boxen: „Ich dachte, ich hätte ein Reifenproblem.“

Bei Ingo Vogler wurden die Geräusche immer lauter. „Vor allem in Rechtskurven gab es dieses Klackern. In meiner zweiten Runde wurden die Geräusche immer lauter, nach einem weiteren Umlauf entschloss ich mich, besser an die Boxen zu kommen. Dort stellten unsere Mechaniker dann einen Radlagerschaden fest.“ Trotz des Ausfalls war Ingo Vogler mit seinem Debüt mehr als zufrieden. „Es hat richtig Spaß gemacht und eine 9.36 Minuten mit defektem Radlager und Gelbphasen sind schon ordentlich. Das macht Lust auf mehr und ich freue mich jetzt schon auf das Rennen in zwei Wochen.“

Beim dritten Saisonrennen am 28. April werden Johannes Kirchhoff (Iserlohn), Gustav Edelhoff und Wolfgang Kemper den Cup S pilotieren. Willi Friedrichs und Ingo Vogler erhalten dann von Lutz Krumnikl (Weinheim) Unterstützung am Lenkrad des RS.

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Beitrag von Jörg Ufer » So 29.Apr, 2012 17:47

VLN 3 / 28.04.12

Bestes Saisonergebnis für PoLe Racing Team

Der Knoten ist geplatzt: Das PoLe Racing Team des Porsche Zentrum Lennetal feierte beim dritten Saisonrennen zur Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring sein bislang bestes Saisonergebnis. Die beiden rot-weißen Porsche 911 fuhren in der mit 13 Fahrzeugen stark besetzten Klasse der Specials bis 4000 ccm auf die Plätze fünf und sieben. „Jetzt kann das 24 Stunden-Rennen kommen, wir sind bestens gerüstet“, sagte ein zufriedener Wolfgang Kemper (Menden), dieses Mal Teammanager.

Im bisherigen Saisonverlauf war das PoLe-Racing Team nicht gerade vom Glück verfolgt. Doch dieses Mal änderte sich das Blatt. Auch wenn das Wetter im Qualifying noch nicht mitspielen sollte. „Die Sonne schien, aber die Hälfte der Strecke war noch nass“, schilderte Willi Friedrichs (Schalksmühle). „Einige verwechselten das Qualifying mit einem Sprintrennen! Mein Gott, was lag da schon ein Schrott herum.“ Die Onboard-Kamera im 911 GT3-RS hielt unter anderem den heftigen Einschlag eines Porsche Cayman in Aremberg fest. „Der bremste viel zu spät, dann sah ich nur noch seinen Unterboden.“

Taktisch klug fuhren im Training hingegen die PoLe-Teams Johannes Kirchhoff/Gustav Edelhoff (Iserlohn/Hemer) im 911 GT3-Cup S sowie Willi Friedrichs, Lutz Krumnikl (Weinheim) und Ingo Vogler (Schalksmühle) im 911 GT3-RS. „Fünf Startplätze weiter vorn oder hinten interessieren bei einem Vier-Stunden-Rennen nun wirklich nicht“, brachte es Ingo Vogler auf den Punkt. Als Startfahrer nahmen Kirchhoff und Vogler Platz. Die Hocheifel war jetzt sonnendurchflutet und die Strecke trocken.

Reifenschaden verhindert den möglichen Klassensieg

„Es lief super und wir waren auf Podiumskurs, als ich einen komischen Geruch wahrnahm“, schilderte Kirchhoff. „Ich dachte zunächst, es wäre der Weiland-Porsche vor mir. Aber dann wurde mir klar, dass es mein eigenes Auto war.“ An einer der zahlreichen Unfallstellen hatte sich der Routinier wohl einen Fremdkörper eingefangen und allmählich entwich aus dem rechten Hinterreifen die Luft. „Ab Metzgesfeld war dann die Luft komplett raus. Das wurden dann leider lange 13 Kilometer bis an die Box zurück.“

Im Verlauf dieser Distanz zerfledderten die Reifenreste den Kotflügel und die hintere Stossstange. Zwischendurch parkte Kirchhoff kurz bei einem Streckenposten und fragte nach, ob der Porsche hinten brennen würde. „Er meinte ´ne´, also humpelte ich weiter zurück zur Box.“ Der ondulierte Zuffenhausener gehörte von nun an zu den Lieblingen der TV-Monitore. „Das hat der Johannes doch extra gemacht, damit unser Auto möglichst oft im Fernsehen ist“, meinte Teamkollege Edelhoff mit einem Augenzwinkern. „Das ist schlecht fürs Team aber gut für unsere Sponsoren“, ergänzte Wolfgang Kemper.

Acht Minuten kostete der Reifenschaden dem Duo Kirchhoff-Edelhoff, im Ziel hatte der Klassensieger 7.21,244 Minuten Vorsprung. „Wir hätten die Klasse gewinnen können, Rang zwei war zumindest sicher“, ist Edelhoff überzeugt. „Ich hatte ja heute wieder den Mittelturn und da liegen immer die meisten Klamotten herum. Gott sei Dank ist mir keiner in die Karre gefahren und ich habe mir auch keinen Reifenschaden eingefangen. Jetzt bin ich heiß auf die 24 Stunden.“

Übergewicht, Kult & Vorfreude

Im serienmäßigen und straßentauglichen 911 GT3-RS absolvierten Vogler, Friedrichs und Krumnikl ein fehlerfreies Rennen und wurden mit Rang sieben belohnt. „Dafür, dass wir das schwerste und leistungsmäßig schwächste Fahrzeug in der Klasse SP7 haben, ist das bei 13 Startern ein prima Ergebnis“, sagte Krumnikl, der nach sechs Monaten Pause wieder im Rennauto saß. „Mir hat es, wie immer, mächtig Spaß gemacht.“

Erstmals war Ingo Vogler Startfahrer in einem Rennauto. „Eine irre Atmosphäre! Die Einführungsrunde ist wirklich Kult: Alle winken dir zu, alle freuen sich. Und wenn dann die Ampel auf Grün schaltet und sich fünf bis sechs Autos nebeneinander in die erste Kurve stürzen … Das war schon geil!“ Willi Friedrichs freute sich vor allem übers Wetter. „Das war mein erster Stint auf trockener Strecke seit einer gefühlten Ewigkeit. Ich gewinne immer mehr Vertrauen zu dem Fahrzeug und freue mich jetzt auf die 24 Stunden.“

Die VLN Langstreckenmeisterschaft legt jetzt bis zum 23. Juni eine Pause ein. Vom 19. bis 20. Mai steht dafür der Saisonhöhepunkt auf dem Programm: Das ADAC 24 Stunden-Rennen, wo das PoLe Racing Team mit beiden Porsche 911 teilnehmen wird.

Jörg Ufer
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Beitrag von Jörg Ufer » Fr 11.Mai, 2012 23:18

Vorschau Int. ADAC Zurich 24h-Rennen Nürburgring 17. bis 20. Mai 2012

Doppelt gemoppelt hält besser

PoLe Racing Team startet mit zwei Porsche GT3 beim längsten Rennen des Jahres

In wenigen Tagen ist es soweit: Dann heißt es „Ring frei“ für das Internationale ADAC Zurich 24h-Rennen auf dem Nürburgring, dem größten Autorennen der Welt. Mit dabei ist natürlich auch das PoLe Racing Team des Porsche Zentrum Lennetal, die gleich zwei Porsche 911 GT3 an den Start bringen: den seriennahen und straßentauglichen GT3-RS, sowie den im Winter neu erworbenen GT3-Cup S. „Durchfahren, ankommen und gut abschneiden: Das sind unsere Ziele“, gibt Wolfgang Kemper (Menden) als Zielrichtung aus.

Die Sauerländer Mannschaft möchte gerne an das gute Abschneiden aus dem Vorjahr anknüpfen, als mit dem seriennahen RS der siebte Platz (von 21) in der Klasse und Rang 45 im Gesamtklassement belegt wurde. Kemper: „Jetzt haben wir sogar zwei Eisen im Feuer, doppelt gemoppelt hält hoffentlich auch besser!“

Ziel mit dem Cup S: Top 25

Die Speerspitze des PoLe Racing Teams ist ganz klar der Cup S, der mit der Nummer 43 an den Start gehen wird. Johannes Kirchhoff (Iserlohn), Elmar Grimm (Münster) und Gustav Edelhoff (Hemer) werden sich am Steuer des rund 470 PS starken Sportwagens abwechseln. „Hier sind locker 50 werks- oder werksunterstützte Teams mit von der Partie, das Rennen war selten so gut besetzt“, sagt Kirchhoff. „Ein Platz unter den ersten 25 im Gesamtklassement wäre hervorragend!“

Alle sollten aufpassen

„Ich wünsche mir unfallfreies und faires Fahren“, sagt Gustav Edelhoff. „Vielleicht klappt das ja besser als in den bisherigen VLN-Rennen. Die Unfallserie muss jetzt mal beendet werden! Uns sehe ich mit etwas Glück in den Top 20.“ Elmar Grimm freut sich besonders auf den Cup S. „Mit diesem sind wir bis zu 30 Sekunden pro Runde schneller als mit dem RS. Daher sollten wir auf jeden Fall weiter nach vorn kommen als in 2011.“

Wenn der Vater mit dem Sohne …

Im Cockpit des GT3-RS werden sich die Piloten Wolfgang Kemper, Sebastian Kemper (aktuell Changchun/China), Willi Friedrichs (Schalksmühle) und Uwe Kolb (Bad Homburg) abwechseln. Zum dritten Mal in Folge bei den 24h gehört Wolfgang Kemper somit zur Besatzung auf diesem Boliden. „2010 hatten wir Pech, als uns nach genau 13 Stunden im Pflanzgarten ein Unfall zum Verhängnis wurde. Letztes Jahr lief es richtig rund und daran möchten wir anknüpfen. Unter die ersten 50 im Gesamt und in die Top Ten der Klasse wäre wünschenswert.“

20h Anreise, 24h Rennen, 20h Abreise

Ein besonderes Highlight wird für den 59jährigen sein, erstmals das härteste und anspruchsvollste Rennen der Welt mit seinem Sohn Sebastian gemeinsam zu bestreiten, der extra aus China anreisen wird. „20 Stunden sind es von Haustür zu Haustür. Natürlich ist es anstrengend, aber das 24h-Rennen auf dem Nürburgring ist mehr als verlockend! Die Zeitverschiebung spielt ja auch keine große Rolle, bei 24h kann ich mir ja meine Einsatzzeiten aussuchen“, sagt der 31jährige und fügt mit einem Augenzwinkern hinzu: „So nebenbei werde ich den Altersdurchschnitt in unserem Team massiv senken …“

Endlich durchfahren

Willi Friedrichs ist heuer zum fünften Mal am Start bei der Jagd zweimal rund um die Uhr. „Ich möchte endlich mal durchfahren und ohne Defekte ankommen“, wünscht sich der 52jährige. „Bei meinen bisherigen vier Starts bin ich dreimal ausgefallen. Und die eine Zielankunft war weit abgeschlagen nach diversen Defekten.“ Seine Taktik für 2012 ist klar: „Geordnet und gesittet fahren. Dann kommt das gute Ergebnis automatisch!“

"Ich freue mich riesig, erstmalig beim 24h Rennen, und dann auch noch am 40. Jubiläumsrennen, teilnehmen zu dürfen“, sagt ein euphorischer Uwe Kolb. „Die Anforderungen an die Kondition, Konzentration und das Auto sind sicherlich außerordentlich. Ich bin gespannt, wie sich unser Team beim 24h Rennen schlagen wird.“

Key Facts PoLe Racing Team 24h-Rennen Nürburgring 2012:


Start-Nr. 42, Porsche GT3-RS

Wolfgang Kemper (Menden, 59 Jahre)
Debüt 24h-Rennen: 2010
Starts 24h-Rennen: 2
Beste Platzierung: 45. Gesamt/7. Klasse

Sebastian Kemper (CN-Changcun, 31 Jahre)
24h-Debütant

Willi Friedrichs (Schalksmühle, 52 Jahre)
Debüt 24h-Rennen: 2005
Starts 24h-Rennen: 4
Beste Platzierung: 122. Gesamt/8. Klasse

Uwe Kolb (Bad Homburg, 54 Jahre)
24h-Debütant

Start-Nr. 43, Porsche GT3-Cup S

Johannes Kirchhoff (Iserlohn, 54 Jahre)
Debüt 24h-Rennen: 1988
Starts 24h-Rennen: 4
Beste Platzierung: 45. Gesamt/4. Klasse

Elmar Grimm (Münster, 55 Jahre)
Debüt 24h-Rennen: 2010
Starts 24h-Rennen: 2
Beste Platzierung: 45. Gesamt/7. Klasse

Gustav Edelhoff (Hemer, 51 Jahre)
Debüt 24h-Rennen: 1988
Starts 24h-Rennen: 8
Beste Platzierung: 45. Gesamt/3. Klasse

Jörg Ufer
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Beitrag von Jörg Ufer » Di 22.Mai, 2012 21:16

Nachschau Int. ADAC Zurich 24h-Rennen Nürburgring 17. bis 20. Mai 2012

Alle Hoffnungen verrauchten in der Nacht

Keine neun Stunden dauerte heuer das ADAC 24 Stunden-Rennen Nürburgring für das PoLe Racing Team des Porsche Zentrum Lennetal: Beim Saisonhöhepunkt auf dem Eifelkurs mussten beide Porsche GT3 vorzeitig mit einem technischen Defekt abgestellt werden. Nach der problemlosen Fahrt und dem guten Ergebnis von 2011 stand die 40. Ausgabe des Klassikers unter keinem guten Stern für das Sauerländer Team. „So hart kann Motorsport sein“, sagte ein trauriger Team-Manager Wolfgang Kemper (Menden).

Die Speerspitze im Hagener Team war der GT3-Cup S mit den Piloten Johannes Kirchhoff (Iserlohn), Elmar Grimm (Münster), Gustav Edelhoff (Hemer) und Stephan Epp (Wuppertal). Die vier starteten bei den Specials bis 4000 ccm. Hierfür mussten allerdings 100 Kilogramm Zusatzgewicht ins Auto gepackt werden. „Sonst dürften wir mit dem GT3-Wagen der ersten Generation nicht in dieser Klasse starten“, erläuterte Kemper.

Im ersten Qualifying dann eine Schrecksekunde, als Grimm im Bereich Hatzenbach von der Strecke abkam und seitlich in einen Reifenstapel krachte. „Beim Bremsen stand ich parallel noch auf dem Gaspedal“, erklärte der 55jährige. „Beide Pedale sind sehr dicht beisammen, was eigentlich bei einem Fahrzeug mit sequentieller Schaltung überflüssig wäre.“ Die Schäden hielten sich in Grenzen, bis zum zweiten Qualifying bekam die Mechaniker-Mannschaft den Porsche instand gesetzt.

Im Rennen lief alles wie am Schnürchen: In der Reihenfolge Grimm-Kirchhoff-Edelhoff wechselten sich die Piloten am Steuer ab und lagen nach 8,5 Stunden auf Gesamtrang 33 im Feld der 169 gestarteten Teams. Die angepeilten Top 25 nach 24 Stunden waren absolut realistisch. In der Klasse bedeutete dieses Rang neun von 17 Fahrzeugen. Stephan Epp, bei diesem Rennen erstmals für das PoLe Racing Team unterwegs, übernahm das Volant gegen 0.20 Uhr. In seiner vierten Runde verrauchte ohne Vorankündigung der Motor. Kemper: „Vielleicht ein Kolbenfresser, wir müssen das genau analysieren.“

Nach noch nicht einmal fünf Stunden war das Rennen für Sebastian Kemper (China), Willi Friedrichs (Schalksmühle), Uwe Kolb (Bad Homburg) und Wolfgang Kemper im seriennahen GT3-RS zu Ende. Dann gab die Kupplung ihren Geist auf. Eine Reparatur wäre sehr zeitintensiv gewesen, daher entschloss sich das Team zur Aufgabe. „Bei unserem RS handelt es sich um ein Straßenauto, bei welchem Aggregate nicht so schnell und einfach getauscht werden können wie bei einem echten Rennfahrzeug“, gab ein geknickter Wolfgang Kemper zu.

Unterm Strich waren natürlich alle Fahrer, Mechaniker und Helfer des Teams wahnsinnig enttäuscht. Nach dem guten Abschneiden im Vorjahr und auch zu Jahresbeginn bei den 24 Stunden von Dubai, verrauchten dieses Mal sprichwörtlich alle Hoffnungen bereits nach ein paar Stunden.

Das PoLe Racing Team des Porsche Zentrum Lennetal konzentriert sich jetzt wieder auf die Saison in der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring, wo am 23. Juni das vierte Saisonrennen stattfinden wird. Dann werden beide Porsche GT3 in neuer Frische wieder am Start stehen.

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Beitrag von Jörg Ufer » Mi 27.Jun, 2012 23:43

VLN 4 - 23.06.12

Top Ten-Ergebnis und Saisonbestwerte

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verließ das PoLe Racing Team des Porsche Zentrum Lennetal nach dem vierten Saisonrennen zur Langstreckenmeisterschaft den Nürburgring. Während der seriennahe Porsche GT3-RS mit dem neunten Platz bei den Specials bis 4000 ccm ein gutes Ergebnis einfuhr, schied der GT3-Cup S bereits in der vierten Runde nach einer unverschuldeten Kollision aus. Kleiner Trost: Für beide Fahrzeuge gab es sowohl im Qualifying als auch im Rennen neue Jahres-Bestwerte.

Eine fehlerfreie Leistung zeigten Lutz Krumnikl (Weinheim), Willi Friedrichs und Ingo Vogler (beide Schalksmühle) mit dem straßentauglichen GT3-RS. Nach vier Stunden wurde das Trio als Neunter von 13 Startern in der Klasse abgewunken. Und das mit dem vermeintlich schwächsten Fahrzeug dieser Kategorie.

Vogler: 9.11 Minuten mit dem seriennahen Porsche 911

„Heute war richtig Klasse, es hat sehr viel Spaß gemacht“, strahlte Startfahrer Vogler, der sowohl im Training als auch im Rennen in 9.11 Minuten eine neue Saisonbestzeit für das Fahrzeug aufgestellt hatte. „Wenn man einen 911er fährt und am 9.11. Geburtstag feiert, dann umrundet man auch die Grüne Hölle in 9.11 Minuten. Ich sage ja immer: das Schicksal hat das so gewollt …“

Wegen unangepasster Geschwindigkeit an einer Unfallstelle wurde dem 45jährigen eine Runde abgezogen. Das kostete zwar nur einen Platz in der Klasse, aber 24 Ränge (59. statt 35.) in der Gesamtwertung. „Leider lief unsere Onboard-Kamera nicht, so dass wir den Vorwurf nicht nachvollziehen konnten“, sagte Vogler. „Selbstverständlich versucht man als Fahrer alle Flaggensignale korrekt zu beachten! Aber wir müssen die Bestrafung natürlich akzeptieren. Es war trotzdem ein geiler Tag!“

Vom Rumeiern und nicht mehr Aussteigen wollen

Zufrieden war auch Willi Friedrichs: „Es war das bislang beste Rennen in diesem Jahr. Das Wetter war gut, trocken und warm. Der Porsche lief einwandfrei und ich konnte gute Rundenzeiten drehen. Die vielen Gelbphasen brachten einen aus dem Rhythmus. Man eiert dann hinter dem Vordermann rum. Aber gelb ist gelb.“

Lutz Krumnikl brachte den PoLe-Porsche schließlich ohne einen Kratzer ins Ziel. „Keine Probleme, alles perfekt“, freute sich der 61jährige. „Ein Kompliment an die Jungs vom Porsche Zentrum Lennetal und von race&event für die gute Vorbereitung des Porsche. Ich wäre am liebsten noch ein paar Runden gefahren, doch dann kam das schwarz-weiß-karierte Tuch.“

Das Pech an den Reifen kleben

Dem bildschönen und mit kernigem Sound ausgestatteten Porsche GT3 Cup-S klebt weiter das Pech an den Reifen. Zu Beginn der vierten Runde war das Rennen für Johannes Kirchhoff (Iserlohn), Elmar Grimm (Münster) und Wolfgang Kemper (Menden) bereits zu Ende. „Ich weiß wirklich nicht, warum immer wir so ein Pech haben müssen“, fragte sich ein mehr als enttäuschter Kirchhoff.

„Ich wäre gerne mal einen kompletten Turn mit unserem neuen Auto gefahren, aber irgendwie sollte es auch diesmal wieder nicht sein. Wir warten darauf, dass die Pechsträhne endlich vorbei ist. Immerhin lagen wir zum Zeitpunkt des Ausfalls auf Platz 25 im Gesamtklassement“, sagte ein ebenfalls enttäuschter Kemper.

Was war passiert: Im Streckenabschnitt NGK-Schikane hatte sich ein Renault Clio überschlagen und die Reifenstapel abgeräumt. Die Strecke war übersät mit Trümmerteilen und Kies, zahlreiche Sportwarte waren mit dem Aufräumen beschäftigt. „Ich war gerade dabei, in der vierten Runde die ersten Fahrzeuge der dritten Startgruppe zu überrunden, als ich mich aufgrund der gelben Flaggen zwischen die langsameren Fahrzeuge eingereiht habe“, erklärte Grimm.

„Als Kolonne durchfuhren wir die Gefahrenstelle mit konstanter Geschwindigkeit, als der hinter mir fahrende Renault Clio mir voll ins Heck gekracht ist. Der Sprechfunkstecker hatte sich beim Clio-Fahrer gelöst, den er nun in der langsamen Gelbphase wieder einstöpseln wollte, wie er bei der Rennleitung angab. Neben Beschädigungen an Auspuff und Heckflügel war vor allem die Motor-Getriebe-Einheit nach vorn verschoben worden. Wir mussten aufgeben. Ein ziemlich frustrierender, unnötiger und teurer Einstöpselversuch“, so Grimm weiter.“

Das fünfte Rennen zur beliebtesten nationalen Rennserie Deutschlands findet in zwei Wochen statt.

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Beitrag von Jörg Ufer » So 08.Jul, 2012 19:47

VLN 5 - 07.07.12

Getriebeschaden stoppt PoLe-Porsche GT3-RS

Das Wechselbad der Gefühle geht für das PoLe Racing Team des Porsche Zentrum Lennetal weiter. Beim fünften Rennen zur Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring musste der seriennahe Porsche GT3-RS nach etwas mehr als drei Stunden mit einem Getriebeschaden abgestellt werden. Für große Freude im Team sorgte das Abschneiden von Wolfgang Kemper: Der PoLe-Teammanager „ging fremd“ und feierte am Steuer eines Audi TT-RS einen Klassensieg.

Über weite Strecken sah es nach einer guten Platzierung für Lutz Krumnikl (Weinheim), Willi Friedrichs und Ingo Vogler (beide Schalksmühle) aus. Das Trio lag mit dem Porsche GT3-RS konstant in den Top Ten bei den Specials bis 4000 ccm (SP7). „Mein Stint war richtig gut und problemlos“, sagte Startfahrer Friedrichs. „Wegen der Kollision mehrerer Fahrzeuge in der ersten Runde gab es in der Fuchsröhre lange Gelb, aber sonst störte nichts den Rhythmus.“ Mit 9.31,806 Minuten war der Schalksmühler zudem so zügig wie noch nie mit dem PoLe-Porsche.

Lutz Krumnikl übernahm und drehte in 9.26,656 Minuten die schnellste Rennrunde. „Bei mir lief es ebenfalls richtig gut, die ersten sechs Runden waren perfekt. Doch dann merkte ich, dass das Getriebe anfing, Probleme zu bereiten. Für die Gangwechsel musste ich mehr Kraft aufwenden. Ich hatte gehofft, es würde bis zum Rennende halten.“

Ganze zwei Umläufe absolvierte anschließend Ingo Vogler. „Es wurde von Minute zu Minute schlimmer, ich musste zum Schalten immer mehr Kraft aufwenden. In meiner zweiten Runde war ich froh, irgendwann mal den fünften Gang einzulegen, obwohl ich eigentlich den dritten wollte. Es machte einfach keinen Sinn mehr, die letzten 50 Minuten noch so zu fahren. Daher bin ich an die Boxen gekommen. Schade, aber das kann im Motorsport passieren.“

Klassensieg für Wolfgang Kemper

Unverhofft kommt oft: Zusammen mit den Wuppertalern Heinz Schmersal und Pseudonym-Pilot „Tiger“ lenkte PoLe-Teamanager Wolfgang Kemper einen Audi TT-RS zum Sieg bei den Turbo-Specials bis 2500 ccm (SP4T). „Über einen Podiumsrang hätte ich mich bereits gefreut. Das es gleich der Klassensieg wird ist natürlich eine Überraschung, eine große sogar.“

Der Auffahrunfall vom letzten VLN-Rennen hatte größere Folgen für den PoLe Racing-Porsche GT3 CupS als es zunächst den Anschein hatte. Da Ersatzteile für die Auspuffanlage so schnell nicht zu beschaffen waren, musste die Speerspitze des Hagener Teams dieses Mal in der Heimat bleiben. CupS-Stammpilot Wolfgang Kemper fand jedoch kurzfristig ein Cockpit beim befreundeten race&event-Team aus Radevormwald.

Mit zwei Siegen, zwei zweiten und einem dritten Platz ist der race&event-Audi zur Saisonhalbzeit der Klassenprimus in der SP4T. Startfahrer Tiger und dann Schmersal hatten den TT auf Rang eins gelenkt. „Ich hatte schon einigen Respekt vor dem Audi, zumal ich mich heute Morgen im Training gedreht hatte. Allerdings ohne anzuecken. Im Vergleich zum Porsche ist fast alles anders“, gab Kemper zu. „Ich habe Rang eins dann auch ohne Widerstand abgegeben. Lieber zweiter und heil im Ziel als irgendwo in der Leitplanke kleben.“

Doch so viel Pech das PoLe Racing Team im bisherigen Saisonverlauf auch hatte: Dieses Mal hatte der Mendener Fortuna auf seiner Seite. Bedingt durch seinen günstigeren Spritverbrauch brauchte der 59jährige in der Schlussphase die Boxen nicht mehr zum Nachtanken ansteuern und sparte somit Zeit. Und als dann in der letzten Runde der bis dato führende Audi mit starker Rauchentwicklung stehen blieb, war der Klassensieg perfekt. „Mein erster VLN-Klassensieg“, freute sich Kemper. „Ein ganz großes Dankeschön an meine Teamkollegen und das gesamte race&event-Team.“

Weitere Infos unter:
http://pole-racing.blogspot.de/

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Beitrag von Jörg Ufer » So 22.Jul, 2012 10:21

VLN 6 - 21.07.12

Der Knoten ist geplatzt beim PoLe Racing Team

Glücksgöttin Fortuna hat doch noch ein Herz für das PoLe Racing Team des Porsche Zentrum Lennetal. Beim sechsten Rennen zur VLN Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring erlebte das Sauerländer Team ein richtig gutes Wochenende. Beide Porsche GT3 fuhren bei den Specials bis 4000 ccm in die Top Ten. „Keine Reifenschäden, keine technischen Defekte, in keine Kollisionen unschuldig verwickelt: Das war ein richtig schönes Wochenende!“ freute sich Teammanager Wolfgang Kemper (Menden).

Während es im freien Training und im Qualifying zahlreiche Regenschauer gab, zeigte sich die Kombination aus Grand-Prix-Kurs und Nordschleife beim Rennen von ihrer schönsten Seite. Trocken und viel Sonnenschein machten das Fahren zum Genuss.

„Das war heute richtig schön“, strahlte dann auch Johannes Kirchhoff (Iserlohn), der den Startstint im GT3-CupS absolvierte. Für den Mittelpart nahm Gustav Edelhoff (Hemer) am Volant Platz. „Man merkt natürlich das hohe Zusatzgewicht des Wagens, das wir laut Reglement fahren müssen. Im Vergleich zu den anderen Porsche bringen wir an die einhundert Kilo mehr auf die Waage, das ist schon eine Menge. Vielleicht sollten wir mal eine andere Reifenmischung ausprobieren.“

Auf Platz 8 in der Klasse und Rang 28 (von 141) im Gesamtklassement kreuzte Wolfgang Kemper schließlich den Zielstrich. „Das war der erste komplette Nordschleifen-Stint für mich im CupS und ich muss sagen: Ein tolles Auto! Ans Limit muss ich mich noch weiter herantasten, aber das wird schon werden. Heute wollte ich unbedingt ohne Probleme ankommen!“

Strahlende Gesichter hatten auch die drei Piloten des seriennahen GT3-RS: Lutz Krumnikl (Weinheim), Ingo Vogler und Willi Friedrichs (beide Schalksmühle) wurden in der gleichen Klasse neunter und belegten den 34. Gesamtrang. „Ein großes Kompliment an die Mechanikermannschaft: Unser Porsche war top vorbereitet und es hat richtig Spaß gemacht!“, freute sich Krumnikl.

„So weit vorne waren wir dieses Jahr noch nicht“, sagte ein sehr zufriedener Willi Friedrichs. „Top Auto, schönes Wetter, gutes Ergebnis. So kann es weitergehen.“ Startfahrer Ingo Vogler hatte in 9.09,185 Minuten nicht nur eine neue persönliche Bestzeit, sondern auch eine neue Jahresbestzeit für den GT3-RS markiert. „Das war ein tolles Rennen. Es lief phantastisch und ich komme immer besser in Schwung!“

Teammanager Wolfgang Kemper richtete einen besonderen Dank an die befreundete Crew von race&event und an das Porsche Zentrum Lennetal in Hagen. „Ohne diese beiden starken Partner wären solche Resultate nicht möglich!“

Bereits in zwei Wochen steht mit dem Sechs-Stunden-Rennen der längste VLN-Lauf des Jahres auf dem Programm. Johannes Kirchhoff, Gustav Edelhoff und Heinz Schmersal (Wuppertal) werden sich am Steuer des GT3-CupS abwechseln. Willi Friedrichs, Lutz Krumnikl und Wolfgang Kemper teilen sich das Cockpit im GT3-RS.

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Beitrag von Jörg Ufer » So 05.Aug, 2012 22:11

VLN 7 - 23.08.12

PoLe-Porsche CupS fährt aufs Klassen-Podium

Beim ADAC 6-Stunden-Rennen, dem Saisonhöhepunkt in der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring, fuhr das PoLe Racing Team des Porsche Zentrum Lennetal zum ersten Mal in dieser Saison aufs Podium. Johannes Kirchhoff (Iserlohn), Gustav Edelhoff (Hemer) und Heinz Schmersal (Wuppertal) lenkten den Porsche GT3-CupS auf den dritten Platz bei den Specials bis 4000 ccm (SP7). Lutz Krumnikl (Weinheim), Willi Friedrichs (Schalksmühle) und Wolfgang Kemper (Menden) kamen mit dem seriennahen GT3-RS auf den guten sechsten Rang.

„Ein richtig gutes Ergebnis!“, freute sich Wolfgang Kemper. „Ein besonderer Dank gebührt dem Porsche Zentrum Lennetal sowie dem race&event-Team. Und natürlich auch allen Fahrern, die im Rennen fehlerfrei und schnell unterwegs waren.“

Dabei hatte das Wochenende für das Sauerländer Team mit einer Schrecksekunde begonnen. Bei Testfahrten am Tag vor dem Rennen war der CupS im Bereich Fuchsröhre von der Fahrbahn abgekommen und in die Leitplanken gekracht. Abends um 23 Uhr stand der CupS dann wieder rennfertig in der Box. „Es war eine Bravourleistung von der race&event-Mannschaft, dass wir überhaupt starten konnten“, bedankte sich Teammanger Wolfgang Kemper beim Einsatzteam. „Das war nicht einfach. Die haben uns das Wochenende gerettet.“

Mit gleich zwei Stints hatte Johannes Kirchhoff im Rennen großen Anteil am Podium. Der Iserlohner legte als Startfahrer den Grundstein zum Erfolg, dann übernahm Schmersal, ehe Kirchhoff ins Cockpit zurückkehrte und zum Schluss Edelhoff übernahm. „Das Fahrverhalten war etwas unruhig, vielleicht doch ein Folgeschaden von gestern“, vermutete Schmersal. „Im Verlauf der Runden kam ich immer besser zurecht.“ Auch Johannes Kirchhoff berichtete von Fahrwerksproblemen. „Die Rundenzeiten hätten besser sein können, aber schlussendlich sind wir mit dem Ergebnis sehr zufrieden.“

Wie das sprichwörtliche Schweizer Uhrwerk drehten Friedrichs, Krumnikl und Kemper ihre Runden mit dem seriennahen Porsche GT3-RS. Aufregung gab es erst im letzten Renndrittel, als Kemper einen Reifenschaden hinten rechts beklagte. „Ab der Fuchsröhre musste ich bis zur Box zurückhumpeln. Mit dem Reifenschaden konnte ich maximal 80 bis 100 Stundenkilometer fahren. Aber Gott sei Dank geht’s am Nürburgring ja meistens rechts herum. Da braucht man das rechte Hinterrad nicht so häufig. Das hat natürlich viel Zeit und Rang fünf gekostet. Aber unterm Strich sind wir mit Rang sechs bei elf Startern zufrieden. Mehr konnten wir heute in der stark besetzten Klasse SP7 nicht erreichen.“ „In der Fuchsröhre war ich hinter dem GT3 RS“, berichtete Edelhoff, “als plötzlich der rechte Hinterreifen platzte. Da freut man sich, dass man nicht selber in dem Auto sitzt.“

Willi Friedrichs hatte im Qualifying die schnellste Rundenzeit markiert und durfte sowohl den Start- als auch den Schlußstint absolvieren. „Das war natürlich ein Highlight, ein richtig perfektes Wochenende. Als es dann in den letzten beiden Runden anfing zu regnen, musste ich höllisch aufpassen und war dann froh, heil den Zielstrich zu erreichen.“

Schon in drei Wochen findet der achte Saisonlauf zur beliebtesten nationalen Motorsportserie statt. Dieser führt dann über die gewohnte Distanz von vier Stunden. Urlaubsbedingt wird das PoLe Racing Team wahrscheinlich nur ein Fahrzeug an den Start bringen

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Beitrag von Jörg Ufer » So 26.Aug, 2012 21:49

VLN 8 - 25.08.12

Frühes Ende nach Unfall im Qualifying

Das achte Rennen zur VLN Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring war für das PoLe Racing Team des Porsche Zentrum Lennetal bereits nach dem Qualifying zu Ende. Bei einem Unfall am Streckenabschnitt Hohe Acht wurde der Porsche 911 GT3 CupS kurz vor Trainingsende stark beschädigt. „Gottlob ist unserem Fahrer nichts passiert, das ist bei solchen Abflügen immer das Wichtigste“, sagte Team-Manager Wolfgang Kemper (Menden). „Jetzt müssen wir schauen, ob das Fahrzeug überhaupt reparabel ist.“

Voller Zuversicht waren Gustav Edelhoff (Hemer), Elmar Grimm (Münster) und Ingo Vogler (Schalksmühle) an den Eifelkurs gereist. Nach dem Klassenpodium beim Sechs Stunden-Rennen sollte ein weiteres gutes Ergebnis folgen. Der seriennahe GT3-RS wurde dieses Mal nicht eingesetzt.

Ein Regenschauer kurz vor Trainingsbeginn veranlasste Edelhoff, mit profillierten Reifen auf die Strecke zu gehen. „Es war rundum nass und mehr als ein Roll-Out nicht möglich. Es war klar, dass es abtrocknen würde, darum bin ich nicht auf Zeitenjagd gegangen. Der Porsche machte einen guten Eindruck und mir sehr viel Spaß.“

Ingo Vogler, eigentlich Stammpilot auf dem PoLe-Schwesterfahrzeug, nahm erstmals am Volant des CupS Platz. „Bislang habe ich diesen Porsche nur auf dem Grand-Prix-Kurs bewegt. Aber ich kam schnell und gut zurecht, trotz eines kleinen Missgeschicks…“ Nach zwei Runden auf Regenreifen ließ der 45jährige Slicks montieren und nahm das Training nochmals auf. „Nur die beiden Fahrspuren der Reifen waren trocken. Im Bereich Bergwerk kam ich etwas ins Nasse und habe mich dann im Zeitlupentempo gedreht. Dabei habe ich mit der hinteren Stoßstange leicht die Leitplanke berührt. War zum Glück alles halb so wild.“

Auf der mittlerweile überwiegend trockenen Piste wollte Elmar Grimm für eine schnelle Zeit und einen guten Startplatz sorgen. Nach 9.06 Minuten in seiner ersten Runde, nahm der 55jährige vier Minuten vor Ende das Qualifying nochmals auf. „Die Runde lief wirklich prima und die Zeit wäre um 8.40 gewesen. Beim Einlenken der Rechtskurve an der Hohen Acht habe ich links den Randstein etwas zu spät verlassen. Danach brach mir das Heck aus und ich war nur noch Passagier.“

Der Porsche-Pilot krachte links zweimal kräftig in die Leitplanken. Das linke Vorderrad rollte rund 200 Meter weiter bis fast zum Wippermann. „Mir tut es für das Team sehr leid, denn der Porsche lief hervorragend. Der Unfall ist natürlich mein Fehler, ich habe wohl etwas zu spät eingelenkt.“

Der nächste Lauf zur beliebtesten nationalen Rennserie Deutschlands findet am 29. September statt. Auf jeden Fall wird dann wieder der seriennahen GT3-RS am Start sein. Hinter dem Einsatz des CupS steht aktuell natürlich ein dickes Fragezeichen.

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